Zurück   MPU Forum > MPU Diskussion > Alkohol MPU

Antwort
 
Themen-Optionen Ansicht
  #21  
Alt 18.05.2017, 08:29
kapomick kapomick ist offline
MPU Profi
 
Registriert seit: 18.04.2013
Beiträge: 5.547
Standard

Wegen was genau bist du verurteilt worden? Nur TF? Fahrlässig, vorsätzlich? Unfallflucht scheidet bei dir ja aus, was auch eine Möglichkeit für diese völlig überzogene Strafe wäre. Selbst die vom RA genannten 55 TS sind schon sehr happig, da im allgemeinen bei fahrlässigen TF´s 30 TS und 9-12 Monate FS-Entzug üblich sind.

Was verjährt ist, ist nicht mehr verwertbar, selbst wenn es noch in der Akte der FSSt ist. Aber in die hat das Gericht bei der Strafzumessung eh nicht reingeschaut. Natürlich mag dein letztes Delikt noch in der FSSt-Akte sein, bislang hast du dem SB keinen weiteren Grund gegeben, deine Akte in die Hand zu nehmen und sie zu säubern, das sollte aber vor der MPU geschehen. Deshalb ist dann Akteneinsicht notwendig, nachdem du die FE neu beantragt hast, aber bevor die Unterlagen ans MPI verschickt wurden.

BTW: ich verstehe, dass du unruhig und aufgeregt bist, aber SCHREIEN auch in Schriftform ist nie wirklich gut. Wir versuchen ja nur verstehen zu wollen, was bei dir so anders ist, dass das Strafmaß hoch ausfällt. Wir hatten es mehr als einmal, dass jemand mit der Wahrheit häppchenweise rausgerückt hat. Deine aktuelle Strafe steht in keinem Verhältnis zu sonstigen Verurteilungen bei den Angaben, deshalb hat @alana noch mal nachgefragt.
Mit Zitat antworten
  #22  
Alt 18.05.2017, 10:17
MZTobi MZTobi ist offline
Mitglied
 
Registriert seit: 09.04.2017
Beiträge: 29
Standard

Der strafbefehl liegt derzeit beim Anwalt. Es war Paragraph 315 , strassenverkehrsgefährdung, fahrlässig.
Scheinbar gibt es bei den richtsätzen so etwas wie ein nord süd Gefälle, ich wohne im äußersten Süden Deutschlands... wobei ich das auch nicht fair finde...
An sich wäre ich mit der höhe der Geldstrafe einverstanden, sehe es nur irgendwie nicht ein dass die sperrfrist so lange ist. Im urteil standen 13 Monate, als ich es bekommen habe, waren schon sieben Wochen vergangen. Insgesamt also knapp 15 Monate. Sehe halt die anderen Urteile hier und auf anderen seiten, da kann ich meinen befehl einfach nicht nachvollziehen...
Mit Zitat antworten
  #23  
Alt 18.05.2017, 10:49
falo999 falo999 ist offline
MPU Profi
 
Registriert seit: 20.03.2014
Beiträge: 1.196
Standard

Zitat:
Zitat von MZTobi Beitrag anzeigen
da kann ich meinen befehl einfach nicht nachvollziehen...
Naja war halt eine TF über 1,6%o mit einen Unfall und gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer (oder war das beschädigte andere Fahrzeug unbesetzt?).

Was du hier oft liest bei Sperren von 9-10 Monate sind meistens reine TF's und so empfinde ich die 15 Monate durchaus im Rahmen.
Mit Zitat antworten
  #24  
Alt 18.05.2017, 10:53
kapomick kapomick ist offline
MPU Profi
 
Registriert seit: 18.04.2013
Beiträge: 5.547
Standard

Zitat:
Zitat von falo999 Beitrag anzeigen
Naja war halt eine TF über 1,6%o mit einen Unfall und gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer (oder war das beschädigte andere Fahrzeug unbesetzt?).
Ist von einem geparkten KFZ die Rede. Also wenn sonst nix angefallen ist, ist das Strafmaß nicht nachvollziehbar und da lohnt sich dann ein isolierter Einspruch. Da kannst du nur punkten, auch wenn du damit rechnen musst, dass der StA meistens den Schlechtgelaunten spielen muss. Gelassen bleiben, hast ja einen Anwalt.

Aber das mit den Urteilen ist so eine Sache. Manche bekommen bei 2‰ 7 Monate, ich war bei meiner 1. TF mit 1,15‰ mit 11 Monaten dabei. So recht verstehen kann man das nicht.
Mit Zitat antworten
  #25  
Alt 18.05.2017, 11:06
Wörn Wörn ist offline
Mitglied
 
Registriert seit: 20.10.2016
Beiträge: 37
Standard ...

Hallo zusammen,
also das Strafmaß mit 15 Monaten ist happig. Allerdings nicht die Tagessätze.
Bei mir waren es 2 Promille und auch ein Unfall mit einem parkenden Auto, dazu 13 Monate Sperrfrist, die aber auch keine Rolle gespielt haben, da ich im Anschluss eine Therapie gemacht habe.
Bei der Versicherung wäre ich vorsichtig, meine Versicherung hat zwar den Schaden gezahlt, wollte von mir allerdings dann 5.000 Euro. Der Schaden bei dem parkenden Fahrzeug war insgesamt über 12.000 Euro.
Die wollten auch den Strafbefehl sehen. Bei "vorstätzlich" hätte die Versicherung nichts gezahlt.
Mit Zitat antworten
  #26  
Alt 18.05.2017, 12:56
MZTobi MZTobi ist offline
Mitglied
 
Registriert seit: 09.04.2017
Beiträge: 29
Standard

Das mit den 5000 Euro mit der Versicherung weiss ich, war kurz nach dem unfall bei denen und habe mich erkundigt. Rechtsschutz zahlt bei fahrlässig, nicht bei Vorsatz.
Autos waren unbesetzt, das ist ein autohändler, auf dem Hof standen Autos, die wurden durch meines teilweise touchiert.
Kann der Richter während der Verhandlung plötzlich von fahrlässig auf Vorsatz umentscheiden?
Mit Zitat antworten
  #27  
Alt 18.05.2017, 13:27
Wörn Wörn ist offline
Mitglied
 
Registriert seit: 20.10.2016
Beiträge: 37
Standard ...

In meinem Urteil stand "fahrlässig", somit hat meine Versicherung alles übernommen.
Allerdings musste ich 5.000 an die Versicherung zurückzahlen, da sie mich in Regress genommen hat.
Beim Vorsatz hätte ich alles an die Versicherung zurückzahlen müssen.
Wenn sie bei Dir alles zahlt hast Du hier zumindest schon mal viel Glück gehabt, was das Finanzielle bei der Versicherung betrifft.
Mit Zitat antworten
  #28  
Alt 26.05.2017, 16:38
MZTobi MZTobi ist offline
Mitglied
 
Registriert seit: 09.04.2017
Beiträge: 29
Standard

Habe eben in die Akte geschaut. Da ich nicht genau weiss ob es erlaubt ist, schreibe ich hier nur mal die (mMn) wichtigen Dinge rein, und lasse genaue Angaben zu Personen und Orten raus. was ich mir merken konnte. Mit dem Anwalt konnte ich nicht drüber reden, der war außer Haus.
Ich war beim Eintreffen der Polizei bereits im Krankenhaus, sie fanden lediglich mein Auto vor.
Zeugenaussagen sind drin, habe die mir entgegenkommenden Autos nicht gefährdet lt Aussage einer der Fahrer.
Personenschaden war außer mein eigener keiner.
Sachschaden mehrere Zehntausend Euro.
Alcotest freiwillig abgegeben. Blutentnahme freiwillig abgegeben.
Gegen die Beschlagnahme des FS steht Widerspruch drin. Ok ,kann mich nicht dran erinnern, aber wird wohl so gewesen sein...
Als der Krankenwagen kam saß ich noch im Auto. Angeschnallt.
Im Blutentnahmeprotokoll steht u.a. drin: rombergtest geringes schwanken, bindehäute gerötet, händezittern, finger-nase-test sicher, stimmung redselig, verhalten weinerlich, sprache deutlich.... mMn also keine Anzeichen dass ich dem Personal gegenüber aggresiv o.ä. war . Ist wie gesagt sonst auch nicht meine Art.
1,63 Promill BAK.
Auf die Aussagen der "Zeugen" (drei Jugendliche) sollte mMn wenig vertraut werden, sie schätzten meine Vmax mit 100 Kmh ein und meinten ich hätte Sekundenschlaf gehabt. Aber meinen kann man ja viel wenn man hunderte Meter entfernt im anderen Auto sitzt. Diese Aussagen halte ich jetzt mal für wenig belastbar?
Im strafbefehl steht nun "fahrlässig gehandelt und Gefahr fahrlässig verursacht". § 315 c. Straßenverkehrsgefährdung.
knapp 15 Monate Sperrfrist insgesamt, 70 TS.
Was mich wundert (ist vielleicht normal?) Dass von seiten der Staatsanwaltschaft keinerlei Begründung für das Strafmaß drinsteht...

Werde weiter abwarten und hoffen
Mit Zitat antworten
  #29  
Alt 26.05.2017, 18:32
Benutzerbild von tyler_durden
tyler_durden tyler_durden ist offline
MPU Profi
 
Registriert seit: 21.04.2006
Beiträge: 1.419
Standard

Zitat:
rombergtest geringes schwanken, bindehäute gerötet, händezittern, finger-nase-test sicher, stimmung redselig, verhalten weinerlich, sprache deutlich....
Also das heisst insgesamt nicht so wirklich starke Ausfallerscheinungen - bei der BAK war also noch Luft nach oben.

Zitat:
mMn also keine Anzeichen dass ich dem Personal gegenüber aggresiv o.ä. war . Ist wie gesagt sonst auch nicht meine Art.
Ob das jetzt unbedingt für Dich sprechen muss, ist noch eine andere Frage (s.o.).

Zitat:
Auf die Aussagen der "Zeugen" (drei Jugendliche) sollte mMn wenig vertraut werden, sie schätzten meine Vmax mit 100 Kmh ein und meinten ich hätte Sekundenschlaf gehabt. Aber meinen kann man ja viel wenn man hunderte Meter entfernt im anderen Auto sitzt. Diese Aussagen halte ich jetzt mal für wenig belastbar?
Wie gesagt, so stark alkoholisiert warst Du anscheinend nicht - also ist Sekundenschlaf eine mögliche Alternative für die Ursache des Unfalls.

Zitat:
Sachschaden mehrere Zehntausend Euro.
Reicht das nicht als Begründung für das vergleichsweise hohe Strafmaß aus?
__________________
-------------------------------------------------------------

"Erst nachdem wir alles verloren haben, haben wir die Freiheit, alles zu tun."

"Unsere Väter waren unser Bild von Gott. Unsere Väter haben sich verpisst. Was sagt uns das über Gott?"
Mit Zitat antworten
  #30  
Alt 02.07.2017, 12:30
MZTobi MZTobi ist offline
Mitglied
 
Registriert seit: 09.04.2017
Beiträge: 29
Standard

Servus Leute,

habe mich ja länger nicht gemeldet.
Falls es noch jemanden interessiert, ein kleines Update zu meiner Situation:
In Kürze steht die Gerichtsverhandlung an, ich hoffe nach wie vor, dass man hier noch etwas rausholen kann, am liebsten natürlich eine kürzere Sperrfrist.

Außerdem habe ich vor ein paar Wochen mit einer VP´in gesprochen, diese werde ich bis zur MPU in einem Abstand von je etwa einem Monat besuchen. Sie war selbst früher Gutachterin, und ist " Amtlich anerkannte verkehrspsychologische Beraterin nach § 4 Abs. 9 StVG" . SOllte also mMn einigermaßen seriös sein. Die Bezahlung ist stundenweise, ich kann selber entscheiden, ob und wie oft ich ihre Hilfe in Anspruch nehmen möchte.
Laut dieser VP ist eine Sperrfristverkürzung mit dem Mainz77 Kurs bei mir auf jeden Fall möglich, sie sprach davon, dass man die 3 Monate voll bekommen könnte (mir wären 2 Monate auch schon recht).
Strategie haben wir KT mit Haaranalysen gewählt. Diese werden zwar mMn keine Abstinenz nachweisen, da ich ja hin und wieder Alkohol konsumiere, allerdings meinte Sie, dass HA mit entsprechend niedrigen Werten auf jeden Fall hilfreich sind mein KT glaubhaft darzustellen. Werde 2-3 Proben machen, je nach dem wie lange die Sperrfrist dann schlussendlich gehen wird.

Werde euch nach der Verhandlung berichten, was dabei rausgekommen ist

Den Fragebogen werde ich dann, wenn die MPU etwas genauer terminiert ist, und ich mit der Psychologin weiter gekommen bin, nochmal einstellen

P.S.: Eine Frage habe ich noch: Kann ich meine FS-Akte bei der FSST auch jetzt schon einsehen? Oder erst mit der Stellung des Antrages zur Wiedererteilung? Und kann das Gericht diese Akte einsehen? Nicht, dass dort noch das Fahrverbot von vor einigen Jahren drin ist, und mir das vor Gericht auf die Füße fliegt, obwohl es ja nicht mehr verwendet werden darf (im Sinne von keine schlafenden Hunde wecken?) Im FAER ist es ja mittlerweile gelöscht, und die Überliegefrist ist ebenfalls abgelaufen...

Liebe Grüße,

MZTobi
Mit Zitat antworten
Antwort

Lesezeichen

Themen-Optionen
Ansicht

Forumregeln
Es ist Ihnen nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Anhänge hochzuladen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Ihre Beiträge zu bearbeiten.

BB-Code ist an.
Smileys sind an.
[IMG] Code ist an.
HTML-Code ist aus.

Gehe zu


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 22:07 Uhr.