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  #111  
Alt 19.02.2018, 09:06
Tobias1990 Tobias1990 ist offline
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Ich hab momentan so viele Ideen. Ich werde auch sagen, dass, wenn ich jetzt wieder einmal so schwerwiegende Probleme habe wie nach dem Tod der Urgroßmutter werde ich mir sofort professionelle Hilfe suchen, wenn auch nur einmal der Gedanke an Alkohol bei mir auftreten würde und ich mich wenn es nötig ist sogar freiwillig in eine Psychatrie einweisen lasse.

Bei dem Fragebogen, habe ich erst jetzt gesehen, das ich manchmal September und manchmal November 2010 geschrieben habe, wann ich das KT begonnen habe. Es ist November damit gemeint. Im September 2010 war damals die 1. Verhandlung und im November, 1 Tag nach meinem 20. Geburtstag habe ich mit dem kontrolliertem Trinken begonnen.
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  #112  
Alt 19.02.2018, 12:08
kapomick kapomick ist gerade online
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Zitat:
Zitat von Tobias1990 Beitrag anzeigen
Ich hab momentan so viele Ideen. Ich werde auch sagen, dass, wenn ich jetzt wieder einmal so schwerwiegende Probleme habe wie nach dem Tod der Urgroßmutter werde ich mir sofort professionelle Hilfe suchen, wenn auch nur einmal der Gedanke an Alkohol bei mir auftreten würde und ich mich wenn es nötig ist sogar freiwillig in eine Psychatrie einweisen lasse.
Also DAS würde ich mir gut überlegen! Du solltest es doch in den über 3 Jahren mittlerweile geschafft haben, dass du ein gewisses Standing hast, dass du nicht gleich in die Psychiatrie musst! Wenn du das so darstellst, dann muss der GA ja glauben, dass du absolut noch nicht gefestigt bist. Es ist ok, wenn du sagst, dass du die Kontaktadresse zu einem Psychologen hast, das ist immer gut für die Hinterhand. Aber diese Aussage bezüglich Alkohol klingt absolut nicht nach aufgearbeitet.
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  #113  
Alt 19.02.2018, 12:42
Tobias1990 Tobias1990 ist offline
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Uiuiuiui da hätte ich ja was angerichtet. Ja, es sind sogar jetzt schon 4 1/2 Jahre seitdem ich keinen Alkohol mehr trinke. Es gab viele Situationen in denen ich früher zu Alkohol gegriffen hätte, aber ich habe alles anders gelöst. Da denkt man es ist gut wenn man das sagt und der GA fasst das dann ganz anders auf. Aber das ich mich nicht davor scheuen würde bei größeren Problemen professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen kann ich sagen, oder?
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  #114  
Alt 19.02.2018, 13:35
teletarzan teletarzan ist offline
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Zitat:
Seit dem 05.07.2013 lebe ich abstinent.
Zitat:
Ich lebe abstinent seit: Januar 2017
Zitat:
21. Wann haben Sie zuletzt Alkohol getrunken?
Zu Weihnachten 2016 1 Tasse Glühwein
Hallo Tobias,

die oben zitierten Angaben verwirren mich etwas, aber das ist ja gerade nicht das Thema. Vor der MPU musst du hier nochmal Klarheit für dich schaffen.

Ich schließe michi kapomick´s Worten an, dass du nach so langer Zeit eine gewisse Haltung eingenommen haben solltest, die dir bei kritischen Rückfragen helfen sollte, eine sinnige Antwort zu geben.

Dich selbst gleich in die Psychiatrie einzuweisen bei Gedanken an Alkoholkonsum erachte ich daher auch als übertrieben und wird zieht weitere, für dich negative, Rückfragen nach sich.

Wichtig wird sein, dass zu erkennen ist, dass du bei kritischen Situationen (kannst du da welche benennen für dich?) Strategien hast, nicht wieder in alte Verhaltensmuster zu verfallen.
Das können private, aber natürlich auch professionelle Ansprechpartner sein, die du nennen darfst/sollst.
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  #115  
Alt 19.02.2018, 17:26
Benutzerbild von Alana
Alana Alana ist offline
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Zitat:
Es gab viele Situationen in denen ich früher zu Alkohol gegriffen hätte, aber ich habe alles anders gelöst.
Das ist das, was ein GA hören will! Da leg dir schonmal ein paar schöne, konkrete Beispiele zurecht.
Zitat:
Aber das ich mich nicht davor scheuen würde bei größeren Problemen professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen kann ich sagen, oder?
Was wäre das beispielsweise?
__________________
Liebe Grüße
Alana
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  #116  
Alt 19.02.2018, 18:16
Tobias1990 Tobias1990 ist offline
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Hallo Teletarzan, Hallo Alana! Ja das ist natürlich verwirrend. Ich war am Anfang sehr aufgeregt als ich den ersten Fragebogen hier einstellte. Und es war ein Missverständnis. Ich dachte erst das ich im Dezember 2016 1 Glas Glühwein getrunken habe im Betrieb und erfuhr im nachhinein das es Kinderpunsch ohne Alkohol war. So was dummes....

In den 4 1/2 Jahren in denen ich jetzt abstinent lebe haben z.B. schon 3 Freundinnen mit mir Schluss gemacht. Früher hätte ich da sofort zu Alkohol gegriffen und hätte mich vollgesoffen. In den 4 1/2 Jahren habe ich das nicht mehr gemacht. Ich habe mit den Frauen geredet wie es zu der Trennung kam und wir haben uns ausgesprochen. Ich habe erkannt das nur alleine drüber reden hilft. Ich habe den sehr stressigen Beruf Bäcker aufgegeben und habe mich als Fitnesstrainer beworben, habe erst viele Absagen bekommen. Früher hätte ich meinen Kummer darüber wieder durch Alkohol ertränkt. Jetzt dachte ich mir dass denen doch was entgeht mich nicht einzustellen. Wenn ich Stress, Kummer, Sorgen habe rede ich mit meiner Familie und mit meiner Freundin darüber und meinen sehr netten Arbeitskollegen. Bei starker Anspannung mache ich progressive Muskelentspannung nach Jacobson, gehe in die Sauna, trainiere täglich viele Stunden im Studio, meine Freundin und ich gehen sogar Reiten. All dies entspannt mich und ich brauche keinen Alkohol mehr. Eine Situation wo ich vielleicht professionelle Hilfe in Anspruch nehmen würde wäre z.B. wenn ein Familienmitglied sterben würde, dann würde ich die sehr nette Psychologin anrufen die ich bei der Suchtberatung hatte, denn sie sagte dass ich sie immer erreichen kann und ich immer mit ihr reden kann.
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  #117  
Alt 19.02.2018, 18:31
Benutzerbild von darksoul
darksoul darksoul ist offline
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Zitat:
Wenn ich Stress, Kummer, Sorgen habe rede ich mit meiner Familie und mit meiner Freundin darüber und meinen sehr netten Arbeitskollegen. Bei starker Anspannung mache ich progressive Muskelentspannung nach Jacobson, gehe in die Sauna, trainiere täglich viele Stunden im Studio, meine Freundin und ich gehen sogar Reiten. All dies entspannt mich und ich brauche keinen Alkohol mehr. Eine Situation wo ich vielleicht professionelle Hilfe in Anspruch nehmen würde wäre z.B. wenn ein Familienmitglied sterben würde, dann würde ich die sehr nette Psychologin anrufen die ich bei der Suchtberatung hatte, denn sie sagte dass ich sie immer erreichen kann und ich immer mit ihr reden kann.
Den Teil finde ich wirklich stark. Wenn Du das ehrlich und glaubhaft rüberbringst, ist das doch schonmal was! Die Hintertür mit der Psychologin klingt gut und vor allem nicht nach einer leeren Floskel.
__________________
Liebe Grüße, darksoul
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  #118  
Alt 19.02.2018, 18:38
Tobias1990 Tobias1990 ist offline
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Ich hatte früher nichts anderes als meine Arbeit als Bäcker, habe 12-14 Stunden geschufftet, war fertig als ich nach Haus kam und hab nur geschlafen, dann Abends wieder auf und zur Arbeit. Ich hatte nur 1 Tag in der Woche frei und am Vorabend hab ich da meistens getrunken, mein Leben bestand nur aus Arbeit und es hatte keinen rechten Sinn. Ich habe letztes Jahr den Beruf gewechselt. Sicher hätte ich das nicht getan wenn ich noch weiterhin Alkohol getrunken hätte. So habe ich ohne Alkohol klare Gedanken und habe mich getraut was neues anzufangen. Jetzt bin ich Fitnesstrainer und ich werde von allen anerkannt. Die Mitglieder wollen von mir trainiert werden, ich habe am meisten Kunden bis jetzt geworben, ich wurde auf der Weihnachtsfeier von der Chefin ausgezeichnet als bester Trainer. Jetzt macht mir mein Beruf Spaß und mein Leben und jetzt bin ich nach 8 Stunden fertig und kann viel in meiner Freizeit unternehmen und ich brauche keinen Alkohol mehr um glücklich zu sein. Mir der Psychologin von der Suchtberatung habe ich ein freundschaftliches Verhältnis in den 4 Jahren in denen ich bei ihr war aufgebaut und ich kann wirklich immer zu ihr kommen und sie immer anrufen und mit ihr reden...und das ist nicht nur so dahergeredet sondern die Wahrheit. Ich habe auch wieder Pläne im Leben. Ich mache die Lizenz zum Personaltrainer, kann später mal als Physiotherapeut arbeiten, ich möchte am 7.7. heiraten und eine Familie gründen und wir wollen uns eine neue Wohnung suchen, denn ich wohne mit meiner Freundin noch im Haus wo meine Oma wohnt und wir wollen unser eigenes Ding machen und alleine wohnen. Und Kinder wünschen wir uns auch.
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  #119  
Alt 19.02.2018, 19:15
Tobias1990 Tobias1990 ist offline
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Als Bäcker hatte ich nur die Arbeit und habe auch kaum Mädchen kennengelernt. Wenn ich dann mal eine Freundin hatte und es war nach einiger Zeit Schluss brach für mich eine Welt zusammen. Da ich so wenig weg ging, lieber mit Kumpels Alkohol trank und feierte, lernte ich wenig Mädchen kennen. Wenn sie Schluss machten war es der Weltuntergang und ich kannte nichts anderes als mich zu betrinken. Jetzt im Fitnessstudio könnte ich viele Frauen haben und es haben in dieser Zeit auch schon 3 Freundinnen Schluss gemacht. Ich fand es zwar schadem aber es ist kein Weltuntergang mehr. Ich redete mit den Frauen und fragte sie warum die Beziehung zerbrach und dachte das sie eben nicht die richtige war und ich suchte mir eine neue Freundin. Ich könnte jetzt noch sehr viele Frauen haben, aber ich bin natürlich meiner Verlobten treu dich ich am 7.7. heiraten würde. Der Hauptgrund für das Alkohol trinken waren früher wirklich die Probleme mit den Mädchen und besonders wenn eine Freundin Schluss machte. Das ist für mich nun kein Problem mehr. 1. weil ich heiraten werde und 2. weil ich, wenn diese Beziehung zerbrechen würde ich viele andere Frauen kennenlerne in meinem Beruf und in meiner Freizeit die ich jetzt habe.
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  #120  
Alt 20.02.2018, 10:13
Tobias1990 Tobias1990 ist offline
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Veränderung früher und heute
Früher hat mir meine Arbeit als Bäcker keinen Spaß mehr gemacht wegen der vielen Überstunden, 12-14 Stunden tägliche Arbeit. Nur 1 Tag in der Woche frei. Sehr viel Stress!
Jetzt macht mir meine Arbeit sehr viel Spaß. Nur 8 Stunden täglich. Komplettes Wochenende frei. Kein Stress mehr!

Früher in der wenigen Freizeit mit Kumpels gefeiert und Alkohol getrunken.
Jetzt viele Unternehmungen in der Freizeit wie Reiten, Sauna, Krafttraining, Kino, Essen gehen.

Früher hatte mein Leben keinen großen Sinn. Wusste nichts mit mir anzufangen.
Jetzt habe ich viele Pläne im Leben die ich alle verwirklichen möchte z.B. Umzug, Heirat, Familie gründen, Bodybuilding-Meisterschaft.

Früher habe ich bei Problemen und Sorgen Alkohol getrunken.
Heute rede ich bei Problemen mit Familie, Freunde, Arbeitskollegen.

Früher hatte ich keine Ideen zur Stressbewältigung außer Alkohol zu trinken.
Heute mache ich progressive Muskelentspannung nach Jacobson, gehe in die Therme, in die Sauna, gehe Reiten…

Nach Tod von Urgroßmutter im April 2013 Trost im Alkohol gesucht
Jetzt würde ich, wenn jemand aus meiner Familie versterben würde, mit Freunden und vor allem mit meiner Freundin viele Gespräche führen und würde nicht dicht machen. Falls ich merke dass die Gespräche zu wenig sind zur Trauerbewältigung, würde ich professionelle Hilfe in Anspruch nehmen.
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alkohol, institut, psychologe

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