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  #11  
Alt 04.01.2018, 00:21
Markus87 Markus87 ist offline
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Hallo und danke für deine Frage:

ich arbeite wie gesagt im Schichtdienst. Das sieht so aus, dass wir ein festes Schichtmodell haben. Sprich, ich habe effektiv immer nur 1,5 Tage frei, wenn man vom ersten Tag die Schlafenszeit, nachdem man nach Hause gekommen ist abzieht. Vor dem schlafen gehen waren es in der Regel 2 x 0,1 Liter, mehr ging nach der Nachtschicht nicht rein. Es war auch nicht nach jeder Nachtschicht, manchmal war sie so anstrengend, dass ich mich übergeben hätte, hätte ich etwas konsumiert. In meiner freien Zeit, sprich am Tag nach der Nachtschicht hatte ich i.d.R. mind. 4 x 0,1 Liter Wodka, manchmal auch 6x 0,1 Liter. Aber das auch verteilt über den Tag. Mal nach dem Einkaufen, dann beim Gassi gehen und überwiegend irgendwo im Keller heimlich. Der Tag meiner Trunkenheitsfahrt war tatsächlich ein unglaublicher Ausschlag nach oben. Ich hätte am Nächsten Tag Nachtschicht gehabt und habe völlig die Kontrolle verloren. Das ich so eine Menge konsumiert hatte, kam bis zu diesem Tag nicht vor. Man merkte einfach die schnelle Gewöhnung an den Wodka. Ich habe ja die letzten 12 Monate ausschließlich Wodka getrunken. Allerdings habe ich es bis zum Tag meiner TF nicht geschafft, mehr als 0,7 Liter zu trinken und das nicht mehr als 3 mal.

Aber summa summarum kann man sagen, dass die übliche Trinkmenge bei im Schnitt 4 x 0,1 l war. Wobei es auch mal Tage gab, an denen ich schon um 10:00 Uhr angefangen habe zu trinken und dann gegen Abend meine 6 x 0,1 Liter Intus hatte. Ich habe mir auch immer die Fläschchen geholt, wenn die alle waren, hatte ich nichts mehr. Großartige Depots hatte ich zu Hause nicht angelegt. Um mir Nachschub zu holen musste ich dann zu Fuß zum 5 Minuten entfernten Rewe-Markt gehen. Wenn allerdings meine Frau zu Hause war, war mir das nicht möglich oder ich war einfach zu faul mich von meiner Couch zu bewegen.

Geändert von Markus87 (04.01.2018 um 00:38 Uhr)
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  #12  
Alt 04.01.2018, 00:25
Markus87 Markus87 ist offline
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"Ich habe mir am das Abend vor der Frühschicht so aufgeteilt, dass ich an diesem Tag max. 0,2 l Wodka, letztmalig um 20:30 – 21:00 Uhr konsumierte"

Aber du hast recht, das hier muss ergänzt und korrigiert werden. An den Tagen, an denen ich mit Frühdienst anfing, hatte ich meistens schon früh angefangen zu konsumieren und dann konnten es schon mal 4 x 0,1 - 6 x 0,1 l werden. Der Trinkbeginn war dann um ca. 10:00 Uhr und das ende spätestens um 20:30 Uhr. Danach ging ich auch sofort schlafen.
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  #13  
Alt 04.01.2018, 15:16
Markus87 Markus87 ist offline
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Ich hätte auch nichts dagegen, wenn sich der ein oder andere die Mühe macht meinen Bericht zu lesen und seine Meinung dazu zu äußern. Danke schon mal
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  #14  
Alt 05.01.2018, 13:41
Kai R. Kai R. ist offline
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Zitat:
Zitat von Markus87 Beitrag anzeigen
[b] Mein Trinkverhalten änderte sich nicht signifikant bis zu meinem 24. Jahre Lebensjahr. .... 2012 trennte sich meine damalige Freundin nach 7 Jahren Beziehung urplötzlich, was mich sehr aus der Bahn warf. Ich begann zunächst meinen Kummer in Sport auszuschwitzen, merkte aber schnell, dass der Alkohol meinen Kummer schneller und einfacher vergessen ließ, woraufhin ich meinen Konsum steigerte.
das was Du hier schreibst, passt nicht zu Deinen Motiven, sh. unten

Zitat:
Zitat von Markus87 Beitrag anzeigen
Auch beim weg gehen merkte ich, dass ich über mein Limit trinke und zeitweise die Kontrolle über den Konsum verlor. Um dem entgegen zu wirken, legte ich mir im regelmäßigen Turnus alkoholfreie Phasen auf, die über einen Zeitraum von 2-3 Monaten gingen.
....
Während der Fastenzeit trank ich keinen Alkohol, um mir zu beweisen, dass ich auch abstinent sein kann. Zu dieser Zeit trank ich nur noch alleine und heimlich vor meiner Freundin (jetzt Frau)..
das lässt auf eine wesentlich tiefere Problematik schließen, die sich aus der Historie oben so nicht begründen lässt Da muss doch noch irgend etwas passiert sein?

Zitat:
Zitat von Markus87 Beitrag anzeigen
12. Warum haben Sie getrunken?
Ich habe getrunken, um meine Sorgen zu vergessen. Das ging zum Schluss so weit, dass ich nüchtern nicht mehr gut schlafen konnte, da so viele Dinge in meinem Kopf kreisten. Ich konnte damit mein mangelndes Selbstwertgefühl kaschieren und habe die unterdrückten und nicht aufgearbeiteten Risse in meiner Seele ertränkt. Durch den Alkohol, so schien es mir, konnte ich vieles vergessen und nicht aufbereitet lassen. Das hierdurch auch mein Kummer verstärkt wurde, war mir nicht bewusst..
Welche Sorgen? Welches Selbstwertgefühl? Das sind alles äußere Motive, die nicht erkennen lassen, warum es so war und was Dich abgehalten hat, andere Lösungen zu finden. Außerdem findet sich kein Zusammenhang mit der Trinkhistorie (s. oben). Die Entwicklungsschritte im Konsum sollten irgendwie mit den Motiven verknüpfbar sein. Was die inneren Motive angeht, da solltest Du noch einmal nacharbeiten. Warum bist Du zu dem geworden, der Du warst und warum hat dabei der Alkohol diese dominierende Rolle gespielt?

Die Umstellung hast Du gut geschildert, da fällt mir wenig zu ein.
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  #15  
Alt 06.01.2018, 16:50
Markus87 Markus87 ist offline
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Alles klar Kai. Danke für die Zeit die du dir nimmst. Ich werde da für mich nacharbeiten.

Eine Frage habe ich noch. Mein Arbeitgeber forderte von mir zwei Haaranalysen, die ich gleichzeitig für meinen AB-Nachweise verwenden kann, da akkreditiert. Diese Tests wurden durch meinen Arbeitgeber auch gezahlt. Eine im Mai, sprich kurz nach der Entlassung aus der Therapie und eine im November. Dazwischen habe ich dann ein anderes Institut besucht, ebenfalls akkreditiert, da das von meinem Arbeitgeber zu weit weg ist. Sprich, ich habe 2 AB-Nachweise von Institut A und werde am 13.04.2018 3 Nachweise von Institut B haben. Die entsprechenden 3 Monats-Fristen wurden selbstverständlich eingehalten. Stellt das ein Problem dar?

Weiter oben habe ich ja schon gefragt. Allerdings findet man dazu unterschiedliche Meinungen. Ich wurde am 14.04.2017 aus der Therapie entlassen. Sprich, demnach wäre die letzte Probe auch am 14.04.2018 fällig. (Das ist ein Samstag). Wäre es für die MPU relevant, wenn ich mir die Haarprobe bereits am 13.04.2018 abnehmen lasse? Übrigens habe ich noch aus Mai und November ein großes Blutbild seitens Arbeitgeber machen müssen. Ist wohl eher unerheblich, da ja sowieso am Prüfungstag eine gemacht wird?
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  #16  
Alt 06.01.2018, 17:57
Kai R. Kai R. ist offline
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Nachweis ist Nachweis und auf einen Tag kommt es sicher nicht an.
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  #17  
Alt 18.01.2018, 22:28
Markus87 Markus87 ist offline
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Hallo Leute,

ich habe gehört, dass viele Leute durchfallen, weil sie gleich nach der Sperrfrist zur MPU gehen. Bzw die Wahrscheinlichkeit nicht zu bestehen ist höher. Man soll noch ca 1-2 Monate verstreichen lassen, um den Prüfern zu signalisieren, dass man nicht auf Teufel komm raus den Schein wieder haben will und somit jegliche Maßnahmen nur deswegen getroffen hat. Sprich, sich mit dem Problem nicht wirklich auseinander gesetzt hat, weil man ein Problem hat. Könnt ihr so etwas bestätigen?
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  #18  
Alt 18.01.2018, 22:38
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Alana Alana ist offline
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Zitat:
Könnt ihr so etwas bestätigen?
Nö.

Es gibt sogar reihenweise Leute, die die MPU bestehen, obwohl sie sie Monate (höchstens drei) vor Ablauf der Sperrfrist machen.

Den Gutachter interessiert am Zeitpunkt nur, daß die gemäß der Aufarbeitung erforderlichen Abstinenznachweise da sind. Zudem geht er davon aus, daß eine glaubhafte Veränderung mindestens sechs Monate braucht.
__________________
Liebe Grüße
Alana
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  #19  
Alt 18.01.2018, 22:49
Markus87 Markus87 ist offline
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Danke dir Alana. Wurde heute in meiner SHG angesprochen. Ich dachte ich falle aus allen Wolken. Bei denen ist zu beobachten, dass eine erhöhte Durchfallquote da ist, sobald die MPU sofort nach der Sperrfrist durchgeführt wurde. Aber bei 14 Monaten Sperrfrist dürfte es keine Probleme geben, seine eigene Problematik aufzuarbeiten, zumal ich eine stationäre Abstinenztherapie von 3 Monaten gemacht habe. Morgen ist es so weit, 1 Jahr trocken. Bin schon ein wenig stolz
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  #20  
Alt 18.01.2018, 23:01
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Alana Alana ist offline
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Zitat:
Morgen ist es so weit, 1 Jahr trocken. Bin schon ein wenig stolz
Das darfst Du auch! Glückwunsch! Ich bin es jetzt sieben Jahre und ein paar Tage. Und immer noch ein wenig stolz.
__________________
Liebe Grüße
Alana
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