Zurück   MPU Forum > MPU Diskussion > Alkohol MPU

Antwort
 
Themen-Optionen Ansicht
  #1  
Alt 16.07.2018, 18:12
Krüger Krüger ist offline
Mitglied
 
Registriert seit: 16.07.2018
Beiträge: 28
Standard Fahrrad BAK 1,96

Zur Person
Geschlecht: M
Größe: 173 cm
Gewicht: 68
Alter: 28

eventl. Bundesland: Bayern

Was ist passiert?
Datum der Auffälligkeit: 07.01.18
BAK: 1,96
Trinkbeginn: 06.01.18, 20 Uhr
Trinkende: 07.01.18, 3 Uhr
Uhrzeit der Blutabnahme: 3:45 Uhr

Stand des Ermittlungsverfahrens
Strafbefehl schon bekommen: Ja durch Zahlung Verfahren eingestellt
Dauer der Sperrfrist: Keine

Führerschein
Hab ich noch: Ja

Führerscheinstelle
Hab schon in meine Akte geschaut: Ja, keine Altlasten vorhanden
Sonstige Verstöße oder Straftaten?: Keine
Fragestellung der Fsst (falls bekannt): Ist davon auszugehen, dass Hr xy in Zukunft ein Fahrzeug unter Einfluss von Alkohol führen wird? Ist davon auszugehen, dass Hr xy in Zukunft ein Fahrerlaubnispflichtiges Fahrzeug unter Einfluss von Alkohol führen wird?

Konsum
Ich trinke noch Alkohol, wenn ja wie oft wieviel: nein

Abstinenznachweis
Urin ETG seit 29.01.18 bis 28.07.18


Leberwerte: 1x prüfen lassen im Januar, Werte sind ok

Aufarbeitung
Suchtberatungsstelle aufgesucht?: Nein
Selbsthilfegruppe (SHG): Nein
Psychologe/Verkehrspsychologe: Nein
Kurs für verkehrsauffällige Autofahrer: Mobil Plus beim Tüv Südpunkt

werden derzeit Medikamente eingenommen? nein
MPU
Datum: 13.08.18

Schon eine MPU gehabt? Nein

Altlasten
Bereits durch Alkohol auffällig geworden Punkte oder sonstige Straftaten: Nein keine


Tathergang

1. Beschreiben Sie den Tag Ihrer Trunkenheitsfahrt aus eigener Sicht mit Datum und Uhrzeiten.
(wann, wo und mit wem getrunken / wann und wie aufgefallen / Promille)
Mein früherer bester Freund war für 3 Jahre in einer Großstadt, wodurch der Kontakt abgebrochen ist. Nach seiner Studiumszeit hat er in unserem Ort ein Haus gebaut und wir haben uns am 06.01. auf 20 Uhr in seinem neuen Haus abends getroffen, um über frühere Erlebnisse zu reden. Dabei habe ich getrunken und habe mich gegen 3 Uhr auf den Heimweg gemacht. Durch meine Schlangenlinien bin ich einer Streife aufgefallen, welche mich dann angehalten hat. Nach dem Messen vom AAK wurde ich zum nächsten Krankenhaus zur Blutentnahme mitgenommen. Dort wurde gegen 3:45 Uhr ein Wert von 1,96 o/oo festgestellt. Den anschließenden Test (Gleichgewicht/Reaktion) konnte ich nicht machen, da nach der Blutentnahme mein Kreislauf nicht mehr wollte.

2. Was und wie viel haben Sie am Tattag insgesamt getrunken?
Ich hatte 350 ml Whiskey, ca 43%
Dann 700 ml Rotwein, ca 12%
Und ca 6x 40 ml Ramazzoti, ca 30% (genaue Menge ist nicht bekannt)

3. Wie viel Kilometer fuhren Sie, bis Sie aufgefallen sind und wie viel Kilometer wollten Sie insgesamt fahren?
Gesamt war es eine Strecke über 800 Meter, nach 500 Meter wurde ich aufgehalten.

4. Hatten Sie das Gefühl, noch sicher fahren zu können?
Nein hatte ich nicht, genau genommen weiß ich noch wie ich das Haus verlassen habe und im nächsten Moment war der Streifenwagen neben mir – Blackout.

5. Wie haben Sie die Trunkenheitsfahrt vermeiden wollen (wenn überhaupt)?
Ich habe die Trunkenheitsfahrt in Kauf genommen, da ich mit dem Fahrrad schon zum Treffen hingefahren bin und hatte auch vor, mit dem Fahrrad wieder heimzufahren.

6. Haben Sie bereits früher im Straßenverkehr unter Alkoholeinfluss gestanden und sind aufgefallen?
Bis zu dieser Trunkenheitsfahrt bin ich nicht auffällig gewesen.

7. Wie oft haben Sie alkoholisiert am Straßenverkehr teilgenommen ohne aufzufallen und was folgern Sie daraus?
Bestimmt mehrere Hundert mal, meistens bin ich mit dem Fahrrad zu Dorffesten oder Freunden/Familie gefahren und bin danach alkoholisiert wieder heimgefahren.
Mit Zitat antworten
  #2  
Alt 16.07.2018, 18:13
Krüger Krüger ist offline
Mitglied
 
Registriert seit: 16.07.2018
Beiträge: 28
Standard

. Mit dem Auto bin ich oftmals auch morgens mit Restalkohol gefahren. Dass ich dabei nie aufgehalten wurde, zeigt mir wie hoch die Dunkelziffer der alkoholisierten Fahrer sein muss.

Exploration

8. Wann hatten Sie den ersten Kontakt mit Alkohol und wann haben Sie das erste Mal Alkohol zu sich genommen?
Mit 15 Jahre habe ich das erste mal Bier getrunken.

9. Haben Sie regelmäßig Alkohol getrunken, und wie hat sich ihr Trinkverhalten in den letzten Jahren entwickelt?
Ich habe fast jeden Freitag und Samstag Abend Alkohol getrunken, es gab nur wenige Wochenend-Tage an denen ich keinen Alkohol getrunken habe. Vor der Trunkenheitsfahrt habe ich auch nach der Spätschicht unter der Woche getrunken. Dabei habe ich immer den Rauschzustand gesucht, ich wollte den Alkohol spüren. Dabei habe ich eine immer höhere Gewöhnung aufgebaut und auch immer höhere Mengen getrunken.

10. Wie viel und wie oft haben Sie getrunken?
Da Bier nicht für den Rauschzustand gereicht hat, habe ich ausschließlich Whiskey gemischt mit Cola getrunken. Im letzten Jahr war es pro Trinkabend am Wochenende ca 180 ml Alkohol. Unter der Woche war es pro Trinkabend ca 120 ml Alkohol.

11. Wo und mit wem haben Sie überwiegend getrunken?
Getrunken habe ich überwiegend mit meiner Frau zu Hause.

12. Warum haben Sie getrunken?
In meiner Ausbildung von 2007-2010 war ich im Geschäftskundenvertrieb angestellt. Hier durfte es kein „nein“ geben, ich musste immer höflich sein und die irrwitzigsten Anforderungen der Kunden erfüllen. Das hat mich innerlich gewurmt, ich konnte einfach nicht ehrlich und offen sein. Durch den Konsum vom Alkohol konnte ich meine innerliche Unruhe verdrängen und den Alltag vergessen.
Nach meiner Ausbildung war ich von 2010-2014 im Vertrieb für Privatkunden und habe Beschwerden bearbeitet. Im Endeffekt wurde ich bei fast jedem Anruf angemault wie blöd wir sind und musste den Kunden in den Hintern kriechen um sie zufrieden zu stellen. Da ich ein variables Gehalt bekommen habe, wurde meine Vergütung anhand der Zufriedenheitsbefragungen festgelegt. Auch hier habe ich mich überhaupt nicht wohl gefühlt, auch die Arbeitszeiten haben mich gewurmt, da ich meist von mittags bis spät Abends gearbeitet habe und dadurch meine sozialen Kontakte zu Bruch gingen. In dieser Zeit war ich so ziemlich jedes Wochenende in Bars und Discos und habe durch den Konsum von Alkohol versucht, auch hier den Alltag zu vergessen. Seit 2014 bin ich in meinem aktuellen Job, der zwar sehr viel angenehmer ist, aber ich bin unterfordert und habe meist das Gefühl, dass ich nur die Zeit absitze bis zum Feierabend. Durch das rumsitzen war ich nach der Arbeit oft müde und lustlos. Ich hätte zwar die Zeit für soziale Kontakte gehabt, habe mich nach der Arbeit aber vor den Fernseher verkrochen. Um der Langeweile zu entgehen, aufgedrehter zu werden und meine Frau zu unterhalten habe ich weiter zum Alkohol gegriffen.

13. Welche Wirkung haben Sie in der Vergangenheit nach Alkoholgenuss bei sich beobachtet?
Ohne Alkohol war ich sehr still und in Gedanken und konnte Gespräche nicht am Laufen halten. Ich war es gewohnt, Gespräche sachlich abzuarbeiten und schnell zu beenden. Diese Gewohnheit hatte ich von der Arbeit auf mein Privatleben übernommen. Durch den Konsum von Alkohol habe ich meinen Alltag verdrängt und habe Gespräche begonnen. Dass ich dabei immer weiter konsumiert habe, bis ich den Rauschzustand hatte und mich mit Sicherheit zur späten Stunde daneben benommen habe, war mir bis zu meiner Aufarbeitung nicht bewusst.

14. Gab es kritische Hinweise Anderer auf Ihren Alkoholkonsum und wie haben Sie darauf reagiert?
Es gab keine Hinweise von anderen, da ich die letzten Jahre hauptsächlich mit meiner Frau zu Hause getrunken habe und es anderen gar nicht bewusst war, dass ich regelmäßig Alkohol trinke.

15. Welche Auswirkungen und Folgen hatte Ihr Alkoholkonsum auf Ihr Leben und Ihr Umfeld?
Durch den regelmäßigen Konsum hatte ich keine Lust, meine sozialen Kontakte zu pflegen. Ich habe mich selbst isoliert und war an den freien Wochenenden durch den Konsum unausgeschlafen und unmotiviert, was zu unternehmen.

16. Gab es in Ihrem bisherigen Leben frühere Zeiten, in denen sie weit mehr Alkohol als heute getrunken haben?
Von 2012-2014 war ich in einer WG, da meine Arbeitsstelle 65 km von meinem Wohnort entfernt war. Die Wohnung an sich war okay, allerdings haben sich meine Mitbewohner nicht um Ordnung und Sauberkeit gekümmert und hatte nur Feiern und trinken im Sinn. In dieser Zeit bin ich nicht auf die Idee gekommen, am Wochenende nach Hause zu fahren oder mich nach einer anderen Bleibe umzuschauen, sondern habe meinen Frust über die Arbeitsstelle und die Wohnsituation durch Alkohol verdrängt. Da wir generell am Wochenende Besuch hatten, wollte ich als Gastgeber nicht einfach ins Bett und habe bis in die Morgenstunden gefeiert und dabei Alkohol getrunken. In dieser Zeit war es eine höhere Menge Alkohol, ähnlich zum Tag der Trunkenheitsfahrt.

17. Haben sie jemals die Kontrolle über ihre Trinkmenge verloren und bis zur Volltrunkenheit Alkohol konsumiert?
Ja, 2008-2010 habe ich mit Beginn meiner Volljährigkeit meine Grenzen der Alkoholverträglichkeit getestet und 1x in 2 Monaten bis zur Volltrunkenheit konsumiert.

18. Haben Sie früher schon einmal oder öfter über einen längeren Zeitraum bewusst und mit Absicht völlig auf den Genuss von Alkohol verzichtet?
Nein, bisher war mir mein Missbrauch durch Alkohol nicht bewusst und ich habe keinen Anlass gesehen, absichtlich auf Alkohol zu verzichten.

19. In welcher Kategorie von Trinker haben sie sich früher gesehen und wie stufen Sie sich heute rückblickend ein?
Ich hatte mich als Gelegenheitstrinker gesehen und war mir nicht bewusst, dass ich mich selbst sozial isoliere und den Alkohol zur Verdrängung meiner Frustration missbrauche.

Heute und in Zukunft

20. Trinken Sie heute Alkohol? Wenn ja, was, wie viel und wie oft?
Nein, abstinent seit der Trunkenheitsfahrt
Mit Zitat antworten
  #3  
Alt 16.07.2018, 18:14
Krüger Krüger ist offline
Mitglied
 
Registriert seit: 16.07.2018
Beiträge: 28
Standard

21. Wann haben Sie zuletzt Alkohol getrunken?
Am 06.01.18

22. Trinken sie gelegentlich alkoholfreies Bier?
nein

23. Warum trinken Sie heute Alkohol/keinen Alkohol?
Ich habe mich nach der Trunkenheitsfahrt bewusst für die Abstinenz entschieden und seitdem sind mir meine Gründe für den Konsum bewusst geworden. Da ich mein Leben geändert habe und glücklich bin, muss ich Alkohol nicht mehr zur Verdrängung missbrauchen.

24. Warum haben Sie das Trinken reduziert bzw. aufgegeben und warum nicht schon eher?
Erst durch die Trunkenheitsfahrt habe ich mich mit meinem eigenen Konsum auseinander gesetzt. Über den hohen Promillewert bzw. über die hohe Alkoholgewöhnung war ich nach der Trunkenheitsfahrt sehr erschrocken. Erst dadurch ist mir mein Umgang mit Alkohol bewusst geworden.

25. Wie haben Sie die Änderung Ihres Trinkverhaltens erreicht und dabei die Umstellungsphase erlebt?
Zu Anfang war ich überfordert. Der Promillewert war sehr hoch und ich hatte eine Art Schock – Abstinenz und wollte nichts mehr trinken. Ich war viel in Gedanken und habe überlegt warum ich eigentlich so häufig Alkohol trinke, bin aber nicht drauf gekommen. Erst durch den Kurs beim Tüv Südpunkt konnte mich der Psychologe durch seine Fragen in die richtige Richtung lenken. Nach den Kursen konnte ich die Nacht danach kaum schlafen, da ich voller Gedanken war und wissen wollte, warum ich getrunken habe und wie es zu meiner Trunkenheitsfahrt gekommen ist.
Bei verschiedenen Anlässen wie Geburtstagen oder Familienfeiern war es anfangs seltsam bewusst auf Alkohol zu verzichten. Im Nachhinein hatte ich aber immer eine schöne Zeit verbracht und es viel mir immer leichter, keinen Alkohol zu trinken bis dann dieses bewusste verzichten ganz unbewusst und normal wurde. Im Juni war ich auf einer Hochzeit eingeladen, die etwas weiter weg von meinem Wohnort war, ca 40 km. Früher hätte ich viel Energie verwendet um jemanden zu finden, der mich hinfährt und holt, damit ich was trinken kann. Hier konnte ich aber einfach nur zusagen und selbst hin fahren. Es war schön, die komplette Hochzeit bewusst zu erleben – ohne den Einfluss von Alkohol.

26. Wie wirkt sich Ihr geändertes Verhalten auf Sie, Ihr Leben und Ihr Umfeld aus?
Mir geht es insgesamt sehr viel besser. Ich vergeude meine Zeit nicht mehr mit Rumsitzen vor dem Fernseher sondern bin freitags in einem Volleyball-Verein. Dadurch habe ich neue Kontakte gefunden, mit denen ich auch außerhalb vom Training meine Freizeit verbringe, zum Beispiel gehen wir regelmäßig am Sonntag Fahrrad fahren. Parallel dazu helfe ich seitdem Frühjahr meinen Großeltern im Garten. Beide sind schon über 80 und können fast nichts mehr selber machen. Da findet sich immer was zu tun. Auch bin ich ab November bei der IHK und werde samstags eine Weiterbildung besuchen um mich beruflich zu verändern und einen Job zu finden, der mich zufrieden stellt.

27. Wie stellen Sie sicher, dass Ihr neues Verhalten dauerhaft stabil bleibt?
Zum einen lebt auch meine Frau Abstinent seit meiner Trunkenheitsfahrt und meine Änderung auch selbst durchlebt. Wir sind ohne Alkohol glücklich und sehen keinen Grund wieder welchen zu trinken. Da ich mit meiner Trunkenheitsfahrt sehr offen umgegangen bin, wissen meine Familie und mein Freundeskreis Bescheid, dass ich nicht mehr trinke. Sollte ich doch irgendwann ein alkoholisches Getränk in der Hand halten werde ich mit Sicherheit darauf angesprochen und an meine Aufarbeitung erinnert.

28. Können Sie sich vorstellen, jemals wieder in Ihre alten Gewohnheiten zurückzufallen?
Das kann ich mir nicht vorstellen, da ich durch den Verein und die Unterstützung meiner Großeltern glücklich bin und meine Zeit sinnvoll nutze. Auch hat sich die Beziehung zur Familie geändert, wodurch ich mich regelmäßig mit meinem Neffen und meiner Nichte treffe und Zeit mit ihnen verbringe. Vor allem die Bewegung beim Volleyball gleicht meine Langeweile im Job aus, dadurch brauch ich keinen Alkohol mehr zum Unterdrücken. Ein für mich wichtiger Punkt ist, dass auch meine Frau keinen Alkohol mehr trinkt und wir dadurch auch keinen Alkohol mehr zu Hause haben.

29. Wie wollen sie in Zukunft das Trinken vom Fahren trennen?
Da ich weiterhin an meiner Abstinenz festhalte werde ich durch Alkohol nicht mehr beeinflusst und kann beruhigt und nüchtern ins Fahrzeug einsteigen.

30. Haben Sie zum Abschluss noch etwas hinzuzufügen?
Ich bin froh, dass mich die Streife aufgehalten hat bevor mir oder anderes was passiert ist und ich die Chance bekommen habe, meinen Umgang mit Alkohol zu überdenken und mein Leben neu zu ordnen.
Mit Zitat antworten
  #4  
Alt 16.07.2018, 18:15
Krüger Krüger ist offline
Mitglied
 
Registriert seit: 16.07.2018
Beiträge: 28
Standard

Hallo Community
Falls jemand Zeit hat, meinen FB zu prüfen, wäre ich sehr dankbar!
Mit Zitat antworten
  #5  
Alt 06.08.2018, 08:56
Krüger Krüger ist offline
Mitglied
 
Registriert seit: 16.07.2018
Beiträge: 28
Standard

Heute in 1 Woche habe ich meine MPU, freue mich auf jedes Feedback
Mit Zitat antworten
  #6  
Alt 06.08.2018, 18:49
ricompu ricompu ist offline
Stammpersonal
 
Registriert seit: 09.03.2018
Beiträge: 122
Standard

Deine trinkmenge stimmt nicht..also ich hab es nicht nach gerechnet aber sieht mir einfach zu viel aus.!!!

MfG
Mit Zitat antworten
  #7  
Alt 06.08.2018, 22:07
Benutzerbild von marianee
marianee marianee ist offline
Stammpersonal
 
Registriert seit: 21.09.2015
Beiträge: 919
Standard

Grüß dich im Forum,

zunächst gleich mal eine Frage:

Zitat:
Ich trinke noch Alkohol, wenn ja wie oft wieviel: nein
Wenn du mit AB ins Rennen gehst, brauchst du i. d. R. 12 Monate Abstinenznachweise. Wobei das kein Dogma sein muss. Ich weiß vom TÜV Süd in Sachsen, dass man da in einigen Fällen etwas großzügiger sein kann. Vor allem bei Fahrraddelikten.
Auf Grund deines Alters denke ich eher, solltest du KT überlegen (AB ist allerdings die beste Lösung).
Du hast recht schnell mit dem Screening begonnen, das ist erstmal sehr gut.
Hab deinen FB nur kurz überflogen, ich bin der Meinung, dass du dich intensiv mit deiner Vergangenheit und dem scheinbar auch exzessiven Alkoholkonsum beschäftigt hast. Auffällig für mich, dein häufiges Trinken mit deiner Frau in der Anonymität.

Zitat:
a Bier nicht für den Rauschzustand gereicht hat, habe ich ausschließlich Whiskey gemischt mit Cola getrunken. Im letzten Jahr war es pro Trinkabend am Wochenende ca 180 ml Alkohol. Unter der Woche war es pro Trinkabend ca 120 ml Alkohol.
Hier ist deutlich ein Hinweis auf eine Alkoholproblematik ersichtlich, wobei diese nicht in Form eines ärztlichen Gutachtens vorliegt. Allerdings ist das mit dem Whiskey ne Menge Holz. Und da du den Rauschzustand gesucht hast, kann KT wiederum kritisch werden.

Ich denke, ein MPU-Profi wird hier tiefer als ich gehen.
Die Zeit für dich rennt und ist verdammt knapp.
Hast du beim Screening mit dem Arzt gesprochen, ob das halbe Jahr reicht?
Mit Zitat antworten
  #8  
Alt 06.08.2018, 22:23
Benutzerbild von marianee
marianee marianee ist offline
Stammpersonal
 
Registriert seit: 21.09.2015
Beiträge: 919
Standard

Die Trinkmenge ist tatsächlich um einiges zu hoch.

Nach meiner Berechnung hast du in Summe 245,5 g reinen Alkohol=196 ml zu dir genommen.
Nach Widmark, abzüglich 0,15 Prom. Abbau in der Stunde, komme ich damit auf etwas über 4 Promille!!

Wenn ich von der Hälfte des angegebenen Whiskeys ausgehe und den Abbau auf 0,2 Promille setzte, lande ich noch immer bei 2,28 Promille. Gut, ich habe hier nur mit getrunkener Menge und Abbaurate gerechnet. Es kommen noch Minus 10-30% hinzu, da der Alkohol ja nicht vollständig aufgenommen wird.
Als ist es sicher so, dass du eine viertel Flasche Whiskey angeben solltest.

Deine Trinkmengen müssen bei der MPU hinhauen!
Mit Zitat antworten
  #9  
Alt 07.08.2018, 09:02
Krüger Krüger ist offline
Mitglied
 
Registriert seit: 16.07.2018
Beiträge: 28
Standard

Vielen Dank für dein Feedback!

Zitat:
Zitat von marianee Beitrag anzeigen
Wenn du mit AB ins Rennen gehst, brauchst du i. d. R. 12 Monate Abstinenznachweise.
Auf Grund deines Alters denke ich eher, solltest du KT überlegen (AB ist allerdings die beste Lösung).
Auffällig für mich, dein häufiges Trinken mit deiner Frau in der Anonymität.

Hier ist deutlich ein Hinweis auf eine Alkoholproblematik ersichtlich, wobei diese nicht in Form eines ärztlichen Gutachtens vorliegt. Allerdings ist das mit dem Whiskey ne Menge Holz. Und da du den Rauschzustand gesucht hast, kann KT wiederum kritisch werden.

Hast du beim Screening mit dem Arzt gesprochen, ob das halbe Jahr reicht?
Da stimme ich dir zu. Ich habe den Rauschzustand gesucht, was sehr kritisch ist. Nach bzw während meiner Aufarbeitung habe ich mich daher ganz bewusst für AB entschieden und halte an meiner Entscheidung fest. KT möchte ich nicht durchführen oder probieren. Ob die 6 Monate tatsächlich reichen, wird sich zeigen. Der Arzt vom Screening und mein Sachbearbeiter der Führerscheinstelle stehen den 6 Monaten positiv gegenüber. Diesen Punkt lasse ich bei der MPU auf mich zukommen.

Durch das Trinken zu Hause mit meiner Frau gab es bisher keine Kritik von anderen, somit bekommt natürlich auch keiner mit dass ich nicht mehr trinke. Das ist durchaus kritisch. Nur bei Treffen mit der Familie oder Freunden ist es "nach außen sichtbar" dass ich keinen Alkohol mehr trinke. Hier hoffe ich dass meine geänderte Einstellung überzeugt.
Zitat:
Zitat von marianee Beitrag anzeigen
Die Trinkmenge ist tatsächlich um einiges zu hoch.
Deine Trinkmengen müssen bei der MPU hinhauen!
Vielen Dank! Da lass ich lieber meinen Taschenrechner heiß laufen und rechne nach. Ganz sicher war ich mir bei der Menge bisher nicht.

Danke!!
Mit Zitat antworten
  #10  
Alt 07.08.2018, 18:47
Benutzerbild von marianee
marianee marianee ist offline
Stammpersonal
 
Registriert seit: 21.09.2015
Beiträge: 919
Standard

Ich kann gut verstehen, dass du gegenüber Verwandten, Bekannten,
Freunden Probleme einer Rechtfertigung siehst.
Es reicht allerdings zu, wenn du ihnen klipp und klar sagst: "Ich trinke keinen Alkohol mehr."
Warum und weshalb, brauchen ja wirklich nur die besten Freunde, evtl. Eltern und Geschwister wissen. Oder auch nicht.
Es ist deine Entscheidung. Ich persönlich finde sie sehr gut und wenn du daran festhälst wirst du merken, dass sich im Normalfall die Lebensqualität verbessert.
Normalfall deshalb, weil ich inzwischen einige wenige (2) trockene Alkoholiker kennengelernt habe, die mit diesem Umstand unzufrieden sind.
Selbst wenn du aus nicht stattgefundenen Untersuchungen, oder auch trotz Untersuchungen nicht als Alkoholiker spezifiziert bist ist es keine Schande, nichts zu trinken. Damit gehörst du zu einer Elite in Deutschland!
Und eines kannst du mir glauben und sicherlich vertreten einige der Stammuser, MPU-Profis ebenfalls diese Meinung.
Wenn du weitermachst mit deiner bisher skizzierten Trinkhistorie, kann es mit hoher Wahrscheinlichkeit passieren, dass dein jetziges Leben erneut aus den Fugen gerät und du wieder in alkoholbedingte Problemsystematiken reinrutschen wirst.
Mit Zitat antworten
Antwort

Lesezeichen

Themen-Optionen
Ansicht

Forumregeln
Es ist Ihnen nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Anhänge hochzuladen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Ihre Beiträge zu bearbeiten.

BB-Code ist an.
Smileys sind an.
[IMG] Code ist an.
HTML-Code ist aus.

Gehe zu


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 23:29 Uhr.