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  #391  
Alt 07.10.2017, 14:54
MajorDisaster MajorDisaster ist offline
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"Leider kann ich das nicht zu 100% ausschließen, dafür ist es in der Vergangenheit einfach zu oft vorgekommen. Wenn sollte ich die Selbsthilfegruppe aufgeben, erneut in einem Umfeld leben in dem niemand von meiner Problematik weiß und der konsequente Verzicht auf Alkohol eher merkwürdig wirkt und sollte ich noch einmal in eine solche Bedeutungslosigkeit fallen indem ich keine Aufgaben und Pflichte habe – wieder nur alleine zuhause rumsitze, könnte ich mir vorstellen, dass selbst meine stärksten Vorsätze zusammenbrechen. Dies halte ich jedoch für äußerst unwahrscheinlich, da ich wirklich die „Schnauze voll“ habe vom Alkohol und mir endlich ein geregeltes Leben aufbauen will! Ich habe einfach schon zu viel verloren durch den Alkohol und will nicht noch mehr verlieren!"


Hallo AndreW1988,

ich fand es sehr interessant - und auch vertraut - deine Geschichte zu lesen. Wir hatten "Reibungspunkte", von denen ich auch nicht abweichen werde, da wir uns vielleicht sehr ähnlich sind. Aber ich wünsche Dir dennoch viel Erfolg für deinen weiteren weg.

Sehe es weiterhin, ohne dich zu kennen, nur anhand deiner hier getätigten Aussagen, kritisch.

Ich glaube auch, dass Dir der Satz "Leider kann ich das nicht zu 100% ausschließen, dafür ist es in der Vergangenheit einfach zu oft vorgekommen." in dieser Form Probleme bereiten wird.

Aber jeder Mensch hat eine 2. Chance verdient, und manche anscheinend auch eine dritte oder vierte. Dies zu bewerten steht - vielleicht zum Glück - anderen zu.

Bleib sauber,

Matze
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  #392  
Alt 12.10.2017, 07:05
AndreW1988 AndreW1988 ist offline
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Update:

Nachdem ich einige Tage mit dem LRA verhandelt habe, hat dieses mir noch eine Fristverlängerung bis zum 23.10 gewährt.
Allerdings muss ich bis dahin eine MPU gemacht haben.

Ich habe jetzt also am 19.10 einen Termin zur MPU und hoffe das ich Glück habe.... Glück brauche ich wirklich, denn mit 6 Monaten AB sehe ich meine Chancen bei 20/80. Umso mehr kommt es auf mich an...

Naja nur so zur Info.
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  #393  
Alt 13.10.2017, 07:01
AndreW1988 AndreW1988 ist offline
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Ich habe gestern und heute gelesen und gelesen und gelesen... alles was ich finde ist, dass 12 Monate Abstinenz voraussetzung sind Das macht mir jetzt natürlich ein bisschen Panik.

Hat jemand vielleicht einen ähnlichen Fall zur Hand? Vielleicht sogar hier aus dem Forum? Ich hoffe dass dem GA wegen dem Lapsus die 6 Monate ausreichen...

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  #394  
Alt 13.10.2017, 14:26
Westfalenradler Westfalenradler ist offline
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Zitat:
Zitat von AndreW1988 Beitrag anzeigen
Ich habe gestern und heute gelesen und gelesen und gelesen... alles was ich finde ist, dass 12 Monate Abstinenz voraussetzung sind Das macht mir jetzt natürlich ein bisschen Panik.
Das ist, was Dir hier alle seit mehreren Monaten erzählen. Unter zwölf Monaten läuft da nach den Regeln nix. Deine einzige Hoffnung ist ein Gutachter, dem die Regeln egal sind, vielleicht, weil er gerade im Lotto gewonnen hat und drei Tage später in Rente geht. Es passieren manchmal die dollsten Sachen, also möglich ist alles. Nur eben nicht wahrscheinlich.
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  #395  
Alt 13.10.2017, 19:33
AndreW1988 AndreW1988 ist offline
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Sicher nicht das was ich erhofft hatte zu lesen... aber sicher ist auch das die Wahrheit manchmal unbequem ist.
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  #396  
Alt 14.10.2017, 08:52
AndreW1988 AndreW1988 ist offline
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Sorry leute, noch einmal muss ich "nerven".

Hat der GA überhaupt die Möglichkeit über die 12 Monate AB hinwegzusetzen wenn alles andere in soweit schlüssig und gut ist?

Oder ist es vielmehr so, dass er sich garnicht darüber hinwegsetzen darf und die 6 Monate ihm/ihr in keinem Fall ausreichen können?

Welchen Spielraum hat ein GA in so einem Fall?

Es wäre halt wirklich blöd wenn dem/der GA alles andere zusagt und passt, ich dann aber zu hören bekomme "gerne würde ich Ihnen eine positive Prognose austellen, darf es aber nicht da Sie noch 6 Monate AB beibringen müssen".
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  #397  
Alt 14.10.2017, 09:02
kapomick kapomick ist offline
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Also wenn der GA nur einigermaßen sich an die BAST hält, wirst du mit einem negativen Ergebnis nach Hause gehen. Du hast dich bei der letzten MPU als abhängig geoutet, du hast AB versprochen, du bist quasi "Bewährungsversager". Und da sieht die BAST zwingend 12 Monate AB vor.

Wie unterschiedlich aber GA´s agieren, zeigt der gerade aktuelle Fall von @koprinka, die trotz guter Aufarbeitung ein negativ bekam, weil die Veränderungszeit einfach zu kurz war und dem gegenüber @deda, der trotz gehobenem Alters mit 4,5 Monaten Veränderungszeit durchkam, was wir niemals erwartet hätten. Klar sind die Fälle anders gelagert als deiner, deiner ist wohl nicht nur in meinen Augen noch eindeutiger, dass da unter 12 Monaten so gut wie nichts zu machen ist, aber es zeigt einfach: manchmal agieren GA´s anders, als man denkt.
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  #398  
Alt 14.10.2017, 09:25
einervonvielen einervonvielen ist offline
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Zitat:
Oder ist es vielmehr so, dass er sich garnicht darüber hinwegsetzen darf und die 6 Monate ihm/ihr in keinem Fall ausreichen können?
Ein GA hat schon viel Spielraum. Ob das soweit geht weiß ich nicht, würde aber eher sagen nein.
Die Frage ist halt: Warum sollte er das ausgerechnet bei dir tun?

Ich denke, du wirst dich auch mit 12 Monaten AN sehr schwer tun, weil:
Zitat:
24. Warum haben Sie das Trinken reduziert bzw. aufgegeben und warum nicht schon eher?

Aufgegeben habe ich das Trinken, weil ich einfach nicht damit umgehen kann und auch sicherlich nie damit umgehen können werde. Die Hemmschwelle ist einfach nicht mehr vorhanden – ich erkenne nicht wann es genug ist und vor allem kann/will ich dann nicht aufhören.
Leider habe ich dieses sehr spät erkannt und es hab immer wieder Versuche meinerseits es doch noch in den Griff zu bekommen.

25. Wie haben Sie die Änderung Ihres Trinkverhaltens erreicht und dabei die Umstellungsphase erlebt?

Ich habe ab dem 19.01. keinen Tropfen mehr getrunken und habe mir nach dem Umzug im April auch professionelle Hilfe gesucht in Form eines Psychologen um die Gründe noch einmal aufzudecken was überhaupt dazu führte, dass ich immer getrunken habe und ich bin in eine Selbsthilfegruppe gegangen um einen vertrauten Rahmen zu haben um über aktuelle Probleme im Hinblick auf die Rückfallgefahr reden zu können mit Leuten das vollste Verständnis dafür haben, da es ihnen ähnlich geht.

26. Wie wirkt sich Ihr geändertes Verhalten auf Sie, Ihr Leben und Ihr Umfeld aus?

Durch meine Verhaltensänderung habe ich meine Leben wieder in den Griff bekommen, meine Freundin hat mir noch einmal die Chance gegeben und ist bei mir geblieben. Ich arbeite inzwischen nicht mehr im Lager als Kommissionierer, sondern im Büro als kaufmännischer Mitarbeiter mit Verantwortung für die Abrechnung der Abteilung und bin damit auch glücklich. Meine Eltern begrüßen es natürlich erneut, dass ich wieder trocken lebe und keine Ausfälle zu erwarten sind. Aber auch die Eltern meiner Freundin finden es super, dass ich nichts mehr trinke und unterstützen mich voll und ganz, indem sie mir bspw. Nie Alkohol anbieten bzw. auf Alkohol in meiner Gegenwart verzichten (auch wenn sie dies nicht unbedingt müssten, da mich das nicht stört). Zusammengefasst: Durchweg positive Erfahrungen.

27. Wie stellen Sie sicher, dass Ihr neues Verhalten dauerhaft stabil bleibt?

Mein engster Umkreis weiß inzwischen von meiner Problematik, meiner Freundin war das damals nicht so bewusst und ihre Eltern wussten gar nicht davon. Von dieser Seite aus finde ich also Unterstützung als auch eine gewisse Form der Kontrolle. Des Weiteren besuche ich die SHG in der ich mich gut aufgefangen fühle, da alle anderen ungefähr in meinem Alter sind und es doch gewisse Parallelen bei den Problematiken gibt. Durch die Aufarbeitung beim Psychologen weiß ich, dass ich nicht nur ein Problem damit habe Dinge Kontrollieren zu wollen wie es damals auch schon diagnostiziert wurde aber an dem ich schon recht Erfolgreich gearbeitet habe, sondern ich weiß inzwischen auch, dass ich ein Problem mit meinem Selbstwert habe. Ich werde auch hieran arbeiten und bin zuversichtlich auch dieses Problem zumindest lindern zu können.

28. Können Sie sich vorstellen, jemals wieder in Ihre alten Gewohnheiten zurückzufallen?
(Ja/Nein + Begründung,)

Leider kann ich das nicht zu 100% ausschließen, dafür ist es in der Vergangenheit einfach zu oft vorgekommen. Wenn sollte ich die Selbsthilfegruppe aufgeben, erneut in einem Umfeld leben in dem niemand von meiner Problematik weiß und der konsequente Verzicht auf Alkohol eher merkwürdig wirkt und sollte ich noch einmal in eine solche Bedeutungslosigkeit fallen indem ich keine Aufgaben und Pflichte habe – wieder nur alleine zuhause rumsitze, könnte ich mir vorstellen, dass selbst meine stärksten Vorsätze zusammenbrechen. Dies halte ich jedoch für äußerst unwahrscheinlich, da ich wirklich die „Schnauze voll“ habe vom Alkohol und mir endlich ein geregeltes Leben aufbauen will! Ich habe einfach schon zu viel verloren durch den Alkohol und will nicht noch mehr verlieren!
Dein 1. thread aus 2012 ist ja irgendwie im Sande verlaufen. Wir wissen also nicht, was du dem GA bei der 2. MPU genau erzählt hast. Aber ich denke mal es wird so ziemlich das Gleiche sein wie jetzt. Auch damals kam eine Therapie nicht für dich in Frage. Auch damals war es nur sowas wie ein Ausrutscher nach längerer Abstinenz. Auch damals bist zum VP gegangen. Was genau ist jetzt die große neue Erkenntnis und die neue Vermeidungsstrategie?

Und dazu noch:
Zitat:
Das ist halt das Spiel mit dem Feuer - zu sagen "Ich werde mit Sicherheit niemals mehr was trinken" würde sehr überheblich daher kommen und zeugt m.M.n nicht davon sich mit der Thematik ausreichend auseinander gesetzt zu haben.

Wohin gegen meine geschriebene Antwort schon realitisch wirkt - ich habe es ja trotz guter Vorsätze nicht geschafft und habe halt wieder getrunken. Ich will nicht das so etwas noch einmal passiert, aber meine persönliche Erfahrung mit mir selbst zeigt mir halt, dass es anders war... ich kann ja nur alles erdenkliche tun um das künftig zu verhindern. Eine 100% Garantie kann ich deshalb aber nicht geben.
Das hat nichts mit Überheblichkeit zu tun, sondern ist ganz klar die Grundvoraussetzung um überhaupt mit einem Suchtproblem fertig zu werden. Der absolute Wille und die feste Überzeugung nie wieder zu seinem Suchtmittel zu greifen. Natürlich musst du dir darüber im Klaren sein, das die Gefahr immer besteht. Aber so wie du es sagst, benutzt du deine Krankheit jetzt schon als Ausrede für den nächsten Rückfall. So wird es zumindest der GA sehen.

Und weil ich grad dabei bin hierzu auch noch:
Zitat:
Sie log was die Suizidäußerung angeht ihrer Aussage nach deshalb, weil sie sich nicht mehr zu helfen wusste (ich habe die ganze Woche getrunken) und wollte das ich in eine Ausnüchterungszelle komme, damit ich endlich aufhöre zu trinken
Hoffentlich bist du deine Akte mit der ganz großen Lupe durchgegangen. Denn wenn sich irgendwo der Hinweis findet, das sie nicht gelogen hat, ist deine MPU wahrscheinlich hier schon vorbei. Am Anfang deines threads hörte sich das nämlich noch so an:
Zitat:
hatte unbedachter Weise geäußert ich könne mir was antun, woraufhin meine Freundin welche Arbeiten war die Polizei verständigte.
Zitat:
Die Suizidaussage war absolut nicht ernst gemeint, betrunken in einem Streitgespräch lapidar geäußert...
Also gab es die Äussserung wohl und es war somit keine Lüge deiner Frau.
__________________
**********************************************
Gruß Oli
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  #399  
Alt 14.10.2017, 10:07
AndreW1988 AndreW1988 ist offline
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Was hat sich genau verändert?

Der eigentliche Rückfall hat in diesem Fall bereits ende 2015 bzw. Anfang 2016 begonnen - dies ist mir Rückblickend inzwischen klar, denn: Als ich mein Studium 2015 beendete und keinerlei finanzielle Unterstützung seitens meines Vaters mehr erhielt, rutschte ich in Hartz4. Ich habe die Gespräche bei meiner VP daraufhin aufgrund fehlender finanzieller Resourcen abgebrochen und mir keinen neuen Psychologen gesucht der eine Kassenzulassung hat - Das war der erste Schritt in Richtung Rückfall.

Anfang 2016 hatte ich zudem die SHG aufgelöst zu der ich regelmäßig gegangen bin, aus bequemlichkeit oder leichtsinn habe ich mir keine neue gesucht.

Das zu diesem Zeitpunkt durch die SHG und VP regelmäßig präsente Thema "Alkohol und ich" geriet damit in gedanklich in den Hintergrund. Es fand keine weitere Aufarbeitung mehr statt.

Als dann im April 2016 fest stand, dass mein Vater seine Anteile am Familienunternehmen veräußern wird und ich dadurch nicht mehr die Chance habe in dieses einzusteigen (Darauf habe ich seit 2005 hingearbeitet), war dies eine herbe Enttäuschung - das war die schlimmste Kränkung meines lebens.

Dennoch bin ich zu diesem Zeitpunkt standhaft geblieben und habe mich nicht wieder dem Alkohol hingegeben.

Nach einem Gespräch mit meinem Vater im August 2016, in dem ich versucht ihn davon abzubringen seine Anteile zu veräußern - woran ich aber scheiterte, beschloss ich das Angebot anzunehmen, einen Job in Bayern anzunehmen. Ich arbeitete also ab dem 01.09.2016 im Lager als Kommissionierer in Nachtschicht - obwohl ich erfolgreiches Studium abgelegt hatte.

Die Kränkung war perfekt - täglich bei der Arbeit fragte ich mich "Was tust du eigentlich hier". Ich hätte die Chance gehabt ins Familienunternehmen einzusteigen, wenn ich nicht eine solche Trinkvergangenheit gehabt hätte. Jeden Tag aufs neue fühlte ich mich gedemütigt und gekränkt. Ich war traurig und wütend zugleich über die Situation.

Bei dem Gedanken, dass mein Cousin und meine Cousine nun als Nachfolger des Familienunternehmens eingesetzt wurden, wurde mir regelmäßig wirklich schlecht.

Diese demütigung war für mich fast unmöglich zu ertragen - spätetens da hätten alle Alarmglocken angehen müssen! Ich hätte darüber sprechen müssen und nicht in das alte Verhaltensmuster zurückfallen (Probleme runterschlucken). Ich habe aber mit niemanden gesprochen, meine Freunde waren 600km weit weg, meiner Freundin wollte ich davon nicht erzählen, da ich befürchtete es könnte mich schwach aussehen lassen.

Am Freitag bevor ich die Woche Urlaub hatte in der ich getrunken habe, erfuhr ich vom Lagerleiter, dass die Nachtschicht abgeschafft werden soll. Das bedeutet für mich, dass ich mit finanziellen Einbußen jenseits der 800 Euro / Monat zu rechnen hatte.

Auslöser, dass ich am Montag Alkohol gekauft und getrunken habe, waren eben diese Umstände, sowie der Umstand, dass mir eine Woche Urlaub drohte, in der ich nichts mit mir anzufangen wüsste. In der Vergangenheit hat mich diese untätigkeit (hartz4 Zeit) zu tiefst frustriert, ich hatte Angst dass ich wieder der Langeweile erliege und die damit einhergehende Frustration aushalten müsste.

Alles das führte dazu, dass ich meine Vorsätze brach, wieder in alte Verhaltensmuster gefallen bin und mir meine Trinkvergangenheit schön geredet habe und dann im Endeffekt gesoffen habe.

Geändert hat sich inzwischen, dass ich nunmehr nicht mehr im Lager arbeite sondern einen meiner Ausbilung entsprechenden Job nachgehen kann. Mir ist inzwischen bewusst geworden, dass auch ich gekränkt werden kann und dass ich ein Problem mit meiner Selbstwertreduktion habe. Ich habe stets Statussymbole genutzt um über mein kaputtes Selbstwertgefühl hinweg zu täuschen. Dies tue ich inzwischen nicht mehr. Ich arbeite mit meinem Psychologen aktuell daran, dieses Problem in den Griff zu bekommen und mache dort auch gute Fortschritte.

Inzwischen kann ich Probleme wieder kommunizieren und das tut mir sehr gut. Ich schlucke diese nicht mehr einfach nur runter.

Meine Vermeidungstrategie baut eben auf dieser neuen Erkenntnis auf, die mir vorher nicht so klar war und eben darauf, dass ich Themen kommunizieren - auch mit meiner Freundin.

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Was die suizidale Äußerung angeht, hat sich eben mittlerweile herausgestellt, dass ich eine solche nicht in der Form getätigt habe. Ich selber konnte mich nicht daran errinern, aber da ich sowieso einen Filmriss hatte, habe ich die Aussage meiner Freundin nicht angezweifelt. Inzwischen hat sie mir gebeichtet, dass ich so etwas garnicht gesagt habe.
-> Aber die Fragestellung der Behörde behandelt diese Thematik auch nicht.
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Und mir ist klar, dass ich keine Alkohol mehr trinken kann. Ich habe sehr viel durch meine Sauferei verloren, nicht nur die Aussicht auf ein finanziell gesichertes Leben durch den Einstieg ins Familienunternehmen, auch die Achtung vieler Personen habe ich verloren. Ich möchte nicht mehr verlieren als ich es schon getan habe und mir ist bewusst, dass ich alles verlieren würde wenn ich wieder trinke! Eine bessere Motivation kann es für mich nicht geben.
Allerdings zeigt mir der letzte Ausrutscher, dass ich trotz bester Absichten nicht 100% sicher bin. Der letzte Rückfall hat sich in solchen kleinigkeiten angebahnt, dass ich ihn zu der Zeit nicht erkannt habe. Ich werde künftig aber auf eben solche Kleinigkeiten achten und wenn mir so etwas auffällt sofort dagegen steuern.

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Auch 2012 war die Absicht da, lebenslang Abstinent zu leben - ich bin daran gescheitert weil eine dauerthafte Abstinenz in meinen Augen auch ein dauerhafter Lernprozess ist. Je mehr Faktoren ich aufdecke, die eben zu einem Rückfall führen könnten, desto sicherer ist meine Abstinenz - ein erheblicher Faktor wurde jetzt wieder aufgedeckt und meine Abstinenz ist weiter gesichert als sie es vorher war.
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  #400  
Alt 17.10.2017, 18:49
AndreW1988 AndreW1988 ist offline
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Interessieren den GA eigentlich auch meine Bescheinigungen und Nachweise von damals?
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