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  #11  
Alt 12.04.2017, 20:28
prinzessbohne prinzessbohne ist offline
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Böse

Wenn z.B. als bedenklicher Alkoholkonsum beispielsweise schon mehr als 4 Bier pro Monat zählen, dann müssten fast alle Menschen in Deutschland Alkoholiker sein und "unter der Brücke leben". Diese Definition ist in meinen Augen schon sehr an der Realität vorbei.

Ganz nebenei: Nicht jeder Alkoholiker in Deutschland lebt unter einer Brücke.
Sie leben mitten unter uns und sind sogar gebildet, stehen in Lohn und Brot.
Haben eine Berufsausbildung mit Staatsexamen, vlt. sogar mit Doktortitel.
Wer weis? Gut, dass es nicht auf deren Stirn geschrieben steht.
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  #12  
Alt 13.04.2017, 10:17
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tyler_durden tyler_durden ist offline
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Zitat:
An die GENAUE Menge kann ich mich, genauso wie an den Unfall, wegen des erlitenen Schleudertraumas nicht mehr erinnern.
Schleudertrauma hat was mit Dehnung und/oder Streckung der HWS beim Unfall zu tun - das macht aber noch lange keine retrograde Amnesie.
Eine anschließende Contusio kann u.U. auch Amnesien machen, muss aber nicht zwangsläufig.

Zitat:
Habe daraufhin meine Freunde gefragt und mit Ihnen zusammen die besagten 1,5 Liter Bier und "paar" kurze, werden wohl so 5 Stück gewesen sein, rekonstruiert. Lt. Widmarkformel recht genau bis auf 1-2 Zehntel an den gemessenen BAK Wert rangekommen, So falsch kann es nicht sein
Wollen wir das doch mal nachrechnen:

Zitat:
Geschlecht: Männlich
Größe: 175 cm
Gewicht: 58 Kg
Alter: 23 Jahre

Trinkbeginn: 22 Uhr
Trinkende: 01:45 Uhr
Uhrzeit der Blutabnahme: 03:30 Uhr
1,5 l Bier = 7,5 Standardgläser = 0,75 Promille, dazu 5 Kurze 0,02 l = 5 Standardgläser = 0,5 Promille, ergo: Bruttopromille von 1,25 Promille.
Trinkzeit: 4 Stunden, sowie 1,5 Stunden Differenz zu Blutabnahme -> Zeitkorrekt: 0,55 Promille Abzug
Gewichtskorrektur: ich rechne der Einfachheit halber mit 80 kg - 20 kg = 60 kg, also 2 x 0,1 = 0,2 Promille dazu

Gesamtergebnis: 1,25 - 0,55 + 0,2 = 0,9 Promille bei Blutentnahme

Die angegebenen Trinkmengen reichen nicht aus, um die festgestellte BAK zu erklären. So würde das auch im Gutachten stehen.


Zitat:
Hast du dir den Fall denn durchgelesen?
Tu ich immer, bevor ich antworte.

Zitat:
Ich hatte einen Unfall mit dem Auto, konnte es nicht mehr sicher bewegen bei ~1,5 Promill.
Aha - das sind ganz neue Fakten.

Laut Deinen eigenen Angaben hast Du Dich noch sicher genug gefühlt, bist Du ca. 20 km ziellos gefahren und dann eingepennt!?

Zitat:
3. Wie viel Kilometer fuhren Sie, bis Sie aufgefallen sind und wie viel Kilometer wollten Sie insgesamt fahren?
Ca 20 Kilometer, habe kein festes Ziel gehabt.

4. Hatten Sie das Gefühl, noch sicher fahren zu können?
(Ja/Nein + Begründung)
Habe die Situation wohl aufgrund des Alkohols falsch eingeschätzt, fühlte mich zu dem Zeitpunkt doch recht sicher. War ein Trugschluss…
Zitat:
Muss wohl kurz eingeschlafen sein, ins Bankett gekommen sein und das Auto darauf „verrissen“ haben.
Das ist was vollkommen anderes als hackedicht zu sein und keine 100 m weit zu kommen, ohne drei Autos mitzunehmen.

Also entscheide Dich bitte mal für eine Version!? - Ich halte Deine "spontanen" Angaben aus dem Fragebogen für realistischer. Als was danach kommt, sind eher Schutzbehauptungen.

Zitat:
Wenn ich ein regelmäßiger starker Trinker wäre, hätte ich das Auto wohl nicht rausgelegt wegen der, in diesem Falle, hohe Gewöhnung an Alkohol...
Das Problem war nicht die starke Alkoholwirkung, sondern der Sekundenschlaf. Je höher die Gewöhnung, desto weniger stark Ausfallerscheingungen und Beeinträchtigungen.
Sieh es einfach ein: Du bist definitiv überdurchschnittlichen und nicht immer kontrollierten Alkoholkonsum stärker gewöhnt. Das beisst die Maus keinen Faden ab.

Zitat:
Ein Arbeitskollege wurde mit über 2 Promill in einer allgemeinen Verkehrskontrolle angehalten, ohne Verdacht auf Konsum, da er "normal" gefahren ist. Dieser besagte Kollege ist Alkoholiker....
Was nur bestätigt, was ich schon geschrieben habe.
Nochmal ganz einfach: Der Unfall war weniger Folge der starken Alkoholisierung sondern des Sekundenschlafs.

Was würdest Du antworten, wenn ich Dich jetzt noch frage, wie Du die Trinkmenge am Abend des Unfalls einschätzt - durchschnittlich, viel oder eher wenig?

Das alles bestätigt nur noch mehr die Wahrnehmung, dass Du Dich einfach noch in einer ziemlich starken Abwehrhaltung befindest, weil es noch nicht wahrhaben willst, dass es Dich erwischt hat und dass Du um die MPU nicht herumkommen wirst, wie es Dir evtl. von einem dilletantischen Anwalt suggeriert wurde. Ich kann auch verstehen, dass es für Dich nicht leicht ist, zu realisieren, dass Du ein nicht unerhebliches Alkoholproblem hast.
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Geändert von tyler_durden (13.04.2017 um 10:46 Uhr)
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  #13  
Alt 13.04.2017, 13:18
MZTobi MZTobi ist offline
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Ich gebe zu, dass ich auf Partys und anderen Verantaltungen, auf denen ALkohol getrunken wurde, öfter zu viel getrunken habe. Habe dann teilweise Dinge gesagt, die ich im nüchternen Zustand nie gesagt hätte (Keine Aggresiven Dinge, eher Gefühle und Probleme, bin öfter sentimental geworden )...
Meine maximale Menge, die ich an solchen Abenden meist getrunken habe, waren so 5-6 Bier, danach wurde es mir schlecht und die Party war (für mich) vorbei...
Das ist im Umgang ehrlich gesagt mMn mein Problem, ich trinke zwar selten viel, aber wenn dann meist zu viel...
Wie schon zuvor erwähnt, ein Bier am Abend ist nichts, mit dem ich Probleme habe, nach dem einen Bier gehe ich idR schlafen...
Es sind die seltenen Abende an denen ich dann doch zu viel intus habe und eben auf "dumme Gedanken" komme wie eben an dem Unfallabend
Ich konnte in diesem Falle Genuss und "Missbrauch" nicht klar voneinander trennen...

Meine Angst ist es einfach, dass wenn ich das einem GA erzähle, er mich als totalen Idioten (im wahrsten Sinne) abstempelt, obwohl dies definitiv nicht der Fall ist... Ich stehe normal im Leben, habe gearbeitet, mache jetzt eine weiterführende Schule, die nächste ist schon gebucht, habe normale gute Familiäre Verhältnisse, engagiere mich Sozial (bilde unentgeltlich Musikinstrumente aus), habe normale Hobbys und soziale Kontakte...

Auf der einen Seite sehe ich , klar, es haben schon heftigere Fälle wie ich die MPU bestanden, auf der anderen habe ich eben diese Angst dass ich wegen diesem Fehler, wenn ich ihn zugebe, auf ewig ohne Führerschein dastehe, man ist abhängig vom GA, und ich bin in gewissermaßen abhängig vom FS. Ohne geht nix hier in der Region...

Es war natürlich ein großer und vor allem unnötig dummer Fehler was passiert ist, ich bin heilfroh dass ich niemanden Verletzt habe.
Aber Fehler sollten, wenn die Einsicht da ist, mMn auch vergeben werden. SO handhabe ich dies persönlich.
Da ich noch nie eine MPU gemacht habe, bin ich einfach enorm unsicher, ob Wahrheit, Halbwahrheit oder tolle Geschichte diese Prozedur erfolgreich abschließen wird...


Zu der Rechnung muss ich allerdings nochmal zurückkommen... Was ist daran Falsch? Die Widmarkformel ist doch eine anerkannte "Größe"?
Wenn die FOrmel nach der benötigten Menge ALkohol in Gramm umstelle, sieht diese doch so aus:

Promillewert * Körpergewicht * 0,7 = Menge Alk in Gramm

Promillewert würde ich jetzt mal so festlegen: er müsste zu Trinkgebinn ca 2,1 Promille gewesen sein, da zwischen Trinkbeginn und Blutabnahme rund fünf stunden vergingen (also 0,5 Promille abbau in der Zeit, damit ich auf den BAK von 1,6 komme).

2,1 Promill * 58 Kg * 0,7 = 85 Gramm Alkohol.
1,5 Liter(Bier) * 0,8 (Dichtefaktor Alk) * 5,5 Vol% = 66 Gramm ALkohol
100 ml Likör (=5 Kurze) * 0,8 * 20 Vol% = 16 Gramm
66+16 = !82 Gramm Alkohol!

Habe ich nun die Formel falsch verstanden oder was sollen die differenzen zwischen meiner und deiner Rechnung?! Ich habe dies nach bestem Wissen und Gewissen gemacht, und in Mathe bin ich jetzt auch kein VOllanfänger... Oder habe ich einfach was falsch verstanden?!
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  #14  
Alt 13.04.2017, 14:48
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tyler_durden tyler_durden ist offline
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Zitat:
Aber Fehler sollten, wenn die Einsicht da ist, mMn auch vergeben werden. SO handhabe ich dies persönlich.
Bei der MPU geht es nicht primär um moralische Größen wie Schuld oder Reue, sondern darum, dass Dir Ursachen, Hintergründe, Ausmaß und Folgen Deines problematischen Umgangs mit Alkohol klar genug, um auf der Basis dieses Problembewusstseins zukünftige Auffälligkeiten zu vermeiden.

Zitat:
Meine Angst ist es einfach, dass wenn ich das einem GA erzähle, er mich als totalen Idioten (im wahrsten Sinne) abstempelt, obwohl dies definitiv nicht der Fall ist...
Warum sollte ein Gutachter das tun? - Es geht nicht um moralische Urteile, sondern um eine realistische Sichtweise und ein ausreichendes Problembewusstsein.

Zitat:
auf der anderen habe ich eben diese Angst dass ich wegen diesem Fehler, wenn ich ihn zugebe, auf ewig ohne Führerschein dastehe, man ist abhängig vom GA, und ich bin in gewissermaßen abhängig vom FS.
Die MPU ist keine Sache von Willkür oder eine Frage der Tageslaune des Gutachters. Es gibt verbindliche Vorgaben (Begutachtungs-Leitlinien und Beurteilungskriterien), nach denen die Sache so transparent und nachvollziehbar wie möglich gestaltet wird. Die MPU-Träger werden auch anhand dieser Vorgaben ständig in der Qualität ihrer Arbeit bewertet - intern wie extern durch eine zentrale Aufsichtsbehörde (BAST).
Die Voraussetzungen für eine positive Prognose z.B. bei Alkoholmissbrauch sind hinreichend bekannt. Bereitest Du Dich entsprechend darauf vor, hast Du eine gute Chance, wieder zu fahren.

Zitat:
Da ich noch nie eine MPU gemacht habe, bin ich einfach enorm unsicher, ob Wahrheit, Halbwahrheit oder tolle Geschichte diese Prozedur erfolgreich abschließen wird...
Wieder große Begriffe, die bei der MPU nicht wirklich von Bedeutung sind. Es geht darum, authentische, nachvollziebare, stimmige und widerspruchsfreie Angaben zu machen. Das ist das Wichtigste.

Zitat:
Was ist daran Falsch? Die Widmarkformel ist doch eine anerkannte "Größe"?
Anerkannt ja, aber längst nicht mehr unumstritten. "Meine" Rechnung ist eine Alternative, die von Gutachtern und in Nachschulungskurse sowie in der MPU-Vorbereitung verwendet wird.
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  #15  
Alt 17.05.2017, 16:13
MZTobi MZTobi ist offline
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Hallo Leute,
nun ist die TF ziemlich genau 2 Monate her.
Habe inzwischen den größten Ärger und Frust hinter mir gelassen.
DIe Zeit bisher ohne Führerschein war zwar nicht angenehm, aber ich habe mich mittlerweile damit arrangiert (E-Bike und gute Freunde/Familie sei Dank).
Mittlerweile bin ich auch zu der Einsicht gekommen, dass der erste Fragebogen ziemlicher Quatsch war, um ihn wirklich sinnvoll zu beantworten, sollte schon einige Zeit ins Land gehen. Aktuell habe ich einige Fragen nochmals neu überdacht und realistisch, ohne mich besser oder schlechter zu machen, ausgefüllt. Bei einigen Fragen benötige ich noch etwas Zeit, um sie aus eigener Erfahrung und mit genügend Ein/Weitsicht beantworten zu können.
Zusätzlich stecke ich gerade in der Prüfungsphase meiner Technikerschule und werde daher die nächsten zwei Wochen wohl nicht dazu kommen, möchte diese Phase erst komplett abschließen und dann das Thema MPU näher fokussieren.
Wenn dies passiert ist, werde ich ihn nochmals einstellen, und würde mich freuen, wenn ihr mich weiter unterstützen könnt.
Ich halte zwar vom System MPU nach wie vor nicht viel, das wird sich auch nicht ändern, habe mich aber damit abgefunden, sie machen zu müssen.

Mittlerweile ist auch der Strafbescheid angekommen, 1,63 Promill stehen nun final drin, heißt wegen 4 Hundertstel darf ich nun zur MPU antreten
Ich habe allerdings zusammen mit meinem RA Einspruch erhoben, da uns das Strafmaß doch sehr hoch vorkommt (insgesamt 15 Monate Sperrfrist und 70(!) Tagessätze). Das wird an der MPU natürlich nichts ändern, aber da ich eine Rechtsschutz habe die bezahlt, denke ich, kann man nichts verlieren. Bin wie gesagt noch nie Straffällig geworden, im FAER sind keinerlei Einträge, beim Unfall sind keine Personen zu Schaden gekommen, bin Einsichtig... Mal gucken, vielleicht ist der Richter gnädig und kommt mir ein wenig entgegen. Werde euch auch dazu auf dem laufenden Halten, ist sicher für den ein oder anderen Interessant
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  #16  
Alt 17.05.2017, 18:45
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Alana Alana ist offline
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Zitat:
insgesamt 15 Monate Sperrfrist und 70(!) Tagessätze
Das ist allerdings ganz ordentlich und deutlich über dem hier zu beobachtenden Durchschnitt.
__________________
Liebe Grüße
Alana
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  #17  
Alt 17.05.2017, 21:40
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tyler_durden tyler_durden ist offline
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Zitat:
das Strafmaß doch sehr hoch vorkommt (insgesamt 15 Monate Sperrfrist und 70(!) Tagessätze)
Gibts da nicht vielleicht doch noch irgendwas, das Du uns versehentlich noch nicht mitgeteilt hast?
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  #18  
Alt 17.05.2017, 22:23
MZTobi MZTobi ist offline
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Nichts, was ich wüsste... Wie schon mehrere male oben beschrieben, nicht vorbestraft, Ersttäter, keine Punkte in FB, etc pp...
Die hohe Anzahl der TS kann ich mir unter Umständen daher herleiten, als dass der TS an sich sehr niedrig ausfällt (10 € pro Tag) und das Gericht dann halt die Anzahl hochgenommen hat, um an "ihr" Geld zu kommen... Die Geldstrafe würde mir nicht weiter weh tun, aber die 15 Monate Sperrfrist halte ich doch für etwas überzogen. 12 Monate wären mMn hier vertretbar, wenn ich mich so im Netz umschaue, was da teilweise für Urteile gesprochen wurden ist meins ja Lichtjahre davon entfernt!
Habe mit dem Anwalt darüber geredet, er meinte, in unserem Bezirk seien für vergleichbare Sachen bisher immer rund 55 TS und 11-12 Monate Sperrfrist angesetzt worden. Der Sachschaden ist zwar schon recht hoch (mehrere 10-Tausend Euro), aber das finde ICH bei der Festlegung der Strafe nicht unbedingt als ausschlaggebend. Wie das Gericht dies sieht, kann ich nicht beurteilen. 100 Meter weter wäre eine Wiese gewesen, da wäre der Fremdschaden wohl 0 € gewesen ... Der Anwalt hat da von "Handlungsunwert" und " Erfolgsunwert" geredet?
Die Akte ist vom Anwalt beantragt worden, aber so wie es aussieht noch nicht angekommen. Werde wenn sie da ist, mal reinschauen, vielleicht stehen da noch Dinge drin, die ich nicht weiss... Kann mich , wie schon gesagt, nicht mehr an den Unfall selbst erinnern, vielleicht habe ich noch böse Wörter benutzt o.ä., was ich aber nicht glaube, da dies nicht meine Art ist mit anderen Leuten umzuspringen. Außerdem war ich ja nicht bei vollem Bewusstsein, ich schätze mal, dass ich eher im Auto gesessen habe und gar nichts mehr machen konnte, außer warten, dass mich die Feuerwehr rausholt und direkt in den Krankenwagen steckte. Mich selber macht das heute noch fast wahnsinnig, dass ich einfach nicht mehr weiss was genau passiert ist und wie die Zeit vom Unfall bis ins Krankenhaus abgeloffen ist, diese ungewissheit kann extrem nervig sein ... Mal abwarten, was die Akte erzählt.

Sind eigentlich Vergehen im Straßenverkehr, die bereits im FAER gelöscht sind, vielleicht noch bei der FÜhrerscheinstelle in meinem Kreis einsehbar, und wenn ja, dürfen diese dann überhaupt noch verwendet werden wenn die in Flensburg schon gelöscht sind? Hatte vor einigen Jahren mal ein Monat Fahrverbot wegen zu schnellem Fahren. Aber das ist jetzt schon 3-4 Jahre her? Habe vor zwei Wochen einen Auszug des FAER erhalten, da war nichts mehr drin (bis natürlich die jetzige TF).

Geändert von MZTobi (17.05.2017 um 22:38 Uhr)
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  #19  
Alt 17.05.2017, 22:45
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Alana Alana ist offline
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Zitat:
Die hohe Anzahl der TS kann ich mir unter Umständen daher herleiten, als dass der TS an sich sehr niedrig ausfällt (10 € pro Tag)
So läuft das Spiel aber nicht. Das ist ja gerade der Sinn von Tagessätzen. Es wird eine dem Delikt angemessene Anzahl von TS festgelegt, die soll bei vergleichbarem Delikt bei allen gleich hoch sein. Wieviel € dann so ein TS beträgt, hängt dann von den Einkommensverhältnissen jedes Einzelnen ab, weil die Strafe allen gleich weh tun soll.

10 €, da ging das Gericht von einem relativ geringen Einkommen Deinerseits aus. Aber 70 Tagessätze zeigt die Einordnung eines schwereren Deliktes.

Bin mal gespannt, was in der Akte steht. Kann es sein, daß Du nicht so still in deinem Wagen gesessen hast, sondern ein bißchen renitent warst?
__________________
Liebe Grüße
Alana
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  #20  
Alt 17.05.2017, 22:51
MZTobi MZTobi ist offline
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ICH WEISS ES NICHT. Daher kann ich es weder bejahen, noch kann ich es ausschließen. Aber was müsste ich denn für ein "schweres Delikt" gemacht haben? Den Polizeibeamten verprügeln? Habe noch nie in meinem Leben jemanden geschlagen, an diesem Abend sicher auch nicht. Ein Atemalkoholwert liegt ja auch vor, habe mich in dem Fall nicht geweigert einen zu machen, auch wenn ich mich nicht an selbigen erinnern kann...
Wie gesagt, ich will in die Akte sehen, spätestens da müssten solche Details ja stehen, oder? In meinem Strafbefehl stand dazu nichts näheres. Wie damit umgegangen wird, fallss tatsächlich irgendwas in der Art vorgefallen sein sollte, ich denke, da kann mich der RA am besten beraten wie man damit umgeht. Ich denke aber, dass sich der RIchter ein Bild von mir machen wird, und das sollte nicht allzuschlecht ausfallen. Bin ja sozial engagiert, "gut bürgerlich" erzogen, kein Schläger-oder-Gewalttyp, gehe brav zur Schule und danach und zuvor geregelt zum arbeiten, möchte die Tat ja auch nicht abstreiten...
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