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  #21  
Alt 09.01.2018, 21:44
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Alana Alana ist offline
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Zitat:
Zitat von Hara Beitrag anzeigen
mal eine generelle Frage : Sind diese Fachärzte eigentlich Psychiater oder Psychologen, da diese ja Drogen oder Alkoholauffälligkeiten beurteilen sollen.
Auch Diabetes oder Menschen mit Schlaganfall werden ja begutachtet.
Wie ist das denn geregelt?Sind das dann Mpu Ärzte, die einfach nur ein einfaches Gutachten erstellen?
In § 11 FeV ist geregelt, wer solche Fachgutachten abgeben darf. Das sind dieselben Qualifikationen, die auch für die Begutachtung in einer MPU erforderlich sind.

Sollte die Fachrichtung des Arztes die Begutachtung eines bestimmten Patienten nicht zu lassen, wird er das ablehnen. Dann gilt es einen anderen zu suchen. Die FSST kann auch in der Fragestellung eine bestimmte Fachrichtung fordern, was sie beispielsweise bei psychischen Erkrankungen auch tut.

Das ist in deinem Fall aber alles graue Theorie: um die Frage, ob bei Dir eine Alkoholabhängigkeit vorliegt, zu beantworten, ist jeder der in § 11 genannten Ärzte qualifiziert genug.
__________________
Liebe Grüße
Alana
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  #22  
Alt 10.01.2018, 00:10
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Alana Alana ist offline
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Du solltest dir die ICD 10-Kriterien für Alkohol ansehen. Um die wird es bei dem Gespräch. Davon sollten möglichst wenige (höchstens zwei) auf Dich zutreffen.
__________________
Liebe Grüße
Alana
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  #23  
Alt 10.01.2018, 00:47
Hara Hara ist offline
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Ok, das ist schon mal informativ Vielen Dank..

Gruß

Hara
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  #24  
Alt 10.01.2018, 18:52
Westfalenradler Westfalenradler ist offline
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Zitat:
Zitat von Alana Beitrag anzeigen
Zitat:
Wenn es ein einmaliger Ausrutscher war, war es noch lange kein Missbrauch.
Das soll der Facharzt ja anhand der ICD-Kriterien überprüfen.
Das Unerfreuliche ist, dass es für die Anordnung einer MPU schon ausreicht, wenn dem Gutachten zufolge Anzeichen für Alkoholmissbrauch vorliegen (also nicht unbedingt eine bombensichere Diagnose). Und da ist wieder Alkoholmissbrauch i.S.d. FEV gemeint, d.h. mangelndes Trennvermögen zwischen Fahren und Trinken, d.h. es müssen nicht zwingend die DSM- oder ICD-Kriterien für Missbrauch/schädlichen Gebrauch erfüllt sein.
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  #25  
Alt 10.01.2018, 19:17
octopussy octopussy ist offline
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Zitat:
Das Unerfreuliche ist, dass es für die Anordnung einer MPU schon ausreicht, wenn dem Gutachten zufolge Anzeichen für Alkoholmissbrauch vorliegen (also nicht unbedingt eine bombensichere Diagnose). Und da ist wieder Alkoholmissbrauch i.S.d. FEV gemeint, d.h. mangelndes Trennvermögen zwischen Fahren und Trinken, d.h. es müssen nicht zwingend die DSM- oder ICD-Kriterien für Missbrauch/schädlichen Gebrauch erfüllt sein.
Bedeutet das jetzt, dass jemand, der betrunken (nicht im Strassenverkehr) aufgefallen ist, beweisen muss, dass er niemals am Strassenverkehr teilnehmen wird???
Eine Abhängigkeit ausschließen ließe ich mir ja noch eingehen.

Das ist ja wirklich seltsam, denn nur eine Abhängigkeit außerhalb des Straßenverkehrs rechtfertigt eine MPU.
Missbrauch im verkehrsrechtlichen Sinne setzt die Teilnahme am Straßenverkehr voraus. (torkelnde Menschen auf der Straße mal außen vor...)
__________________
Liebe Grüße
Octopussy
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  #26  
Alt 10.01.2018, 20:28
Kai R. Kai R. ist offline
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Gerade Missbrauch im Sinne des Straßenverkehrs ist nicht gemeint, denn Trennvermögen liegt ja vor. Vier geht es um den suchttechnischen Missbrauch nach ICD 10. Und das sollte man entkräften können.

Hier sind die Kriterien für Mißbrauch aufgeführt: http://www.psychologie.uni-wuerzburg...lkohol_ICD.ppt

Etwas für die Zukunft beweisen kann ein äG gar nicht, und deshalb sieht die FEV auch die Anordnung einer MPU vor, denn die ist auf das zukünftige Verhalten ausgerichtet.
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  #27  
Alt 10.01.2018, 20:46
Hara Hara ist offline
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Hallo,

ich denke, es ist nachvollziehbar, dass Missbrauch ausgeschlossen werden muss.
Allerdings stellt sich die Frage, was Missbrauch darstellt. Wenn jetzt ein Gast auf einem Fest einen Liter Bier bestellt, ist daß Missbrauch? Ein Mensch aus Norddeutschland steht so einer Menge sicher ziehmlich erstaunt gegenüber. Ein Bayer sieht daß als Brotzeit.
Fahren nach Alkohol ist grundsätzlich zu unterlassen, da sollte man sich schon einig sein.
Doch wie sieht es eben aus, trinkt ein bayerischer Bürger eben ab und zu eine Maß Bier? Wird im dann der Führerschein entzogen, wenn das bekannt wird, daß er gleich einen Liter sich einverleibt?

Gruß Hara
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  #28  
Alt 10.01.2018, 21:26
Kai R. Kai R. ist offline
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Die Frage stellt sich nicht, wenn Du den Link liest.
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  #29  
Alt 11.01.2018, 00:37
Hara Hara ist offline
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Hallo,
ja schon.
Aber weiter oben steht die These, daß die ICD 10 etc. für Missbrauch nicht bindend sein müssen, darum hinterfrage ich die Situation betreffs Bayerischer Bürger etc.
Verstehe dies noch nicht ganz, wie dies dann gemeint ist...

Hara
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  #30  
Alt 11.01.2018, 00:38
octopussy octopussy ist offline
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Zitat:
Zitat von Kai R.
Gerade Missbrauch im Sinne des Straßenverkehrs ist nicht gemeint, denn Trennvermögen liegt ja vor. Vier geht es um den suchttechnischen Missbrauch nach ICD 10. Und das sollte man entkräften können.
Das ist mir schon klar.
Dass im Falle von F10.1 schädlicher Gebrauch (Missbrauch) eine MPU folgt, war mir nicht klar.
Die Fragestellung zielt ja auf Abhängigkeit ab
__________________
Liebe Grüße
Octopussy
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