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  #11  
Alt 22.06.2009, 17:26
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Zitat:
Aber als ich erzählte, dass ich 2 Monate nach dem Unfall wieder zum Essen Wein trank und auch am WE 2-3 Bier, hatte ich irgendwie gleich wieder einen Stempel auf.
Warum dir der Kurs empfohlen wurde, kann ich mir nach der Aussage denken, lies das mal:


Alkoholabstinenz (AB) und Kontrolliertes Trinken (KT)
__________________
*** Say ***

Freiheit heißt nicht, alles tun zu dürfen was wir wollen,
sondern für das was wir tun die Verantwortung zu übernehmen.

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  #12  
Alt 23.06.2009, 09:40
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Tathergang

1. Beschreiben Sie den Tag Ihrer Trunkenheitsfahrt aus eigener Sicht mit Datum und Uhrzeiten.
(wann, wo und mit wem getrunken / wann und wie aufgefallen / Promille)

Meine TF ist bereits 9 Monate her. Bis zu diesem Zeitpunkt bin ich nie in irgendwelchen Verkehrsdelikten aufgefallen. Aber das Jahr 2008 war nicht einfach für mich, und die TF war der große Weckruf und negative Abschluss.
Nachdem ich mich im Feb. mit meiner Freundin verlobt hatte, trennte sie sich im Mai nach 4 Jahren Partnerschaft von mir, weil es anscheinend einen geeigneteren Partner geben sollte. So begann ein sehr negativer Abschnitt in meinem Leben.
Zum Glück haben sich alle meine Freunde viel um mich gekümmert. So kam es, dass ich eigentlich ständig unterwegs war, teilweise auch während der Woche. Ich habe in der Zeit sehr viel und regelmäßig getrunken. Es gab schon mal eine Black-out-Situation. Sicher hatte ich auch vor der Trennung Bier oder Wein getrunken, aber die Zeiten, mit hochprozentigem Alkohol und außerhalb der Kontrolle, hatte ich ewig nicht. In der Partnerschaft, war es meistens auch nur ein Wein zu besonderen Essen oder Feiern.
Jetzt hatte es sich zu einer Gewohnheit entwickelt, um die Gedanken zu vertreiben.
Am Tag meiner TF:
Ich war mit dem Auto bei einem Freund morgens zum Geburtstags-Brunch gefahren, anschließend war ich bei einem Fußballspiel und zum Abschluss noch auf einer Partymeile. Das Auto stand bei meinem Freund ca. 10 Min. entfernt. Ich hatte alle Sachen dabei, da ich dort auch übernachten wollte.

An diesem Tag war mein ständiger Begleiter der Alkohol. Gegen 23:30 erhielt ich einen Anruf, von einer Freundin, die ich ca. 1 Monat kannte. Sie vertraute mir sehr und erzählte mir, dass ihr schwarz vor Augen sei, ihr Kreislauf verrückt spielt und sie nicht wisse, wie sie nach Hause kommen solle.
Ich machte mir große Sorgen. Nach mehreren Gesprächen, war sie gegen 0:30 Uhr zuhause und wollte den Notarzt rufen. Anschließend war das Handy aus. Ich wusste nicht, ob der Notarzt da war oder nicht. Zu diesem Zeitpunkt ist bei mir ein Schalter umgesprungen und ich wollte sofort zu ihr. Ich habe nicht nachgedacht, bin zum Auto und wollte die ca. 120 KM zu ihr fahren.
Nach 80 KM kam es dann leider zum Unfall. Ich bin eingeschlafen und habe die Kontrolle verloren. Zum Glück ist bei dem Unfall keiner schwer verletzt worden. Mein Unfallgegner kam mit Prellungen leicht verletzt ins Krankenhaus und ich hatte keinen Kratzer.
Im Krankenhaus nutzte ich gleich meine Chance mich für meine Dummheit zu entschuldigen.
Ich hatte einen AAK von 2,16 und BAK 1,80. Bei 1,80 und 76 KG.


2. Was und wie viel haben Sie am Tattag insgesamt getrunken?
(Genaue Angaben in Sorte, Menge, Trinkzeit)

Es begann alles am Morgen zum Brunch mit einem Sekt (0,1) und 2-3 Bier (0,33) (11.00-13.30)
Auf dem Weg zum Fußball und im Stadion folgten dann weitere 5-6 Biere (0,4) (13.30-17.00)
Auf der Partymeile gab es dann bis 23:30 zum Essen 4 Weizen (0,5), 2 Degistif (Ramazotti) und in einer kleinen Bar nochmals 2 Cocktails (0,4)

Ab 23:30 hatte ich nichts mehr getrunken.

3. Wie viel Kilometer fuhren Sie, bis Sie aufgefallen sind und wie viel Kilometer wollten Sie insgesamt fahren?

Ich wollte insgesamt 120 KM fahren und aufgefallen bin ich nach ca. 80 KM durch einen Unfall.

4. Hatten Sie das Gefühl, noch sicher fahren zu können?
(Ja/Nein + Begründung)

Ich habe nicht wirklich darüber nachgedacht. Ich hatte nur im Kopf meiner Freundin zu helfen. Ich kann nicht sicher sagen, ob ich wirklich ein gutes Gefühl hatte. Aufgrund der gefahrenen 80 KM muss ich allerdings eine gewisse Kontrolle über das Fahrzeug gehabt haben.

5. Wie haben Sie die Trunkenheitsfahrt vermeiden wollen (wenn überhaupt)?

Ich wollte eigentlich bei meinem Freund übernachten. Das wäre auch so gekommen, wenn ich nicht diesen Anruf erhalten hätte. In einem solchen Zustand bin ich bisher noch nie gefahren und das wäre sicher auch dieses Mal nicht passiert.

6. Haben Sie bereits früher im Straßenverkehr unter Alkoholeinfluss gestanden und sind aufgefallen?

Ich bin in der Vergangenheit mit Restalkohol und auch schon nach 4-5 Bieren gefahren. Aufgefallen bin ich allerdings nie.

7. Wie oft haben Sie alkoholisiert am Straßenverkehr teilgenommen ohne aufzufallen und was folgern Sie daraus?

Ich nehme an, dass „alkoholisiert“ in diesem Fall auch das Führen eines Fahrzeugs mit Restalkohol und unter der vorgeschriebenen Grenze von 0,5 Promille aufgeführt werden soll.

Ich würde meine antwort deshalb gerne trennen.
1) mit Restalkohol und unter 0,5 bzw. früher 0,8 Promille, bin ich sicher während meiner 16 jährigen Fahrpraxis 60-70 mal gefahren. Es handelte sich dabei meistens um kurze Strecke bis max. 20 KM.
=> das ist natürlich nicht in Ordnung kam aber leider immer mal wieder vor, gerade im jugendlichen Leichtsinn in den Jahren 1993-2000.
2) Fahrten mit Alkohol über der erlaubten Promillegrenze kamen ca. 5 mal vor. Allerdings nicht mit dem Umfang, wie bei meiner TF.
=>das waren wirkliche Fehler in meiner Jugend, die letzte Fahrt vor meiner TF war auch schon sicher 10 Jahre her.

Ich habe jetzt festgestellt, dass ich dieses Thema immer sehr leichtfertig behandelt habe. Nach meiner TF gehe ich damit auch ganz anders um, es hat mir die Augen geöffnet. Davon profitieren nun auch viele meiner Freunde, die durch meine Erzählung der TF und unterstützenden Bilder das Thema Fahren mit Alkohol auch anders handhaben.

Ich bin sehr glücklich, dass ich bei meiner TF so viele Glücksengel hatte und ich jetzt jeden Tag genießen kann. Es hätte wesentlich anders ausgehen können.
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  #13  
Alt 23.06.2009, 09:42
obin obin ist offline
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Standard Fragebogen 2

Exploration

8. Wann hatten Sie den ersten Kontakt mit Alkohol und wann haben Sie das erste Mal Alkohol zu sich genommen?
(Allererste Erinnerung und erster Konsum)

Den ersten Kontakt mit Alkohol hatte ich mit 14 Jahren an Silvester, dort durfte ich einen Sekt trinken. Es hatte in der Nase geprickelt und es war nicht mein Geschmack.


9. Haben Sie regelmäßig Alkohol getrunken, und wie hat sich ihr Trinkverhalten in den letzten Jahren entwickelt?

Die Interpretation von „regelmäßig“ sieht jeder sicherlich anders.
Ich versuche es mal wie folgt zu beantworten.
Als ich mit 16 Jahren begann in einem Dorfverein Fußball zu spielen, begann es mit regelmäßigem Bier trinken. An den Wochenenden, gab es schon min. an einem Tag Bier.
Der erste hochprozentige Alkohol kam dann mit 17 Jahren und den Ausflügen in Diskotheken. Dort hatte ich min. 1-2 Mal im Monat so viel getrunken, das ich nicht Herr meiner Sinne war.
Diese Regelmäßigkeit hat sich bestimmt bis zu meinem 25 Lebensjahr hingezogen. Je nachdem, ob man mal in einer Beziehung war oder nicht, gab es entsprechende Schwankungen. In Beziehung hielt es sich immer in einem gewissen Rahmen.

Mit 25 hatte ich eine erste lange Beziehung und die Partys wurde weniger und somit auch das Trinkverhalten. Während der wichtigen Phasen des Studiums gab es dann auch regelmäßig Monate, wo ich gar kein Alkohol getrunken hatte.

Mit 29-30 gab es dann wieder ein Jahr, wo ich etwas mehr konsumiert hatte. Dies lag teilweise am beruflichen Stress und dem fehlenden Halt einer Beziehung.

Mit 30 begann dann die Beziehung zu meiner Ex-Verlobten und das Trinkverhalten entwickelte sich zu „kontrolliertem Trinken“ Ich hatte in den 4 Jahren nie einen Black-Out oder habe meine Kontrolle verloren.

Nach der Trennung bin ich dann in ein sehr tiefes Loch gefallen. Wie oben bereits beschrieben, versuchte ich die Gedanken und Gefühle zu ertränken. Ich hatte regelmäßig einen Black-out. Bis zur TF.

Seit der TF habe ich nie wieder hochprozentigen Alkohol getrunken. Ich hatte 2-3 Monate komplett auf Alkohol verzichtet. Danach immer nur max. 2-3 Bier oder einen Wein zum Essen getrunken.
Ich habe viel durch die TF gelernt. Das wichtigste war, dass ich mich nicht mehr so Abhängig von Beziehungen machen darf. Ich war sehr glücklich meine Eltern nach der TF wieder in den Arm schließen zu dürfen und habe seitdem ein viel engeres Verhältnis zu meinen Eltern. Wir reden über viel mehr Probleme, als früher.


10. Wie viel und wie oft haben Sie getrunken?
(Genaue Angaben in Sorte, Menge, Häufigkeit)

Teilweise ergibt es sich aus meinen Antworten zu den ersten Fragen.
16-17 am Wochenende Bier ich schätze mal so 7-10 (0,3)
17-25 zum Bier gesellte sich der Weinbrand & Rum meistens mit Cola. Am Abend trank ich dann schon neben 6-8 Bier auch eine halbe Flache Hochprozentiges. Das war 1mal pro Wochenende der Fall. 1-2 Mal im Monat kamen dann auch diverse Tequila dazu (geschätzt 5-8).
25-29 nur KT mit vielleicht 5 Ausnahmen im Jahr. In der Regel nur Bier und Wein.
29/30 teilweise wieder wie zwischen 17-25 allerdings eher mit Cocktails und Weizen. (einmal am WE sicher 6-8 Cocktails und 6 Weizen)
30-34 KT wie in der Zeit 25-29.
Seit TF nur max. 2-3 Bier oder einen Wein zum Essen, aber dies auch nur sehr selten.


11. Wo und mit wem haben Sie überwiegend getrunken?

Meistens mit Freunden dann unterwegs in Bars oder Diskotheken.
Während der KT-Zeiten mehr zuhause zum Essen

12. Warum haben Sie getrunken?
(Innere + äußere Motive)

In der Jugend war es irgendwie ein Gruppenzwang, ich habe Fußball gespielt, war viel unterwegs, da gehört der Alkohol irgendwie immer zur Gesellschaft dazu.
Man wurde lockerer im Umgang mit anderen Personen.
Ich habe dies allerdings auch nie vermisst als ich mit 25 meinen Konsum zugeschraubt habe.
Es wurde dann wieder mehr, als ich wieder alleine war, Halt suchte und mit Freunden regelmäßig unterwegs war. Ich wollte meine negativen Gedanken unterdrücken.
Dies wiederholte sich dann nach meiner letzten Beziehung, dort war es dann allerdings noch extremer, da es eine sehr intensive Trennung war.
Bis zur TF bin ich in ein sehr tiefes Loch gefallen und dachte, dass ich mit Alkohol besser damit zu Recht komme. Das hat nicht funktioniert. Meine TF hat mir die Augen geöffnet. Seitdem weiß ich was mir wichtig ist und ich nicht abhängig von einer Beziehung sein muss. Ich bin selber mit mir glücklich.

13. Welche Wirkung haben Sie in der Vergangenheit nach Alkoholgenuss bei sich beobachtet?
(bei wenig und bei viel Alkohol)

Was ist wenig Alkohol?
Ich nehme mal die Grenze bis 5 Bier: ich fühle mich entspannter, der Alkohol wirkt enthemmend, man ist kontaktfreudiger.
Viel Alkohol: dadurch konnte ich meine Problemen für einen Moment vergessen, allerdings wirkt der Alkohol bei mir dann auch zur Selbstüberschätzung und Konzentrationsschwierigkeiten.
Am nächsten Tag setzt dann die Müdigkeit ein und ich fühle mich schlapp (Kopfschmerzen)

14. Gab es kritische Hinweise Anderer auf Ihren Alkoholkonsum und wie haben Sie darauf reagiert?

Also so richtig gab es eigentlich keine kritischen Hinweise. Ich war meistens mit Personen unterwegs, die ebenfalls Alkohol konsumiert haben. In den letzten 10 Jahren waren es ja auch nur 2 extreme Phase, die jeweils 3-5 Monate dauerten. Dies wurde von meiner Umgebung aufgrund der Ereignisse akzeptiert.
In meiner Jugend gab es die Eltern, die nicht begeistert waren, wenn man jedes Wochenende erst in der Nacht nach Hause kam und morgens nur wenig ansprechbar war.
Es gab dann schon entsprechende Mahnreden, die ich aber als Jugendlicher nicht wirklich Ernst genommen habe. Ich habe mich für kurze Zeit angepasst.

15. Welche Auswirkungen und Folgen hatte Ihr Alkoholkonsum auf Ihr Leben und Ihr Umfeld?

In der Jugend hatte der Alkohol eher positive Auswirkungen. Ich war anerkannt beim Sportverein, auf Partys und bei den Freunden. Durch die enthemmende Wirkung war ich auch entsprechend mutig und konnte mit einigen Aktionen die Freunde begeistern.
Nach der Jugend relativierte es sich. Der Alkohol war eher Genussmittel, ich kann damit überzeugen, dass ich mich etwas mit Wein auskenne. Der Alkohol spielte aber seit dem 25 Lebensjahr keine führende Rolle mehr.
Negativ war, dass ich nach viel Alkohol am nächsten Tag kein gutes Bild in der Gesellschaft abgegeben hatte. Gerade an dem Wochenenden, wo es oft Familientage gab, war ich nur schlecht ansprechbar. Das hatte sich aber alles seit dem 25 Lebensjahr geändert.


16. Gab es in Ihrem bisherigen Leben frühere Zeiten, in denen sie weit mehr Alkohol als heute getrunken haben?
Wenn ja, nennen sie bitte die Lebensabschnitte und mögliche Ursachen und Umstände dafür.

Ja, natürlich. Wie oben schon erwähnt habe ich seit der TF nur nach max. 2-3 Bier oder ein Wein getrunken. Wie auch schon berichtet, hatte ich in der Jugend (17-25) wesentlich intensivere Zeiten und eben auch in der Phase 29-30, sowie das halbe Jahr vor der TF mir 34. Die Ursachen waren in der Jugend eher Anerkennung und Gruppensog, wobei es in den beiden späteren Phasen eher um Verdrängung von Gedanken und Gefühlen ging.


17. Haben sie jemals die Kontrolle über ihre Trinkmenge verloren und bis zur Volltrunkenheit Alkohol konsumiert?

Ja, wie bereits beschieben kam dies leider in Vergangenheit öfter vor. Gerade in der Zeit vor der TF hatte ich schon mal einen Blackout, sodass ich nicht mehr Herr meiner Sinne war. Allerdings Volltrunkenheit, sodass man sich die Sachen anschließend noch einmal durch den Kopf gehen ließ, hatte ich in den letzten 10 Jahren nicht mehr.


18. Haben Sie früher schon einmal oder öfter über einen längeren Zeitraum bewusst und mit Absicht völlig auf den Genuss von Alkohol verzichtet?

Ja, ich hatte mit 20-21 mal diverse kurze Phasen.
a) hatte ich mal 1 Monat, wo ich Vegetarier war, das hat aber gar nicht funktioniert.
b) Dann gab es eine Phase, wo ich mich fast ausschließlich von Obst ernährt hatte (auch ca. 1-2 Monate)
c) Und es gab auch eine Phase, wo ich für 1-2 Monate auf Alkohol verzichtet hatte. Das war dann sogar in der gesamten Clique so und wir haben uns getroffen und Trinkspiele mit Antialkoholischen Getränken gespielt. (Zitronenextrakt, etc. man fühlte sich dann aber irgendwann fast genauso gelöst)

Das waren alles jugendliche Experimente, die aber immer nur für kurze Zeit anhielten.
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  #14  
Alt 23.06.2009, 09:42
obin obin ist offline
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Standard Fragebogen 3

19. In welcher Kategorie von Trinker haben sie sich früher gesehen und wie stufen Sie sich heute rückblickend ein?
(mit Begründung)

Dies muss ich in die unterschiedlichen Phasen unteteilen

1) Jugend (17-25)
Damals: normales Verhalten, allerdings einer, der immer dabei war und auch bis zum Ende geblieben ist. Normal, da ich in meiner Umgebung nicht negativ aufgefallen bin
Heute: übertriebener Alkoholgenuss, weniger als die Hälfte hätte auch gereicht. Es gibt andere Möglichkeiten, um sich bei den Freunden zu profilieren
2) Beziehungsphasen
Damals wie heute: überwiegend KT, nie übermäßig betrunken gewesen, sehr ausgeglichenes Auftreten.
3) Verdrängungsphasen (29-30; 33-34)
Damals: ich fühlte mich einfach frei mit Alkohol. Mir war bewusst, dass es unangemessen viel war, aber ich dachte, ich brauche es um nicht ständig an den Schmerz denken zu müssen.
Heute: Das Leben ist viel zu wichtig und es gibt so viele positive Erlebnisse, als dass man es durch übermäßigen Alkoholgenuss verschwenden sollte. Wie viel Zeit ich alleine damit verbracht habe, um nach dem Alkohol wieder aufzustehen und mal nach draußen zu gehen, möchte ich gar nicht ausrechnen. Ich habe dort sicher viele schöne Tage verloren. Man braucht keinen Alkohol um mit einem Schmerz fertig zu werden. Man verschiebt die Probleme nur und löst sie dann erst wesentlich später. Zudem baut man sich teilweise durch den Alkohol neue Probleme auf.
4) Seit TF: (7 Monate)
Heute: ich habe ein wesentlich offeneres Verhältnis zu meiner Familie und zu meinen Freunden, ich brauche keinen Alkohol um meine Gefühle zu verdrängen oder darüber mit jemanden zu reden. Ich fühle mich wesentlich sportlicher und schlafe nachts viel ruhiger.

Heute und in Zukunft

20. Trinken Sie heute Alkohol? Wenn ja, was, wie viel und wie oft?
(Genaue Angaben in Sorte, Menge, Häufigkeit)

Wie bereits oben beantwortet, habe ich 2 -3 Monate nach dem TF keinen Tropfen getrunken, da der Schock schon sehr tief saß und ich dies erstmal verarbeiten musste.
Seitdem trinke ich aber am WE zum Essen ein Glas Wein oder max. 2-3 Bier. In der Woche trinke ich aber gar nichts.

21. Wann haben Sie zuletzt Alkohol getrunken?

Jetzt ist der letzte Genuss 2 Wochen her, dort war ich bei einem Geburtstag von einem Freund am 6.6.

22. Trinken sie gelegentlich alkoholfreies Bier?

Nein, ich hatte es früher schon einmal probiert, aber so wirklich kann es mich geschmacklich nicht überzeugen.

23. Warum trinken Sie heute Alkohol/keinen Alkohol?

Ich trinke Alkohol, da ich auf den ergänzenden Geschmack zu einem guten Essen nicht verzichten möchte. Zudem möchte ich auch gerne weiterhin bei gesellschaftlichen Anlässen mit einem Bier anstoßen.

24. Warum haben Sie das Trinken reduziert bzw. aufgegeben und warum nicht schon eher?

Ich werde nie wieder übertriebene Mengen an Alkohol trinken, weil ich nach / durch meine TF gemerkt habe, dass es wesentlich bessere Möglichkeiten gibt, mit seinen Problemen fertig zu werden. Wie schon geschrieben, löst Alkohol die Probleme auch nicht, sondern verschiebt diese nur. Nach meiner TF war ich doch sehr erschrocken und hatte viele intensive Gespräche mit meiner Familie und Freunden. Ich fühle mich jetzt wesentlich gefestigter und weiß, dass ich von allen Seiten Unterstützung bekomme und es hilft, seine Probleme offen anzusprechen.
Das KT hat zusätzlich den Vorteil, dass ich eine positive Entwicklung meiner Fitness erkenne und einen besser Schlaf habe. Ich bin zwar auch schon früher regelmäßig gelaufen, aber meine Regenerationszeit hat sich doch merklich verbessert.

Ja, wieso ich noch nicht früher darauf gekommen bin, ist wirklich schwer zu beantworten. In den Phasen, wo ich in einer Beziehung geborgen war, brauchte ich dieses enthemmende Gefühl auch nicht. Ich war immer so glücklich und auch bei Feiern, bei denen ich alleine war, wollte ich es nicht übertreiben, da ich meistens am nächsten Tag Unternehmungen geplant hatte, diese sollten nicht gefährdet werden.
Um jetzt auch ohne Beziehung aus diesem Sog herauszukommen, brauchte ich einfach diesen Schlag. So bitter es auch ist, aber es war einfach notwendig, um mir klar zu machen, wie mein Leben sich entwickelt hatte und dass es so nicht mehr weiter gehen konnte.

25. Wie haben Sie die Änderung Ihres Trinkverhaltens erreicht und dabei die Umstellungsphase erlebt?

Das ging aufgrund er Ereignisse von jetzt auf gleich. Ich war durch den Unfall bei meiner TF recht lange in einem Schockzustand. Es ist zum Glück nicht viel passiert, aber da war so viel Glück dabei und es hätte ganz anders ausgehen können. Das wurde mir sehr schnell bewusst. Da ich andere Personen gefährdet habe, weil ich übermäßigen Alkohol getrunken habe, war die logische Konsequenz sich damit auseinanderzusetzen und dies abzustellen. Der Schlag war so intensiv, dass ich bis heute nicht einmal auch nur ansatzweise in der Nähe war, wieder mehr als ein Glas Wein oder 2-3 Bier zu trinken.

26. Wie wirkt sich Ihr geändertes Verhalten auf Sie, Ihr Leben und Ihr Umfeld aus?

Ich habe bereits einige meiner Freunde soweit, dass sie Ihr Trinkverhalten eingeschränkt haben. Diese fahren heute auch nicht mehr mit 2 Bier Auto, alle kennen meine Bilder…
Somit hatte ich auch keine Schwierigkeiten, die Veränderung meines Trinkverhaltens unter meinen Freunden durchzusetzen.
Es gibt natürlich auch Veränderungen bei der Freizeitgestaltung. Früher ist man dann relativ schnell zum Alkohol gekommen und in irgendwelche Bars gegangen.
Heute gehen wir eher gemütlich Essen, Kino oder Billard bzw. Bowlen und anschließend tanzen. Aber ich finde es ist wesentlich besser sein Geld für ein vernünftigeres Essen auszugeben, als für billigen Alkohol.

27. Wie stellen Sie sicher, dass Ihr neues Verhalten dauerhaft stabil bleibt?

Das Ereignis hat bei mir tiefe Spuren hinterlassen. Ich war erschrocken über mich selbst, dass ich andere Personen so leichtsinnig gefährdet habe. Ich werde nie wieder meine Beherrschung verlieren und mehr Alkohol trinken, als ein begleitendes Getränk. Oder eben zum anstoßen in der Gesellschaft.
Ich habe durch meine neue Offenheit gegenüber meiner Familie und meinen Freunden eine viel stärkere Position, sodass ich mit meinen Problemen ganz anders umgehen kann.


28. Können Sie sich vorstellen, jemals wieder in Ihre alten Gewohnheiten zurückzufallen?
(Ja/Nein + Begründung)

Nein, wie eben schon geschrieben, möchte ich nicht noch einmal dafür verantwortlich sein, andere Personen so leichtsinnig in Gefahr zu bringen.

29. Wie wollen sie in Zukunft das Trinken vom Fahren trennen?

Ich werde nie wieder mit dem Auto zu einer Feier fahren, auch bei Genuss von einem Bier werde ich mich definitiv nie wieder hinter das Steuer setzen. Mir ist bewusst geworden, wie viel Glück ich hatte , dass meinem Unfallgegner und mir durch meine TF nicht mehr passiert ist und wir beide unser Leben genießen können. Ich werde mein Glück nicht ein weiteres Mal so herausfordern, dafür sind mir mein Leben, meine Familie und meine Freunde zu wichtig.

30. Haben Sie zum Abschluss noch etwas hinzuzufügen?

Es hört sich vielleicht etwas merkwürdig an, aber im Grunde ich bin ich dankbar für diese TF. Außer mein recht erheblicher monetärer Verlust ist nicht viel passiert und ich brauchte dieses Erlebnis, um wieder zurückzufinden.
Ich werde weiterhin allen helfen, das für sich selbst zu realisieren, wofür ich leider diesen Unfall gebraucht habe. Viele meiner Freunde kommen seitdem schon zu mir und reden mit mir über ihre Probleme, weil sie merken, dass ich positive Energie und Lebensstimmung versprühe.
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  #15  
Alt 23.06.2009, 15:49
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Hallo obin,

ich bitte dich vorab um etwas Geduld.
Dein FB muss in einigen Dingen bearbeitet werden.
Bekommst aber bald Antwort.



Gruß
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  #16  
Alt 25.06.2009, 02:32
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Tathergang

1. Beschreiben Sie den Tag Ihrer Trunkenheitsfahrt aus eigener Sicht mit Datum und Uhrzeiten.
(wann, wo und mit wem getrunken / wann und wie aufgefallen / Promille)

Meine TF ist bereits 9 Monate her. Bis zu diesem Zeitpunkt bin ich nie in irgendwelchen Verkehrsdelikten aufgefallen. Aber das Jahr 2008 war nicht einfach für mich, und die TF war der große Weckruf und negative Abschluss.
Nachdem ich mich im Feb. mit meiner Freundin verlobt hatte, trennte sie sich im Mai nach 4 Jahren Partnerschaft von mir, weil es anscheinend einen geeigneteren Partner geben sollte. So begann ein sehr negativer Abschnitt in meinem Leben.
Zum Glück haben sich alle meine Freunde viel um mich gekümmert. So kam es, dass ich eigentlich ständig unterwegs war, teilweise auch während der Woche. Ich habe in der Zeit sehr viel und regelmäßig getrunken. Es gab schon mal eine Black-out-Situation. Sicher hatte ich auch vor der Trennung Bier oder Wein getrunken, aber die Zeiten, mit hochprozentigem Alkohol und außerhalb der Kontrolle, hatte ich ewig nicht. In der Partnerschaft, war es meistens auch nur ein Wein zu besonderen Essen oder Feiern.
Jetzt hatte es sich zu einer Gewohnheit entwickelt, um die Gedanken zu vertreiben.

Am Tag meiner TF:
Ich war mit dem Auto bei einem Freund morgens zum Geburtstags-Brunch gefahren, anschließend war ich bei einem Fußballspiel und zum Abschluss noch auf einer Partymeile. Das Auto stand bei meinem Freund ca. 10 Min. entfernt. Ich hatte alle Sachen dabei, da ich dort auch übernachten wollte.

An diesem Tag war mein ständiger Begleiter der Alkohol. Gegen 23:30 erhielt ich einen Anruf, von einer Freundin, die ich ca. 1 Monat kannte. Sie vertraute mir sehr und erzählte mir, dass ihr schwarz vor Augen sei, ihr Kreislauf verrückt spielt und sie nicht wisse, wie sie nach Hause kommen solle.
Ich machte mir große Sorgen. Nach mehreren Gesprächen, war sie gegen 0:30 Uhr zuhause und wollte den Notarzt rufen. Anschließend war das Handy aus. Ich wusste nicht, ob der Notarzt da war oder nicht. Zu diesem Zeitpunkt ist bei mir ein Schalter umgesprungen und ich wollte sofort zu ihr. Ich habe nicht nachgedacht, bin zum Auto und wollte die ca. 120 KM zu ihr fahren.
Nach 80 KM kam es dann leider zum Unfall. Ich bin eingeschlafen und habe die Kontrolle verloren. Zum Glück ist bei dem Unfall keiner schwer verletzt worden. Mein Unfallgegner kam mit Prellungen leicht verletzt ins Krankenhaus und ich hatte keinen Kratzer.
Im Krankenhaus nutzte ich gleich meine Chance mich für meine Dummheit zu entschuldigen.
Ich hatte einen AAK von 2,16 und BAK 1,80. Bei 1,80 und 76 KG.

Es ist zwar schön, dass du so ausführlich dazu schreibst, ist aber unnötig.
Beantworte bitte nur die Frage. Zu den weiteren Ausführungen kommen wir später....

2. Was und wie viel haben Sie am Tattag insgesamt getrunken?
(Genaue Angaben in Sorte, Menge, Trinkzeit)

Es begann alles am Morgen zum Brunch mit einem Sekt (0,1) und 2-3 Bier (0,33) (11.00-13.30)
Auf dem Weg zum Fußball und im Stadion folgten dann weitere 5-6 Biere (0,4) (13.30-17.00)
Auf der Partymeile gab es dann bis 23:30 zum Essen 4 Weizen (0,5), 2 Degistif (Ramazotti) und in einer kleinen Bar nochmals 2 Cocktails (0,4)

Wieso brauchtest du nach dem Essen, 2 Degistif?....na egal Wie groß waren die? a 2cl? Was waren das für Cocktails?



Ab 23:30 hatte ich nichts mehr getrunken.

3. Wie viel Kilometer fuhren Sie, bis Sie aufgefallen sind und wie viel Kilometer wollten Sie insgesamt fahren?

Ich wollte insgesamt 120 KM fahren und aufgefallen bin ich nach ca. 80 KM durch einen Unfall.

4. Hatten Sie das Gefühl, noch sicher fahren zu können?
(Ja/Nein + Begründung)

Ich habe nicht wirklich darüber nachgedacht. Ich hatte nur im Kopf meiner Freundin zu helfen. Ich kann nicht sicher sagen, ob ich wirklich ein gutes Gefühl hatte. Aufgrund der gefahrenen 80 KM muss ich allerdings eine gewisse Kontrolle über das Fahrzeug gehabt haben.

5. Wie haben Sie die Trunkenheitsfahrt vermeiden wollen (wenn überhaupt)?

Ich wollte eigentlich bei meinem Freund übernachten. Das wäre auch so gekommen, wenn ich nicht diesen Anruf erhalten hätte. In einem solchen Zustand bin ich bisher noch nie gefahren und das wäre sicher auch dieses Mal nicht passiert.

"Eigentlich" ist ein Unwort, versuche es in nächster Zeit aus deinem Kopf zu streichen.
Da es aber passiert ist, solltest du diesen Teil weg lassen.

6. Haben Sie bereits früher im Straßenverkehr unter Alkoholeinfluss gestanden und sind aufgefallen?

Ich bin in der Vergangenheit mit Restalkohol und auch schon nach 4-5 Bieren gefahren. Aufgefallen bin ich allerdings nie.

Da du nicht aufgefallen bist, reicht hier als Antwort ein einfaches"Nein".



7. Wie oft haben Sie alkoholisiert am Straßenverkehr teilgenommen ohne aufzufallen und was folgern Sie daraus?

Ich nehme an, dass „alkoholisiert“ in diesem Fall auch das Führen eines Fahrzeugs mit Restalkohol und unter der vorgeschriebenen Grenze von 0,5 Promille aufgeführt werden soll.

Sorry, aber das o. klingt leider ziemlich überheblich.
Du musst auch nichts trennen, denn es ist relativ egal, ob es nun Restalk., oder nach ein paar Bierchen war. Es geht bei dieser Frage nur darum, ob oder ob nicht alkoholisiert gefahren wurde. Allerdings wird dir kein GA der Welt glauben, dass du lediglich 5x gefahren bist, mit Werten über der Prom.-Grenze. Bedenke, dass du mit einer BAK von 1,8 noch 80km weit fahren konntest. Sowas muss erstmal "antrainiert" werden...



Ich würde meine antwort deshalb gerne trennen.
1) mit Restalkohol und unter 0,5 bzw. früher 0,8 Promille, bin ich sicher während meiner 16 jährigen Fahrpraxis 60-70 mal gefahren. Es handelte sich dabei meistens um kurze Strecke bis max. 20 KM.
=> das ist natürlich nicht in Ordnung kam aber leider immer mal wieder vor, gerade im jugendlichen Leichtsinn in den Jahren 1993-2000.
2) Fahrten mit Alkohol über der erlaubten Promillegrenze kamen ca. 5 mal vor. Allerdings nicht mit dem Umfang, wie bei meiner TF.
=>das waren wirkliche Fehler in meiner Jugend, die letzte Fahrt vor meiner TF war auch schon sicher 10 Jahre her.

Auch die nachfolgenden Ausführungen sind schön formuliert, aber leider an der falschen Stelle.

Ich habe jetzt festgestellt, dass ich dieses Thema immer sehr leichtfertig behandelt habe. Nach meiner TF gehe ich damit auch ganz anders um, es hat mir die Augen geöffnet. Davon profitieren nun auch viele meiner Freunde, die durch meine Erzählung der TF und unterstützenden Bilder das Thema Fahren mit Alkohol auch anders handhaben.

Ich bin sehr glücklich, dass ich bei meiner TF so viele Glücksengel hatte und ich jetzt jeden Tag genießen kann. Es hätte wesentlich anders ausgehen können.

Geändert von Nancy (25.06.2009 um 02:43 Uhr)
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  #17  
Alt 25.06.2009, 03:42
Nancy Nancy ist offline
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8. Wann hatten Sie den ersten Kontakt mit Alkohol und wann haben Sie das erste Mal Alkohol zu sich genommen?
(Allererste Erinnerung und erster Konsum)

Den ersten Kontakt mit Alkohol hatte ich mit 14 Jahren an Silvester, dort durfte ich einen Sekt trinken. Es hatte in der Nase geprickelt und es war nicht mein Geschmack.

Gefragt wurde hier nach deiner allerersten Erinnerung. Die war nicht erst mit 14, oder?

9. Haben Sie regelmäßig Alkohol getrunken, und wie hat sich ihr Trinkverhalten in den letzten Jahren entwickelt?

Die Interpretation von „regelmäßig“ sieht jeder sicherlich anders.
Ich versuche es mal wie folgt zu beantworten.

Wieder diese Überheblichkeit....s.o.

Als ich mit 16 Jahren begann in einem Dorfverein Fußball zu spielen, begann es mit regelmäßigem Bier trinken. An den Wochenenden, gab es schon min. an einem Tag Bier.
Der erste hochprozentige Alkohol kam dann mit 17 Jahren und den Ausflügen in Diskotheken. Dort hatte ich min. 1-2 Mal im Monat so viel getrunken, das ich nicht Herr meiner Sinne war.
Diese Regelmäßigkeit hat sich bestimmt bis zu meinem 25 Lebensjahr hingezogen. Je nachdem, ob man mal in einer Beziehung war oder nicht, gab es entsprechende Schwankungen. In Beziehung hielt es sich immer in einem gewissen Rahmen.

Hier ist viel zu viel "Regelmäßigkeit" drin. Zusammen mit den häufigen Blackouts, stuft dich der GA ab jetzt als abhängig ein.
Wer ist "man"? Es geht hier um dich!
D.h., nur wenn du eine Beziehung hattest, konntest du mit Alk. umgehen?


Mit 25 hatte ich eine erste lange Beziehung und die Partys wurde weniger und somit auch das Trinkverhalten. Während der wichtigen Phasen des Studiums gab es dann auch regelmäßig Monate, wo ich gar kein Alkohol getrunken hatte.

Mit 29-30 gab es dann wieder ein Jahr, wo ich etwas mehr konsumiert hatte. Dies lag teilweise am beruflichen Stress und dem fehlenden Halt einer Beziehung.

D.h. es erneut, nur wenn du eine Beziehung hast, kannst du mit Alk. umgehen...?



Mit 30 begann dann die Beziehung zu meiner Ex-Verlobten und das Trinkverhalten entwickelte sich zu „kontrolliertem Trinken“ Ich hatte in den 4 Jahren nie einen Black-Out oder habe meine Kontrolle verloren.

Wieso hast du KT betrieben? Hat das deine Ex-Verlobte verlangt?
Ich meine damit, warum schreibst du nicht einfach, dass du in dieser Zeit wenig bis gar nichts getrunken hast, weil du kein Verlangen danach hattest. KT klingt sehr gezwungen und auch die Bestätigung, dass du in diesen 4 Jahren keinen einzigen Blackout hattest, schiebt dich eher "in", statt "aus" der Abhängigkeitsschiene.


Nach der Trennung bin ich dann in ein sehr tiefes Loch gefallen. Wie oben bereits beschrieben, versuchte ich die Gedanken und Gefühle zu ertränken. Ich hatte regelmäßig einen Black-out. Bis zur TF.

Das kannst du so bei der MPU nicht sagen!!!!
Der GA schickt dich mit der Auflage erstmal eine mind. einjährige Therapie zu machen wieder nach Hause.


Das nachfolgende gehört wieder nicht zu der o. Frage:


Seit der TF habe ich nie wieder hochprozentigen Alkohol getrunken. Ich hatte 2-3 Monate komplett auf Alkohol verzichtet. Danach immer nur max. 2-3 Bier oder einen Wein zum Essen getrunken.


Trotzdem meine Anmerkung dazu:
"nie wieder..." klingt als wäre die TF zehn Jahre her......sag doch einfach, trinke ich keinen hochpro...Alk. mehr...


Ich habe viel durch die TF gelernt. Das wichtigste war, dass ich mich nicht mehr so Abhängig von Beziehungen machen darf. Ich war sehr glücklich meine Eltern nach der TF wieder in den Arm schließen zu dürfen und habe seitdem ein viel engeres Verhältnis zu meinen Eltern. Wir reden über viel mehr Probleme, als früher.


10. Wie viel und wie oft haben Sie getrunken?
(Genaue Angaben in Sorte, Menge, Häufigkeit)

Teilweise ergibt es sich aus meinen Antworten zu den ersten Fragen.


o. weg lassen

16-17 am Wochenende Bier ich schätze mal so 7-10 (0,3)
17-25 zum Bier gesellte sich der Weinbrand & Rum meistens mit Cola. Am Abend trank ich dann schon neben 6-8 Bier auch eine halbe Flache Hochprozentiges. Das war 1mal pro Wochenende der Fall. 1-2 Mal im Monat kamen dann auch diverse Tequila dazu (geschätzt 5-8).
25-29 nur KT mit vielleicht 5 Ausnahmen im Jahr. In der Regel nur Bier und Wein.
29/30 teilweise wieder wie zwischen 17-25 allerdings eher mit Cocktails und Weizen. (einmal am WE sicher 6-8 Cocktails und 6 Weizen)
30-34 KT wie in der Zeit 25-29.
Seit TF nur max. 2-3 Bier oder einen Wein zum Essen, aber dies auch nur sehr selten.

....aber wenn ich mir die Auflistung so betrachte, kommt mir unwillkürlich in den Sinn, dass hier in einigen Jahren
35-????? wieder wie bei 17-25 J. stehen könnte
Bist du dir bei deinen damaligen Trinkmengen sicher? Oder hast du sicherheitshalber etwas "höher gegriffen"?



11. Wo und mit wem haben Sie überwiegend getrunken?

Meistens mit Freunden dann unterwegs in Bars oder Diskotheken.
Während der KT-Zeiten mehr zuhause zum Essen

12. Warum haben Sie getrunken?
(Innere + äußere Motive)

In der Jugend war es irgendwie ein Gruppenzwang, ich habe Fußball gespielt, war viel unterwegs, da gehört der Alkohol irgendwie immer zur Gesellschaft dazu.
Man wurde lockerer im Umgang mit anderen Personen.
Ich habe dies allerdings auch nie vermisst als ich mit 25 meinen Konsum zugeschraubt habe.
Es wurde dann wieder mehr, als ich wieder alleine war, Halt suchte und mit Freunden regelmäßig unterwegs war. Ich wollte meine negativen Gedanken unterdrücken.
Dies wiederholte sich dann nach meiner letzten Beziehung, dort war es dann allerdings noch extremer, da es eine sehr intensive Trennung war.
Bis zur TF bin ich in ein sehr tiefes Loch gefallen und dachte, dass ich mit Alkohol besser damit zu Recht komme. Das hat nicht funktioniert. Meine TF hat mir die Augen geöffnet. Seitdem weiß ich was mir wichtig ist und ich nicht abhängig von einer Beziehung sein muss. Ich bin selber mit mir glücklich.

Bitte das "man" aus dem Wortschatz streichen!!!
Deine Antwort ist hier zu dürftig.
Warum konntest du nur während deiner Beziehungen auf Alk. verzichten?
Was waren deine negativen Gedanken? Gut, jeder hat sicher irgendwann mal mit Trennungsschmerz zu kämpfen. Aber die meisten schaffen das auch ohne Alk. Warum musste Alk. als "Seelentröster" herhalten?
Der letzte Satz gehört hier nicht rein.
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  #18  
Alt 25.06.2009, 03:50
Nancy Nancy ist offline
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13. Welche Wirkung haben Sie in der Vergangenheit nach Alkoholgenuss bei sich beobachtet?
(bei wenig und bei viel Alkohol)

Was ist wenig Alkohol? Du solltest dir die Gegenfragen abgewöhnen....

Ich nehme mal die Grenze bis 5 Bier: ich fühle mich entspannter, der Alkohol wirkt enthemmend, man ist kontaktfreudiger.
Viel Alkohol: dadurch konnte ich meine Problemen für einen Moment vergessen, allerdings wirkt der Alkohol bei mir dann auch zur Selbstüberschätzung und Konzentrationsschwierigkeiten.
Am nächsten Tag setzt dann die Müdigkeit ein und ich fühle mich schlapp (Kopfschmerzen)

14. Gab es kritische Hinweise Anderer auf Ihren Alkoholkonsum und wie haben Sie darauf reagiert?

Also so richtig gab es eigentlich keine kritischen Hinweise. Ich war meistens mit Personen unterwegs, die ebenfalls Alkohol konsumiert haben. In den letzten 10 Jahren waren es ja auch nur 2 extreme Phase, die jeweils 3-5 Monate dauerten. Dies wurde von meiner Umgebung aufgrund der Ereignisse akzeptiert.
In meiner Jugend gab es die Eltern, die nicht begeistert waren, wenn man jedes Wochenende erst in der Nacht nach Hause kam und morgens nur wenig ansprechbar war.
Es gab dann schon entsprechende Mahnreden, die ich aber als Jugendlicher nicht wirklich Ernst genommen habe. Ich habe mich für kurze Zeit angepasst.

Also deine Eltern haben nichts zu deinem Alk.konsum gesagt, weil du Liebeskummer hattest? Merkwürdig, oder?
Wie war es denn mit deinen Freundinnen? Hat da nie eine gemeckert, wenn es doch mal etwas mehr Alk. war?
Wie war es an deiner Arbeitsstelle? Gab es nie Äußerungen von den Kollegen?



15. Welche Auswirkungen und Folgen hatte Ihr Alkoholkonsum auf Ihr Leben und Ihr Umfeld?

In der Jugend hatte der Alkohol eher positive Auswirkungen. Ich war anerkannt beim Sportverein, auf Partys und bei den Freunden. Durch die enthemmende Wirkung war ich auch entsprechend mutig und konnte mit einigen Aktionen die Freunde begeistern.
Nach der Jugend relativierte es sich. Der Alkohol war eher Genussmittel, ich kann damit überzeugen, dass ich mich etwas mit Wein auskenne. Der Alkohol spielte aber seit dem 25 Lebensjahr keine führende Rolle mehr.
Negativ war, dass ich nach viel Alkohol am nächsten Tag kein gutes Bild in der Gesellschaft abgegeben hatte. Gerade an dem Wochenenden, wo es oft Familientage gab, war ich nur schlecht ansprechbar. Das hatte sich aber alles seit dem 25 Lebensjahr geändert.

ja und dann??? Schließlich bist du doch älter als 25, oder? Was hatte sich denn alles geändert?

16. Gab es in Ihrem bisherigen Leben frühere Zeiten, in denen sie weit mehr Alkohol als heute getrunken haben?
Wenn ja, nennen sie bitte die Lebensabschnitte und mögliche Ursachen und Umstände dafür.

Ja, natürlich. Wie oben schon erwähnt habe ich seit der TF nur nach max. 2-3 Bier oder ein Wein getrunken. Wie auch schon berichtet, hatte ich in der Jugend (17-25) wesentlich intensivere Zeiten und eben auch in der Phase 29-30, sowie das halbe Jahr vor der TF mir 34. Die Ursachen waren in der Jugend eher Anerkennung und Gruppensog, wobei es in den beiden späteren Phasen eher um Verdrängung von Gedanken und Gefühlen ging.

Obin, du musst nicht erwähnen, dass du dies oder das bereits beantwortet hast. Jede Frage hat ihren Sinn. Hier sollen evtl. Widersprüche aufgedeckt werden....

17. Haben sie jemals die Kontrolle über ihre Trinkmenge verloren und bis zur Volltrunkenheit Alkohol konsumiert?

Ja, wie bereits beschieben kam dies leider in Vergangenheit öfter vor. Gerade in der Zeit vor der TF hatte ich schon mal einen Blackout, sodass ich nicht mehr Herr meiner Sinne war. Allerdings Volltrunkenheit, sodass man sich die Sachen anschließend noch einmal durch den Kopf gehen ließ, hatte ich in den letzten 10 Jahren nicht mehr.

Gut, vllt. können wir da geteilter Meinung sein. Ich finde, dass Blackouts und Volltrunkenheit gleich zu setzen sind....


18. Haben Sie früher schon einmal oder öfter über einen längeren Zeitraum bewusst und mit Absicht völlig auf den Genuss von Alkohol verzichtet?

Ja, ich hatte mit 20-21 mal diverse kurze Phasen.
a) hatte ich mal 1 Monat, wo ich Vegetarier war, das hat aber gar nicht funktioniert.
b) Dann gab es eine Phase, wo ich mich fast ausschließlich von Obst ernährt hatte (auch ca. 1-2 Monate)
c) Und es gab auch eine Phase, wo ich für 1-2 Monate auf Alkohol verzichtet hatte. Das war dann sogar in der gesamten Clique so und wir haben uns getroffen und Trinkspiele mit Antialkoholischen Getränken gespielt. (Zitronenextrakt, etc. man fühlte sich dann aber irgendwann fast genauso gelöst)

Das waren alles jugendliche Experimente, die aber immer nur für kurze Zeit anhielten.

Bei 1-2 Monaten kannst du nicht von einem "längeren Zeitraum" sprechen.
Es waren "kurze Phasen", wie du selber sagst. Also müsste deine Antwort "Nein" lauten.
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  #19  
Alt 25.06.2009, 04:33
Nancy Nancy ist offline
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19. In welcher Kategorie von Trinker haben sie sich früher gesehen und wie stufen Sie sich heute rückblickend ein?
(mit Begründung)

Dies muss ich in die unterschiedlichen Phasen unteteilen
Nein, das musst du nicht!!!
Ein allgemeiner Rückblick von früher und heute reicht vollkommen aus.


1) Jugend (17-25)
Damals: normales Verhalten, allerdings einer, der immer dabei war und auch bis zum Ende geblieben ist. Normal, da ich in meiner Umgebung nicht negativ aufgefallen bin
Heute: übertriebener Alkoholgenuss, weniger als die Hälfte hätte auch gereicht. Es gibt andere Möglichkeiten, um sich bei den Freunden zu profilieren
2) Beziehungsphasen
Damals wie heute: überwiegend KT, nie übermäßig betrunken gewesen, sehr ausgeglichenes Auftreten.
3) Verdrängungsphasen (29-30; 33-34)
Damals: ich fühlte mich einfach frei mit Alkohol. Mir war bewusst, dass es unangemessen viel war, aber ich dachte, ich brauche es um nicht ständig an den Schmerz denken zu müssen.
Heute: Das Leben ist viel zu wichtig und es gibt so viele positive Erlebnisse, als dass man es durch übermäßigen Alkoholgenuss verschwenden sollte. Wie viel Zeit ich alleine damit verbracht habe, um nach dem Alkohol wieder aufzustehen und mal nach draußen zu gehen, möchte ich gar nicht ausrechnen. Ich habe dort sicher viele schöne Tage verloren. Man braucht keinen Alkohol um mit einem Schmerz fertig zu werden. Man verschiebt die Probleme nur und löst sie dann erst wesentlich später. Zudem baut man sich teilweise durch den Alkohol neue Probleme auf.
4) Seit TF: (7 Monate)
Heute: ich habe ein wesentlich offeneres Verhältnis zu meiner Familie und zu meinen Freunden, ich brauche keinen Alkohol um meine Gefühle zu verdrängen oder darüber mit jemanden zu reden. Ich fühle mich wesentlich sportlicher und schlafe nachts viel ruhiger.

Schön, aber danach wurde gar nicht gefragt!

Heute und in Zukunft

20. Trinken Sie heute Alkohol? Wenn ja, was, wie viel und wie oft?
(Genaue Angaben in Sorte, Menge, Häufigkeit)

Wie bereits oben beantwortet
, habe ich 2 -3 Monate nach dem TF keinen Tropfen getrunken, da der Schock schon sehr tief saß und ich dies erstmal verarbeiten musste.
Seitdem trinke ich aber am WE zum Essen ein Glas Wein oder max. 2-3 Bier. In der Woche trinke ich aber gar nichts.

"Wie bereits...." dazu habe ich dir schon was geschrieben. Wenn du vor dem GA sitzt, sagst du doch auch nicht, dass habe ich Ihnen schon weiter oben beantwortet.....
Mengenangaben fehlen. Wie groß sind diese Gläser?


21. Wann haben Sie zuletzt Alkohol getrunken?

Jetzt ist der letzte Genuss 2 Wochen her, dort war ich bei einem Geburtstag von einem Freund am 6.6.

Auch hier schadet es nicht, Sorte und Menge des Alk. anzugeben..



22. Trinken sie gelegentlich alkoholfreies Bier?

Nein, ich hatte es früher schon einmal probiert, aber so wirklich kann es mich geschmacklich nicht überzeugen.

Ein einfaches "Nein" reicht hier vollkommen aus.



23. Warum trinken Sie heute Alkohol/keinen Alkohol?

Ich trinke Alkohol, da ich auf den ergänzenden Geschmack zu einem guten Essen nicht verzichten möchte. Zudem möchte ich auch gerne weiterhin bei gesellschaftlichen Anlässen mit einem Bier anstoßen.

Aber nicht bei jedem guten Essen, oder?
Alk. sollte von dir nur noch als Genussmittel gesehen werden, das du dir nur hin und wieder gönnst.


24. Warum haben Sie das Trinken reduziert bzw. aufgegeben und warum nicht schon eher?

Ich werde nie wieder übertriebene Mengen an Alkohol trinken, weil ich nach / durch meine TF gemerkt habe, dass es wesentlich bessere Möglichkeiten gibt, mit seinen Problemen fertig zu werden. Wie schon geschrieben, löst Alkohol die Probleme auch nicht, sondern verschiebt diese nur. Nach meiner TF war ich doch sehr erschrocken und hatte viele intensive Gespräche mit meiner Familie und Freunden. Ich fühle mich jetzt wesentlich gefestigter und weiß, dass ich von allen Seiten Unterstützung bekomme und es hilft, seine Probleme offen anzusprechen.
Das KT hat zusätzlich den Vorteil, dass ich eine positive Entwicklung meiner Fitness erkenne und einen besser Schlaf habe. Ich bin zwar auch schon früher regelmäßig gelaufen, aber meine Regenerationszeit hat sich doch merklich verbessert.

Ja, wieso ich noch nicht früher darauf gekommen bin, ist wirklich schwer zu beantworten. In den Phasen, wo ich in einer Beziehung geborgen war, brauchte ich dieses enthemmende Gefühl auch nicht. Ich war immer so glücklich und auch bei Feiern, bei denen ich alleine war, wollte ich es nicht übertreiben, da ich meistens am nächsten Tag Unternehmungen geplant hatte, diese sollten nicht gefährdet werden.
Um jetzt auch ohne Beziehung aus diesem Sog herauszukommen, brauchte ich einfach diesen Schlag. So bitter es auch ist, aber es war einfach notwendig, um mir klar zu machen, wie mein Leben sich entwickelt hatte und dass es so nicht mehr weiter gehen konnte.

Mach bitte aus "seine" das Wort "meine"
Wodurch fühlst du dich nun gefestigter? Das kann nicht allein durch die Gespräche mit deiner Familie gekommen sein


25. Wie haben Sie die Änderung Ihres Trinkverhaltens erreicht und dabei die Umstellungsphase erlebt?

Das ging aufgrund er Ereignisse von jetzt auf gleich. Ich war durch den Unfall bei meiner TF recht lange in einem Schockzustand. Es ist zum Glück nicht viel passiert, aber da war so viel Glück dabei und es hätte ganz anders ausgehen können. Das wurde mir sehr schnell bewusst. Da ich andere Personen gefährdet habe, weil ich übermäßigen Alkohol getrunken habe, war die logische Konsequenz sich damit auseinanderzusetzen und dies abzustellen. Der Schlag war so intensiv, dass ich bis heute nicht einmal auch nur ansatzweise in der Nähe war, wieder mehr als ein Glas Wein oder 2-3 Bier zu trinken.

Wie hast du diese Umstellungsphase erlebt? Nachdem der erste Schock vorbei war......gab es da nicht doch hin und wieder Momente, wo du gerne etwas - ohne Anlass - getrunken hättest?

Wie hast du das geschafft? Wie hast du dich mit dem Alk. auseinander gesetzt?
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  #20  
Alt 25.06.2009, 05:19
Nancy Nancy ist offline
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26. Wie wirkt sich Ihr geändertes Verhalten auf Sie, Ihr Leben und Ihr Umfeld aus?

Ich habe bereits einige meiner Freunde soweit, dass sie Ihr Trinkverhalten eingeschränkt haben. Diese fahren heute auch nicht mehr mit 2 Bier Auto, alle kennen meine Bilder…
Somit hatte ich auch keine Schwierigkeiten, die Veränderung meines Trinkverhaltens unter meinen Freunden durchzusetzen.
Es gibt natürlich auch Veränderungen bei der Freizeitgestaltung. Früher ist man dann relativ schnell zum Alkohol gekommen und in irgendwelche Bars gegangen.
Heute gehen wir eher gemütlich Essen, Kino oder Billard bzw. Bowlen und anschließend tanzen. Aber ich finde es ist wesentlich besser sein Geld für ein vernünftigeres Essen auszugeben, als für billigen Alkohol.

Wer sagt denn, dass du billigen Alk. trinken sollst......
Das ist an Antwort leider auch zu wenig. Du hängst noch mit den gleichen Leuten ab wie früher?........mmh.....der GA könnte das so sehen:
Er trifft sich nach wie vor mit den gleichen Leuten, nur dass die jetzt nicht mehr "nur" zusammen trinken, sondern beim "gemütlichen Essen", Billard, oder tanzen zum Alk. greifen. Verstehst du was ich damit meine?
Niemand sagt, dass du dich nicht mehr mit deinen Freunden treffen sollst, aber - rück das nicht zu sehr in den Vordergrund. Du triffst dich ab und zu mal mit denen, ansonsten hast du dein Leben geändert und andere Sachen sind jetzt wichtig(er) für dich. Sei es im Beruf, oder mal deinen Sport weiter aus, gibt es noch andere Hobbys? Vllt. triffst du dich ja auch ab und zu mit einer "guten" Freundin und ihr redet sehr viel über das Gefühlsleben von Frauen etc.

Bei der nächsten Frage, kannst du die Einleitung deines FB unterbringen.


27. Wie stellen Sie sicher, dass Ihr neues Verhalten dauerhaft stabil bleibt?

Das Ereignis hat bei mir tiefe Spuren hinterlassen. Ich war erschrocken über mich selbst, dass ich andere Personen so leichtsinnig gefährdet habe. Ich werde nie wieder meine Beherrschung verlieren und mehr Alkohol trinken, als ein begleitendes Getränk. Oder eben zum anstoßen in der Gesellschaft.
Ich habe durch meine neue Offenheit gegenüber meiner Familie und meinen Freunden eine viel stärkere Position, sodass ich mit meinen Problemen ganz anders umgehen kann.

...und wie gehst du damit um? Hast du eine SHG?
und schreibe/sage nie "nie". Das kann keiner im voraus und der GA glaubt dir das schon gar nicht..... Du betreibst jetzt KT und bist damit rundum zufrieden. Hier musst du noch einiges mehr schreiben, z.B. wie schön dein Leben jetzt ist, auch wenn es nach wie vor Probleme gibt. Baue alles was passt von deinen Aussagen, die nicht zu den jeweiligen Fragen gehörten, hier mit ein. Gehe besonders auf die Vermeidungsstrategien ein, z.B....früher habe ich, wenn ich mich einsam fühlte zum Alk. gegriffen....heute gehe ich ins Fitness-Studio, rufe eine gute Freundin (oder Freund) an, rede mit meiner Familie........etc.

28. Können Sie sich vorstellen, jemals wieder in Ihre alten Gewohnheiten zurückzufallen?
(Ja/Nein + Begründung)

Nein, wie eben schon geschrieben, möchte ich nicht noch einmal dafür verantwortlich sein, andere Personen so leichtsinnig in Gefahr zu bringen.

Doch!!!!! Du musst es dir sogar vorstellen können, damit es dir immer in Erinnerung bleibt und davon abhält, in alte Muster zu fallen.

29. Wie wollen sie in Zukunft das Trinken vom Fahren trennen?

Ich werde nie wieder mit dem Auto zu einer Feier fahren, auch bei Genuss von einem Bier werde ich mich definitiv nie wieder hinter das Steuer setzen. Mir ist bewusst geworden, wie viel Glück ich hatte , dass meinem Unfallgegner und mir durch meine TF nicht mehr passiert ist und wir beide unser Leben genießen können. Ich werde mein Glück nicht ein weiteres Mal so herausfordern, dafür sind mir mein Leben, meine Familie und meine Freunde zu wichtig.

Hier auch zuviel "nie wieder"....und der letzte Satz ist ein wenig zu dramatisch. Es geht ja nicht nur darum, dass du nicht mehr volltrunken Auto fährst, sondern auch mal mit "nur" 4 oder 5 Bier, bzw. mit Restalk.
Hier musst du "praktische" Lösungen anführen. Beispiel: Bei Feiern hinbringen und holen lassen, oder Taxi, Bahn und Bus benutzen. Oder für Übernachtungsmöglichkeit sorgen....etc.

30. Haben Sie zum Abschluss noch etwas hinzuzufügen?

Es hört sich vielleicht etwas merkwürdig an, aber im Grunde ich bin ich dankbar für diese TF. Außer mein recht erheblicher monetärer Verlust ist nicht viel passiert und ich brauchte dieses Erlebnis, um wieder zurückzufinden.
Ich werde weiterhin allen helfen, das für sich selbst zu realisieren, wofür ich leider diesen Unfall gebraucht habe. Viele meiner Freunde kommen seitdem schon zu mir und reden mit mir über ihre Probleme, weil sie merken, dass ich positive Energie und Lebensstimmung versprühe.

Hhhm, ganz ehrlich gesagt, würde ich das an deiner Stelle kpl. weglassen und mit einem "Nein" antworten.
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