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Alt 22.05.2018, 09:43
Mog Mog ist offline
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Registriert seit: 22.05.2018
Beiträge: 32
Standard Abstinenter Gelegenheitskiffer muss zur MPU, würde mich über Feedback freuen! :)

Moin, moin! Ich habe meine MPU am 14.06.18 und habe mich schon etwas durch das Forum gelesen. Nun habe ich die Fragebögen durch. Ich würde mich sehr, sehr über Feedback freuen.

Danke und lG,

Mog


Blatt 1:

Was ist passiert?
Drogensorte:
Cannabis

Konsumform:
seit ca. 8 Jahren gelegentlich jedes 2. Wochenende

Datum der Auffälligkeit:
Am 05.05.2013

Drogenbefund
Blutwerte:
THC: 1,5 ng/ml
THC-COOH: 15,0 ng/ml

Schnelltest:
THC pos.

Beim Kauf erwischt:
Nein

Nur daneben gestanden:
Nein.

Welche Angaben wurden gegenüber den Behörden gemacht?
Konsum zugegeben?
Nein.

Besitz zugegeben?
Nein, hatte auch nichts mehr dabei.

Wurde BTM gefunden, wie viel?
Nein.

Stand des Ermittlungsverfahrens
Fahrverbot für 24 Stunden verhängt, weiterführend einmonatige Sperre mit Bußgeld und Aufforderung ein ärztliches Gutachten in einer bestimmten Frist vorzulegen. Dem bin ich nicht nachgekommen, daher nun die Aufforderung zur MPU nach Neubeantragung. Das Verfahren wurde eingestellt.

Führerschein
Hab ich vor knapp 5 Jahren abgegeben und neu beantragt.

Führerscheinstelle
Hab schon in meine Akte geschaut:
Nein.

Sonstige Verstöße oder Straftaten?
Keine

Konsum
Abstinent, letzter Konsum September 2017

Abstinenznachweis
6-monatiges Urin-Screening, begonnen Mitte Dezember 2017

Aufarbeitung
Keine externe Hilfe, habe mich die letzten Jahre viel mit mir selbst beschäftigt, daher denke ich, dass dieses Forum und Fachliteratur ausreichend ist.

MPU
PIMA MPU H., Mitte Juni

Schon gehabt?
Nein.

Altlasten
Nein.


Blatt 2:

Vorgeschichte:

Wann haben Sie das allererste Mal von illegalen Drogen gehört?
Wann genau ich das erste Mal bewusst von illegalen Drogen gehört habe, kann ich gar nicht mehr genau sagen. Ich schätze es dürfte mit ca. 15 bis 16 Jahren während der Schulzeit im Rahmen einer Aufklärungskampagne passiert sein. Zudem hörte ich, dass einige Mitschüler während der Pause außerhalb des Schulgeländes Cannabis konsumierten, jedoch war ich darin nicht involviert, da ich mit diesen Leuten nichts zu tun hatte.

Wann haben Sie das erste Mal konsumiert?
Als ich mir mit 22 Jahren einen neuen Freundeskreis aufgebaut hatte, wo fast jeder hin und wieder Cannabis konsumierte, probierte ich es aus Neugier aus. Beim ersten Mal erzielte ich keinerlei Wirkung, erst beim zweiten Mal stellte sich eine ein.

Wie sah der Konsum aus?
Ich konsumierte Cannabis in dem Zeitraum vom Sommer 2010 bis zum September 2017. Anfänglich erfolgte der Konsum sehr selten und unregelmäßig, so dass ich diesbezüglich überhaupt keine Häufigkeits- und Mengenangaben machen kann, zumal ich in diesem Zeitraum auch selber überhaupt kein Cannabis besessen habe, sondern nur bei Freunden und Bekannten mitgeraucht habe. Im weiteren Verlauf stieg der Konsum zwar an, beschränkte sich jedoch auf die freien Wochenenden (ich arbeite seit 2013 ausgelernt in der Pflege und habe daher nur jedes zweite Wochenende frei). Dies waren dann etwa 1-4 Joints (ca. 0,5g bis 1g).

Haben Sie Drogen zusammen mit Alkohol konsumiert?
Ja, anfänglich ausprobiert, doch dann stellte sich neben Schwindelanfällen Übelkeit mit anschließendem Erbrechen ein, weswegen ich es komplett sein lies beides miteinander zu vermengen.

Wie ist der Umgang mit Alkohol gewesen?
Alkohol habe ich ausschließlich an den freien Wochenenden zum feiern konsumiert und belief sich je nach Laune auf etwa 3 Liter Bier, selten hochprozentige Spirituosen und dann höchstens ein Glas dazu (0,33L) als Mischgetränk.

Sonstige Suchtmitteleinnahme?
Nikotin, etwa ein 30g Beutel Tabak pro Woche, seit ein paar Monaten vollständig auf E-Zigarette umgestiegen.

Haben Sie bei sich negative Folgen festgestellt?
Neben dem Hang zum Aufschieben von Tätigkeiten und der massiven Fehlernährung (Süßkram, Junkfood) während des Rauschs zeigte sich auch am nächsten Tag meist eine gewisse Trägheit und Unlust einer aktiven Tätigkeit nachzugehen, sowie leichte Konzentrationsstörungen. Hinzu kam eine gewisse Kurzatmigkeit durch das filterlose Inhalieren der Joints.

Haben Sie trotz negativer Folgen weiter konsumiert?
Ja, weil ich die Wirkung als angenehm empfand und mir selbst eingeredet habe, dass ich mir das nach einer harten Arbeitswoche (bzw. teilweise 12 Arbeitstagen am Stück) ruhig mal gönnen kann. Es half mir zu entspannen und mich auf andere Gedanken zu bringen. Zumal wurde viel in meinem Umfeld geraucht, weswegen ich es als „normal“ betrachtet habe.

Auffälligkeit:

Was für Werte wurden bei Ihrer Auffälligkeit festgestellt?
THC: 1,5 ng/ml
THC-COOH: 15,0 ng/ml

Wann und wieviel haben Sie in der Woche vor der Auffälligkeit konsumiert?
Die Woche zuvor habe ich gar nicht konsumiert, da ich gearbeitet habe und die freien Tage unter der Woche zum Lernen für die Abschlussprüfungen der Ausbildung genutzt habe.

Wieviel und was haben Sie am Tag der Auffälligkeit Konsumiert?
Am Freitag Abend ungefähr 3-4 Liter Bier, Samstag und Sonntag bin ich dann ausschließlich bei Cannabis geblieben, ungefähr 5-6 Joints am Samstag über den ganzen Tag und noch 1 am Sonntag. Dies war ungefähr 8 Stunden, bevor meine Freunde und ich das Festival verlassen haben.

Gab es einen besonderen Grund für diesen Konsum?
Purer Hedonismus. Ich wollte mir das Festival einfach noch schöner gestalten, als es eh schon war.

Wie sind Sie auffällig geworden?
Auffällig geworden bin ich in dem Sinne nicht, allerdings stand etwa 400 Meter vom Festival-Gelände entfernt eine Polizeistreife auf einem Parkplatz vor einem Gasthof, die stichprobenartig Kontrollen durchgeführt hat. Einer der Polizisten hat mich daraufhin angesprochen, dass ich sehr schmale und müde Augen habe (ich habe allerdings auch jede Nacht nur etwa 3 Stunden geschlafen aufgrund der lauten Musik). Da ich zu dem Zeitpunkt nicht wusste, dass ich die Urinabgabe verweigern konnte, willigte ich einer ein und der Schnelltester ergab einen positiven THC-Wert, woraufhin ich zur provisorisch eingerichteten Wache gebracht wurde und eine Blutentnahme stattfand. Daraufhin wurde ich zum Parkplatz zurück gebracht und habe ein 24 stündiges Fahrverbot erhalten.

Was war der Zweck der Fahrt?
Die Rückkehr nach Hause.

Wie weit wollten/sind Sie (ge)fahren?
Ca. 400 bis 500 Meter.

Wie oft waren sie bereits unter Drogeneinfluß im Straßenverkehr unterwegs?
Noch nie zuvor, da ich nur sehr selten Auto fuhr und nie ein eigenes besessen habe.

Wie haben Sie den Konflikt zwischen dem Drogenkonsum und dem Führen eines Kraftfahrzeuges gelöst?
Dieser Konflikt hat nie zuvor existiert, da ich so gut wie nie Auto gefahren bin und mit den öffentlichen Verkehrsmitteln von A nach B gekommen bin.

Wieso ist es verboten unter Drogeneinfluß ein KFZ zu führen?
Nachgewiesener Maßen setzt Cannabis die Konzentrationsfähigkeit und Reaktionsgeschwindigkeit herab, weswegen es zu massiven Fehleinschätzungen des Verkehrs und des eigenen Fahrverhaltens führen kann, inklusive Nichteinhaltung bestehender Verkehrsregeln.

Wie lange stehen Sie nach dem Konsum von Drogen unter deren Einfluß?
THC kann mich noch bis zu 48 Stunden nach dem letzten Konsum beeinflussen.

Sind sie sich darüber im Klaren, welche Folgen es bei einem täglichen Konsum gibt?
Ja, vor allem durch meine mehrjährige Tätigkeit in psychiatrischen Kliniken konnte ich anhand der zu betreuenden Patienten sehen, wie sich ein täglicher Konsum von Cannabis auf das Leben der Konsumenten auswirken kann. Häufig war ein sozialer Rückzug gegeben, mit dem Aufgeben vorher bestehender Hobbys und Interessen, es fand ein passives vor sich hin leben statt, das meiste Geld wurde in die Droge investiert. Die Partner und Familien litten oft darunter und brachen auseinander. Viele vernachlässigten ihre Ausbildung oder ihr Studium bis sie es verloren oder rutschten in die Arbeitslosigkeit, weil sie es nicht mehr schafften zur Arbeit zu gehen. Selbst normalen Alltagstätigkeiten wie dem Sauberhalten der eigenen Wohnung oder der persönlichen Hygiene wurde nicht mehr nachgekommen. Außerdem erhöht man das Risiko für Lungenkrebs durch den inhalativen Konsum. Konzentrationsstörungen und Gedächtnislücken zeigten sich auch sehr häufig. Im schlimmsten Fall bildeten sich Depressionen und auch Wahnvorstellungen aus, die medikamentös behandelt werden mussten.
Dies waren für mich sehr einschneidende Erlebnisse, da ich im Vorfeld nicht gedacht hätte, dass eine „weiche“ Droge wie Cannabis solche Folgen hervorrufen kann...
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