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  #11  
Alt 21.05.2018, 18:11
DaniApfel DaniApfel ist offline
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Wie hat sich Ihr Umfeld über Ihren Drogenkonsum geäußert?

Anfangs hielt ich es noch geheim jedoch als ich das erste mal auf Therapie ging machten sich meine Eltern Sorgen und haben gehofft dass ich von den Drogen weg komme, als ich das nicht schaffte waren Sie maßlos enttäuscht und haben mir immer wieder Vorwürfe gemacht

Meine Eltern haben mir damals keine emotionale Unterstützung geboten, mein Vater war sehr stark den Allohol verfallen und meine Mutter stritt sehr viel mit ihm, sie hatten Ihre eigenen Probleme, ich wollte und konnte ihnen damals keine Antwort auf meinen Drogenkonsum geben. Ich hab mir dann eine eigene Wohnung gesucht um Ihnen nicht auch noch weiter zur Last zu fallen.





Wie reagiert Ihr Umfeld auf diese Umstellung?

Mein Umfeld sprich Familie (Oma, Onkel, Tante und Eltern) reagieren sehr positiv auf meine Umstellung und unterstützen mich in meiner neuen Lebensform. Sie sagen ich sei aktiver und fröhlicher.

Wohne seit 2013 wieder in meinem Elternhaus, mein Vater ist seit 2014 trockener Alkoholiker. Das Verhältnis zu meinen Eltern hat sich im Laufe der Zeit zu einem positiven entwickelt, dies ist uns nur durch sehr vielen Gesprächen und Aufarbeitung der Vergangenheit gelungen. Sie haben eingesehen dass nicht nur ich die Fehler gemacht habe und wir versuchen jetzt Probleme gleich auszusprechen und anzugehen als sie Tod zu schweigen oder uns gegenseitig Vorwürfe zu machen.

Ich hab seit 2013 einen neuen Job bei einer sehr guten Firma dort habe ich viele nicht konsumierende Freunde gefunden. Durch den Job konnte ich im Laufe der Jahre meine kompletten Schulden begleichen.




Meinst du in so etwa???? Oder ist das noch zu dünn???
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  #12  
Alt 21.05.2018, 18:40
Jules91 Jules91 ist offline
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Dein Vater ist trockener Alkoholiker. Denke, da kannst du ein wenig ansetzen und es ein Stück damit erklären.

Das Geschriebene ist auf jeden Fall schonmal besser, als das Markierte

Freut mich, dass du heute ein gutes Verhältnis zu deinen Eltern hast. Versuche das noch ein wenig zu vertiefen und rüber zu bringen.

Mache mir bei deiner Aufarbeitung keinerlei Sorgen, sie ist tiefgründig und ehrlich (was in so ehrlicherweise echt selten der Fall ist)

Aber: Ob mit deinem Erlebten die 12 Monate reichen, kann ich nicht beurteilen, weil du ja vor allem auch von einer Abhängigkeit sprichst, die du auch heute noch hast, aber eben still. Gehst du denn aktuell (trotz MPU ) weiterhin in eine Therapie oder hast psychologische Hilfe in Form von wöchentlichen Gesprächen?

Auf die Prophylaxe kommt es halt maßgeblich an. Nur so kannst du ihn/sie überzeugen, dass das Risiko i Zukunft minimal ist und du nicht wieder zur Droge greifst, wenn etwas heftiges passiert.
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  #13  
Alt 21.05.2018, 19:03
DaniApfel DaniApfel ist offline
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Okay danke für deine ehrlichen Worte, werde dass noch ein bisschen ausführlicher ausarbeiten. Zurzeit bin ich halt bei Psychologen der xxx für die Vorbereitung der MPU und Aufarbeitung meiner Vergangenheit und dort wird mir auch ne Art 6 Monatige Therapie ausgestellt vorher war ich halt 4 Jahre bei der Suchtberatung Caritas da wo ich auch immer hin kann falls es mal brenzlig wird.

Ich hoffe so stark auf ein positives Gutachten weil ich wirklich mein Leben geändert hab und dies auch so beibehalten will und auch werde.
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  #14  
Alt 21.05.2018, 19:08
Jules91 Jules91 ist offline
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Was auch positiv für dich ist, ist dene Familie (Mann, Kind) und zeugt von Verantwortung. Allein schon wegen deinem Kind ist es dir sehr wichtig, nie wieder so zu werden, wie du früher warst. Vorbildsfunktion, Grund zur Freude, Ablenkung, Verantwortung.

Das sind alles Dinge, mit denen du dein Wandel untermauern kannst und wirst.

Trotz allem setz ich immernoch ein Fragezeichen hinter den 12Monaten Abstinent aufgrund deiner Sucht zu harten Drogen und der Vorgeschichte. Nummer sicher wäre halt noch ein halbes Jahr die AN länger zu führen und dann zur MPU zu gehen. Meine Meinung dazu.

Es kann klappen, aber fest überzeugt bin ich halt nicht.
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  #15  
Alt 21.05.2018, 19:41
DaniApfel DaniApfel ist offline
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Ok Danke für dein Feedback ich Probier es einfach mal da ich ja für Donnerstag schon einen Termin für MPU habe . Ich geb dann Bescheid ob bestanden oder nicht:-)
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  #16  
Alt 21.05.2018, 20:59
Benutzerbild von Alana
Alana Alana ist offline
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Was ich noch vermisse oder nicht wirklich finde, ist die Auseinandersetzung mit der abgebrochenen Therapie. Dazu wird es auch Fragen in der MPU geben, denn sie ist ja wohl aktenkundig. Du hast die Therapie nicht nur abgebrochen, sondern, wenn ich das richtig lese, ging es danach ja erst richtig los.

Klar, für eine Therapie muß es die richtige Zeit sein und die war wohl bei Dir noch nicht. Und natürlich kann man es auch ohne Therapie schaffen, wenn dann die richtige Zeit ist. Aber das muß ein Gutachter nachvollziehen können. Und das erklärst Du noch zu wenig. Dazu kommt es auf den „Knackpunkt“ an. Da muß doch mehr als nur ein Hinweis des Rechtsanwaltes gewesen sein:
Zitat:
bei meiner letzten Straftat hat mir mein Anwalt geraten mein Leben entweder komplett zu ordnen und zu ändern oder ich müsste ins Gefängniss gehen.
Dies hatte mich damals stark getroffen und ich hab mich für einen neuen Weg ohne Drogen entschieden da ich auf keinen Fall ins Gefängniss wollte
Ich bin mir sicher, das haben Dir auch schon Andere vorher gesagt ohne daß Du es hören wolltest. Also: was war jetzt anders bei Dir?

Und noch etwas Anderes: Du gibst als Grund für deinen Konsum an, daß Du Dich allein, unverstanden gefühlt hast. Und als Du das erste Mal einen Menschen gefunden hast, von dem Du dich verstanden gefühlt hast, hast Du ihn kopiert und auch konsumiert. Nachvollziehbar.

Nur: das muß dann auch Konsequenzen für die Schutzmechanismen haben. Aber da setzt Du wieder auf anderen Menschen:
Zitat:
Habe einen super Partner an meiner Seite seit 2 Jahren und seit einem Jahr sind wir glückliche Eltern von unseren Sohn Elias. [...] Einen neuen Freundeskreis hab ich mir auch aufgebaut über meine Arbeitsstelle.
Einen super Partner hattest Du auch damals. Wegen dem hast Du mit dem harten Drogen angefangen, wegen dem bist Du in Therapie gegangen - und als er Dich betrogen hat, ist alles zusammengebrochen. Und wegen des Freundeskreises wieder begonnen mit dem Konsum. Du siehst, auf Partner und Freunde kann man hoffen, aber keine sichere Rückfallprophlaxe aufbauen. Deshalb mußt Du dem Gutachter klarmachen, daß Du inzwischen Mechanismen zum Selbstschutz aufgebaut hast, aufgrund derer Du dich sofort trennen würdest, wenn wieder Drogen ins Spiel kämen.

Zwischen den Zeilen findet sich da schon Einiges in die Richtung. Aber der Gutachter will da nicht suchen, er will das von Dir hören, Du mußt ihn überzeugen.
__________________
Liebe Grüße
Alana
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  #17  
Alt 21.05.2018, 22:03
DaniApfel DaniApfel ist offline
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Danke für die Hinweise werde das morgen noch besser bearbeiten und hier rein stellen.

Lg Daniela
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  #18  
Alt 22.05.2018, 21:31
DaniApfel DaniApfel ist offline
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Hab den ganzen Tag über einen richtigen Knackpunkt nachgedacht aber ich find ihn nicht :-(

Zu meinen Selbstschutzmechanismus schau ich mir von den neuen Bekanntschaften sowie auch damals bei meinem jetzigen Freund deren Konsumverhalten über Drogen und Alkohol genau an und falls das vorhanden ist nehme ich von solchen Leuten sofort Abstand.
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  #19  
Alt 22.05.2018, 21:39
Jules91 Jules91 ist offline
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Wann, also zu welchem Zeitpunkt hat das große Umdenken stattgefunden? Was war der Knackpunkt an dem du zu dir selber gesagt hast:

"Irgendwas stimmt hier ganz und garnicht?"

Es kann auch mehrere gegeben haben, aber der eine Bestimmte Punkt: ES REICHT!!

Grüße
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  #20  
Alt 22.05.2018, 21:47
DaniApfel DaniApfel ist offline
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Ich hab halt damals einen tollen Job bekommen mit voraussichtlicher Festanstellung und wollte das unbedingt erreichen dass ich die Festanstellung bei der Firma bekomme dies wäre aber nie mit den vergangenen Drogenkonsum gegangen. Die Festanstellung hab ich dann auch bekommen und bin dort immer noch angestellt.
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