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  #1  
Alt 27.09.2018, 17:56
Isi90 Isi90 ist offline
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Standard MPU nach 11 Jahren, kein BAK, mittlerweile Polizist

Zur Person
Geschlecht: Männlich
Größe: 177cm
Gewicht: 86Kg
Alter:27

eventl. Bundesland
(bitte angeben, da sich zw. den BL einige Änderungen ergeben haben):
Rheinland-Pfalz

Was ist passiert?
Datum der Auffälligkeit: 19.01.2008
BAK: Nicht festgestellt da Tat erst 3 Tage später bekannt wurde.
Trinkbeginn: ca. 17 Uhr
Trinkende: 01.00
Uhrzeit der Blutabnahme: /

Stand des Ermittlungsverfahrens
Gerade erst passiert: Nein
Strafbefehl schon bekommen: Ja
Dauer der Sperrfrist: Ich erinnere mich an 3 Monate oder 6 Monate (Zu lange her)

Führerschein
Hab ich noch: Nein
Hab ich abgegeben: Nein
Hab ich neu beantragt: Ja
Wurde mir entzogen? Nein
Noch in der Probezeit?: Nein
Habe noch nie einen besessen: Ja

Führerscheinstelle
Hab schon in meine Akte geschaut Ja/Nein: Ja
Sonstige Verstöße oder Straftaten?: Ja – Fahren ohne Fahrerlaubnis und unerlaubtes Entwenden des Fahrzeugs bei der TF (Alles bei der TF passiert)
Fragestellung der Fsst (falls bekannt): Bedenken gegenüber meiner Fahreignung wegen oben genannten Delikten)

Konsum
Ich trinke noch Alkohol, wenn ja wie oft wieviel: Maximal 6 Anlässe im Jahr (4 geplante und 1-2 zusätzliche geplante wie bspw. JGA im engen Freundeskreis oder Ähnliches.)
Dort trinke ich maximal 3 x 0,33 Radler. Vielleicht weniger aber nicht mehr.
Ich lebe abstinent seit: /

Abstinenznachweis
Haaranalyse ja, wie viele bisher und seit wann: /
Nein ich befinden mich im Urinscreeningprogram seit: /

Keinen Plan? DANN, bitte auch zu den betreffenden Anforderungen an die Abstinenznachweise diesen Beitrag lesen*(Klick).*
Und natürlich den Infoteil sowie die nachfolgende Links sorgfältig studieren, ihr erspart uns und euch viele Erklärungen!!

Leberwerte ja/nein, seit wann............*

Ja, am 30.08.2018 :
GOT 16 U/l (13-40 Referenzbereich)
GPT 20 U/l (9-40 Ref.)
Gamma-GT 15 U/l (<38 Ref.)


in welchen Abständen................... /
Anmerkung:*LW sind besonders bei kontrolliertem Trinken (fast immer) von Wichtigkeit:*

Aufarbeitung
Suchtberatungsstelle aufgesucht?: Nein
Selbsthilfegruppe (SHG): Nein
Psychologe/Verkehrspsychologe: Ja, 2011 – 10 Sitzungen
Kurs für verkehrsauffällige Autofahrer: Nein

Ambulante/stationäre Therapie* Nein
(bitte Zeitraum von Beginn bis Ende angeben):

Keine Ahnung: LESEN**(klick)

werden derzeit Medikamente eingenommen?Antidepressiva etc:* Nein

MPU
Datum: 26.10.2018
Welche Stelle (MPI):*TÜV Hessen
Schon bezahlt?: Ja

Schon eine MPU gehabt?
Wer hat das Gutachten gesehen?:*Nein

Was steht auf der letzten Seite (Beantwortung der Fragestellung)?: /

Welche Empfehlung (Auflagen) wurden ausgesprochen: /

Altlasten
Bereits durch Alkohol auffällig geworden Punkte oder sonstige Straftaten: Nein




Und hier geht es los, wenn ihr obige Links fleißig durchgelesen habt:


Bitte wiederholt diese Angaben nochmal, da diese zum Überprüfen eurer Trinkmengen benötigt werde:
Zur Person*

















Geschlecht: Männlich
Größe: 177cm
Gewicht: 86
Alter: 27

eventl. Bundesland:*RLP

Was ist passiert?*
Datum der Auffälligkeit: 19.01.2008
BAK: Kein Wert aktenkundig
Trinkbeginn: ca. 17 Uhr
Trinkende: ca. 01.00
Uhrzeit der Blutabnahme: /


Tathergang*

1. Beschreiben Sie den Tag Ihrer Trunkenheitsfahrt aus eigener Sicht mit Datum und Uhrzeiten.
(wann, wo und mit wem getrunken / wann und wie aufgefallen / Promille)
Am 18.01.2008, trennte sich meine feste Freundin, mit welcher ich zu der Zeit 4 Jahre zusammen war, von mir.
Da ich zu der Zeit noch mit der Einstellung gelebt habe, das Alkohol meinen Kummer beseitigt, habe ich mir einen Kumpel geschnappt und mit ihm getrunken.
Insgesamt habe ich während der Zeit von 17-22 Uhr ca. 0,25 - 0,3Liter Jack Daniels Whisky mit cola (40 und 1,3 Liter Radler (4 Flaschen Veltins Radler á 0,33Liter mit jeweils 2,4 getrunken.
Gegen 22 Uhr verließen wir dann die Wohnung meines Kumpels und fuhren mit dem Bus zu einem Geburtstag in einer Grillhütte in Mülheim-Kärlich.
Zu dem Zeitpunkt hatte ich schon deutliche Probleme mit dem Gehen und meinem Bewusstsein (Ich erinnere mich an einen verschwommenen Blick, Probleme beim Reden und teilweise Gedächtnislücken).
Als wir dort angekommen sind gegen 22.45, trank ich nochmals 2 Gläser Sekt á 0,1 Liter und 1 Cola-Bier 0,3 Liter.
Gegen 24 Uhr wollten wir den Nachtbus zurück nachhause nehmen, allerdings hat mein Kumpel seine Jacke nicht gefunden.
Er nahm eine Handvoll Jacken mit von der Party (Diese hingen in einem Flur in der Hütte) und ging mit mir nach draußen. Beim Überprüfen der Jacken auf seine eigene, musste ich mich in einem abgelegenen Busch heftig übergeben. Als ich fertig war, hörte ich meinen Kumpel rufen dass er einen Autoschlüssel in einer der Jacken gefunden habe.
Ich kam auf die irrsinnige Idee, mit dem Auto nachhause zu fahren, da wir den Nachtbus sowieso bereits verpasst haben (es war bereits ca. 00.45).
Das taten wir dann auch.
Ich saß am Steuer und mein Kumpel nebendran.
Wir fuhren einen Hang runter (Alles im 1. Gang) und ca. 300 meter auf der Straße Dorfeinwärts.
Ich erinnere mich dass ich das Auto mehrfach abgewürgt habe und ohne Gang in der Kupplung das Gas mehrfach betätigte. Es fing an gewaltig zu stinken und wir sind ausgestiegen und dann doch nachhause gelaufen.
Gegen 02.00 Uhr war ich dann in etwa zuhause.

Die gesamte Tat wurde mir mehr von Augenzeugen berichtet, als aus meinen Erinnerungen. Da ich einen recht großen Filmriss von der Nacht hatte.
Glücklicherweise habe ich noch den Strafantrag von 2008 auf meinem Tisch liegen und konnte damit die genauen Angaben des Alkohols nochmal überprüfen und weiß auch genau was der Gutachter sehen wird.






2. Was und wie viel haben Sie am Tattag insgesamt getrunken?
(Genaue Angaben in Sorte, Menge, Trinkzeit)
ca. 0,25-0,3 Liter Jack Daniels Whisky mit Cola
ca. 1.3 Liter Radler (4x 0,33 Liter á 2,4% Veltins Radler)
ca. 0,2 Liter Sekt
ca. 0,3 Liter Cola-Bier (1x 0,33 Liter Mixery)
3. Wie viel Kilometer fuhren Sie, bis Sie aufgefallen sind und wie viel Kilometer wollten Sie insgesamt fahren?*
Aufgefallen bin ich wohl ab dem ersten Meter von Partygästen. Das Auto habe ich nach ca. 300 meter abgestellt.
Fahren wollte ich ca. 8 Kilometer (Heute für mich absolut unvorstellbar..)

4. Hatten Sie das Gefühl, noch sicher fahren zu können?*
(Ja/Nein + Begründung)
Nein, absolut nicht fahrtüchtig. Abgesehen von der Tatsache dass ich keinen Führerschein besitze.

5. Wie haben Sie die Trunkenheitsfahrt vermeiden wollen (wenn überhaupt)?*
/
6. Haben Sie bereits früher im Straßenverkehr unter Alkoholeinfluss gestanden und sind aufgefallen?*
Nein

7. Wie oft haben Sie alkoholisiert am Straßenverkehr teilgenommen ohne aufzufallen und was folgern Sie daraus? (Tip Anmerkung von Jody lesen (danke Jody)*KLICK)
Wenn ich heute darüber nachdenke, ja. Ich bin einige Male (Ich würde sagen ca. 20-25 Mal) während der Zeit an denen ich mich mit meinen damaligen "Freunden" getroffen habe, mit dem Fahrrad an den Rheinanlagen rumgefahren. Nicht am aktiven Straßengeschehen teilgenommen aber dennoch auf Fußgängerwegen gefahren.
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  #2  
Alt 27.09.2018, 17:57
Isi90 Isi90 ist offline
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Exploration*

8. Wann hatten Sie den ersten Kontakt mit Alkohol und wann haben Sie das erste Mal Alkohol zu sich genommen?*
(Allererste Erinnerung und erster Konsum)*
Den ersten Kontakt hatte ich mit 8.
Ich habe meinen Stiefvater oft trinken gesehen und wollte unbedingt mal an einem Bier riechen. Ansonsten habe ich öfters meine Mutter und meinen Stiefvater mit Freunden am Tisch oder auf der Couch trinken gesehen.
Das erste mal Alkohol getrunken habe ich mit 13 Jahren. Ich habe heimlich mit einigen Freunden gezeltet und wir haben uns zwei Sixpack Cola-Bier gekauft. Davon habe ich 2 Flaschen 0,33Liter getrunken. Ich war lustig drauf und habe zur Gruppe dazugehört (Es waren ausschließlich ältere Jugendliche.).
Ich fand es in dem Alter für mich sehr wichtig Freunde zu haben die älter sind und mich respektieren und vorallem mir Aufmerksamkeit geben. Zuhause habe ich diese Aufmerksamkeit leider nicht bekommen. Das weiß ich zumindest heute, dass mir das wohl wichtig gewesen wäre.
9. Haben Sie regelmäßig Alkohol getrunken, und wie hat sich ihr Trinkverhalten in den letzten Jahren entwickelt?
Die Alkoholgewöhnung bzw. Der regelmäßige Konsum fing mit 15 Jahren an. Meine Mutter und ihr damaliger Mann haben sich zu der Zeit häufig gestritten und ich bin immer öfter von Zuhause geflüchtet, weil ich laut meine Stiefvaters "immer" der Auslöser war.
So fand ich auch den Freundeskreis an den besagten Rheinanlagen.
Wir fingen an uns wöchentlich, meist Freitags, zu treffen.
In der Regel haben wir uns schon an einer Getränkequelle getroffen und dort Alkohol eingekauft (Meist nur Bier und Mischbier, seltener Hochprozentiges)
Die Trinkabende dauerten in der Regel vom frühen Nachmittag bis zum späten Abend und die getrunkenen Mengen waren ca. 1-2 Liter Bier (Reines Bier schmeckt mir bis heute nicht. Deshalb gab es immer Mischbier – somit waren bei 1-2 Liter Bier gut 8-10 Flaschen á 0,33 Radler oder Cola-bier drin.)
So konnte ich prima von Zuhause fernbleiben und meine Konflikte mit meinem Stiefvater waren auch "gelöst". Das war zumindest meine damalige Auffassung wenn ich trinke. Konflikte lösen. Heute weiß ich es besser dass ich viele Dinge wie z.B den Stress Zuhause und die Einsamkeit, die fehlende Aufmerksamkeit und die ständigen Leistungsforderungen der Schule gerne mit Alkohol gelöst habe, anstatt mich mit diesen Dingen jemandem zu öffnen.
Das Trinkverhalten hat sich mit 16 nochmals gesteigert. Es kamen auch gerne mal 1-2 Mal im Monat ein Samstag hinzu, statt nur dem Freitag.
Weiterhin habe ich gefallen an Alkopops gefunden und auch mal Hochprozentigen Alkohol probiert. Zum bisher getrunkenen Mischbier, kam nun auch 1-2 mal im Monat 2-3 "Kurze" Hochprozentiges und 2-3 flaschen 0,33 Alkopops. Je mehr man getrunken hat, desto mehr stand man im Mittelpunkt in diesem "Freundeskreis"
Mit 17 kam dann die besagte TF.
Bis dahin war ich schon mit Alkohol vertraut und dieser gehörte für mich zu Partys, Treffen mit Freunden am Wochenende und natürlich zum "Problemlösen" dazu.
Nach der TF wurde es dann abrupt weniger. Ich habe mit 17 meinen Realschulabschluss gemacht und verpflichtete mich anschließend für 4 Jahre bei der Bundeswehr. Dort habe ich auch mit dem Sport angefangen.
Ich wurde in der Schule oft "gehänselt" weil ich etwas kräftiger war. Das machte ich mir dort zum Vorteil. Ich fing relativ schnell an täglich Krafttraining und Ausdauertraining zu machen. An Trinkabenden hielt ich mich meistens im Fitnessraum auf oder las Zeitschriften über Fitness. Für meinen damaligen Freundeskreis hatte ich nur noch wenig Zeit, da ich mich den Großteil meiner Zeit in der Kaserne oder auf Lehrgängen/Übungen befand. Weiterhin war ich dort auch eher ein "Aussenseiter" geworden weil ich nun fest arbeite und sehr viel Sport machte. Das passte nicht mehr in die Gruppe, wie es schien.
Als ich die Grundausbildung nach 9 Monaten beendet habe, zog ich auch von Zuhause aus in meine erste eigene Wohnung. Das war für mich heute eins der wichtigsten Schritte in meinem Leben.
Ich verließ den, für mich, schlimmen Einfluss meines Stiefvaters und begann mein eigenes Leben mit meinen eigenen Konflikten und Wegen diese zu lösen. Diese wurde auch erstaunlich weniger seit ich ausgezogen war.
Was mein Trinkverhalten zu dieser Zeit angeht, ich habe vielleicht alle 2-3 Monate mal ein oder zwei Mischbier mit meinem Bruder getrunken, da wir uns nur 3-4 mal im Jahr sehen und das für uns was besonderes ist. Der Konsum von Alkohol war auch zu dieser Zeit nur noch was besonderes für mich, da ich viel Wert auf die gesunde Ernährung und besonders die "Fettverbrennung" gelegt habe. Da ist Alkohol ein absolutes No-Go.
Bis ich 20 Jahre alt war, hat sich was das Trinkverhalten angeht nichts verändert. Mein Lifestyle aber allemal. Ich war dem Krafttraining absolut verfallen und habe bei der Bundeswehr auch diverse Fitnesslizenzen gemacht, um mein Hobby zum Nebenberuf zu machen. Ich habe in einem Fitnessstudio (Sofern Zeit war) nebenbei Kurse gegeben und andere Menschen angefangen zu motivieren. Ich war also eine Vorbildsfunktion, da hat der Alkohol sowieso nicht mehr wirklich reingepasst.
Irgendwann zwischen 2010 und 2011 habe ich dann angefangen über meine perspektiven in der Zukunft nachzudenken. Ich habe meine rebellische Art zweifellsohne schon einige Zeit vorher abgelegt (Disziplin und Gehorsam stehen bzw. Standen nun mal ganz oben bei der BW). Ich entschloss mich mein Abitur nachzuholen und studieren zu gehen. Vielleicht sogar bei der Polizei anzufangen.
Während des Jahres 2011 habe ich auch einen mehrwöchigen Vorbereitungskurs mit einer Verkehrspsychologin für die MPU gemacht. Wieso ich diese nicht absolviert habe? Mir hat schlichtweg das Geld gefehlt. Ja, bei der Bundeswehr verdient man ganz okay, aber ich habe Unmengen an Geld in meine Wohnung und gesunde Lebensmittel und Eiweißpulver etc. Gesteckt.
Irgendwie ging das ganze dann auch unter. Zumal ich den Führerschein nicht gebraucht habe.
Nach dem Kurs begann ich auch 2011 über den Berufsförderungsdienst mein Abitur nachzuholen welches ich im Jahr 2014 auch mit einem 1, Abschluss absolvierte. Direkt im Anschluss habe ich BWL Studiert, welches aber nicht so das meine war.
Was mache ich heute? Ich bin mittlerweile tatsächlich bei der Polizei gelandet. Ich befinde mich zwar noch im Studium aber bin völlig zuversichtlich dass ich es gut beenden werde und meinen Traumberuf gefunden habe.
Mein Trinkverhalten seit 2011?
Ich habe mein gelerntes Verhalten während der Bundeswehrzeit fortgeführt und beim Vorbereitungskurs der MPU gefestigt und den Namen Kontrolliertes Trinken geben können. Ich war mittlerweile sogar mehrfach auf Bodybuilding Wettbewerben und befinde mich eigentlich bis auf einige wenige Monate im Jahr auf irgendeiner bescheuerten Diät. Da ist kein Platz für Alkohol. Da ich alle 2 Jahre jeweils 2 Saisons mitmache, verzichte ich auch in dieser Zeit auf den Konsum von diesem. Also 8-10 Monate kein Alkohol. Dennoch belohne ich mich selbst an 4 Anlässen im Jahr ausserhalb der Saison mit 2-3 Flaschen Radler. Oder 1-2 Gläsern Sekt á 0,2 Liter. Das wäre mein Geburtstag, Weihnachten mit der Familie meiner festen Freundin (Seit 5 Jahren glücklich), Silverster und nach der Wettkampfherbstsaison. Zu diesen Anlässen können 1-2 Anlässe hinzukommen wenn ein enger Freund eine Hochzeit hat oder seinen runden Geburtstag feiert.
Mein Trinkverhalten von damals will ich damit keineswegs verharmlosen und ich war definitiv auf einem gefährlich Weg und bin bis heute froh dass niemand zu schaden gekommen ist in der Zeit und vorallem bei meiner TF.

10. Wie viel und wie oft haben Sie getrunken?*
(Genaue Angaben in Sorte, Menge, Häufigkeit)
siehe Frage 9

11. Wo und mit wem haben Sie überwiegend getrunken?
Damals mit "Freunden" an den Rheinanlagen. Überwiegend die selben Gestalten. Ab und zu kamen neue hinzu und verschwanden dann wieder nach einer Zeit.
Heute ebenfalls mit Freunden, allerdings mit engen Freunden die mich seit vielen Jahren begleiten (Größtenteils aus meiner Bundeswehrzeit und der Polizeischule)
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  #3  
Alt 27.09.2018, 17:57
Isi90 Isi90 ist offline
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12. Warum haben Sie getrunken?*
(Innere + äußere Motive; Anmerkung: o.g. Link "psychologisches Gespräch" lesen)*
Ich habe getrunken um meine Konflikte zu lösen bzw. Meine Psyche zu entlasten. Der Alkohol hat meinen Kummer "getröstet". Ausgelöst wurde der Kummer von meiner "Familie". Mit meinem Vater habe ich keinen Kontakt und mein Stiefvater konnte mich nicht leiden. Meine Mutter konnte ihn allerdings sehr gut leiden, also war ICH das Problem.
Ich habe durch den Alkohol damals eine Gruppe gefunden, mit der ich irgendwie durch diese Zeit kam. Zu dieser Zeit war sie mir eine "Hilfe". Heute weiß ich, dass ich besser richtige Hilfe in Anspruch genommen hätte. Dann wäre mir vielleicht die TF nicht passiert.
Ich habe getrunken um im Mittelpunkt zu stehen und mich eben nicht ausgeschlossen zu fühlen, wie zu Hause. Hinzu kommt noch meine sehr schüchterne Art, damals. Ich habe mich nicht mal getraut eine Frau anzusprechen und das mit 16 Jahren. Durch den Alkohol fühlte ich mich enthemmt und selbstbewusst.


13. Welche Wirkung haben Sie in der Vergangenheit nach Alkoholgenuss bei sich beobachtet?*
(bei wenig und bei viel Alkohol)*
Bei wenig Alkohol war ich sehr lustig drauf, konnte überall mitlachen und hatte "Spaß".
Die enthemmende Wirkung kam mir nur Recht,weil ich eben sehr schüchtern war.
Wenn es mehr wurde, fing ich an zu lallen, war sehr aggressiv bis hin zu streitlustig. Konsequenzen waren mir nüchtern schon nicht wichtig zu der Zeit, aber wenn ich mehr getrunken hatte waren sie mir schlichtweg egal.

4. 14. Gab es kritische Hinweise Anderer auf Ihren Alkoholkonsum und wie haben Sie darauf reagiert?*
Nein

15. Welche Auswirkungen und Folgen hatte Ihr Alkoholkonsum auf Ihr Leben und Ihr Umfeld?
Ich lebte unter der Woche immer mit der Freude aufs Wochenende um mich wieder mit meinen "Freunden" zu treffen und etwas zu trinken. Die Zeit in der Schule war für mich dadurch noch quälender als sie hätte sein müssen.
In der Zeit, in der ich mich mit der erwähnten Clique und dem Alkohol amüsierte, hätte ich den Kontakt zum Rest meiner Familie (Oma, Onkel..) suchen können. Aber dadurch ist eher gegenteiliges passiert. Ich habe mich immer mehr abgeschottet und die Clique gab mir die Bestätigung dass es das richtige ist.

16. Gab es in Ihrem bisherigen Leben frühere Zeiten, in denen sie weit mehr Alkohol als heute getrunken haben?*
Die gesamte Zeit bis hin zur TF, oben detailliert beschrieben.

Wenn ja, nennen sie bitte die Lebensabschnitte und mögliche Ursachen und Umstände dafür.
Siehe Frage 8 – ich bin dort sehr übers Ziel hinausgeschossen wie mir scheint..im Schreiben versunken. Kann es gerne nochmals hierreinsortieren falls nötig!

17. Haben sie jemals die Kontrolle über ihre Trinkmenge verloren und bis zur Volltrunkenheit Alkohol konsumiert?*
Ja, in der Zeit mit 16-17 Jahren. Dort kamen schon 2-3 Abende zusammen in denen ich wirklichVolltrunken war. Das heißt für mich, garkeine Kontrolle mehr über die Trinkmengen, das Gesprochene oder auch nur den genauen Ablauf des Abends.
Das letzte Mal den Alkohol stärker gemerkt, habe ich bei meiner Verabschiedung der Bundeswehr 2012. Dort war es mehr als 2-3 Radler á 0,33 Liter. Ich weiß dass ich ca. 6 Radler 0,33 Liter hatte und 2 "Shots" á 2cl. Danach ging es ins Bett. Die Trinkmenge bezieht sich auf ca. 8 Stunden.
Seitdem gab es keine unkontrollierten Abende mehr.

18. Haben Sie früher schon einmal oder öfter über einen längeren Zeitraum bewusst und mit Absicht völlig auf den Genuss von Alkohol verzichtet?*
Alle zwei Jahre seit 2013 zur Wettkampfvorbereitung.

19. In welcher Kategorie von Trinker haben sie sich früher gesehen und wie stufen Sie sich heute rückblickend ein?
(mit Begründung)

von 2006-2008 stufe ich mich als regelmäßiger Trinker mit gesteigertem Aggressionspotenzial ein. Ich war rebellisch und aufmüpfig. Hauptsache im Mittelpunkt Wie schon erwähnt ein gefährlicher Weg für mich. Ich habe während meines Dienstes bei der Polizei einige dieser Menschen wieder getroffen und bin dankbar dass ich einen anderen Weg gewählt habe.
2008-2012 (BW Zeit) Gelegenheitstrinker. Ich habe in dieser Zeit meine Prioritäten komplett geändert. Mein gesamtes Umfeld geändert. Bin ausgezogen, habe Perspektiven erschaffen und vorallem mit dem Sport begonnen.
2012-Heute : Würde mich weiterhin als Gelegenheitstrinker sehen. Allerdings mit fest geplanten Anlässen. Ich bin schon mit dem Essen sehr eigen (Broccoli, Reis, Hähnchen..). Da ist für mich der Alkohol eine absolute Besonderheit.
Ich bin seit mehreren Jahren für sehr viele Menschen ein sportliches Vorbild und gebe auch seit 4 Jahren verschiedene Kampfsportkurse. Das alles sind Dinge die mich weiter vom Alkohol wegbringen bzw. Davon abhalten was zu trinken. Es passt einfach nicht mehr in meinen Lebensstil und ich weiß was die Konsequenzen vom Gegenteiligen sein können..

Heute und in Zukunft*

20. Trinken Sie heute Alkohol? Wenn ja, was, wie viel und wie oft?*
(Genaue Angaben in Sorte, Menge, Häufigkeit)

4 bis maximal 6 geplante Anlässe im Jahr (Geburtstag, Sylvester, Weihnachten, Hochzeiten/JGA)

21. Wann haben Sie zuletzt Alkohol getrunken?
Am 17.8.2018 – Geburtstag meiner Freundin – 1 Radler 0,5 Liter

22. Trinken sie gelegentlich alkoholfreies Bier?*
Wenn ich mich mit Freunden treffe, trinke ich in der Regel alkoholfreies Radler oder Wasser. Isotonischer Effekt und schmeckt mir gut.

23. Warum trinken Sie heute Alkohol/keinen Alkohol?*
Weil es keinen besonderen Anlass dafür gibt.

24. Warum haben Sie das Trinken reduziert bzw. aufgegeben und warum nicht schon eher?
Komplette Umstellung meines Lebensstils (Sport, Freundin, Beruf!! Umfeld!!)

25. Wie haben Sie die Änderung Ihres Trinkverhaltens erreicht und dabei die Umstellungsphase erlebt?*
Damals fand ich die Umstellung als nicht so schwierig, da ich in meinen damaligen Augen kein Problem hatte. Die Änderung ergab sich wie schon erwähnt durch meine gefundene Begeisterung am Sport, dem Beruf als Soldat, den gefundenen Perspektiven und vorallem dem geänderten Umfeld (Raus von Zu Hause, weg vom "Brennpunkt")
26. Wie wirkt sich Ihr geändertes Verhalten auf Sie, Ihr Leben und Ihr Umfeld aus?*
Ich fühle mich lebensfroh und habe stets Tatendrang. Ich bin eine Vorbildsfunktion für viele Menschen. In den 5 Jahren in denen Ich als Fitnesstrainer/Kursleiter gearbeitet habe, habe ich sehr viele Menschen an Ziele gebracht. Sowohl mental als auch psysisch. Das spornt einen an, immer weiter zu machen.
Meine Freunde und Freundin schätzen mich sehr, weil sie wissen was ich durchgemacht habe und was ich dennoch daraus gemacht habe heute. Ich war rebellisch, faul und gesetzlos. Heute habe ich meinen Traumberuf als Polizist gefunden, achte das Gesetz und habe ein super Abitur in der Tasche.
27. Wie stellen Sie sicher, dass Ihr neues Verhalten dauerhaft stabil bleibt?
Ich kenne die Gefahr in alte Muster zu fallen..ich erlebe dies oft in meinem Beruf und auch in meinem nahen Umfeld.
Alleine in meinem Beruf gibt es sehr viele negative Erlebnisse die einen verleiten können wieder Konflikten auszuweichen. Für mich kommt das nicht mehr in Frage. Für so Fälle habe ich eine Polizeiseelsorge, meine Freundin mit der ich zusammenwohne, meinen Freundeskreis und mittlerweile auch einen guten Kontakt mit einem Teil meiner Familie welcher mit damals nichts zu tun hatte. Sollten alle Stricke reissen, kann ich den Boxsack bearbeiten und lasse dort den Frust raus, sofern ich welchen habe.

28. Können Sie sich vorstellen, jemals wieder in Ihre alten Gewohnheiten zurückzufallen?*
(Ja/Nein + Begründung,) ->Hintergrund der Frage ist, welche Umstände können dazu führen, dass Sie wieder
in alte Gewohnheiten zurückfallen würden, wie merken sie das und was tun sie dagegen?<-
Wie schon gesagt, es können sehr viele Dinge geschehen die einem sprichwörtlich das Genick brechen.
Für mich vorstellbare Umstände sind Geldsorgen, Trennung meiner Freundin, Beruf verlieren oder der Verlust einer mir nahestehenden Person.
Da ich eine feste Besoldung habe und die Lebzeitverbeamtung in meiner Laufbahn integriert ist, fallen 2 Umstände schonmal raus.
Sollte sich meine Freundin von mir trennen, kann ich dies mit Ablenkung "heilen". Das wäre nicht meine erste Trennung und meine Freunde stehen mir stets zu Seite. Sport lenkt mich auch sehr gut ab und hilft mir aus solch einer schlimmen Zeit.
Was Verluste betrifft..Das ist der Lauf des Dinge. Jeder Mensch verliert im Leben nahestehende Personen. Aber auch da helfen mir meine Freunde und im Notfall die Seelsorge meines Berufes. Für mich käme es absolut nicht in Frage nochmal Konflikte mit Alkohol zu betäuben oder zu "Lösen"
29. Wie wollen sie in Zukunft das Trinken vom Fahren trennen?*
Autoschlüssel zuhause lassen, Kollegen bitten mich zu fahren (Praktisch!).
Da ich aber selten trinke, wird das für mich sowieso kein Thema sein. Ich müsste ständig Angst haben das einer meiner Kollegen mich aufsammelt und ich meinen Job losbin.
30. Haben Sie zum Abschluss noch etwas hinzuzufügen?
Ich bin nach wie vor unglaublich dankbar dass bei meiner TF niemand zu schaden gekommen ist. Die TF ist heute ca. 11 Jahre her und ich kann rückblickend sagen dass es mich hätte viel schlimmer erwischen können..nicht nur im Hinblick auf die TF sondern auch auf mein damaliges Verhalten/Angewohnheiten. Ich bin dankbar für meinen gewählten Weg und die Personen die mich seitdem begleiten.
Ich schäme mich bis heute für die Tat und bin vorallem der Richterin absolut dankbar, dass Sie in mir irgendetwas gesehen hat und mich nur verwarnt hat, anstatt mich zu verurteilen. Sonst wäre ich heute nicht der Position in der ich mich jetzt befinde.



PS: Ich habe einfach drauf losgeschrieben. Ich dachte gestern noch darüber nach, dass es mir sicher schwer fallen wird darüber zu sprechen bzw. Antworten zu finden. Oder dass ich überlegen muss..das war aber keineswegs so.
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  #4  
Alt 27.09.2018, 17:58
Isi90 Isi90 ist offline
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Ich habe am 26.10. meine MPU und möchte deshalb das ganze von eurem Schwarmwissen überprüfen lassen. Ich brauche natürlich im Laufe des Studiums meinen Führerschein. Sonst wird es schwierig mit dem Streifenwagen..
bitte gebt mir doch ein Feedback kurz oder lang.

Ich habe mir natürlich einige Fragebögen bereits durchgelesen und bin unfassbar glücklich dieses Forum gefunden zu haben. Hier sind einige kompetente Menschen die ihre Freizeit opfern um Menschen wie mir zu helfen.
DANKE!
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  #5  
Alt 27.09.2018, 18:10
Kai R. Kai R. ist offline
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Isi90: poste mal die Fragestellung, die Du für die MPU hast. Eigentlich kannst Du gar keine Alkoholfragestellung haben sondern eine verkehrsrechtliche.
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  #6  
Alt 27.09.2018, 18:13
Isi90 Isi90 ist offline
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Doch, es handelt sich um Alkohol und Verkehr bzw. die Straftat.

Ich habe vor Gericht auf Unzurechnungsfähigkeit plädiert. Ergo hat die Richterin angenommen dass ich über 1.6% habe und dementsprechend wohl Alkohol.

Ich zitiere mal dass Schreiben :

nach Prüfung ihres Antrages teilen wir mit...MPU..ausweislich der Staatsanwaltschaft wegen Diebstahl, fahrlässige Trunkenheit im Verkehr sowie vorsätzlichen Fahrens ohne Fahrerlaubnis auffällig bzw. verurteilt wuden.

Dies führt bei uns zu Bedenken gegenüber ihrer Kraftfahreignung.

MPU kostet mich 723,95 Euro zzgl. Steuern.
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  #7  
Alt 27.09.2018, 19:10
Kai R. Kai R. ist offline
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was steht denn unter "ist zu erwarten, dass"?

Ich sehe keine Rechtsgrundlage für eine Alkoholfragestellung.
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  #8  
Alt 27.09.2018, 19:18
Isi90 Isi90 ist offline
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Mehr steht nicht auf dem Schrieb.

Nichts von "ist zu erwarten.." ich habe ja auch schon andere Anordnungen hier in der Gruppe gelesen.

Ich habe auch vor 2 Tagen die FSST angeschrieben, bisher ohne Antwort. Ich werde morgen nochmals anrufen und nachfragen.

Die MPU stellte teilte mir auch mit - 2 Fragestellungen.
Kann es sich um um 2 Verkehrsrechtliche Fragestellungen handeln?

Jetzt bin ich selbst verwirrt. Wäre mir natürlich lieber.

Ich hatte auch damals einen Anwalt eingeschaltet, dabei kam aber nichts rum.

Fakt ist, ich rechne mit einer Alkoholfragestellung+Straftat. Wie sieht es dann mit meinem FB aus bisher?
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  #9  
Alt 27.09.2018, 19:40
Isi90 Isi90 ist offline
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Ich habe nun nochmal die MPU Stelle kontaktiert.

Wäre es möglich das die 2 Fragestellungen jeweils eine verkehrsrechtliche Fragestellung haben und der Alkohol keine Rolle spielt?

Das wäre nun doch interessant für mich.
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  #10  
Alt 27.09.2018, 20:00
Traurig2017 Traurig2017 ist gerade online
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Diese MPU Anordnung- warum?

Wer weiß ob du mehr als 1,6 hattest?

Ich würde wenn du kannst in diesem Fall tatsächlich mal einen sehr versierten Fachanwalt für Verkehrsrecht befragen...

Denn die Anordnung deiner MPU ist sehr fragwürdig....

Was genau hat denn die FSST geschrieben als Grund?
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alkohol, feedback, hilfe, mpu, vorbereitung

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