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  #1  
Alt 22.01.2006, 12:52
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Hallo Ihr Frischen,
ich wünsche euch einen schönen Tag.

Meine Beiträge sind nicht gedacht zum einwickeln des Psychos. Vielmehr als Hilfe oder Anregung positive dauerhafte Veränderungen vorzunehmen, für ein sicheres und schöneres Leben.

Bildliche Beschreibung des Alkohol-Drogen-Problems an Hand eines Hauses:

Das Dach symbolisiert die Trunkenheitsfahrt.
Was führt dazu (Obergeschoss führt zu Dach) ?
Trinken und Fahren nicht richtig trennen: Ab einer gewissen Menge Alkohol kann ich mir selber nicht mehr sicher trauen !
Einstieg in die Misere, wo habe ich die Weichen falsch gestellt (Symbol Haus-Eingang) ?

Meine Entscheidung (auch unbewusst), Alkoholmissbrauch zu betreiben.

Tief liegende Gründe dafür (Fundament)?

"Handwerkzeug" fehlte, um mit schwierigen Lebenssituationen umzugehen.

.... wenn ich diese Struktur bildlich im Kopf habe, dann kann ich schon viele Fragen gut beantworten.
Zum Beispiel:

Wie kam es zu meinem Verhalten, das letztendlich zu meiner Auffälligkeit führte?

Das fehlende Wissen um die Gefahr, die vom Alkohol speziell für mich ausgeht, ließ mich leichtsinnig werden – aber:
Wie kam es zu den Ursachen meines gefährlichen Verhaltens im Straßenverkehr?

Meine Auffälligkeiten im Straßenverkehr waren Alkohol Fahrten.

Mein Verhalten, das schließlich auch zu den Alkohol Fahrten führte, war, dass ich immer dann, wenn ich mit einer Sache nicht fertig wurde, Alkohol getrunken habe, um zu verdrängen und das ich Alkohol getrunken habe, um zu versuchen, Stress abzubauen.

2a. Mein Verhalten, das schließlich auch zu den Alkohol Fahrten führte, war, dass ich Alkohol eingesetzt habe, um die Wirkung zu spüren.

(Dadurch musste ich die Dosis kontinuierlich erhöhen, um die gleiche Wirkung zu spüren.

So wurde ich trinkfester, bemerkte die Alkohol Menge nicht so schnell, wie normal Alkohol gewöhnte Menschen.

Die Frage heißt also für mich:

Was war ursächlich für mein Verhalten, warum habe ich mich entschieden, Alkohol missbräuchlich einzusetzen (also um die Wirkung zu spüren, Stress zu vergessen, Probleme zu verdrängen)?

3.Weil ich in der Vergangenheit nicht gelernt hatte, mit Problemen zufriedenstellend umzugehen, ich hatte dazu kein Handwerkzeug. Auch hatte ich immer verharmlost, dass ich Alkohol eingesetzt hatte, um Probleme zu verdrängen. Die Gefährlichkeit von Alkohol, als „Werkzeug“ eingesetzt, war mir nicht bewusst !

Wenn ich das jetzt weiß, kann ich etwas dagegen unternehmen, dass es in Zukunft zu ähnlichen, gefährlichen Situationen kommt:

Ich kann lernen, mit für mich schwierigen Situationen umzugehen. Merke ich, dass das funktioniert, hebt das auch noch mein Selbstbewusstsein.

Ich habe in der Zeit nach dem (letzten) Delikt merken müssen, dass es mit Alkohol nicht funktioniert. Merke ich jetzt, dass es mit dem geeigneten Handwerkzeug funktioniert, warum sollte ich dann je wieder Alkohol einsetzen, wenn es Probleme gibt???

Der Unterschied Früher zu Heute:

Heute weiß ich, wie auf längere Sicht ungeeignet meine Art war, mit auftretenden Problemen umzugehen.

Heute habe ich das Wissen und das Handwerkzeug, mit Problemen sinnvoll umzugehen.

Durch die Erfolge, die ich heute in der Problembewältigung erziele und bereits erzielt habe, ist mein Selbstvertrauen und damit auch mein Selbstbewusstsein gewachsen.

Daher werde ich heute bestimmt nicht mehr zu den alten, schlechten Verdrängungsmechanismen greifen, wenn Probleme auftauchen.

Warum fehlte mir das Handwerkzeug – viele andere Menschen haben damit kein Problem ?

Ich habe damals nicht offen mit anderen Menschen über meine Probleme geredet, weil ich mich geschämt habe und nicht „schwach“ nach Außen wirken wollte.

Ich hatte nicht gelernt, zufriedenstellend mit Schwierigkeiten und Stress umzugehen.

Ich habe Kritik oft persönlich genommen und nicht an der Sache selbst, deshalb habe ich gut gemeinte Ratschläge und Hilfe oft nicht angenommen oder ignoriert.

Mir fehlte das nötige fachliche Wissen, ich hatte durch meinen Alkoholkonsum auch ein geringes Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein entwickelt.

Die Gefährlichkeit, die von Alkohol speziell für mich ausgeht, habe ich nicht erkannt und bin schnell in einen Teufelskreis geraten (Alkoholmissbrauch mit Mengensteigerung, gezielt getrunken wegen der Wirkung, Trinkgewöhnung und ich habe dadurch Trinkgedächtnis entwickelt).

Ich konnte schlecht „NEIN“ sagen und fühlte mich oft überfordert und ausgenutzt. Dadurch wurde ich mit noch unzufriedener, weil ich mir zu wenig Zeit für mich genommen habe (zum entspannen und regenieren).

Ich hatte mich in der Vergangenheit nicht eingehender mit meinem problematischen Alkoholumgang beschäftigt, das hatte ich verdrängt und verharmlost. Mir war deshalb die Gefahr von Alkohol nicht so bewusst, wie heute.

Freundliche Grüße
Mr. I feel good
__________________
#blossom#
  #2  
Alt 22.01.2006, 12:53
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Bildliche Beschreibung des Problems an Hand eines Hauses:
Das Dach symbolisiert die Trunkenheitsfahrt.
Was führt dazu (Obergeschoss führt zu Dach) ?
Trinken und Fahren nicht richtig trennen: Ab einer gewissen Menge Alkohol kann ich mir selber nicht mehr sicher trauen !
Einstieg in die Misere, wo habe ich die Weichen falsch gestellt (Symbol Haus-Eingang) ?

Entscheidung (auch unbewusst), Alkoholmissbrauch zu betreiben.

Tief liegende Gründe (Fundament)?

Handwerkzeug fehlte, um mit schwierigen Lebenssituationen umzugehen.

.... wenn ich diese Struktur bildlich im Kopf habe, dann kann ich schon viele Fragen gut beantworten. Zum Beispiel:

Wie kam es zu meinem Verhalten, das letztendlich zu meiner Auffälligkeit führte?

Das fehlende Wissen um die Gefahr, die vom Alkohol speziell für mich ausgeht, ließ mich leichtsinnig werden – aber:
Wie kam es zu den Ursachen meines gefährlichen Verhaltens im Straßenverkehr?

Meine Auffälligkeiten im Straßenverkehr waren Alkohol Fahrten.

Mein Verhalten, das schließlich auch zu den Alkohol Fahrten führte, war, dass ich immer dann, wenn ich mit einer Sache nicht fertig wurde, Alkohol getrunken habe, um zu verdrängen und das ich Alkohol getrunken habe, um zu versuchen, Stress abzubauen.

2a. Mein Verhalten, das schließlich auch zu den Alkohol Fahrten führte, war, dass ich Alkohol eingesetzt habe, um die Wirkung zu spüren.

(Dadurch musste ich die Dosis kontinuierlich erhöhen, um die gleiche Wirkung zu spüren.

So wurde ich trinkfester, bemerkte die Alkohol Menge nicht so schnell, wie normal Alkohol gewöhnte Menschen.

Die Frage heißt also für mich:

Was war ursächlich für mein Verhalten, warum habe ich mich entschieden, Alkohol missbräuchlich einzusetzen (also um die Wirkung zu spüren, Stress zu vergessen, Probleme zu verdrängen)?

3.Weil ich in der Vergangenheit nicht gelernt hatte, mit Problemen zufriedenstellend umzugehen, ich hatte dazu kein Handwerkzeug. Auch hatte ich immer verharmlost, dass ich Alkohol eingesetzt hatte, um Probleme zu verdrängen. Die Gefährlichkeit von Alkohol, als „Werkzeug“ eingesetzt, war mir nicht bewusst !

Wenn ich das jetzt weiß, kann ich etwas dagegen unternehmen, dass es in Zukunft zu ähnlichen, gefährlichen Situationen kommt:

Ich kann lernen, mit für mich schwierigen Situationen umzugehen. Merke ich, dass das funktioniert, hebt das auch noch mein Selbstbewusstsein.

Ich habe in der Zeit nach dem (letzten) Delikt merken müssen, dass es mit Alkohol nicht funktioniert. Merke ich jetzt, dass es mit dem geeigneten Handwerkzeug funktioniert, warum sollte ich dann je wieder Alkohol einsetzen, wenn es Probleme gibt???

Der Unterschied Früher zu Heute:

Heute weiß ich, wie auf längere Sicht ungeeignet meine Art war, mit auftretenden Problemen umzugehen.

Heute habe ich das Wissen und das Handwerkzeug, mit Problemen sinnvoll umzugehen.

Durch die Erfolge, die ich heute in der Problembewältigung erziele und bereits erzielt habe, ist mein Selbstvertrauen und damit auch mein Selbstbewusstsein gewachsen.

Daher werde ich heute bestimmt nicht mehr zu den alten, schlechten Verdrängungsmechanismen greifen, wenn Probleme auftauchen.

Warum fehlte mir das Handwerkzeug – viele andere Menschen haben damit kein Problem ?

Ich habe damals nicht offen mit anderen Menschen über meine Probleme geredet, weil ich mich geschämt habe und nicht „schwach“ nach Außen wirken wollte.

Ich hatte nicht gelernt, zufriedenstellend mit Schwierigkeiten und Stress umzugehen.

Ich habe Kritik oft persönlich genommen und nicht an der Sache selbst, deshalb habe ich gut gemeinte Ratschläge und Hilfe oft nicht angenommen oder ignoriert.

Mir fehlte das nötige fachliche Wissen, ich hatte durch meinen Alkoholkonsum auch ein geringes Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein entwickelt.

Die Gefährlichkeit, die von Alkohol speziell für mich ausgeht, habe ich nicht erkannt und bin schnell in einen Teufelskreis geraten (Alkoholmissbrauch mit Mengensteigerung, gezielt getrunken wegen der Wirkung, Trinkgewöhnung und ich habe dadurch Trinkgedächtnis entwickelt).

Ich konnte schlecht „NEIN“ sagen und fühlte mich oft überfordert und ausgenutzt. Dadurch wurde ich mit noch unzufriedener, weil ich mir zu wenig Zeit für mich genommen habe (zum entspannen und regenieren).

Ich hatte mich in der Vergangenheit nicht eingehender mit meinem problematischen Alkoholumgang beschäftigt, das hatte ich verdrängt und verharmlost. Mir war deshalb die Gefahr von Alkohol nicht so bewusst, wie heute.

Freundliche Grüße
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Alt 22.01.2006, 12:54
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Ich-Wissen, Alkohol-Wissen, MPU-Wissen.
-Das Wissen, wie ich mich sinnvoll entspannen kann und dadurch meine Ruhe habe.

-Die Ursachen, die „tieferen“Gründe und Folgen meines problematischen Verhaltens

(z.B. wie und warum kam es zu meinem erhöhten Alkoholkonsum).

-die Kenntnis über meine langjährigen emotionalen Probleme (offen mit anderen über meine Gefühle reden)

-das Wissen um den Sinn und die Motive meines früheren und heutigen Verhaltens.

-Auswirkungen des Alkoholkonsumes; Trinkgewöhnung,Giftfestigkeit, Trinkgedächtnis, persönliche falsche Gefahreneinschätzung;

-die schwere und das Ausmaß und meine Gründe meines damaligen falsches Verhaltens erkennen und geeignete, erprobte Vermeidungsstrategien entwickeln.

-MPU-Wissen (ich sehe es als eine gute und hilfreiche Chance für meine Zukunft)

-Rechtliche Grundlagen und Folgen bei Verstössen.

-Was ist Verdrängungsmechanismus?

Unerwünschte Gedanken, Gefühle, (Probleme) werden verdrängt, blockiert und nicht zugelassen. (Verschwinden dadurch wieder ungelöst in die Randbereiche des Bewusstseins)

-Warum ist es gut, wenn der Fehler, der zum alkoholisierten Fahren geführt hat, beim Fahrer liegt?

Erst wenn ich erkenne, dass ich alleine verantwortlich bin für mein falsches Verhalten, kann ich anfangen, mich zum Positiven hin zu verändern. Ich alleine habe erst die MPU in Gang gebracht, ändern kann ich nur mich, die anderen haben nichts damit zu tun und kein Problem damit.

Rekonstruktion von Gesamttrinkmengen :

Trinkmenge (in Anzahl der TE)= BAK + Trinkbeginn bis Messzeitpunkt (Aderlass) in Stunden x 0,15 Promille / geteilt durch BAK pro TE

Was ist eine Trinkeinheit (TE) ?

8 g reiner Alkohol; z.B. in 0,2 l Bier oder 0,1 l Wein/sekt ; 2 cl=0,02 l Schnaps.

-Wieviel Promille bauen Sie pro Trinkeinheit auf ? (ca. 0,1 Promille) ohne Gewehr!

bei mir BAK pro TE= 0,114 Promille (70 kg, Mann)(ohne Berücksichtigung von Alk-Abbau)

-Wieviel Promille baut der Mensch durchschnittlich ab pro Stunde ca. 0,15 Promille

-Was bedeutet Restalkohol?

Der im Körper nicht abgebaute Alkohol

-Welche Bedeutung hat der Restalkohol im Zusammenhang mit dem Autofahren?

Auch geringe Mengen Restalkohol im Körper können die Wahrnehmung und die eigene Bewertung der Verkehrssituation beeinträchtigen und gefährlich sein.

-Nennen Sie die 3 gefährlichsten Veränderungen beim Menschen durch Alkohol im Strassenverkehr:

enthemmtes und riskantes Fahrverhalten, generelle falsche Einschätzung und Bewertung der Situation, verminderte Reaktionsgeschwindigkeit. (Ab einer gewissen BAK verliere ich die Hemmung Auto zu fahren, mangeldes Schuldbewusstsein).

-Wie entstehen negative Fahrgewohnheiten?

1.Bereitschaft zum Verstoß ; 2. Meistens Ausbleiben von negativen Folgeerscheinungen; 3.Vordergründigen Gewinn (oft minimaler Zeitgewinn) als Bestätigung desVerstoß.

-Warum steigern manche Menschen ihre Trinkmengen immer mehr?

Der Körper gewöhnt sich an den Akohol und wehrt sich dagegen. Um dieselbe Wirkung zu erzielen, benötigt der Körper eine Erhöhung der Dosis. So entseht mit der Zeit durch das Trinktraining, eine Trinkfestigkeit und ein Trinkgedächtnis.

-Was ist normaler Alkoholkonsum?

1-2 Trinkeinheiten (z.B.: 0,2 bis 0,4 l Bier) zu gegebenen Anlässen 2-3 TE (nicht täglich), weil es schmeckt und nicht allein wegen der Wirkung. (Trinken mit Selbstbeobachtung)

-Was verstehen Sie unter Alkoholmissbrauch?

Alkohol wird vor allem wegen der psychischen Wirkung (Betäubung, Entspannung) eingesetzt. Kontrollverlust, Einsatz des Suchtmittels zu unpassenden Zeiten. z.B.: im Strassenverkehr, am Arbeitsplatz ... etc.

Trinken wegen der Wirkung, Wohlgefühl. Mengensteigerung automatisch mehr trinken; bestehende relativ hohe Giftfestigkeit; unkritisches Verhalten, mithalten wollen; Folgen und Auswirkungen missachteten-Ermahnungen ignorieren.

-Wie beschreiben Sie Alkoholismus?

Unwiderstehliches, zwanghaftes Verlangen nach Aklohol. Es treten Entzugserscheinungen auf, Gedächtnis- und Denkstörungen; Störungen im vegetativen Nervensystem, Schwitzen, Tremor (Muskelzittern), Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Durchfälle.

Abhängigkeit bei 3 zutreffenden Kriterien:

1.Starker Wunsch oder Zwang zu trinken; 2.verminderte Köntrollfähigkeit bezüglich Beginn, Beendigung und Menge des Konsums; 3.Körperliches Entzugsyndrom; 4.Nachweis einer Toleranz (Tagesdosen); 5.fortschreitende Vernachlässigung anderer Vergnügen oder Interessen zugunsten des Alkoholkkonsus; 6.Konsum trotz Nachweises eindeutiger körperlicher Schäden (Leber), psychischer (Depression), sozialer Beeinträchtigungen (Arbeitsplatzverlust).

-Unkontrolliertes Trinken, kann mit erheblichen Entzugserscheinungen verbunden sein ( Zittern, Übelkeit, Schlaflosikeit ....) Körperliche und geistige Abhängigkeit durch schädlichen riskanten Gebrauch . Massive Warnzeichen ignorieren; Filmriss;
__________________
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Alt 22.01.2006, 12:56
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Selbstreflexion in neben der Fähigkeit zu lieben, und Wärme zu geben, eines der wichtigsten menschlichen Fähigkeiten.
Das Wort „man“ statt „ich“ signalisiert in der Regel Abwehr und Widerstand, weist auf nicht hinreichende Aufarbeitung und Selbstreflexion!

Eigene Verhaltenskontrolle (Vermeidungsstrategien) in Trinksituationen (Feiern) ist nicht „einfach“ herzustellen, wird sonst als „selbsttäuschender Optimums“ gewertet!

Warum sollte es jetzt plötzlich einfach sein. Wo habe ich die neuen Verhaltensweisen gelernt und hinreichend erfolgreich erprobt.

Eigene Selbsterwartungshaltung sollte deutlich erhöht sein!

Der eigene Lebensprozess und der Anteil eigener Verantwortung muss von mir zusammenhängend dargelegt werden können. Stimmige starke Motive. Wie kam es dazu?

Stimmige starke Motive (Antriebe, „tieferer Grund für etwas) um mit dem Alkohol und Rauchen aufzuhören: z.B.: Angst vor Krankheiten, Krebs etc.,

Im Altagsleben gibt es eine Trennung zwischen „innerem Motiv“ (z.B. Hungergefühl), „äußeres Motiv“: z.B. Meine Frau sagt: ich soll einkaufen gehen.

Wissenschaftlich gesehen sind im Prinzip alle Motive „innere Motive“

Hinter jedem Verhalten steht ein Gefühl, eine Emotion (oder mehrere vermischen sich), treiben uns an und bestimmen unserer Leben entscheidend.

Viele wichtige positive Folgeerscheinungen meiner Abstinenz. Es geht mir bedeutend besser jetzt, in jeder Hinsicht.

Auseinandersetzen mit den Zusammenhängen der Erlebnisse, nicht nur einzelne Deutung und Interpretation.

Gründe warum ich früher mitgetrunken habe: unbewusste Angst, das Betriebsklima (oder das gesellige Zusammensein im Freundeskreis) zu stören, wenn ich nicht mittrinke. Andere könnte auf mich aufmerksam werden, ich gerate dadurch in den Mittelpunkt und muss mich rechtfertigen für meine Abstinenz. Könnte so als schwach eingestuft werden, Ablehnung erfahren.

Innere Motive: Angst, die Kontrolle über viele Situationen im Leben zu verlieren; mich überfordert fühlen

In der Gesellschaft gelten Ängste als „persönliches charakterliches Defizit“.

Ich sah die Angstfreiheit (oberflächlich gesehen), als einen positiven Wert (daher verleugnen, Verdrängungen, abwehren).

Meine ständig unterdrückten Gefühle, durch meinen Alkoholmissbrauch, führte bei mir zu einem Gefühl der „inneren Leere“.

Drogenabhängigkeit und Alkoholismus sind keine Krankheiten im üblichen Sinne, wie Rheuma oder Fußpilz. Es handelt sich vielmehr um riskante Lebensstile, die allerdings schwerwiegende psychische Störungen und/oder körperliche Krankheiten nach sich ziehen können.

Drogenabhängigkeit und Alkoholismus entstehen offenbar durch ein Wechselspiel von Faktoren, die in der Droge, der Person und der Umwelt liegen.

Es müssen stichhaltige Gründe angegeben werden, die zur Abstinenz bzw. Reduzierung des Alkoholkonsums führten :

(z. B. Gefahr des beruflichen Abstiegs, des Zerfalls der Familie, gesundheitliche Störungen etc.). Der innere Kampf gegen die Versuchung, rückfällig zu werden, soll dabei beschrieben werden.

Bei Verkehrsverstößen ohne Alkohol geht es um die Darstellung des Tathergangs und der Gründe für eine ordnungswidrige Fahrweise (z. B. warum zu schnell gefahren wurde) sowie der Lehren, die aus der Ahndung gezogen wurden. Erforderlich ist auch hier die selbstkritische Feststellung, was falsch gemacht wurde und wie in Zukunft ein verkehrsgerechtes Verhalten erreicht werden kann.

Neben Sex gehört das Thema "Drogenabhängigkeit und Drogen" zu jenen Bereichen, über die man nur sehr schwer rational diskutieren kann. Zu den Barrieren, die einer rationalen Auseinandersetzung entgegenstehen, zählen Verdrängung, Verleugnung, Abscheu, Angst und die Diskriminierung von Minderheiten.

Während der Drogenabhängigkeit der Beigeschmack des Verbotenen und Anrüchigen anhaftet, wird über alkoholische Getränke wie Wein und Bier gern gefachsimpelt. Sie gehören zur Normalität. Dabei bringt der Alkohol natürlich wesentlich mehr Menschen um, zerstört mehr Ehen und Familien als die illegalen Drogen. Alkohol kennt jeder, und doch ist es "das unbekannte Rauschgift".

Über die Ursachen des Alkoholismus und der Drogenabhängigkeit wird in der Fachwelt noch gestritten. Manche meinen, diese Süchte bzw. Abhängigkeiten seien überwiegend vererbt, also genetisch bedingt bzw. mitbedingt. Die Forschung konnte diese Hypothese allerdings bisher noch nicht bestätigen. Es sieht beim gegenwärtigen Stand der Erkenntnis so aus, dass die Erbanlagen nur eine Ursache unter vielen sind.

Auch die Theorie einer Suchtpersönlichkeit musste inzwischen verworfen werden. Es gibt kein Muster von Persönlichkeitsmerkmalen, das allen Süchtigen gemeinsam ist.
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