Zurück   MPU Forum > MPU Diskussion > MPU Erfahrungsberichte

Antwort
 
Themen-Optionen Ansicht
  #1  
Alt 16.10.2018, 19:34
Jazzy Jazzy ist offline
Newbie
 
Registriert seit: 16.10.2018
Beiträge: 2
Standard Sie hatten nie eine Chance

O-Ton
Psychologin:
Sie hatten nie eine Chance! Bevor Sie geboren wurden, bevor überhaupt Ihr Geschlecht fest stand, stand schon fest, dass Sie Probleme mit Alkohol bekommen, aufgrund Ihrer Eltern!
Ich: Wie ich doch gesagt habe, ich bin garnicht bei meinen Eltern aufgewachsen und habe meinen Vater nie kennen gelernt.
Psychologin: Das liegt in Ihrer Familie, es war abzusehen, das Sie mit Alkohol nicht umgehen können.


Hallo zusammen,
das Ergebnis könnt ihr euch ja jetzt denken. Ich hatte mich eigentlich schon darauf eingestellt, da ich es ohne Abstinenznachweis versucht habe.
Mich interessiert einfach mal eure Meinung zu dieser Aussage der Psychologin. Ich bin als Pflegekind mit sporadischem Kontakt zu meiner (anscheinend Alkoholiker-) Familie aufgewachsen. Das habe ich ihr auch gesagt. Ist dann so eine Aussage gerechtfertigt? Allein aufgrund meiner genetischen Herkunft, wäre es eigentlich nicht möglich, überhaupt meinen Führerschein wieder zu bekommen, außer ich kann glaubhaft nachweisen, daß ich nie wieder Alkohol trinke.

Freu mich auf Antworten
Mit Zitat antworten
  #2  
Alt 16.10.2018, 21:18
Benutzerbild von Alana
Alana Alana ist offline
MPU Profi
 
Registriert seit: 06.08.2011
Beiträge: 11.485
Standard

Willkommen hier im Forum!

Sollte diese Äußerung so gefallen sein, ist die völlig indiskutabel!

Allerdings wäre dazu auch der Kontext wichtig. Die Info einer Suchtbelastung familiärerseits kann ja nur von Dir gekommen sein. Da wäre es schon interessant zu wissen, was Du denn so über deinen Umgang mit Alkohol in der Jugend erzählt hast. Du bist offensichtlich mit Kontrolliertem Trinken ins Rennen gegangen, da sollte das Problem nicht schon seit der Jugend bestehen.

Ob das Negativ sich also nur auf diese abstruse Ansicht gründet oder ob da nicht doch andere Äußerungen von Dir die entscheidende Rolle gespielt haben, läßt sich so nicht beurteilen.
__________________
Liebe Grüße
Alana
Mit Zitat antworten
  #3  
Alt 16.10.2018, 22:14
Jazzy Jazzy ist offline
Newbie
 
Registriert seit: 16.10.2018
Beiträge: 2
Standard

Danke, Alana

Also ich wurde gefragt, ob es Alkoholprobleme in meiner Familie gibt. Das habe ich wahrheitsgemäß bejaht, aber auch gleich gesagt, dass ich kaum Kontakt zu meiner Familie hatte und bei meiner Pflegemutter aufgewachsen bin, die so gut wie nie Alkohol getrunken hat. Ich selber habe bis Anfang/Mitte 20 kaum Alkohol getrunken - habe ich auch gesagt. Der steigende Konsum kam erst später, was ich ihr auch versucht habe zu erklären und zu begründen.

Es ist wirklich wahr. Das war das erste was sie mir im Abschlussgespräch gesagt bzw. mit angeschrien hat...das konnte man bestimmt auch vor der Tür hören.

Das Gutachten habe ich ja noch nicht und ich vermute mal, dass dieser Wortlaut da auch nicht drin stehen wird. An wen kann man sich bei sowas wenden? Es geht mir nicht darum, das Ergebnis anzufechten, sondern die Ausdrucksweise.
Mit Zitat antworten
  #4  
Alt 16.10.2018, 23:01
Benutzerbild von Alana
Alana Alana ist offline
MPU Profi
 
Registriert seit: 06.08.2011
Beiträge: 11.485
Standard

Zunächst einmal würde ich an deiner Stelle das Gutachten abwarten. Vielleicht kommt ja alles anders als Du denkst. Außerdem ist es nicht sinnvoll mit der GA einen Konflikt zu suchen so lange das Gutachten nicht fertig ist.

Sollte dann das Gutachten ebenfalls eine solche Passage enthalten, Du das also schriftlich hast, kannst Du dagegen natürlich vorgehen und dich bei der Instutsleitung beschweren, am besten mit einer Kopie an die BAMF.

Das kannst Du natürlich auch tun, wenn diese Äußerung sich nicht im Gutachten wiederfindet. Dann ist aber natürlich die Erfolgsaussicht gering, da es wohl keine Zeugen gibt.

Solche Beschwerden werden Dir direkt nur wenig helfen, sie machen aber dennoch Sinn. Die MPI unterliegen inzwischen einer umfangreichen Qualitätssicherung, müssen solche Beschwerden protokollieren und im Jahresbericht an die BAMF ausweisen. Das mag keine Geschäftsleitung. Schon gar nicht, falls sich solche Beschwerden über einen Mitarbeiter häufen.
__________________
Liebe Grüße
Alana
Mit Zitat antworten
Antwort

Lesezeichen

Themen-Optionen
Ansicht

Forumregeln
Es ist Ihnen nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Anhänge hochzuladen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Ihre Beiträge zu bearbeiten.

BB-Code ist an.
Smileys sind an.
[IMG] Code ist an.
HTML-Code ist aus.

Gehe zu


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 21:16 Uhr.