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  #1  
Alt 27.02.2015, 21:20
pumuckel pumuckel ist offline
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Standard Therapie doch notwendig?

Hallo erstmal,
ich habe demnächst MPU und bin gelinde gesagt etwas verwirrt, weil ich gelesen habe, daß man, wenn eine Alkoholabhängigkeit vorliegt, erst eine Langzeittherapie machen, und dann ein Jahr Abstinenz nachweisen muß.
Aber vielleicht schildere ich erstmal meinen Fall:
Ich bin am 10.01.2014 mit 1,7 Promille in den Graben gefahren. Führerschein weg. Dann habe ich im Februar einen einjährige Abstinenznachweiß über Haarproben angefangen, welcher jetzt im März fertig ist. Am 12.03. gebe ich bei der MPU die letzte Haarprobe ab. So weit so gut.
Ferner gehe ich seit April 2014 regelmäßig zu eine Verkehrspsychologin(insg. 10 Termine), die früher selber Gutachterin war. Bei der MPU-Stelle, bei der ich den Termin habe. Und nun zu meinem Problem:
Ich habe mit 21 meine erste Langzeittherapie wegen Alkohol gemacht. Fünf Jahre später die zweite. Dazwischen etliche Entgiftungen.Von 2008-2012 war ich dann in einer "nüchternen Lebensgemeinschaft", also 3,5 Jahre trocken. Danach habe ich "draußen" noch 1,5 Jahre trocken gelebt. Dann wurde ich rückfällig. Ca. ein halbes Jahr lang, bis zu der Grabenfahrt. Das war wie gesagt am 10.01.2014.
Jetzt habe ich halt Angst, daß der Gutachter auf eine Therapie besteht, obwohl meine Verkehrspsychologin meint, man könnte die 10 Thermine, die ich bei ihr hatte auch als Therapie auslegen. Wäre ja auch logisch in meinem Fall, finde ich. Was soll ich in einer 3. Therpie noch lernen, was ich in den zwei anderen nicht gelernt habe. Mal ganz davon abgesehen, daß ich höchstwahrscheinlich gar keine Therapie mehr bewilligt bekommen würde.
Muß sich ein Gutachter stur an diese Vorgabe halten(Therapie+1 Jahr Abstinenz), oder hat er da Ermessensspielraum?
Finde nichts darüber im Netzt. Werde noch verrückt...kann mir jemand helfen?
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  #2  
Alt 28.02.2015, 06:40
Benutzerbild von trecki
trecki trecki ist offline
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ist deine Alkehol Krankheit aktenkundig bei der Fsst? hast du irgendwo angegeben das du Alkeholiker bist ? ich bin jetzt kein Profi aber wenn dies bekannt ist muss eine Therapie gemacht werden, aber da können dir die Profis bestimmt bessere Antworten geben
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  #3  
Alt 28.02.2015, 11:06
Benutzerbild von kenny
kenny kenny ist offline
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Zitat:
Ich habe mit 21 meine erste Langzeittherapie wegen Alkohol gemacht. Fünf Jahre später die zweite. Dazwischen etliche Entgiftungen
Ist hiervon nur 1 Sachverhalt aktenkundig?
Zitat:
meine Verkehrspsychologin meint, man könnte die 10 Thermine, die ich bei ihr hatte auch als Therapie auslegen.
Ja und Nein.Das du professionelle Hilfe in Anspruch genommen hast, wird dir positiv zugerechnet werden, wobei diese Therapie keine ausdrückliche EWB ist.Zum Großteil ist das hier eine Ermessensfrage des jeweiligen Gutachters.
Zu deiner Beruhigung: Vor einem Rückfall ist niemand sicher und das ist auch dem GA bekannt.Daher bewertet er mehr,wie du nach dem Rückfall mit der Problematik umgegangen bist und in welcher " Stabilität" du dich heute bewegst und wie er daraufhin seine Prognose stellt.Er kann sich stur auf die Leitlinien berufen:Therapie und nachweisli abstinent, oder Therapie, Rückfall, aber heute und in Zukunft kann von Abstinenz ausgegangen werden.Oder er kann (will) dir keine positive Prognose bescheinigen.
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  #4  
Alt 28.02.2015, 11:13
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Alana Alana ist offline
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@ all

Bitte hier nicht mehr posten. Pumuckel hat noch einen zweiten Thread mit Antworten. Laßt uns den nehmen!
__________________
Liebe Grüße
Alana
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  #5  
Alt 15.01.2018, 20:47
pumuckel pumuckel ist offline
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Beiträge: 11
Unglücklich Heute Drogen-MPU(total verunsichert)

Hallo Leute,
Ich hatte am 26.09. Eine MPU wegen einer Alkoholfahrt mit Unfallfolge. Die war positiv. Leider hab ich dem Gutachter auf die Frage hin, warum ich damals rückfällig wurde erzählt, dass ich zuerst Spice geraucht habe und darüber unvorsichtig geworden bin. War ja auch so.
Als ich das positive Alkoholgutachten bei der Fahrerlaubnisbehörde abgegeben hab, wurde mir das natürlich zum Verhängnis. Zum Glück konnte ich mit den Rückstellungsproben von den Alkoholhaaranalysen insgesamt ein Jahr Spice, und ein halbes Jahr Drogenfreiheit nachweisen, was der Begutachtungsstelle auch gereicht hat.
Heute war dann meine Drogen-MPU. Zuerst war ich beim Gutachter. Da ist alles gut gelaufen und er hat gemeint, von ihm aus wär alles in Ordnung. Danach ging's zum Arzt. Der wollte ganz genau wissen, was ich wann wie viel genommen habe. Ich hab ihm alles aufgezählt und zum Schluss hat er noch gefragt:" das war alles?", oder so ähnlich. Hab ich bejat. Die medizinischen Tests waren soweit ok. Ich hab mich gefreut und wir sind gegangen. Dann hab ich mir später im Auto nochmal meinen Therapiebericht von der Alkohollangzeittherapie durchgeguckt, und mir ist aufgefallen, dass da auch moch drinsteht, dass ich 1998 8 mal LSD und 1999 ein paar mal Stechapfel konsumiert hab.
Ausserdem hab ich dem Arzt und dem Gutachter zwar erzählt, dass ich in der Zeit von 1996-2006 hier und da mal amphetamine konsumiert hab. Abe4 tatsächlich hab ich von 2004-2006 täglich Speed genommen. Das steht auch in dem Therapiebericht.
Ich hoffe, das wird mir jetzt nicht als Lüge oder Beschönigung ausgelegt. Ich hab einfach heute bei dem Termin nicht mehr dran gedacht, weil das alles so lang her ist, und ich damals soviel Alkohol und andere Drogen genommen hab, dass ich das nicht alles einfach so ausm Stegreif zusammengekriegt hab. Ich hätte mir den Therapiebericht vielleicht vorher nochmal ansehen sollen. Aber jetzt isses zu spät. Ich mach mir voll die Sorgen. Ich bin seit 2 Jahren und drei Monaten absolut trocken und clean. Das konnte ich dem Gutachter auch glaubhaft rüberbringen. Die werden mir doch jetzt keinen Strick aus meiner Verpeiltheit drehen? Oder im Prinzip hätte ich mir den ja selber gedreht...
Was meint ihr? Hat vielleicht jemand schonmal ne ähnliche Erfahrung gemacht?
Achja, was mir auch noch Sorgen macht: ich hab vor dem Urintest einen Liter Apfelschorle getrunken. Und morgens 2 Kaffee. War mein Urin jetzt verwässert? Und was, wenn Ja? Bin ich dann durchgefallen, oder kann man den Urintest wiederholen, wenn der"verwässert" ist?
Danke schonmal für die Hilfe!
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  #6  
Alt 15.01.2018, 22:07
Benutzerbild von Alana
Alana Alana ist offline
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Standard

Du wirst das Gutachten abwarten müssen.

Der normalen Fragestellung bei der MPU ist ein ganz wichtiger Punkt vorgeschaltet, die Hypthese O. Dabei geht es darum, ob das Gespräch überhaupt sinnvoll geführt werden kann, oder der Proband offen und ehrlich war. Und dabei geht es auch ausdrücklich um Diskrepanzen zwischen der Aktenlage und den Angaben im Gespräch. Ja, das kann ein Grund für ein Negativ sein. Wenn dem Arzt diese Widersprüche auffallen, könnte das passieren.

Sollte der Urintest verwässert gewesen sein, wirst Du zeitnah zu einer Wiederholung geladen.
__________________
Liebe Grüße
Alana
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  #7  
Alt 15.01.2018, 22:47
pumuckel pumuckel ist offline
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Danke für deine Antwort, Alana.
ja, sowas in der Richtung hab ich mir schon gedacht. Dann hoff ich mal, dass die das nicht ganz so genau nehmen, was da vor 10 Jahren genau war. Immerhin bin ich seit übwr zwei Jahren brav und hab auch nicht vor, fa jemals nochmal was dran zu ändern. Das hat mir der Psychologe auch geglaubt. Naja, egal. Hilft ha nix. Ich muss es einfach abwarten...
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  #8  
Alt 16.01.2018, 10:34
Markus28 Markus28 ist offline
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Zitat:
Zitat von pumuckel Beitrag anzeigen
Danke für deine Antwort, Alana.
ja, sowas in der Richtung hab ich mir schon gedacht. Dann hoff ich mal, dass die das nicht ganz so genau nehmen, was da vor 10 Jahren genau war. Immerhin bin ich seit übwr zwei Jahren brav und hab auch nicht vor, fa jemals nochmal was dran zu ändern. Das hat mir der Psychologe auch geglaubt. Naja, egal. Hilft ha nix. Ich muss es einfach abwarten...
Ja manchmal muss man einfach Glück haben.. ich meine damit das viele Sanktionen auch einfach von den Psychologen abhängen und abweichen könnnen...
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  #9  
Alt 16.01.2018, 17:37
pumuckel pumuckel ist offline
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Beiträge: 11
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Ja. So ist das halt.
Hab vorhin bei der AVUS angerufen und probiert, ob ich den Gutachter an die Strippe Krieg. Hat nocht geklappt. Zum Glück wahrscheinlich...
Ich lass es jetzt einfach gut sein und warte ab. Im Zweifelsfall mach ich die MPU halt nochmal. Ich hab ja jetzt Übung...
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  #10  
Alt 06.02.2018, 19:31
pumuckel pumuckel ist offline
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Beiträge: 11
Frage MPU gelaufen, Haaranalyse kommt nicht bei

Hallo, ihr Lieben,
Ich hatte am 15.01.18 meine Drogen-MPU bei der AVUS in Kassel.
Am 19.12.17 war die letzte Haarprobe (Ein Jahr Spice und ein halbes Jahr Drogen).
Bei der MPU lief alles soweit ganz gut. Jetzt warte ich mittlerweile seit 7 Wochen auf das Haarprobenergebnis.
Das Labor hat damals direkt gesagt, dass es 4-6 Wochen dauert, weil sie bei sich nicht auf Spice testen können und die Haarprobe extra in ein anderes Labor schicken müssen. Dann waren ja auch noch Feiertage dazwischen usw. Ich hoffe, dass ich das Ergebnis nächste Woche irgendwann bekomme.
Nun meine eigentliche Frage:
Weiß jemand, wie lange ich nach der MPU Zeit hab, das Haarprobenergebnis beizubringen? Ich finde da nix drüber im Netz.
Bekomme ich von der AVUS irgendwann nochmal ne Mahnung oder sowas in der Art, oder wird das Gutachten einfach nach ner gewissen Zeit negativ? Die MPU ist jetzt ja mittlerweile schon über 3 Wochen her....
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alkohol, arzt untersuchung, avus, drogen, drogen mpu, fristen, haaranalyse, therapie, therapie bericht, verunsichert

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