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  #21  
Alt 11.02.2019, 12:16
Benutzerbild von FrauMiez
FrauMiez FrauMiez ist offline
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Momentan habe ich noch so meine Zweifel, ob Du zum jetzigen Zeitpunkt für eine MPU schon genug vorbereitet bist.

Aber Du hast ja noch etwas Zeit und das Forum wird Dich unterstützen

Ich verstehe, dass es Dir schwer fällt darüber zu sprechen, was genau passiert ist, aber bei der MPU wirst Du das müssen.
Auch solltest du bei der MPU insgesamt einen gefestigten Eindruck machen.
Es ist hart, aber auf Mitleid darfst Du bei einer MPU nicht hoffen.
Dem Gutachter geht es einzig und allein um die Frage, ob Du geeignet bist, ein Fahrzeug zu führen oder nicht.
Gewinnt der Gutachter den Eindruck, dass Du psychisch instabil bist, wird es schwer werden.

Gerade wenn die Inhalte Deiner Ausführungen sehr emotional behaftet sind, empfehle ich Dir ebenfalls das zu üben. So oft es geht.
Die erste Male sind noch schlimm, aber es wird einfacher werden.
Wirklich, ich spreche aus Erfahrung.
__________________
LG
FrauMiez
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  #22  
Alt 11.02.2019, 12:36
Tine89 Tine89 ist offline
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Also gut ich fange mal an….

Als ich im Kindergarten war, hatte meine Mama eine Affäre mit einem anderen Mann.
Mein Vater und meine Brüder sagten mir das eines Abends und für mich fiel eine Welt zusammen. Meine Mutter war an diesem Abend auch bei Ihrer Affäre.
Da mich meine Brüder und Vater alleine ließen, ging ich unseren Stall und hab mich bei meinen Hasen ausgeweint.
Jedes Mal wenn ich meine Eltern und Brüder auf die Geschichte angesprochen habe, weil ich als kleines Mädchen natürlich Angst hatte das die Mama jetzt geht, hieß es immer zu mir: Das brauchst du nicht wissen und frag nicht immer danach. (Die Affäre wurde beendet)
Als ich 9 Jahre war, hat meine Mama nochmal ein Kind bekommen, meine kleine Schwester 
Sie war gerade mal 2 Wochen auf der Welt, dann hat man mir das kleine Baby in die Arme gedrückt und sie ist wieder Arbeiten gegangen. Ich hab das gerne gemacht ich liebe meine Geschwister über alles, für ne 9 Jährige ist es allerdings schon eine Belastung sich um ein Baby zu kümmern. Das hab ich aber nie meiner Mama gesagt, sonst hätte sie sofort mit Arbeiten aufgehört wenn ich gesagt hätte das es mir zu fiel wird. (Hab ja schließlich auch was davon gehabt wenn es neue Spielsachen gab) Meine Schwester ist mittlerweile groß und sie selbst sagt immer, ich bin nicht nur ihre Schwester, sondern auch ihre zweite Mama wie auch ihre beste Freundin weil ich immer für sie da war so wie ich für meine ganze Familie immer da war. Ich würde/wäre für jeden durch die Hölle gelaufen.
2007 verunglückte dann einer meiner Brüder bei einem Motorradunfall, da meine Eltern zu nichts mehr in der Lage waren hab ich mit meinen 17 Jahren alles geregelt.

(((Jemand hatte seine Passwörter/Identität geklaut und damit lauter „schund“ getrieben. Zb.
- Ebay Sachen verkauft und nie verschickt
- sich auf einer Porno-Seite angemeldet und sich vergnügt- wir haben dann die Mahnungen bekommen
- Krankenkasse wollte die Not-OP sowie den Hubschrauber nicht bezahlen )))

Seine Freundin war natürlich auch am Boden zerstört. Ich hab mich um alle und um jedes gekümmert. Ich hab zwar mit geweint aber ich habe nie jemandem erzählt wie sehr mich das ganze schlaucht und fertig macht. (Ich muss ja die Starke sein, die für alle da ist) Dann hat mein Freund mit der Nachtschicht damals begonnen…… ich habe keine Nacht mehr geschlafen, ich konnte nicht allein sein, denn dann kamen die Gedanken und Tiefe Trauer. Nur nicht denken müssen war bis zum Unfall immer mein „Leitspruch“. Denn denken heißt fühlen und Gefühle tun ganz schön weh. Nach dem ich das ein halbes Jahr so durchgezogen hatte, das ich immer nur abends 2 Stunden geschlafen habe solange mein Freund da war, nach 6 Monaten konnte ich mich irgendwie fangen und hab es geschafft wieder allein zu schlafen.
So ging das einige Jahre eigentlich gut, ich war nach wie vor für jeden da und hab nie mit jemand über meine Gefühle geredet. Nur mein Freund wusste immer das mich etwas beschäftigt aber er wusste das er nicht nachfragen braucht, da ich nicht erzählen werden. (Um mich muss man sich ja nicht sorgen, ich muss mich um alle kümmern- mein Gedanke)
Dann kam das nächste Unheil.
Meine Mama und mein anderer Bruder starben.
Wieder brach die Hölle für mich aus, wieder riss es mir den Boden unter den Füßen weg, wieder begann alles von vorne, wieder war ich alleine und wieder war ich für alle anderen da, nur nicht für mich selbst.
Dann kam der Unfall.


Danke für eure Zeit und eure Hilfe.
Selbst die Lebensgeschichte zu erzählen fällt mir schwer, da ich von niemandem Mitleid möchte. Alle Menschen haben Probleme und jeder geht damit anders um, aber es ist keine Schande wenn man sich Hilfe sucht, da man allein nicht mehr fertig wird. Das musste ich erstmal lernen, das es kein Versagen ist mit jemandem darüber zu reden.
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  #23  
Alt 11.02.2019, 13:53
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samuel samuel ist offline
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Wir haben hier alle unsere Geschichte, Du bist nicht allein.

Der Gutachter wird davon ausgehen, dass Du die Änderungen nicht alleine bewältigen kannst, ganz einfach aus der Tatsache, dass es nicht zum Unfall gekommen wäre, hättest Du das von selber auf die Reihe bekommen.

Du brauchst jemanden, der Dir rät Dir Hilfe zu suchen.
Wie hast Du den getroffen, was hat er Dir geraten, wo bist Du hin?
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  #24  
Alt 11.02.2019, 17:29
Tine89 Tine89 ist offline
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Der Psychologe wurde mir von einer Freundin empfohlen die selbst in so einem Beruf arbeitet. Ich hab dort alle 2 Wochen eine 1,5 Stündige Sitzung mit dem Psychologen und das seit ca. einem halben Jahr.
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  #25  
Alt 11.02.2019, 19:47
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samuel samuel ist offline
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Damit wäre klar wer Dir geholfen hat, bleibt noch zu klären wie.

------------------------------

Die MPU ist eine Veranstaltung mit strikten Regeln.
Verallgemeinern geht gar nicht, den Gutachter bedrohen oder versuchen zu bestechen geht auch nicht.
Auf sich selber einprügeln, sich als dumm darstellen, um Gnade winseln, all das geht gar nicht.

Was geht, ist den Berufsstand des Psychologen loben.
Wir kraulen den Gutachter (durch die Hintertür) am Bart.

Nachdem Du beschrieben hast:
- was Du mit dem Psychologen erarbeitet hast,
- wie Du das im täglichen Leben anwendest,
- wie Du Vorteil aus der neuen Lebensweise ziehst,

dann lobhudelst Du was das Zeug hält, wie super Du die Psycho Schiene findest und wie froh Du bist Hilfe bei einem Psychologen gefunden zu haben (sofern Du das nicht sowieso schon vorhattest).
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  #26  
Alt 12.02.2019, 09:00
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samuel samuel ist offline
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http://mpu-forum.mpu-idiotentest.com...t=29731&page=3

Hier ist eine ähnliche Vorgeschichte.
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  #27  
Alt 13.02.2019, 09:36
Tine89 Tine89 ist offline
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Über das "wie" ab ich jetzt lange nachgedacht.
Allerdings bin ich immer zu dem Ergebnis gekommen das ich mir selbst mehr geholfen haben. Klar es tat gut mal über das alles zu sprechen aber die Einsicht kam eigentlich nur davon das ganze mal laut auszusprechen. Doch das wird dem Gutachter nicht gefallen, wenn ich ja seinem Berufszweig schmeicheln soll... irgendwelche Tipps was bzw. wie ich das stattdessen sagen kann?
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  #28  
Alt 13.02.2019, 21:06
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samuel samuel ist offline
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Sollen wir Dir jetzt Dein Leben erklären?

Was treibst Du denn so, anstelle von 24/7 für andere Leute ackern?



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Müssen musst Du gar nichts, es ist nur eine Anregung.
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  #29  
Alt 14.02.2019, 09:22
Tine89 Tine89 ist offline
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Was ich für mich selbst tu ist das Leben in jeder Sekunde genießen in der es mir möglich ist. Sobald die Sonnescheint zieht es mich raus in die Natur. Da kann ich meine Seele paumeln lassen. Freunde treffen.
Ansonsten fällt mir da nicht viel ein.
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  #30  
Alt 14.02.2019, 13:10
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samuel samuel ist offline
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Viel lesen hilft.
Vielleicht findest Du bei jemand Anderen eine Strategie, die auch auf Dich zutreffen könnte.
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