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  #11  
Alt 29.04.2018, 11:47
kubama kubama ist offline
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Zitat:
Zitat von gipsy Beitrag anzeigen
hi,nur ganz kurz:
zur frage 10 würde ich dir empfehlen,tabellelarisch aufzulisten, wieviel, wie oft, das wurde ich halt gefragt.ich denke,da geht es um darum, wie sich dein alkoholkonsum aufgebaut hat.
und das solltest du dir unbedingt einprägen. keine widersprüchliche aussagen zwischen arzt und ga.
Danke für deine Antwort! Ich bin mir nur immer noch unsicher, auf welchen Zeitraum sich das beziehen soll. Eine Tabelle anzulegen, wie viel und wie oft ich in den letzten 3-4 Jahren getrunken habe scheint mir recht unrealistisch, da ich ja auch vor allem unkontrolliert getrunken habe.
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  #12  
Alt 29.04.2018, 11:54
kubama kubama ist offline
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Zitat:
Zitat von Kai R. Beitrag anzeigen
Der Bogen ist gut, nur der Motivteil (Frage 12) ist total oberflächlich. Nur äußere Motive. Andere schaffen es, auch ohne Alk locker zu sein und Leute kennenzulernen. Du nicht, warum?

Die war „schon immer bewusst, dass Du zu viel trinkst“. Dennoch hast Du nichts geändert. Dann muss es ein starkes Motiv gewesen sein.
Danke für deine Hilfe!

Werde ich jetzt zeitnah verbessern. Sonst keine Anmerkungen ?
(vor allem Frage 2 und 9). Bin bisschen verwundert, da bei den meisten FB viele Anmerkungen gemacht wurden.
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  #13  
Alt 29.04.2018, 13:08
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gipsy gipsy ist offline
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ab dem zeitpunkt,an dem dein alkoholkonsum anfing. natürlich weisst du nicht mehr haargenau, was und wieviel du jeden tag getrunken hast. aber gedanken solltest du dir machen, indem du überlegst, was du zu bestimmten zeiten unternommen hast. notfalls bastel dir was zusammen. trinkhöhepunkte sollten schon dabei sein.
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  #14  
Alt 29.04.2018, 13:19
kubama kubama ist offline
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Zitat:
Zitat von Kai R. Beitrag anzeigen
Der Bogen ist gut, nur der Motivteil (Frage 12) ist total oberflächlich. Nur äußere Motive. Andere schaffen es, auch ohne Alk locker zu sein und Leute kennenzulernen. Du nicht, warum?

Die war „schon immer bewusst, dass Du zu viel trinkst“. Dennoch hast Du nichts geändert. Dann muss es ein starkes Motiv gewesen sein.
Hier nun meine Ergänzung zu Frage 12:

Ich denke, dass vor allem beim Einstieg zum Alkoholkonsum das Anpassungsmotiv eine große Rolle spielte. Natürlich wollte ich auch mit freiem Willen neue Sachen ausprobieren etc. aber die folgenden Jahre waren dadurch geprägt, dass ich mich an mein trinkendes Umwelt anpassen wollte. Das Gleiche gilt dann für meine ersten zwei Semester, in denen mein Trinkverhalten ausgeartet ist. Der Großteil der Menschen hat sehr viel und regelmäßig getrunken und ich bin dem gefolgt.

Mein Anpassungsmotiv führte dann in die nächst logische Instanz der Gewohnheit. 
So wie es im Alter von 14-18 war, habe ich mich im Studium schnell an mein Trinkverhalten gewöhnt. Das führte noch mehr dazu, dass es irgendwie normal war und man sich entsprechend weniger Gedanken über negative Konsequenzen machte. Wenn es Tage gab, an denen ich keine Lust hatte so viel zu trinken oder krank war, kristallisierte sich auch eine Art Pflichtgefühlt zum Trinken heraus, wenn fast alle in der Umgebung munter tranken. Das war nicht nur mein inneres Empfinden, sondern was ich prinzipiell schon immer auf der sozialen Ebene beobachten konnte. Viele Leute werden oft zum übermäßigen Alkoholkonsum überredet bzw. verpflichtet. So war es auch während meiner alten Trinkgewohnheiten.

Wie bereits erwähnt, half der Alkohol sich in kurzer Zeit abzulenken und den Alltagsstress zu vergessen, der rückblickend gar nicht so stressig war aber man dennoch sich regelmäßig mit Alkohol ablenken wollte. Es ging mir dabei nicht um konkrete Stresssituationen, sondern einfach mal abzuschalten. Das Ablenkungsmotiv spielte also in stressigen Zeiten auch eine wichtige Rolle und war eigentlich nichts anderes als die Möglichkeit mit einfachen und schnellen Wegen entspannt zu sein. Ich habe mir dabei eingebildet mich gut zu fühlen, dabei war es nur ein Irrtum, der durch den Alkohol ausgelöst wurde. Für den Moment hat man das auch vielleicht, aber am nächsten Tag sieht das Ganze schon anders aus, sodass das eigentliche Trinkmotiv nebensächlich wurde. Jeder Rausch hat seinen Preis.

Erst mal vielen Dank für deine Rückmeldung!


Nun zu deiner ersten Anmerkungen:

Ich denke, das Gewohnheitsmotiv hat dazu geführt, dass ich es zumindest auf Partys nicht anders kannte, neue Leute kennenzulernen, da ich nun mal in den meisten Fällen Alkohol getrunken habe. Das war in meinem Kopf einfach immer eine andere Welt. Ich bin allgemein ein sehr offener, kontakt- und gesprächsfreudiger Mensch und hatte noch nie Probleme andere Leute kennenzulernen. Ich habe auch nicht mit dem Ziel getrunken, Leute kennenzulernen. Das hat sich einfach von alleine ergeben.
Entsprechend war ich überrascht, als ich anfing nüchtern auf Partys zu gehen und merkte, dass ich sogar mehr Menschen kennenlernte, da ich mich mehr auf das Gespräch fokussieren konnte und die Themen einfach viel interessanter waren und ich das Gefühlt hatte, den Menschen auch wirklich kennenzulernen.

Zur zweiten Anmerkung:

Ich habe mir immer eingeredet, dass es nur eine Phase sei und es halb so schlimm ist, dass ich so viel getrunken habe. Ich habe mit mitbekommen, dass es viele andere gab, die sogar mehr getrunken haben und ihr Leben auch auf die Reihe bekommen haben. Im Prinzip habe ich bewusst unkontrolliert getrunken, mögliche Konsequenzen in Kauf genommen und den Lebensabschnitt als studentische Phase abgestempelt, in der es bekanntlich “normal” sei, viel und regelmäßig zu trinken.

Denkst du, das ist so in Ordnung? Nochmals vielen Dank!
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  #15  
Alt 29.04.2018, 13:22
kubama kubama ist offline
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Zitat:
Zitat von gipsy Beitrag anzeigen
ab dem zeitpunkt,an dem dein alkoholkonsum anfing. natürlich weisst du nicht mehr haargenau, was und wieviel du jeden tag getrunken hast. aber gedanken solltest du dir machen, indem du überlegst, was du zu bestimmten zeiten unternommen hast. notfalls bastel dir was zusammen. trinkhöhepunkte sollten schon dabei sein.
Alles klar! Dann werde ich versuchen mir was aus den Fingern zu ziehen und es zeitnah hochladen.
Meine MPU ist übrigens am 17.5.
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  #16  
Alt 29.04.2018, 13:29
octopussy octopussy ist offline
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Zitat:
Ich bin mir nur immer noch unsicher, auf welchen Zeitraum sich das beziehen soll. Eine Tabelle anzulegen, wie viel und wie oft ich in den letzten 3-4 Jahren getrunken habe scheint mir recht unrealistisch, da ich ja auch vor allem unkontrolliert getrunken habe.
Die Aufarbeitung deiner Trinkhistorie sollte sich auf dein ganzes Leben beziehen. Hast du ja prinzipiel in Frage 9 getan, nur fehlen da die Mengen und Sorten.
Fass das in einer Tabelle ebenfalls vom Erstkonsum an zusammen. Wie das das aussehen kann, kannst du dir hier in unzähligen FB anschauen.

Viele GA fragen die letzten Jahre vor der TF nach, es ist aber nicht ausgeschlossen, dass du an einen GA gerätst, der weiter in die Vergangenheit blickt. Deswegen die Aufarbeitung ab Erstkonsum.

Im Übrigen bin ich nicht so optimischisch wie @Kai R. was deinen FB betrifft.

Frage 1 ist meist auch die erste Frage in der MPU. Du erweckst gleich am Anfang den Eindruck, die Schuld von dir zu weisen. Selbst wenn es so war, dass dich dein Freund zum Fahren animiert hat, brauchst du das ja nicht zu sagen. In anderen Situationen hast du ja mit ähnlichen BAKen geschoben. Die Entscheidung am Tag der TF lag also ganz bei dir. Auch im weiteren Verlauf deines FB stellst du zu häufig den Vergleich mit "den anderen" an. Es reicht, wenn du einmal aus heutiger Sicht erwähnst, dass du damals deinen hohen Konsum mit dem ähnlichen Konsumverhalten deines Umfeldes entschuldigt hast.

Die Anzahl deiner unentdeckten TF erläuterst sehr ausschschweifend. Nenne eine Zahl und berücksichtige dabei wirklich jede Fahrt ab 0,1 Promille.
Korrigierst du die Anzahl nicht nach oben, warte erstmal ab, ob der GA nachfragt und fang nicht gleich mit der Erklärung an. Im Gesamtkontext wirkt das verharmlosend.

Wie schon gesagt, ist deine Aufabeitung der Trinkhistorie sehr dürftig.
Was dein Motiv betrifft, kann man da noch garnicht "einhaken", weil von dir noch garnichts kam...
Wie @Kai R. schon erwähnte, warst du dir deinem sehr hohen Konsum durchaus bewusst und hast viele negative Konsequenzen in Kauf genommen. Da musst du schon eine Erklärung liefern, warum du das so lange betrieben hast.
Warum hattest du beim Trinken so viel mehr "Spaß" als bei anderen Aktivitäten, beipielsweise mit deiner Freundin etwas zu unternehmen.
Du bist Musiker - ich auch. Als Musiker stellt man sehr schnell fest, dass produzieren, komponieren und auch live Musik machen besoffen keinen Sinn macht. Das war doch auch damals schon deine Passion und hat dir Spaß gemacht. Bei der Anzahl deiner Parties hattest du auch hierfür wenig Zeit.

Durch dein mangelndenes Problembewusstsein lieferst du dann natürlich auch keine adäquate Vermeidungsstrategie, was dein Motiv betrifft.

Dein KT Konzept ist im Ansatz ok, aber noch nicht ausreichend. Du sprichst oft von "wenn es einen Anlass gibt..." Klingt nach "ich lass es auf mich zukommen". Nur einmal am Schluss erwähnst du btw., dass du die Anlässe planst. Leg hier ein ganz klares Konzept vor, am besten einen Trinkkalender, in dem du für mindestens 3 Monate im Vorraus deine Trinkanlässe planst.
Ich bin trotz deines Alters skeptisch, ob der GA dir bei deiner Vergangenheit noch KT zutraut. Dazu aber mehr, wenn du deine Trinkvergangenheit sauber aufgearbeitet hast.

Nach der TF und MPU Anordnung machst du eine Trinkpause - gut. Dann aber fällst du wieder in dein altes Trinkverhalten zurück. Erklärung?

Während einem Auslansaufenthalt kommst du zur Besinnung und erklärst das vordergründig mit:
Zitat:
...habe da den Beschluss gefasst, mein Trinkverhalten zu ändern und mir meinen Führerschein wieder zu holen.
Ist die denkbar schlechteste Motivation, sein Trinkverhalten zu ändern. Du hattest weißgott viele andere wichtige Gründe außer die FE.

Leider muss ich dir sagen, dass dieser FB m.E. keines Falls für eine positive MPU ausreicht. Es geht daraus nichts hervor, was du aktiv geändert hättest außer der Reduzierung deines Konsums. Anders herum gesagt: "Ich trink jetzt mal weniger, und schaue, was dann positives passiert"
Klar gibt es viele positive Aspekte, wenn man deutlich weniger trinkt. Ist logisch... aber diese Logik ist für einen GA nicht ausreichend, wenn es um die Frage geht, wie du das dauerhaft so beibehalten möchtest:
Zitat:
Ich kenne mein Leben, wie es früher war und wie es nun heute ist. Ich wähle dabei das Bessere, was einfach nur logisch für mich ist.
__________________
Liebe Grüße
Octopussy
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  #17  
Alt 29.04.2018, 13:41
kubama kubama ist offline
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Hey Octopussy!

Danke für deine ausführliche Antwort. Ich werde mich die Tage nochmals intensiv damit auseinander setzen. Würdest du trotz guter Aufarbeitung sagen, dass die Chancen nicht sehr hoch sind mit KT durchzukommen? Ich habe meine MPU lange verdrängt, da ich die Konsequenzen etc. lange nicht akzeptieren und verstehen konnte. Was kann ich in den drei Wochen noch alles machen, damit meine Chancen höher ausfallen?

Vielen Dank für deine Hilfe!
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  #18  
Alt 29.04.2018, 14:19
octopussy octopussy ist offline
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Zitat:
Würdest du trotz guter Aufarbeitung sagen, dass die Chancen nicht sehr hoch sind mit KT durchzukommen?
Naja, die gute Aufarbeitung lässt ja noch auf sich warten.
Im Moment halte ich deine Chancen für mäßig, wenn auch nicht unmöglich. Wie gesagt, dazu aber mehr, wenn du genaue Trinkmengen und ein plausibles intrinsisches Motiv vorlegst. Dann kann man auch sagen, was vielleicht besser nicht erwähnt werden sollte.
Zitat:
Alles klar! Dann werde ich versuchen mir was aus den Fingern zu ziehen und es zeitnah hochladen.
Das ist keine gute Alternative. Versuche erstmal ganz ehrlich deine Trinkmengen zu reflektieren. Nur wenn du das getan hast, bleibst du überzeugend, wenn es darum geht, auch mal etwas zu verschweigen.
Zitat:
Was kann ich in den drei Wochen noch alles machen, damit meine Chancen höher ausfallen?
Da musst du jetzt schon ranklotzen. Lies erstmal folgende KT Threads durch:
http://mpu-forum.mpu-idiotentest.com...1&postcount=12
Ich weiß, ist sehr zeitaufwendig, aber lies dir immer den gesamten Thread durch. Nur dann erkennst du die Entwicklung...
Dann lass das mal sacken, reflektiere und leg einen weiteren FB vor. Lass dir aber wirklich einige Tage Zeit.

Das kann schon klappen
__________________
Liebe Grüße
Octopussy
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  #19  
Alt 29.04.2018, 14:29
octopussy octopussy ist offline
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Ach ja, deine Erweiterung der Frage 12 habe ich erst nach meinen Anmerkungen gelesen. Ändert aber leider nicht viel - du bleibst außen.

Deine Trinkvergangenheit ist schon ziemlich heftig. Ist sehr unwahrscheinlich, dass da keine tiefere Hintergrundproblematik vorlag. Mag sein, dass dir das nicht bewusst ist und kann auch eine vermeintliche Kleinigkeit sein, die sich aber über Jahre manifestiert hat. Das muss nicht das große Kindheitstrauma sein, aber ein Blick in die Kindheit lohnt sich meist.

Mal unabhängig von der MPU, was würdest du antworten, wenn es darum ging zu beschreiben, was in deiner Kindheit/Jugend nicht ganz so optimal gelaufen ist?

Denke an dein Elternhaus, Freunde, Schule etc.
__________________
Liebe Grüße
Octopussy
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  #20  
Alt 13.05.2018, 12:13
kubama kubama ist offline
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Hey Octopussy!

Die letzten Tage hatte ich leider nicht viel Zeit. Ich konnte aber schon mal die Tabelle erstellen und Frage 9 entsprechend erweitern:

9)

........
Ende April war dann meine TF, nachdem ich viel und unkontrolliert trank.

Nachdem ich erfahren habe, dass ich wegen meiner TF eine MPU machen muss habe ich im September & Oktober 2015 abstinent gelebt. Ich habe damals die MPU nicht ernst genommen und dache es würde reichen, wenn man einige Zeit auf Alkohol verzichtet und die Hintergründe seiner TF kennt. Ich bemerkte schnell, dass dies nicht reichen würde und ich außerdem kein Geld dafür hatte, da mich meine Eltern dabei selbstverständlich nicht unterstützt haben. Also gab ich meinen FS freiwillig ab, um mich richtig darauf vorzubereiten.
Ab November 2015 trank ich wieder regelmäßig auf Partys, allerdings reduzierte ich meinen Konsum, da ich das erste Mal im Leben ernsthafte Konsequenzen aus meinen Trinkgewohnheiten ziehen musste und zusätzlich der hohe Pegel zum nachdenken anregte. Seit Dezember 2015 verzichtete ich auf harten Alkohol (Shots und Long Drinks), da ich die sowieso nur aus Gruppenanlässen trank. Außerdem trank ich langsamer und somit weniger. Ich merkte schon damals, wie viel und unnötig man eigentlich auf einer Party trank. Vor allem, wenn die Toleranzgrenze stieg und man mehr trinken musste, um einen gewissen Pegel zu erreichen. Nichtsdestotrotz trank ich regelmäßig.

Das erste halbe Jahr 2016 war im Vergleich zu 2015 ruhiger geworden. Ich hatte das Gefühl alles im ersten Studienjahr mitgenommen zu haben, überall dabei gewesen zu sein etc. Ich würde sagen, dass ich ungefähr die hälfte der Partys mitgenommen habe, wie im Jahr 2015. Ich hatte damals immer die selbe Gleichung im Kopf: Partys = Alkohol. Da die Partys sich in meiner kleiner Studenten Stadt wiederholen, hatte ich weniger “Motivation” zu feiern und trank entsprechend weniger. Im Sommer 2016 lernte ich meine jetzige Freundin kennen. Ich weiß, das ist irgendwie ein Klischee, aber einer Freundin tut den meisten Männern gut. Meine Freundin geht selber gerne auf Partys etc. , aber trank deutlich weniger als ich. Da ich eigentlich immer mit meiner Freundin unterwegs war (wir haben den gleichen Freundeskreis), passte ich mein Trinkverhalten möglichst an sie an. Ich trank zwar immer noch mehr als sie, aber ich ging deutlich vernünftiger mit Alkohol um. Es klingt vielleicht bisschen altmodisch, aber ich denke, dass man die Kontrolle über sich behalten sollte, wenn man mit seiner Freundin unterwegs ist. Meine Freundin lernte mich bereits im zweiten Semester als partyfreudigen Single kennen. Da wir erst nur Freunde waren, bekam sie alle Geschichten mit. Ich war in ihren Augen ein Arschloch, aber trotzdem probierten wir es. Ich wollte die Beziehung nicht vermasseln, und veränderte mich mit großer Mühe zum Positiven.

Unsere Beziehung lief von Anfang an sehr gut und ich bekam im November eine Zusage für mein Auslandssemester. Im Ausland versuchte ich natürlich möglichst schnell Freunde zu finden und die ersten Gelegenheiten ergaben sich - genau wie an meiner Uni- mit Einführungsveranstaltungen in verschiedenen Kneipen. Allerdings trank ich deutlich weniger und in meinen Augen “kontrolliert”. Ich war ich in einem fremden Land, mit fremder Kultur und da sollte man sowieso gut auf sich aufpassen. Außerdem wollte ich den Auslandsaufenthalt beziehungsmäßig überstehen und wusste aus Vergangenheit, dass ich mit viel Alkohol quatsch mache. In der Uni hatte ich auch viel tu tun. Ich trank immer noch regelmäßig, jedoch so, dass ich am nächsten Tag zur Uni konnte. Ich hatte viel Zeit zum nachdenken und erkannte den hohen Wert meiner engen Freunde, meiner Familie und natürlich meiner Freundin. Selbstverständlich war mir das auch vorher bewusst, aber wenn man mehr oder weniger einsam ist, schätzt man gewisse Dinge mehr. 
Zeitgleich kam auch der Beschluss, dass ich mich der MPU stellen will. Ich wusste allerdings, dass das mit dem damaligen Trinkverhalten nichts werden kann.
Ende Mai ging mein Auslandssemester zu Ende und ich reduzierte nochmals mein Trinkverhalten.
Da ich wieder in meiner alten Umgebung gewohnt habe, fiel es mir erst mal schwer, in diversen Gelegenheiten auf Alkohol zu verzichten, weswegen ich circa. 1 mal in zwei Monaten betrunken war.
Im Rahmen meiner MPU Vorbereitung habe ich dann ab November kontrolliert getrunken. Dh. Nicht mehr als 1-2 große Biere im Monat. Zur Weihnachtszeit und an Silvester habe ich die Regel leicht überschritten, da ich an den Weihnachtstagen Abends 1 Glas Wein (Ingesamt 2) getrunken habe und an Silvester 2 große Bier und ein Glas Sekt. Seit Januar trinke ich ohne Ausnahme kontrolliert.

Findest du, dass die Trinkhosterie schon ab Frage 9 dürftig ist?
Ich bin nur momentan mit der Aufarbeitung bisschen überfordert...

Und die Tabelle:

Tabelle

14 Jahre die ersten zwei Radler a 0,5l
Ende 14 Jahre - Erster Vollrausch, diverse Bier Sorten, Menge unbekannt
14-16 Jahre - 3-5 Mischbiere a 0,33l, halbe Flasche Sekt mit Geschmack, alle 4 Wochen
16-18 Jahre - 2-4 Bier a 0,5l, 1/4 Flasche Wodka a 0,7l, fast jedes Wochenende
18-20 Jahre - 8-10 Bier a 0,5l, circa über jedes zweite Wochenende verteilt
20-21 Jahre 2-5 Bier a 0,5l, unter der Woche
 6-8 Bier a 0,5l & 2-4 Gin- oder Wodka Longdrinks am Wochenende
21-22 Jahre 6-8 Bier a 0,5l, jedes Wochenende
22 Jahre - Abstinent im September und Oktober 2015
22 - 22,5 Jahre 6-8 Bier a 0,5l, jedes Wochenende
22,5 - 23 Jahre 6 Bier a 0,5l, über die Woche verteilt
23 - 23,5 Jahre (Auslandsaufenthalt) - 6 Bier a 0,5L, über die Woche verteilt
23,5 - 24 Jahre - 4-6 Bier a 0,5L, circa. alle zwei Monate am Wochenende
Seit Anfang November 2017 - KT (max. 1-2 Bier a 0,5L)
Weihnachtszeit-Neujahr 2 Gläser Weiß-Wein, 2 große Bier, 1 Glas Sekt (Sollte ich das erwähnen?)
24 Jahre (Anfang Januar) - heute - KT, also 1-2 Bier a 0,5L im Monat

Klingt das realistisch? Ich habe wirklich keine Ahnung, was und wie viel ich mit 14-20 getrunken habe. Müsste aber in die richtige Richtung gehen.

Btw: Ist so eine Tabelle nicht widersprüchlich zu dem, was man eigentlich sagt?
Man berichtet auf der einen Seite, dass man damals unkontrolliert und ungeplant trank. Auf der anderen Seite soll man eine Tabelle der letzten 10 Jahren erstellen. Mir ist bewusst, dass es der Aufarbeitung der Alkohol-Vergangenheit dient, jedoch widerspricht sich das mit dem Hintergrund bzw. des unkontrollierten Trinkens.

Ich versuche den Rest in den nächsten Tagen aufzuarbeiten. Bin nur bisschen mit dem Umfang etc. überfordert..

Habe übrigens meinen MPU Termin verschieben können, sodass ich noch knapp 4 Wochen Zeit habe Ich war auch letzte Woche bei einer Infoveranstaltung und konnte eine Gutachterin kennenlernen, die ich höchstwahrscheinlich bekommen werde.

Danke noch mal für die hilfreichen Tips und Links!
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