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  #11  
Alt 06.12.2018, 19:06
Kai R. Kai R. ist offline
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wozu willst Du zur MPU? Es kann doch gar nichts passieren, denn erstens sind die ganzen Sachen doch gar nicht Dir passiert sondern immer "man". Zweitens warst Du nie dran schuld, denn der Vordermann war langsam und die Kinder haben sich abgeschnallt. Bei der Fahrerflucht ist Dein Auto wahrscheinlich von selbst gefahren. Und drittens reicht es natürlich auch völlig, dem Gutachter ein einzeiliges Bekenntnis hinzuwerfen, wie schlecht Du doch warst und dass jetzt alles besser ist.

Die Aufarbeitung machst Du bitte komplett noch einmal, da ist noch gar nichts diskussionswürdig dran. Lies Dich erst einmal ein und dann mach Dir ein paar Gedanken. Geh aber davon aus, dass Du verantwortlich warst und dass Du die Gründe für dieses Fehlverhalten finden musst, sonst kannst Du es auch nicht besser machen.
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  #12  
Alt 13.12.2018, 12:56
Baum4 Baum4 ist offline
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Hallo Leute!
sorry, dass ich mich erst jetzt melden konnte.
Danke Kai, ich habe den Fragebogen nochmals überarbeitet und hoffe er ist diesmal mehr ins Detail.
So, den Termin für die MPU habe ich auch schon, am kommenden Dienstag ist es soweit!!
wäre echt super von euch, wenn sich jemand meiner annehmen würde, bitte!!

Was ist passiert?
(1. Teil - hier geht es um den Zeitraum bis zur Tat, alles was Ihr an Änderungen unternommen habt gehört in den 3. Teil)

Warum sind Sie hier?
Ich habe durch mein Fehlverhalten in der Vergangenheit der FSS berechtigte Zweifel an meiner Fahreignung gegeben. Durch die Aufarbeitung meiner Fehler, möchte ich im heutigen Gespräch zeigen, dass ich keine Gefahr für die anderen Verkehrsteilnehmer mehr darstelle.

Wie viele Verstöße hatten sie?
Ich wurde mehrmals wegen zu schnellem Fahren geblitzt. Einmal, weil ich nicht ausreichend dafür gesorgt hatte, dass meine Kinder sich nicht vor Fahrtende abschnallen, ein Parkrempler beim ausparken und einmal wegen Fahrerflucht.

Was waren das für Verstöße?
Ich wurde mehrmals wegen zu schnellem Fahren geblitzt, meist Vormittags. Da hatte ich es eilig, mal Arzttermin, mal was anderes. Beim Rückwärts ausparken, habe ich ein ebenfalls rückwärts ausparkendes Auto touchiert, das war am 29.01.2016 morgens so um 11 Uhr. Die dazu gerufene Polizisten meinten, es war 50-50 Schuld. Wenn die eine nicht wäre, hätte die andere keinen Schaden und andersherum. Und das letzte war Fahrerflucht am 09.09.2017 um 20.45 Uhr in Europa Park Rust. Da streifte ich beim Ausparken mein Nachbarauto. Obwohl ich einen Schaden erkannte, bin ich trotzdem wieder eingestiegen und weitergefahren. Im Nachhinein kann ich mein Verhalten gar nicht nachvollziehen, warum ich so gehandelt habe. Ich weiss doch genau, dass man bei einem „Rempler“ jeglicher Art stehen bleibt, zur Not zur Seite fährt und die Polizei benachrichtigt. Siehe Unfall am 29.01.2016.

Was hätte passieren können bei den jeweiligen Delikten?
Durch meine Raserei habe ich nicht nur mich, sondern meine Kinder und Mitmenschen immens gefährdet. Ich hätte nur die Kontrolle verlieren brauchen oder ein Überholmanöver falsch einschätzen können und somit jemanden verletzen können. Im Nachhinein ist mir bewusst geworden, wie leichtsinnig ich Auto gefahren bin und ich sehr viel Glück hatte, dass nichts Schlimmes passiert ist.

Wie schätzen Sie sich für die damalige Zeit als Fahrer ein?
Damals dachte ich eigentlich, ich sei ein ziemlich guter Fahrer, dr Überblick hat! Doch jetzt weiss ich, dass ich überheblich und eingebildet war. Ich haben den Führerschein als etwas selbstverständliches genommen und total verdrängt, was für eine Verantwortung ich als Führer eines PKWs habe. Wenn ich nicht aufpasse, kann schnell ein Menschenleben auf dem Spiel stehen. Das sage ich auch immer meinem Mann, wenn er Auto fährt, mach langsam, du fährst nicht alleine.

Was ist ihrer Meinung nach im Straßenverkehr besonders wichtig?
Ich finde man muss sich an die Regeln halten, denn sie dienen ja nur unserem Schutz! Desweiteren sollte man nicht nur Regelkonfirm fahren, sondern man muss sich 100% bei der Sache sein und vorrausschauend fahren, sodaß man sich nicht gefährdet und auch den anderern genug Freiraum lässt.
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  #13  
Alt 13.12.2018, 12:57
Baum4 Baum4 ist offline
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Warum ist es passiert?
(2. Teil - soll die Motive erklären, warum alles so gekommen ist)

Wie konnten so viele Verstöße zusammenkommen?
Hin und wieder hatte ich es eilig, war im Stress, weil ich mal dieses mal jenes Kind rechtzeitig zu einem Termin bringen musste. Da sind wir zu spät von Zuhause losgefahren und der Vordermann, der eigentlich die Geschwindigkeitsbeschränkung eingehalten hat, war „gefühlt“ zu langsam. Unter dem Zeitdruck, bin ich dann schneller gefahren, weil ich so die verlorene Zeit wieder aufholen wollte.

Warum haben sie sich (immer wieder) so verhalten?
Bei meiner ersten Schnellfahrt habe ich immer nach einem aufgestelltem mobilen Blitzer Ausschau gehalten. Im Hinterkopf wußte ich dass ich zu schnell fahre und mir Schaden droht, aber das Gefühl, dass ich schnell fahre- also die Kontrolle habe und ich doch noch rechtzeitig am Ziel ankommen werde, ließ die Angst dann doch in den Hintergrund treten.
Ich habe zwar Bußgelder erhalten, aber ich sag mal so: die Strafe erfolgte nicht auf dem Fuße. Nachdem ich das erste Mal beim zu schnell gefahren, geblitzt worden bin, kam erst der Anhörungsbogen, danach erst die Geldstrafe. Bis dahin hatte ich die Straftat schon wieder vergessen, bzw. verdrängt. Das Bußgeld hatte so gesehen bei mir zu keinerlei Relation zum zu schnellen Fahren geführt. Auch habe ich mich bestätigt gefühlt, wenn ich zu schnell gefahren bin, weil ich ja die verlorene Zeit „wett gemacht“ hatte und es darüberhinaus ein gutes Gefühl gab, zumindest im Auto alles unter Kontrolle zu haben.

Was haben Sie als Ursache für die Verstöße herausgefunden, hatten Sie dabei Hilfe?
Damals dachte ich mir nichts besonderes dabei. Ich dachte mir, ich hätte die Kontrolle über das Auto. Das ich anscheinend vorsichtig genug fahre, ein Fahrer mit Überblick.
Wir hatten eine Pizzeria zum liefern gehabt. Immer wenn der Fahrer ausgefallen war oder es mehr Arbeit als Hände gab, habe ich auch mitgeholfen beim ausliefern. Da es in der Pizzeria der normalfall ist, gab es auch Zeiten, wo man als Fahrer bis zu 5 Bestellungen auf einmal mitnehmen musste. Da musste ich die Route gut planen, hatte der Kunde doch Anrecht auf warmes Essen. Wenn ich dann zu spät ankommen war, erst das Geschimpfe des Kundens, und wenn er für das Essen auch noch weniger bezahlen wollte oder sogar auch noch ablehnte, war der Ärger und Stress sehr groß. Der Stress war enorm, verlorene Zeit konnte ich nur durch schnelles fahren einholen. Daher die Angewohnheit, zu schnell zu fahren.
Bei der Fahrerflucht hatte ich einen miesen Tag. Das fing schon damit an, dass mein Mann gegen den Ausflug war und es mir immer wieder sagte, dass ich nicht fahren solle. Doch ich bin trotzdem gefahren. So gegen späten Nachmittag rufte mich mein Mann an und sagte mir, dass er keinen Fahrer hat und ich solle sofort nach Hause kommen. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir schon seit etlichen Wochen Probleme mit dem Koch- mal kam er, mal wieder für 4 Tage nicht. Jeder Morgen war nervenaufreibend, da wir nicht wußten, kommt der oder nicht. Da der Rückweg jedoch 2,5 Std dauern würde, sagt ich ihm, er solle sich einen anderen suchen, bzw. rumtelefonieren und jemanden zu finden. Dann folgten etliche verzweifelte Anrufe von meinem Mann. Da kriegt man schon Gewissensbisse! Hätte ich doch auf ihn gehört, wäre ich doch nicht gefahren, wir hätten auch wann anders fahren können, wäre ich doch nicht gefahren,dann hätte ich ihm jetzt helfen können; sowas ist mir da durch den Kopf gegangen. Dazu noch das „normale“ generve von total müden Kindern. Ich musste immer wieder an meinen Mann denken, wie er alleine schaffen tut, das hat schon gereicht, um Schuldgefühle zu kriegen. Dann immer wieder aber die widersprüchlichen Gefühle, dass es ihm recht geschehe, warum wollte er uns nicht fahren lassen. Dann aber wieder, der arme Kerl, schuftet komplett alleine- sprich muss die pizzen machen und auch ausliefern. Das alles hat mich wieder in Stress gebracht und dann ist es passiert: ich habe beim ausparken das Nachbarauto gestreift. Bin aber erst mal 10 Meter weitergefahren und habe dann erst angehalten. Aus dem Auto ausgestiegen und hab mir meinen Schaden angeschaut. Dann rübergelaufen zum Geschädigten, da aber ich nur mein Handylicht hatte und es Dunkel war, konnte ich nur einen großen Kratzer an derm Kotflügel erkennen. In dieser Situation sah ich meinen Schaden als erheblich größer an, da ich gleich an meinen Mann denken musste, wie ich ihm das erklären sollte. Da beim Geschädigten nix „großes“ war (meines erachten nach in dem Moment), bin ich eingestiegen und weitergefahren, in der Angst, wie soll ich das meinem Mann erzählen, der hat doch genug andere Probleme, jetzt auch das noch!
Meine Mutter ist verstorben als ich 15 war, daraufhin haben mein Vater und ich den Haushalt für uns und meine 2 Brüder gemacht. Ich fühlte mich immer für den Haushalt verantwortlich, da wir so erzogen worden sind. Daher hatte ich schon von klein auf mehr Aufgaben zu bewältigen als andere Jugendliche in dem Alter. Ich habe auch relativ jung geheiratet, da mir das viele Lernen als lästig erschien. Und ich das als Ausweg sah. Durch meinen Freundekreis wurde mir immer wieder gesagt, wie toll du das machst und wie schaffst du das alles? Da mein Vater noch arbeiten musste, sagte ich mir, du kannst das doch alles machen, bist ja eh zuhause. Ich fühlte mich oft überfordert und ausgenutzt, durch meine Brüder, die nix machten. Dadurch wurde ich noch unzufriedener, weil ich mir zu wenig Zeit für mich genommen habe, zum entspannen. Ich habe damals nicht offen mit anderen Leuten über meine Probleme gesprochen, weil ich mich geschämt habe und nach außen nicht „schwach“ wirken wollte. Ich hatte nicht gelernt mit Schwierigkeiten und Stress unzugehen. Zudem habe ich Kritik persönlich genommen und nicht an der Sache selbst, deshalb habe ich gut gemeinte Ratschläge und Hilfe sehr oft nicht angenommen. Bei Konfliktkonfrontation hatte ich keine Ahnung was ich sagen sollte und versuchte mich aus diesem Konflikt zu lösen, sie zu vertagen. Ich verdrängte sie und wenn sie dann doch noch wieder aufgegriffen wurden, tat ich es mit schulterzucken einfach ab.
Das hat sich später auch auf meine Ehe ausgewirkt. Zudem ist mein Mann nicht aus Deutschland, daher blieben ( wie immer) alle Bürosachen und Papierkram bei mir kleben. Dann kamen meine Kinder. Das erste und zweite haben nur ein Jahr unterschied, zu dem 3. sind es dann 3 jahre. Mein Mann hat mir mit den Kindern überhaupt nicht geholfen. Alles musste ich alleine machen. Dann kam noch unser Nesthäkchen, mit 10 Jahren unterschied. Da ging das „Leid“ wieder von vorne los. Zudem hatte sie, als sie klein war immer mit Erkältungen und kleinere Wehwehchen zu kämpfen- hatte zweimal Fieberkrampf. Außerdem hatten wir damals noch eine Pizzeria. Kein oder sehr wenig Platz für sich selber, um mal tief Luft zu holen. Deswegen halt mal eine kleine Auszeit in den Europapark. Dass die Kinder, die des öfter mal zu kurz gekommen sind, auch mal eine kleine Freude haben.
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  #14  
Alt 13.12.2018, 12:58
Baum4 Baum4 ist offline
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Wieso passiert es nicht wieder?
(3. Teil - Hier kommt alles rein, was als Änderung gegenüber vorher durchgehen kann. Dieser Teil sollte so lang sein wie 1. + 2. zusammen)

Was war der konkrete Anlaß für Ihr Umdenken?
Als ich den Antrag auf Neuerteilung der Fahrerlaubnis gestellt habe, fragte mich die Dame am Telefon, weshalb mir die Fahrerlaubnis denn entzogen worden ist. Da erzählte ich ihr die Geschichte von wegen nix gemerkt und bla. Nach dem Telefonat war ich sehr über mich betroffen und ich musste lange darüber nachdenken, warum ichnicht einfach sagen konnte, dass es Unfallflucht war! Das machte mich zutiefst bedenklich, warum ich Unfallflucht nicht einfach sagen konnte. Das da was schlimmes passiert war, hatte ich immer verdrängt. Aber jetzt wurde ich von der Realität eingeholt und ess gab mir sher zu denken, was hastd du gemacht? Warum bist du einfach weg? Was wenn du jemanden verletzt hättest?
Darüber hinaus hatte meine Tochter im August ein erschreckendes Erlebnis gehabt: Sie wollte den Zebrastreifen überqueren, doch das Auto der anderen Strassenseite hat sie nicht oder zu spät gesehen und ist einfach weitergefahren. Gott sei Dank meiner Tochter ist nur mit dem Schrecken davon gekommen, doch mir wurde noch einmal sehr deutlich vor Augen geführt, welche „Macht“ und Kraft das Autofahren hat.

Was haben Sie an Änderungen unternommen?
Ich habe mit den zwei wichtigsten Menschen gesprochen: mit meinem Vater und meinem Mann. Das fiel mir sehr schwer, zu gestehen, dass ich keine superfrau bin und wie sehr ich gelitten habe unter der momentanen Situation. Auch habe ich mit meinem Vater die Zeit nach dem Tod meiner Mutter aufgearbeitet, da ich das endlich von mir haben wollte, dass es damals schon zuviel für mich war, der Haushalt und die Schule.
Beide sagten, warum ich nicht zu ihnen gekommen war um zu reden, zu sagen es geht nicht mehr. Sie hätten eine Lösung gefunden. Ich sagte, dass ich dachte ich müsse stark sein, keine Schwächen haben, nur dann geht alles gut. Wir haben viel geredet, was war und wie man es hätte machen können. Mein Mann ist seitdem sehr verständnissvoll, er hilft seitdem mit, sei es abends der Abwasch oder nur eine Schulter zum ausheulen. Mein Vater hat mir sehr vieles abgenommen, die kleine von der Kita abholen, einkaufen, die Kinder zum Arzt zu fahren,…
Die älteren Kinder helfen jetzt auch im Haushalt mit.Das alles gibt mir die Möglichkeit, mich richtig zu entspannen und mir meinen Tag jeden Tag neu zu planen. Ich habe mir Prioritäten gesetzt und lasse mich nicht mehr hetzen. In dem so entstehenden Freiraum habe ich zum Ausgleich angefangen Sport zu machen. Abends habe ich angefangen eine Art Tagebuch zu führen, was hast du heute gemacht und was hättest du anders bzw. besser machen können.

Wie empfinden sie diese Änderungen?
Befreiend und erleichternd. Ich fühle mich seit langem wieder rundum wohl.

Wie reagiert Ihr Umfeld auf diese Änderungen?
Positiv! Meine Kinder sagen mir, wie ausgewogen ich bin, nicht mehr ständig so gereizt. Mein Mann sagt mir, dass ich toll aussehe und so weiter machen soll. Mein Vater ist unendlich stolz auf mich!

Gibt es negative Rückmeldungen zu Ihrem jetzigen Leben?
Nein, keine.

Welche Einstellung zur Verkehrssicherheit haben sie heute und was ist daran neu?
Ich finde, dass der Führerschein nicht Selbstverständlich ist und dass das Autofahren eine sehr große Verantwortung ist. Das darf man nicht auf die leichte Schulter nehmen und als Fahrer hat man Mitverantwortung für die Mitmenschen.

Was wollen sie konkret tun, damit sie ihre Vorsätze diesmal einhalten können?
Ich habe gelernt, dass es OK ist, um Hilfe zu fragen und dass man nicht alles alleine machen muss. Wenn es dann doch mal Probleme gibt, nicht in mich hineinfressen, sonder mit anderen darüber reden. Dann findet sich immer eine Lösung.

Was könnte ihre guten Vorsätze wieder zum scheitern bringen?
Da ich gelernt habe, wie gut mir meine Offenheit tut, werde ich nicht wieder in alte Muster zurückfallen.

Wie wollen Sie einen beginnenden Rückfall erkennen?
Ich plane jeden Tag meinen Tag, sodass ich genügend Zeit dazwischen habe, mich zu entspannen, um nicht wieder in eine Stresssituation zu kommen.

Was wollen Sie unternehmen, wenn Sie einen Rückfall bemerken?
Wenn ich merke, dass ich wieder Stress habe, so werde ich versuchen, die Ursache dafür zu finden. Ich werde meinen Mann und Vater mit an Bord holen und versuchen, mit ihnen die Situation zu klären.
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  #15  
Alt 13.12.2018, 14:45
Kai R. Kai R. ist offline
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Zitat:
Zitat von Baum4 Beitrag anzeigen
Hallo Leute!
sorry, dass ich mich erst jetzt melden konnte.
Danke Kai, ich habe den Fragebogen nochmals überarbeitet und hoffe er ist diesmal mehr ins Detail.
Du hast Dir die nötige Zeit genommen und der Bogen ist jetzt besser

Zitat:
Zitat von Baum4 Beitrag anzeigen
So, den Termin für die MPU habe ich auch schon, am kommenden Dienstag ist es soweit!!
die solltest Du bestehen können

Zitat:
Zitat von Baum4 Beitrag anzeigen
Was ist passiert?
(1. Teil - hier geht es um den Zeitraum bis zur Tat, alles was Ihr an Änderungen unternommen habt gehört in den 3. Teil)
Sei Dir bewusst, dass die eigentliche Fragestellung der FSSt sich nur auf die Fahrerflucht bezieht. Die kleinen Owis sind weniger relevant, zum Teil auch schon verjährt. Aber sie gehören zum großen Bild, einer immer gehetzten überforderten berufstätigen Mutter, die schon von klein auf immer funktioniert hat und dabei Aufgaben übernehmen musste, die Zuviel für sie waren. Dieses Muster zieht sich bis heute durch.

Zitat:
Zitat von Baum4 Beitrag anzeigen
Wie viele Verstöße hatten sie?
Ich wurde mehrmals wegen zu schnellem Fahren geblitzt. Einmal, weil ich nicht ausreichend dafür gesorgt hatte, dass meine Kinder sich nicht vor Fahrtende abschnallen, ein Parkrempler beim ausparken und einmal wegen Fahrerflucht.
Die Kinder, die sich abschnallten und den Parkrempler beim Ausparken würde ich vielleicht weglassen. Für den Parkrempler bist Du doch gar nicht bestraft worden und das Kinder abschnallen sollte auch in keiner Akte stehen.

Zitat:
Zitat von Baum4 Beitrag anzeigen
Was waren das für Verstöße?
Und das letzte war Fahrerflucht am 09.09.2017 um 20.45 Uhr in Europa Park Rust. Da streifte ich beim Ausparken mein Nachbarauto. Obwohl ich einen Schaden erkannte, bin ich trotzdem wieder eingestiegen und weitergefahren.
richtig und wichtig

Zitat:
Zitat von Baum4 Beitrag anzeigen
Im Nachhinein kann ich mein Verhalten gar nicht nachvollziehen, warum ich so gehandelt habe.
Ich denke, Du kannst es inzwischen sehr gut nachvollziehen, darum dreht sich doch die ganze Aufarbeitung. Daher lass das weg.

Zitat:
Zitat von Baum4 Beitrag anzeigen
Warum ist es passiert?
(2. Teil - soll die Motive erklären, warum alles so gekommen ist)

Wie konnten so viele Verstöße zusammenkommen?
Hin und wieder hatte ich es eilig, war im Stress, weil ich mal dieses mal jenes Kind rechtzeitig zu einem Termin bringen musste. Da sind wir zu spät von Zuhause losgefahren und der Vordermann, der eigentlich die Geschwindigkeitsbeschränkung eingehalten hat, war „gefühlt“ zu langsam. Unter dem Zeitdruck, bin ich dann schneller gefahren, weil ich so die verlorene Zeit wieder aufholen wollte.
das sind ja nur die äußeren Motive. Auf die inneren Motive gehst Du erst weiter unten ein. Daher wirkt das hier noch sehr oberflächlich. Ich würde hier schon erwähnen, dass Du verstanden hast, warum Du Dich so verhalten hast

Zitat:
Zitat von Baum4 Beitrag anzeigen
Warum haben sie sich (immer wieder) so verhalten?
Der Teil ist sehr oberflächlich beantwortet. Erkläre hier das Muster: Du musstest von klein auf funktionieren, hast mehr Verantwortung übernommen als gut war, Deine eigenen Bedürfnisse hintangestellt und warst in Deinen Rollen (Mutter, Restaurant, Ehefrau) überfordert

Zitat:
Zitat von Baum4 Beitrag anzeigen
Meine Mutter ist verstorben als ich 15 war, daraufhin haben mein Vater und ich den Haushalt für uns und meine 2 Brüder gemacht. Ich fühlte mich immer für den Haushalt verantwortlich, da wir so erzogen worden sind. Daher hatte ich schon von klein auf mehr Aufgaben zu bewältigen als andere Jugendliche in dem Alter. Ich habe auch relativ jung geheiratet, da mir das viele Lernen als lästig erschien. Und ich das als Ausweg sah.
Der Teil ist richtig stark. Ist Dir bewusst, dass Du in der Beziehung zu Deinem Mann mit der Verantwortung für das Restaurant exakt in das gleiche Rollenmuster verfallen bist? Das konnte ja nur in Überforderung enden.

Zitat:
Zitat von Baum4 Beitrag anzeigen
Durch meinen Freundekreis wurde mir immer wieder gesagt, wie toll du das machst und wie schaffst du das alles? Da mein Vater noch arbeiten musste, sagte ich mir, du kannst das doch alles machen, bist ja eh zuhause. Ich fühlte mich oft überfordert und ausgenutzt, durch meine Brüder, die nix machten. Dadurch wurde ich noch unzufriedener, weil ich mir zu wenig Zeit für mich genommen habe, zum entspannen. Ich habe damals nicht offen mit anderen Leuten über meine Probleme gesprochen, weil ich mich geschämt habe und nach außen nicht „schwach“ wirken wollte. Ich hatte nicht gelernt mit Schwierigkeiten und Stress unzugehen. Zudem habe ich Kritik persönlich genommen und nicht an der Sache selbst, deshalb habe ich gut gemeinte Ratschläge und Hilfe sehr oft nicht angenommen. Bei Konfliktkonfrontation hatte ich keine Ahnung was ich sagen sollte und versuchte mich aus diesem Konflikt zu lösen, sie zu vertagen. Ich verdrängte sie und wenn sie dann doch noch wieder aufgegriffen wurden, tat ich es mit schulterzucken einfach ab.
sehr gut

Zitat:
Zitat von Baum4 Beitrag anzeigen
Wieso passiert es nicht wieder?
(3. Teil - Hier kommt alles rein, was als Änderung gegenüber vorher durchgehen kann. Dieser Teil sollte so lang sein wie 1. + 2. zusammen)
den dritten Teil kannst Du komplett so lassen.

Fazit: Motive erkannt, Veränderungen eingeleitet und stabilisiert. Läuft so.
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  #16  
Alt 14.12.2018, 12:48
Baum4 Baum4 ist offline
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Hallo Kai! Vielen lieben Dank, dass du dir soviel Zeit für mich nimmst!!!

Ich glaube noch in Erinnerung zu haben, dass ich wegen dem Abschnallen einen Punkt und 40€ Strafe gekriegt habe.

Ich kriege das mit dem zitieren nicht hin, deswegen schreibe ich es voll aus.

Bei der Frage:Wie konnten so viele Verstöße zusammenkommen? und Warum haben sie sich (immer wieder) so verhalten? hast du gesagt es ist zu oberflächig. soll ich da schon alles reinschreiben, wegen meiner Mutter, ... oder soll ich es kurzgefasst wiedergeben?

ich bin so hibbelig wegen der MPU! Hoffentlich sage ich dort nix, was ich eigentlich so nicht meinte! Hoffentlich gibts da kein Missverständnis.
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  #17  
Alt 14.12.2018, 13:01
Kai R. Kai R. ist offline
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Zitat:
Zitat von Baum4 Beitrag anzeigen
Ich glaube noch in Erinnerung zu haben, dass ich wegen dem Abschnallen einen Punkt und 40€ Strafe gekriegt habe.
dann erwähne es aber stelle es nicht ins Zentrum

Zitat:
Zitat von Baum4 Beitrag anzeigen
Bei der Frage:Wie konnten so viele Verstöße zusammenkommen? und Warum haben sie sich (immer wieder) so verhalten? hast du gesagt es ist zu oberflächig. soll ich da schon alles reinschreiben, wegen meiner Mutter, ... oder soll ich es kurzgefasst wiedergeben?
Du sollst den Zusammenhang herstellen, dass Du verstanden hast, warum Du immer wieder auffällig geworden bist

Zitat:
Zitat von Baum4 Beitrag anzeigen
ich bin so hibbelig wegen der MPU! Hoffentlich sage ich dort nix, was ich eigentlich so nicht meinte! Hoffentlich gibts da kein Missverständnis.
Sei einfach Du selbst. Du kannst eigentlich nichts falsches sagen, wenn Du ehrlich bist. Denn das was Du hier schilderst, passt schon.

Geändert von Kai R. (14.12.2018 um 13:16 Uhr)
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  #18  
Alt 19.12.2018, 12:49
Baum4 Baum4 ist offline
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Hey Kai!!!
MPU gemeistert!!!
Habe gestern die MPU gemacht und der Gutachter war positiv überrascht, sagte: ich bin wirklich überrascht, wie Sie das völlig schlüssig darstellen konnten. Ich habe hier schon Leute erlebt, die hatten diverse Sitzungen hatten und haben "reflektiert", aber ist nichts vernünftiges bei rausgekommen. und Sie haben ohne jegliche Hilfe das gemeistert, tolle Leistung!

Ich bedanke mich ganz ganz doll für eure großartige Leistung hier im Forum- besonders Dir Kai danke ich ganz ganz besonders!!! Ohne dich hätte ich es nie geschafft. Vielen tausend Dank!!!
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  #19  
Alt 19.12.2018, 15:13
Kai R. Kai R. ist offline
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na also, geht doch. Herzlichen Glückwunsch. Das hast Du - in knapper Zeit - elegant hinbekommen. Hätte ich nach Deinem Erstlingswerk auch nicht unbedingt gedacht, aber der zweite Bogen war ja dann schlüssig. Danke für das Danke, aber die eigentliche Leistung kommt von Dir. Ich freue mich für Dich.
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