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  #1  
Alt 22.05.2018, 09:43
Mog Mog ist offline
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Standard Abstinenter Gelegenheitskiffer muss zur MPU, würde mich über Feedback freuen! :)

Moin, moin! Ich habe meine MPU am 14.06.18 und habe mich schon etwas durch das Forum gelesen. Nun habe ich die Fragebögen durch. Ich würde mich sehr, sehr über Feedback freuen.

Danke und lG,

Mog


Blatt 1:

Was ist passiert?
Drogensorte:
Cannabis

Konsumform:
seit ca. 8 Jahren gelegentlich jedes 2. Wochenende

Datum der Auffälligkeit:
Am 05.05.2013

Drogenbefund
Blutwerte:
THC: 1,5 ng/ml
THC-COOH: 15,0 ng/ml

Schnelltest:
THC pos.

Beim Kauf erwischt:
Nein

Nur daneben gestanden:
Nein.

Welche Angaben wurden gegenüber den Behörden gemacht?
Konsum zugegeben?
Nein.

Besitz zugegeben?
Nein, hatte auch nichts mehr dabei.

Wurde BTM gefunden, wie viel?
Nein.

Stand des Ermittlungsverfahrens
Fahrverbot für 24 Stunden verhängt, weiterführend einmonatige Sperre mit Bußgeld und Aufforderung ein ärztliches Gutachten in einer bestimmten Frist vorzulegen. Dem bin ich nicht nachgekommen, daher nun die Aufforderung zur MPU nach Neubeantragung. Das Verfahren wurde eingestellt.

Führerschein
Hab ich vor knapp 5 Jahren abgegeben und neu beantragt.

Führerscheinstelle
Hab schon in meine Akte geschaut:
Nein.

Sonstige Verstöße oder Straftaten?
Keine

Konsum
Abstinent, letzter Konsum September 2017

Abstinenznachweis
6-monatiges Urin-Screening, begonnen Mitte Dezember 2017

Aufarbeitung
Keine externe Hilfe, habe mich die letzten Jahre viel mit mir selbst beschäftigt, daher denke ich, dass dieses Forum und Fachliteratur ausreichend ist.

MPU
PIMA MPU H., Mitte Juni

Schon gehabt?
Nein.

Altlasten
Nein.


Blatt 2:

Vorgeschichte:

Wann haben Sie das allererste Mal von illegalen Drogen gehört?
Wann genau ich das erste Mal bewusst von illegalen Drogen gehört habe, kann ich gar nicht mehr genau sagen. Ich schätze es dürfte mit ca. 15 bis 16 Jahren während der Schulzeit im Rahmen einer Aufklärungskampagne passiert sein. Zudem hörte ich, dass einige Mitschüler während der Pause außerhalb des Schulgeländes Cannabis konsumierten, jedoch war ich darin nicht involviert, da ich mit diesen Leuten nichts zu tun hatte.

Wann haben Sie das erste Mal konsumiert?
Als ich mir mit 22 Jahren einen neuen Freundeskreis aufgebaut hatte, wo fast jeder hin und wieder Cannabis konsumierte, probierte ich es aus Neugier aus. Beim ersten Mal erzielte ich keinerlei Wirkung, erst beim zweiten Mal stellte sich eine ein.

Wie sah der Konsum aus?
Ich konsumierte Cannabis in dem Zeitraum vom Sommer 2010 bis zum September 2017. Anfänglich erfolgte der Konsum sehr selten und unregelmäßig, so dass ich diesbezüglich überhaupt keine Häufigkeits- und Mengenangaben machen kann, zumal ich in diesem Zeitraum auch selber überhaupt kein Cannabis besessen habe, sondern nur bei Freunden und Bekannten mitgeraucht habe. Im weiteren Verlauf stieg der Konsum zwar an, beschränkte sich jedoch auf die freien Wochenenden (ich arbeite seit 2013 ausgelernt in der Pflege und habe daher nur jedes zweite Wochenende frei). Dies waren dann etwa 1-4 Joints (ca. 0,5g bis 1g).

Haben Sie Drogen zusammen mit Alkohol konsumiert?
Ja, anfänglich ausprobiert, doch dann stellte sich neben Schwindelanfällen Übelkeit mit anschließendem Erbrechen ein, weswegen ich es komplett sein lies beides miteinander zu vermengen.

Wie ist der Umgang mit Alkohol gewesen?
Alkohol habe ich ausschließlich an den freien Wochenenden zum feiern konsumiert und belief sich je nach Laune auf etwa 3 Liter Bier, selten hochprozentige Spirituosen und dann höchstens ein Glas dazu (0,33L) als Mischgetränk.

Sonstige Suchtmitteleinnahme?
Nikotin, etwa ein 30g Beutel Tabak pro Woche, seit ein paar Monaten vollständig auf E-Zigarette umgestiegen.

Haben Sie bei sich negative Folgen festgestellt?
Neben dem Hang zum Aufschieben von Tätigkeiten und der massiven Fehlernährung (Süßkram, Junkfood) während des Rauschs zeigte sich auch am nächsten Tag meist eine gewisse Trägheit und Unlust einer aktiven Tätigkeit nachzugehen, sowie leichte Konzentrationsstörungen. Hinzu kam eine gewisse Kurzatmigkeit durch das filterlose Inhalieren der Joints.

Haben Sie trotz negativer Folgen weiter konsumiert?
Ja, weil ich die Wirkung als angenehm empfand und mir selbst eingeredet habe, dass ich mir das nach einer harten Arbeitswoche (bzw. teilweise 12 Arbeitstagen am Stück) ruhig mal gönnen kann. Es half mir zu entspannen und mich auf andere Gedanken zu bringen. Zumal wurde viel in meinem Umfeld geraucht, weswegen ich es als „normal“ betrachtet habe.

Auffälligkeit:

Was für Werte wurden bei Ihrer Auffälligkeit festgestellt?
THC: 1,5 ng/ml
THC-COOH: 15,0 ng/ml

Wann und wieviel haben Sie in der Woche vor der Auffälligkeit konsumiert?
Die Woche zuvor habe ich gar nicht konsumiert, da ich gearbeitet habe und die freien Tage unter der Woche zum Lernen für die Abschlussprüfungen der Ausbildung genutzt habe.

Wieviel und was haben Sie am Tag der Auffälligkeit Konsumiert?
Am Freitag Abend ungefähr 3-4 Liter Bier, Samstag und Sonntag bin ich dann ausschließlich bei Cannabis geblieben, ungefähr 5-6 Joints am Samstag über den ganzen Tag und noch 1 am Sonntag. Dies war ungefähr 8 Stunden, bevor meine Freunde und ich das Festival verlassen haben.

Gab es einen besonderen Grund für diesen Konsum?
Purer Hedonismus. Ich wollte mir das Festival einfach noch schöner gestalten, als es eh schon war.

Wie sind Sie auffällig geworden?
Auffällig geworden bin ich in dem Sinne nicht, allerdings stand etwa 400 Meter vom Festival-Gelände entfernt eine Polizeistreife auf einem Parkplatz vor einem Gasthof, die stichprobenartig Kontrollen durchgeführt hat. Einer der Polizisten hat mich daraufhin angesprochen, dass ich sehr schmale und müde Augen habe (ich habe allerdings auch jede Nacht nur etwa 3 Stunden geschlafen aufgrund der lauten Musik). Da ich zu dem Zeitpunkt nicht wusste, dass ich die Urinabgabe verweigern konnte, willigte ich einer ein und der Schnelltester ergab einen positiven THC-Wert, woraufhin ich zur provisorisch eingerichteten Wache gebracht wurde und eine Blutentnahme stattfand. Daraufhin wurde ich zum Parkplatz zurück gebracht und habe ein 24 stündiges Fahrverbot erhalten.

Was war der Zweck der Fahrt?
Die Rückkehr nach Hause.

Wie weit wollten/sind Sie (ge)fahren?
Ca. 400 bis 500 Meter.

Wie oft waren sie bereits unter Drogeneinfluß im Straßenverkehr unterwegs?
Noch nie zuvor, da ich nur sehr selten Auto fuhr und nie ein eigenes besessen habe.

Wie haben Sie den Konflikt zwischen dem Drogenkonsum und dem Führen eines Kraftfahrzeuges gelöst?
Dieser Konflikt hat nie zuvor existiert, da ich so gut wie nie Auto gefahren bin und mit den öffentlichen Verkehrsmitteln von A nach B gekommen bin.

Wieso ist es verboten unter Drogeneinfluß ein KFZ zu führen?
Nachgewiesener Maßen setzt Cannabis die Konzentrationsfähigkeit und Reaktionsgeschwindigkeit herab, weswegen es zu massiven Fehleinschätzungen des Verkehrs und des eigenen Fahrverhaltens führen kann, inklusive Nichteinhaltung bestehender Verkehrsregeln.

Wie lange stehen Sie nach dem Konsum von Drogen unter deren Einfluß?
THC kann mich noch bis zu 48 Stunden nach dem letzten Konsum beeinflussen.

Sind sie sich darüber im Klaren, welche Folgen es bei einem täglichen Konsum gibt?
Ja, vor allem durch meine mehrjährige Tätigkeit in psychiatrischen Kliniken konnte ich anhand der zu betreuenden Patienten sehen, wie sich ein täglicher Konsum von Cannabis auf das Leben der Konsumenten auswirken kann. Häufig war ein sozialer Rückzug gegeben, mit dem Aufgeben vorher bestehender Hobbys und Interessen, es fand ein passives vor sich hin leben statt, das meiste Geld wurde in die Droge investiert. Die Partner und Familien litten oft darunter und brachen auseinander. Viele vernachlässigten ihre Ausbildung oder ihr Studium bis sie es verloren oder rutschten in die Arbeitslosigkeit, weil sie es nicht mehr schafften zur Arbeit zu gehen. Selbst normalen Alltagstätigkeiten wie dem Sauberhalten der eigenen Wohnung oder der persönlichen Hygiene wurde nicht mehr nachgekommen. Außerdem erhöht man das Risiko für Lungenkrebs durch den inhalativen Konsum. Konzentrationsstörungen und Gedächtnislücken zeigten sich auch sehr häufig. Im schlimmsten Fall bildeten sich Depressionen und auch Wahnvorstellungen aus, die medikamentös behandelt werden mussten.
Dies waren für mich sehr einschneidende Erlebnisse, da ich im Vorfeld nicht gedacht hätte, dass eine „weiche“ Droge wie Cannabis solche Folgen hervorrufen kann...
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  #2  
Alt 22.05.2018, 09:44
Mog Mog ist offline
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Warum ist es passiert?

Welche persönlichen Hintergründe gab es für den Cannabis- Drogenkonsum?
In geselligen Runden lockerte der Konsum die Stimmung auf, es hat mich redseliger gemacht und insgesamt schien alles lustiger und bunter zu sein, es gab mir ein Gefühl von Freude und Lebendigkeit. Wenn ich alleine konsumiert habe, habe ich damit quasi das freie Wochenende eingeläutet und mir „mal etwas gegönnt“. Jedoch habe ich stets stark darauf geachtet, dass es nicht überhand nimmt, gerade aus der Angst heraus meinen Alltag nicht mehr meistern zu können und „abzurutschen“. Zudem war mir stets die Verantwortung bewusst, die ich in meinem Beruf trage, daher stand es für mich außer Frage zu konsumieren, wenn ich am nächsten Tag arbeiten musste. Flüchtigkeitsfehler wie z.B. einem Patienten die falschen Medikamente auszuhändigen hätten fatale Folgen mit sich bringen können.
An besagtem Tag nach dem Festival war es leider pure Naivität und Dummheit. Ich war der einzige unserer Gruppe der das Auto (geliehen von dem Vater einer Freundin) mit Versicherungsschutz fahren durfte. Ich redete mir ein, dass ich noch vollkommen fahrtüchtig wäre und schon nichts passieren würde. Im Nachhinein betrachtet kann ich natürlich nur über mein damaliges Verhalten den Kopf schütteln und bin teilweise sogar dankbar dafür, dass wir angehalten wurden, denn wer weiß wie die Fahrt letzten Endes verlaufen wäre und ob ich mich selbst und meine Mitfahrer nicht einem hohem Gefährdungsrisiko ausgesetzt hätte. Ein Unfall mit Verletzungs- oder gar Todesfolge hätte mich mein ganzes Leben lang begleitet...

Wie hat sich Ihr Umfeld über Ihren Drogenkonsum geäußert?
Meiner Mutter habe ich es lange verschwiegen und konnte ihr es auch erst eine ganze Weile nach dem Vorfall gestehen. Als ich es dann doch tat war sie darüber sehr aufgebracht und zeigte sich zutiefst besorgt und mahnte mich an, sofort damit aufzuhören. Ich führte den Konsum zwar fort aber wir sprachen nicht mehr über dieses Thema. Als ich ihr jedoch erzählte, dass ich ein für alle Mal damit aufhören werde, hat sie sich sehr gefreut und mir viel Unterstützung dahingehend zukommen lassen. Meinem Vater habe ich bis heute nicht davon erzählt, aus Angst über seine Reaktion in Form von Enttäuschung.
Freunde und Bekannte sahen darin keine Problematik, zumal viele selber konsumiert haben oder es von anderen gewohnt waren.

Gab es Ereignisse in Ihrem Leben, die zu verstärktem Konsum geführt haben?
Nein. Natürlich gab es Tiefs in meinem Leben wie z.B. gescheiterte Beziehungen, dies war aber nie ein Grund für mich mehr zu konsumieren, da ich wusste, dass es die „Probleme“ nur beiseite schieben würde statt sie wirklich zu verarbeiten.

Haben Sie vor der Auffälligkeit jemand um Hilfe gebeten, um den Drogenkonsum zu beenden?
Nein.

Gibt es in Ihrer Familie aktenkundige Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz oder Suchtkrankheiten?
Nein.

Hatten sie Konsumpausen/spitzen?
Konsumspitzen nur auf Festivals, wo auch mal den ganzen Tag über gekifft wurde. Hier war mir aber auch bewusst, dass es sich dabei um Ausnahmesituationen handelt, die vielleicht ein bis zwei Mal im Jahr vorkommen und für mich daher legitim waren. Pausen gab es auch, jedoch mehr aus Mangel an Verfügbarkeit von Cannabis, als aus eigenem Antrieb. Gleiches galt für Fahrten in den Urlaub.

Was hat Sie daran gehindert, ohne Droge abzuschalten?
Ich konnte auch ohne Cannabis abschalten. Das Kiffen an jedem zweiten Wochenende war sozusagen mehr ein „Bonbon“ mit dem ich mich nach getaner Arbeit selbst belohnte.

Waren Sie gefährdet in eine Drogenabhängigkeit zu geraten?
Nein, da ich mir – auch aufgrund der vielen Negativbeispiele, die mir über meine Jobs bekannt waren – immer wieder vor Augen hielt, maßvoll im Umgang mit Cannabis zu sein und es mir für „besondere Momente“ aufzuheben.

Waren sie Drogenabhängig?
Nein, nie. Ich habe nie unter irgendwelchen Entzugssymptomen gelitten, noch hatte ich ein übersteigertes Bedürfnis zwingend konsumieren zu müssen.
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  #3  
Alt 22.05.2018, 09:45
Mog Mog ist offline
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Wieso passiert das nicht wieder?

Hätten sie, rückblickend, eine Drogenkarriere verhindern können?
Das lässt sich schwer sagen, da ich damals natürlich nicht den Weitblick hatte wie heute und viel reflektierter mit mir selbst und diesem Thema umgehen kann. Aber natürlich bereue ich es, mich nicht viel früher mehr mit Sport, gesunder Ernährung und Meditation (was ich mittlerweile regelmäßig praktiziere) auseinander gesetzt zu haben, bin aber froh und dankbar das dies alles mittlerweile Einzug in mein Leben gehalten hat und ich mich nun auf einem anderen Weg befinde.

Wieso haben Sie sich für eine Abstinenz entschieden?
Ich entschied mich für die Abstinenz, als ich erkannte, dass Cannabis einfach nicht mehr in mein Leben passt und mir einfach nichts positives bringt. Ich habe mir klare Ziele für mich und mein Leben gesteckt (berufliche Selbstständigkeit nebst nebenberuflicher Ausbildung, Aufwertung meines Lebensstandards, bestimmte Themen mit denen ich mich mehr auseinander setzen möchte) denen ich zukünftig meine volle Aufmerksamkeit widmen möchte und da stellt Cannabis für mich ganz klar einen Bremsfaktor dar, da es mich davon abhält produktiv zu sein. Ich kann nicht behaupten, dass ich keine schönen Momente mit der Droge hatte, jedoch bedeutet Leben Weiterentwicklung und ich sehe mich – wenn ich mich mal von außen betrachte – nicht mehr irgendwo mit Joint in der Hand herum sitzen, dazu ist mir meine Lebenszeit einfach zu schade für.

Beschreiben Sie den Punkt, an dem Sie sich für ein abstinentes Leben entschieden haben
Es war irgendwann im Mai 2017, 3 Monate vor meinem 30. Geburtstag. Mir wurde da zum ersten Mal richtig bewusst, dass die Lebensspanne des Menschen – und damit auch meine - arg begrenzt ist. Ich habe angefangen mein bisheriges Leben zu reflektieren und mir bewusst die Frage zu stellen wo ich eigentlich hin möchte im Leben bzw. was ich noch darauf machen möchte. Ich hatte panische Angst davor meine wertvolle Lebenszeit zu verschwenden bzw. nicht das Optimum herauszuholen, so dass ich es im Alter mal bereuen würde. Da kam ich dann auch an den Punkt alte Verhaltensmuster zu hinterfragen und sie Stück für Stück gegen neue auszutauschen. Ich entschied mein Leben in gesündere Bahnen zu lenken und mir neue Prioritäten und Ziele zu stecken. Ich begann zugunsten von mir selbst meine Arbeitszeit zu reduzieren, um den Druck herauszunehmen und mehr Zeit für mich selbst zu haben. Die gewonnene Zeit nutzte ich dann um vermehrt Sport zu treiben (Joggen, Radfahren, Kraftsport) und mich gesünder zu ernähren, statt mich mit Fertigessen vollzustopfen, den Tabak tauschte ich ein gegen die E-Zigarette (reduziere gerade), durch regelmäßige Meditation und Achtsamkeitsübungen negative Gedankenmuster gegen positive. Mich übermannte einfach das Bedürfnis mein Leben neu zu gestalten, ich wollte reifer und erwachsener werden.

Wieso kommt für Sie nur Abstinenz und nicht gelegentlicher Konsum in betracht?
Wie bereits erwähnt habe ich meinen Konsum auf jedes 2. Wochenende (mit Ausnahme von besagten Festival-Situationen) beschränkt, was ich auch konsequent durchgezogen habe, jedoch habe ich schon gemerkt, dass dadurch Alltagstätigkeiten wie z.B. den Haushalt machen einfach mal ein Buch zu lesen hinten an gestellt wurden und ich generell träger und oftmals auch lustloser war etwas zu unternehmen. Der Tag flog dann dahin aber etwas richtig sinnvolles (abgesehen von dem Pflegen von sozialen Kontakten) habe ich nicht gemacht. Von daher haben wir hier wieder die Bremse, die mich zurückhält mich mit den für mich wichtigen Dingen zu beschäftigen. Jeder Tag ist wertvoll und sollte nicht einfach nur so dahinplätschern.

Wie haben Sie die Umstellung zur Abstinenz erlebt?
Um ehrlich zu sein war es ziemlich unproblematisch. Seit besagtem Tag im Mai 2017 reduzierte ich meinen Konsum kontinuierlich, kaufte mir kein eigenes Marihuana mehr und rauchte noch einmal im Monat in Gesellschaft. Im September 2017 rauchte ich meinen letzten Joint zusammen mit Freunden und schon währenddessen merkte ich, dass ich es auch gar nicht mehr so genoss wie früher. Meine alten Gewohnheiten konnte ich durch achtsame Beobachtung meiner Gedanken und Handlungen erkennen und sie nach und nach auflösen bzw. durch neue, bestärkende ersetzen. Ich motivierte mich selber nach getaner Arbeit z.B. noch raus zu gehen und eine Runde zu laufen und Kraftsport zu betreiben oder statt dem üblichen Berieseln durch Netflix zu einem Buch zu greifen. Seitdem hat sich meine Konzentrationsfähigkeit deutlich gesteigert, ich fühle mich durchgängig klarer und wacher, auch Gesprächsinhalten kann ich wesentlich besser folgen und meine Gedanken driften währenddessen nicht mehr so ab. Natürlich hat sich der Konsumstop auch positiv auf meine körperliche Konstitution ausgewirkt und ich kann freier und tiefer atmen und schaffe auch mehr Strecke beim Laufen.

Wer hat Ihnen dabei wie geholfen?
Ich erhielt für das Vorhaben zwar Unterstützung durch Freunde und Bekannte, allerdings habe ich mir großteils selbst geholfen, durch starke Selbstreflexion, Einschätzung meiner aktuellen Lebenssituation und dem Aufzeigen von Zielen die ich erreichen möchte.

Wie reagiert Ihr Umfeld auf diese Umstellung?
Durchweg positiv, ich erhalte viel Unterstützung seitens Freunden und Bekannten und besonders von meiner Mutter, die mich dahingehend sehr bestärkt.

Haben Sie nach der Auffälligkeit weiterhin Kontakt zu Ihren Drogenbekannten gehabt?
Ja. Erst nachdem ich mich vermehrt mit meinem Leben beschäftigt habe, habe ich auch angefangen gezielt die Leute aus meinem Leben zu entfernen, die mir nicht gut tun. Dies waren primär diejenigen, die quasi dauerhaft konsumierten und sich selbst kaum weiterentwickelten. Aktuell habe ich Kontakt zu Leuten, die konsumieren. Allerdings handelt es sich hierbei um Gelegenheitskonsumenten, die mit beiden Beinen im Leben stehen und einer geregelten Tätigkeit nachkommen. Hierbei achte ich aber auch auf die Qualität der Treffen. Um sich einfach nur zum „abhängen und kiffen“ zu verabreden ist mir meine Zeit mittlerweile einfach zu schade, weswegen ich dann lieber etwas alleine oder mit den Freunden, die nicht konsumieren unternehme.

Haben Sie nach Ihrer Auffälligkeit miterlebt, wie Ihre Bekannten Drogen konsumiert haben?
Ja, anfänglich unreflektiert. Erst später wurde mir bewusst, dass es deutliche Unterschiede gab, zwischen denen, die lediglich gelegentlich konsumierten und denen, die es regelmäßig taten. Während die erste Gruppe ihr Leben soweit im Griff hatte, war es bei der zweiten anders. Sie waren oft träge, müde und lustlos. Es fiel ihnen schwer Entscheidungen zu treffen, sie waren schnell überfordert und kamen ihren Alltagsaufgaben nur schleppend hinterher. Dies empfand ich als sehr verstörend, weswegen ich den Kontakt zu solchen Leuten abbrach.

Wie haben Sie in Zukunft vor mit Cannabis/dem Konsum umzugehen?
Wenn andere Leute in meiner Gegenwart konsumieren, kann ich dies tolerieren ohne selbst das Bedürfnis zu verspüren. Cannabis ist mittlerweile allgegenwärtig und genießt eine hohe gesellschaftliche Toleranz. So ist es unwahrscheinlich, dass man immer Situationen aus dem Weg gehen kann, wo Cannabis konsumiert wird. Darauf kommt es aber meines Erachtens auch nicht an, viel essentieller ist es für sich Gründe gefunden zu haben nicht mehr konsumieren zu wollen und dies dann auch konsequent umzusetzen. Simples Vermeidungsverhalten hat nur ein wackliges Fundament.

Haben Sie zu Hause Cannabis?
Nein.

Wie wollen Sie es gegebenen Falls in Zukunft verhindern, nochmals unter Drogeneinfluß ein KFZ zu führen?
Die Frage stellt sich nicht, da ich mich für einen abstinenten Lebensweg entschieden habe.

Wie wollen Sie einen beginnenden Rückfall erkennen?
Durch achtsames und reflektiertes Verhalten meiner Gedankengänge und Handlungsweisen. Sollte es zu einer Art Craving kommen – was ich mir beim besten Willen allerdings nicht vorstellen kann – habe ich für mich Strategien entwickelt, zum Beispiel mich einer aktiven Tätigkeit zu widmen, sei es z.B. Sport oder einem Spaziergang in der Natur. Notfalls kann ich auch einen Freund oder eine Freundin anrufen, bei der ich mir dann Motivation und Zuspruch einholen kann.

Wie ist derzeit der Konsum von Alkohol bei Ihnen?
Äußerst selten. Ich trinke vielleicht einmal bis zwei Mal im Monat jeweils ein 0,5L Bier, dann aber auch nur langsam und zum Genuss, nicht um betrunken zu werden. Auch das passt nämlich nicht mehr in mein aktuelles Lebenskonzept.

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  #4  
Alt 22.05.2018, 11:24
Jules91 Jules91 ist offline
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Hi, und willkommen hier

Ist den "nur" dieses eine Vergehen aktenkundig? Bzw. schon AKteneinsicht gemacht?

Zum thema 6-Monate AN hast du schon zwei fatale Fehler:

1) Alkohol zusammen mit Gras -> 12 Monate AN
2) 7 Jahre am Stück mit Dosissteigerung, Vernachlässigung von Hobbies etc. ->
12 Monate AN

Das solltest du anpassen, sofern nichts davon aktenkundig ist und du nen redseligen Tag bei der Polizei hattest.

Deine Werte geben 6 Monate her, so oder so. Die sind Mini. Aber da kannst du gut und gerne weniger Konsum draus ableiten und es so "anpassen".
Sofern nichts akten bzw. protokollkundig ist, hast du Alkohol nie zusammen mit THC konsumiert.

Ich schau heut abend oder morgen mal genauer drüber, aber das ist mir jetzt auf den ersten Blick aufgefallen.

Grüße
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  #5  
Alt 22.05.2018, 12:25
Mog Mog ist offline
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Hallo!

Erstmal danke für's fixe Feedback! Ich werde nochmal 'nen Antrag bei der Fahrerlaubnisbehörde auf Akteneinsicht stellen, aber da dürfte an sich nichts drin stehen.

Update: OK, morgen früh darf ich unter Aufsicht reingucken.
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  #6  
Alt 22.05.2018, 19:33
Mackematik Mackematik ist offline
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Nimm dein voll geladenes Smartfone mit oder ne Kamera und mach auch gleich Fotos
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  #7  
Alt 22.05.2018, 22:14
Mog Mog ist offline
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Zitat:
Zitat von Jules91 Beitrag anzeigen
1) Alkohol zusammen mit Gras -> 12 Monate AN
2) 7 Jahre am Stück mit Dosissteigerung, Vernachlässigung von Hobbies etc. ->
12 Monate AN
Das fällt mir jetzt erst auf: Punkt 2 ist ja schlüssig, aber Punkt 1 will mir nicht ganz einleuchten. Ich trenne Alkohol und Gras doch ganz klar. Ich bin mir nicht mehr ganz sicher was genau mich die Polizei vor 5 Jahren gefragt hat und was ich geantwortet habe. Könnte mir eine Aussage a la "ich habe auf dem Festival ein bisschen was getrunken" gleich 'ne 12 Monate AN einhandeln??? Fänd' ich jetzt ein wenig krass, zumal das ja kein wirkliches Indiz für Mischkonsum wäre. Aber gut, morgen weiß ich mehr!

@Mackematik: Guter Tipp, danke!
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  #8  
Alt 22.05.2018, 22:22
Jules91 Jules91 ist offline
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Also:

Hast du jemals Alkohol zusammen mit Gras konsumiert? Ja. Dann ist es für den GA Mischkonsum und er muss davon ausgehen, dass du es öfter betrieben hast. Wirkungssteigerung.

Am besten sagen, dass du es nicht gemacht hast (sofern nicht aktenkundig) und gut is.
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  #9  
Alt 23.05.2018, 10:58
Mog Mog ist offline
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Sooooo... war gerade bei der PIMA und habe in die Akte geguckt. Es existiert nur dieses eine Delikt und dadrin steht sogar noch weniger als ich befürchtet habe (wouuuhuuuuuuuu!).

Sachverhalt (Kurzform):
- gezielte Verkehrs-, Alkohol- und Drogenkontrollen nach Festival "Hai in den Mai"
- Tätigkeiten, Gedankenablauf und Sprache v. Mog waren verlangsamt, Gesicht stark gerötet, Augenlider durchgängig halb geschlossen
- Drogenscreening angeboten, willigte freiwillig ein, pos. auf THC
- Äußerung nach Belehrung: keine Äußerung.
- Blutentnahme nach richterl. AO, Führen von KfZ 48 Std. untersagt

That's it, mehr steht nicht drin. Also "Alkohol zusammen mit THC mal probiert" lieber weglassen?! Und wie steht es mit "Konsum zugegeben"? Lieber "ja" angeben? Erhöht das meine Glaubwürdigkeit?

Ich werde den Fragebogen heute Abend nach der Arbeit nochmal etwas "tunen" und vor allem die Dosissteigerung u.ä. rausnehmen und anpassen.

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  #10  
Alt 30.05.2018, 20:03
Mog Mog ist offline
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U-u-u-u-u-update!!!

Habe meinen Bogen nun endlich überarbeiten können. Wäre euch wieder einmal über Feedback seeeeeeeeeeeehhhhhhhrrrrrrr dankbar!

Blatt 1:

Was ist passiert?
Drogensorte:
Cannabis

Konsumform:
seit ca. 7 Jahren gelegentlich jedes 2. Wochenende

Datum der Auffälligkeit:
Am 05.05.2013

Drogenbefund
Blutwerte:
THC: 1,5 ng/ml
THC-COOH: 15,0 ng/ml

Schnelltest:
THC pos.

Beim Kauf erwischt:
Nein

Nur daneben gestanden:
Nein.

Welche Angaben wurden gegenüber den Behörden gemacht?
Konsum zugegeben?
Aussage verweigert.

Besitz zugegeben?
Nein, hatte auch nichts mehr dabei.

Wurde BTM gefunden, wie viel?
Nein.

Stand des Ermittlungsverfahrens
Fahrverbot für 48 Stunden verhängt, weiterführend einmonatige Sperre mit Bußgeld und Aufforderung ein ärztliches Gutachten in einer bestimmten Frist vorzulegen. Dem bin ich nicht nachgekommen, daher nun die Aufforderung zur MPU nach Neubeantragung. Das Verfahren wurde eingestellt.

Führerschein
Hab ich vor knapp 5 Jahren abgegeben und neu beantragt.

Führerscheinstelle
Hab schon in meine Akte geschaut:
Ja.

Sonstige Verstöße oder Straftaten?
Keine

Konsum
Abstinent, letzter Konsum September 2017

Abstinenznachweis
6-monatiges Urin-Screening, begonnen Mitte Dezember 2017

Aufarbeitung
Keine externe Hilfe, Forum und Bücher zum Thema dürften reichen.

MPU
PIMA MPU H., Mitte Juni

Schon gehabt?
Nein.

Altlasten
Nein.


Blatt 2:

Vorgeschichte:

Wann haben Sie das allererste Mal von illegalen Drogen gehört?
Wann genau ich das erste Mal bewusst von illegalen Drogen gehört habe, kann ich gar nicht mehr genau sagen. Ich schätze es dürfte mit ca. 18 Jahren gewesen sei, da ich hörte, dass einige Mitschüler während der Pause außerhalb des Schulgeländes Cannabis konsumierten, jedoch war ich darin nicht involviert, da ich mit diesen Leuten nichts zu tun hatte und ich beschäftigte mich nicht weiter mit dem Thema.

Wann haben Sie das erste Mal konsumiert?
Als ich mir mit 22 Jahren einen neuen Freundeskreis aufgebaut hatte, wo etwa die Hälfte hin und wieder Cannabis konsumierten, probierte ich es nach anfänglicher Ablehnung dann doch aus, da ich doch neugierig wurde, warum alle so begeistert davon waren. Dies geschah an einem Sommertag in der WG-Küche von Freunden.

Wie sah der Konsum aus?
Ich konsumierte Cannabis in dem Zeitraum vom Sommer 2010 bis zum September 2017, etwa jedes 2. Wochenende, meist am Sonntag. Die Menge belief sich auf ca. 0,5g (0,1g bis höchstens 0,2g pro Joint), ausschließlich in Joint-Form.

Haben Sie Drogen zusammen mit Alkohol konsumiert?
Nein, nie. Ich habe einige Leute davon ganz extrem abstürzen sehen, weswegen mir das zu riskant war es auch nur auszuprobieren.

Wie ist der Umgang mit Alkohol gewesen?
Alkohol habe ich ausschließlich an den freien Wochenenden zum feiern konsumiert und belief sich je nach Laune auf etwa 3 Liter Bier, selten hochprozentige Spirituosen und dann höchstens ein Glas dazu (0,33L) als Mischgetränk.

Sonstige Suchtmitteleinnahme?
Nikotin, etwa ein 30g Beutel Tabak pro Woche, seit ein paar Monaten vollständig auf E-Zigarette umgestiegen.

Haben Sie bei sich negative Folgen festgestellt?
Neben dem Hang zum Aufschieben von Tätigkeiten und der massiven Fehlernährung (Süßkram, Junkfood) während des Rauschs zeigte sich auch am nächsten Tag meist eine gewisse Trägheit und Unlust einer aktiven Tätigkeit nachzugehen, sowie leichte Konzentrationsstörungen. Hinzu kam eine gewisse Kurzatmigkeit durch das filterlose Inhalieren der Joints.

Haben Sie trotz negativer Folgen weiter konsumiert?
Ja, weil ich die Wirkung als angenehm empfand und mir selbst eingeredet habe, dass ich mir das nach einer harten Arbeitswoche (bzw. teilweise 12 Arbeitstagen am Stück) ruhig mal gönnen kann. Es half mir zu entspannen und mich auf andere Gedanken zu bringen. Zumal wurde viel in meinem Umfeld geraucht, weswegen ich es als „normal“ betrachtet habe.

Auffälligkeit:

Was für Werte wurden bei Ihrer Auffälligkeit festgestellt?
THC: 1,5 ng/ml
THC-COOH: 15,0 ng/ml

Wann und wieviel haben Sie in der Woche vor der Auffälligkeit konsumiert?
Die Woche zuvor habe ich gar nicht konsumiert, da ich gearbeitet habe und die freien Tage unter der Woche zum Lernen für die Abschlussprüfungen der Ausbildung genutzt habe.

Wieviel und was haben Sie am Tag der Auffälligkeit Konsumiert?
Am Freitag Abend ungefähr 3-4 Liter Bier, Samstag und Sonntag bin ich dann ausschließlich bei Cannabis geblieben, ungefähr 5-6 Joints am Samstag über den ganzen Tag und noch 1 am Sonntag. Dies war ungefähr 8 Stunden, bevor meine Freunde und ich das Festival verlassen haben.

Gab es einen besonderen Grund für diesen Konsum?
Purer Hedonismus. Ich wollte mir das Festival einfach noch schöner gestalten, als es eh schon war.

Wie sind Sie auffällig geworden?
Es stand etwa 400 Meter vom Festival-Gelände entfernt eine Polizeistreife auf einem Parkplatz vor einem Gasthof, die stichprobenartig Kontrollen durchgeführt hat. Einer der Polizisten hat mich daraufhin angesprochen, dass ich sehr schmale und müde Augen habe und mein Gesicht gerötet sei. Zudem erschien ich ihm von meiner Sprache und den Handlungen her verlangsamt. Da ich zu dem Zeitpunkt nicht wusste, dass ich die Urinabgabe verweigern konnte, willigte ich einer ein und der Schnelltester ergab einen positiven THC-Wert, woraufhin ich zur provisorisch eingerichteten Wache gebracht wurde und eine Blutentnahme stattfand. Daraufhin wurde ich zum Parkplatz zurück gebracht und habe ein 48 stündiges Fahrverbot erhalten.

Was war der Zweck der Fahrt?
Die Rückkehr nach Hause.

Wie weit wollten/sind Sie (ge)fahren?
Ca. 400 bis 500 Meter.

Wie oft waren sie bereits unter Drogeneinfluß im Straßenverkehr unterwegs?
Noch nie zuvor.

Wie haben Sie den Konflikt zwischen dem Drogenkonsum und dem Führen eines Kraftfahrzeuges gelöst?
Dieser Konflikt hat für mich so gut wie nie zuvor existiert, da ich so gut wie nie Auto gefahren bin und mit den öffentlichen Verkehrsmitteln von A nach B gekommen bin.

Wieso ist es verboten unter Drogeneinfluss ein KFZ zu führen?
Nachgewiesener Maßen setzt Cannabis die Konzentrationsfähigkeit und Reaktionsgeschwindigkeit herab, weswegen es zu massiven Fehleinschätzungen des Verkehrs und des eigenen Fahrverhaltens führen kann, inklusive Nichteinhaltung bestehender Verkehrsregeln.

Wie lange stehen Sie nach dem Konsum von Drogen unter deren Einfluß?
THC kann mich noch bis zu 48 Stunden nach dem letzten Konsum beeinflussen.

Sind sie sich darüber im Klaren, welche Folgen es bei einem täglichen Konsum gibt?
Ja, vor allem durch meine mehrjährige Tätigkeit in psychiatrischen Kliniken konnte ich anhand der zu betreuenden Patienten sehen, wie sich ein täglicher Konsum von Cannabis auf das Leben der Konsumenten auswirken kann. Häufig war ein sozialer Rückzug gegeben, mit dem Aufgeben vorher bestehender Hobbys und Interessen, es fand ein passives vor sich hin leben statt, das meiste Geld wurde in die Droge investiert. Die Partner und Familien litten oft darunter und brachen auseinander. Viele vernachlässigten ihre Ausbildung oder ihr Studium bis sie es verloren oder rutschten in die Arbeitslosigkeit, weil sie es nicht mehr schafften zur Arbeit zu gehen. Selbst normalen Alltagstätigkeiten wie dem Sauberhalten der eigenen Wohnung oder der persönlichen Hygiene wurde nicht mehr nachgekommen. Außerdem erhöht man das Risiko für Lungenkrebs durch den inhalativen Konsum. Konzentrationsstörungen und Gedächtnislücken zeigten sich auch sehr häufig. Im schlimmsten Fall bildeten sich Depressionen und auch Wahnvorstellungen aus, die medikamentös behandelt werden mussten.
Dies waren für mich sehr einschneidende Erlebnisse, da ich im Vorfeld nicht gedacht hätte, dass eine „weiche“ Droge wie Cannabis solche Folgen hervorrufen kann...[/quote]
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