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  #11  
Alt 09.09.2017, 22:23
Benutzerbild von Alana
Alana Alana ist offline
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Zitat:
Zitat von BunnyNiki1 Beitrag anzeigen
Macht mich jetzt schon etwas nervös, mit dem Therapiebericht. Obwohl ich mir eigentlich keine Sorgen machen müsste, weil die Therapie sehr gut verlaufen ist. Aber man weiss ja nie.... vielleicht gefällt dem Gutachter 1 Satz nicht. :/
Das sind unnötige Sorgen. Bei Dir scheint doch alles glatt gelaufen zu sein. Da wäre das einzig Ärgerliche, daß sich das Gutachten etwas verzögern könnte.

Ich kann Dir nur von mir berichten. Ich hatte mir den Bericht besorgt, mitgenommen und der Psychologin angeboten. Sie wollte aber erst das Gespräch. Das ist gut verlaufen und sie hat dankend auf den Bericht verzichtet.

Eigentlich geht von diesen Berichten keine Gefahr aus, eher im Gegenteil. Wenn natürlich im Therapiebericht etwas von einem Rückfall in der Klinik steht, von einem bisher nicht aktenkundigen Drogenkonsum oder von schweren Depressionen, dann sollte der Bericht möglichst nicht beim GA landen. Aber das sind andere Fälle als deiner.


Noch ein kleiner Tipp: Wenn Du direkt auf den vorhergehenden Post antworten willst, dann klicke bitte nicht unten rechts auf "Zitieren", sondern links auf "Antworten". So stehen nicht immer alle Texte doppelt drin.
__________________
Liebe Grüße
Alana
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  #12  
Alt 09.09.2017, 22:38
BunnyNiki1 BunnyNiki1 ist offline
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Danke Alana für den Tipp hoffentlich komme ich mit dem Forum schnell klar. hihi *grins*

Ich werde versuchen an meinen Therapiebericht zu kommen. Ob es wirklich klappt werde ich sehen.

Es dürfte im normal Fall nichts Negatives drinnen stehen. Da ich keine Rückfälle hatte. Noch NIE in meinem Leben Drogen konsumiert habe. Stichproben negativ waren und ich unter keinen schweren Depressionen gelitten habe.

Ich werde in den nächsten Tage die Fragebögen beantworten , und hoffen das ich paar Rückmeldungen bekomme. Aber da bin zuversichtlich

Ich bedanke mich vom Herzen schonmal für die zahlreichen Antworten ! Bin Froh das es so ein Forum wie diesen gibt !
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  #13  
Alt 01.11.2017, 13:11
BunnyNiki1 BunnyNiki1 ist offline
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Hallo ihr Lieben.

Habe mal mein Fragebogen reingestellt.Und freue mich über jedes Feedback.
Morgen habe ich einen Termin beim Verkehrspsychologen. Vielen dank im Voraus.


Bitte wiederholt diese Angaben nochmal, da diese zum Überprüfen eurer Trinkmengen benötigt werde:
Zur Person*
Geschlecht: weiblich
Größe: 168
Gewicht: 78
Alter: 26

eventl. Bundesland:*bayern

Was ist passiert?*
Datum der Auffälligkeit: Juli 2015
BAK: 1,91 Promille
Trinkbeginn: 06.10 Uhr
Trinkende: 08:45
Uhrzeit der Blutabnahme: 9:30 Uhr


Tathergang*

1. Beschreiben Sie den Tag Ihrer Trunkenheitsfahrt aus eigener Sicht mit Datum und Uhrzeiten.
(wann, wo und mit wem getrunken / wann und wie aufgefallen / Promille)
Am 12. Juli 2015 hatte ich um 22:00 Uhr Nachtschicht. Ich bin schon mit einem unwohlem Gefühl zur Arbeit gefahren. Da es zu dem Zeitpunkt seit längerer Zeit viele Probleme auf meinem Arbeitsplatz gab. Meine Arbeitskollegen akzeptierten mich nicht als die Tochter vom Schichtleiter einer anderen Schicht. Es gab immer wieder dumme Bemerkungen und rassistischer Beleidigungen wie auch Mobbing. Gespräche mit meinem Schichtführer waren Erfolglos. In dieses Nachtschicht ging es mir aus diesen Gründen psychisch überhaupt nicht gut.
Da ich sehr angeschlagen und müde war. Bin ich dann um 3 Uhr morgens im Kühlhausbüro kurz eingeschlafen. Mein Schichtführer kam rein und bekam dies mit daraufhin hat er mir mitgeteilt das ich mit einer Kündigung rechnen werde. Aber er davor noch mit meinen Arbeitskollegen sprechen würde. Und dies dann entscheiden würde ob ich bleibe oder fristlos entlassen werden. Zu dem Zeitpunkt war ich eine Leiharbeiterin. Durch diese Aussage war es mir klar, dass ich den Job verlieren werden. Ich habe sehr viel geweint und selbst an mir gezweifelt und hatte kein Selbstwertgefühl. Ich habe kurz vor 6 Uhr die Arbeit verlassen. Wollte zuerst einfach nur nach Hause fahren doch kurz nach dem losfahren, wollte ich mich einfach nur betrinken und den Stress auf Arbeit zu vergessen. Ich wollte mich in dem moment einfach nur betrinken und dann daheim ausschlafen. Daraufhin bin ich zur Tankstelle gefahren die sich 8 Kilometer weiter auf dem Heimweg befand. Dort habe ich mir reichlich Alkohol gekauft und habe während der Heimfahrt den Alkohol einfach in mich hinein geschüttelt. 1 Kilometer von meiner Wohnung hielt ich an einem Parkplatz an weil ich merkte das ich stark müde werde. Habe aber trotz Müdigkeit weiterhin getrunken und Musik gehört auf dem Parkplatz. Eine Zeit später Klopfte eine Frau an meiner Autoscheibe und Frage ob alles in Ordnung sei. Ich antworte mit ,,Ja“ . Durch die Frau habe ich mich stark erschrocken und bin plötzlich sehr wach geworden. In dem moment wollte ich einfach nur Nach Hause. Ich bin dann den restlichen Kilometer noch gefahren und habe vor meiner Wohnungsparkplatz angehalten. Und habe einfach wieder weitergetrunken. Ich bin dann kurz eingeschlafen und dann hat mich die Polizei mit einem Klopfen aufgeweckt und eine Atemalkohol Kontrolle durchgeführt dieser wert ergab 1,6 %o . Daraufhin nahmen mich die Polizisten ins Krankenhaus zur Blutabnahme . Dort habe sie nochmal eine Atemalkohol wert von mir genommen dieser ist gestiegen und war bei 1,8%. Im Krankenhaus würde dann Blutabgenommen der erste wert ergab 2,01 %o und der zweite 1,91 %o


2. Was und wie viel haben Sie am Tattag insgesamt getrunken?
(Genaue Angaben in Sorte, Menge, Trinkzeit)
Diese Alkoholischen Getränke habe ich von der Zeit 06:10 bis 8:45 getrunken.
6x 0,33 L Desperados ( Bier/Tequila) 5,9 Prozent
1x 0,2 L Wodkaflasche 38 Prozent


3. Wie viel Kilometer fuhren Sie, bis Sie aufgefallen sind und wie viel Kilometer wollten Sie insgesamt fahren?*
Der Heimweg von meiner Arbeitsstelle bis nach Hause betrug 20 Kilometer.
1 Kilometer von meiner Wohnung befindet sich ein kleiner Parkplatz. Dort bin ich angehalten. Weil ich mich stark Müde fühlte. Dort wurde ich von einer Frau angesprochen ob den alles in Ordnung sei.
Habe mich dann von der Frau stark erschrocken und bin dann den restlichen Kilometer leicht Schlangenlinien gefahren. Und habe dann vor meiner Wohnungstür angehalten. Halbe Stunde später ca. 8:45 Uhr kam dann die Polizei. Da ich noch im Auto saß.

4. Hatten Sie das Gefühl, noch sicher fahren zu können?*
(Ja/Nein + Begründung)
Als ich kurz vor 6 Uhr von der Arbeit losgefahren bin. War ich mir relativ sicher das ich noch fahren konnte. Jedoch nach ca. 10 Kilometer merkte ich den Alkohol und die Müdigkeit stark nach der Nachtschicht.

5. Wie haben Sie die Trunkenheitsfahrt vermeiden wollen (wenn überhaupt)?
*Als ich von der Arbeitsstelle losgefahren bin. War es mir noch nicht klar. Das ich an der Tankstelle halten würde und mir dort Alkohol kaufen würde. Da es mir psychisch sehr schlecht ging und ich in dieser Nachtschicht meine Arbeitstelle verloren hatte. Habe ich nicht nachgedacht und habe während der Autofahrt getrunken. Die starke Wirkung des Alkohols merkte ich leider erst später als ich am Parkplatz angehalten habe. Von dort aus hätte ich zu fuss nach Hause gehen können.

6. Haben Sie bereits früher im Straßenverkehr unter Alkoholeinfluss gestanden und sind aufgefallen?*
Nein

7. Wie oft haben Sie alkoholisiert am Straßenverkehr teilgenommen ohne aufzufallen und was folgern Sie daraus? (Tip Anmerkung von Jody lesen (danke Jody)*KLICK)
Sicher sehr oft. Zumindest mit Restalkohol. Aus heutiger Sicht, ist es mir sehr bewusst das ich mich sehr verantwortungslos mir selbst gegenüber und auch allen anderen gegenüber verhalten habe. Ich kann von viel Glück reden, dass nie etwas passiert ist.

3.
Exploration*

8. Wann hatten Sie den ersten Kontakt mit Alkohol und wann haben Sie das erste Mal Alkohol zu sich genommen?*
(Allererste Erinnerung und erster Konsum)
Meinen ersten Kontakt mit Alkohol hatte ich mit ca. 8 Jahren auf Geburtstagsfeiern von Erwachsenen. Das erste mal Alkohol getrunken habe ich mit 12 Jahren. Meine Eltern hatten selbstgemachten Wein im Keller. Diesen Trank ich mit Freunden.

9. Haben Sie regelmäßig Alkohol getrunken, und wie hat sich ihr Trinkverhalten in den letzten Jahren entwickelt?
Ab 19 Jahren hat bei mir die Alkoholabhängigkeit begonnen mit geringeren Mengen aber täglichem Trinken. Mit 22 Jahren Hat sich meine Alkoholabhängig eindeutig sehr stark ausgeprägt mit nicht täglichem trinken sondern ca. 1 Mal die Woche und dann 3 Tage durch bis zur Volltrunkenheit.


10. Wie viel und wie oft haben Sie getrunken?*
(Genaue Angaben in Sorte, Menge, Häufigkeit)
In dem Alter von 14 – 16 Jahren habe ich ab und zu mit Freunden Alkohol getrunken. ca. 1 – 2 im Monat. 2 -3 Radler an einem Trinkabend.
Mit 16 – 19 Jahren öfters in den Discos mit Freunden gemeinsam getrunken. ca. 4- 6 mal im Monat. In der Regel haben ich Longsdrinks getrunken wie Wodka Bull. Am einem Abend 3 – 5 Longdrinks.
Ab 19 Jahren wurde der Alkoholkonsum immer regelmäßiger. Jeden Tag 1-2 Gläser Wein. Diese Menge hatte sich mich 20 Jahren gesteigert. Bis ich täglich eine Flasche 1,0 Liter Wein getrunken habe. Ab 21 Jahren habe ich nicht mehr täglich getrunken nur noch 1 mal die Woche massiv getrunken. Und das meistens 2-3 Tage durch. Bis zur vollen Betrunkenheit. An einem 1 Trinktag waren es meistens 6 – 8 Bier oder 2 Liter Wein.

11. Wo und mit wem haben Sie überwiegend getrunken?
Bis zum 19 Lebensjahr. Nur mit Freunden in Gesellschaft.
Ab dem 19 Lebensjahr überwiegen alleine.


12. Warum haben Sie getrunken?*
(Innere + äußere Motive; Anmerkung: o.g. Link "psychologisches Gespräch" lesen)*
Der Alkohol hat mit eine gewisse Stärke und Geborgenheit gegeben. Ich fühlte mich Selbstbewusster,, Entspannter und Fitter. Ich konnte mit Alkohol mit unangenehmen Gefühlen besser umgehen und fühlte mich Leistungsfähiger als Ohne. Außerdem habe ich immer zum Alkohol gegriffen wenn ich Probleme in der Arbeit hatte oder Konflikte im Privaten Bereich hatte. Der Alkohol war für mich früher das Mittel für alle meine Probleme. Mit Alkohol war ich viel Belastbarer und konnte mit Schwierigen Situation besser umgehen. Ich fühlte mich ohne den Alkohol schwach, hatte kein Selbstvertrauen und dachte das viele Situationen nicht bewältigen konnte.




13. Welche Wirkung haben Sie in der Vergangenheit nach Alkoholgenuss bei sich beobachtet?*
(bei wenig und bei viel Alkohol)*
Bei Wenig Alkohol wurde ich sehr Einspannt und meine Stimmung wurde einfach stabiler. Wobei ich den geringeren Alkoholmengen kaum gemerkt habe.
Bei größeren Mengen Alkohol. Fühlte ich mich stark, Leistungsfähiger , fitter und Belastbarer. Ich konnte mit jeder Situation selbstsicher umgehen.

14. Gab es kritische Hinweise Anderer auf Ihren Alkoholkonsum und wie haben Sie darauf reagiert?
Meine Partnerin hatte mich öfters darauf angesprochen das ich zu viel trinken würde und das trinken aufhören sollte. Meine Eltern hatte auch die Vermutung das ich ein Alkoholproblem habe. Aber diese habe mich nie darauf angesprochen.
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  #14  
Alt 01.11.2017, 13:12
BunnyNiki1 BunnyNiki1 ist offline
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15. Welche Auswirkungen und Folgen hatte Ihr Alkoholkonsum auf Ihr Leben und Ihr Umfeld?
Meine Lebensqualität hatte sich stark verschlechtert. Ich konnte nicht mehr aktiv am Leben Teilnehmen. Viele Dinge die ich vor meiner Alkoholabhängigkeit Freizeitmässig getan habe konnte ich nicht mehr durchführen.Ich war selber mit mir und meinen Lebenunzufrieden. Ich wollte mich daheim einfach nur verkriechen. Meine Beziehungen zur Familie und meiner Partnerin litten ebenso an meiner Alkoholabhängig. Dazu kam es das ich ich häufig am Arbeitsplatz gefällt habe , durch meinen Alkoholkonsum. Die Folgen daraus waren das ich meine Arbeitstelle verloren habe, eine Trunkenheitsfahrt begangen habe und meinem Körper mit dem Alkohol sehr geschädigt habe.

16. Gab es in Ihrem bisherigen Leben frühere Zeiten, in denen sie weit mehr Alkohol als heute getrunken haben?*
Wenn ja, nennen sie bitte die Lebensabschnitte und mögliche Ursachen und Umstände dafür.
Heute trinke ich keinen Alkohol mehr.
Aber es gab vor meiner stationären Therapie öfters Trinkpausen, weil ich das trinken aufhören wollte.

17. Haben sie jemals die Kontrolle über ihre Trinkmenge verloren und bis zur Volltrunkenheit Alkohol konsumiert?*
Ja während meiner Alkoholabhängigkeit , endete der Tag meistens immer in Volltrunkenheit.

18. Haben Sie früher schon einmal oder öfter über einen längeren Zeitraum bewusst und mit Absicht völlig auf den Genuss von Alkohol verzichtet?*
Ja ich hatte in den letzten Jahren öfters versucht trink Pausen einzulegen. Aber diese Pausen hielten nicht länger wie 2 Wochen an.

19. In welcher Kategorie von Trinker haben sie sich früher gesehen und wie stufen Sie sich heute rückblickend ein?
(mit Begründung)
Ganz früher habe ich mich als Gesellschaftstrinker gesehen. Ich habe nur mit Freunden oder bei Feierlichkeiten alkohol getrunken.
Doch die Jahre vor meiner stationären Therapie. War ich definitiv ein Quartalstrinker. Ich habe nicht täglich getrunken sondern in regelmäßigen Abständen und dann sehr intensiv.

Heute und in Zukunft*

20. Trinken Sie heute Alkohol? Wenn ja, was, wie viel und wie oft?*
Ich trinke seit dem August 2016 keinen Alkohol mehr. Ich lebe Abstinent.
(Genaue Angaben in Sorte, Menge, Häufigkeit)

21. Wann haben Sie zuletzt Alkohol getrunken?
Ich habe das letzte mal Alkohol am 21. August 2016 getrunken.

22. Trinken sie gelegentlich alkoholfreies Bier?
Nein ich trinke kein Alkoholfreies Bier oder alkoholfreien Sekt. Da auch in diesen Getränken ein geringer Alkoholgehalt drinen ist.

23. Warum trinken Sie heute Alkohol/keinen Alkohol?
Durch meine ambulante/stationäre Therapie habe ich erkannt. Das ich ein abstinentes Leben führen möchte. Ich habe die Umwelt angefangen mit anderen Augen zu sehen. Ich habe an mir selbst und an meinen Leben gearbeitet. Ich bin glücklich ohne Alkohol. Kann mich immer wieder für neue Dinge begeistern und freue mich jetzt ein viel Gesünderes Leben zu führen. Ich kann jetzt mit Konflikten und Problemen viel besser umgehen, weil ich durch die stationäre Therapie mir viele neue Fähigkeiten angeeignet habe. Ich kann jetzt sagen, es war die beste Entscheidung in meinem Leben sich für ein Abstinentes Leben entschieden zu haben.

24. Warum haben Sie das Trinken reduziert bzw. aufgegeben und warum nicht schon eher?
Ich hab leider viel länger gebraucht um mir Einzugestehen. Das ich ein Alkoholproblem habe. Ich dachte mein Trinkverhalten wäre normal. Erst durch den 1. Termin bei einem Suchtberater. Rückmeldungen von meiner Familie und die Trunkenheitsfahrt habe ich mein Alkoholproblem erkannt. Dazu bekam ich enorme Körperliche Beschwerden durch den Allkohol die mich in vielen Dingen eingeschränkt haben. Diese Gründe Haben mir erst die Augen geöffnet , dass ich sofort mein Leben ändern muss und so wie vorher nicht mehr weiter machen kann.

25. Wie haben Sie die Änderung Ihres Trinkverhaltens erreicht und dabei die Umstellungsphase erlebt?*
Ich habe mich Ende 2015 für eine Ambulante Therapie entschieden. Jedoch später erkannt das die ambulante Therapie nicht das richtige für mich ist. Später habe ich mich durch Beratungsgespräche für eine stationäre Therapie entschieden. . Diese begann ich am 22. August 2016. Dies war die beste Entschiedung meines Lebens. Die Umstellungsphase empfand ich nicht sehr schwer da ich sehr motiviert war und fest davon überzeugt mein Leben zu ändern.

26. Wie wirkt sich Ihr geändertes Verhalten auf Sie, Ihr Leben und Ihr Umfeld aus?*
Ich führe jetzt ein glückliches abstinentes Leben. Ich kann wieder voll und ganz am Lebenteilnehmen. Ich gehe regelmäßig ins Fitness Studio , konnte dadurch auch abnehmen was mich zusätzlich glücklicher macht. Meine Beziehung zu meiner Partnerin hat sich erheblich verbessert , ich kann wieder mehr Unternehmen als vorher. Ebenso das Verhältnis zu meiner Familie hat sich deutlich Verbessert. Ich kann mich viel besser Öffnen , kann offen über Probleme sprechen und bekomme sehr viel Unterstützung. Ich habe wieder mehr Lebensfreude bekommen und habe Ziele vor Augen. Ich möchte mich Beruflich weiterentwicklen und neue Dinge Beginnen. Ich sehe mein Leben entlich wieder Positiv und mit Klaren Augen.


27. Wie stellen Sie sicher, dass Ihr neues Verhalten dauerhaft stabil bleibt?

Ich habe durch das Ändern meiner Lebenseinstellung viele gefährliche Verhaltensmuster von mir erkannt. Dadurch weiss ich sie zu umgehen. Ich habe Leute um mich, die mir auch in schlechten Phasen helfen und ich weiss durch die ganzen Veränderungen die in dem Jahre passiert sind, dass es immer einen Ausweg gibt und man sich Hilfe holen kann und soll. Ich baue mir wieder viele Dinge im Leben auf, die mir Spass machen und mir Kraft geben. Ich habe an einen Notfallplan in der stationären Therapie gearbeitet , wie ich mir in schwierigen Situtaionen helfen kann. Außerdem kann ich mir jederzeit Hilfe bei meinem Nachsorge Therapeuten holen.

4.

28. Können Sie sich vorstellen, jemals wieder in Ihre alten Gewohnheiten zurückzufallen?*
(Ja/Nein + Begründung,) ->Hintergrund der Frage ist, welche Umstände können dazu führen, dass Sie wieder
in alte Gewohnheiten zurückfallen würden, wie merken sie das und was tun sie dagegen?
Ich kann es natürlich nicht ausschliessen. Ich möchte es aber nicht und werde mich aktiv dagegen wehren. Wenn ich merken würde, das ich wieder in alte Muster verfalle, würde ich sofort Handeln und mir Hilfe holen.


29. Wie wollen sie in Zukunft das Trinken vom Fahren trennen?*
Ich trinke keinen Alkohol mehr.


30. Haben Sie zum Abschluss noch etwas hinzuzufügen?

Mir ist bewusst, dass mein Verhalten, welches zu diesem Treffen geführt hat, eine ganz schlimme Sache war für die es keine Entschuldigung gibt. Ich habe daraus gelernt und sehr viel getan, damit ich in Zukunft keine Gefahr mehr für mich oder andere darstelle. Obwohl es ein sehr unangenehmer Anlass war, hat es aber im Endeffekt einen grossen Teil dazu beigetragen, dass mein Leben jetzt in viel besseren Bahnen läuft als vorher. Für diesen Aspekt bin ich sehr dankbar.
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  #15  
Alt 02.11.2017, 11:02
BunnyNiki1 BunnyNiki1 ist offline
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Guten Morgen,

über jede Art von Kritik und Feedback wäre ich sehr dankbar.
Vielen Dank im Voraus

Liebe Grüsse

Niki
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  #16  
Alt 02.11.2017, 13:49
kapomick kapomick ist offline
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Hallo BunnyNiki1,

mir fehlt jetzt die Zeit, auf deinen ganzen FB einzugehen, insgesamt erscheint er mir noch recht dünn. Das kann ich rein optisch besonders daran gut festmachen, dass die mit Abstand am längsten beantwortete Frage die Nummer 1 ist, obwohl du da ja nur von einem einzigen Tag erzählst. Die ganze Vermeidung, dein ganzes neues Leben, die Erkenntnisse aus der Therapie sind viel dünner, in meinen Augen auch inhaltlich. Aber vielleicht findet ja noch ein Therapie-Erfahrener Zeit, ich hatte keine. Ich denke nur, da musst du noch viel intensiver und lebendiger ausholen, damit deine Veränderungen glaubhaft stabil rüberkommen.

Und was mir auch noch nicht gefällt, da solltest du vielleicht heute mit deinem VP genauer drauf schauen, die legendäre Frage 12:

Zitat:
12. Warum haben Sie getrunken?*
(Innere + äußere Motive; Anmerkung: o.g. Link "psychologisches Gespräch" lesen)*
Der Alkohol hat mit eine gewisse Stärke und Geborgenheit gegeben. Ich fühlte mich Selbstbewusster,, Entspannter und Fitter. Ich konnte mit Alkohol mit unangenehmen Gefühlen besser umgehen und fühlte mich Leistungsfähiger als Ohne. Außerdem habe ich immer zum Alkohol gegriffen wenn ich Probleme in der Arbeit hatte oder Konflikte im Privaten Bereich hatte. Der Alkohol war für mich früher das Mittel für alle meine Probleme. Mit Alkohol war ich viel Belastbarer und konnte mit Schwierigen Situation besser umgehen. Ich fühlte mich ohne den Alkohol schwach, hatte kein Selbstvertrauen und dachte das viele Situationen nicht bewältigen konnte.
Wenn ich das durchlese, frage ich mich, warum du aufgehört hast. Mit dem Alkohol konntest du das Leben wuppen, ohne warst du ein Häufchen Elend. Die Frage ist natürlich nicht ernst gemeint, weil du ja gesundheitlich schon enorme Folgen beschreibst, die für deine Altersklasse (und die Alkoholmengenangabe) eher unüblich sind. Aber echte Trinkmotive sind hier noch überhaupt nicht zu finden. Du beschreibst allein die Wirkung des Alkohol. Mit keinem Wort nennst du, was eigentlich die Probleme waren, für die der Alkohol das Mittel war. In Frage 1 steht etwas von keinem Selbstwertgefühl. Da hört der GA schon mal genau hin. Wie kommt das? Du sprichst ja von rassistischen Anfeindungen, du scheinst also einen anderen Hintergrund zu haben. Bist du schon immer in D oder erst später gekommen? Wenn ja, wie war die Eingewöhnung, wenn nein, warum hattest du nicht das Gefühl, dich integrieren zu können? Wie kam es, dass du Leiharbeiterin warst? Hast du ne abgeschlossene Lehre? Hattest du Ziele im Leben? Wer so früh so stark zum Alkohol greift, dem fehlen oftmals klare Pläne und Visionen und die hat man halt nur, wenn man Perspektiven hat bzw. sie sich aufbaut. Das ist einfach wichtig zu wissen, um deine Hintergründe zu verstehen.

Wie war dein Elternhaus, haben sie dich unterstützt oder waren sie mit deinen Lebensplanungen nicht immer zufrieden? Wie sieht es mit deiner Partnerinnenwahl aus? Das wird ja auch nicht in jedem Kulturkreis gern gesehen. Wenn es schon da an Unterstützung fehlt, dann hätten wir mal einen Aufhänger für ein Motiv, dass du so schwach warst, dass du Alkohol permanent als Stärkungsmittel brauchtest.

Also: echte Trinkmotive sind für mich hier nicht erkennbar. Insofern solltest du hier erst mal viel mehr mit deinem VP in die Tiefe gehen. Denn nur, wenn klar ist, warum du getrunken hast, dann wirst du künftig zu vermeiden wissen, dass du wieder trinkst. Auch wenn du jetzt zufrieden trocken bist, ist das ja noch kein Ruhekissen, dass du nicht doch wieder in alte Bahnen zurückfällst, wenn du dir deiner Trinkmotive und ihrer Entstehung nicht bewusst bist. Such mit deinem VP nach den Hintergründen, dann kannst du bei den Vermeidungen auch noch viel deutlicher und konkreter werden. Denn Aussagen wie: "Ich kann mich viel besser öffnen" bringen einen GA gern zur Nachfrage: "Wie haben Sie denn das konkret geschafft?" Bisher hast du den Alkohol gebraucht, jetzt nicht mehr, weil...
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  #17  
Alt 03.11.2017, 15:37
BunnyNiki1 BunnyNiki1 ist offline
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Hallo Kapomick.

Vielen dank für dein Feedback. Ich habe mir deine Anmerkungen und Kritik sehr zum Herzen genommen. Ich hatte gestern den ersten Termin bei meiner VP und diese hat sich mein Fragebogen durchgelesen und meinte im Gross und ganzem das sie es sehr gut findet. Jedoch wie du schon sagtest Kapomick müsste ich das ganze noch vertiefen und die Trinkmotive verdeutlichen.
Ich habe mir jetzt alles aufgeschrieben von der Kindheit bis zur Trunkenheitsfahrt. Da ich erst den nächsten Termin bei meiner VP am 24.11 habe möchte ich meine Trinkmotive und Änderungen vertiefen.
Ich denke meine Trinkmotive waren: Verdrängungstrinken / Bewältigungstrinken bei Frust, Problemen und Krisen
Betäubungstrinken bei körperlichen und seelischen Schmerzen und zum Schluss natürlich Suchtrinken. Ich stelle mal meinen Text hier rein und würde mich über Rückmeldungen sehr freuen. Lg Niki
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  #18  
Alt 03.11.2017, 15:38
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Ich hatte keine einfache Kindheit. Meine Eltern waren sehr streng. Von mir wurde immer volle Leistung erwartet. Von meinem Vater wurde ich regelmäßig geschlagen wenn ich mal anderer Meinung war bzw. nicht gehört habe. Dazu kamen immer die verbalen Beleidigungen wie *Du bist so dumm* Du wirst irgendwann ne Putzfrau werden* Du kannst nichts usw*
In der Schule muss ich sagen war ich gut. Bin auch gerne zur Schule gegangen und habe immer von selbst gelernt. Außerdem war ich in vielen Sportvereinen angemeldet und war sehr gut in dem was ich tat. Dort bekam ich viel Anerkennung die ich daheim nie kennengelernt habe. Ein Satz wie * ich bin stolz auf dich* habe ich nie gehört. Zu Wettbewerben beim Sport, sind meine Eltern nie gekommen, denn es fehlte aus meiner heutigen Sicht am Interesse. Alkohol war schon schon immer ein Thema in der Familie. Mein Vater hatte früher sehr viel getrunken. Habe mich früher nicht getraut nach Hause zu kommen, weil ich wusste er ist wieder betrunken und ich kriege seinen Frust bzw. schläge und Aggressionen ab. Es gab nie ein Harmonisches Familie leben. Der Alltag war mit Beleidigung und Gewalt geprägt. Meine Mutter hatte er auch immer mit dem schlimmsten Beleidigungen die es gibt fast täglich verletzt. Meine Mutter hatte nie die kraft gehabt sich zu wehren bzw. sich von ihm zu trennen. Meine große Schwester war in meiner Kindheit so der Mutter Ersatz von Ihr habe ich Liebe bekommen als Kind. Als ich etwas älter war , hatte ich mich an die Situationen daheim gewöhnt. Ich war Wochenende immer mit Freunden unterwegs, mit denen ich auch gerne zusammen war. Dort wurde ich akzeptiert und bekam meine Anerkennung. In meiner Jugendzeit habe ich auch gemerkt, dass es mir egal war, ob ich einen männlichen oder weiblichen Partner habe. Ich war ungern daheim. Vor meinen 18 Geburtstag habe ich dann meine Mittlere Reife absolviert. Und wollte so schnell wie möglich von daheim weg. Habe mir dann eine Ausbildung in München gesucht um weit weg zu sein von DAHEIM. Ich bin nach München gezogen und habe dort meine Ausbildung angefangen im ersten 1 Jahr war alles gut. Doch dann fingen die Probleme auf Arbeit an. Es war ein 3 Mann Betrieb( Ärztin, Meine Kollegen und ich) eine kleine Arztpraxis in München. Meine damalige Arbeitskollegin hatte angefangen ihren ganzen privaten Frust an mich abzuschieben. Sie hatte mich beleidigt angeschrien und gesagt ich wäre viel zu blöd für die Arbeit. Ich habe nie was dazu gesagt, weil ich meine Ausbildungsstelle nicht verlieren wollte und meinen Eltern beweisen wollte. Hey ich habe alles im Griff und ich kann was!!!
Ich hatte ein unwohles Gefühl als ich zur Arbeit gegangen bin.Das Mobbing wurde immer schlimmer. Mit Schuldzuweisungen sie hatte mir Fehler untergeschoben und mich beleidigt. Ich habe das alles in mich Hineingefressen. Um mit den ganzen Anfeindungen und den psychischen Druck klar zu kommen, begann ich nach der Arbeit zu trinken. Erst Abends ein Glas Wein und später wo das Mobbing schlimmer wurde war es täglich ein Liter Wein. Ich war alleine in München in meiner 1 Zimmer Wohnung und habe mit niemanden über meine Probleme gesprochen. Ich wollte die Zeit einfach überstehen bis die Ausbildung vorbei war. Abends war ich immer im Internet unterwegs um mich abzulenken und habe dort dann meine erste weibliche Beziehung kennengelernt. Der innerliche Druck wurde es so schlimm, dass ich mit täglicher Übelkeit kämpfen musste wenn ich zur Arbeit gegangen bin. Ich habe mich verändert. War nicht mehr der Sonnenschein der ich mal war. Ich war nur traurig und unglücklich. Mein Tag bestand daraus die Ausbildung zu überstehen und den Tag mit Alkohol zu beenden. Ich konnte durch den Alkohol vergessen und den ganzen Mobbing leichter ertragen. Irgendwann bin ich psychisch zusammen gebrochen und das ist meinen Eltern dann aufgefallen und ich habe mach endlich geöffnet und erzählt, was in den letzten 2,5 Jahre in München passiert ist. Daraufhin ging es dann zum Anwalt und das alles wurde gerichtlich geklärt. Ich konnte meine Ausbildung trotzdem regulär beenden, obwohl ich das letzte halbe Jahr nicht mehr in die Praxis musste. Was jedoch geblieben ist war der seelische Schmerz. Die Zeit in München hat mich kaputt gemacht. Es hat mir mein Selbstvertrauen , Selbstbewusstsein das Vertrauen zu mir selber was ich kann genommen. Ich würde sagen, das da mein Alkoholproblem schleichend angefangen hat. Der Wein damals war mein bester Freund.
Nach der Ausbildung bin ich dann wieder zu meinen Eltern gezogen, weil ich mir eine neue Arbeit suchen wollte.Dort fingen dann die familiären Probleme wieder an, sie konnten z.B. anfangs meine Freundin nicht akzeptieren und schämten sich für mich. „ Du bist eine Schande für die Familie“! Meine damalige Freundin enttäuschte mich auch immer wieder mit betrügen und belügen! Zu diesem Zeitpunkt habe ich nicht täglich Alkohol getrunken, jedoch öfters durcheinander und zu einem Betrunkenheit Zustand. Schon bei meinen Eltern habe ich öfters Alkohol versteckt und meine Mutter hat die leeren Flaschen vor meinen Vater versteckt um Eskalationen zu vermeiden. Während dieser Zeit habe ich meine jetzige Partnerin wieder mal übers Internet kennengelernt. Ihr gegenüber öffnete ich mich zum Teil über meine familiären Probleme.Sie wohnte zu dem Zeitpunkt in Rostock 900 km von mir entfernt und meinte ich könnte zu ihr kommen um ein neues Leben zu beginnen. Da mich damals nichts mehr in meiner Heimat gehalten hat, bin ich ohne Einverständnis meiner Eltern nach Rostock gezogen( Ich war 21Jahre). Meine Eltern waren nicht sehr begeistert darüber und haben es mich auch spüren lassen. „Ich bräuchte mich nicht mehr melden, da ich jetzt eine neue Familie hab“!
Ich konnte mich in Rostock stabilisieren, jedoch habe ich immer wieder heimlich getrunken um entspannter zu sein. Ich musste mir auch von meinen Eltern anhören was ich denn mit einer 12 Jahre älteren Frau möchte die zwei Kinder hat. Diese würde mich nur ausnutzen. Es gab immer wieder auf und ab. Ich hab zu dem Zeitpunkt schon darunter gelitten, dass mein Verhältnis zu meinen Eltern so zerrüttet war. Habe deswegen auch öfters heimlich getrunken, was meiner Partnerin auch aufgefallen ist und mich darauf angesprochen hat. Doch ich konnte es nicht lassen. Deswegen kam es in unserer Beziehung zu 2 Trennungen.
In meiner Beziehung war ich glücklich, sicherlich gab es dort auch einige Probleme, aber Sie war immer für mich da, bestätigte mich das ich ein toller Mensch bin und ich habe dort zum ersten Mal gespürt was Familie bedeutet und ich wurde so akzeptiert wie ich bin, von der gesamten Familie.
Zum damaligen Zeitpunkt, hat meine Freundin schon frühzeitig erkannt, dass ich eine Alkoholproblem habe, was ich nie zugab und sie konnte damit nicht umgehen, weil sie auch die Kinder damit nicht belasten wollte.Es gab 2 große Rauschzustände, wo ich einiges mit kaputt gemacht habe.
Ich musste wieder zu meinen Eltern ziehen, weil ich nicht wusste wohin. Dort habe ich nur zu hören bekommen,“ WIR HABEN ES DIR DOCH ALLE“ gesagt.
Ich fiel ca. 1 Monat in ein tiefes Loch, wo ich ziemlich viel getrunken habe und nicht das Zimmer verlassen habe. Ich wollte niemanden und nichts sehen.
Irgendwann habe ich zu mir gesagt, es reicht... Ich will was aus meinem Leben machen.


Ich habe versucht einen Job zu bekommen, den ich auch schnell gefunden habe durch eine Zeitarbeitsfirma. Die Arbeit hat mir sehr viel Spaß gemacht und die Kollegen waren super. Zu dem Zeitpunkt habe ich fast ganichts getrunken. Leider war dieser Arbeitsplatz so unsicher das ich 4 Monate Arbeit hatte und dann wieder entlassen worden bin aus wirtschaftlichen Gründen und dann nach paar Monaten wieder zurück geholt worden bin. Diese Ungewissheit das ich nicht wusste, was morgen ist machte mich nicht Glücklich. Das Trinken begann wieder öfter. In der Zeit bin ich wieder mit meiner Partnerin zusammen gekommen. Sie ist zu mir nach Bayern gezogen und haben uns hier gemeinsam ein Leben aufgebaut. Dies war ein kleiner Lichtblick. Später hatte ich die Möglichkeit bekommen bei meinen Vater in der Firma anzufangen als Leiharbeiter mit der Möglichkeit mit Festeinstellung. Schon die ersten Monate waren kritisch.
Meine Arbeitskollegen akzeptieren es nicht, dass ich die Tochter von einem anderen Schichtleiter war.
Ich habe die schlimmsten Aufgaben bekommen, Aufgaben die ich als Frau gar nicht hätte machen dürfen.
Sie haben mich stark Spüren lassen, dass ich bei Ihnen nichts verloren habe und hatte mit täglicher Ablehnung, diversen Beleidigungen von einer Kollegin zu tun. Auch ein Rassist war auf meiner Schicht der überhaupt nicht damit klar kam, dass ich polnische Wurzeln habe,beschimpfte mich und behandelte mich nicht menschenwürdig. Ich hatte versucht mit meinen Schichtführer zu sprechen, auch mit den Kollegen, aber das brachte nichts.
Mein Schichtleiter meinte, ich solle es so akzeptieren wie es ist.
Und so begann der Teufelskreis mit dem Trinken nach der Arbeit. Eigentlich wollte ich zu dem Zeitpunkt alles hin werfen, aber ich wollte meinen Vater nicht enttäuschen und das durchziehen.
Bis der Tag gekommen ist wo ich in der Nachtschicht mal kurz eingeschlafen bin und dadurch meine Arbeit als Leiharbeiter verloren habe.
die Trunkenheitsfahrt begangen habe. Für mich war es einerseits schlimm den Job verloren zu haben aber auch eine Erleichterung das der täglichem Wahnsinn aufgehört hat. In dieser Zeit habe ich nicht täglich getrunken aber wenn ich getrunken habe war es 1-3 Tage am Stück bis zur Volltrunkenheit. Nach der TF und dem Jobverlust ging es mir lange nicht gut und ich hab ziemlich viel getrunken. Erst Ende des Jahres 2015 habe ich eingesehen das ich Hilfe brauche und ein Alkoholproblem habe. Im Dezember 2015 habe ich mit der ambulanten Therapie begonnen die aber nicht ausreichend war für mich und ich mich daraufhin für die stationäre Therapie entschieden habe und dies war die beste Entscheidung meines Lebens.
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  #19  
Alt 03.11.2017, 17:25
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gipsy gipsy ist offline
Stammpersonal
 
Registriert seit: 03.06.2015
Beiträge: 466
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Hi,
gut und ehrlich erzählt.doch diese zeit wirst du nicht haben.
also, etwas mehr straffen.

lg.
__________________
Don`t worry,be happy
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  #20  
Alt 03.11.2017, 19:19
willin willin ist offline
MPU Profi
 
Registriert seit: 04.11.2011
Beiträge: 1.118
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Moin BunnyNiki1

Nochmal zum Thema: Therapiebericht: Deine Therapien hast Du abgeschlossen, sind der Fsst bekannt und damit auch dem GA bei der MPU, und sollte das nicht der Fall sein kannst Du damit Deinerseits enorm punkten.

Ein GA möchte die Thera-berichte natürlich gerne lesen und wenn Du die nicht gleich mitbringst muss er die erst anfordern. Das kann dauern.
Geh zu Deinem Hausarzt, der kann die anfordern, oder zu Deinem Nachsorgetherapeuten, der hat die sicher schon und lass Dir davon einfach Kopien machen.

Nicht die Zeitersparnis ist das Wesentliche, sondern das Du selbst nachvollziehen kannst, wie Du und Deine Geschichte schon von anderen Psychologen oder Suchttherapeuten beurteilt wurden.
Eine bessere Grundlage für das MPU-Gespräch gibt es nicht.
Ich habe meine beiden Thera-berichte mindestens 10 mal gründlich gelesen und bin dann auch ganz gelassen zur Begutachtung gegangen.

Wenn Du dann noch ausreichende AB-Nachweise mitbringst und die geforderten Fristen beachtest, hast Du auch noch genug Zeit, in diesem Forum an Deinem FB zu arbeiten als Vorbereitung auf das Gespräch. Besser geht es nicht. Teilnahme in einer SHG bringt natürlich auch was und 2,3 Test-Gespräche mit einer/m VP oder Therapeutin/em sind auch ganz hilfreich. Das wir schon was mit Dir!

willin
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