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  #1  
Alt 21.05.2019, 22:25
radlrabe radlrabe ist offline
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Standard TF Fahrrad 1,64 Promille

Hallo zusammen,

erstmal ein großes Danke an die lieben Menschen die schon seit Jahren hier Infos einstellen und die Fragebögen durchlesen. Ich selbst habe seit 3 Monaten schon mehrere Ratgeber gelesen, war auf Infoveranstaltungen und habe auch mit meinem befreundeten Anwalt über das Thema gesprochen, aber es scheint als unterliege das Verfahren einem ständigen Wandel. Da ist so ein Forum echt eine super Sache um stets auf dem Laufenden zu bleiben und sich gegen die Angst vor der MPU zu informieren. Es hat mich zwar ein paar Abende gekostet mich mit meiner Beziehung zum Alkohol auseinander zu setzen, aber ich finde es hat sich gelohnt

Hier mein Fragebogen, schonmal danke für jede Anregung!

Zur Person*
Geschlecht: Männlich
Größe: 178cm
Gewicht: 95kg
Alter: 25

eventl. Bundesland:*Bayern

Was ist passiert?*
Datum der Auffälligkeit: 07.06.2018
BAK: 1,68
Trinkbeginn: 18:00
Trinkende: 02:00
Uhrzeit der Blutabnahme: 02:30


Tathergang*

1. Beschreiben Sie den Tag Ihrer Trunkenheitsfahrt aus eigener Sicht mit Datum und Uhrzeiten.
Es war am Mittwoch, den 06.06.2018, ab 19:00 sollte die Einweihung des neu renovierten Büros eines studentischen Vereins begossen werden. Da die Renovierungsarbeiten doppelt so lange gedauert haben, wie geplant, waren wir alles sehr froh, dass wir nun endlich wieder von unserem Übergangsbüro, welches eine schlechte Lage und Infrastruktur hatte, endlich wieder in unsere gewohnten Wände ziehen konnten. Da der Tag angenehm warm war, entschied ich mich beim türkischen Supermarkt am Hauptbahnhof noch Minze und Limetten zu kaufen, um ein paar „Mochito-Bowlen“ zu mischen. Auf dem Rückweg mit dem Fahrrad, wurde ich fast von einem Schauer überrascht. Nachdem ich wieder im Büro ankam, half ich bei den Vorbereitungen und ab 18:00 begann ich mit dem ersten Glas Bowle. Der Abend war lustig und nachdem sich die Bowle großer Beliebtheit erfreute, mischte ich die nächste, diesmal mit mehr Rum. So ging das weiter, bis insgesamt 6 Flaschen Rum leer waren. Nachdem zusammen gegessen und gefeiert wurde, machte ich mich zusammen mit einem Freund auf in Richtung Lenbachplatz um mit dem Nachtbus heimzufahren. Für den Weg nahmen wir uns noch eine Flasche Bier mit. Am Lenbachplatz angekommen, stellte ich fest, dass wir doch länger für den Weg benötigt hatten, weshalb der Bus, welchen ich benötigt hätte schon losgefahren war. Da ich keine Stunde auf den nächsten Bus warten wollte und ich gerade neben einem Leihrad-Fahrradständer stand, lieh ich mir spontan ein Fahrrad aus um mich auf den Heimweg zu machen. Durch meinen regelmäßigen Alkoholkonsum, bemerkte ich nicht, dass ich total fahruntauglich war. Da meine Stimmung gut war und ich noch weiterfeiern wollte, startete ich kurzerhand meine Bluetooth Musikbox und grölte unter dem Fahrradfahren mit. Nach 1,5km wurde die Polizei auf mich aufmerksam, hielt mich an und fragte, was der Grund für die laute Musik sei. Nachdem Sie meine Alkoholfahne gerochen haben, musste ich blasen und war anfangs noch erstaunt über meinen niedrigen Wert von 0,84. Jedoch erklärte mir der Polizist dann, dass man das mal zwei nehmen muss und ich wurde zur Blutabnahme in Gewahrsam genommen. Anschließend wurde ich wieder entlassen und musste meine Weg zur U-Bahn finden.


2. Was und wie viel haben Sie am Tattag insgesamt getrunken?
10 Gläser Mojito-Bowle a 0.2L in verschienden Konzentrationen. Weghalbe.

3. Wie viel Kilometer fuhren Sie, bis Sie aufgefallen sind und wie viel Kilometer wollten Sie insgesamt fahren?*
Nach 1,5km aufgehalten worden, der gesamte Weg wäre 7km lang gewesen.

4. Hatten Sie das Gefühl, noch sicher fahren zu können?*
Ja, da ich an den Alkohol gewöhnt war und zuvor mehrfach erfolgreich mit dem Fahrrad heim gefahren bin.

5. Wie haben Sie die Trunkenheitsfahrt vermeiden wollen (wenn überhaupt)?*
Ich habe sie nicht vermeiden wollen, im Gegenteil, ich dachte ich tue mir etwas gutes, wenn ich mich noch körperlich betätige.

6. Haben Sie bereits früher im Straßenverkehr unter Alkoholeinfluss gestanden und sind aufgefallen?*
Nein

7. Wie oft haben Sie alkoholisiert am Straßenverkehr teilgenommen ohne aufzufallen und was folgern Sie daraus?
Auf dem Fahrrad 10 mal, mit dem Auto nie. Meine Gewöhnung an Alkohol ließ mich nicht erkennen, dass ich sowohl mich, als auch andere durch mein unzulässiges Verhalten gefährdet habe.

Exploration*

8. Wann hatten Sie den ersten Kontakt mit Alkohol und wann haben Sie das erste Mal Alkohol zu sich genommen?*
Kontakt mit Alkohol hatte ich bereits mit 15. Da ich vom Land komme, ist es ganz normal, dass der 16. Geburtstag ordentlich begossen wird. Kurz bevor ich 16 wurde, habe ich ebenfalls Bier auf einer Geburtstagsfeier getrunken, jedoch schmeckte es mir nicht aufgrund des bitteren Geschmacks. Ich wunderte mich noch warum Menschen überhaupt soviel davon tranken.

9. Haben Sie regelmäßig Alkohol getrunken, und wie hat sich ihr Trinkverhalten in den letzten Jahren entwickelt?
Nachdem ich mit 16 bis 12 Uhr in Diskotheken durfte und auch sonst recht in Lautsprecher und Lichtanlagen vernarrt war, ergab es sich, dass ich regelmäßig am Wochenende mit dem Partybus dorthin fuhr. Jedoch trank ich meist nicht mehr als 4 Bier. Nachdem die mündlichen Prüfungen des Abiturs Anfang Mai vorbei waren, ging es bis zum Studienbeginn im Oktober regelmäßig in Diskotheken.
Während des ersten Semesters trafen wir uns regelmäßig Sonntags zum Stammtisch, bei dem ich 2-3 Bier trank und gegen 12 wieder heim fuhr, da am nächsten Tag wieder Uni auf dem Programm stand. Nach bestandenem ersten Semester feierten wir in einem Club in München. An diesem Abend wusste ich das erste Mal nicht mehr, was am Abend zuvor alles passiert war und hatte einen ziemlichen Kater. Da ich in der Uni ein wenig unterfordert war und zudem Spaß am technischen Aufbau von Parties hatte, schloss ich mich einem Verein in der Uni an. Dies führte dazu, dass ich von nun an alles kostenlos auf allen studentischen Parties bekam. Anfangs hielt ich mich noch zurück, jedoch steigerte ich meinen Konsum bis ich zum Ende der Party komplett betrunken war und schlafend in der Ecke lag, während die anderen abgebaut haben. So kam es dazu, dass ich fast jeden Monat zu viel getrunken habe.

10. Wie viel und wie oft haben Sie getrunken?*
Meistens Bier, Helles, 1-2 Maß pro Tag. 1-2x pro Woche.

11. Wo und mit wem haben Sie überwiegend getrunken?
Immer nur in der Uni, mit meinen Freunden aus dem Verein.

12. Warum haben Sie getrunken?*
Durch die Gewohnheit, man saß gesellig beinander und trank dazu ein Bier, zudem bestellten alle ein Bier und man wurde auch ab und an aufgezogen, wenn man mal mit einem nicht-alkoholischen Getränk anstoßen wollte.
Zuhause habe ich nie alleine Bier getrunken, es gab ja keinen Anlass.

13. Welche Wirkung haben Sie in der Vergangenheit nach Alkoholgenuss bei sich beobachtet?*
Bei wenig Alkohol (1-2 Bier) kam ich auch am nächsten morgen gut raus und spürte auch sonst keine Beeinträchtigung am nächsten Tag. Falls eine Party jedoch wieder in ein Saufgelage ausartete, kam es schon mal vor, dass ich den ganzen Tag mit Kopfschmerzen und Übelkeit zuhause verbrachte und mir schwor nie wieder Schnaps zu trinken, was jedoch nicht lange anhalten sollte. Zudem ärgerte ich mich immer darüber keine Frau aufgerissen zu haben.

14. Gab es kritische Hinweise Anderer auf Ihren Alkoholkonsum und wie haben Sie darauf reagiert?*
Nein, alle mit denen ich zu tun gehabt habe, tranken regelmäßig Alkohol. Wenn z.B. meine Hilfe bei arbeiten daheim benötigt wurden, habe ich weniger getrunken um am nächsten Tag fit zu sein.

15. Welche Auswirkungen und Folgen hatte Ihr Alkoholkonsum auf Ihr Leben und Ihr Umfeld?
Mein Umfeld verschob sich mehr in Richtung Party, ich musste auf jeder Party mit dabei sein. Mit regelmäßigem Alkoholkonsum kam es auch dazu, dass ich immer mehr zunahm und auch 3 Gichtanfälle erlitt. Nach dem zweiten Mal habe ich meine Ernährung umgestellt, jedoch kamen die Anfälle, wenn auch in längeren Abständen, wieder. Seitdem ich trocken bin habe ich keinen mehr erlitten. Auch mein Gewicht hat sich um 10 kg verringert, ohne dass ich mich beim Essen eingeschränkt habe.

16. Gab es in Ihrem bisherigen Leben frühere Zeiten, in denen sie weit mehr Alkohol als heute getrunken haben?*
Ja, nach dem Abitur, um seinen Erfolg zu feiern und die Zeit bis zum Studium zu verbringen und während des Großteils meines Studiums. (Parties)

17. Haben sie jemals die Kontrolle über ihre Trinkmenge verloren und bis zur Volltrunkenheit Alkohol konsumiert?*
Ja, auf 5 Parties, bis ich merkte, dass das lediglich Kopfschmerzen und peinliche Erinnerungen ergab.

18. Haben Sie früher schon einmal oder öfter über einen längeren Zeitraum bewusst und mit Absicht völlig auf den Genuss von Alkohol verzichtet?*
Ja, direkt nach der Auffälligkeit für einen ganzen Monat. Habe es nach erhalt des Bescheides aber wieder aufgegeben.

19. In welcher Kategorie von Trinker haben sie sich früher gesehen und wie stufen Sie sich heute rückblickend ein?
Alkoholgefährdet. Ich brauchte den Alkohol nicht zum überleben, dachte jedoch auch nie darüber nach nichts auf Parties zu trinken. Im Gegenteil, ich bin eher schüchtern gegenüber Frauen und machte mir vor, der Alkohol würde mir dabei helfen Frauen kennen zu lernen.

Heute und in Zukunft*
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  #2  
Alt 21.05.2019, 22:25
radlrabe radlrabe ist offline
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Beiträge: 3
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20. Trinken Sie heute Alkohol? Wenn ja, was, wie viel und wie oft?*
(Genaue Angaben in Sorte, Menge, Häufigkeit)
Nein, seit dem 20.10.2018 bin ich trocken.

21. Wann haben Sie zuletzt Alkohol getrunken?
20.10.2018

22. Trinken sie gelegentlich alkoholfreies Bier?*
Nein

23. Warum trinken Sie heute Alkohol/keinen Alkohol?*
Weil ich viel zu spät gemerkt habe, dass ich in eine Gewohnheit geraten bin, welche zur Abhängigkeit hätte führen können.

24. Warum haben Sie das Trinken reduziert bzw. aufgegeben und warum nicht schon eher?
Nach erhalt des gelben Briefes habe ich mir Gedanken darüber gemacht, was mir der Alkohol bisher gebracht hatte. Zugegebener maßen waren ein paar lustige Geschichten dabei, aber auch viele Fremdschämmomente. Der Alkohol lockerte mich zwar für den Abend, brachte mich aber auch dazu, mich ohne Alkohol mehr zu schließen als früher. Weiterhin habe ich weder im Club noch auf einer Party eine Freundin gefunden. Nur viele Bekanntschaften, welche man schnell wieder vergessen hatte. Früher hatte ich keinen distanzierten Blick auf mein Verhalten und sah auch keinen Grund diesen zu ändern. Jedoch hat mich die Aufforderung der Führerscheinstelle dazu gebracht. Zugegebener Maßen spät, aber besser ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende, falls später noch irgendetwas passiert wäre und ich oder andere deswegen gesundheitliche Folgen davon getragen hätten.

25. Wie haben Sie die Änderung Ihres Trinkverhaltens erreicht und dabei die Umstellungsphase erlebt?*
Nachdem ich schon zuvor einen Monat verzichtet hatte, was mir schwer fiel, ich aber mit dem falschen Ziel heranging, dass ich danach wieder trinken dürfte, war mir klar, dass nur ein harter Schnitt helfen würde.

Nachdem ich mir das letzte Mal beim Auflegen in der Bar eines Freundes die Kante gegeben hatte um meine Unsicherheit bezüglich des Musikgeschmacks des Publikums zu unterdrücken, sagte ich zu mir selbst, dass ich mit dem Alkohol aufhöre.
Leider hatte das Semester schon wieder begonnen und die regelmäßigen Veranstaltungen gaben genügend Gründe für einen regelmäßigen Alkoholkonsum. Anfangs fühlte es sich noch falsch an, Wasser statt Bier zu trinken, aber ich gewöhnte mich daran. Auf der Halloweenparty eines Freundes war die Versuchung groß nach einem Bier, von dem reichlich auf dem Balkon vorhanden war, zu greifen. Stattdessen begnügte ich mich mit Spezi und Wasser und unterhielt mich mehr mit den Gästen statt nur trinkend auf der Couch zu sitzen wie früher. Am nächsten Tag konnte ich früh Aufstehen und auch während der Party empfand ich keine Müdigkeit. Im Gegenteil, ich fuhr sogar noch die 12km mit dem Fahrrad heim und duschte mich, bevor ich ins Bett fiel.
Im Dezember brach die Zeit der Weihnachtsfeiern an und ich durfte die ein oder andere Feuerzangenbowle anrühren. Da ich diese nicht probierte, holte ich mir andere Freunde zum abschmecken. Als diese mich fragten, warum ich es denn nicht selbst machen würde, meinte ich dass ich bis zu meinen Geburtstag im August nichts mehr trinken werde. Ich bekam regen zuspruch und fühlte mich auch besser. Nun blieb mir nur der Kinderpunsch übrig, welchen ich die Jahre zuvor belächelt habe. Der Vorteil dabei ist, dass man merkt, wie viel Zucker da eigentlich drin steckt und nach zwei Tassen genug hat.

26. Wie wirkt sich Ihr geändertes Verhalten auf Sie, Ihr Leben und Ihr Umfeld aus?*
Ich fühle mich aktiver, bin nicht mehr so schläfrig wie zuvor. Weiterhin habe ich bereits ohne Umstellung meiner Ernährung 10kg abgenommen, was mir auch von vielen bestätigt wird. (Du hast ja fast keinen Bauch mehr) Jedoch erwidere ich auch jedes Mal, dass es noch ein weiter weg zur Adonisfigur sein wird. Auch hatte ich bisher drei ziemlich schmerzhafte Gichtanfälle, welche ich durch die Umstellung meiner Ernährung versuchte zu verhindern. Ich trank basen Tees, ernährte mich Vegetarisch, jedoch schwoll mein Großzehengrundgelenk wieder nach wenigen Monaten an. Dies ist nun vorbei. Auch mein Blutdruck hat sich normalisiert und mein generelles Empfinden gebessert.

27. Wie stellen Sie sicher, dass Ihr neues Verhalten dauerhaft stabil bleibt?
Da ich nun mein Studium erfolgreich beendet habe, komme ich gar nicht mehr in Versuchung mich auf den Parties abzuschießen. Außerdem hat sich mein Freundeskreis geändert, seit ich aus der Uni bin. Auch die positiven Auswirkungen auf meine Gesundheit lassen mich stets an meine Vergangenheit und die damit verbundenen Schmerzen denken, sobald ich an Bier denke.

28. Können Sie sich vorstellen, jemals wieder in Ihre alten Gewohnheiten zurückzufallen?*
Absolut kann ich das leider nicht ausschließen, jedoch habe ich selber für mich gemerkt, dass sich meine Lebensqualität durch den Verzicht auf Alkohol verbessert hat. Nachdem ich auch während der bisher stressigsten Phase meines Lebens (Anfang dieses Jahres: Verzögerung der Masterarbeit → Versäumnis der MPU-Auflage -> Verlust des Führerscheins → Vollzeitpraktikum während des letzten Monats meiner Masterarbeit → Nebenbei arbeit als Werkstudent) keinen Drang verspürte, zur Flasche zu greifen und meine Ängste/Sorgen in Alkohol zu ertränken, sehe ich mich als psychisch unanfällig für Alkohol.

29. Wie wollen sie in Zukunft das Trinken vom Fahren trennen?*
Indem ich auch weiterhin auf Alkohol verzichte und so nicht mehr in die Situation komme betrunken am Straßenverkehr teilnehmen zu wollen.

30. Haben Sie zum Abschluss noch etwas hinzuzufügen?
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  #3  
Alt 21.05.2019, 23:06
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Alana Alana ist offline
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Registriert seit: 06.08.2011
Beiträge: 12.344
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Willkommen hier im Forum!

Wann willst Du denn zur MPU?

Ich habe den FB jetzt nur überflogen, aber einige Anmerkungen bzw. Nachfragen:

Zitat:
12. Warum haben Sie getrunken?*
Durch die Gewohnheit, man saß gesellig beinander und trank dazu ein Bier, zudem bestellten alle ein Bier und man wurde auch ab und an aufgezogen, wenn man mal mit einem nicht-alkoholischen Getränk anstoßen wollte.
Du allein gehst zur MPU! „Man“ interessiert nicht! So etwas geht gar nicht bei der MPU.

Zudem solltest Du, wenn Du schon andere Fragebögen gelesen hast, wissen, daß dies die zentrale Frage ist. Die danach, wie es überhaupt passieren konnte. Die danach, warum Du den Alkohol gebraucht hast. Hier geht es um deine innere Motive, das ist der Kern des Gesprächs mit dem Gutachter. Also hier mußt Du dir noch einmal gründlich Gedanken machen und ordentlich nachlegen.

Zitat:
20. Trinken Sie heute Alkohol? Wenn ja, was, wie viel und wie oft?*
Nein, seit dem 20.10.2018 bin ich trocken.
Siehst Du dich denn als Alkoholiker? Wenn nicht, dann solltest Du den Begriff „trocken“ nicht verwenden. Du trinkst keinen Alkohol mehr. Hast Du dafür Nachweise?

Zitat:
27. Wie stellen Sie sicher, dass Ihr neues Verhalten dauerhaft stabil bleibt?
Da ich nun mein Studium erfolgreich beendet habe, komme ich gar nicht mehr in Versuchung mich auf den Parties abzuschießen.
Schwach! Was meinst Du wohl, wie viele Akademiker nach Studienabschluß saufen!
__________________
Liebe Grüße
Alana
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  #4  
Alt 22.05.2019, 22:24
radlrabe radlrabe ist offline
Newbie
 
Registriert seit: 07.04.2019
Beiträge: 3
Standard

Hallo Alana,

vielen Dank für deine schnelle Antwort
Derzeit habe ich noch keinen konkreten Termin für die MPU. Ich hatte heute meine letzte ETG Kontrolle des freiwilligen 6 Monate Programms und schätze in ein bis zwei Wochen das Ergebnis per Post zu erhalten. Danach werde ich mich nach sorgfältiger Vorbereitung um einen Termin bemühen.

Durch die Recherche zum Thema Alkohol & MPU würde ich mich zum Zeitpunkt der Tat als Alkoholiker bezeichnen, jedoch hat mir meine Abstinenz gezeigt, dass es auch ohne geht und ich mich nicht betrinken muss um auf Parties Spaß zu haben. Körperlich spüre ich auch keine Entzugserscheinungen, jedoch gibt es auch Momente in denen ich an ein Bier denke.

Deiner Antwort zufolge macht es einen großen Unterschied "trocken" oder "abstinent" zu sein. Abstinent bedeutet für mich nie wieder im Leben auch nur einen tropfen Alkohol zu trinken. Ist diese Auffassung korrekt? Im Umkehrschluss würde trocken bedeuten, dass aktuell kein Alkohol zur Verfügung steht, ich mich jedoch wieder zur Besinnungslosigkeit trinken werde, sobald ich welchen in die Finger bekomme?

Ich werde wohl erst am Wochenende dazu kommen, mich mit meinen Motiven und der Prävention intensiver auseinander zu setzen, danke dir aber schon vielmals für deine Hinweise.

Ehrliche Frage am Rande:
Da ich mich selbst und auch den GA nicht belügen will, stelle ich mir die Frage ob es glaubhaft ist, dass ein junger Mensch wie ich nie wieder im Leben auch nur ein Bier trinken wird. Tatsächlich würde ich auch gerne wieder auf Erfolge anstoßen, diese Gelegenheiten jedoch vorher planen, genauso wie meinen Heimweg, welcher unter keinen Umständen mehr mit einem Fahrzeug bestritten wird.

VG
radlrabe
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