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  #1  
Alt 20.12.2005, 12:30
Benutzerbild von strandy
strandy strandy ist offline
MPU Profi
 
Registriert seit: 06.06.2005
Beiträge: 3.489
Idee Tipps für euren MPU-Tag

Kurz vor der MPU:

Unbedingt im ausgeruhten Zustand zur MPU erscheinen (z. B. nicht im Anschluss an eine Nachtschicht) - wer müde ist, kann sich schlechter konzentrieren
Auf keinen Fall vorher Alkohol trinken und keine Aufputsch- oder Beruhigungsmittel einnehmen - diese setzen die Fähigkeit zum klaren Denken und schnellen folgerichtigen Reaktionen herab.
Am besten überhaupt keine Medikamente einnehmen; sollte dies krankheitsbedingt dennoch erforderlich sein, empfiehlt es sich, den untersuchenden MPU-Arzt darüber zu informieren.
Vorher nicht zu üppig essen - das Blut wird im Kopf und nicht im Magen gebraucht.
„Bürgerlich“ anziehen - auch Psychologen haben Vorurteile.

Verhalten während der MPU:

rechtzeitig zum mitgeteilten Termin erscheinen;
ruhig bleiben, auch wenn man vor Prüfungsbeginn längere Zeit warten muss. Ablenkung suchen, z. B. durch Lesen von Texten erfreulichen und positiven Inhalts;
zu Prüfungsbeginn empfiehlt sich die Mitteilung, dass keine Einwände gegen eine Tonbandaufnahme bestehen. Sie kann bei späteren Unklarheiten über den Prüfungsverlauf ein wichtiges Beweismittel sein;
bei Lampenfieber bzw. Prüfungsangst daran denken, dass die Mehrzahl der untersuchten Kraftfahrer die MPU besteht und daher für fahrtauglich befunden wird;
keinesfalls Zweifel am Sinn der Untersuchung äußern;
Probleme nicht auf andere abwälzen, sondern eigene Fehler zugeben;
keine Schuldvorwürfe gegen Polizei und Justiz aussprechen oder sich als „Pechvogel“ hinstellen, da man sonst möglicherweise als „uneinsichtig“ und „unkritisch“ angesehen wird;
die Wahrheit sagen und dadurch Widersprüche vermeiden;
Auf Suggestivfragen vorbereitet sein (z. B. „Sie haben also soundsoviel getrunken?“). Hat der Proband erklärt, dass er ab einem bestimmten Zeitpunkt keinen Alkohol mehr trinkt, so darf er keinesfalls die Frage: „Sie haben also früher mehr Alkohol getrunken als heute?“ bejahen. In der Frage werden 2 Trinkmengen verglichen: die vor der behaupteten Abstinenz und diejenige danach. Bejaht der Untersuchte die Frage, so gesteht er damit ein, dass er - entgegen seiner Behauptung - auch heute noch Alkohol trinkt;
ausländische Probanden, die die deutsche Sprache nicht ausreichend in Wort und Schrift beherrschen, können die Hilfe eines vereidigten Dolmetschers in Anspruch nehmen.

Quelle: adac

Kleiner Rat zum Schluss:
- eigene Aufzeichnungen mitnehmen (könnt ihr evtl. beim Gespräch verwenden)
- Traubenzucker für´s Gehirn

Viel Erfolg
strandy
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  #2  
Alt 30.03.2006, 00:01
Benutzerbild von samuel
samuel samuel ist offline
Moderator
 
Registriert seit: 20.11.2004
Beiträge: 16.705
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Ein sehr schöner Beitrag von B-Magig verfaßt

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Weiss nun nicht, obs schon angesprochen wurde und gefunden durch die "hier wirklich furchtbare" Suchfunktion ergab eigentlich auch nichts. Farben spielen bei Psychologen eine nicht unerhebliche Rolle.

Kann aus Erfahrung sagen, das viele Psychologen schon anhand der Farbe der Kleidung ihre Rückschlüsse auf die derzeitige Lebenseinstellung ziehen. Damals in meiner 6 monatigen Therapie wurde mir die Leitung der Kreativwerkstatt übertragen und hier kam jeder hin, der neu war. Es ist echt erstaunlich wie sich die Wunschfarben und Formen der Patienten in den ersten Wochen verändert haben.

Das ganze dient bei einer MPU aber nur als kleiner Zusatz um seine Einstellung zu betonen! Mir is bei meiner MPU aufgefallen, das dort wirklich Leute waren, wo man ohne sie zu kennen und nur anhand der Kleidung davon ausgehen könnte, das sie ganz schön mies drauf sind.

Auf Wunsch könnte ich versuchen das hier näher auszuführen, wenn nicht, verweise ich jetzt der Einfachheit halber auf eine Seite, die bestimmte Farben und die Symbolik schon ganz gut beschreibt.

http://www.beta45.de/farbcodes/theorie/heller.html

Danke, Alex

Edit: Wir haben damals z.B. den Lüscher-Test angewand zur Persönlichkeitsanalyse.

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Lüscher-Test

Persönlichkeitsbeurteilung durch Farb- und Formenwahl nach dem Schweizer Prof. Dr. Max Lüscher. Die Farbe „rot“ bewirkt bei jedem in bestimmten Augenblicken eine andere Empfindung als „blau“. Jede Farbe hat ihre eigene Schwingungsfrequenz, sichtbar und objektiv messbar. Das wird in vielen wissenschaftlichen Untersuchungen nachgewiesen. Zahlreiche Untersuchungen an amerikanischen und europäischen Universitäten haben festgestellt, dass mit der Lüscher-Color-Diagnostik eine exakte psychologische und zugleich psychovegetative Messung und Persönlichkeitsbeurteilung möglich ist. Damit ist Farbdiagnostik ein objektives Messinstrument, um den subjektiven, seelischen Zustand eines Menschen darzustellen. Die Empfindung von Farben vermittelt eine genaue Beschreibung von Empfindungen und Gefühlen. Der Lüscher Farb- und Formtest misst emotionale Empfindungen unmittelbar mit Farben und Formen. Damit überspringt er nicht nur die verbale, sondern auch die intellektuell rationalisierende Ebene. Unbewusste Bereiche, die mit der Methode der verbalen Befragung nicht zugänglich sind, werden erfasst. Missverständnisse fallen weg, subjektive Interpretationen und angelernte Deutungsmuster werden ausgeschaltet. Im Gegensatz zu allen bewusst gesteuerten Überlegungen, bleiben die Gründe, warum eine Farbe sympathisch oder eine andere unsympathisch empfunden wird, unbewusst. Die Testfarben geben Aufschluss über die dem Menschen selbst meistens unbewussten Strukturen seiner seelischen Befindlichkeit. Sie stellen fest, wie der Mensch wirklich ist und nicht, wie bei einer bewussten Befragung oder einem standardisierten Fragebogen, wie er sich selbst sieht oder wie er vom Befrager und anderen gesehen werden möchte. Der farbpsychologische Persönlichkeitstest des Schweizer Psychologen Prof. Dr. Max Lüscher wurde seit 1947 in 25 Sprachen übersetzt und wird nach wie vor weltweit zur Persönlichkeitsanalyse eingesetzt. Der Test misst sehr eindeutig und relativ einfach neben dem seelisch-körperlichen Zustand des Menschen seine Belastbarkeit und seine Leistungs- und Kommunikationsfähigkeit. Ursachen seelischer Belastungen, die zu körperlichen Beschwerden führen können, werden aufgedeckt.
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  #3  
Alt 08.12.2010, 02:01
Nancy Nancy ist offline
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Registriert seit: 14.10.2008
Beiträge: 4.651
Standard Tipps für euren MPU-Tag

Tipps für euren MPU-Tag

Hallo liebe "MPU-ler"

Es ist ganz klar ---------- so gut wie jeder ist "wahnsinnig nervös" vor seiner MPU.

Daher ist erfahrungsgemäß, das Erstellen eines "Spickzettels" empfehlenswert.

Gemeint ist damit ein Blatt Papier, auf dem alle wichtigen Daten stehen. Dazu gehört.... das Datum des Deliktes.....was ist wann, wie und wo passiert.....(z.B. bei Alk.sündern: BAK oder AAK......Trinkmengen im Vorfeld und bei der TF etc.) Stichpunkte zu den inneren Motiven....sowie die wichtigsten Verhaltensänderungen und Vermeidungsstrategien.

Wenn "man" beim GA sitzt, sollte "man" vorab fragen, ob "man" auf diesen Zettel mal kurz draufsehen darf, damit im Gespräch nichts Wichtiges vergessen wird.

Im allgemeinen wird das vom GA auch sicher nicht abgelehnt. Zeigt es ihm doch, dass "man" sich über sein "Fehlverhalten" Gedanken gemacht und außerdem gut auf das Gespräch vorbereitet hat....


Zum MPU-Tag selber:


Versucht ausgeschlafen zu sein.
Am besten ist es, 1-2 Tage vorher eine "MPU-Auszeit" zu nehmen....d.h., nicht mehr alles nachlesen, verrückt machen, neue Fragen stellen....etc., denn das verunsichert nur unnötig.



Versucht vor dem Termin etwas zu essen.
Auch wenn es nur eine Kleinigkeit ist....der Körper braucht Energie...und der Kopf ebenfalls. Notfalls kann man sich auch etwas Traubenzucker mitnehmen und diesen
kurz vor dem Termin lutschen.



Trinkt nicht literweise Kaffee oder schwarzen Tee.
Das macht nur nervös ohne Ende. Außerdem gibt es beim MPI, Kaffee bis zum Abwinken.....



Zieht bequeme Sachen an.
Damit meine ich natürlich keine Jogginghose.....aber auch keinen Anzug, enges Kleid oder Hemd, dass euch die Luft "abschnürt".



Gebt euch Selbstvertrauen.
Stellt euch nochmal vor den Spiegel und sagt euch selbst: "Ich schaff das".....und dann geht ihr erhobenen Hauptes zum GA rein und ----- blickt ihm möglichst direkt in die Augen und nicht auf i-einen imaginären Punkt hinter oder neben ihm!!!

Der GA merkt, ob da ein "Häufchen schlechtes Gewissen" vor ihm sitzt.......oder ob es ein Mensch ist, der sich "aufgerafft" hat, zu seinen Fehlern steht und wirklich etwas in seinem Leben geändert hat.


Gegen die Nervosität selber gibt es leider kein Mittel....da ich euch ja schlecht raten kann, vorher eine Beruhigungstablette zu nehmen....

Aber.....auch wenn ihr den Eindruck habt, dass euer Kopf auf einmal ganz leer ist und ihr mit Sicherheit keine einzige Frage ordentlich beantworten könnt......mach euch nicht verrückt....spätestens wenn ihr vorm GA sitzt, fällt euch alles wieder ein....

Fragt ihn einfach, ob ihr "frei erzähen" dürft...und dann legt ihr los. Je mehr ihr redet, um so weniger Gelegenheit hat er, Fragen zu stellen...


Wir hier drücken euch auf jeden Fall ganz feste die Daumen!!!


Gruß
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  #4  
Alt 04.10.2018, 09:39
LuiLui LuiLui ist offline
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Registriert seit: 04.10.2018
Beiträge: 12
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Danke für diesen Beitrag, der hat mir wirklich weiter geholfen
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