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  #11  
Alt 11.04.2017, 19:07
Backenbauer Backenbauer ist offline
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So mal ein kurzes Update:

Aufforderung zur erfolgreichen MPU bis 10.06.17 ist eingetroffen.
Haaranalyse verlief noch besser als gedacht, gelte nun für Dezember, Januar und Februar als abstinent.
Mit einem MPU-Berater habe ich gesprochen. Er spricht in meinem Fall von guten Voraussetzungen und empfiehlt mir 4 Sitzungen a 98€.

Knapp 400€ halte ich für zu teuer, ich bin Student. Ich bin der Meinung 2 Sitzungen zur Aufarbeitung genügen, gerade auch weil ich mich schon viel eingearbeitet habe. Werde ihn morgen deswegen anrufen.

Würdet ihr in meiner Situation auch so handeln oder sollte ich die 4 Stunden nehmen?
Wann sollte ich mich an ein MPI wenden und was darf/soll ich fragen?

Danke schonmal für die Antworten
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  #12  
Alt 11.04.2017, 19:42
minilee minilee ist offline
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Zitat:
Würdet ihr in meiner Situation auch so handeln oder sollte ich die 4 Stunden nehmen?
warum bereitest du dich nicht hier im Forum vor? Es ist Kostenfrei, zeitlich unbegrenzt und in vielen Fällen besser als mancher VP...
__________________
Das Leben wird vorwärts gelebt, aber nur rückwärts verstanden...
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  #13  
Alt 03.05.2017, 11:21
Backenbauer Backenbauer ist offline
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Zur Person
Geschlecht: männlich
Größe: 1,75 m
Gewicht: 70 kg
Alter: 19

eventl. Bundesland: Bayern

Was ist passiert?
Datum der Auffälligkeit: 27.10.2016
BAK: 1,75
Trinkbeginn: 19.45 Uhr
Trinkende: 2.30 Uhr
Uhrzeit der Blutabnahme: 3.35 Uhr


Tathergang

1. Beschreiben Sie den Tag Ihrer Trunkenheitsfahrt aus eigener Sicht mit Datum und Uhrzeiten.
(wann, wo und mit wem getrunken / wann und wie aufgefallen / Promille)

Am 26.10.2016 war ich in meinem Studienort. Ich studiere dual und war unter der Woche immer in einem Wohnheim untergebracht. Wir hatten Vorlesungen bis 17.30 Uhr. Im Wohnheim angekommen legte ich mich erst einmal hin. Am Abend wurde an der Uni eine Party veranstaltet, zu der ich mit meinen Wohnheimkameraden gehen wollte. Gegen 19.45 Uhr trafen wir uns zu viert im Zimmer eines Freundes, ich trank 2 Bier(je 0,5l). Danach ging es in den Gemeinschaftsraum im Keller, wo auch andere Studierende waren. Dort trank ich 2 Gläser Rotwein je 0,2l. Anschließend machten wir uns auf den Weg Richtung Campus, ich schob mein Fahrrad mit, da es kalt war und ich deswegen den Heimweg so schnell wie möglich meistern wollte(ca. 3km).
Gegen 22 Uhr waren wir auf der Party ich trank 4 Bier je 0,5l und nach der Party ging ich noch auf eine spontane „Küchenparty“ in einem anliegenden Wohnheim, wo ich noch ein 0,2 Glas Sekt trank. Gegen 2.30 Uhr fuhr ich mit dem Fahrrad nach Hause. Um 2.45 hielt mich die Polizei auf. Ich war auf dem Weg zum Dönerladen, der auf dem weg lag und von dem ich wusste, dass er auch nachts auf hat. Einer Atemalkoholkontrolle stimmte ich zu sie ergab um 2.53 Uhr 0,97. Anschließend fuhren wir ins Krankenhaus. Die Blutabnahme um 3.35 Uhr ergab später 1,75 Promille.

2. Was und wie viel haben Sie am Tattag insgesamt getrunken?
(Genaue Angaben in Sorte, Menge, Trinkzeit)

Bier: 3000 ml 5 Prozent ( 2 Helle, 4 Weißbier)
Wein: 200 ml 12 Prozent ( Rießling Weißwein)
Sekt: 200 ml 10 Prozent
von 19.45 Uhr bis 2.30 Uhr

3. Wie viel Kilometer fuhren Sie, bis Sie aufgefallen sind und wie viel Kilometer wollten Sie insgesamt fahren?

Nach 2,5 km wurde ich aufgehalten. Ich hatte noch ca. 500 Meter vor mir.

4. Hatten Sie das Gefühl, noch sicher fahren zu können?
(Ja/Nein + Begründung)

Ich schaltete das Licht ein und dachte mir, den kurzen Weg würde ich schon schaffen. Ich dachte mir Fahrrad könne man auch betrunken fahren. Ich fühlte mich ein wenig unwohl, dachte jedoch nicht zu lang darüber nach, da ich eine kurze Lederhose anhatte, mir kalt war und ich schnell nach Hause wollte.

5. Wie haben Sie die Trunkenheitsfahrt vermeiden wollen (wenn überhaupt)?

Nein

6. Haben Sie bereits früher im Straßenverkehr unter Alkoholeinfluss gestanden und sind aufgefallen?

Nein

7. Wie oft haben Sie alkoholisiert am Straßenverkehr teilgenommen ohne aufzufallen und was folgern Sie daraus?

Mit dem Fahrrad ca. 10 - 15 mal. Zuhause in meiner Heimatstadt. Einige Male von der Innenstadt, Freunden oder dem Volksfest nach Hause (ca. 1,5 km). Manchmal von der Kiesbank nach Hause (ca. 2-3 km).
Einmal von einem Geburtstag nach Hause (ca. 4km).
Hier möchte ich anfügen, dass ich damals nicht realisiert habe, wir gefährlich es sein kann betrunken Fahrrad zu fahren. Das Fahrrad war für mich ein legitimes Fortbewegungsmittel, bei dem ich dachte ich kann es auch betrunken benutzen, da ich es kontrollieren kann, es hat ja keinen Motor.

Mit dem Auto nie unmittelbar nach oder während dem Konsum. Mit Restalkohol am nächsten Tag jedoch bestimmt 10 mal. Im Gegensatz zum Fahrrad empfand ich es damals schon als verantwortungslos betrunken Auto zu fahren. Auch in meiner Familie und meinem Freundeskreis sehen dies zum Glück alle so.
Mit Restalkohol fuhr ich immer mit schlechtem Gewissen, obwohl ich mich nicht betrunken fühlte, aber ich fuhr eben manchmal.


Exploration

8. Wann hatten Sie den ersten Kontakt mit Alkohol und wann haben Sie das erste Mal Alkohol zu sich genommen?
(Allererste Erinnerung und erster Konsum)

Meine erste Erinnerung ist als ich als Kind (6 -8 Jahre) im Urlaub auf einem italienischen Campingplatz vom Fußballspielen zurück zu unserem Wohnwagen kam und einen Schluck vom vermeintlichen Wasserglas nahm, jedoch befand sich darin eine Weißweinschorle. Es schmeckte mir natürlich nicht.

Zum ersten Mal bewusst konsumierte ich Alkohol mit 15 Jahren auf einer Geburtstagsfeier. Ich trank ein Becks Lemon. Mehr nicht, ich hatte Angst ich würde zu betrunken werden. Ich war dann auch ein wenig betrunken.

9. Haben Sie regelmäßig Alkohol getrunken, und wie hat sich ihr Trinkverhalten in den letzten Jahren entwickelt?

Mit 15 und 16 Jahren habe ich nur selten Alkohol getrunken. Höchstens 10 Mal im Jahr 1-2 Bier.
Mit 17 wurde es häufiger, fast alle meine Freunde tranken. Ich trank auf Volksfesten, Geburtstagen, privaten Partys. Pro Anlass ca. 2-4 Bier. Es kam auch schon manchmal Schnaps dazu, aber wenn dann maximal 2 shots je 0,02 ml. Ich trank ca. 3 mal im Monat.
Mit 18 wurde es mehr. Wir gingen zudem auch in Discotheken und fuhren nach Rimini auf einen Partyurlaub. Ich trank pro Anlass ca. 3-5 Bier und oft auch Schnaps. Im Monat trank ich zu ca. 3-4 Anlässen.
Nach dem Abitur hatte ich von Mai bis August 4 Monate frei. Ich hatte außer einem Nebenjob in der Gastronomie keine Verpflichtungen und ich nahm so gut wie jede Party mit. Auch ein Großteil meiner Freunde hatte frei und so gingen wir zusammen auf Partys. Auch unter des Woche war ich manchmal unterwegs. In dieser Zeit trank ich pro Monat ca. 8 Mal. Pro Anlass ca. 5-7 Bier + 2-3 Wodka Bull oder Asbach Cola.
September arbeitete ich(duales Studium) und ab August 2016 studierte ich. Mit vielen meiner Mitstudierenden verstand ich mich sofort und ich trank auch manchmal mit ihnen unter der Woche, wenn auch nicht oft.

10. Wie viel und wie oft haben Sie getrunken?
(Genaue Angaben in Sorte, Menge, Häufigkeit)

siehe oben

11. Wo und mit wem haben Sie überwiegend getrunken?

Auf öffentlichen Festen, Geburtstagen, Privatpartys, in Diskotheken, auf der Kiesbank am Fluss oder an einem Weiher.
Immer mit meinen Freunden. Vor dem Abitur mit Freunden von der Schule und mit Freunden aus dem Nachbarsort. Nach dem Abitur hauptsächlich mit Freunden aus der Schule, aber auch mit dem Freundeskreis aus dem Nachbarsort.
Ab dem Studium nur noch selten mit den Freunden aus der Schule. Immer noch mit den Freunden aus dem Nachbarsort am Wochenende, sowie mit dem Mitstudierenden gelegentlich am Studienort.
Allein habe ich nie getrunken.

12. Warum haben Sie getrunken?

Ich habe getrunken, wenn ich mit meinen Freunden unterwegs war. Das Trinken war für mich eine Freizeitbeschäftigung. Ich wurde lockerer und mit Alkohol war es lustiger. Wenn ich wusste, dass etwas wichtiges ansteht, wie zum Beispiel eine wichtige Schulaufgabe, trank ich oft das Wochenende zuvor nichts, da ich einen klaren Kopf bewahren wollte. Wegen Stress oder Problemen trank ich nie.

13. Welche Wirkung haben Sie in der Vergangenheit nach Alkoholgenuss bei sich beobachtet?

Wenn ich wenig trank war ich ein wenig lockerer als davor, hielt mich aber sonst unter Kontrolle.
Wenn ich mehr trank nahm das Kontrollvermögen ab. Manchmal sagte ich Dinge die ich in nüchternem Zustand bereute. Die Sicht sowie das Reaktionsvermögen waren auch eingeschränkt.

14. Gab es kritische Hinweise Anderer auf Ihren Alkoholkonsum und wie haben Sie darauf reagiert?

Ja, meine Mutter sprach mich 2 Mal darauf an, ob ich nicht seltener Trinken könne. Ich machte mir darüber keine Gedanken, da ich mein Trinkverhalten als „normal“ ansah. Ich empfand die Hinweise meiner Mutter als lästig, immerhin war ich schon 18 Jahre und wisse selbst wann es reicht.

15. Welche Auswirkungen und Folgen hatte Ihr Alkoholkonsum auf Ihr Leben und Ihr Umfeld?

Mit meinen Freunden verstand ich mich gut durch den Alkohol.
Mit meiner Freundin gab es ab und zu Streit, weil ich am Wochenende oft lieber mit Freunden unterwegs war, als etwas mit ihr zu unternehmen. Der Streit hielt sich aber in Grenzen.
Vor den Fußballspielen am Wochenende trank ich weniger, jedoch merkte ich ab und zu auf dem Platz, dass ich am Tag davor oder sogar am vorletzten Tag getrunken habe und die Beine schwer waren.
Am Tag nach einem Trinkanlass, bei dem ich mehr Alkohol trank fühlte ich mich immer schlecht und lag oft bis nachmittags im Bett.
Auf die Schule hatte der Alkoholkonsum keine Auswirkungen, da ich mich auf die Arbeiten immer gewissenhaft vorbereitete. Generell verzichtete ich auf Alkohol, wenn ich wusste es steht ein wichtiges Ereignis an.
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  #14  
Alt 03.05.2017, 11:21
Backenbauer Backenbauer ist offline
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16. Gab es in Ihrem bisherigen Leben frühere Zeiten, in denen sie weit mehr Alkohol als heute getrunken haben?
Wenn ja, nennen sie bitte die Lebensabschnitte und mögliche Ursachen und Umstände dafür.

Ja, wie oben geschildert nach dem Abitur 2016.

17. Haben sie jemals die Kontrolle über ihre Trinkmenge verloren und bis zur Volltrunkenheit Alkohol konsumiert?

Ernsthafte Gewissenslücken hatte ich nie. Höchstens wusste ich nicht mehr, ob ich ein Bier mehr oder weniger getrunken habe. Aber das kam sehr selten vor.

18. Haben Sie früher schon einmal oder öfter über einen längeren Zeitraum bewusst und mit Absicht völlig auf den Genuss von Alkohol verzichtet?

Ja, nach dem Fasching 2016 fastete ich die 4 Wochen bis Ostern Alkohol. Ein paar Freunde machten mit. Wir gingen an den Wochenenden dafür ins Kino oder spielten auf dem Bolzplatz Fußball. Ich hatte jedoch nicht das Ziel, danach weniger Alkohol zu trinken, ich wollte mir viel mehr eine Aufgabe stellen. Ich reflektierte meinen Alkoholkonsum nicht und trank danach der Gewohnheit halber weiter.

19. In welcher Kategorie von Trinker haben sie sich früher gesehen und wie stufen Sie sich heute rückblickend ein?

Früher sah ich mich im „normalen“ Bereich. In meinem Freundeskreis trank so gut wie jeder Alkohol, es gehörte für mich dazu im Jugendalter am Wochenende betrunken zu sein.
Heute sehe ich das kritisch. Ich befand mich damals, wie es meine Mutter schon sagte im gefährdeten Bereich. Ich trank zu oft und zu viel Alkohol. Ich betrieb zwar keinen Missbrauch, aber wer weiß wohin mein Verhalten ohne Änderung in ein paar Jahren hingeführt hätte.

Heute und in Zukunft

20. Trinken Sie heute Alkohol? Wenn ja, was, wie viel und wie oft?
(Genaue Angaben in Sorte, Menge, Häufigkeit)

Ja, in geringen Maßen. Ich trinke nur noch zu Anlässen, die mir wichtig sind. Das sind Geburtstage, Familienfeste oder andere besondere Anlässe (Bsp.: Aufstieg mit dem Fußballteam, bestandene Abschlussprüfung, Silvester, Weihnachten,..). Über das Jahr gesehen will ich zu höchstens 10 Anlässen trinken. Das ist eine Häufigkeit bei der ich meinen Konsum im Griff habe.
Pro Anlass Trinke ich höchstens 2 Pils (0,33l). Schnaps, Sekt und Wein schließe ich nicht kategorisch aus, habe ich jedoch bis jetzt nicht mehr getrunken, weil ich lieber Bier trinke. Falls ich anstatt den Pils einmal andere höherprozentige alkoholische Getränke trinken würde, würde ich selbstverständlich die Menge dementsprechend nach unten korrigieren.
Seit dem Vorfall im Oktober 2016 trank ich zu 3 Anlässen: zum ersten Mal zwischen Weihnachten und Silvester 2016, als ich mit Freunden über ein paar Tage auf einer Berghütte war.
Das zweite Mal bei dem 18. Geburtstag eines guten Freundes im Februar und zuletzt auf einem 19. Geburtstag Mitte April.
Bei allen Trinkanlässen lasse ich das Fahrrad/Auto stehen und plane schon im voraus wie ich nach Hause komme.

21. Wann haben Sie zuletzt Alkohol getrunken?

Am 17. April von 19 Uhr bis 23 Uhr (2 0,33l Pils). Zwischendurch trank ich Wasser und Spezi.

22. Trinken sie gelegentlich alkoholfreies Bier?

Nein.

23. Warum trinken Sie heute Alkohol/keinen Alkohol?

Weil ich mit geringen Mengen Alkohol umgehen kann und mir genau vornehme, wie viel ich trinke. So kommt es zu keinen unüberlegten Entscheidungen auch bezüglich des betrunken Fahrens.
Auf Alkohol komplett verzichten will ich nicht, da ich unter den beschriebenen Umständen Alkohol konsumieren kann, ohne die Kontrolle zu verlieren. Die gelegentlichen Anlässe kann ich mir leisten. Ich genieße sie, wie ein gutes Essen.

24. Warum haben Sie das Trinken reduziert bzw. aufgegeben und warum nicht schon eher?

Die Trunkenheitsfahrt am 27.10.2016 war für mich ein riesen Schock. Ich musste mich zum ersten Mal mit meinem Konsum auseinander setzen. Die erste Woche war ich verärgert, darüber wieso genau ich aufgehalten wurde zumal ich doch „nur“ mit dem Fahrrad unterwegs war und was jetzt alles auf mich zukommen würde. Mit ein wenig Abstand wurde mir jedoch klar, dass mein Konsum das Problem darstellte, nicht die Verkehrskontrolle. Ich nahm mit 1,75 Promille am Straßenverkehr teil. Mir wurde klar, was alles passieren hätte können. Ich erkannte, dass es ebenso gefährlich ist betrunken mit dem Fahrrad zu fahren, wie mit dem Auto. Die Geschwindigkeit auf dem Fahrrad reicht aus um mich und andere Personen schwer zu verletzen. Nie wieder wollte ich einen solchen Kontrollverlust erleiden. Wenn ich nicht damals aufgehalten worden wäre wäre ich wann anders aufgehalten worden. Im Nachhinein war es gut, dass ich aufgehalten wurde. Wohl möglich wäre ich mit noch höheren Promillewerten oder ein paar Jahre später vielleicht irgendwann sogar bewusst betrunken Auto gefahren , nach dem Motto wenn ich es mit dem Rad kann wird es doch auch nicht so schwer mit dem Auto sein. Diesem Risiko wollte und will ich mich nicht mehr aussetzen.
Vor dem Vorfall dachte ich nicht über mein Trinkverhalten nach.

25. Wie haben Sie die Änderung Ihres Trinkverhaltens erreicht und dabei die Umstellungsphase erlebt?

Die Regeln die ich mir gestellt habe habe ich nun mehr als 6 Monate eingehalten.
Die Umstellungsphase am Anfang war nicht immer angenehm. Im November dachte ich mir ich würde etwas verpassen, wenn ich nicht mit meinen Freunden mittrank. Ich erklärte Ihnen meine Lage und machte klar, dass ich mein Trinkverhalten ändern würde. Die Freunde aus meinem Abiturjahrgang verstanden mich nicht und nahmen mir übel, dass ich nicht mehr mittrank. Aber ich blieb konsequent und sagte immer Nein. Die Freundschaft ging immer mehr auseinander, mittlerweile habe ich absolut nichts mehr mit Ihnen zu tun. Mein anderer Freundeskreis, der aus dem Nachbarort hat mich bei meiner Veränderung unterstützt, zu einem gewissen Teil auch deshalb, weil sie selbst geschockt waren und das Thema Alkohol am Steuer jetzt noch ernster nahmen. Sie nahmen mir den sozialen Druck mitzutrinken. Wir fuhren öfter zum Kegeln oder in einen Indoor Soccerpark. Das Alkoholtrinken machte nicht mehr den Hauptteil der Freundschaft aus.

26. Wie wirkt sich Ihr geändertes Verhalten auf Sie, Ihr Leben und Ihr Umfeld aus?

In Diskotheken fahre ich auch jetzt noch häufig mit. Nur weil ich nichts trinke heißt nicht, dass ich keinen Spaß haben kann. Meine Freunde freuen sich, weil ich sie oft nach Hause fahre.
Mit meiner Freundin streite ich mich natürlich nicht mehr wegen Alkohol. Ich habe mehr Zeit für sie am Wochenende, da ich nicht mehr auf alle Feste mitfahre.
Auch beim Fußball macht sich dass neue Verhalten deutlich. Ich habe jetzt viel mehr Kondition als damals. Generell habe ich mehr Lust auf Fußball und freue mich auf jede einzelne Minute Fußball. Zu allem Überfluss schoss ich im November 2016 auch mein erstes Tor in der Herrenmannschaft. Als Innenverteidiger bin ich nicht gerade torgefährlich. Ob das mit dem geändertem Verhalten zu tun hat bleibt fraglich, jedoch ist es ein Sinnbild für meine Veränderung, die ich immer im Kopf behalten werde.

27. Wie stellen Sie sicher, dass Ihr neues Verhalten dauerhaft stabil bleibt?

Ich halte mich streng an meine Trinkregeln. Ich habe nicht an Lebensqualität verloren, im Gegenteil fühle ich mich jetzt sogar besser als davor. Zudem denke ich immer wenn ich von Unfällen wegen Alkohol höre oder lese an meine Trunkenheitsfahrt. Das werde ich nie vergessen.

28. Können Sie sich vorstellen, jemals wieder in Ihre alten Gewohnheiten zurückzufallen?
(Ja/Nein + Begründung,)

Nein vorstellen kann ich es mir nicht, jedoch kann man das nie zu 100 Prozent wissen. Es gilt also die Wahrscheinlichkeit für einen Rückfall zu beeinflussen.
Mit den Freunden, mit denen ich nach dem Abitur hauptsächlich Alkohol konsumiert habe habe ich keinen Kontakt mehr. Einer ist bei der Bundeswehr der andere wohnt in München und der dritte studiert auch.
Mit dem dualen Studium und dem Beruf begann bei mir ein völlig neuer Lebensabschnitt.
Als das Studium begann dachte ich dieses Leben ohne Verpflichtungen wie nach dem Abitur gehe nahtlos weiter. Durch die Verkehrskontrolle noch im Oktober 2016 wurde ich schnell auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Ich konnte so auch im Wohnheim rechtzeitig meinen Freundeskreis wechseln.

29. Wie wollen sie in Zukunft das Trinken vom Fahren trennen?

Durch die geringen Trinkmengen komme ich nicht einmal auf den Gedanken ein Fahrzeug zu benutzen. Zudem kläre ich zuvor wie ich nach Hause komme. Bei kurzfristigen Veränderungen kann ich immer meine Eltern oder meine Freundin und ihre Eltern anrufen um mich holen zu lassen. Falls mich garkeiner holen kann trinke ich de dem geplanten Anlass eben nichts und fahre selbst.

30. Haben Sie zum Abschluss noch etwas hinzuzufügen?

Über 3 Monate habe ich einen Abstinenznachweis.
MPU ist nächste Woche.
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  #15  
Alt 03.05.2017, 11:23
Backenbauer Backenbauer ist offline
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Hier mein Fragebogen.
Bin dankabr über jeden, der sich die Mühe macht ihn zu lesen.

Gruß Backenbauer
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  #16  
Alt 03.05.2017, 22:23
Backenbauer Backenbauer ist offline
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Hallo zusammen,
ich habe am Montag den Termin zur MPU.

Jedoch fühle ich mich bei einigen Punkten noch unsicher.
Daher meine Fragen:

1. Ist es sinnvoll bei einer MPU wegen TF auf dem Fahrrad anzugeben, dass man schon mit Restalkohol Auto gefahren ist oder sollte ich dies lieber nicht erwähnen?

2. Bis zur TF machte ich mir keine Gedanken über betrunken Fahrradfahren. Es war für mich normal betrunken Fahrrad zu fahren. Auch mein soziales Umfeld (Eltern, Freunde und Bekannte) sah dies nicht als verantwortungslos an, da es ja "besser sei" als betrunken Auto zu fahren.
Dementsprechend war ich mir vor der TF schon bewusst, dass ich mit dem Fahrrad betrunken nach Hause fahren würde.
Mittlerweile sehe ich das natürlich ganz anders, was also nicht der Punkt ist. Die Frage ist ob dies mein Argument nicht mehr zu trinken, weil ich keinen Kontrollverlust mehr haben will nichtig macht? Ich meine der Entschluss betrunken zu Fahren fiel ja quasi schon nüchtern.

3. Sehr ihr sonst irgendwelche Bedenken bezüglich eines positiven GA?

Ich bin dankbar für jede Antwort.

Gruß Backenbauer
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  #17  
Alt 04.05.2017, 15:03
kapomick kapomick ist offline
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Zitat:
1. Ist es sinnvoll bei einer MPU wegen TF auf dem Fahrrad anzugeben, dass man schon mit Restalkohol Auto gefahren ist oder sollte ich dies lieber nicht erwähnen?
In deinen jungen Jahren (bist du noch in der Probezeit?) würde ich das nicht unbedingt erwähnen. Da kannst du schon drauf geachtet haben, dass diesbezüglich nix passiert.

Zitat:
2. Bis zur TF machte ich mir keine Gedanken über betrunken Fahrradfahren. Es war für mich normal betrunken Fahrrad zu fahren. Auch mein soziales Umfeld (Eltern, Freunde und Bekannte) sah dies nicht als verantwortungslos an, da es ja "besser sei" als betrunken Auto zu fahren.
Ich würde schon das nicht so deutlich bei der MPU erwähnen. Ein GA sieht eine TF naturgemäß anders als ein Betroffener. Und die Frage wäre dann gestattet: warum war Ihnen das nicht bewusst? Waren Sie da grad in der Fahrschule aufm Klo?
Du hast dir da nicht so Gedanken gemacht, aber "besser" ist es nicht wirklich.

Zitat:
Dementsprechend war ich mir vor der TF schon bewusst, dass ich mit dem Fahrrad betrunken nach Hause fahren würde.
Mittlerweile sehe ich das natürlich ganz anders, was also nicht der Punkt ist. Die Frage ist ob dies mein Argument nicht mehr zu trinken, weil ich keinen Kontrollverlust mehr haben will nichtig macht? Ich meine der Entschluss betrunken zu Fahren fiel ja quasi schon nüchtern.
Naja, du hast halt schlicht und einfach aus einem Fehler gelernt.

Zitat:
3. Sehr ihr sonst irgendwelche Bedenken bezüglich eines positiven GA?
Wenn ich dazu komm, schau ich mir deinen FB noch mal heut abend an. Mir gefällt die Frage 12 noch nicht so wirklich. Irgendwas muss dir der Alkohol doch gegeben haben, was dir fehlte, sonst hättest du vielleicht 1-1,2‰. Dein Wert hat schon Niveau und demnach auch einen Hintergrund. Und wenn du das damals brauchtest und heut gemäß Frage 26 Spaß auch ohne Trinken haben kannst, dann wäre eine Ausarbeitung wünschenswert: warum hast du heute ohne Alk Spaß?
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  #18  
Alt 05.05.2017, 15:13
kapomick kapomick ist offline
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So, noch eine Einschätzung von mir. Du bist klar jung, trinken tun die meisten, aber nicht alle fallen auf. In deinem FB kommen noch Verharmlosungen vor, die du vermeiden solltest.

Zitat:
1. Beschreiben Sie den Tag Ihrer Trunkenheitsfahrt aus eigener Sicht mit Datum und Uhrzeiten.
(wann, wo und mit wem getrunken / wann und wie aufgefallen / Promille)

Am 26.10.2016 war ich in meinem Studienort. Ich studiere dual und war unter der Woche immer in einem Wohnheim untergebracht. Wir hatten Vorlesungen bis 17.30 Uhr. Im Wohnheim angekommen legte ich mich erst einmal hin. Am Abend wurde an der Uni eine Party veranstaltet, zu der ich mit meinen Wohnheimkameraden gehen wollte. Gegen 19.45 Uhr trafen wir uns zu viert im Zimmer eines Freundes, ich trank 2 Bier(je 0,5l). Danach ging es in den Gemeinschaftsraum im Keller, wo auch andere Studierende waren. Dort trank ich 2 Gläser Rotwein je 0,2l. Anschließend machten wir uns auf den Weg Richtung Campus, ich schob mein Fahrrad mit, da es kalt war und ich deswegen den Heimweg so schnell wie möglich meistern wollte(ca. 3km).
Gegen 22 Uhr waren wir auf der Party ich trank 4 Bier je 0,5l und nach der Party ging ich noch auf eine spontane „Küchenparty“ in einem anliegenden Wohnheim, wo ich noch ein 0,2 Glas Sekt trank. Gegen 2.30 Uhr fuhr ich mit dem Fahrrad nach Hause. Um 2.45 hielt mich die Polizei auf. Ich war auf dem Weg zum Dönerladen, der auf dem weg lag und von dem ich wusste, dass er auch nachts auf hat. Einer Atemalkoholkontrolle stimmte ich zu sie ergab um 2.53 Uhr 0,97. Anschließend fuhren wir ins Krankenhaus. Die Blutabnahme um 3.35 Uhr ergab später 1,75 Promille.
War also ein normaler "Feier"-Abend ohne besondere Gründe und Stimmung.

Zitat:
2. Was und wie viel haben Sie am Tattag insgesamt getrunken?
(Genaue Angaben in Sorte, Menge, Trinkzeit)

Bier: 3000 ml 5 Prozent ( 2 Helle, 4 Weißbier)
Wein: 200 ml 12 Prozent ( Rießling Weißwein)
Sekt: 200 ml 10 Prozent
von 19.45 Uhr bis 2.30 Uhr
Kannst du das auch dem GA so ausrechnen? Unser Promillerchner sagt, dass das 1 Bier mehr gewesen sein dürfte.

Zitat:
4. Hatten Sie das Gefühl, noch sicher fahren zu können?
(Ja/Nein + Begründung)

Ich schaltete das Licht ein und dachte mir, den kurzen Weg würde ich schon schaffen. Ich dachte mir Fahrrad könne man auch betrunken fahren. Ich fühlte mich ein wenig unwohl, dachte jedoch nicht zu lang darüber nach, da ich eine kurze Lederhose anhatte, mir kalt war und ich schnell nach Hause wollte.
Wie ich dir ja schon anmerkte: betone nicht zu sehr, dass du meintest, Fahrradfahren im betrunkenen Zustand ist ein Kavaliersdelikt. Das war es nie und wird es nie sein. Zumindest für den GA.

Zitat:
7. Wie oft haben Sie alkoholisiert am Straßenverkehr teilgenommen ohne aufzufallen und was folgern Sie daraus?

Mit dem Fahrrad ca. 10 - 15 mal. Zuhause in meiner Heimatstadt. Einige Male von der Innenstadt, Freunden oder dem Volksfest nach Hause (ca. 1,5 km). Manchmal von der Kiesbank nach Hause (ca. 2-3 km).
Einmal von einem Geburtstag nach Hause (ca. 4km).
Hier möchte ich anfügen, dass ich damals nicht realisiert habe, wir gefährlich es sein kann betrunken Fahrrad zu fahren. Das Fahrrad war für mich ein legitimes Fortbewegungsmittel, bei dem ich dachte ich kann es auch betrunken benutzen, da ich es kontrollieren kann, es hat ja keinen Motor.
Also die Zahl ist wenig glaubhaft. Allein die Anlässe, die du schilderst und die ja wiederkehrend sind, spricht nicht für dich.

Zitat:
Mit dem Auto nie unmittelbar nach oder während dem Konsum. Mit Restalkohol am nächsten Tag jedoch bestimmt 10 mal. Im Gegensatz zum Fahrrad empfand ich es damals schon als verantwortungslos betrunken Auto zu fahren. Auch in meiner Familie und meinem Freundeskreis sehen dies zum Glück alle so.
Mit Restalkohol fuhr ich immer mit schlechtem Gewissen, obwohl ich mich nicht betrunken fühlte, aber ich fuhr eben manchmal.
Auto lass raus.

Zitat:
9. Haben Sie regelmäßig Alkohol getrunken, und wie hat sich ihr Trinkverhalten in den letzten Jahren entwickelt?

Mit 15 und 16 Jahren habe ich nur selten Alkohol getrunken. Höchstens 10 Mal im Jahr 1-2 Bier.
Mit 17 wurde es häufiger, fast alle meine Freunde tranken.
Konzentriere dich auf dich! Es wurde nicht häufiger, DU hast häufiger getrunken und dass fast alle getrunken haben, ist noch kein Anlass, dass du auch trinkst.


Zitat:
10. Wie viel und wie oft haben Sie getrunken?
(Genaue Angaben in Sorte, Menge, Häufigkeit)

siehe oben
Das geht gar nicht. Mach ne vernünftige Auflistung, am besten eine Trinktabelle oder -kurve. Und nebenbei fällt mir auf: Wein und Sekt steht in Frage 9 gar nicht, wohl aber bei deiner TF. War das dann das 1. Mal, dass du sowas getrunken hast?

Zitat:
12. Warum haben Sie getrunken?

Ich habe getrunken, wenn ich mit meinen Freunden unterwegs war. Das Trinken war für mich eine Freizeitbeschäftigung. Ich wurde lockerer und mit Alkohol war es lustiger. Wenn ich wusste, dass etwas wichtiges ansteht, wie zum Beispiel eine wichtige Schulaufgabe, trank ich oft das Wochenende zuvor nichts, da ich einen klaren Kopf bewahren wollte. Wegen Stress oder Problemen trank ich nie.
Du bist aber mit 1,75‰ aufgefallen. Das ist einfach viel mehr als nur locker werden. Da steckt was dahinter. Wolltest du jemand was beweisen? Die Antwort ist gefährlich, denn wenn das nur eine Freizeitbeschäftigung war, wie willst du dem GA verklickern, dass du diese Freizeitbeschäftigung nach der MPU nicht wieder aufnimmst? Überleg mal selbst: wenn der GA dich fragt: "Warum waren Sie nach 3 Bier nicht locker genug?", was könntest du ihm dann sagen? Du musst dich schon hinterfragen, denn nicht jeder deiner Freunde ist mit so viel Alkohol aufgefallen, oder?
Und wenn du wusstest, dass zu viel Alkohol für schulische Sachen abträglich ist, warum hast du dir dennoch immer wieder einen reingegossen, wenn es ging?

Zitat:
13. Welche Wirkung haben Sie in der Vergangenheit nach Alkoholgenuss bei sich beobachtet?

Wenn ich wenig trank war ich ein wenig lockerer als davor, hielt mich aber sonst unter Kontrolle.
Wenn ich mehr trank nahm das Kontrollvermögen ab. Manchmal sagte ich Dinge die ich in nüchternem Zustand bereute. Die Sicht sowie das Reaktionsvermögen waren auch eingeschränkt.
So, du hast also selbst erlebt, dass dein Alkoholkonsum durchaus Nachteile brachte. Warum hast du dennoch so viel konsumiert? Irgendwas muss es dir ja gegeben haben. Da wären wir dann wieder bei Frage 12.

Zitat:
15. Welche Auswirkungen und Folgen hatte Ihr Alkoholkonsum auf Ihr Leben und Ihr Umfeld?

Mit meinen Freunden verstand ich mich gut durch den Alkohol.
Mit meiner Freundin gab es ab und zu Streit, weil ich am Wochenende oft lieber mit Freunden unterwegs war, als etwas mit ihr zu unternehmen. Der Streit hielt sich aber in Grenzen.
Vor den Fußballspielen am Wochenende trank ich weniger, jedoch merkte ich ab und zu auf dem Platz, dass ich am Tag davor oder sogar am vorletzten Tag getrunken habe und die Beine schwer waren.
Am Tag nach einem Trinkanlass, bei dem ich mehr Alkohol trank fühlte ich mich immer schlecht und lag oft bis nachmittags im Bett.
Auf die Schule hatte der Alkoholkonsum keine Auswirkungen, da ich mich auf die Arbeiten immer gewissenhaft vorbereitete. Generell verzichtete ich auf Alkohol, wenn ich wusste es steht ein wichtiges Ereignis an.
Ich kann mich nur wiederholen: du hast einige Nachteile in Kauf genommen, wenn du Alkohol konsumiert hast. Demnach hat er dir einiges gegeben. Das wäre ganz gut, wenn du für dich herausfindest.
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  #19  
Alt 05.05.2017, 15:14
kapomick kapomick ist offline
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Zitat:
17. Haben sie jemals die Kontrolle über ihre Trinkmenge verloren und bis zur Volltrunkenheit Alkohol konsumiert?

Ernsthafte Gewissenslücken hatte ich nie. Höchstens wusste ich nicht mehr, ob ich ein Bier mehr oder weniger getrunken habe. Aber das kam sehr selten vor.
Das ist prinzipiell ok. Zeigt aber auch, dass du dein Level schon länger hältst.

Zitat:
19. In welcher Kategorie von Trinker haben sie sich früher gesehen und wie stufen Sie sich heute rückblickend ein?

Früher sah ich mich im „normalen“ Bereich. In meinem Freundeskreis trank so gut wie jeder Alkohol, es gehörte für mich dazu im Jugendalter am Wochenende betrunken zu sein.
Heute sehe ich das kritisch. Ich befand mich damals, wie es meine Mutter schon sagte im gefährdeten Bereich. Ich trank zu oft und zu viel Alkohol. Ich betrieb zwar keinen Missbrauch, aber wer weiß wohin mein Verhalten ohne Änderung in ein paar Jahren hingeführt hätte.
Naja, missbräuchlich war dein Verhalten schon, sonst wärst du nicht bei der MPU. Verharmlose dein Verhalten bloß nicht! Für einen GA sind ca. 0,8‰ sozial verträglich und ab 1,3‰ ist für ihn ein kritisches Trinkverhalten. Das magst du anders sehen, aber ich gehe mal nicht von aus, dass du ihn bei deiner MPU von deiner Seite überzeugen wirst.

Zitat:
20. Trinken Sie heute Alkohol? Wenn ja, was, wie viel und wie oft?
(Genaue Angaben in Sorte, Menge, Häufigkeit)

Ja, in geringen Maßen. Ich trinke nur noch zu Anlässen, die mir wichtig sind. Das sind Geburtstage, Familienfeste oder andere besondere Anlässe (Bsp.: Aufstieg mit dem Fußballteam, bestandene Abschlussprüfung, Silvester, Weihnachten,..). Über das Jahr gesehen will ich zu höchstens 10 Anlässen trinken. Das ist eine Häufigkeit bei der ich meinen Konsum im Griff habe.
Pro Anlass Trinke ich höchstens 2 Pils (0,33l). Schnaps, Sekt und Wein schließe ich nicht kategorisch aus, habe ich jedoch bis jetzt nicht mehr getrunken, weil ich lieber Bier trinke. Falls ich anstatt den Pils einmal andere höherprozentige alkoholische Getränke trinken würde, würde ich selbstverständlich die Menge dementsprechend nach unten korrigieren.
Seit dem Vorfall im Oktober 2016 trank ich zu 3 Anlässen: zum ersten Mal zwischen Weihnachten und Silvester 2016, als ich mit Freunden über ein paar Tage auf einer Berghütte war.
Das zweite Mal bei dem 18. Geburtstag eines guten Freundes im Februar und zuletzt auf einem 19. Geburtstag Mitte April.
Bei allen Trinkanlässen lasse ich das Fahrrad/Auto stehen und plane schon im voraus wie ich nach Hause komme.
Ok, aber lass den Schnaps raus. Harter Alkohol ist so schwer zu steuern.

Zitat:
21. Wann haben Sie zuletzt Alkohol getrunken?

Am 17. April von 19 Uhr bis 23 Uhr (2 0,33l Pils). Zwischendurch trank ich Wasser und Spezi.
Was war da?

Zitat:
23. Warum trinken Sie heute Alkohol/keinen Alkohol?

Weil ich mit geringen Mengen Alkohol umgehen kann und mir genau vornehme, wie viel ich trinke. So kommt es zu keinen unüberlegten Entscheidungen auch bezüglich des betrunken Fahrens.
Auf Alkohol komplett verzichten will ich nicht, da ich unter den beschriebenen Umständen Alkohol konsumieren kann, ohne die Kontrolle zu verlieren. Die gelegentlichen Anlässe kann ich mir leisten. Ich genieße sie, wie ein gutes Essen.
Alkohol ist Genuss für dich.

Zitat:
25. Wie haben Sie die Änderung Ihres Trinkverhaltens erreicht und dabei die Umstellungsphase erlebt?

Die Regeln die ich mir gestellt habe habe ich nun mehr als 6 Monate eingehalten.
Die Umstellungsphase am Anfang war nicht immer angenehm. Im November dachte ich mir ich würde etwas verpassen, wenn ich nicht mit meinen Freunden mittrank. Ich erklärte Ihnen meine Lage und machte klar, dass ich mein Trinkverhalten ändern würde. Die Freunde aus meinem Abiturjahrgang verstanden mich nicht und nahmen mir übel, dass ich nicht mehr mittrank. Aber ich blieb konsequent und sagte immer Nein. Die Freundschaft ging immer mehr auseinander, mittlerweile habe ich absolut nichts mehr mit Ihnen zu tun. Mein anderer Freundeskreis, der aus dem Nachbarort hat mich bei meiner Veränderung unterstützt, zu einem gewissen Teil auch deshalb, weil sie selbst geschockt waren und das Thema Alkohol am Steuer jetzt noch ernster nahmen. Sie nahmen mir den sozialen Druck mitzutrinken. Wir fuhren öfter zum Kegeln oder in einen Indoor Soccerpark. Das Alkoholtrinken machte nicht mehr den Hauptteil der Freundschaft aus.
Das klingt gut. Wie bist du auf diese Regeln gekommen, die du dir gestellt hast? Mach das doch für den GA schön anschaulich.

Zitat:
26. Wie wirkt sich Ihr geändertes Verhalten auf Sie, Ihr Leben und Ihr Umfeld aus?

In Diskotheken fahre ich auch jetzt noch häufig mit. Nur weil ich nichts trinke heißt nicht, dass ich keinen Spaß haben kann. Meine Freunde freuen sich, weil ich sie oft nach Hause fahre.
Mit meiner Freundin streite ich mich natürlich nicht mehr wegen Alkohol. Ich habe mehr Zeit für sie am Wochenende, da ich nicht mehr auf alle Feste mitfahre.
Auch beim Fußball macht sich dass neue Verhalten deutlich. Ich habe jetzt viel mehr Kondition als damals. Generell habe ich mehr Lust auf Fußball und freue mich auf jede einzelne Minute Fußball. Zu allem Überfluss schoss ich im November 2016 auch mein erstes Tor in der Herrenmannschaft. Als Innenverteidiger bin ich nicht gerade torgefährlich. Ob das mit dem geändertem Verhalten zu tun hat bleibt fraglich, jedoch ist es ein Sinnbild für meine Veränderung, die ich immer im Kopf behalten werde.
Den Streit mit der Freundin wegen Alkohol würde ich rauslassen. Das klingt danach, als ob dein Konsum doch massiver war als du angibst.

Zitat:
27. Wie stellen Sie sicher, dass Ihr neues Verhalten dauerhaft stabil bleibt?

Ich halte mich streng an meine Trinkregeln. Ich habe nicht an Lebensqualität verloren, im Gegenteil fühle ich mich jetzt sogar besser als davor. Zudem denke ich immer wenn ich von Unfällen wegen Alkohol höre oder lese an meine Trunkenheitsfahrt. Das werde ich nie vergessen.
Du sollst dich weniger an Regeln halten, sondern es sollte dir in Fleisch und Blut übergegangen sein. Du brauchst nicht mehr. 1-2 Bier ab und an und gut is.

Im Bereich Vermeidung bist du eigentlich gar nicht schlecht. Immer schön lebendig schildern, dass es dir gut geht, dass du gut mit wenig Alk klar kommst und dass deine Freunde/Familie dich unterstützen. Und nicht die TF verharmlosen! Dann wirds was.
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fahrrad, jung, kontrolliertes, probezeit, trinken

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