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  #91  
Alt 14.01.2018, 10:44
Sven139 Sven139 ist offline
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Zitat von Hara Beitrag anzeigen
Ich denke, diese Frage wird sich doch nicht stellen, denn eine hohe Promillezahl entsteht doch grundsätzlich durch einen Kontrollverlust. Das wird man doch erst gar nicht groß erklären müssen, dies dürfte eine Tatsache sein. Oder liege ich da falsch?

Gruß
Hara
Das ist eben die Frage. Ist es ein Kontrollverlust, wenn ich schon vorher wusste das ich trinken werde. aber dann nicht itelligent genug war auch das auto dort stehen zu lassen?
Es ist ja so, dass ich "noch" hoffe eine kürzere sperrfrist zu erhalten. wenn der GA aber Kontrollverlust feststellt, brauche ich ja sowieso ein Jahr nachgewiesene abstinez. wenn ich das dann hochrechne, bin ich auf einer führerscheinfreien zeit von 15 Monaten. Da hilft mir eine kürzere sperrfrist auch nichts. würde aber KT durchgehen (was ich bei kontrollverlust nicht annehme) dann könnte es doch helfen. auf jeden fall bin ich in einer, zur zeit, freiwilligen abstinenz und beginne februar mit der haaranalyse.
LG
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  #92  
Alt 14.01.2018, 10:47
Sven139 Sven139 ist offline
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Zitat von Unnoetig Beitrag anzeigen
Hallo Sven,
ich habe gerade meine MPU hinter mir und bestanden. Wie auch immer. Bereite Dich auf den Termin bei der Verhandlung vor, als wäre es eine MPU. Schnapp Dir den Fragenbogen ackere den durch und beantworte für Dich die Fragen. Ich denke die eine oder andere Frage wird der Richter auch stellen und dann solltest Du sehr gut vorbereitet sein.
Denke auch an das Auftreten beim Richter, Klamotten, etc.

Nach der Verhandlung sag mal bitte sofort Bescheid, wie die ausgegangen ist, denn die Zeit tickt immer.

Ich hatte eine Sperrfrist bei 1,71 BAK (Stand auf dem Parkplatz auf der Autobahn) von 10.02.2017 bis 31.12.2017. Das ganze in Hessen. Ich hatte 40 Tagessätze á 50 Eur. Das war meine erste Tat. Noch nie ein Punkt, etc.

Ich hoffe Du bist noch abstinent, das hilft erst allemal.
Das erggebniss gebe ich auf jeden fall gleich bekannt.
Danke für den tip mit dem fragebogen, das mache ich, der anwalt sagte zwar ich solle absolut nichts über mein trinkverhalten sagen, aber ob das so gut ist?
Abstinent bin ich seit dem tag nach der TF. Da hab ich keine probleme. das bleibt auch so.
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  #93  
Alt 14.01.2018, 20:04
kapomick kapomick ist gerade online
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Es gibt unterschiedliche Varianten des Kontrollverlustes:
Die eine ist die, dass man irgendwann so voll ist, dass man nicht mehr Herr (oder Frau) seiner/ihrer Sinne ist und durch die Gegend torkelt. Das geschieht bei jedem auf unterschiedlichem Pegel. Manch einer wirkt auch bei 2‰ noch sehr kontrolliert.
Was aber noch mal wesentlich beachtenswerter ist, ist der Kontrollverlust bezüglich der Trinkmengen. Wenn du also in deine Lieblingskneipe gehst und willst 1 Bier trinken (bei uns in Bayern ist das ja schon Grenzwert), aber dann ist der Abend so nett und lauschig und du hast plötzlich 6 Bier intus, dann hast du auch einen Kontrollverlust betrieben. Und gerade der macht KT schwierig. Du hast dir was vorgenommen und es nicht eingehalten. Warum solltest du das nach einer MPU plötzlich anders machen.
Generell gilt: wer auf KT geht, sollte solche Formen von Kontrollverlusten oder Filmrissen mengenmäßig gering, sehr gering halten. Also die zweitgenannte Form am besten gar nicht.
Was Trinkmengenangaben im Gericht angeht: solltest du gefragt werden, wie viel du am Tag der TF getrunken hast, dann würde ich da durchaus eine Aussage machen, natürlich eine, die rechnerisch stimmig ist, die du auch für die MPU übernimmst. Das zeigt dem Gericht nämlich, dass du dir schon Gedanken gemacht hast. Wenn du sagst, du hattest ein Bier, dann darfst du nicht damit rechnen, dass der StA dich wirklich ernst nimmt. Andererseits würde ich nicht gleich die ganze Trinkvergangenheit ausplaudern. Das wird ja alles protokolliert, aber im Regelfall vor Gericht gar nicht gefragt. Fakt ist: du hast deine 1,75‰, die kommen net vom Rasierwasser, in einer ehrlichen Auseinandersetzung kannst du dazu stehen und ich denke mal, das macht im Regelfall eher Eindruck, wenn du sagen kannst: ich habe das mal nachvollzogen und es sind die und die Trinkmengen. Das macht dich authentisch als einen, der sich um seine Problematik kümmert. Und genau DAS willst du ja dem Gericht verklickern, damit sie Nachsicht walten lassen.
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  #94  
Alt 14.01.2018, 20:17
minilee minilee ist offline
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Zitat:
Es gibt unterschiedliche Varianten des Kontrollverlustes:
nein, auf jeden Fall nicht für einen GA...

mehr trinken, als man wollte = Kontrollverlust...
__________________
Das Leben wird vorwärts gelebt, aber nur rückwärts verstanden...
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  #95  
Alt 14.01.2018, 20:20
kapomick kapomick ist gerade online
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Bin ich nicht Herr meiner Sinne = Kontrollverlust über den Körper.
An den denken halt nun mal die meisten hier, deshalb hab ich beide Varianten aufgeführt und den anderen als den relevanteren aufgeführt. Sven hat ja oft genug in diversen Threads nachgefragt...
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  #96  
Alt 16.01.2018, 12:15
Sven139 Sven139 ist offline
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Standard Mein Fragebogen

Da ich nächste Woche meinen Gerichtstermin habe, und mir @unnoetig, geraten hat den Fragebogen durchzugehen, stell ich ihn ein.
Ich hab ihn so geschrieben, wie ich es heute dem GA erzählen würde und hab ihn auch nicht nochmals durchgelesen damit ich nicht noch etwas ausbessere.
Ach ja. Die Trinkzeit hab ich angepasst, da ich zuerst 16 Uhr schrieb. Da hab ich aber nur ein kleines Bier getrunken und erst um ca.19:00 zum "saufen" begonnen.

Bitte wiederholt diese Angaben nochmal, da diese zum Überprüfen eurer Trinkmengen benötigt werde:
Zur Person
Geschlecht:m
Größe:181
Gewicht:73
Alter:50

eventl. Bundesland: Bayern

Was ist passiert?
Datum der Auffälligkeit:16.10.2017
BAK:1,75
Trinkbeginn:19:00
Trinkende:23:30
Uhrzeit der Blutabnahme:01:20


Tathergang

1. Beschreiben Sie den Tag Ihrer Trunkenheitsfahrt aus eigener Sicht mit Datum und Uhrzeiten.

(wann, wo und mit wem getrunken / wann und wie aufgefallen / Promille)
Es war Sonntag der 15.10.2017 und ich hatte mit Freunden einen Männerabend ausgemacht. Mittags war noch meine Freundin bei mir die dann nach Hause fahren musste. Ich hab mir noch schnell etwas zu essen gemacht und bin danach noch spazieren gegangen, da es ein schöner warmer Tag war. Gegen 18:30 Uhr bin ich zum treffpunkt/Lokal gefahren. Ich war als erster dort und habe mir auch gleich ein Bier bestellt. Das war gegen ca. 19:00 Uhr. Danach kamen auch meine Freunde. Viel gequtscht, gelacht und getrunken. Wir machten dort auch weibliche Bekannstschaft und haben mit ihnen getrunken. Um 23:30 beschloss ich nach Hause zu fahren. Bin ins Auto gestiegen und wurde bei der Grenzkontrolle aufgehalten.

2. Was und wie viel haben Sie am Tattag insgesamt getrunken?
(Genaue Angaben in Sorte, Menge, Trinkzeit)

9 Gläser 0,5 Bier. Von 19-23:30 (Anm. ich habs laut Formel durchgerechnet inkl. Anluftung und Reso, da ich echt nicht sagen kann wieviel es wirklich war. Ich hab da nicht mitgezählt)

3. Wie viel Kilometer fuhren Sie, bis Sie aufgefallen sind und wie viel Kilometer wollten Sie insgesamt fahren?

Ca. 1 km – ca. 7km

4. Hatten Sie das Gefühl, noch sicher fahren zu können?
(Ja/Nein + Begründung)

Nein. Unsicheres Gehen und schlecht gesehen.

5. Wie haben Sie die Trunkenheitsfahrt vermeiden wollen (wenn überhaupt)?

Darüber habe ich nicht nachgedacht.

6. Haben Sie bereits früher im Straßenverkehr unter Alkoholeinfluss gestanden und sind aufgefallen?


Nein


7. Wie oft haben Sie alkoholisiert am Straßenverkehr teilgenommen ohne aufzufallen und was folgern Sie daraus? (Tip Anmerkung von Jody lesen (danke Jody) KLICK)

Mit dieser Alkoholmenge 4 mal

Ca. 150 mal
(Anm. da habe ich schon hochgegriffen. Ich hab mal 4 Jahre mit 5 Tagen berechnet. Wenn ich 6 Bier abends getrunken habe, hatte ich einen Restalkohol von ca. 0,3 ohne Reso in der Früh. Ich hab nicht immer dort gewohnt wo ich jetzt wohne sondern konnte zu Fuß zur Arbeit oder mit dem Zug zu den Veranstaltungen, und das hab ich auch so gemacht)



Exploration

8. Wann hatten Sie den ersten Kontakt mit Alkohol und wann haben Sie das erste Mal Alkohol zu sich genommen?
(Allererste Erinnerung und erster Konsum)

Zu Weihnachten, da die Erwachsenen Wein tranken. Allerdings weis ich da nicht mehr das genaue - Alter 9-10 Jahre.

Mit 14 oder 15 Jahren bei einem Fest in der Schule.

9. Haben Sie regelmäßig Alkohol getrunken, und wie hat sich ihr Trinkverhalten in den letzten Jahren entwickelt?

Wie definiert sich regelmäßig genau? Ich habe am Abend getrunken, dies jedoch nicht täglich. Wenn ich mit Bekannten ausgegangen bin, habe ich getrunken. Früher zum Essen ein Bier, oder wenn wir Essen gegangen sind. Dann auch zuhause, zuerst vorwiegend am Wochenende, danach auch unter der Woche an einigen Tagen. Beim ausgehen mit Freunden habe ich immer getrunken, wobei sich die Trinkmenge gesteigert hat.

10. Wie viel und wie oft haben Sie getrunken?
(Genaue Angaben in Sorte, Menge, Häufigkeit)

Getrunken habe ich Bier, außer zu Sylvester und Weihnachten zum Anstoßen mit der Familie, auch ein Glas Sekt. Unter der Woche abends, waren es zwischen 3 und 6 Bier. Je nachdem wann ich von der Arbeit kam. Wenn ich Dienst hatte wurde nicht getrunken. Ich habe in meinem Job auch Wochenend – Nacht und 24 Stunden Dienste. Beim ausgehen mit Freunden waren es bis zu 12 Bier. Hier variiert die Häufigkeit, da wir uns meistens zu Veranstaltungen trafen, oder Billard spielen gingen. Das war von 2 bis 5 mal im Monat.

11. Wo und mit wem haben Sie überwiegend getrunken?

Mit Freunden bei Veranstaltungen. Beim Treffen zum Billardspielen. Feierabendbier mit Kollegen, und Abends zum Essen und Fernsehen.

12. Warum haben Sie getrunken?
(Innere + äußere Motive; Anmerkung: o.g. Link "psychologisches Gespräch" lesen)

Ein außerhalb der Norm (also, ab und zu mal ein Bier), begann es in meiner letzten Ehe, nachdem sich der Verdacht der sexuellen Misshandlung meiner Stieftochter durch ihren Vater einstellte. Gerade als ich erfahren habe, dass meine Frau Schwanger ist, begann Auffälliges Verhalten bei meiner, damals 3 Jährigen Stieftochter. Die Vorwürfe wurden immer stärker und der Spießrutenlauf durch Ämter, Behörden, Anwälte und Gerichte sehr schlimm. Meine Stimmung wurde bestimmt von Angst, Wut, Verzweiflung, Hilflosigkeit.
Die Ehe wurde mehr und mehr belastet und ich konnte meiner Frau keinen Halt geben und sie mir auch nicht. Die Spirale drehte sich soweit bis wir trotz vieler Gespräche und Versuche, unsere Ehe beendeten. Dies war auch die Spitze des Eisberges meines Trinkverhaltens. 2-3 Wochen habe ich mich mit großen Mengen an Alkohol versucht zu betäuben. Eine Flucht in die Arbeit begann, und ich hatte bis zu meiner TF, im Schnitt 60 Wochenstunden. Das sehen meiner Kinder war sehr schwierig, da ich meinen Sohn und meine Tochter nur unabhängig voneinander haben konnte (2 Mütter). Der Umstand das ich an Wochend und Feiertagen arbeite, war dem Umstand nicht dienlich. Noch dazu zog meine Ex-Frau nach München und ich sah meine Tochter gar nicht mehr.
Ich dachte der Alkohol helfe mir mit den Gedanken und Stress umzugehen. Beim ausgehen mit meinen Freunden fühlte ich mich frei von diesen Dingen.

13. Welche Wirkung haben Sie in der Vergangenheit nach Alkoholgenuss bei sich beobachtet?
(bei wenig und bei viel Alkohol)

Bei wenig Alkohol konnte ich vor allem besser einschlafen.
Viel Alkohol verlangsamte mich. Reaktionen und Denken.

14. Gab es kritische Hinweise Anderer auf Ihren Alkoholkonsum und wie haben Sie darauf reagiert?

Nein

15. Welche Auswirkungen und Folgen hatte Ihr Alkoholkonsum auf Ihr Leben und Ihr Umfeld?

Auf mein Umfeld keine mir bekannten Auswirkungen. Auf mein Leben, dass ich einschlafen konnte. An den Tagen an denen ich daheim war, verbrachte ich die Zeit mit nichtstun. Nur couch und fernsehen.

16. Gab es in Ihrem bisherigen Leben frühere Zeiten, in denen sie weit mehr Alkohol als heute getrunken haben?
Wenn ja, nennen sie bitte die Lebensabschnitte und mögliche Ursachen und Umstände dafür.

Nein

17. Haben sie jemals die Kontrolle über ihre Trinkmenge verloren und bis zur Volltrunkenheit Alkohol konsumiert?

Ja. Als Jugendlicher einmal. Und in der Zeit nach meiner Trennung meiner Frau mehrmals.

18. Haben Sie früher schon einmal oder öfter über einen längeren Zeitraum bewusst und mit Absicht völlig auf den Genuss von Alkohol verzichtet?

Nein

19. In welcher Kategorie von Trinker haben sie sich früher gesehen und wie stufen Sie sich heute rückblickend ein?
(mit Begründung)

Früher habe ich mich gar nicht als Trinker gesehen.

Heute stufe ich mich rückblicken als Problemlöser und Verdrängungstrinker ein

Heute und in Zukunft

20. Trinken Sie heute Alkohol? Wenn ja, was, wie viel und wie oft?
(Genaue Angaben in Sorte, Menge, Häufigkeit)

Nein.


21. Wann haben Sie zuletzt Alkohol getrunken?

Am Tag der TF

22. Trinken sie gelegentlich alkoholfreies Bier?

Nein

23. Warum trinken Sie heute Alkohol/keinen Alkohol?

Weil ich ihn nicht brauche.

24. Warum haben Sie das Trinken reduziert bzw. aufgegeben und warum nicht schon eher?

Aufgegeben habe ich es, weil mich meine TF aufgeweckt hat. Ein Warnschuss vor den Bug. Für mich wie eine Warnung des Schicksals das sagt. „Hey ich ,muss dir Zeigen was mit dir los ist wenn du es nicht kannst und bevor etwas passiert.“
Ich begonnen habe mich mit mir auseinanderzusetzen.
Ich mit meiner Freundin und meinem bestem Freund Gespräche führte um mich zu reflektieren. Und die Summe der Ergebnisse zum Tageslicht brachte, dass ich mit dem Trinken aufhören soll.

Eher deswegen nicht, weil ich es nicht erkannt habe. Es für mich kein Problem gab.
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  #97  
Alt 16.01.2018, 12:16
Sven139 Sven139 ist offline
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25. Wie haben Sie die Änderung Ihres Trinkverhaltens erreicht und dabei die Umstellungsphase erlebt?

Aufgehört habe ich indem ich am Tag nach der TF nichts mehr getrunken habe.
Hab das Bier (und das Alkoholfreie) zuhause an diesem Tag entsorgt.
Die Änderung habe ich erreicht durch selbstreflektion und die daraus entstandene Änderung meines Lebens. D.h. ich habe mal zuerst eine ganz klare Regelung für meine Kinder getroffen. Alle 14 Tage am Wochenende, auch so dass sich die Kinder endlich kennenlernen, egal was die Mütter sagen. Eine deutliche reduzierung meiner Arbeitszeit.
Ich mache keine Überstungen mehr, und meine Nacht und Wochenenddienste habe ich stark reduziert. Maximal 4 Dienste im Monat und nur ein Wochenende.
Die Treffen mit meiner Freundin geregelt. So wie mit meinen Kindern, da sie 120 km von mir entfernt wohnt.
Ich habe das Gespräch mit meiner Ex-Frau gesucht um unausgesprochenes zu klären. Vor allem im Zusammenhang mit meiner Stieftochter.
Bei Stress oder Problemen suche ich sofort die Gespräche mit meiner Freundin und meinen Freunden.
Und ich widme mich wieder der Musik und dem Garten. Gehe viel zu Fuß, da ich keine Öffis habe.

Umstellungsphase: Wie definiert sich die genau? Ich war die ersten 2-3 Tage nur Verzweifelt weil ich nicht wusste wie es weitergehen soll, da ich am Land wohne und nur sehr beschränkte Öffentliche Verkehrsmittel bzw. gar keine habe. Wie ich meine Kinder sehen soll. Mir gedacht habe, scheiss Alkohol, mit dem hab ich mich in diese Situation gebracht. Nach diesen Tagen habe ich mich relativ schnell gefasst und begonnen zu Organisieren.

26. Wie wirkt sich Ihr geändertes Verhalten auf Sie, Ihr Leben und Ihr Umfeld aus?

Meine Bekannten sagen das ich besser aussehe. Das ich entspannter wirke.
Ich fühle mich fitter und vor allem besser ausgeschlafen. Ich bekomme meinen Hintern wieder von der Couch und unternehme einiges. Mit den Kindern, mit der Freundin, mit den Hunden, und mit mir. Mein Garten sieht super aus und ich habe auch wieder einige Songs geschrieben. Und ich musiziere mit meiner Freundin zusammen.

27. Wie stellen Sie sicher, dass Ihr neues Verhalten dauerhaft stabil bleibt?

Es gibt keinen Grund, das es nicht stabil bleiben sollte. Meine Erfahrungen ohne Alkohol sind nur positiv. Ich habe mich mit dem Alkohol in eine sehr missliche Lage gebracht. Ich hatte genug schlechte Erlebnisse in meinem Leben. Ich kann Probleme lösen, ich kann mich ihnen stellen. Ich habe Freunde mit denen ich über alles reden kann. Ich muss nichts in mich „rein fressen“, verdrängen, betäuben.

28. Können Sie sich vorstellen, jemals wieder in Ihre alten Gewohnheiten zurückzufallen?
(Ja/Nein + Begründung,) ->Hintergrund der Frage ist, welche Umstände können dazu führen, dass Sie wieder
in alte Gewohnheiten zurückfallen würden, wie merken sie das und was tun sie dagegen?<-

Nein. Das erklärt sich durch meine Antwort der letzten Frage. Ich kann Probleme lösen.
Und letztendlich hat der Alkohol es verschlimmert.

29. Wie wollen sie in Zukunft das Trinken vom Fahren trennen?

Sollte ich mir die Freiheit nehmen, etwas zu trinken, dann nur um möglicherweise auf etwas anzustoßen, und ich habe kein Auto dabei.

30. Haben Sie zum Abschluss noch etwas hinzuzufügen?

So blöd es klingen mag, aber ich bin froh dass ich diese Chance genutzt habe um mein Leben wieder zu regulieren.
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  #98  
Alt 16.01.2018, 16:06
kapomick kapomick ist gerade online
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So ein Satz ist doch nur Gift:
Zitat:
Sollte ich mir die Freiheit nehmen, etwas zu trinken, dann nur um möglicherweise auf etwas anzustoßen, und ich habe kein Auto dabei.
Damit führst du ein dauerhaftes AB ad absurdum. Du solltest gefestigt zu einer MPU, aber auch zum Gericht gehen. Wenn, du meinst, du willst doch wieder was trinken, wie soll man dir denn glauben? Damit stehst du dir selbst im Weg, tust dir nix gutes und bist v.a. nicht glaubhaft. Du bist keine 20 mehr, sondern 50, du musst wissen, was du willst. Und wenn du zusammen mit deiner Freundin und deinem besten Freund erkannt hast, dass Alkohol dir nicht gut tut (siehe Frage 24), warum lässt du dir das Fenster offen, dass dich aller Standhaftigkeit unglaubwürdig wirken lässt?
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  #99  
Alt 16.01.2018, 17:44
Sven139 Sven139 ist offline
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Zitat:
Zitat von kapomick Beitrag anzeigen
So ein Satz ist doch nur Gift:


Damit führst du ein dauerhaftes AB ad absurdum. Du solltest gefestigt zu einer MPU, aber auch zum Gericht gehen. Wenn, du meinst, du willst doch wieder was trinken, wie soll man dir denn glauben? Damit stehst du dir selbst im Weg, tust dir nix gutes und bist v.a. nicht glaubhaft. Du bist keine 20 mehr, sondern 50, du musst wissen, was du willst. Und wenn du zusammen mit deiner Freundin und deinem besten Freund erkannt hast, dass Alkohol dir nicht gut tut (siehe Frage 24), warum lässt du dir das Fenster offen, dass dich aller Standhaftigkeit unglaubwürdig wirken lässt?
Zuerst mal Danke.
Das Fenster lies ich mir offen, da ich hoffe noch 30 - 40 Jahre zu leben.
Aber dann ist es sicher besser ich streich den satz aus meinen Gedanken. macht ja auch sinn.
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  #100  
Alt 16.01.2018, 18:47
Sven139 Sven139 ist offline
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darf ich noch was fragen.

hab einen Termin für den 6.2. für meine erste Haaranalyse. Jetzt bin ich aber unsicher ob das zu Früh ist. letzter alkohol war ja am 16.10. da wäre ich 3wochen drüber

LG und danke
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