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  #601  
Alt 27.10.2017, 17:19
till92 till92 ist offline
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Beiträge: 3
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Habe am 11.9.17 meine MPU bei der PIMA MPU in Mannheim bestanden. Und mittlerweile auch meine Führerschein wieder.

Kurz zur Tat:

Amphetamin im Blut bei Autofahrt mit 76ng/ml

Was ich getan habe um meine Führerschein wieder zu bekommen:

-12 Monate Abstinenznachweis
-Hier im Forum sehr gut eingelesen


Mein Résumé bezüglich dem Gespräch mit dem Psychologen und der Vorbereitung:

1.Setzt euch mit eurer Vergangenheit auseinander und findet einen Grund warum ihr scheiße gebaut habt

2.Vollzieht gewissermaßen einen Vorzeigbaren wandel.

3. Seid bloß nicht zu ehrlich! Das kostet euch Kopf und Kragen. So blöd es Klingt: Trainiert eure Geschichte bis ihr sie in und auswendig kennt. Wichtig ist nicht das alles zu 100% wahr ist um die MPU zu bestehen, sondern das ihr in das Schema passt das der Psychologe vor sich sitzen haben will.

gruß
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  #602  
Alt 06.11.2017, 12:42
Deno Deno ist offline
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Lächeln

Habe am 28.09.2017 Meine MPU bei der AVUS im Mainz im ersten Anlauf bestanden.
Und mittlerweile mein Führerschein wieder.

Tat: Fahren unter BTM (Cannabis) am 29.01.2016. (Mit 18!)

Vorbereitung:

-28 Sitzungen bei meinem VP (und MPU Berater) insgesammt ein Jahr.
-1 Jahr Abstinenznachweis. (Haaranalyse)
-Aufbauseminar (für Fahranfänger) (Frankfurt)
-Hier im Forum mitlesen.

Insgesamt war es die richtige Entscheidung so viel für die Vorbereitung zu zahlen da ich vieles wichtiges für mein Leben gelernt habe.

Weiterhin werde ich Abstinenz bleiben und ein geregeltes Leben führen.

Ich danke euch allen dafür dass ihr meine Fragen immer schnell beantwortet habt. Ich wünsche euch allen nur das Beste und viel Glück bei eurer MPU!

Liebe Grüße
Deno
__________________
Habe immer deine Ziele vor deinen Augen, du wirst alles erreichen! MPU Bestanden am 28.09.2017
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  #603  
Alt 19.11.2017, 19:51
oODanielOo oODanielOo ist offline
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Registriert seit: 08.12.2016
Beiträge: 46
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MPU bestanden ungefähr ein Jahr nach meiner TF mit dem Rad. Nur durch die Hilfe des Forums und einem Gespräch mit einem VP, welcher jedoch nur meine Vorbereitung bestätigt hat. Also kann ich sagen dass dieses Forum mir zu 100% mit meiner MPU geholfen hat.
Morgen stehe ich um 8 Uhr bei der FsSt vor der Matte mit meinem positiven Gutachten und verbringe die kalte Jahreszeit mit Auto fahren
Ich bleibe selbstverständlich hier im Forum und schaue regelmäßig mal rein um auch als Helfer tätig zu werden
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  #604  
Alt 07.12.2017, 14:27
ebson ebson ist offline
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Registriert seit: 28.03.2017
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Heute bestanden!

THC-Werte: 6,4 aktiv und 86 COOH

Tat war am 30.01.2017 und mit 6 Monaten bestanden...

Vielen Dank an das Forum!
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  #605  
Alt 11.12.2017, 14:41
sanni sanni ist offline
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Standard 14.11.2017 Prima Pima

ich bin ja schon ewig angemeldet und habe nur gelesen , am 14.11 meine Mpu gemacht bei der Pima Frankfurt am 6.12 positives Gutachten . jetzt liegt es auf der Fss und ich hoffe von dort auch bald bescheid zu bekommen
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  #606  
Alt 16.12.2017, 18:07
gelb gelb ist offline
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Registriert seit: 26.11.2017
Beiträge: 20
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Ich habe nach einer TF von 1,6 nun auch die erste MPU bei PIMA bestanden.
Habe vorher keine offiziellen Lebewerte nehmen lassen und habe es mit KT bestanden.)

Hier ein paar Tipps die denke ich mir geholfen haben:
  • Ordentlich zur MPU kommen (Klamotten)
  • Notizen offen zeigen (damit Sie erkennen, du hast dich damit auseinandergestzt )
  • Über das Trinkverhalten in der Vergangenheit GENAU Bescheid wissen (Notfalls so anpassen das es OK ist)
  • Charmant & höflich sein. (Psychologen sind auch nur Menschen)
  • Mind. 4-6 Wochen vorher NICHTS! trinken (Leberwerte!)
  • Deine Story so kenne, dass sie stimmig ist! Warheit ist nicht immer optimal
  • Bei KT unbedingt behaupten dass man einen TK führt. Diesen bei Möglichkeit anfertigen und mitbringen.
  • Sich ans Forum halten. Das ist super!

Viel Glück euch! Ich weiß macht kein Spaß aber es hilft nichts.

Grüße,
Gelb
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  #607  
Alt 10.01.2018, 17:42
Gerd11 Gerd11 ist offline
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Registriert seit: 09.01.2018
Beiträge: 5
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Habe meine Begutachtung am 28.11.17 bestanden. Heute ist der 10.01.18 und habe bis dato meine Begutachtung NICHT erhalten!!! Prüfung bei der ABV Essen. Das Geld wollen die sofort alles andere ist denen egal. Mega unfreundlich!! Macht die Begutachtung überall aber nicht bei der ABV!!! Katastrophe!
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  #608  
Alt 13.01.2018, 18:05
Unnoetig Unnoetig ist offline
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Beiträge: 33
Standard MPU bei Tüv Süd

Hallo zusammen,
ich habe es auch geschafft. Ich hatte meine MPU beim Tüv Süd in Kaiserslautern am 12.12.2017.
Warum ich erst jetzt schreibe ? Weil ich am 11.01.2018 erst das positive Schreiben bekommen habe.

Direkt bei der MPU habe ich mir aber die Fragen abgehakt, die dran gekommen sind und möchte die nachfolgend darstellen, sowie meine Antworten.

Einen kleinen Fehler habe ich gemacht. Bei der Höchstmenge, die ich getrunken habe, bin ich immer nach der Standardformel auf ca. 2,1 Promille gekommen, hatte aber vergessen die Trinkzeit abzuziehen. Somit kamen wir nach der Berechnung nach der Standardformel nur auf 1,7 Promille. Das war dem Psychologe zu wenig. Ich hätte auf 2- 2,1 Promille kommen müssen inkl. Trinkzeit. Also quasi ein wenig über meinen Wert der Auffälligkeit.

Zur Person
Geschlecht:Männchlich
Größe:182 cm
Gewicht: 72 kg (67 kg zum Tatzeitpunkt)
Alter:47

eventl. Bundesland: TF in Hessen, Wohnort in Rheinland-Pfalz

Was ist passiert?
Datum der Auffälligkeit:10.02.2017
BAK: 1,71
Trinkbeginn: ca. 09:30
Trinkende: ca. 10:50
Uhrzeit der Blutabnahme: 12:39

Folgende Fragen wurden gestellt, oder beantwortet. Erstmal zeige ich nur die Fragen, die aus dem Fragenkatalog dran gekommen sind. Die Antworten sind in den nächsten Kapiteln:
Tathergang
1. Beschreiben Sie den Tag Ihrer Trunkenheitsfahrt aus eigener Sicht mit Datum und Uhrzeiten.
2. Was und wie viel haben Sie am Tattag insgesamt getrunken?
3. Wie viel Kilometer fuhren Sie, bis Sie aufgefallen sind und wie viel Kilometer wollten Sie insgesamt fahren?
4. Hatten Sie das Gefühl, noch sicher fahren zu können? - Frage wurde nicht gestellt, sondern von mir direkt beantwortet.
5. Wie haben Sie die Trunkenheitsfahrt vermeiden wollen (wenn überhaupt)?
6. Haben Sie bereits früher im Straßenverkehr unter Alkoholeinfluss gestanden und sind aufgefallen?

Exploration
9. Haben Sie regelmäßig Alkohol getrunken, und wie hat sich ihr Trinkverhalten in den letzten Jahren entwickelt?
10. Wie viel und wie oft haben Sie getrunken?
11. Wo und mit wem haben Sie überwiegend getrunken?

12. Warum haben Sie getrunken?
14. Gab es kritische Hinweise Anderer auf Ihren Alkoholkonsum und wie haben Sie darauf reagiert?
15. Welche Auswirkungen und Folgen hatte Ihr Alkoholkonsum auf Ihr Leben und Ihr Umfeld?
16. Gab es in Ihrem bisherigen Leben frühere Zeiten, in denen sie weit mehr Alkohol als heute getrunken haben?
17. Haben sie jemals die Kontrolle über ihre Trinkmenge verloren und bis zur Volltrunkenheit Alkohol konsumiert?
18. Haben Sie früher schon einmal oder öfter über einen längeren Zeitraum bewusst und mit Absicht völlig auf den Genuss von Alkohol verzichtet?
Heute und in Zukunft
20. Trinken Sie heute Alkohol? Wenn ja, was, wie viel und wie oft?
21. Wann haben Sie zuletzt Alkohol getrunken?
22. Trinken sie gelegentlich alkoholfreies Bier?
23. Warum trinken Sie heute Alkohol/keinen Alkohol?
24. Warum haben Sie das Trinken reduziert bzw. aufgegeben und warum nicht schon eher?
25. Wie haben Sie die Änderung Ihres Trinkverhaltens erreicht und dabei die Umstellungsphase erlebt? – Wurde nicht direkt gefragt, aber in der Beantwortung einer anderen Frage dargestellt
26. Wie wirkt sich Ihr geändertes Verhalten auf Sie, Ihr Leben und Ihr Umfeld aus?
27. Wie stellen Sie sicher, dass Ihr neues Verhalten dauerhaft stabil bleibt?
29. Wie wollen sie in Zukunft das Trinken vom Fahren trennen?
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  #609  
Alt 13.01.2018, 18:10
Unnoetig Unnoetig ist offline
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Standard Tüv Süd Kaiserslautern - Antwortbogen Teil 1

Zitat:
Zitat von Unnoetig Beitrag anzeigen
Folgende Fragen wurden gestellt, oder beantwortet. Die Antworten sind in den nächsten Kapiteln:
1. Beschreiben Sie den Tag Ihrer Trunkenheitsfahrt aus eigener Sicht mit Datum und Uhrzeiten.
(wann, wo und mit wem getrunken / wann und wie aufgefallen / Promille)
An dem Tag war geplant mit dem Bus und dem Pfälzer Skiclub um 15:00 Uhr in den Skiurlaub zu fahren. Treffen vor dem Bus in Kaiserslautern war 14:00 Uhr. Ich hatte hinter Frankfurt übernachtet, weil ich noch ein neues Firmemfahrzeug bekam und ich das in Hanau abholen musste. Passte ja mal wieder. Ausgerechnet an dem Tag.
Intern:Frankfurt Hanau 24 km, ca 36 min.
Bevor ich das Fahrzeug abholte, ging ich noch schnell einkaufen, ich brauchte ja noch Verpflegung für die Busfahrt. Ein paar Süßigkeiten, Picolo für die Damen, ein wenig Bier und ich kaufte THREE SIXTY, Kannte ich noch nicht. Sah gut aus von der Aufmachung, also rein in den Rucksack.
Gegen 09:00 Uhr kam ich in dem Autohaus an. Vorher hatte ich noch mein Firmenhandy gecheckt. 12 neue Mails, 4 neue Voice Nachrichten und wir müssen um 15:00 Uhr noch was ganz Wichtiges durchsprechen. Ich ignorierte alles, Es ist nur ein einziger Tag, an dem ich frei haben will. Wie viele Wochenenden hatte ich schon durchgearbeitet? Beim durchscrollen der Mails war wieder nur blöde Fragen dabei. Ich fragte mich, ob denn alle doof sind. Ich beschloß, dass die Firma einen Tag ohne mich auskommen muss. Jetzt ist Wochenende.
Privathandy – 4 neue Nachrichten von meiner Frau. Es tut Ihr leid, ich sollte doch noch mal vorbei kommen, bevor ich in den Skiurlaub fahre. Auch hier stand meine Ehe auf der Kippe und ich freute mich am Wochenende abzuschalten, Spaß zu haben und machen zu können, was ich wollte. Einfach abzuschalten, den Stress zu vergessen und alle Probleme hinter mir zu lassen.
Gegen 09:30 war die Übergabe beider Autos und die kurze Einweisung beendet und durfte dann losfahren.
Um mich mit der Bedienung vertraut zu machen, fuhr ich nur vom Hof und ca. 200-300 m weiter in eine Parklücke.
Ich studierte die Automatik und vor allen Dingen das Soundsystem. Ich hatte die neue Apres Ski Hits und die Stereo Anlage konnte man super einstellen. Subwoofer, etc. Anlage, gut, Musik super. Ich war schon in Partystimmung. Als ich nach der Bedienungsanleitung griff, die im Handschuhfach lag lachte mich das neue Getränkt aus dem Rucksack an, der im Fussraum des Beifahrersitzes lag.
Ich könnte ja mal eines testen, bevor ich das im Bus anbiete, dachte ich. THREE SIXTY. Mir war klar, dass da Alkohol drin war. Ich dachte mir, Du kannst dich ja schon mal in Stimmung bringen - dachte nicht weiter drüber nach und öffnete die Dose.
(ca.09:50) 0,5 l 10%
Getränk war super lecker. Zumindest empfand ich damals so und die Dose war relativ schnell getrunken.
Nach ca. 15 min wusste ich ungefähr, wie das Auto funktioniert und setzte die Fahrt fort in Richtung KL.
Nach kurzer Fahrt (ca. 5 km) war mir das Navi suspekt, weil ich nicht auf die Autobahn kam. Ich hielt noch mal an. Ich hatte super Laune, die CD war spitze und freute mich auf das Wochenende, das bestimmt super wird. Das Wetter soll auch bombastisch werden, somit alles perfekt. Beim Lesen im Buch konnte ich nicht wiederstehen und trank die zweite Dose (ca. 10:15)
Ok, das Navi war auf kürzeste Entfernung eingestellt, das habe ich umgestellt und setzte die Fahrt fort.
Auf der Autobahn kam ich mit diversen Assistenssystemen nicht klar. Speziell Tempomat und toter Winkel verstand ich nicht. Da ich nochmassig Zeit hatte, hielt ich noch mal auf einem Autobahnparkplatz an, um nachlesen, wie das funktioniert.
26 km von dem Autohaus entfernt
Warum ich auf dem Autobahnparkplatz die 3 Dose aufmachte (ca. 10:40), entzieht sich meiner Kenntnis. Aus heutiger Sicht war ich nicht mehr ganz bei Sinnen.
Ich war anscheinend schon richtig in Partystimmung
Als ich dann nach der dritten Dose weitergefahren bin, kippte meine Stimmung kippte schlagartig, als die Wirkung des Alkohol richtig einsetzte. Hoppla, dass das so rein haut hätte ich nicht gedacht. Nach ca. 5-10 min (weitere 10 -12 km) merkte ich, dass es viel zu viel war und steuerte den nächsten Parkplatz an (ca. 11:00)
Nach dem Parken fluchte ich, dass ich so unvernünftig war, denn mir war klar, dass alles viel schlimmer wird und die Wirkung war auch immer heftiger. An Fahren war nicht mehr zu denken, denn von Minute zu Minute wurde es schlimmer.
Ich wollte aber unbedingt zu meiner Skifreizeit. Was jetzt?
Idee war mit dem Zug zu fahren, aber wie vom Parkplatz runter laufen?
Meine Frau fiel mir ein. Die kommt aber erst um 13:00 Uhr nach Hause. Selbst wenn Sie direkt von der Arbeit mich holen würde, reicht das nicht mehr. Ich war stinke sauer auf mich, außerdem musste ich feststellen, das Denken immer schwieriger wurde. Also nutze ich die frische Luft um festzustellen, ob man durch ein Tor den Parkplatz verlassen kann. Ich wusste, dass relativ kurz hinter dem Parkplatz Kelsterbach ist dort hielt auch immer die S-Bahn, wenn ich von Mainz nach Frankfurt gefahren bin.
Die Idee war, dass ich das Auto stehen zu lassen und meine Frau das später holen kann. Ich fuhr ja alleine zum Skiurlaub.
Ich nutze die Gelegenheit um mich am Zaun zu entledigen, den Rest kennen Sie aus der Akte.

2. Was und wie viel haben Sie am Tattag insgesamt getrunken?
(Genaue Angaben in Sorte, Menge, Trinkzeit)
Von ca. 09:50 bis ca. 11:00 3 Energydrink 36, je 0,5 l mit 10%
Kann Restalkohl im Spiel gewesen sein?
Ich sage nein. Ich hatte am Abend davor ? Ca. 4-5 x 2,25 l Wein von 20:30/21:00 Uhr bis ca. 24:00 Uhr
Min Berechnung 4 x 0,25 = 1,15 abz. 12/13 Stunden
Max. Berechnung 5 x 0,25 = 1,4 abz. 12/13 Stunden

3. Wie viel Kilometer fuhren Sie, bis Sie aufgefallen sind und wie viel Kilometer wollten Sie insgesamt fahren?
Ca 40-45 km (32 min) . In Summe 130-140 km

4. Hatten Sie das Gefühl, noch sicher fahren zu können?
(Ja/Nein + Begründung)
Nein. Da ich gemerkt hatte, dass die Wirkung superschnell einsetzt hatte und ich nicht mehr Herr meiner Sinne war.

5. Wie haben Sie die Trunkenheitsfahrt vermeiden wollen (wenn überhaupt)?
Ursprünglich war geplant erst im Skibus was zu trinken und auf der Hinfahrt gar nix zu trinken.
Ich habe die Fahrt beendet, als ich merkte was los war.
Der erste Gedanke war, dass mich meine Frau abholt. Die wäre aber erst gegen 13:00 Uhr zu Hause gewesen, somit hätte das nicht mehr gereicht, um den Bus um 15:00 Uhr zu erwischen. Zumal ich dann wieder ne riesen Diskussion hätte.
Zweiter Gedanke war zu prüfen, ob man den Parkplatz verlassen kann. Raunheim schien nicht weit und die S- Bahn hält in Raunheim, das wusste ich, wenn ich wegen den Staus immer im der S-Bahn nach Frankfurt gefahren bin.
Auf dem Parkplatz schaute ich im Handy nach, so gut das noch ging. Über die Bahn App gab ich meinen Standort ein und als Ziel Einsiedlerhof.
Hinter dem Parkplatz liegt Raunheim. Die S-Bahn wäre ca. 30 min Fussmarsch entfernt gewesen.
Die Bahn wäre gegen 12:20 gefahren und gegen 14:45 wäre ich am Einsiedlerhof gewesen.
Also stieg ich aus, um die Lage zu prüfen.

6. Haben Sie bereits früher im Straßenverkehr unter Alkoholeinfluss gestanden und sind aufgefallen?
Nein bisher nicht. Bisher hatte ich in fast 30 Jahren, weder Punkt, noch andere Auffälligkeiten.

7. Wie oft haben Sie alkoholisiert am Straßenverkehr teilgenommen ohne aufzufallen und was folgern Sie daraus? (Tip Anmerkung von Jody lesen (danke Jody) KLICK)
Ich habe für mich auch immer nach der Standard Regel die Rechenbeispiele dazu geschrieben, dass ich mich nicht verzettel (Standard Regel: 0,2 Bier; 0,1 Wein/Sekt; 0,02 l Schnaps entspricht 0,1 Promille)

Ich hatte mich mit dem Thema Alkohol Konsum und Abbau nicht wirklich beschäftigt, sondern eher so die allgemeine Regel
3 Wein 0,25, 3 Bier 0,5 am Abend, 6 Radler 0,5, 2 Bier 0,5 und 2 Schnaps, am Abend sind ok. (Promille 0,75, 0,75, 0,7, 0,75/ für mich mit +0,1 Ca. 0,85)
Hinzu kam dass ich meine Trinkmenge zu meinem neuen Körper nicht angepasst habe.

Geschätzt würde ich sagen in dem Jahr 2016, in dem ich 30 kg abgenommen habe vielleicht 35-50
Diese teilen sich wie folgt auf:
Ca. 20-25 mal, nach 3-4 Weinschorle beim Wandern.

Ca. 5-8 mal bei Geburtstagen, wo ich nach Hause gefahren bin.

Was ich nicht so im Blick hatte war Restalkohol, nach ca. 5-6 Bier und 1-2 Schnaps
Ca. 10-15 mal, Beispiel Restalkohol: Wenn ich auf Feiern bis 23:00 getrunken hatte und meine Frau ist gefahren, ich musste aber wieder am nächsten Tag gegen 7:00 Uhr wieder los.


Sehe ich mir die letzten Jahre an, in denen der Alkoholkonsum mehr wurde, würde ich von ca. 120-180 Fahrten ausgehen.

Beispielberechnungen (nur für mich als Verdeutlichung)


Wandern mit 2-3 Weinschorlen
Trinkbeginn 12:00 - 13:00 Uhr, Autofahrt 17:00-18:00 Uhr
Max. Berechnung 3 x 0,35 l Wein in Weinschorle = 1,05 + 0,1 für 70 kg, = 1,15 ‰ abz. 0,4 für 4 Stunden nach Trinkbeginn = 0,75 ‰
Min. Berechnung 2 x 0,35 l Wein in Weinschorle = 0,7 + 0,1 für 70 kg, = 0,8 ‰ abz. 0,6 für 6 Stunden nach Trinkbeginn = 0,2 ‰

Restalkohol mit 5-6 Bier und 1-2 Schnaps
Trinkbeginn 18:00 - 19:00 Uhr,
Trinkende 22:00 - 23:00 Uhr
Autofahrt 07:00-08:00 Uhr

Max. Berechnung: 6 Bier 0,5 + 2 Schnaps = 1,5+0,2 + 0,1 für 70 kg, = 1,8 ‰ abz. 0,3 für 3 Stunden bis 24:00 Uhr + 7 Stunden = 0,8‰
Min. Berechnung: 5 Bier 0,5 + 1 Schnaps = 1,25 + 0,1 + 0,1 für 70 kg, = 1,45 ‰ abz. 0,4 für 4 Stunden bis 24:00 Uhr + 8 Stunden = 0,25‰

Fahrrad
Trinkbeginn 12:00 - 13:00 Uhr,
Trinkende 15:00 - 16:00 Uhr
Rückfahrt mit dem Fahrrad 16:00 -19:00 Uhr

Max. Berechnung 5x 0,35 l Wein in Weinschorle + 2 Schnaps = 1,75 + 0,3 + 0,1 für 70 kg, = 2,05 ‰ abz. 0,3 für 3 Stunden nach Trinkbeginn = 1,75 ‰
Min. Berechnung 4x 0,35 l Wein in Weinschorle + 2 Schnaps = 1,4 + +0,2+0,1 für 70 kg, = 1,7 ‰ abz. 0,4 für 4 Stunden nach Trinkbeginn = 1,3 ‰
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  #610  
Alt 13.01.2018, 18:12
Unnoetig Unnoetig ist offline
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Beiträge: 33
Standard Tüv Süd Kaiserslautern - Antwortbogen Teil 2

Was folgere ich daraus:

Ich hatte Glück, dass bei den Fahrten nix passiert ist und bin jetzt froh, dass durch die letzte TF mir das die Augen geöffnet hat.
Der Alkoholkonsum ist stetig gestiegen und über Restalkohol, oder bei Fahrten mit dem Fahrrad habe ich mir wenig Gedanken gemacht.
Der ‰ war zu oft zu hoch, auch wenn ich kein Auto gefahren bin, so hat sich der Körpen an den hohen Wert gewöhnt und ich habe gar nicht mehr richtig mitbekommen, wie viel ich trinke.
Je mehr ich getrunken habe, desto unvernünftiger wurde ich. Daher folgere ich daraus künftig weniger zu trinken und mir Alternativen zu suchen, um solch hohe Werte zu vermeiden.
Durch meine Abstinenz habe ich gelernt, dass es auch andere Möglichkeiten gibt Spaß zu haben, Stress zu bewältigen und Probleme zu lösen. Was viel wichtiger ist, dass ich erkannt habe, dass einige (viele) Probleme erst durch den Alkohol entstanden sind.
Als weiteres kann ich mich mittlerweile amüsieren ohne aus von der Gruppe ausgeschlossen zu werden.
Mehr noch, Freunde und Bekannte haben sich dem Thema sogar angeschlossen und trinken jetzt alkoholfreies Bier, oder Trinken zwischendurch Wasser, weil eben mein Fall auch Gesprächsstoff auf den Partys ist.
Weiterhin folgere ich Konsequenz, im Straßenverkehr, Sport(Skifahren), Fahrrad. Es wird kein Alkohol mehr getrunken, oder andere berauschende Mittel zu sich genommen, wenn man seine Sinne zusammen haben muss.


Exploration

8. Wann hatten Sie den ersten Kontakt mit Alkohol und wann haben Sie das erste Mal Alkohol zu sich genommen?
(Allererste Erinnerung und erster Konsum)
Zwischen 15-16 genommen. Cola-Bier.
Vorher hatte man mal einen Schluck nehmen dürfen.
Kontakt: Das war die erste Kerwe bei uns im Dorf.


9. Haben Sie regelmäßig Alkohol getrunken, und wie hat sich ihr Trinkverhalten in den letzten Jahren entwickelt?
Es hat sich in der letzten Zeit gesteigert. So viel ist sicher. Der Konsum war unterschiedlich. Zuhause 3-4 die Woche 2-3 Gläser (0,2) Rotwein zum Käse. Am Wochenende beim Wandern 2-3 Weinschorle 0,5.
Auf Geschäftsreisen war es deutlich mehr. 5-6 0,5l Bier am Abend und 1-2 Schnaps, oder 4-5 Wein á 0,25l
Die Geschäftsreise war meistens 2-3 Tagen die Woche, in Abhängigkeit zur Dauer der Geschäftsreise.
Wenn ich das rückwirkend betrachte, war es früher ein Genusstrinken zu bestimmten Anlässen, was sich langem in Gewohnheit gewandelt hat, und anschließend dahin entwickelt hat jede Gelegenheit auszunutzen, etwas zu trinken.
Verweis auf Trink und Stresskurve – die bis zum 16 Lebensjahr zurück reicht und pro Monat die Getränke auflistet
Zwischen 17-18 Am Wochenende 1-2 Bier meistens Mischgetränke. Cola Bier, Radler
18-22 Alle 2 Wochen feiern mit den Kollegen in Saarbrücken am Wochenende Samstags 3-6 Bier.
22-30 Hauptsächlich zu Feiern, Geburtstagen, 2-3 Bier .
Urlaub Da kamen aber auch mal 1-2 Cocktails und Schnaps dazu.
30-40 da gab es ca. 5 Jahre mal ne stressige Zeit, in der ich die ganze Woche weg war. Da kann ich mich noch dran erinnern Da gab es jeden Abend im Hotel 5-6 Bier und 1-2 Schnaps.
40-45 Hauptsächlich Wein ca 4-5 Gläser die Woche am Wochenende 2-4 Weinschorle 0,5
46 Unter der Woche 4-6 Gläser Wein, am WE mehr. 2 x Skiurlaub in dem auch schon ab 12 Uhr getrunken wurde. Ca 10-12 Bier über den Tag 2-4 Schnaps.

10. Wie viel und wie oft haben Sie getrunken?
(Genaue Angaben in Sorte, Menge, Häufigkeit)
2012 – im Mittelwert 139 Standardgläser pro Monat / Schnitt pro Tag 4,6
2013 – im Mittelwert 117 Standardgläser pro Monat / Schnitt pro Tag 3,9
2014 – im Mittelwert 98 Standardgläser pro Monat / Schnitt pro Tag 3,2
2015 – im Mittelwert 164 Standardgläser pro Monat / Schnitt pro Tag 5,4
2016 – im Mittelwert 166 Standardgläser pro Monat / Schnitt pro Tag 5,4

Die Tabelle ist ausgearbeitet zurück bis ins Jahr 1986.


11. Wo und mit wem haben Sie überwiegend getrunken?
Geburtstage, mit Kollegen nach der Arbeit im Hotel, Freunden beim Skiurlaub, Zuhause mit der Frau beim Abendessen, im Restaurant, im Zug.

11a. Haben Sie öfters morgens getrunken? ( Frage wird bei mir kommen wegen der Uhrzeit)
Leider ja, es gab Anlässe, Ostern Pfingsten, Skifahren, Paddeln an der Lahn, Vatertag, Wanderung mit den Freunden, teilweise zu den Geburtstagen Sekt. Ca. 4-5 x im Jahr schon 4-5 Bier bis 12:00 Uhr, Ca. 5-6 mal 1-2 Gläser Sekt bis 12:00 Uhr

12. Warum haben Sie getrunken?
(Innere + äußere Motive; Anmerkung: o.g. Link "psychologisches Gespräch" lesen)
Feiern mit Freunden, um Abzuschalten, die Sau raus zu lassen, Stressabbau, Probleme in der Ehe,
Der Alkoholkonsum wurde während der Dienstreisen gesteigert, indem ich mit den Kollegen abends immer in Kneipe bin, um abzuschalten und den stressigen Tag zu vergessen. (erst 2-3 Bier, nach und nach [2Jahren] 4-5 Bier, auch mal 1-2 Schnaps)
Da seit 2012 das Berufsleben stressiger wurde, habe ich auch mehr getrunken, dadurch hatte ich aber auch mehr Probleme mit der Frau. Also hab ich jede Gelegenheit genutzt, um auszubrechen. Bin dann mit den Kumpels los, habe Geburtstage und Feiern genutzt, um abzuschalten. Das gab wieder neue Probleme mit der Frau. So hat sich das Ganze gesteigert und ich habe nicht gemerkt, dass ich mich schon mitten drin im Teufelskreis befinde. Klar gab es dann auch wieder ruhige Phasen. Wenn ich jetzt im Nachhinein das Thema betrachte, auf meine Trinkkurve sehe, dann wurden die Ausschläge immer größer, auch wenn kurz mal eine ruhige Phase enthalten war.
14. Gab es kritische Hinweise Anderer auf Ihren Alkoholkonsum und wie haben Sie darauf reagiert?
Ja von meiner Frau und einer Freundin.
Ich habe es ignoriert, weil ich es nicht wahr haben wollte. Ich habe dann eben weniger getrunken.

15. Welche Auswirkungen und Folgen hatte Ihr Alkoholkonsum auf Ihr Leben und Ihr Umfeld?
Zu meinen damaligen Zeiten, dachte ich dass der Alkoholkonsum keine Auswirkungen hatte. Das ist aber falsch. Weil ich oft so viel zu tun hatte, habe ich bis spät in die Nacht auch gearbeitet. Dazu habe ich mir dann 3-4 Wein, oder im Hotel auch schon mal ne Flasche gegönnt (ist ja billiger).
Ich fand mich damals so richtig leistungsfähig und supertoll.
Heute sehe ich die Fehler in den Kalkulationen, die so nach 6- 12 Monaten nach der Umsetzung auftauchen. Schon ohne Alkohol macht man nach 10 Stunden Fehler; mit Alkohol ist das fatal.

Auch hatte ich mehr Probleme, die ich damals aber dem Alkohol nicht zuschrieb. so wurde ich auch bei geringen Mengen Alkohol verbal aggressiv gegen meine Frau. Die versuchte dann am nächsten Tag mit mir zu reden und mich nervte Ihren „unwichtigen“ Probleme. Ich machte dann lieber was ohne Sie und ging zum Radfahren. Z.B. ist Mittwochs immer in Lambertzkreuz Bikertreff. Da war Party, das war mir lieber. (23 km von mir durch den Wald bis dorthin)
Somit distanzierte ich mich immer mehr von meiner Frau. Was wiederrum neue Problem schuf.

16. Gab es in Ihrem bisherigen Leben frühere Zeiten, in denen sie weit mehr Alkohol als heute getrunken haben?
Wenn ja, nennen sie bitte die Lebensabschnitte und mögliche Ursachen und Umstände dafür.
Nur einmal in Sommerurlaub mit meinem Bruder und einem Freund, nachdem mein Bruder und ich solo waren. (3 Wochen 1992 im Juli)

17. Haben sie jemals die Kontrolle über ihre Trinkmenge verloren und bis zur Volltrunkenheit Alkohol konsumiert?
Ja, In jungen Jahren meistens zu Kerwe Zeit ca. 2-3 mal in Summe, zwischen 22 und 25/26
Dann im besagten Sommerurlaub 2x am Anfang und einmal am Ende.
Alles zusammen ca. 6 mal.
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