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  #11  
Alt 05.07.2018, 13:27
derm derm ist offline
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Ok, stimmt.
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  #12  
Alt 05.07.2018, 13:47
Kai R. Kai R. ist offline
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Zitat:
Zitat von bower Beitrag anzeigen
- die zugegebene Sucht <-> habe ich geschrieben, da ich dachte, dass bei der MPU so eine Selbsteinschätzung und ANTIVerharmlosung gerne gehört ist bzw. ich da so rangehen sollte -> also ganz ganz schelcht von einer Sucht zu sprechen?
der Gutachter wird sich sein eigenes Bild machen. Dabei muss man natürlich nicht selber noch Dinge ins Spiel bringen, die in keiner Akte stehen, wie zum Beispiel die Spielsucht.

Dennoch gut, dass Du es hier erwähnst. Die Aufarbeitung machst Du für Dich, nicht für den Gutachter. Sie ist nur dann nachhaltig, wenn Du so stabil bist, dass aus eigener Kraft kein erneuter Rückfall in Suchtstrukturen erfolgt, denn dann wäre die nächste Auffälligkeit vorprogrammiert.

Wir wissen noch nicht viel von Dir, aber es ist doch erkennbar, dass Du einiges an Ballast mit Dir rumträgst und offensichtlich suchtaffin bist. In Deinem eigenen Interesse würde ich Dir daher empfehlen, die Aufarbeitung nachhaltig anzulegen.

Das heißt dass Du gar keine Drogen mehr nimmst, auch keinen Alkohol. Dass Du mit professioneller Hilfe das angehst, was Dich zu den Rauschmitteln greifen lässt. Und dass Du Dir genügend Zeit gibst, so stabil zu werden, wie Du kannst. Wenn Du es so angehst ist die MPU hinterher nur noch ein Nebenprodukt und Du kannst aus eigener Kraft ein positives Leben mit Führerschein leben.
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  #13  
Alt 05.07.2018, 14:15
bower bower ist offline
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Zitat:
Zitat von derm Beitrag anzeigen
Dass du bereits zwei mal bewiesen hast, dass du Konsum und Autofahren nicht trennen kannst.
Also damals ja: Mit der Alkoholfahrt.
Das Vergehen, weshalb die MPU ansteht (Kokain): War nicht unter Einfluss - das klingt immer nach Ausrede aber wirkt das bei den Gutachtern so, als hätte man das 2 x nicht trennen können?
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  #14  
Alt 05.07.2018, 14:16
bower bower ist offline
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Zitat:
Zitat von Kai R. Beitrag anzeigen

Das heißt dass Du gar keine Drogen mehr nimmst, auch keinen Alkohol. Dass Du mit professioneller Hilfe das angehst, was Dich zu den Rauschmitteln greifen lässt. Und dass Du Dir genügend Zeit gibst, so stabil zu werden, wie Du kannst. Wenn Du es so angehst ist die MPU hinterher nur noch ein Nebenprodukt und Du kannst aus eigener Kraft ein positives Leben mit Führerschein leben.
Das stimmt und wird mir auch immer klarer.

Allgemeine Frage dazu: Wenn ich nach der Alkoholfahrt ein reguliertes Trinkverhalten verinnerlicht hätte (max. 3 Drinks am Abend o.Ä.), wäre dies mit dem aktuellen vergehen jetzt, dennoch keine Chance oder?
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  #15  
Alt 05.07.2018, 14:19
Kai R. Kai R. ist offline
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Die Kombination von Kokain und Alkoholauffälligkeit bricht Dir schon das Genick. Abgesehen davon sind drei Drinks kein reguliertes Trinkverhalten.

Zitat:
Zitat von bower Beitrag anzeigen
das klingt immer nach Ausrede aber wirkt das bei den Gutachtern so, als hätte man das 2 x nicht trennen können?
ist formal richtig, aber Trennvermögen ist sowieso in keiner Weise Dein Thema.
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  #16  
Alt 05.07.2018, 16:26
bower bower ist offline
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Zitat:
Zitat von Kai R. Beitrag anzeigen
Die Kombination von Kokain und Alkoholauffälligkeit bricht Dir schon das Genick. Abgesehen davon sind drei Drinks kein reguliertes Trinkverhalten.


ist formal richtig, aber Trennvermögen ist sowieso in keiner Weise Dein Thema.
Fragen dazu:
- durch den Fall: Alkoholfahrt damals, jetzt Auffälligkeit Kokain scheine ich ja von vornherein gar keine Chance zu haben wie ihr es seht...alles ist zwar möglich aber die Nummer hinzubiegen fast nicht

- Trennvermögen meinst du jetzt: Konsum und ins Auto steigen? Das hatte ich aber nicht beim aktuellen Delikt sondern damals einmalig


Danke und LG
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  #17  
Alt 05.07.2018, 16:39
Kai R. Kai R. ist offline
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Zitat:
Zitat von bower Beitrag anzeigen
Alkoholfahrt damals, jetzt Auffälligkeit Kokain scheine ich ja von vornherein gar keine Chance zu haben wie ihr es seht...alles ist zwar möglich aber die Nummer hinzubiegen fast nicht
massives Lügen und eine Story zurechtbiegen mag Dich da hinbringen. Aber es wäre nicht gut

Zitat:
Zitat von bower Beitrag anzeigen
- Trennvermögen meinst du jetzt: Konsum und ins Auto steigen? Das hatte ich aber nicht beim aktuellen Delikt sondern damals einmalig
das ist schon klar. Aber die Frage, ob Du Deinen Kokain-Konsum und das Autofahren trennen kannst, spielt in der Begutachtung keine Rolle. Erstens hast Du andere Probleme und zweitens reicht ja schon der Konsum an sich um die Eignung auszuschließen
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  #18  
Alt 05.07.2018, 17:14
bower bower ist offline
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Hi Kai,

dann verstehe ich den Sinn aber gar nicht.

Wenn das Trennverhalten im Gutachten keine Rolle spielt und nur der Konsum als solches eine Eignung abwendet - dann ist der Fall doch eh durch.

Es ist doch so, wenn man's runterbricht:

- einmal auffällig wegen Alkoholfahrt
- einmal auffällig wegen Abbaustoffen (nicht unter Einfluss von irgendwas)
- keine lange Drogenvergangenheit
- mittlerweile 13 Monate Abstinenz

...und keine Chance?

LG
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  #19  
Alt 05.07.2018, 17:26
Kai R. Kai R. ist offline
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Der Fall ist nicht durch, Du kannst durch eine positive MPU Deine Eignung wiederherstellen.

Kokainkonsum ist auch kein Problem. Das machen Andere auch. Ein Jahr AB nachweisen, vernünftige Aufarbeitung, fertig.

Der Gutachter sieht aber Deine Akte und da steht natürlich die Trunkenheitsfahrt drin. Und dann schaut er tiefer und da kommt dann das Thema Suchtverlagerung ins Spiel. Das ist das was der Gutachter weiß. Kann man noch irgendwie argumentieren, wird aber schwierig.

Jetzt kommt noch das, was wir wissen: Spielsucht, Suchtdruck, Mischkonsum und THC. Das steht natürlich der MPU nicht im Wege, denn der GA hat ja keine Kenntnis davon. Aber es steht Dir im Weg.

Ich kenne Dich nicht. Ich habe keinen Einblick in Deine Persönlichkeit und kann die Tiefe Deiner Problematik nicht einschätzen. Aus langer Erfahrung kann ich aber eine Sache sagen: je ausgeprägter das Sucht-/Misch-/Konsumproblem, desto tiefer ist die dahinterliegende Problematik.

In dem, was Du in Deiner Aufarbeitung schreibst, steht nichts davon, dass Du Dich in adäquater Weise mit einer solchen tiefergehenden Problematik beschäftigt hättest. Du schreibst von einer Psychologin, daher meine Eingangsfrage, in welchem Umfang Du mit ihr gearbeitet hast und was die Dir denn sagt?

Die Aufarbeitung im Moment ist in keiner Weise genügend. Man könnte sie verbessern, aber löst das irgend ein Problem? Deine Probleme? Sei gewissenhaft, es geht hier nicht um irgendeine MPU, es geht um Dich.
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  #20  
Alt 05.07.2018, 22:11
bower bower ist offline
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Nabend Kai,

ich glieder meine Antwort/Fragen mal zur Übersicht:

zum Thema Spielsucht:
War in einem Zeitraum 1,5 Jahren (18-19,5 Spielothek) - aber klar du hast Recht und ich nehme das ganz bestimmt nicht auf die leichte Schulte rund versuche auch so gut es geht selbst zu reflektieren.

Zum Thema Verkehrspsychologin:
Bei ihr war ich bis jetzt 2 x. Morgen dann ein Drittes mal (ist natürlich eine hohe finanzielle Belastung).

Zum Thema Akteneinsicht:
Die Akte ist ca. 90 Seiten groß - ich habe alles abfotografiert. Und muss die Bilder nun mal ordnen + morgen ausdrucken etc..
Alleine die Hälfte der Seiten besteht aus der Alkoholfahrt -> da ist wirklich jedes Schreiben drin (von mir, meiner Anwältin, interner Schriftverkehr, die Behörden, Laborwerte... - von der Verkehrskontrolle bis hin zum Wiedererhalt).

Du schreibst:
"Und dann schaut er tiefer und da kommt dann das Thema Suchtverlagerung ins Spiel. Das ist das was der Gutachter weiß. Kann man noch irgendwie argumentieren, wird aber schwierig."
...nachdem du sagst "ne ist nicht durch die Nummer"

-> du schreibst dann ja wieder selber, dass es irgendwie zu argumentieren geht aber das ist schwierig (ok ja, nicht unmöglich, dennoch).
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avus, drogenmpu, kokain

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