Zurück   MPU Forum > MPU Diskussion > Alkohol MPU

Antwort
 
Themen-Optionen Ansicht
  #221  
Alt 23.05.2019, 23:54
GoaGoaMPUjaja GoaGoaMPUjaja ist offline
Mitglied
 
Registriert seit: 24.09.2018
Beiträge: 23
Standard

Prinzipiell kannst Du auch doppelgleisig fahren. Du kannst ein halbes Jahr lang nix trinken und Abstinenznachweise sammeln. In der MPU gibst Du KT an, dazu musst Du halt ein paar Trinkanlässe erfinden. Wenn Du die MPU bestehst bist Du durch. Wenn der Gutachter meint dass bei Dir AB angebracht wäre dann führst Du die Abstinenznachweise noch ein halbes Jahr weiter und gehst dann zu einem anderen MPI. Wichtig ist hierbei dass Du das negative Gutachten nicht abgibst.
Mit Zitat antworten
  #222  
Alt 26.05.2019, 01:42
WomboCombo WomboCombo ist offline
Stammpersonal
 
Registriert seit: 04.04.2019
Beiträge: 115
Standard

Hallo meine Lieben,

ich habe da noch mal eine Frage zum KT.

Erstmal ist zu sagen, dass ich darüber nachgedacht habe, und mich entschlossen habe, dies nun weiter zu praktizieren, auch nach der MPU.
Habe viel über die Wirkung der größeren Mengen in der Vergangenheit vor der TF nachgedacht und für mich persönlich erkannt, durch Abwägung, rationaler Einschätzung und eigener Erfahrung, dass diese Wirkung keinen Reiz mehr hat und mich mittlerweile auch etwas anwidert.
Jedenfalls möchte ich daher auch nach der MPU weiter KT praktizieren.

Ich habe mich heute allerdings folgendes gefragt:

Darf / sollte ich nach einem Bier 0,33 noch Fahrrad fahren?
Meine persönliche Antwort ist zwar Nein, aber mich interessiert wie das rechtlich aussieht und wie die Erfahrung damit ist.
Erfahrung in dem Sinne, dass wenn man wieder mit dem Fahrrad leicht alkoholisiert fährt, die Versuchung zunimmt, sich auch wieder hinter das Steuer zu setzen.
Als ich heute das DFB Pokalfinale mit meinen Kumpels in der Kneipe geguckt habe, trank ich brav meine Cola und da kam mir halt diese Frage in den Kopf.
Nein, keine Versuchung und kein Konsumdrang ^^.

Wie sieht das in Zukunft aus mit KT nach der MPU?
Darf / sollte ich mich z.B. im Sommer 2021 nach einem Bier im Garten oder was auch immer noch auf das Fahrrad setzen um z.B. zum Kiosk nebenan zu fahren?

Wie gesagt reines Interesse wie die Lage und Erfahrungen dabei sind. Ich ziehe KT weiter durch und bleibe standhaft

LG

EDIT: Ich weiß, dass genau das nicht Sinn der MPU ist, möchte nur wissen ob ich mir nach der MPU Zeit wegen einem Bier und Radfahren Sorgen machen muss oder es einfach komplett bleiben lassen sollte

Geändert von WomboCombo (26.05.2019 um 01:55 Uhr)
Mit Zitat antworten
  #223  
Alt 26.05.2019, 06:44
Benutzerbild von marianee
marianee marianee ist offline
MPU Profi
 
Registriert seit: 21.09.2015
Beiträge: 1.539
Standard

Zitat:
Hallo WomboCombo,

ich denke, du solltest noch etwas in dich gehen und nachdenken.

Erst willst du gar nicht, dann willst du doch und zwar regelmäßig.

Zitat:
Ich würde gerne Feierabendbier.
Damit ist keine MPU zu bestehen, egal was du dem Gutachter erzählst.

Liebe Grüße
und Viel Erfolg beim Nachdenken.
Stefan
Damit ist doch deine vorherige Frage beantwortet.
Wenn du vor einer anstehenden MPU bereits nachdenkst, was hinterher kommen könnte, scheinst du den Ernst der Lage noch nicht reflektiert zu haben.
KT bedeudet, geplante Anlässe.
Ich kann mir nicht vorstehlen, dass ein Bier im Garten ein geplanter Anlass ist. Denn an schönen Tagen verbingt man in der Regel nicht einen geplanten Tag im Garten. Das geschieht spontan und es werden eventuell mehrere Tage hintereinander. Und wenn du dann mit Kumpels im Garten sitzt, grillst kann /wird es aus meiner Sicht aus dem einen Bier 0,33l bleiben.
Du solltest wirklich tief in dich gehen, was du sagen willst.
Denken kannst da ja sonstwas. Allerdings wird der GA dich durchschauen und dich gezielter fragen.
Deine heutige Strategie sehe ich als unzureichend an. Das heißt, größeres Problem.
Auch wenn du noch sehr jung bist.
Du bist hier gelandet und hast das in dich gesetzte Vertrauen nicht rechtfertigen können.
Nun denkst du bereits drüber nach, trinken und fahren.
Dabei spielt es keine Rolle, ob Fahrrad oder Auto.
Mit Zitat antworten
  #224  
Alt 26.05.2019, 07:56
kapomick kapomick ist offline
MPU Profi
 
Registriert seit: 18.04.2013
Beiträge: 6.150
Standard

Rein rechtlich darfst du natürlich nach einem Bier 0,33l noch Fahrrad fahren. Die Grenze liegt nach wie vor bei 1,6‰, das ändert sich durch eine MPU nicht. Und im Regelfall bleibt man als Normalgewichtler bei einem Bier dieser Größe auch unter dem 0,3‰ Bereich, wenn man das nicht in einem Zug runterschüttet und sich danach sofort aufs Rad schwingt.
ABER: das hast du schon richtig erkannt, indem du meintest, eher nicht: du tust gut dran, bei der klassischen KT-Devise zu bleiben: don´t drink and drive. Du musst dir KLARE Grenzen setzen, was die Anlässe, Menge, Umstände betrifft, die du genau verifizieren kannst. Je schwammiger es wird, desto mehr Ausnahmen und Hintertürchen wird es geben. Desto gefährlicher wird es, dass KT irgendwann nicht mehr eingehalten wird. Was dann passieren kann, ist dir bekannt. Insofern solltest du eine klare Linie fahren.
Mit Zitat antworten
  #225  
Alt 26.05.2019, 12:03
WomboCombo WomboCombo ist offline
Stammpersonal
 
Registriert seit: 04.04.2019
Beiträge: 115
Standard

Zitat:
Zitat von kapomick Beitrag anzeigen
Rein rechtlich darfst du natürlich nach einem Bier 0,33l noch Fahrrad fahren. Die Grenze liegt nach wie vor bei 1,6‰, das ändert sich durch eine MPU nicht. Und im Regelfall bleibt man als Normalgewichtler bei einem Bier dieser Größe auch unter dem 0,3‰ Bereich, wenn man das nicht in einem Zug runterschüttet und sich danach sofort aufs Rad schwingt.
ABER: das hast du schon richtig erkannt, indem du meintest, eher nicht: du tust gut dran, bei der klassischen KT-Devise zu bleiben: don´t drink and drive. Du musst dir KLARE Grenzen setzen, was die Anlässe, Menge, Umstände betrifft, die du genau verifizieren kannst. Je schwammiger es wird, desto mehr Ausnahmen und Hintertürchen wird es geben. Desto gefährlicher wird es, dass KT irgendwann nicht mehr eingehalten wird. Was dann passieren kann, ist dir bekannt. Insofern solltest du eine klare Linie fahren.
Okay, genau so sehe ich das auch.
Ging mir nur um den Fall, ob ich mir Sorgen machen muss, nach einem Bier noch ne wichtige Besorgung machen zu können, im reinen Notfall.

@marianee
Das war nur ein Beispiel. Es ging nicht um den Anlass oder so. Es ging nur um das rechtliche und das psychologische, Erfahrungen, Folgen usw.
Wie gesagt, werde ich KT weiter praktizieren wie zuvor auch. Es ging mir nur um so einen speziellen Fall. Wenn ich nicht MUSS, wofür es ja etliche Beispiele gibt (Toilettenpapier leer, Kopfschmerztabletten holen, Spaghettis vergessen usw.), werde ich mich auch nicht auf das Rad setzen nach einem Bier
Mit Zitat antworten
  #226  
Alt 27.05.2019, 09:14
rüdscher rüdscher ist offline
Stammpersonal
 
Registriert seit: 16.01.2018
Beiträge: 240
Standard

Wenn du die MPU mit KT bestehen willst, mal ganz losgelöst von deiner Vorgeschichte, musst du gewisse Regeln einhalten.

1. Regel: nur ernsthafte Anlässe
2. Regel: max 2 TE je Anlass
3. Regel: Es gibt pro Jahr ca. 10-12 Anlässe, mehr nicht
4. Regel: KT bedeutet, nie mehr über 0,3 o/oo zu kommen
5. Regel: Auch wenn es nur der Ouzo beim Grieche war, gefahren wird nicht

Das ist zumindest mal in aller Kürze das Regelwerk für die MPU.


Solltest du doch mal ein Bisschen mehr als geplant gekippt haben, dann einen Toilettenpapiernotfall haben und mit deinem Fahrrad aus irgendeinem Grund stürzen und du hast Pegel, dann besuchst du die MPU als WHTler, dann geht nur noch AB, und nur mit 12 Monaten Nachweis...
Mit Zitat antworten
  #227  
Alt 01.06.2019, 18:16
WomboCombo WomboCombo ist offline
Stammpersonal
 
Registriert seit: 04.04.2019
Beiträge: 115
Standard

Vielen Dank noch mal für die Antworten.

Ich war jetzt 6 Tage im Urlaub, hat mir echt gut getan und den Kopf freigemacht.
Das kT habe ich auch im Urlaub weiterhin praktiziert, zum Essen beim Chinesen gab es einen kleinen Aperitif und mehr nicht.
War aber auch interessant zu beobachten wie häufig meine Eltern Alkohol konsumiert haben, und ich daneben nüchtern blieb. Ungewohnt, aber richtig.

Mir ist da noch was eingefallen:
Ist es möglich und würde es Sinn machen noch diesen Monat eine MPU zu absolvieren?
Ich denke zwar nein, aber vielleicht sehe ich das falsch. Weiß ich nicht.

Montag geht es noch mal zur Drogenberatung, auch wenn der Herr nicht wirklich wusste was ich dort will, außer einer Bescheinigung für den Richter.
Werden aber auch darüber reden wie ich in Zukunft bei möglichem Trinkdruck weiterhin richtig handle.
Mit Zitat antworten
  #228  
Alt 01.06.2019, 18:34
Traurig2017 Traurig2017 ist offline
Stammpersonal
 
Registriert seit: 21.10.2017
Beiträge: 736
Standard

Nein diesen Monat macht kein Sinn. Erstmal musst du wissen wie lange der Richter die Sperrfrist macht. Die Aufforderung zur MPU kommt erst nach deinem Neuantrag auf die Fahrerlaubnis. Du brauchst mindestens 6 Monate Verhaltenänderung bezüglich Alkohol. Und wer weiß, vielleicht gefällt dem Richter deine Aufarbeitung und begonnen Maßnahmen so gut, dass er dich am Tag der Verhandlung nicht mehr für ungeeignet hält- dann würdest du den FS sofort wiederbekommen. Da gibts nämlich durchaus diesen Ermessensspielraum.
Gelingt es dir am Tage deiner Verhandlung darzustellen, dass du nicht mehr ungeeignet zum Führen von Kraftfahrzeugen bist wirst du keine MPU machen müssen. Spreche dochmal mit deinem Berater, wie Dir das gelingen könnte
Mit Zitat antworten
  #229  
Alt 01.06.2019, 18:57
WomboCombo WomboCombo ist offline
Stammpersonal
 
Registriert seit: 04.04.2019
Beiträge: 115
Standard

Zitat:
Zitat von Traurig2017 Beitrag anzeigen
Nein diesen Monat macht kein Sinn. Erstmal musst du wissen wie lange der Richter die Sperrfrist macht. Die Aufforderung zur MPU kommt erst nach deinem Neuantrag auf die Fahrerlaubnis. Du brauchst mindestens 6 Monate Verhaltenänderung bezüglich Alkohol. Und wer weiß, vielleicht gefällt dem Richter deine Aufarbeitung und begonnen Maßnahmen so gut, dass er dich am Tag der Verhandlung nicht mehr für ungeeignet hält- dann würdest du den FS sofort wiederbekommen. Da gibts nämlich durchaus diesen Ermessensspielraum.
Gelingt es dir am Tage deiner Verhandlung darzustellen, dass du nicht mehr ungeeignet zum Führen von Kraftfahrzeugen bist wirst du keine MPU machen müssen. Spreche dochmal mit deinem Berater, wie Dir das gelingen könnte

Okay danke!
Du meinst den Berater von der Drogenberatung richtig?
Beim Gericht wird übrigens noch eine Jugendhelfering dabei sein bezüglich Jugendstrafrecht. Vater ist auch dabei
Mit Zitat antworten
  #230  
Alt 01.06.2019, 19:02
Traurig2017 Traurig2017 ist offline
Stammpersonal
 
Registriert seit: 21.10.2017
Beiträge: 736
Standard

Ja mit deinem Berater. Reue/Demut/Einsicht. Was hast du erkannt, was war falsch an deinem Konsum/Verhalten. Die Hilfe die du in Anspruch genommen hast, was du in der Suchtberatung erarbeitet hast und vorallem was du seither alles anders machst und wie du verhinderst, dass soetwas nicht nochmals passiert.
Mit Zitat antworten
Antwort

Lesezeichen

Themen-Optionen
Ansicht

Forumregeln
Es ist Ihnen nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Anhänge hochzuladen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Ihre Beiträge zu bearbeiten.

BB-Code ist an.
Smileys sind an.
[IMG] Code ist an.
HTML-Code ist aus.

Gehe zu


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 19:44 Uhr.