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  #1  
Alt 14.04.2018, 21:12
kubama kubama ist offline
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Standard Fahrrad MPU 1,95

Hallo liebe Community!

Erst mal vielen Dank für die unzähligen Hilfestellungen und Diskussionen im Forum. 
Ihr seid mir eine große Hilfe.

Nun kurz zu mir:
Ich habe hier bereits im August 2015 das erste Mal geschrieben, da ich überraschenderweise & vor allem durch meine Unwissenheit eine MPU machen musste. Ich habe damals den Termin nicht wahrnehmen können und habe daraufhin meinen Führerschein freiwillig abgegeben. Nun sind circa 2,5 Jahre wie im Nu verflogen und es wird endlich Zeit die MPU anzugehen. Ich hatte damals nicht die finanziellen Möglichkeiten, eine mangelnde Vorbereitung und war zudem nicht an meinen Führerschein gebunden.
Vor einigen Tagen bin ich schließlich zur FS und habe alles beantragt, da ich es langsam satt habe beeinträchtigt zu sein, mein Studium zu Ende geht, meine studentische “Party-Phase” zu Ende ist & vor allem weil ich reifer geworden bin.

Ich danke euch schon mal vielmals im Voraus für das Durchlesen der ersten zwei Teile des Fragebogens

Zur Person
Geschlecht: Männlich
Größe: 1,80
Gewicht: 72kg
Alter: 24 (bei der TF 21)

Bundesland: Thüringen

Was ist passiert?

Ich wurde auf dem Weg von einer Party nach Hause von der Polizei angehalten (kein Licht)
Datum der Auffälligkeit: 26.04.2015
BAK: 1,95
Trinkbeginn: 21.00
Trinkende: 02:00
Uhrzeit der Blutabnahme: 02:44

Stand des Ermittlungsverfahrens
Strafbefehl schon bekommen: Ja (16.07.15)
Dauer der Sperrfrist: Keine

Führerschein
Hab ich abgegeben: Oktober 2015 freiwillig abgegeben.
Hab ich neu beantragt: Ja, am 03.04.2018 (vor ein paar Tagen)


Führerscheinstelle
Hab schon in meine Akte geschaut Ja/Nein: Ja
Sonstige Verstöße oder Straftaten?: Nein
Fragestellung der Fsst (falls bekannt): Bin mir da nicht ganz sicher, aber ich denke: 

Ist insbesondere nicht zu erwarten, dass das Führen von fahrerlaubnisfreien Fahrzeugen und ein die Fahrsicherheit beeinträchtigender Alkoholkonsum nicht hinreichend sicher getrennt werden kann?

Konsum
Ich trinke noch Alkohol, wenn ja wie oft wieviel: Im Monat 2-4 Bier. Ich werde das noch mehr reduzieren bzw. einen Monat vor der MPU abstinent leben.
Ich lebe abstinent seit: /

Abstinenznachweis
Haaranalyse ja/nein: Nein
Leberwerte ja/nein seit wann, wieviele: Nein
ETG-Programm ja/nein: Nein
Keinen Plan?:

Aufarbeitung
Suchtberatungsstelle aufgesucht?: Ja, im Oktober 2015.
Selbsthilfegruppe (SHG): Nein
Psychologe/Verkehrspsychologe: Nein
Kurs für verkehrsauffällige Autofahrer: Nein
Ambulante/stationäre Therapie: Nein
werden derzeit Medikamente eingenommen? Nein


MPU

Datum: in ungefähr 2-3 Monaten zu erwarten
Welche Stelle (MPI): /
Schon bezahlt?: Nein

Schon eine MPU gehabt? Nein


Altlasten
Bereits durch Alkohol auffällig geworden Punkte oder sonstige Straftaten: Nein



Tathergang

Beschreiben Sie den Tag Ihrer Trunkenheitsfahrt aus eigener Sicht mit Datum und Uhrzeiten.

Der Tag meiner Trunkenheitsfahrt begann nicht außergewöhnlich. Es war ein reguläres Wochenende am 25.04.2015, das Wetter war schön und meine WG und ich haben geplant Abends auf eine große Feier von Freunden zu gehen. Gegen Abend bin ich noch schnell trainieren gegangen, habe etwas gegessen und dann ging es auch schon los… Gegen 20 Uhr habe ich zum Vortrinken 3 große Bier getrunken und gegen 22 Uhr sind wir gemeinsam mit unseren Fahrrädern zu der Party gefahren. Mein Studienort ist sehr beschaulich und die Straßen sind abends leer. Das ist auch der Grund, wieso viele meiner Freunde und insgesamt die Studenten zu den Partys und oftmals auch zurück mit dem Fahrrad fahren.
Angekommen ging es auch gleich mit einer runde Bier-Pong los. Den restlichen Abend verbrachten wir an einem Tisch und unterhielten uns, tranken Alkohol und tanzten. Es war eben eine typische Studenten Party. Kurz vor 2 Uhr spielten wir noch eine Runde Bier-Pong und gegen 2 Uhr entschlossen mein Mitbewohner und ich nach Hause zu fahren, da wir ziemlich betrunken und müde waren. (Bei dem nachfolgenden Teil bin ich mir nicht ganz sicher, da es wie eine Ausrede klingt, aber so ist es passiert..)
In der Regel schob ich mein Fahrrad, wenn ich stark alkoholisiert war, da ich wusste, dass es Probleme mit der Polizei geben könnte, aber mir war nie Bewusst, dass man seinen Führerschein dadurch verlieren kann. Mein Mitbewohner wollte sich die paar Minuten nach Hause verkürzen und schlug vor mit dem Rad zu fahren. 
Ich ließ mich jedoch nicht lange überreden und stieg leichtsinnig aufs Fahrrad. Nach einer Minute Fahrt, kam ums tatsächlich die Polizei um circa. 2:03 entgegen, schnitt uns den Weg ab und sie bemerkten, dass wir getrunken haben. Ich habe in dem Moment sofort realisiert, dass es Probleme geben wird und nachdem ich Pusten musste und ein Alkoholwert von 1,79 Promille gemessen wurde, war ich ziemlich über den hohen Wert überrascht. Mein Mitbewohner hatte tatsächlich ebenfalls knapp 1,7 Promille, da wir in der Regel immer zusammen und die gleiche Menge an Alkohol getrunken haben. (Könnte das eventuell missverständlich aufgefasst werden? Etwa, dass ich von anderen zum Trinken animiert wurde o.ä.?)
Die Polizisten waren sehr freundlich, allerdings konnte sie uns nicht die Frage beantworten, welche Konsequenzen die Fahrt für uns haben kann. Schließlich wurden wir ins Krankenhaus gefahren und uns wurde Blut abgenommen. Danach haben uns die Polizisten nach Hause gefahren. Zuhause angekommen, war die Stimmung am Boden. Wie kurz erwähnt, fahren bei uns sehr viele Studenten nach den Partys mit ihrem Fahrrad nach Hause und sehr wenige waren bzw. sind sich der Konsequenzen bewusst. Ich habe mich nach der TF ungerecht behandelt gefühlt und konnte zumindest im betrunkenem Zustand nicht verstehen, was hätte passieren können.

2. Was und wie viel haben Sie am Tattag insgesamt getrunken?

Da meine TF 3 Jahre her ist, fällt es mir schwer anzugeben, was und wieviel ich getrunken habe. Der Polizei habe ich angegeben, dass ich 3 kleine Bier und 2 Longdrinks getrunken habe, was natürlich nicht sein kann, da ich im betrunkenem Zustand so naiv war und gedacht habe, dass es eventuell etwas bringen würde kleinere Mengenangaben zu geben.
Für die MPU würde ich folgendes sagen, um mittels Widmark Formel auf 1,95% zu kommen und um eine realistische Angabe geben zu können:

Um ca. 20:00 1 0,5 L Pilz, 0,5%
Um ca. 20:30 1 0,5 L Pilz, 0,5%
Um ca. 21:30 1 0,5 L Pilz, 0,5%
Um ca. 22:00 1 0,5 L Pilz, 0,5% (Beim Bier Pong, 2x0,5 L Pro Seite und Menge wird auf zwei Leute verteilt -> 1 Bier pro Spiel)
Um ca. 23:00 1 Gin Tonic 0,4L (muss ich hier die Prozentzahl für 0,4 L ausrechnen, oder reichen 40ml Gin als Angabe?)
Um ca. 24:00 1 0,5 L Pilz, 0,5%
UM ca. 0:30 1 0,5 L Pilz, 0,5%
Um ca. 1:00 1 Gin Tonic 0,4L, 40ml Gin 40%
Um ca. 1:30 1 0,5 L Pilz, 0,5% (Bier Pong)

Das sollte eigentlich so passen, da ein Getränk alle 30min ungefähr meinem Trinkrythmus entsprach.

1 Norm-Bier: 500ml * 0.05 * 0.8 * 0.8 = 16g Alkohol
1 Long-Drink (Gin Tonic): 40ml * 0.40* 0.8 * 0.8 = 23,04g Alkohol

Trinkzeit: 20:00 - 2:00 Uhr, Blutentnahme circa 3:00 Uhr. (6 Stunden Trinken)
7 Norm-Bier a 5% Alk
2 Long-Drings mit 40ml (4cl) Gin und 40% Alk

Mittlere Abbaurate von 0.2 ‰ (ist das korrekt?)
Widmark: = (7*16 + 2*23.04) / (72*0.7) = 3,13 ‰
Nach Abbau: 3.13- 6*0,2 = 1,93 ‰


Könnt ihr mich bitte korrigieren, falls ich hier etwas vergessen habe oder etwas verbessern kann?

3. Wie viel Kilometer fuhren Sie, bis Sie aufgefallen sind und wie viel Kilometer wollten Sie insgesamt fahren?

Wie erwähnt, wurden wir nach circa einer Minute angehalten. Ich fuhr demnach ungefähr 400 Meter. Nach Hause wären es 1,3 Km gewesen. Unterm Strich, eine völlig unnötige Aktion.

4. Hatten Sie das Gefühl, noch sicher fahren zu können?

Ja. Durch meinen stark alkoholisierten Zustand hatte ich das Gefühl alles unter Kontrolle zu haben. Meine Selbsteinschätzung war stark verzerrt und ich war allgemein enthemmt.
Ich habe meine motorischen-, und kognitiven Fähigkeiten nicht einschätzen können und somit auch nicht realisiert, dass ich auch auf leeren Straßen von einem Auto übersehen werden und dabei mich und andere Menschen schwer verletzen könnte.
Die Polizei sagte uns später, dass wir unsicher gefahren sind, was mir persönlich gar nicht aufgefallen ist.

5. Wie haben Sie die Trunkenheitsfahrt vermeiden wollen?

Wie oben erwähnt, durch das Schieben meines Fahrrads. Nach Hause waren es nur knapp über einen Kilometer und ich hatte keinen Zeitdruck. Mit dem Fahrrad zu einer Party fahren und alkoholisiert wieder zurückschieben ist durch die stark beeinträchtigte Gehirnfunktion sehr schwierig. Ich hätte das Fahrrad von Anfang an erst gar nicht mit auf die Party nehmen und den kurzen Weg einfach laufen sollen. Nebenbei erwähnt, fährt mittlerweile niemand mehr aus meiner WG (Wir sind zu zehnt) betrunken Fahrrad, da ich ein abschreckendes Bespiel dafür bin, was passiert ist und was hätte passieren können.

6. Haben Sie bereits früher im Straßenverkehr unter Alkoholeinfluss gestanden und sind aufgefallen?

Nein. Wie erwähnt, war es das erste Mal und auch überhaupt das erste Mal, dass ich von solchen möglichen Konsequenzen erfahren habe.
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  #2  
Alt 14.04.2018, 21:13
kubama kubama ist offline
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7. Wie oft haben Sie alkoholisiert am Straßenverkehr
teilgenommen ohne aufzufallen und was folgern Sie daraus?

Mit dem Auto bin ich niemals stark alkoholisiert gefahren, allerdings circa. 3 mal mitgefahren. 
Ich habe es jedes Mal sehr bereut, obwohl nichts passiert ist. Ich bin allerdings enttäuscht von mir, dass ich meine Freunde nicht daran gehindert habe, da ich selber betrunken war und wie bei meiner eigenen Trunkenheitsfahrt nicht die ausreichende geistige Fähigkeit hatte, die Gefahr einzuschätzen. Selber bin ich schätzungsweise 5 mal nach einem großen Bier Auto gefahren. Ich hatte immer die Regel “nur ein Bier”, wenn ich mit dem Auto gefahren bin. Man muss dazu sagen, dass ich nie ein eigenes Auto besaß und vor dem Studium in der Innenstadt einer Großstadt gewohnt habe (Großraum Frankfurt). Ich bin daher sehr selten abends Auto gefahren und zu Partys schon gar nicht. Das Thema Alkohol und Auto war daher nie wirklich relevant für mich, bis auf das einzelne Bier.
Zweimal bin ich stark verkatert Auto gefahren. An dem einen Tag musste ich zu meinem Big Band Konzert außerhalb der Stadt fahren. Das ist mittlerweile 5-6 Jahre her und ich kann mich genau dran erinnern, wie stark eingeschränkt meine Konzentrationsfähigkeit war und wie ich während der Fahrt hoffte, dass keine Überraschenden Situationen auf mich zukommen. Die gleiche Gefühlslage hatte ich, als meine besten Freunde und ich Urlaub in Budapest gemacht haben. Ich habe mich damals zusammen mit einem anderen Freund als Fahrer bei unserem Leihwagen eintragen lassen. Ich wäre an dem Tag nicht gerne, bzw. eher später gefahren, aber wir mussten morgens unser Apartment verlassen. Also blieb uns quasi keine andere Wahl.

Zuhause war es schlichtweg gefährlich & unnötig mit dem Rad zu fahren. Daher habe ich mir erst zu Beginn meines Studiums ein eigenes Fahrrad gekauft und auch dann angefangen alkoholisiert Fahrrad zu fahren. Da meine TF Anfang meines zweiten Semesters (April) stattgefunden hat, würde ich sagen, dass ich bis dahin schätzungsweise 10 mal alkoholisiert Fahrrad gefahren bin. (Ich glaube, es war eher seltener, aber ich hab im Forum gelesen, dass man sich hier lieber bisschen schlechter stellen sollte?)

Ich habe damals definitiv betrunken Fahrradfahren und den damit verbundenen Alkoholmissbrauch völlig verharmlost. Es müssen zudem nicht immer die eigenen Fehler oder Entscheidungen zu schlechten Folgen führen, sondern auch die der anderen Verkehrsteilnehmer. Betrunken ist man prinzipiell immer schuld und im Straßenverkehr gibt es unzählige unvorhersehbare Situationen, die zu lebensbedrohlichen Folgen führen können. 
Heute weiß ich es besser und kenne die möglichen Folgen einer TF auf dem Fahrrad und selbstverständlich mit dem Auto.

Exploration

8. Wann hatten Sie den ersten Kontakt mit Alkohol und wann haben Sie das erste Mal Alkohol zu sich genommen?

Der ersten Kontakt hatte ich als Kleinkind. Ich denke, meine ersten Erinnerungen fangen bei circa. 6 Jahren an, an die ich mich in Verbindung mi Alkohol erinnern kann. Meine Eltern kommen beide aus Polen und der Alkohol hat leider einen traditionsreichen Stellenwert. Entsprechend haben meine Schwester, meine Freunde und ich schon früh erfahren, wie Alkohol riecht und welche Auswirkungen er auf Menschen hat.
Das erste Mal habe ich mit circa. 11 Jahren eine Schluck Bier im Urlaub mit meinen Eltern probiert. Ich empfand den Geruch von Hochprozentigen und den Geschmack von Bier allerdings abstoßend und völlig uninteressant.
Den ersten richtigen Kontakt bzw. die erste Zunahme hatte ich mit 14.
Damals hatte meine Schwester ihren 17en Geburtstag gefeiert und ich war natürlich eingeladen. 
Es gab reichlich Alkohol und ich habe zwei Dosen Radler zusammen mit einem Freund getrunken. Ab dann war der Alkoholkonsum zwar nicht eingeplant, aber wenn irgendwo ältere Personen waren und mir Alkohol angeboten haben, habe ich bisschen was in Maßen getrunken.
Den ersten Vollrausch hatte ich dann paar Monate später, als meine Schwester eine Hausparty feierte. Ich war in meinen eigenen vier Wänden, musste nicht sicher nach Hause kommen und es gab reichlich Alkohol. An dem Tag war ich quasi das erste Mal richtig betrunken und habe querbeet alles probiert. Ich fand es damals einfach “cool” und aufregend Alkohol zu mir zu nehmen.

9. Haben Sie regelmäßig Alkohol getrunken, und wie hat sich ihr Trinkverhalten in den letzten Jahren entwickelt?

Ab meinem ersten Vollrausch fing ich an regelmäßig Alkohol zu trinken. Alkohol war zu dem Zeitpunkt ein “muss” auf jeder Party, wenn man “cool” sein und neue Menschen kennen lernen wollte. Natürlich habe ich nicht nur getrunken, damit ich “cool” war oder akzeptiert wurde, sondern auch um seine Grenzen und Neue Dinge auszuprobieren. Mit 15 tranken wir ungefähr jeden Monat, so viel wir konnten. Durch den Alkohol hatte ich auch den ersten intimen Kontakt mit Mädchen, habe viele Freunde geschlossen etc. Freunde, Partys und Mädchen waren quasi das Wichtigste für das soziale Leben. Mit 16-17 tranken wir dann fast jedes Wochenende, da wir den Alkohol legal kaufen konnten. Die Toleranz wurde entsprechend immer größer, sodass ich mit 16 nicht nur Bier und ähnliches trank, sondern auch mit hochprozentigen Alkohol angefangen habe. Das Trinkverhalten blieb dann bis zum Abitur eher konstant. Es gab Wochenenden die ruhig waren und dann eben Wochenenden, an denen man trank, bis man kaum noch laufen konnte. Mit 19 hatte ich mein Abitur in der Tasche und habe anschließend meinen Traum-Praktikumsplatz für 9 Monate bei einer großen Plattenfirma ergattert. Ich musste innerhalb einer Woche umziehen, wurde quasi ins kalte Wasser geworfen und musste mich dem “erwachsenen Leben” stellen. Ich würde sagen, dass ich ab dem Praktikum ein großes Stück erwachsener wurde und auch weniger getrunken habe, da ich Verantwortung trug und Montags fit sein musste. Allerdings habe ich nach wenigen Monaten viele Freunde kennengelernt, die gerne am Wochenende feiern waren. 
Damals habe ich natürlich nicht Nein gesagt und mein Alkoholkonsum stieg zumindest am Wochenende wieder an. Ich trank nicht so viel, wie mit 17/18, aber ich war trotzdem circa. jedes zweite Wochenende betrunken. Wie kurz erwähnt, absolvierte ich mein Praktikum bei einer Plattenfirma. Ich denke, jeder kann sich denken, welchen Stellenwert Alkohol in dieser Branche hat und wie leichtsinnig man damit umgeht. Man kann also sagen, dass das jedenfalls meinem Trinkverhalten nicht gut tat.


Mit 20 und dem Beginn meines Studiums stieg dann nochmals mein Alkohol Konsum. Ich hatte viel Zeit, es gab jede Menge Partys und neue Leute kennenzulernen. Schon die Einführungswoche war ein Alkoholexzess, organisiert von Studenten aus höheren Semestern. Man hat quasi in der ersten Woche vermittelt bekommen, um was es in dem Studium geht. Nämlich um Party, Freiheit und Spaß. Da ich schon immer ein sehr sozialer Mensch war, war ich auch bei jeder Feier zu haben. Natürlich geht das nicht jedes Semester, aber in den ersten Zwei wurde viel gefeiert. Natürlich gab es immer Leute, die mehr tranken und feierten, also relativierte ich meinen Konsum. 
Ich trank also nicht nur am Wochenende viel, sondern komplett unabhängig vom Wochentag. 
Wie gesagt, gab es immer Leute, die mehr tranken als ich. Also dachte ich mir immer, dass mein Trinkverhalten halb so schlimm sei. Ich denke, das ist auch der richtige Moment zu erwähnen, dass mein Fehler und die vieler anderer Personen darin liegt, sich mit anderen zu vergleichen und alles zu relativieren, wenn man Bedenken im eigenen Handeln hat. Es gibt immer jemanden, der mehr trinkt, weniger Sport macht, weniger lernt etc. Aber darum gehts es gar nicht, sondern darum, wo man selber stehen will und zu entscheiden hat, was für einen persönlich das Beste ist. Denn jeder Mensch ist anders.

Ähnlich wie mit 14-18 stieg also meine Toleranzgrenze entsprechend.
Zu Beginn meines Studium habe ich dann zum ersten Mal angefangen, gelegentlich zum Essen ein Bier oder ein Wein zu trinken, oder einfach beim abendlichen Filmschauen. Ich trank eine Zeitlang also fast jeden Tag ein wenig Alkohol und auf Partys viel. Mir war damals bewusst, dass ich zu viel trinken würde, aber ich dachte mir “ah das ist nur eine Phase” und “die anderen Trinken mehr, also ist bei mir alles in Ordnung”. Heute weiß ich, nach unten Vergleichen geht immer und das ist nur Schönrederei. Ende April war dann meine TF, nachdem ich viel und unkontrolliert trank.

Kurze Frage: Muss ich hier nun fortschreitend mein Trinkverhalten der letzten 3 Jahre ab der TF bis zum KT beschreiben? Vor allem weil ich vor 2,5 Jahren hätte meine MPU machen sollen.



10. Wie viel und wie oft haben Sie getrunken?

Reichen hier die Antworten aus der 9. aus?

11. Wo und mit wem haben Sie überwiegend getrunken?

Ich habe ausschließlich in Gesellschaft getrunken und entsprechend da wo sie zu finden war.

12. Warum haben Sie getrunken?

Ich denke, aus den vorherigen Fragen wird ersichtlich, dass ich getrunken habe, um Freunde kennenzulernen, Spaß zu haben und weniger Hemmungen zu haben etc. Es tat manchmal gut, den Alltagsstress zu vergessen und sich gehen zu lassen. Ernsthafte Probleme habe ich nie und würde ich nie mit Alkohol versuchen zu lösen. Ich bin ein sehr nachdenklicher Mensch und versuche richtige Probleme und Konflikte mit gesundem Bewusstsein zu lösen. Das ist vermutlich auch der Grund, wieso es manchmal gut tat, einfach abzuschalten. Ich würde also sagen, dass der Alkohol ein garantierter Spaßfaktor für mich war und quasi ein “muss” für einen guten Abend darstellte. Wenn ich die letzte Prüfung geschrieben habe, feierte ich das mit Alkohol. Ich trank also auch zur Belohnung oder zur Entspannung in der Prüfungsphase.
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  #3  
Alt 14.04.2018, 21:14
kubama kubama ist offline
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13. Welche Wirkung haben Sie in der Vergangenheit nach Alkoholgenuss bei sich beobachtet?

In geringen Mengen Entspannung und gelöste Stimmung. 
Je mehr ich trank ,desto unkontrollierter war die Motorik, die Reaktionsfähigkeit, die allgemeine Sinneswahrnehmung, meine Kontaktfreudigkeit stieg und meine Entscheidungen wurden zunehmend unklug. Schlägereien oder sonstiges habe ich niemals provoziert. Wenn ich trank, war ich nie aggressiv.
Ich hatte vor 3 Jahren eine Auseinandersetzung, die ich nicht ausgelöst habe aber zur Hilfe kam und die mit langen Kieferproblemen endete. Wäre ich nüchtern oder weniger betrunken gewesen, hätte ich besser reagieren können. Ich bereue es bis heute, dass ich an dem Abend zu viel getrunken habe. Es ist prinzipiell immer schwierig zu sagen, wie man nüchtern auf bestimmte Situationen reagiert hätte. Das gilt für alle denkbaren Situationen.

14. Gab es kritische Hinweise Anderer auf Ihren Alkoholkonsum und wie haben Sie darauf reagiert?

Es gab nicht viele, aber die erste kam mit 18 von meiner Ex-Freundin, die sich darüber beschwerte, dass meine Freunde und die Partys einen höheren Stellenwert haben als sie. Ich habe das damals bestritten und machte so weiter. Rückblickend kann ich sagen, dass sie Recht hatte.
Ansonsten meine Eltern, die natürlich mitbekommen haben, wie oft ich feiern war etc. Sie machten paar mal ein Kommentar, wie: “Gehst du nicht zu häufig feiern?” Oder “Denkst du nicht, dass du vlt. zu viel trinkst?”. Ich habe immer geantwortet, dass ich jung sei und das ausnutzen müsse. Während des Studiums haben meine Eltern nicht mitbekommen, wie oft ich Alkohol getrunken habe. Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass sie mich drauf angesprochen hätten. In Verbindung mit der oben erwähnten Schlägerei hat mein Vater gesagt, dass ich hätte weniger trinken sollen, dann hätte es vielleicht ein anderes Ende gehabt. Ansonsten gab es keine kritischen Hinweise Anderer, da sie meist Mindestens genau so viel, oder mehr tranken.



15. Welche Auswirkungen und Folgen hatte Ihr Alkoholkonsum auf Ihr Leben und Ihr Umfeld?

Natürlich sind mir einige dumme Dinge passiert, wie natürlich die Trunkenheitsfahrten mit dem Fahrrad, oder kleinere Vorfälle, als ich mal mein Handy verloren oder meine Ex angerufen habe und die unzähligen Kater Tage, die meinen ganzen Tag ruiniert haben. Aber wirklich negative Auswirkungen auf mein Leben hatte mein Alkoholkonsum nie. Ich war in der Prüfungsphasen immer fleißig, bin überdurchschnittlich in der Universität, entwickle mich ständig in meinen Hobbys weiter und bin seit über 2 Jahren in einer glücklichen Beziehung.
Die größte Folge ist jedoch die TF und die damit verbundene MPU, die mich ins positive gerückt und mir eine bessere Lebensqualität verschaffen hat. (Mehr Sport, mehr Musik machen etc.)

16. Gab es in Ihrem bisherigen Leben frühere Zeiten, in denen sie weit mehr Alkohol als heute getrunken haben? Nennen sie bitte die Lebensabschnitte und mögliche Ursachen und Umstände dafür


Ich denke, die Antwort kann man mit der 9.) geben?
Heute betreibe ich KT, d.h ich habe davor immer mehr getrunken.

17. Haben sie jemals die Kontrolle über ihre Trinkmenge verloren und bis zur Volltrunkenheit Alkohol konsumiert?

Ich denke, die Frage habe ich auch bereits beantwortet. Früher habe ich mir meistens keine Grenzen gesetzt und habe immer situativ und spontan aufgehört zu trinken.


18. Haben Sie früher schon einmal oder öfter über einen längeren Zeitraum bewusst und mit Absicht völlig auf den Genuss von Alkohol verzichtet?


Es gab früher für mich keinen Grund, da ich die negativen Auswirkungen des unkontrollierten Trinkens nicht sah. Der erste längere Zeitraum war nach der TF und dem MPU-Bescheid. Damals war ich nicht genug vorbereitet und habe deswegen meinen Führerschein freiwillig abgegeben, da ich die MPU nur sicher und verändert antreten wollte. Trotzdem hat mich das Ereignis wach gerüttelt und ich habe 2 Monate abstinent gelebt. Ich habe damit kein besonders Zeil verfolgt, sondern wollte es einfach mal ausprobieren. Ich muss sagen, es war eine sehr wertvolle Erfahrung, vor allem einfach mal in einer Bar oder im Club einen alkoholfreien Cocktail zu trinken, Spaß zu haben und am nächsten Tag keinen Kater zu haben. Ich habe damals meinen 22 Geburtstag nüchtern gefeiert, was ich während dessen kaum glauben konnte.

19. In welcher Kategorie von Trinker haben sie sich früher gesehen und wie stufen Sie sich heute rückblickend ein?

Nach Jellinek hätte ich mein damaliges Trinkverhalten als Beta-Trinker eingestuft. Ich würde sagen, dass mein Trinkverhalten definitiv vom sozialen Umfeld gelenkt wurde. Gab es keine Gelegenheit bzw. kein Ereignis, dann habe ich auch nicht getrunken und dabei auch kein körperliches oder psychischen Verlangen empfunden. Ganz im Gegenteil, ich war oft froh, wenn es mal keine Partys etc. gab. Ich würde sagen, dass ich ein Wirkungstrinker war und das Trinkverhalten und der Verlauf oftmals spontan und unkontrolliert war. Ich habe oft einfach mal geschaut, was passiert. Als Gelegenheitstrinker hätte ich mich damals nicht eingestuft, da es in meinen Augen so etwas wie Gelegenheitstrinker nicht gibt. Ich kann aus Erfahrung sagen, dass es immer eine Gelegenheit zum Trinken geben kann, die sich auch leider in unserer Gesellschaft eingebürgert hat.
Heute trinke ich kontrolliert und nur zu wichtigen Anlässen. Dabei bestimmt nicht das Umfeld was und wieviel ich trinke, sondern ich. Ich bin heute der Meinung, dass nicht der Alkohol eine gute Party etc. bestimmt, sonder die Menschen, die Musik etc. Und wenn es einen wichtigen Anlass gibt, dann kann man auch anstoßen und ein Bier oder Wein trinken. Solche Momente behält man länger im Kopf, als die unzähligen Partys, an die man sich hinterher nicht mal erinnern konnte.


Den dritten Teil von FB würde ich versuchen in den nächsten Tagen hochzuladen. Muss grad viel arbeiten, aber ich denke bis dahin kann/muss ich sowieso einiges aus dem FB verbessern

Vielen Dank schon mal an alle!
Ich freue mich auf eure Anreize und Kritik.
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  #4  
Alt 18.04.2018, 19:33
kubama kubama ist offline
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Bevor ich den drittel Teil hochlade, hätte ich noch eine Frage:

Nachdem ich meine Akte durchgeschaut habe, bemerkte ich, dass der Einsatzbericht der Polizei nicht ganz korrekt ist. Dabei erwähnt die Polizei nur mich und meinen Mitbewohner, der ebenfalls auf dem Fahrrad unterwegs war, nicht.
Ein Freund von mir ist Polizist und er meinte das kann eigentlich so nicht sein.

Es macht aber definitiv einen Unterschied, ob ich alleine oder eben zu zweit die TF gemacht habe, oder etwa nicht?
Des Weiteren sehe ich es nicht ein, dass die Behörden so kleinlich sind, aber dann so einen Fehler begehen..

Falls sich jemand dabei auskennt, bitte her damit
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  #5  
Alt 18.04.2018, 20:58
octopussy octopussy ist gerade online
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Hallo kubama

Willkommen im Forum.
Zitat:
Es macht aber definitiv einen Unterschied, ob ich alleine oder eben zu zweit die TF gemacht habe, oder etwa nicht?
Das spielt absolut keine Rolle. In der MPU geht es nur um dich.
__________________
Liebe Grüße
Octopussy
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  #6  
Alt 20.04.2018, 11:11
kubama kubama ist offline
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Erst mal Danke für deine Antwort!

Hier nun mein letzter Teil:

Heute und in Zukunft

20. Trinken Sie heute Alkohol? Wenn ja, was, wie viel und wie oft?

Seit Anfang August 2017 trinke ich kontrolliert. Dh. Wenn es einen Anlass gibt, dann 1 bis max. 2 große Bier oder ein Glas Wein im Monat. Ich achte darauf, dass ich in einem Monat nicht mehr als zwei alkoholische Getränke zu mir nehme. Auf Partys trinke ich nur Bier (Pilz).

(Im April habe ich noch mein Auslandssemester in Estland absolviert. Ich hatte noch 2 Monate vor mir und habe einige Zeit zum Nachdenken gehabt, da ich abseits von meinen besten Freunden und meiner Freundin war. Da habe ich den Entschluss gefasst, mein Trinkverhalten zu ändern und mir meinen Führerschein wieder zu holen.

Ende Mai habe ich mit meinen Freunden und meiner Freundin beim Grillen darauf angestoßen, dass ich wieder im Lande war. Ich habe da 1 großes Pilz und einen Radler getrunken.

Ende August habe ich zwei große Radler am See getrunken.

Am 7 September hatte ich Geburtstag und habe ein Glas Rotwein zum Essen getrunken.

Am 24 Oktober hatte meine Freundin Geburtstag und da habe ich 1 Pilz und 1 Radler getrunken.

Im Dezember war ich einmal auf dem Weihnachtsmarkt (ist generell nichts für mich) und habe einen weißen Glühwein getrunken. Zu Weihnachten ein Glas Rotwein und an Silvester 2 Bier. 
Leider bin ich in dem Monat über meine 2 alkoholischen Getränke hinaus. (Ist das schlimm?)

Am 06.01. hat mein Vater Geburtstag. 1 Glas Weißwein, sonst den ganzen Januar nichts.

Mitte Februar Wg-Party. 2 Radler.

Ende März/April: Über Ostern zwei Gläser Weißwein




21. Wann haben Sie zuletzt Alkohol getrunken? (Wenn MPU Ende Mai)
Ich habe meinen Termin noch nicht, dh. ich würde die Frage entsprechend spät beantworten bzw. anpassen.



22. Trinken sie gelegentlich alkoholfreies Bier?

Ja, habe ich schon immer. Ich finde den Geschmack gut und alkoholfreies Bier (Erdinger Alkoholfrei) ist erfrischend. Ich habe und trinke es allerdings nicht um den Alkohol zu ersetzen, sondern einfach für den Geschmack. Ich finde, es schmeckt zudem nicht wie alkoholhaltiges Bier. Auf Partys trinke ich vor allem Alkoholfreies Bier, da es nicht so süß ist und ich quasi mit anstoßen kann.

23. Warum trinken Sie heute Alkohol/keinen Alkohol?

Heute kann ich meine Trinkmengen kontrollieren. Ich finde, es gibt Anlässe, zu denen man auch mal anstoßen kann. (Geburtstage, Ostern, Weihnachten, Silvester). Auf Alkohol komplett zu verzichten, wäre in manchen Situationen einfach schade. Ich mag außerdem den Geschmack von Bier.
Abstinent zu leben wäre quasi, wie seine Probleme “einfach” zu vergraben. Durch das KT habe ich mich meinen Problemen gestellt und sie erfolgreich gelöst. Außerdem denke ich, dass abstinent zu leben die Gefahr mit sich bringt, dass man in alte Trinkgewohnheiten fällt, wenn man irgendwann mal doch Alkohol bewusst oder unbewusst zu sich nimmt.


24. Warum haben Sie das Trinken reduziert bzw. aufgegeben und warum nicht schon eher?

Die TF und die damit verbundene MPU haben dazu geführt, dass ich mich mit meinem Trinkverhalten intensiv auseinander gesetzt habe. 
Mir war zwar schon immer bewusst, dass ich zu viel getrunken habe, jedoch habe ich immer mein Trinkverhalten relativiert und mein Problem ignoriert. Die MPU hat mir dadurch die Augen geöffnet und mein Leben ins Positive gerückt.

25. Wie haben Sie die Änderung Ihres Trinkverhaltens erreicht und dabei die Umstellungsphase erlebt?

Wie bereits geschrieben, habe ich im September & Oktober 2015 abstinent gelebt, als ich Ende August die MPU Anordnung erhalten habe. Ende September habe ich zudem eine Suchtberatung besucht, um über meinen Alkoholkonsum zu reden. Da ich die MPU Frist nicht einhalten konnte, und auch kein Geld hatte, habe ich meinen Führerschein abgegeben und bin dann Ende des Jahres in mein altes Trinkverhalten gefallen. In meinem Auslandssemester hatte ich viel Zeit zum nachdenken und habe da den Beschluss gefasst, mein Trinkverhalten zu ändern und mir meinen Führerschein wieder zu holen. Ende Mai kam ich nach Deutschland zurück und habe meinen Konsum Woche für Woche reduziert. Seit Anfang August trinke ich kontrolliert, dh. Nicht mehr als 1- max. 2 Bier im Monat. Je nach Anlass trinke ich auch mal ein Glas Wein.

Die Umstellung viel anfangs schwer, da ich es eigentlich nicht kannte, mir ein Limit zu setzen, außer wenn ich am nächsten Tag etwas wichtiges vor hatte.

Die Umstellungsphase hat damit begonnen, dass ich mir vor einer Party ein Limit gesetzt habe, und mein Limit versucht habe einzuhalten, sodass ich irgendwann auf meine kontrollierte Trinkmenge kam. Nach einer Weile bemerkte ich, dass es besser funktioniert als gedacht und merkte die vielen Vorteile, wenn man am nächsten Tag nicht verkatert ist und trotzdem viel Spaß hatte. Zudem merkte ich nach und nach, dass mein vergangenes Trinkverhalten unnötig war. Ich merkte das vor allem, als meine Freunde immer betrunkener wurden, aber gefühlt hatten sie nicht mehr Spaß und haben dabei ihr Geld & Ihre Gesundheit aus dem Fenster geworfen. Das klingt zwar eigenartig, aber mein besseres bzw. vernünftigeres Verhalten hat mich dabei motiviert. Ich merkte vor allem wie peinlich ich doch sein musste, wenn ich betrunken war. Hinzu kommt, dass meine Toleranzgrenze extrem gesunken ist. So hat sich nun mein Trinkverhalten seit August gehalten und ich bereue es kein bisschen, auch wenn ich Anfangs extrem skeptisch war und ich nur die MPU bestehen wollte.

Die Umstellungsphase fühlte sich also anfangs eher wie eine Bestrafung an, aber entwickelte sich dann nach und nach zur Überzeugung fürs Leben, wofür ich jetzt sehr dankbar bin. Meine Freundin hat mich dabei auch immer unterstütz und trink auch viel weniger, als Früher.


26. Wie wirkt sich Ihr geändertes Verhalten auf Sie, Ihr Leben und Ihr Umfeld aus?

Ich merke, dass ich viel mehr Energie & Motivation habe als früher. Ich kannte es außerdem nicht, nach einem Wochenende erholt zu sein. Heute ist das anders. Ich werde zudem “erwachsener” und aufgeschlossener von meinem Umfeld wahrgenommen. Ich mache viel mehr Sport als früher, baue nicht mehr so schnell Muskeln ab und habe meine Musikproduktion gesteigert, weil ich nun die Zeit am Wochenende sinnvoll nutze und dabei “abschalten” kann.

27. Wie stellen Sie sicher, dass Ihr neues Verhalten dauerhaft stabil bleibt?

Ich kenne mein Leben, wie es früher war und wie es nun heute ist. Ich wähle dabei das Bessere, was einfach nur logisch für mich ist.

Da ich nun bald 25 werde und in naher Zukunft ins Berufsleben einsteigen will, bin ich mir sicher, dass ich umso mehr an meinem besseren Leben halten werde. Mit meiner Freundin läuft es außerdem auch sehr gut, was mich dazu motiviert, so weiterzumachen und ingesamt ein vernünftiger Mensch mit gesundem Lebensstil zu sein. Mir ist heute bewusst, wie viel der Alkohol kaputt machen kann. Das will und werde ich auf keinen Fall wiederholen. Abgesehen davon, bin ich gesundheitsbewusster geworden, weswegen ich mich seit längerem auch vegetarisch ernähre etc. Alkohol ist Nervengift und davon habe ich sowieso schon zu viel zu mir genommen.

28. Können Sie sich vorstellen, jemals wieder in Ihre alten Gewohnheiten zurückzufallen?

Aus meinem inneren Gefühl heraus kann ich es mir absolut nicht vorstellen, da mein Leben so einfach viel besser läuft. Ich bin allerdings ein sehr rationaler Mensch und weiß daher, dass es für Nichts eine 100%ige Sicherheit gibt. Sollte ich jedoch das Gefühl haben, dass es in eine falsche Richtung läuft, unterstützen mich meine Freundin, Freunde und Familie. Ich mache mir daher keine Sorgen.

29. Wie wollen sie in Zukunft das Trinken vom Fahren trennen?

Ich bin seit der TF nie wieder betrunken aufs Fahrrad gestiegen. Da ich seit August kontrolliert trinke, gibt es diese Option schlichtweg nicht mehr für mich. Wenn es einen Anlass gibt, an dem ich 1 oder 2 Bier trinke, meide ich mein Fahrrad einfach. Das gleiche gilt, falls ich in naher Zukunft ein Auto besitzen sollte. Da mein Trinken heute geplant ist, kann ich auch im vornherein mein Fahrrad oder die zukünftigen Schlüssel Zuhause lassen.


30. Haben Sie zum Abschluss noch etwas hinzuzufügen?

Das wars von meiner Seite aus. Vielen Dank für das Gespräch.


Ich wäre euch sehr dankbar, wenn jemand zeitnah drüber schauen könnte und mir ein kleines Feedback geben könnte

Danke schon mal!
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  #7  
Alt 27.04.2018, 14:06
kubama kubama ist offline
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Hey Leute!

Ich möchte keine Umstände machen, aber es wäre klasse, wenn jemand zeitnah meinen Fragebogen kommentieren könnte
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  #8  
Alt 27.04.2018, 22:44
Benutzerbild von gipsy
gipsy gipsy ist offline
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hi,nur ganz kurz:
zur frage 10 würde ich dir empfehlen,tabellelarisch aufzulisten, wieviel, wie oft, das wurde ich halt gefragt.ich denke,da geht es um darum, wie sich dein alkoholkonsum aufgebaut hat.
und das solltest du dir unbedingt einprägen. keine widersprüchliche aussagen zwischen arzt und ga.
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  #9  
Alt 27.04.2018, 22:47
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ps.:du musst schon relativ genaue mengenangaben machen.
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  #10  
Alt 28.04.2018, 11:16
Kai R. Kai R. ist offline
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Der Bogen ist gut, nur der Motivteil (Frage 12) ist total oberflächlich. Nur äußere Motive. Andere schaffen es, auch ohne Alk locker zu sein und Leute kennenzulernen. Du nicht, warum?

Die war „schon immer bewusst, dass Du zu viel trinkst“. Dennoch hast Du nichts geändert. Dann muss es ein starkes Motiv gewesen sein.
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