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  #11  
Alt 16.02.2017, 18:05
Luwan Luwan ist offline
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Naja da kommt dir sicher zu Gute dass du alkoholisiert warst, weil wie du schon sagst die enthemmende Wirkung von Alkohol zu solchen Äußerungen verleiten lässt.

Das andere Problem ist, dass Alkoholiker eine eklatant höhere Suizidrate haben als die Normalbevölkerung.

Daher wird der Gutachter hier differenzieren müssen was nun Sache ist. Ein ausgebrannter Alkoholiker kurz am Ende (2 TFs und Alkoholismus aktenkundig) oder jemand der sich im Akutrückfall missverständlich geäußert hat.

Wurdest du eingewiesen?
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  #12  
Alt 16.02.2017, 18:08
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Alana Alana ist offline
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Es ist ganz einfach: Nach Fahrerlaubnisverordnung Anlage 4 schließt eine Alkoholabhängigkeit die Fahreignung prinzipiell aus! Die kann nur wiederhergestellt werden, wenn eine lebenslange Abstinenz durch eine MPU (mit einjährigen Abstinenznachweisen) überprüft wird. So wie es auch bereits bei den beiden vorangegangenen MPUen geschehen ist.

Du bist aktenkundig alkoholabhängig und somit abstinenzpflichtig. Nun hast Du durch diesen Vorfall bewiesen, daß Du wieder trinkst, also ist die Fahreignung erneut erloschen.

Ganz klar: ohne mindestens einjährige Nachweise keine Chance !!! Und im Prinzip wird der GA ohne erneute Therapie auch sehr skeptisch gucken. Du bist abhängig, da gibt es keine Ausrutscher, nur Rückfälle.

Ein RA kann Dir nicht helfen. Alle Urteile, die Du im Internet findest, solltest Du mal genau lesen: Gerichte haben nur MPU-Aufforderungen gekippt, bei denen die Fristen nicht ausreichten, um überhaupt einen MPU-Termin zu bekommen. Wer so viel Zeit haben wollte, um die Nachweise erbringen zu können (in der Regel also ein Jahr), ist überall abgewiesen worden.

Eine Sperrfrist wirst Du nicht bekommen, da nicht ein Gericht, sondern die FSST die FE entziehen wird. Du kannst also sofort zur MPU gehen - allerdings ohne Nachweise ohne den Hauch einer Chance zu einem Positiv.

Zitat:
Zitat von AndreW1988 Beitrag anzeigen
Die Suizidaussage war absolut nicht ernst gemeint, betrunken in einem Streitgespräch lapidar geäußert...
Gaaanz schlechtes Argument! Du belegst hier ja selber, daß Du betrunken nicht zurechnungsfähig bist. Genau deshalb fehlt Dir ja nach Ansicht der FSST die Fahreignung.
__________________
Liebe Grüße
Alana
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  #13  
Alt 16.02.2017, 18:12
Luwan Luwan ist offline
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Zitat:
Man sollte diesem Staat echt den Rücken kehren - reine Willkür war hier abläuft. Klar wenn ich gefahren wäre würde ich es ja einsehen, aber unter diesen Umständen ist es für mich absolut unverständlich und ich werde mich mit allen Mittel dagegen wehren (wenn ich dann welche habe).
Hast du nicht. Auf der einen Seite ist es für dich verständlicherweise eine unglaubliche Schweinerei wenn dein Job und jetzt tatsächlich deine Zukunft auf dem Spiel steht. Auf der anderen Seite muss man hier den Gutachter auch verstehen, es gibt genug Leute die sich mit dem Auto suizidieren, woher soll er also wissen dass du das nicht auch vor hast,
eventuell andere und nicht nur du damit reingezogen werden, du zudem an Alkoholismus leidest und Kurzschlussreaktionen (wie es die Suizidandrohung ja auch war) nicht ausgeschlossen sind.
Ich glaube jeder würde hier auf Nummer sicher gehen, solche Fälle sind nicht ganz selten, in 95 % ist es auch so - es passiert nix, dann verbleiben aber 5% wo es anders kommt. Und an denen macht sich kein Gutachter die Hände schmutzig.

Zitat:
Welche Fragestellung da auf mich zukommt ist auch interessant.
Sofern aktenkundig ist sicherlich hier auch was im Rennen wie: "Ist Herr XY aufgrund seiner psychischen Konstitution geeignet ein KFZ zu führen und kann dieser zudem glaubwürdig von suizidalen Absichten Abstand nehmen.
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  #14  
Alt 16.02.2017, 18:13
AndreW1988 AndreW1988 ist offline
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Zitat:
Zitat von Luwan Beitrag anzeigen
Wurdest du eingewiesen?
Von der Polizei, ja.
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1 TF am 08.07.2010 - 2,21 %
MPU 24.08.2011 TÜV Hessen Bielefeld - Positiv

2 TF am 08.09.2012 - 2,20 %
MPU 26.05.2014 TÜV Hessen Bielefeld - Positiv
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  #15  
Alt 16.02.2017, 18:14
AndreW1988 AndreW1988 ist offline
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Zitat:
Zitat von Luwan Beitrag anzeigen
es gibt genug Leute die sich mit dem Auto suizidieren
Und dafür benötige ich einen Führerschein wenn ich das vorhätte?
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  #16  
Alt 16.02.2017, 18:17
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Alana Alana ist offline
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Zitat:
Zitat von Luwan Beitrag anzeigen
Sofern aktenkundig ist sicherlich hier auch was im Rennen wie: "Ist Herr XY aufgrund seiner psychischen Konstitution geeignet ein KFZ zu führen und kann dieser zudem glaubwürdig von suizidalen Absichten Abstand nehmen.
Das glaube ich eher nicht. Es wird eine Alkoholfragestellung werden mit einem fachärztlichen (psychiatrischen) Zusatzgutachten. Hatten wir schon mehrfach.
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Liebe Grüße
Alana
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  #17  
Alt 16.02.2017, 18:18
minilee minilee ist offline
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Zitat:
So wie ich das rechachiert habe kann ich aber gegen die Fristsetzung der FSST zur Beibringung der MPU rechtsmittel einlegen bzw. einen RA hinzuziehen - das werde ich dann auch tun müssen.
nein, das kannst du nicht, die Anordnung einer MPU ist nicht anfechtbar, erst der Entzug der FE wäre es...

Zitat:
Ich habe ja lange Zeit AB gelebt - es ist ja auch nichts vorgefallen bis jetzt. Es erschließt sich mir einfach nicht wieso ich eine gefährdung im Straßenverkehr darstellen soll obwohl kein Verkehrsmittel angerührt habe.
AB ist in diesem Zusammenhang immer Lebenslang, für die Fsst bist du Abhängig, Inhaber einer FE und wer soll aus deren Sicht da ausschließen, daß du dich nicht wieder besoffen hinters Steuer setzt?

Zitat:
Könnte ich mir einen EU Führerschein beschaffen oder?
kannst du machen, aber wenn dir die FE in D entzogen worden ist, darfst du damit hier eben auch nicht fahren...

Zitat:
Mit einer Sperrfrist ist aber nicht zu rechnen oder??
Nein, aber eine FE gibt`s eben dann erst, wenn du eine positive MPU vorweisen kannst...
__________________
Das Leben wird vorwärts gelebt, aber nur rückwärts verstanden...
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  #18  
Alt 16.02.2017, 18:18
Luwan Luwan ist offline
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Zitat:
Von der Polizei, ja.
Und dann? Für wie lange? Was hast du dem Psychiater gesagt?

Du wirst davon ausgehen müssen dass der Gutachter eine Schweigepflichtsentbindung von dir einfordert, ist gleichbedeutend mit er wird Zugang zu den relevanten Krankenhausakten erhalten. Steht da jetzt drinnen dass das alles nur affektiv war ist das sicherlich positiv für dich.

Negativ ist, dass (sofern auch Blut abgenommen wurde) auch Einsicht in das Labor besteht, somit auch auf die BAK. Diese ist zwar nicht zwangsläufig gerichtlich verwertbar (sofern nicht gesondert abgenommen wurde - unter Verzicht auf alkoholische Desinfektionsmittel), erhärtet jedoch zusammen mit dem AAK den Umstand einer eklatanten Alkoholisierung.
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  #19  
Alt 16.02.2017, 18:23
AndreW1988 AndreW1988 ist offline
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Zitat:
Zitat von Luwan Beitrag anzeigen
Und dann? Für wie lange? Was hast du dem Psychiater gesagt?

Du wirst davon ausgehen müssen dass der Gutachter eine Schweigepflichtsentbindung von dir einfordert, ist gleichbedeutend mit er wird Zugang zu den relevanten Krankenhausakten erhalten. Steht da jetzt drinnen dass das alles nur affektiv war ist das sicherlich positiv für dich.

Negativ ist, dass (sofern auch Blut abgenommen wurde) auch Einsicht in das Labor besteht, somit auch auf die BAK. Diese ist zwar nicht zwangsläufig gerichtlich verwertbar (sofern nicht gesondert abgenommen wurde - unter Verzicht auf alkoholische Desinfektionsmittel), erhärtet jedoch zusammen mit dem AAK den Umstand einer eklatanten Alkoholisierung.
Ich konnte den Psychiater davon überzeugen dass ich keine wirklichen Absichten hatte mir was anzutun (deshalb konnte ich am nächsten Tag gehen als ich 0,00 Promille hatte). Es wurde kein Blut abgenommen.
__________________
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2 TF am 08.09.2012 - 2,20 %
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  #20  
Alt 16.02.2017, 18:25
AndreW1988 AndreW1988 ist offline
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Zitat:
Zitat von minilee Beitrag anzeigen
nein, das kannst du nicht, die Anordnung einer MPU ist nicht anfechtbar, erst der Entzug der FE wäre es...



AB ist in diesem Zusammenhang immer Lebenslang, für die Fsst bist du Abhängig, Inhaber einer FE und wer soll aus deren Sicht da ausschließen, daß du dich nicht wieder besoffen hinters Steuer setzt?



kannst du machen, aber wenn dir die FE in D entzogen worden ist, darfst du damit hier eben auch nicht fahren...



Nein, aber eine FE gibt`s eben dann erst, wenn du eine positive MPU vorweisen kannst...
> Also wenn die FE eingezogen wird kann ich rechtlich dagegen vorgehen?

> Mir hat seiner Zeit niemand gesagt das ich nie wieder was trinken darf weil ich Abhängigkeit angegeben habe - das war mir nicht bekannt.
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