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  #101  
Alt 15.02.2018, 13:44
kapomick kapomick ist gerade online
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Na klar kannst du so ein Trinkprotokoll erstellen. Es dient ja deiner persönlichen Aufarbeitung und was du schriftlich machst und für dich visualisierst, das kann dir schon helfen, dass du damit besser zurecht kommst.
Mitnehmen kannst du es auch, wie der GA damit umgeht, ist völlig unterschiedlich. Manch einer schaut es genauer an, manch einer will davon nix groß wissen, du zeigst aber auf jeden Fall an, dass du dich gekümmert hast. Und was die Benutzung von Notizen u.ä. betrifft: einfach dem GA sagen, dass es dir hilfreich ist, dann lassen es die meisten zu. Aber nicht alles als Text hinschreiben, so dass du nur ablesen müsstest. Es sollte bei klar gegliederten Stichpunkten bleiben, die du aber nur im Notfall verwendest. Wenn du bei jeder Frage sagst: oh, da muss ich erst mal schauen, dann kommt das nicht gut. Aber gerade, was die Trinkvergangenheit angeht, ist so eine Übersicht sinnvoll.
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  #102  
Alt 15.02.2018, 14:45
Tobias1990 Tobias1990 ist offline
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Trinkprotokoll

Mein erster bewusster Kontakt mit Alkohol hatte ich mit 8 Jahren im Sommer 1998, als meine Eltern eine Gartenparty hielten und sie 1 Fass Bier angestochen haben und ich immer das Bier für die Gäste eingeschenkt habe.

Das 1. mal Alkohol habe ich mit 14 Jahren getrunken am 31.12.2004 – 2 Cola-Weizen = 1 Liter Bier insgesamt am Abend auf einer Silvesterfeier.

Von 14-15 Jahren habe ich alle paar Wochen 3-4 Biermischgetränke = 2 Liter Bier insgesamt an einem Abend auf einer Feier mit Freunden getrunken.
Mit 16 habe ich 2 Mal im Monat 2 Liter Bier und 20 ml Kirschlikör oder Cremelikör getrunken.

Von 17-19 Jahren habe ich 2-4 mal im Monat 3 Liter Bier und 200 ml Wodka oder Bacardi getrunken.

Von 20-22 Jahre (November 2010 bis Oktober 2012) habe ich kontrolliertes Trinken durchgeführt weil ich eine Bewährungsstrafe vom Gericht bekommen hatte und weil ich gemerkt habe das die meisten Strafdaten nur unter Alkoholeinfluss entstanden sind. Da habe ich dann nur zu besonderen Anlässen wie Geburtstagsfeiern, Silvester, Geburtstag des Chefs, Einladungen zum Essen 1-2 Trinkeinheiten Bier oder Sekt getrunken.

Von 22 bis 22 ½ Jahren ab Oktober 2012 trank ich plötzlich wieder mehr Alkohol nach dem Tod der geliebten Urgroßoma der mich völlig aus der Bahn geworfen hat. Erst waren es ½ Liter Bier und 4 cl Schnaps an einem Abend, dann mit monatlicher Steigerung bis zum Juli 2013 wöchentlich Freitags oder Samstags oder am Abend vor meinem freien Tag bis zu ½ Liter Schnaps und 3 Liter Bier.

Im September 2012 ist meine Urgroßmutter verstorben an der ich sehr hing und die mich als Kleinkind mit aufzog als meine Mutter wieder arbeiten ging. Ich war sehr traurig und am Boden zerstört. Zu meiner Omi bin ich immer in letzter Zeit gegangen wenn ich Probleme hatte und ich konnte immer mit ihr reden und sie verstand mich. Im Nachhinein wusste ich das ich mir professionelle Hilfe hätte suchen müssen nach ihrem Tod. Ab diesem Zeitpunkt habe ich leider wieder angefangen mehr Alkohol zu trinken. Erst 1 Flasche Bier (500 ml) mit meinen Arbeitskollegen nach der Arbeit, auf einem Fest auch mal 1 Liter Bier und 2 Schnäpse (4 cl). Es steigerte sich von Monat zu Monat mit der Zeit wieder mehr und ich trank auch bei Problemen wieder Alkohol, wollte nach dem Tod der Urgroßmutter mit niemandem mehr reden….bis der schwere Unfall am 5.7.2013 passierte und mich endgültig wach rüttelte.

Seit dem 05.07.2013 lebe ich abstinent.
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  #103  
Alt 15.02.2018, 15:15
Tobias1990 Tobias1990 ist offline
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Ich war wieder zu schnell. Ich war im März 2013 bei der MPU und gab dort an das ich nur noch kontrolliert trinke. Da kann ich jetzt nicht angeben das ich im September 2012 wieder mehr getrunken habe. Dann würde er mir ja unterstellen das ich gelogen habe bei der letzten MPU. Ich muss den Tod meiner Omi etwas verschieben auf April 2013 und von da an habe ich wieder mehr getrunken. Ich stelle das Protokoll nochmal mit den geänderten Daten ein. Sorry.....
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  #104  
Alt 15.02.2018, 15:18
Tobias1990 Tobias1990 ist offline
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Trinkprotokoll

Mein erster bewusster Kontakt mit Alkohol hatte ich mit 8 Jahren im Sommer 1998, als meine Eltern eine Gartenparty hielten und sie 1 Fass Bier angestochen haben und ich immer das Bier für die Gäste eingeschenkt habe.

Das 1. mal Alkohol habe ich mit 14 Jahren getrunken am 31.12.2004 – 2 Cola-Weizen = 1 Liter Bier insgesamt am Abend auf einer Silvesterfeier.

Von 14-15 Jahren habe ich alle paar Wochen 3-4 Biermischgetränke = 2 Liter Bier insgesamt an einem Abend auf einer Feier mit Freunden getrunken.

Mit 16 habe ich 2 Mal im Monat 2 Liter Bier und 20 ml Kirschlikör oder Cremelikör getrunken.

Von 17-19 Jahren habe ich 2-4 mal im Monat 3 Liter Bier und 200 ml Wodka oder Bacardi getrunken.

Von 20-22 Jahre (November 2010 bis April 2013) habe ich kontrolliertes Trinken durchgeführt weil ich eine Bewährungsstrafe vom Gericht bekommen hatte und weil ich gemerkt habe das die meisten Strafdaten nur unter Alkoholeinfluss entstanden sind. Da habe ich dann nur zu besonderen Anlässen wie Geburtstagsfeiern, Silvester, Geburtstag des Chefs, Einladungen zum Essen 1-2 Trinkeinheiten Bier oder Sekt getrunken.

Ab April 2013 trank ich plötzlich wieder mehr Alkohol nach dem Tod der geliebten Urgroßoma der mich völlig aus der Bahn geworfen hat. Erst waren es ½ Liter Bier und 4 cl Schnaps an einem Abend, dann mit monatlicher Steigerung bis zum Juli 2013 wöchentlich Freitags oder Samstags oder am Abend vor meinem freien Tag bis zu ½ Liter Schnaps und 3 Liter Bier.

Im April 2013 ist meine Urgroßmutter verstorben an der ich sehr hing und die mich als Kleinkind mit aufzog als meine Mutter wieder arbeiten ging. Ich war sehr traurig und am Boden zerstört. Zu meiner Omi bin ich immer in letzter Zeit gegangen wenn ich Probleme hatte und ich konnte immer mit ihr reden und sie verstand mich. Im Nachhinein wusste ich das ich mir professionelle Hilfe hätte suchen müssen nach ihrem Tod. Ab diesem Zeitpunkt habe ich leider wieder angefangen mehr Alkohol zu trinken. Erst 1 Flasche Bier (500 ml) mit meinen Arbeitskollegen nach der Arbeit, auf einem Fest auch mal 1 Liter Bier und 2 Schnäpse (4 cl). Der Alkoholkonsum steigerte sich von April bis Juli 2013 mit der Zeit wieder mehr und ich trank auch bei Problemen wieder Alkohol, wollte nach dem Tod der Urgroßmutter mit niemandem mehr reden….bis der schwere Unfall am 5.7.2013 passierte und mich endgültig wach rüttelte.

Seit dem 05.07.2013 lebe ich abstinent.
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  #105  
Alt 18.02.2018, 09:23
Tobias1990 Tobias1990 ist offline
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Hallo alle zusammen! Ich wünsche Euch erst einmal einen schönen Sonntag! Ich habe meinen Fragebogen nochmal komplett überarbeitet, bin wirklich die letzte Zeit sehr in mich gegangen und stelle ihn hier nochmal neu ein. Ich bedanke mich im Voraus nochmal für eure Hilfe und ich werde euch auch eine Spende zukommen lassen, wenn mein nächster Lohn überwiesen wird, denn das ist heutzutage nicht normal das anderen Menschen kostenlos so sehr geholfen wird. Ich würde mich sehr freuen wenn ihr euch den Fragebogen nochmal anschaut und mir sagt welche Antworten überhaupt noch nicht stimmen bei welchen Fragen. Es grüße Euch ganz herzlich Euer Tobias
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  #106  
Alt 18.02.2018, 09:24
Tobias1990 Tobias1990 ist offline
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Tathergang

1. Beschreiben Sie den Tag Ihrer Trunkenheitsfahrt aus eigener Sicht mit Datum und Uhrzeiten.
(wann, wo und mit wem getrunken / wann und wie aufgefallen / Promille)
Am Donnerstag, dem 4. Juli 2013 kam ich um 11 Uhr von meiner damaligen Arbeitsstelle als Bäcker heim und freute mich auf den Abend und die Nacht, die ich mit meiner 17jährigen Freundin verbringen wollte. Ihre Eltern waren nicht daheim und ich wollte bei ihr schlafen. Am nächsten Tag hatte ich frei und wir wollten zusammen frühstücken und danach wollte ich sie in die Schule fahren. Ich schlief nach der Nachtschicht erst einmal bis 17 Uhr als meine damalige Freundin anrief und mir sagte, dass sie lieber mit ihren Freundinnen weggeht und es leider nicht klappt, aber dass ich doch morgen zum Frühstück kommen soll und sie danach zur Schule fahren sollte. Ich war sehr enttäuscht und traurig, weil ich mich schon sehr auf die Nacht bei ihr gefreut hatte. Ich ging dann erst mal ins Fitnesscenter und danach rief ich 3 Kumpels an und fragte ob wir zusammen in die Disko gehen wollen. Um 21.30 Uhr holten sie mich ab und wir fuhren zur Disko. Um 22 Uhr kamen wir in der Disco an und ich trank 2,5 Liter Bier. Eigentlich wollte ich auch nicht mehr trinken, aber ein Freund gab 2 Flaschen Bacardi und Cola aus und ich trank dann doch 400 ml mit weil ich mich immer noch über meine Freundin ärgerte. Am 5.7.13 um 2.30 Uhr fuhren wir von der Disko heim und um 3 Uhr waren wir bei mir. Da ich im Auto heimwärts einschlief und mich meine Freunde daheim nicht mehr wach bekamen führten sie mich rein und brachten mich ins Bett. Meinen Wecker hatte ich schon am Tag vorher auf 6 Uhr gestellt. Als der klingelte schlief ich zwar wieder ein nachdem ich ihn ausgestellt hatte, aber ich erwachte als mich um kurz vor 6.30 Uhr meine Freundin anrief und fragte wo ich bleibe, denn wir wollten doch gemeinsam frühstücken und ich muss sie doch zur Schule fahren sagte sie, denn ich hatte es versprochen und sie kommt doch jetzt auch nicht hin, weil ihre Eltern nicht da waren. Erst sagte ich, dass ich nicht kommen kann, aber dann beschimpfte sie mich das ich unzuverlässig bin und um weiteren Stress zu vermeiden bin ich dann ins Auto gestiegen und losgefahren. Ich hatte eine ziemliche Wut auf sie gehabt, weil sie mich so beschimpft hatte, deshalb fuhr ich mit überhöhter Geschwindigkeit. Um 6.40 Uhr nach 2 Km Fahrt krachte ich mit 130 Km/h in einer Kurve durch eine Hecke in ein Haus. Ich war bewusstlos und der Notarzt brachte mich ins Krankenhaus. Ich musste operiert werden, hatte Arm und Bein gebrochen und ich kam an diesem Tag auch nicht mehr zu mir. Bei der Blutentnahme um 7.41 Uhr im Krankenhaus stellte sich heraus, dass ich 1,81 Promille hatte. Meine Freundin machte sich selbst danach schwere Vorwürfe, mich beschimpft zu haben und mich zur Fahrt gedrängt zu haben, aber ich sagte, dass ich ganz alleine die Schuld an der TF und an dem Unfall habe.

2. Was und wie viel haben Sie am Tattag insgesamt getrunken?
(Genaue Angaben in Sorte, Menge, Trinkzeit)
Ich wog zum damaligen Zeitpunkt 82 Kilo bei einer Größe von 1.82 m. Wenn ich um 7.41 Uhr noch 1,81 Promille Blutalkohol hatte muss ich zum Ende meines Alkoholkonsums um 2.30 Uhr um die 2,6 Promille gehabt haben, denn pro Stunde baut der Körper ungefähr 0,15 Promille ab. Das ich 2,5 Liter Bier getrunken habe weiß ich und ich habe zusammen mit meiner Psychologin bei der Suchtberatung errechnet das ich 400 ml. Bacardi getrunken habe.

Wie viel Kilometer fuhren Sie, bis Sie aufgefallen sind und wie viel Kilometer wollten Sie insgesamt fahren?
Ich fuhr 2 Km bis der Unfall passierte. Ich wollte 8 Km fahren bis zu meiner Freundin. Nach dem Frühstück hätte ich sie dann noch 4 Km in die Schule gefahren und wäre dann 12 Km wieder heimgefahren. Also wären es insgesamt 24 Km gewesen.

4. Hatten Sie das Gefühl, noch sicher fahren zu können?
(Ja/Nein + Begründung)
Ich hatte das Gefühl das ich nicht fahren kann.

5. Wie haben Sie die Trunkenheitsfahrt vermeiden wollen (wenn überhaupt)?
Ich habe die Trunkenheitsfahrt nicht vermeiden wollen, denn wenn, dann hätte ich meiner Freundin die Wahrheit sagen müssen, dass ich in dieser Nacht mit Kumpels unterwegs war und getrunken hatte.

6. Haben Sie bereits früher im Straßenverkehr unter Alkoholeinfluss gestanden und sind aufgefallen?
Ja am 13.05.10 (Die Fahrerlaubnis wurde mir da entzogen mit 1,52 Promille)

7. Wie oft haben Sie alkoholisiert am Straßenverkehr teilgenommen ohne aufzufallen und was folgern Sie daraus? (Tipp Anmerkung von Jody lesen (danke Jody) KLICK)
Ich bin sicher 100 Mal mit Alkohol- oder Restalkohol gefahren. Ich folgere daraus das ich sehr leichtsinnig mit Alkohol umgegangen bin und nicht an die Folgen gedacht habe. Ich bin im Nachhinein so froh, dass ich dadurch andere Menschen nicht verletzt habe.

8. Wann hatten Sie den ersten Kontakt mit Alkohol und wann haben Sie das erste Mal Alkohol zu sich genommen? (Allererste Erinnerung und erster Konsum)

Mein erster bewusster Kontakt mit Alkohol hatte ich mit 8 Jahren im Sommer 1998, als meine Eltern eine Gartenparty hielten und sie 1 Fass Bier angestochen haben und ich immer das Bier für die Gäste eingeschenkt habe.

Das 1. Mal Alkohol habe ich mit 14 Jahren getrunken am 31.12.2004 – 2 Cola-Weizen = 1 Liter Bier insgesamt am Abend auf einer Silvesterfeier.

9. Haben Sie regelmäßig Alkohol getrunken, und wie hat sich ihr Trinkverhalten in den letzten Jahren entwickelt?

Von 14-15 Jahren habe ich alle paar Wochen 3-4 Biermischgetränke = 2 Liter Bier insgesamt an einem Abend auf einer Feier mit Freunden getrunken.

Mit 16 habe ich 2 Mal im Monat 2 Liter Bier und 20 ml Kirschlikör oder Cremelikör getrunken.

Von 17-19 Jahren habe ich 2-4 mal im Monat 3 Liter Bier und 200 ml Wodka oder Bacardi getrunken.

Von 20-22 Jahre (November 2010 bis April 2013) habe ich kontrolliertes Trinken durchgeführt weil ich eine Bewährungsstrafe vom Gericht bekommen hatte und weil ich gemerkt habe das die meisten Strafdaten nur unter Alkoholeinfluss entstanden sind. Da habe ich dann nur zu besonderen Anlässen wie Geburtstagsfeiern, Silvester, Geburtstag des Chefs, Einladungen zum Essen 1-2 Trinkeinheiten Bier oder Sekt getrunken.

Ab April 2013,mit 22 Jahren trank ich plötzlich wieder mehr Alkohol nach dem Tod der geliebten Urgroßoma der mich völlig aus der Bahn geworfen hat. Die Menge des Alkoholkonsums steigerte sich langsam, aber stetig bis zum Juli 2013. Erst war es ½ Liter Bier und 4 cl Schnaps an einem Abend, dann mit monatlicher Steigerung bis zum Juli 2013 wöchentlich Freitags oder Samstags oder am Abend vor meinem freien Tag bis zu ½ Liter Schnaps und 3 Liter Bier.

Im April 2013 ist meine Urgroßmutter verstorben an der ich sehr hing und die mich als Kleinkind mit aufzog als meine Mutter wieder arbeiten ging. Ich war sehr traurig und am Boden zerstört. Zu meiner Omi bin ich immer wenn ich Probleme hatte und ich konnte immer mit ihr reden und sie verstand mich. Nun war sie nicht mehr da und das riss mir den Boden unter den Füßen weg. Im Nachhinein wusste ich, dass ich mir professionelle Hilfe hätte suchen müssen nach ihrem Tod. Ab diesem Zeitpunkt habe ich leider wieder angefangen mehr Alkohol zu trinken. Erst 1 Flasche Bier (500 ml) mit meinen Arbeitskollegen nach der Arbeit, auf einem Fest auch mal 1 Liter Bier und 2 Schnäpse (4 cl). Der Alkoholkonsum steigerte sich von April bis Juli 2013 mit der Zeit wieder mehr und ich trank auch bei Problemen wieder Alkohol, wollte nach dem Tod der Urgroßmutter mit niemandem mehr reden….bis der schwere Unfall am 5.7.2013 passierte und mich endgültig wach rüttelte.

Seit dem 05.07.2013 lebe ich abstinent.
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  #107  
Alt 18.02.2018, 09:25
Tobias1990 Tobias1990 ist offline
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10. Wie viel und wie oft haben Sie getrunken?
(Genaue Angaben in Sorte, Menge, Häufigkeit)

Von 14-15 Jahren habe ich alle paar Wochen 3-4 Biermischgetränke = 2 Liter Bier insgesamt an einem Abend auf einer Feier mit Freunden getrunken.

Mit 16 Jahren 2 x monatlich 2 Liter Bier und 20 ml Kirschlikör oder Cremelikör getrunken.

Von 17-19 Jahren 2-4 x monatlich 3 Liter Bier und 200 ml Wodka oder Bacardi getrunken.

Von 20-22 Jahre (November 2010 bis Mitte April 2013) habe ich 8x im Jahr mit kontrolliertem Trinken zu besonderen Anlässen 1-2 Trinkeinheiten Bier oder Sekt getrunken.

Ab Mitte April 2013 trank ich wieder mehr Alkohol. Erst waren es ½ Liter Bier und 4 cl Schnaps an einem Abend, dann mit monatlicher Steigerung bis zum Juli 2013 wöchentlich Freitags oder Samstags oder am Abend vor meinem freien Tag bis zu ½ Liter Schnaps und 3 Liter Bier.

Seit dem 05.07.2013 lebe ich abstinent.

11. Wo und mit wem haben Sie überwiegend getrunken?
Ich habe daheim bei mir mit Freunden, bei Freunden, auf privaten Festen, Partys und in Diskotheken mit Freunden überwiegend getrunken.

12. Warum haben Sie getrunken? Wichtigste Frage!!!!
(Innere + äußere Motive; Anmerkung: o.g. Link "psychologisches Gespräch" lesen)
Als Jugendlicher mit 14-16 Jahren habe ich getrunken um dabei zu sein. Ich war als Kind hyperaktiv und wurde deshalb viel verstoßen in der Schule weil ich doch „anders“ war, hatte kaum Freunde weil ich einfach zu wild war und weil die Eltern meiner Klassenkameraden schimpften wenn sie sich mit mir abgaben. Ich war froh endlich einen Freundeskreis gefunden zu haben und war froh auch dabei sein zu dürfen wenn gefeiert wurde und vor allem wurde ich akzeptiert. Dann habe ich mitgemacht wenn Alkohol getrunken wurde um nicht wieder alleine da zu stehen. Als ich 16 Jahre Jahre alt war hatte ich die ersten Freundinnen. Wenn es mit ihnen Streit gab oder auch ich auch mal mit Freunden Streit hatte habe ich extra eine Party daheim organisiert um Feiern und meinen Kummer ertränken zu können. Ich wusste damals einfach nicht wie ich die Sorgen oder Probleme loswerden kann außer mich zu betrinken. Ich habe den Alkohol dann benutzt um die Gefühle der Enttäuschung und Wut zu unterdrücken und im ersten Moment hat es scheinbar geholfen. Ich habe damals nicht offen mit anderen Menschen über meine Probleme geredet. Meine Eltern trennten sich als ich 11 Jahre alt war und mein Vater hatte noch nie viel mit mir unternommen oder mit mir geredet. Ich habe es nie daheim gelernt über Probleme zu reden. Meine Mutter sagte zwar das ich immer zu ihr kommen kann wenn ich Sorgen habe aber sie war, als mein Vater ausgezogen war alleinerziehend mit 3 Kindern und ich wollte sie nicht noch mehr belasten. Ich konnte zwar mit meiner lieber Uromi über alle Sorgen reden aber leider nimmt man das als Jugendlicher nicht so wahr und verschweigt lieber die Sorgen vor seiner Familie. Außer Alkohol zu trinken bei meinen Sorgen hatte ich noch keine Bewältigungs-strategie meiner Sorgen entwickelt. Besonders in Beziehungen wollte ich immer alles richtig machen und wenn es dann oft Streit gab, gab ich mir selbst die Schuld. Im nachhinein habe ich erst begriffen das es immer nur Streit gab wenn ich Alkohol getrunken hatte. Das habe ich viel zu spät erkannt. Ich wurde in der Schule schon wegen meiner Hyperaktivität verstoßen und da dachte ich ist es jetzt bei den Mädchen genau so. Ich wusste oft nicht was ich tun soll um anerkannt zu werden und ich schaffte es einfach nicht mit z.B. Freundinnen über meine Probleme zu reden. Ich wollte auch dass mich alle gerne mögen. Ich konnte es nicht mehr länger ertragen, als Person abgelehnt zu werden. In dem damaligen Freundeskreis hatte ich Freunde gefunden weil ich mitgemacht habe mit dem Trinken. Im nachhinein habe ich aber auch erkannt, dass sie mich oft nur brauchten als Partygeber weil man bei mir trocken und gut sitzt und im Partyraum feiern konnte. Als ich dann später zur Problembewältigung getrunken habe, wie z.B. am Tag der TF war es fast schon zu spät um es zu erkennen was ich mir und anderen Menschen mit dem Trinken von Alkohol antue und ich hätte so leicht dabei mein Leben verlieren können.

13. Welche Wirkung haben Sie in der Vergangenheit nach Alkoholgenuss bei sich beobachtet?
(bei wenig und bei viel Alkohol)

Bei wenig Alkohol war ich lustiger, selbstbewusster, gesprächiger, aufgeschlossener, vergaß kurzzeitig meine Sorgen.
Bei viel Alkohol habe ich nur Streit mit Freunden und Freundinnen gesucht, habe viele Strafdaten begangen weil ich mich dann nicht mehr im Griff hatte: Schlägereien, Strafdaten im Straßenverkehr….


14. Gab es kritische Hinweise Anderer auf Ihren Alkoholkonsum und wie haben Sie darauf reagiert?
Als ich als Jugendlicher Alkohol getrunken hatte haben meine Eltern schon geschimpft als ich ein paarmal betrunken heim kam. Ich habe trotzig darauf reagiert und gedacht dass die nur dumm daher reden. Natürlich hat es auch meinen Freundinnen nicht gefallen wenn ich Alkohol getrunken habe und mit ihnen dann Stritt. Wenn ich Schlägereien anzettelte durch den Alkoholmissbrauch sagten meine Freunde dann auch zu mir ich solle doch mal weniger trinken. Vom Gericht wurde ich immer wieder darauf aufmerksam gemacht keinen Alkohol mehr zu trinken weil auch sie bemerkt haben das meine Strafdaten nur unter Alkoholeinfluss entstanden sind. Zuerst war es mir egal wenn ich darauf hingewiesen wurde. Mittlerweile habe ich es aber kapiert das es wirklich so war und das andere recht hatten die mich darauf aufmerksam machten.

15. Welche Auswirkungen und Folgen hatte Ihr Alkoholkonsum auf Ihr Leben und Ihr Umfeld?
Der Alkoholkonsum hatte ganz große Auswirkungen auf mein Leben und auf mein Umfeld. Ich war in Schlägereien verwickelt weil mich der Alkohol enthemmt hatte und ich sehr leicht dann reizbar war. Ich habe schon sehr viele Bußgelder und Strafen zahlen müssen und endlich habe ich es nach meinem schweren Unfall mit der Zeit erkannt das an allem nur der Alkohol dran schuld war. Viele „Freunde“ wanden sich von mir ab weil ich mich nicht mehr unter Kontrolle hatte wenn ich trank, viele Freundinnen machten deshalb Schluss. Ich habe meinen Führerschein verloren, konnte nirgends mehr hinfahren, war immer nur darauf angewiesen das mich andere mitnahmen. Ich hatte die Unfallfahrt in meiner 3-jährigen Bewährungsstrafe und wäre beinahe 10 Monate ins Gefängnis gekommen. Ich hätte durch meinen Alkoholmissbrauch beinahe mein ganzes Leben und auch das meiner Familie zerstört weil sie mich gern haben und weil sie sich große Sorgen um mich machten. Ich habe eine erneute 4-jährige Bewährungsstrafe wenn ich in dieser Zeit noch einmal auffällig geworden wäre, hatte ich die 10 Monate plus weitere 4 Monate ins Gefängnis gemusst und ich habe mir dann endlich Gedanken um mein weiteres Leben gemacht. Ich wollte nicht ins Gefängnis und ich wollte auch keine weiteren Strafdaten mehr begehen.

16. Gab es in Ihrem bisherigen Leben frühere Zeiten, in denen sie weit mehr Alkohol als heute getrunken haben?
Ich trinke heute keinen Alkohol mehr und kann es von daher nicht mit früher vergleichen.

17. Haben sie jemals die Kontrolle über ihre Trinkmenge verloren und bis zur Volltrunkenheit Alkohol konsumiert?
Ja das habe ich leider viel zu oft.

18. Haben Sie früher schon einmal oder öfter über einen längeren Zeitraum bewusst und mit Absicht völlig auf den Genuss von Alkohol verzichtet?
Nein, vor meinem Unfall habe ich nie völlig auf den Genuss von Alkohol verzichtet. Ich habe aber von September 2010 bis zum Tod meiner geliebten Urgroßmutter Mitte April 2013 nur kontrolliert getrunken, ca. 8 mal im Jahr 1-2 TE zu besonderen Anlässen.

19. In welcher Kategorie von Trinker haben sie sich früher gesehen und wie stufen Sie sich heute rückblickend ein? (mit Begründung)
Die Gefährlichkeit, die von Alkohol speziell für mich ausgeht, habe ich damals nicht erkannt und habe ihn nur als etwas erlebt, was mich meine Probleme kurzzeitig vergessen ließ. Ich habe Alkoholmissbrauch mit Mengensteigerung betrieben und gezielt getrunken wegen der Wirkung. Auf diese Weise habe ich eine Trinkfestigkeit erworben und Trinkgedächtnis entwickelt. Ich war ein Problemtrinker, der starken Alkoholmissbrauch betrieben hat.
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  #108  
Alt 18.02.2018, 09:26
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20. Trinken Sie heute Alkohol? Wenn ja, was, wie viel und wie oft?
(Genaue Angaben in Sorte, Menge, Häufigkeit)
Ich lebe abstinent

21. Wann haben Sie zuletzt Alkohol getrunken?
Am 05.07.2013

22. Trinken sie gelegentlich alkoholfreies Bier?
Nein.


23. Warum trinken Sie heute Alkohol/keinen Alkohol?
Ich trinke keinen Alkohol mehr weil ich nach meinem schweren Unfall und durch die vielen Gespräche bei der Suchtberatung, den anonymen Alkoholikern, mit meiner Familie, mit meinen Freunden und Arbeitskollegen endlich erkannt habe, was der Alkohol schon alles in meinem Leben zerstört hat. Ich habe mich selbst dabei fast umgebracht durch die TF. Ich habe Menschen geschlagen und ich bin oft verurteilt worden, habe viele Geldbußen und Geldstrafen zahlen müssen, habe eine Bewährungsstrafe bekommen und wäre beinahe ins Gefängnis gekommen. Ich habe endlich erkannt wozu der Alkohol bei mir geführt hat. Ich habe mich in der Caritas-Suchthilfe-Gruppe und bei der Psychologin dort mit mir und meinem Alkoholkonsum auseinander gesetzt und festgestellt wie sich meine Trinkfestigkeit in den Jahren erschreckend gesteigert hat und ich mir großen Schaden dadurch zugefügt habe. Durch die Gespräche bei den anonymen Alkoholikern, bei der Caritas und mit den Psychologen ist mir klar geworden, dass ich sehr starken Missbrauch betrieben habe und nicht mehr weit weg war von der Abhängigkeit. Daher habe ich den Weg der Abstinenz gewählt. Ich habe gemerkt, dass es mir ohne Alkohol sehr viel besser geht. Ich habe einen neuen Freundes- und Arbeitskreis aufbaut, in der ich über meine Probleme reden kann. Die Vorteile des Nicht-Trinkens überwiegen und trinkenderweise hätte ich mir nie zugetraut meine mir vertraute Arbeitsstelle zu verlassen und mir eine neue Beschäftigung zu suchen. Nach dem Unfall schwor ich mir dass es nicht mehr so weitergehen kann und ich habe in den letzten 4 ½ Jahren auch viel dafür getan. Ich war selbst geschockt als ich erkannte wie ich Menschen ich im Straßenverkehr durch meine Alkoholfahrt gefährdet habe. Es hätte jemand verletzt sein können oder ich hätte jemand tot fahren können. Weil ich mich nie unter Kontrolle hatte wenn ich Alkohol getrunken habe deshalb weiß ich das ich keinen mehr trinken darf und trinken will, denn er würde mein Leben und das Leben anderer zerstören.

24. Warum haben Sie das Trinken reduziert bzw. aufgegeben und warum nicht schon eher?
Vor meinen Strafdaten sah ich keinen Grund das trinken von Alkohol aufzugeben, da ich den Konsum als normal empfand. Ich fand es normal das man auf einer Feier viel Alkohol trank. Erst als dann die Strafdaten passierten und ich eine Bewährungsstrafe – 10 Monate Gefängnis auf 3 Jahre Bewährung - bekommen habe, habe nach dem Gerichtsurteil von September 2010 bis Mitte April 2013 nur kontrolliertes Trinken von 1-2 TE zu besonderen Anlässen gemacht. 15.4.2013 starb meine geliebte Urgroßmutter und ich hatte meine Bezugsperson verloren, weil ich immer bei Sorgen und Problemen zu ihr ging und mit ihr redete. Plötzlich war sie weg. Ich wollte nach ihrem Tod mit niemandem mehr reden und ich trank leider wieder mehr Alkohol und die Menge steigerte sich wieder. Heute weiß ich dass ich mir sofort professionelle Hilfe hätte suchen müssen. Ich hätte den Alkohol nicht mehr zur Problembewältigung hernehmen dürfen.

25. Wie haben Sie die Änderung Ihres Trinkverhaltens erreicht und dabei die Umstellungsphase erlebt?

Die Umstellung war hart. Besonders in der ersten Zeit, wenn ich mit Kumpels unterwegs war und alle Alkohol getrunken haben und ich saß nur mit Cola da. Da wollte ich manchmal wirklich alles hinschmeißen und aufgeben und auch Alkohol trinken, aber ich habe es nicht getan. Ich habe oft in Situationen bei denen ich Probleme hatte gedacht: Vor nicht allzu langer Zeit hättest Du erst einmal ein paar Bier getrunken oder Schnaps. In diese Zeit fiel auch, dass 3 Freundinnen mit mir Schluss gemacht haben. Das war der erste Härtetest. Aber ich habe nicht wieder zu Alkohol gegriffen, ich habe mit den Mädchen selbst darüber gesprochen wie es zur Trennung kommen konnte und ich habe auch erkannt, dass es nicht immer nur meine Schuld war und vor allem habe ich nicht wieder alle Fehler bei mir gesucht. Ich konnte gut mit meinem Trainer darüber sprechen, mit meiner Familie, mit meinen Freunden und den neuen Arbeitskollegen. Das alles hat mich noch selbstbewusster werden lassen um mich mit kommenden Schwierigkeiten fertigwerden zu lassen. Ich habe viel Zeit in der Umstellungsphase bei meiner Mutter verbracht. Die Beratungsstunden bei der Psychologin in der Selbsthilfegruppe haben mir dabei auch sehr geholfen. In den Gesprächen konnte ich über meine Schwierigkeiten berichten und bekam Unterstützung. Meine Eltern und meine neuen Arbeitskollegen sind und waren mir ebenfalls eine sehr große Hilfe. Ich ging in meiner Freizeit sehr oft mit Freunden oder Arbeitskollegen weg. In der ersten Zeit viel es mir schwer keinen Alkohol zu trinken weil ich es gewohnt war immer mitzumachen wenn andere trinken, aber jetzt könnte ich es mir nicht mehr vorstellen Alkohol zu trinken. Bei irgendwelchen Problem oder Sorgen redete ich zuerst mit meiner Mutter oder meiner Oma, gehe ins Thermalbad, in die Sauna, mache progressive Muskelentspannung nach Jacobson, die ich erlernt habe und das alles lässt meinen Kopf wieder frei werden um besser nachdenken zu können wie ich das ein oder andere Problem lösen kann. Ich habe im letzten Sommer auch die Frau meines Lebens kennengelernt. Wir beide unternehmen viel und ganz andere Dinge als früher zusammen, denn wir gehen zusammen auch Reiten und Alkohol spielt in unserem Leben überhaupt keine Rolle. Wir haben auch einen Freundeskreis bei dem die meisten keinen Alkohol trinken und wir haben viel Spaß und ich kann es mir heute nicht mehr vorstellen das ich Alkohol zum Feiern und Lustig sein oder zur Problembewältigung gebraucht habe, denn man kann immer mit allen Menschen über alles reden und dadurch werden Probleme gelöst und nicht durch Alkohol. Meine Freundin und ich, wir können beide über alles Reden und wir werden am 7.7. heiraten (den Tag als wir uns vor 1 Jahr kennenlernten) und wir beide wünschen uns ein Kind und wollen eine Familie gründen.
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  #109  
Alt 18.02.2018, 09:27
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26. Wie wirkt sich Ihr geändertes Verhalten auf Sie, Ihr Leben und Ihr Umfeld aus?

Sehr sehr gut. Meine Freunde und meine Familie, besonders meine 2 Brüder sind sehr stolz auf mich, das ich keinen Alkohol mehr trinke und ich mich auch sonst, wie sie sagen, sehr zum positiven geändert habe. Ich bin positiver eingestellt, habe sehr viel Spaß im Leben. Heute sehe ich Dinge, die früher für mich so was wie der Weltuntergang waren (Meinungsverschiedenheiten mit Partner, Beendigung einer Beziehung, Streit mit Freunden) anders. Ich sehe sie nicht als das Ende, sondern als Einladung, Umwege zu gehen, die meist echte Alternativen sind und genauso weiterbringen. Ich schaffe es, Probleme zu bewältigen: Ich habe mich seit meiner Trunkenheitsfahrt und dem Unfall von 3 Freundinnen getrennt, habe es nicht als Grund zum Trinken genommen, sondern als neue Chance jemand anderen kennenzulernen, der voll hinter mir steht und meine Interessen, das Bodybuilding teilt. Ich bin selbstbewusster: Früher hätte ich mich nicht getraut, meinem Partner zu sagen, dass ich getrunken habe und nicht fahren kann, heute würde ich es (wenn ich noch Trinken würde) ihr ganz ehrlich sagen und unter keinen Umständen mehr ins Auto steigen. Das hätte ich früher nicht für möglich gehalten. Ich kann auch Arbeitgebern gegenüber meine Position vertreten z.B. bei Gehaltsverhandlungen im Einstellungsgespräch. Ich habe letztes Jahr meinen sehr stressigen Beruf als Bäcker aufgegeben weil mir täglich 12-14 Stunden arbeiten einfach zu viel waren und habe lieber mein Hobby zum Beruf gemacht. Ich wurde in meinem Beruf als Bäcker nur ausgenutzt und war nur ein Arbeiter der keine Überstunden bezahlt bekam. Ich kam nach 14 Stunden Arbeit heim, schlief, ging wieder zur Arbeit. Am Wochenende trank ich, hatte keinen Sinn im Leben. Ich bin jetzt Fitnesstrainer und ich bin jetzt viel ausgeglichener und ruhiger geworden, besonders weil mit diese Arbeit jetzt sehr gefällt und ich keinen Stress mehr bei der Arbeit hab, sondern Freude. Ich habe mein Hobby zum Beruf gemacht, ich kann auch so viel am Tag trainieren wie ich möchte und ich habe in der Suchtberatung und auch im Fitnesscenter progressive Muskelentspannung nach Jacobson gelernt. Ich habe mich damals als ich auf Jobsuche war 8 Wochen lang bei verschiedenen Fitnesscentern beworben und es hat mich nicht aus der Ruhe gebracht, als ich Absagen erhielt und ich dachte nur: Die wissen gar nicht, was für ein toller Mitarbeiter ihnen entgeht. Ich habe nun viel mehr Lebensfreude, da ich jetzt in einen Beruf arbeite den ich liebe, da ich in meiner Freizeit tun und lassen kann was ich möchte, keinen Stress mehr habe. Ich werde ab meinem neuen Arbeitsplatz anerkannt, werde gelobt von der Chefin und von Mitarbeitern, werde oft von Mitglieder als bester Trainer betitelt. Ich bin stolz auf mich, das mich die Mitglieder mögen und jeder nur von mir trainiert werden möchte. Die Leute sagen sie haben noch nie so einen guten Trainer gehabt wie mich und ich bin sehr stolz drauf und das Leben macht mir wieder große Freude. Ich bekomme Geschenke von meiner Chefin weil ich schon so viele Verträge abgeschlossen habe, bekomme Geschenke die mir die Mitglieder mitbringen. Ich habe mir schon so oft überlegt was die Abstinenz nun alles in meinem Leben verändert hat. Ich wäre nie so weit gekommen wenn ich weiterhin Alkohol getrunken hätte. Wenn ich so weiter gemacht hätte dann weiß ich dass ich eines Tages im Gefängnis gelandet wäre. Wenn es mal zu Stress kommen sollte mache ich die Entspannungsübungen und unternehme etwas mit meiner Freundin. Stress und Anspannung fallen sofort von mir ab. Aus all diesen Tatsachen resultiert eine gesteigerte Zufriedenheit mit meinem Leben, die ich trinkenderweise nie hätte erfahren können. Diese positiven Veränderungen werden von vielen früheren Bekannten bestätigt. Mann, sagen sie, du trinkst nichts mehr, alle Achtung! Du hast dich ja um 100 % gedreht und dich total zum positiven geändert.
27. Wie stellen Sie sicher, dass Ihr neues Verhalten dauerhaft stabil bleibt?
Ich würde mich nie mehr davor scheuen mir bei größeren Problemen professionelle Hilfe zu suchen. Ich habe meinen Fehler erkannt, dass ich mir nach dem Tod meiner Uroma sofort profesionelle Hilfe hätte suchen müssen, anstelle wieder Alkohol zu trinken. Schon alleine durch die Gespräche bei den anonymen Alkoholikern, mit der Psychologin bei der Sucht-Beratungshilfe ist mir klar geworden das nur über Probleme reden und nichts anderes hilft. Bei Stress mache ich progressive Muskel-entspannung nach Jacobson oder tu mir mal was Gutes z.B. in Thermalbäder gehen, in die Sauna oder ins Kino gehen, Reiten und natürlich viel mit meiner Freundin unternehmen. Wir möchten heiraten und eine Familie gründen und ich möchte meinen zukünftigen Kindern ein guter und vorbildlicher Vater sein. Meine Sperrfrist für die Neuerteilung der Fahrerlaubnis wäre der 15.10.2015 gewesen. Aber da ich mich zu diesem Datum noch nicht so weit stabil fühlte, habe ich weitere 2 Jahre gewartet um den Antrag auf eine neue Fahrerlaubnis zu stellen, weil ich jetzt sicher bin mein früheres falsches Verhalten erkannt zu haben und alles aufgearbeitet zu haben und ich jetzt weiß das ich nie mehr Alkohol zur Problembewältigung brauche. Ich habe meine Fehler erkannt und ich ärgere mich heute sehr, dass ich in jungen Jahren so hirnlos und verantwortungslos war und beinahe mein Leben zerstört hätte….nur wegen diesem scheiß Alkohol!!!!

28. Können Sie sich vorstellen, jemals wieder in Ihre alten Gewohnheiten zurückzufallen?
(Ja/Nein + Begründung,)
Ja, natürlich muss ich mir das vorstellen können, denn ich muss Situationen erkennen, die mich früher dazu geführt haben, Alkohol zu trinken, nur so kann ich vermeiden, jemals wieder in meine Alkoholabhängigkeit zu rutschen. Sollte ich jemals wieder in eine für mich kritische Situation geraten, habe ich mittlerweile genug Strategien entwickelt und ausgearbeitet, um nicht wieder in alte Gewohnheiten zurückzufallen. Habe ich mich früher bei Problemen oder in kritischen Lebensphasen mit Alkohol betäubt, so durchlebe ich diese Situationen nun bewusst und bei klarem Verstand. Ich stelle mich den Problemen nun und fliehe nicht mehr. Wenn ich heute Stress und Frust abzubauen habe, so tu ich dies, indem ich die Entspannungsübungen mache, im Fitnesscenter trainiere, in die Sauna gehe oder ich schnappe mir meinen Hund den ich mir gekauft habe und mit dem ich viel Freude habe und gehe joggen um wieder einen freien Kopf zu bekommen und es hilft nur reden, reden, reden….mit meiner Freundin, mit meiner Mutter, meiner Oma, Arbeitskollegen, Vorgesetzten und Freunden.. So kann ich Probleme besprechen und guten Rat annehmen, Frust und Stress abbauen, ohne ihn wie früher einfach im Alkohol zu ertränken. Auch ist es mir nicht mehr peinlich mit guten Freunden zu sprechen und einfach auch mal zuzugeben, wenn es mir mal nicht gut geht. Jetzt sage ich mir: Entweder man mag mich so, wie ich bin, oder man lässt es eben. Ich bin so wie ich bin und ich bin jetzt in meinem Leben sehr glücklich, denn ich habe viele Pläne wie z.B. gehe ich ab April auf die Bühne und mache Meisterschaften im Bodybuildung mit, ich werde heiraten und eine Familie gründen und da hat Alkohol in meinem Leben keinen Platz mehr.

29. Wie wollen sie in Zukunft das Trinken vom Fahren trennen?
Ich lebe abstinent und trinke keinen Alkohol mehr, daher muss ich hier nichts mehr trennen

30. Haben Sie zum Abschluss noch etwas hinzuzufügen?
Ich bin sehr stolz auf mich, dass ich es geschafft habe, mein Leben wieder in den Griff zu bekommen und mein Leben wieder in die richtige Richtung gelenkt zu haben. Ich fühle mich pudelwohl so wie ich nun lebe. Ich habe jetzt so viel Freude im Leben. Meine Bewährungszeit ist um, ich habe alle Strafen die durch meinen Unfall sind abgezahlt (teures Auto, beschädigtes Haus, Bußgeld) Ich habe nun ein neues Leben begonnen und ich möchte nie mehr so ein Leben wie früher haben. Mein Leben hatte damals keinen Sinn, doch heute habe ich sehr sehr viele Pläne die ich alle verwirklichen will.
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  #110  
Alt 19.02.2018, 06:07
Tobias1990 Tobias1990 ist offline
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Bei Frage 6, sollte ich das erwähnen das ich 1,52 Promille hatte, denn im Urteil das der Führerscheinbehörde bekannt ist, steht nur: "Fahrlässige Trunkenheit im Straßenverkehr, Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort, Fahren ohne Fahrerlaubnis in 3 rechtlich zusammenhängenden Fällen"
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alkohol, institut, psychologe

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