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  #41  
Alt 19.06.2018, 11:28
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marianee marianee ist offline
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Zitat:
GANZ wichtig ist, dass du das verbesserte Verhältnis zum Vater betonst und wie du es geschafft hast. War das doch ein Grund für deinen Alkoholkonsum. Und auch hier: werd konkret.
Sehr wichtig. Auch ich habe inzwischen ein gutes Verhältnis zu meinem Vater aufgebaut und es der GA erzählt. Kommt gut an.
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  #42  
Alt 01.10.2018, 18:07
daniell daniell ist offline
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Hallo alle zusammen,
Ich melde mich zurück mit den Fragebogen in der 3.ten überarbeiteten Version.
In den letzten monaten hatte ich wenig Zeit mich darum zu kümmern, weil ich meine Bachelorarbeit geschrieben habe. Ich habe jetzt auch endlich meinen Bachelor Abschluss in der Tasche )

Stand der Dinge:
Ich habe in ca 1 Monat meine MPU.
Abstinenznachweis seit dem 1. September auch vorhanden (6 Monate).
Die Führerscheinakte wurde ende letzter Woche zur MPU stelle gesendet.

Besonderer Dank geht an @kapomick für die Korrektur des Bogens.


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1. Beschreiben Sie den Tag Ihrer Trunkenheitsfahrt aus eigener Sicht mit Datum und Uhrzeiten. (wann, wo und mit wem getrunken / wann und wie aufgefallen / Promille)

Am 09.08.2017 Stand ich gegen glücklich um 08:00 auf, da ich einen Tag zuvor von meinen Dozenten die Endnote für das Semesterprojekt mitgeteilt bekommen habe. Es war eine 1,0!
Ich ging in mein Büro und habe noch bis 16:00 gearbeitet. Habe mich danach zuhause Fertiggemacht um zu einem Freund zu gehen.

Um 18:00 kam ich bei meinem Freund an bei dem wir gemeinsam mit mehreren Freunden vortranken um dann gegen 20:30 auf ein nahegelegenes Stadtfest zu gehen. 


Getrunken habe ich bis 20:30
3x 0,33 Bier
1x 0,5 Bier

1x Longdrink ( Vodka/Redbull) ca 4cl Vodka

Getrunken habe ich ab 21:00 - 01:00

4x 0,5 Bier
1x 033 Bier
4x 0,2cl Schnaps


Ich war schon stark angetrunken als wir gingen. Auf dem Stadtfest angekommen traf ich viele alte Gesichter und ich erzählte jedem Euphorisch über meinen Erfolg. Diese gaben mir meist ein Getränk aus, worauf ich mich eingelassen habe ohne über die Gesamtmenge die ich bis dahin getrunken habe, Gedanken zu machen. Meist waren es Schnapsgläser mit denen wir angestoßen haben. Ich dachte mir zu dem Zeitpunkt nichts dabei und genoß einfach den schönen Abend. Da das semester sehr anstrengend war und ich solch eine gute Note bekommen habe, wollte ich den Abend einfach nur genießen und meinen Kopf abschalten.

Ich habe mich um ca 01:15 von einer Freundin nachhause fahren lassen da ich sehr betrunken war und nur noch nachhause wollte.

Die Freundin setzte mich ab und fuhr weiter. Vor der Haustür angekommen bemerkte ich das mein Hausschlüssel im Auto ist bei meinem Freund bei dem wir vorgetrunken haben im Nachbarort ca. 6km entfernt.
Info: Da mein Schlüsselbund größer ist, und er mich in der Tasche gestört hat, habe ich nur den Autoschlüssel abgemacht und den Bund ins Auto gelegt. Das war der Auslöser für das ganze was danach geschah. Zudem hat es geregnet. Keine Menschenseele auf den Straßen ( Wohne in einem kleineren ort). Und Handyakku leer. Also alles was schief laufen kann schiefgelaufen.

Ich bin also ca 1:30 Stunden lang zu fuß pitschnass zu meinem Auto gelaufen um den Hausschlüssel zu holen.

Am Auto angekommen, habe ich mir in meiner Alkoholisierten Gedankenlosigkeit gedacht das ich noch Fahren kann weil ich so lange Regen und frischen Luft ausgesetzt war und nicht nochmal 1:30 zu fuß zurücklaufen wollte in dem Moment.

Verzweifelt und gefühlt fahrtüchtig führ ich dann über die Autobahn nachhause. 

An der Autobahnausfahrt ca 500m von zuhause, kam es zu einer Ausfallerscheinung die dazu führte das ich viel zu spät vor der Kurve angefangen habe zu bremsen. Durch die Nasse Fahrbahn, bin ich dann geradeaus weitergerutscht und konnte nicht mehr Lenken. Das endete Frontal in der gegenüberliegenden Leitplanke.

Der Unfall ereignete sich sich gegen 03:20 Uhr und es kam auch die Polizei zeitnah.
Ich musste Pusten: 1,46 Promille
Danach zur Blutentnahme 1,57 Promille BAK
Strafbefehl: 1,67 Promille



2. Was und wie viel haben Sie am Tattag insgesamt getrunken?
(Genaue Angaben in Sorte, Menge, Trinkzeit)


Ich muss das nochmal mit der Widermark Formel nachrechnen weil ich nicht weiss ob der Rechner gut genug ist und genau.
Ich kenne auch nicht zu 100% die genaue Menge die ich getrunken habe weil ich ja nicht mitgezählt habe
Aber hoffe das es auch nicht zu viel ist

Ich hoffe das ist korrekt.

Getrunken habe ich bis 20:30
3x 0,33 Bier
1x 0,5 Bier

1x Longdrink ( Vodka/Redbull) ca 0,4cl Vodka

Getrunken habe ich ab 21:00 - 01:00

4x 0,5 Bier
1x 0,33 Bier
4x 0,2cl Schnaps

(img)

3. Wie viel Kilometer fuhren Sie, bis Sie aufgefallen sind und wie viel Kilometer wollten Sie insgesamt fahren?

Angepeilte Fahrtstrecke ca. 6 km. Unfall bei ungefähr gefahrenen 5,5 km.


4. Hatten Sie das Gefühl, noch sicher fahren zu können?
(Ja/Nein + Begründung)



Durch das lange Laufen an der frischen Luft und durch die enthemmende Wirkung vom Alkohol habe ich das Gefühl gehabt noch Fahren zu können. 
Das Risikobewusstsein und die Fähigkeit die Situation realistisch einzuschätzen war jedoch durch den Alkohol nahezu nicht da gewesen.
Die ersten Meter waren noch machbar, jedoch merkte ich während der Fahrt immer mehr das ich eigentlich nicht ans Steuer gehöre. Da war ich aber schon auf der Autobahn und kurz vor dem Zuhause.
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  #43  
Alt 01.10.2018, 18:09
daniell daniell ist offline
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5. Wie haben Sie die Trunkenheitsfahrt vermeiden wollen (wenn überhaupt)?

Ich wollte mit allen mitteln ein Taxi rufen, durch den leeren Handyakku war es mir nicht möglich. Habe in der Umgebung vom Auto noch nach Passanten gesucht, ohne Erfolg. Somit bin ich verzweifelt losgefahren. Ich wollte nur noch nachhause in mein Bett.

7. Wie oft haben Sie alkoholisiert am Straßenverkehr teilgenommen ohne aufzufallen und was folgern Sie daraus?

In den letzten 10 Jahren ca 30-40 mal nach 1-2 TE 0,33 Bier über mehrere Stunden. Mit Restalkohol sind es an die 100 mal gewesen, da ich mir damals nicht bewusst war, wie gefährlich Alkohol im Straßenverkehr auch in geringen Mengen sein kann. Das war leichtsinnig da ich damit andere Verkehrsteilnehmer und Fußgänger gefährdet habe!

8.Wann hatten Sie den ersten Kontakt mit Alkohol und wann haben Sie das erste Mal Alkohol zu sich genommen? (Allererste Erinnerung und erster Konsum)

Erste Erinnerung:
Das erste mal an Alkoholkonsum in meinem umfeld kann ich mich mit ca 4/5 Jahren in Russland erinnern. Dort haben meine Eltern mit Gestern zu Abend gegessen und kurze Schnapsgläser getrunken.

Erster Konsum:
Zwischen 15 und 16 Jahren. Damals hatten ich mit zwei freunden aus der clique ein Sechser-Pack Bier geteilt ( 2x 0,33 Bier Export jeder) und waren verhältnismäßig gut angetrunken, da es die erste richtige Erfahrung war mit Alkohol und ich nicht viel vertragen habe.

9. Haben Sie regelmäßig Alkohol getrunken, und wie hat sich ihr Trinkverhalten in den letzten Jahren entwickelt?


Regelmäßig war es nie wirklich. Es war eigentlich nur an Wochenenden und zu besonderen Anlässen.
Es gab auch Momente an denen ich Freitags und Samstags getrunken habe.
Jedoch seltenst unter der Woche, außer es waren Ferien und ein Anlass zur selben Zeit.)

16-18:
In dieser Zeit ist der Alkoholkonsum langsam gestiegen. Ich habe mit meiner damaligen Clique an immer mehr Wochenenden im Monat getrunken. Meist auf Geburtstagen oder zu besonderen Anlässen. ( Ich hatte damals viele „Freunde“ bzw. Leute die ich kannte, deshalb waren es viele Geburtstage).

Anfangs waren es nur 2-3 Flaschen Bier (0,33).

Später waren dann Alkopops populär und ich habe diese lieber getrunken als Bier.

Aus 2-3 Flaschen 0,33 Bier wurden 2-4 Flaschen Alkopops 5,5% (0,33).

Es gab Ausnahmen an denen ich bis zu 3 Flaschen Bier und 3 Alkopops über den Abend verteilt getrunken habe.

18-21:

Mit den Monaten und Jahren bis zum 20. Lebensjahr kam auch härterer Alkohol hinzu. Bier und Vodka-Orange/Energy habe ich häufiger zusammen getrunken. Meist 1-2 Mischgetränke (4cl pro Mischung) zum Vorglühen und Bier dann auf der Party oder Veranstaltung selbst.

Es gab 1-2 Abende im Alter von 18-20 Jahren wo ich mit einem Freund eine 0,7 Liter Flasche Vodka zum Vorglühen geteilt haben. Auf der Party selbst wurden dann nur noch 2-4 Bier zusätzlich getrunken auf den Abend verteilt. Das war jedoch eine Ausnahme. Ich habe es sehr bereut.

Häufigkeit war dann bis zu 3x im Monat. Aber auch da nicht geplant und nicht regelmäßig.

21:
Ab dem 21. Lebensjahr nahmen die regelmäßigen Trinkabende und die Alkoholmenge zunehmen ab. Das Arbeitsleben, eine neue Lebenspartnerin und der Führerschein wurde zunehmend wichtiger sodass man nicht mehr so häufig dazu kam viel zu trinken. Auch eine neue Clique trug dazu bei das sich der Alkoholkonsum reduzierte. Es wurde zwar noch getrunken, jedoch nicht bis an die Grenzen.

Wenn aber dann doch was großes bevorstand ( eigener Geburtstag/Syslvester), habe ich den Alkohol wie in früheren Zeiten in größeren Mengen konsumiert. Es waren dann schon 3-5 0,33l Bier und 2-3 Vodka/Redbull auf den Abend verteilt.

22-25
Zum geregelten Leben und einer langjährige Beziehung, kam regelmäßiger Sport hinzu. Ich habe es nicht mehr wirklich für nötig gehalten betrunken zu sein. Durch den unregelmäßigen Konsum haben mir bereits 2 Bier gereicht um „angeheitert“ zu sein, was mir meist auch gereicht hat. Durch den Leistungssport und die gesunde Ernährung und der damit verbundenen Gesunden Lebensweise hat Alkohol nicht mehr dazugepasst. Auch die Alte Clique hat sich verlaufen und man sah sich nur noch sehr selten und vereinzelt.

Es kam schonmal vor das ich mich Selbst entschieden habe auch mal mehr zu trinken ( 1-4 mal im Jahr. zu wirklich besonderen Anlässen wie der eigener Geburtstag oder Sylvester ).
Das heisst ich habe dann 2-4 Bier (0,33l) noch 1-2 Mischgetränke oder Cocktails (4cl Alkohol) mitgetrunken. Für meine Verhältnisse war das schon ziemlich viel und ich habe da jedesmal den Tag danach bereut, da ich nicht mehr wie in jungen Jahren den Kater gut weggesteckt habe.

26:
2x6 Monate Abstinent. Dazwischen 1 0,33l Bier.
Mit 26. Habe ich in einem Jahr nur 1 Bier getrunken im Abstand von ca 6 Monaten, da ich durch den Sport sehr stark auf meine Ernährung geachtet habe und sehr Leistungsorientiert war.

Von 27-28
habe ich durch eine Verletzung Bedingt den Sport aufgeben müssen in dem ausmaß in dem ich den Betrieben habe. Darunter litt auch meine gesunde Lebensweise und ich habe langsam aber unregelmäßig wieder auch mal mehr getrunken. 
Besonders an meinem Geburtstag und der Weihnachts und Sylvesterzeit habe ich mehr Alkohol getrunken als sonst ( 2-6 0,33 Bier, 1-2 Longdrinks und auch selten zusätzlich 1-2 Schnapsgläser getrunken).

Auch in der Sommerzeit wo viele Grillfeste waren habe ich auf die Sommermonate verteilt hin und wieder mehr getrunken. Zumindest nicht so viel wie an meinem Geburtstag oder Ende des Jahres. Es waren dann eher 6-10 Bier im Monat, da ich noch gerne Radler oder Bier getrunken habe an heissen Sommertagen beim Grillen.

An Sylvester 2016/2017 habe ich es übertrieben und 9x Bier (0,33l), 3x Longdrinks (4cl Alkohol) und 2x Schnaps (2cl) getrunken.

01.01.2017-10.07.2017
In dem halben Jahr vor dem Unfall hat sich durch wiederkehrende Geburtstagsfeiern und Besonderen Anlässen mit Kommilitonen eine Trinkfestigkeit gebildet.
Der Alkoholkonsum stieg in den Monaten von April-August 2017 (Unfall) langsam an.
Immer wieder mal habe ich über den Monat verteilt mal mehr und weniger getrunken. Durch ein Stressiges Semester habe ich hin und wieder mal mit meinem Kommilitonen 3-6 Bier (0,33l) und 1 Cocktail/Longdrink getrunken.
Jedoch nicht regelmäßig und nur nach großen Uni Abgaben und Deadlines die wir gemeistert haben. Das Semester war zwar stressig, aber unser Projekt war großartig.

11.07.2017-09.08.2017 (TF)

Als wir anfang Juli das Semesterprojekt abgeschlossen und abgegeben haben, sind wir gemeinsam Feiern gegangen.
An diesem Abend habe ich viel getrunken, ca 10 Bier, 1 Longdrink und 2 Schnaps.

2 Wochen darauf war ein Geburtstag von einem Kommilitonen
Auch da habe ich übermäßig viel getrunken.
Ca. 14 0,33 Bier und 2 Schnaps.

Am Tag des Unfallabends erfuhr ich das wir eine 1,0 auf unser Projekt bekommen haben. Das war für mich ein Anlass mit meinen Freunden darauf zu trinken. Da kam das nahegelegene Stadtfest zur rechten Zeit dachte ich mir.
Da ich schon den Pegel des Kontrollierten Trinkens überschritten hatte und voller Euphorie war, habe ich mit jedem etwas getrunken. Mal waren es Schnapsgläser, mal war es Bier das ich ausgegeben bekommen habe. Ich habe meine Grenzen maximal überschritten und war wie in Trance. Ich dachte mir an diesem Abend, das ich wohl viel vertrage und habe mich maximal überschätzt.
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  #44  
Alt 01.10.2018, 18:10
daniell daniell ist offline
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10. Wie viel und wie oft haben Sie getrunken? (Genaue Angaben in Sorte, Menge, Häufigkeit)

Mit 16 Jahren:
- ca. alle 1-2x im Monat 2-3 Bier (0,33l)

Mit 17 Jahren:
Häufigkeit: ca 1-3x im Monat
Menge:
- 2-3 Bier (0,33l)
- 1-2 Alkopops (5,5% 0,33l)

Mit 18 Jahren:
Häufigkeit: ca 2-3x im Monat
Menge:
- 3-4 Bier (0,33l)
- ca 1-2 Mischgetränke ( Meist Vodka-Redbull mit 4cl pro Glas)
- Seltener: Zusätzlich 1 Schnapsglas 2cl Vodka

Mit 19 Jahren:
Häufigkeit: ca jedes zweite Wochenende
Menge:
- 6-8 Bier (0,33l)
- ca 2-3 Mischgetränke ( Meist Vodka-Redbull mit 4cl pro Glas)
- Seltener: Zusätzlich 1-2 Schnapsgläser (2cl) Vodka

Mit 20 Jahren:
Häufigkeit: 1-3 Mal im Monat. Mal jedes 2. Wochenende, mal 1 Mal im Monat.

Menge:
- 8-10 Bier (0,33l)
- ca 2-3 Mischgetränke ( Meist Vodka-Redbull mit 4cl pro Glas)
- Seltener: Zusätzlich 1-2 Schnapsgläser (2cl) Vodka


Mit 21 Jahren:
Häufigkeit: 1-2 Mal im Monat.
Menge:
- 2-3 Bier (0,33l) am Wochenende
- 3-5 Bier (0,33l) alle 2-3 Wochen
- Seltener: 2-3 Mischgetränke ( Meist Vodka-Redbull mit 4cl pro Glas)

Mit 22-24 Jahren:
Häufigkeit: 1 Mal im Monat.
Menge:
- 2-3 Bier (0,33l)
- Selten: 1-2 Mischgetränke oder Cocktails ( Meist Vodka-Redbull mit 4cl pro Glas) meist nur zu meinem Geburtstag oder Silvester.

Mit 24-25 Jahren:
Häufigkeit: 1 Mal alle 3 Monate wenn überhaupt.
Menge:
- 1-2 Bier (0,33l)

Mit 25-26 Jahren:
Teilweise komplett Abstinent gelebt.
Ca 2x 6 Monate Abstinent Sportbedingt und Ernährungsbedingt ( Ketogene Diät = Nur Eiweiss zu sich nehmen. )
An dem Tag wo ich was getrunken habe war es 1 Bier (0,33l)

Mit 27 Jahren:
Häufigkeit: 1 Mal alle 1-2Monate wenn überhaupt.
Menge:
- 1-2 Bier (0,33l)
- Seltener: 2-4 Bier (0,33l) und 1 Longdrink (4cl)

Mit 27-28 Jahren ( August 2016- März 2017)
Häufigkeit: 1-3x im Monat ( sehr unregelmäßig)
Menge:
- 1-6 Bier (0,33)
- 1-2 Longdrinks oder Cocktails (4cl)
- Selten: 1 Schnaps (2cl)

Mit 28 Jahren ( April 2017- Ende Juni 2017)
Häufigkeit: 1x im Monat
Menge:
- 2-6 Bier (0,33)
- 1 Longdrink oder Cocktail (4cl)
- Selten: 1 Schnaps (2cl)


Mit 28 Jahren (anfang Juli ( Abgabe Semesterprojekt) - 9. August TF)

Den Abschluss des Semesters gefeiert, 1 Geburtstag.
Häufigkeit: Jede 1-2 Wochen
Menge:
- 8-14 Bier (0,33)
- 1-2 Longdrinks oder Cocktails (4cl)
- 1-2 Schnaps (2cl)

TF 9.08.2017
4x Bier (0.33l)
5x Bier (0.5l)
4x Schnaps (2cl)
1x Longdrink Vodka (4cl)


11. Wo und mit wem haben Sie überwiegend getrunken?

Hauptsächlich in Bars, Diskotheken und Geburtstagen von Freunden.
Zu besonderen Anlässen wie Weihnachten/Sylvester.
Selten auch bei Freunden zum Vorglühen vor einer Party.

12. Warum haben Sie getrunken? (Innere + äußere Motive)


Anfangs wollte ich dazugehören. In der damaligen Clique war es "cool" Alkohol zu trinken.
Ich wollte nicht der Aussenseiter sein der dagegen ist. Der Alkoholrausch hat mir damals auch spaß gemacht weil ich so aus mir rauskam und mich zugehörig gefühlt habe. Da ich in meiner Kindheit ein eher introvertierter Mensch war, hat es mir geholfen mich zu öffnen und mutiger zu sein.
Ich habe es auch nicht hinterfragt ob die Mengen die man zu sich genommen hat in Ordnung sind. Ich habe eher meine Grenzen ausgekostet und einfach die Abende mit meinen freunden genossen.

Die Hauptgründe waren eher weil es Hemmungsbefreiend war und das Mittrinken aus Gruppenzwang, um sich nicht auszugrenzen.

Innere Motive:

Ich habe das Gefühl gemocht nicht mehr die volle Kontrolle haben zu müssen und mal loslassen zu können und ungehindert Spaß zu haben ohne mir gedanken machen zu müssen ob mein Auftreten bei den anderen ankam.

Ich konnte mich mit Alkohol entspannen und einfach loslassen weil ich in meinen Jungen Jahren mich nicht stark mit mir selbst befasst habe und auch nicht wusste wie man sonst aus sich rauskommt und wie man überhaupt ohne Alkohol spaß haben kann auf Parties wenn alle um einen Betrunken sind und Spaß haben. Ich wollte in diesem Moment einfach nur sein wie die anderen.


Zudem hatte Probleme in der Schule weil ich meist zu den schlechteren Schülern auf einem Gymnasium gezählt habe. Nicht weil ich zu blöd war, sondern weil ich nicht zu den Strebern gehören wollte, sondern einer von den coolen lässigen Jungs sein wollte. In meiner CLique war damals niemand auf einem Gymnasium und das hat sich auch bemerkbar gemacht.

In der 7. Klasse bin ich sitzengeblieben durch meine schlechten Leistungen. Jedoch war mir Schule damals egal und ich habe nur das nötigste gemacht und bin jedes Jahr irgendwie durchgekommen. 

Dadurch entstand ein Teufelskreis.
Durch die Angst als Streber zu gelten, habe ich die Schule schleifen lassen um zu den coolen zu gehören.
Das wiederum führte zu Tadel zuhause und immer wieder Ärger mit meinem Vater. Da mein Vater mich nie Lobte, sondern nur tadelte wenn ich die Erwartungen nicht erfüllte, entstand somit immer mehr ein geringeres Selbstwertgefühl. 
Bei meinen Freunden habe ich mich geborgen und verstanden gefühlt und habe mich immer mehr an Sie angepasst, da ich durch das ständige „mittrinken“ dazugehören konnte.

Das war auch der Grund wieso ich immer mehr Alkohol getrunken habe, um die Ängste und Sorgen über meine zukunft, die mein Vater mir versucht hat klarzumachen, zu reduzieren. 

Mit Alkohol konnte ich einfach abschalten und das Wochenende genießen.
Es hat mir zudem auch Spaß gemacht betrunken mit Freunden Abende zu verbringen, da ich mich wie zuvor erwähnt öffnen konnte.

Zur direkten Problembewältigung habe ich Alkohol aus der damaligen Sicht nicht jedoch nicht getrunken, da ich die Schule damals nicht als Problem gesehen habe. Aus der heutigen Sicht weiss ich aber dass das auch eine große Rolle gespielt hat.

Ein weiterer Grund der dazu führte das ich in meiner Jugend sehr viel getrunken habe, war mein gemindertes Selbstwertgefühl.
Ich wollte im Freundeskreis immer der coole sein und habe stets das gemacht was meine Freunde taten um mitzuhalten und mich zu beweisen.
Wir haben Unfug getrieben, Alkohol getrunken und waren die "coolsten" in unserer Gegend.

Meine Introvertiertheit schließe ich auf die Erziehung meines Vaters. Seine Erziehung war streng und eher auf Tadel ausgelegt als auf Lob. Somit wurde ich nie gelobt, sondern nur getadelt wen ich was falsch gemacht habe. Deshalb habe ich eine Grundangst gehabt "etwas falsch zu machen", aus der sich meine verschlossene Art geprägt hat. Alkohol war da der ausweg in meiner Jugend. Ich konnte das Gefühl loslassen "etwas falsch zu machen" und konnte der sein der ich bin und sein wollte.


13. Welche Wirkung haben Sie in der Vergangenheit nach Alkoholgenuss bei sich beobachtet? (bei wenig und bei viel Alkohol)


Wenig Alkohol wirkte häufig stressbefreiend und lösend.
Ich wurde lockerer und konnte schneller und einfacher das Gespräch mit fremden suchen.
Mein Selbstbewusstsein stieg auch durch den Alkoholkonsum.

Bei zu viel Alkohol habe ich meine Motorischen Fähigkeiten mehr und mehr verloren. Orientierungslosigkeit und leichte Reizbarkeit bei unpassenden Situationen waren auch vorhanden. Ab einem bestimmten Pegel wurde ich einfach nur Schläfrig und Müde und wollte immer nur noch in das Bett. Im Bett hat sich dann alles gedreht, was dazu führte das ich mich manchmal übergeben musste.


14. Gab es kritische Hinweise Anderer auf Ihren Alkoholkonsum und wie haben Sie darauf reagiert?

Wenn ich dann mal übermäßig Alkohol konsumiert habe, bzw übermäßig getrunken habe, fiel ich bei nüchternen Leuten durch mein Auftreten auf. Dies machte sich bemerkbar durch Lallen und auch Koordinationsschwächen. Auch verbale Grenzüberschreitungen sind vorgekommen, wofür ich mich dann am nächsten tag sehr geschämt habe.

15. Welche Auswirkungen und Folgen hatte Ihr Alkoholkonsum auf Ihr Leben und Ihr Umfeld?

Ich kam zwar den Pflichten unter der Woche stets nach, jedoch nach langen Parties und viel Alkohol an Wochenenden war ich am nächsten tag nicht zu gebrauchen. Ich habe mich dann eher zurückgezogen und viel geschlafen.

Auch meine Eltern hatten in meiner Jugend mich belehrt damit ich langsam anfangen soll erwachsen zu werden und was aus mir machen.

Anfangs habe ich nicht auf Sie gehört, als die Pflichten und Aufgaben mit dem Alter wuchsen, verstand auch ich das man langsam anfangen soll weniger zu trinken.

Da ich unter der Woche nahezu nie getrunken habe, ausser es gab einen Anlass ( Geburtstagsparty in den ferien), hat sich das nur am Wochenende bemerkbar gemacht.

Auch der Tag danach bei zu viel Alkohol war sehr schlimm, da man Verkatert war und sogesehen zu nichts zu gebrauchen war.

Übelkeit am nächsten Tag, Lustlosigkeit und Körperliche schwäche waren nach einem stark Alkoholisierten Abend unangenehm und ich habe es stets bereut.
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  #45  
Alt 01.10.2018, 18:12
daniell daniell ist offline
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16. Gab es in Ihrem bisherigen Leben frühere Zeiten, in denen sie weit mehr Alkohol als heute getrunken haben?

Wenn ja, nennen sie bitte die Lebensabschnitte und mögliche Ursachen und Umstände dafür.

Mein Alkoholkonsum wurde mit dem Beginn des 16.Lebensjahres häufiger, da ich noch unreif war und es auf die leichte Schulter genommen habe. In der Zeit habe ich meine Grenzen gelernt und meine Erfahrungen mit dem „betrunken sein“ gesammelt. Ich wollte dazugehören und auch einer von den "coolen" jungs sein die viel Alkohol vertragen und mithalten können.
Auch der Schulstress und der daraus resultierende Familiäre Stress trugen dazu bei das man am Wochenende die "stressige" Woche mit einem Rausch beendet hat.

Im Laufe der letzten Jahre bis zum 29. Lebensjahr reduzierte sich der Alkoholkonsum dafür mehr und mehr. Durch bewusstere Ernährung, Sport, wechsel der Clique und eine Glückliche Beziehung hat sich der Alkoholkonsum nach und nach minimiert. Zwar nicht gänzlich, da ich angefangen habe Kontrolliert zu trinken und aus meinen Jugendfehlern gelernt habe. In den Monaten vor der TF habe ich hin und wieder Alkohol konsumiert.

17. Haben sie jemals die Kontrolle über ihre Trinkmenge verloren und bis zur Volltrunkenheit Alkohol konsumiert?


Im Alter von 16 Jahren hatte ich meinen ersten Vollrausch. Im Rahmen einer Teenie-Party nahm trank ich zu meinem Bierkonsum einige Schnapsgläser und ein Mischgetränk. Da ich bis dato Erfahrungen nur mit Bier gesammelt habe, hatte ich danach einen Filmriss und kam 1-2 Stunden später in meinem Bett zuhause wieder zu Bewusstsein.

Auch im Alter von 17 Jahren gab es einen Moment an dem ich einen Filmriss hatte durch eine größere Menge an Alkopops.

Im Alter von 18-19 kam es 1-2 mal vor wo ich so viel getrunken habe bis ich mich übergeben musste., da ich meine Grenzen mit Hartem Alkohol nicht kannte.

18. Haben Sie früher schon einmal oder öfter über einen längeren Zeitraum bewusst und mit Absicht völlig auf den Genuss von Alkohol verzichtet?

Ja, ich hielt zum Teil abstinente Phasen von bis zu 10 Monaten ein, da ich Phasen hatte in denen ich mich ausschließlich gesund ernährt habe und 6 tage die Woche Sport getrieben habe. Allerdings habe ich keine lebenslange Abstinenz Entscheidung getroffen, weswegen ich nach dieser Phasen wenig Alkohol konsumiert habe.

Die Phasen erstreckten sich im Alter von 23-25 Jahren. Mal waren es 10 Monate, dann 1-2 mal bis zu 2 Bier getrunken, dann wieder mehrere Monate komplett Abstinent.

19. In welcher Kategorie von Trinker haben sie sich früher gesehen und wie stufen Sie sich heute rückblickend ein?

Früher habe ich meinen Konsum stets heruntergespielt und aufkommende Negativ-Entwicklungen bagatellisiert. Ich fühlte mich in Beisein meiner Trinkfreunde normal, Alkoholkonsum wurde stets als Selbstverständlichkeit angesehen. Bei pflichtbewusster Einhaltung beruflicher und Schulischen Pflichten ( in der Schulzeit zumindest das nötigste um durch das Jahr zu kommen, Im Beruf stets viel Mühe gegeben) habe ich meinen Konsum immer als moderat betrachtet da ich mich an meinem umfeld orientiert habe.

Jedoch sehe ich das Trinkverhalten im meinen jungen Jahren aus der heutigen Perspektive ganz anders. Ich war im Alter bis zum 19. Lebensjahr ein Gewohnheitstrinker.

Es war oft dann doch zu viel, jedoch war es im Damaligen Freundeskreis normal über sein Limit zu trinken. Man kam sich normal vor.

Mit den Jahren habe ich dazugelernt und meist nur Bier getrunken weil ich damit am Kontrolliertesten trinken konnte. Ich habe auch nur noch an besonderen Anlässen getrunken.

Jedoch an dem Unfallabend verfiel ich in alte Trinkmuster und der Alkohol floss in höheren Mengen als die Jahre davor. Das lag daran das ich viele Alte gesichter getroffen habe und mich ab einem erhöhten Alkoholkonsum, enthemmter und unachtsamer benommen habe, sodass ich den Alkoholkonsum unterschätzt habe.

Das schlimme dabei war, das ich es nicht so sehr gemerkt habe und es lag am Schnapskonsum und deren verzögerte Wirkung, die mich dann letztendlich so betrunken gemacht hat um auf solch einen hohen Promillewert zu kommen.

20. Trinken Sie heute Alkohol? Wenn ja, was, wie viel und wie oft?


Nach dem Unfall habe ich entschlossen nur noch Kontrolliert zu trinken und habe mir an meinem Geburtstag und Sylvester eine klare Grenze gesetzt nicht mehr als 2 Trinkeinheiten zu trinken. Diese habe ich auch eingehalten.

Im Januar sagte mein Verkehrspsychologe ich solle eine 6 Monatige Abstinenz nachweisen bis zur MPU. Diese habe ich dann direkt im Februar begonnen als ich genug geld hatte diese zu Bezahlen.
Seitdem habe ich keine Alkoholischen Lebensmittel und Getränke zu mir genommen.

Ich hatte im Oktober ( mein Geburtstag ) 1 Bier und 1 Radler getrunken und an Sylvester 1 Glas Sekt und 1 Bier. Was dazu führte das ich meine Haare zur Analyse nicht abgeben konnte als ich erfuhr das es besser wäre einen Abstinenznachweis zu belegen und diesen mit Haaren Rückwirkend belegen kann.

Den Abstinenznachweis habe ich sehr gerne gemacht um einen Beweis zu liefern das ich kein Alkoholproblem habe und das mir eine Abstinenz keine Probleme bereitet. Ich hatte sowieso nicht vor, vor meinem Geburtstag etwas zu trinken, da es keinen Anlass für mich gegeben hat. In Zukunft würde ich bei wenigen sorgfältig ausgewählten Anlässen maximal 2 TE trinken.


21. Wann haben Sie zuletzt Alkohol getrunken?

Am 01. Januar 2018. In diesem Fall war es kein vorsatzt am 01.01 den letzten Schluck Alkohol zu trinken. Es war vielmehr der letzte Anlass im Jahr 2017 an dem ich 1 Glas Sekt und 1 Bier getrunken habe.

( Beginn Abstinenznachweis war Mitte Februar aufgrund der damit verbundenen Kosten. Als Student musste ich erst die Strafe und das Auto zahlen, was eine immense menge Geld war. )

22. Trinken sie gelegentlich alkoholfreies Bier?

Trinke sehr selten bis garnicht Alkoholfreies bier. Da es nicht wie echtes Bier schmeckt und ich auch nach keinem Ersatz suche. Vielleicht 1 mal im Jahr. Aber auch nicht seit meiner Abstinenz.
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  #46  
Alt 01.10.2018, 18:13
daniell daniell ist offline
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23. Warum trinken Sie heute Alkohol/keinen Alkohol?

Ich habe durch Reflexion meines Lebens ab meinem ersten Schluck Alkohol bis zum Unfall für mich herausgefunden das Alkohol in hoher menge für mich nichts gutes ist.
Zumindest nicht in den Mengen die ich konsumiert habe.

Ich habe gemerkt das es mir am besten ohne Alkohol zu der Zeit in der ich viel Sport gemacht habe ging.
Ich war selbstbewusster als betrunken und auch glücklicher. Hoher Alkoholkonsum hat mich dann eher zu einem Menschen gemacht der ich nicht sein wollte.

Rückblickend mag ich das Betrunken sein nicht, ich mag den Anblick von Menschen im Vollrausch nicht und finde es eher abwertend den Kontrollverlust den man durch Alkohol erleidet. Ich habe für mich gelernt das Alkohol nicht zu meinem Typ Mensch passt und würde auch gerne in Zukunft nur noch Kontrolliert maximal 1-2 Bier trinken und auch nur zu wirklich besonderen Anlässen. die KT Phase seit dem Unfall und die Abstinente Phase seit Februar, haben mir die Augen geöffnet. Zudem Meditiere ich seit 100 tagen Täglich bis zu 20 Minuten und das hat mich auch innerlich verändert. Meditation habe ich schon lange für mich entdeckt als ich auf der Suche nach einer Möglichkeit war, wie man das Bewusstsein schärft und gleichzeitig ein gelassener und offener Mensch wird. Ich fühle mich seitdem selbstbewusster, offener und habe gelernt mit einem Klaren Geist durch die Welt zu gehen. Diesen klaren geist möchte ich nicht durch Alkohol betrüben.

24. Warum haben Sie das Trinken reduziert bzw. aufgegeben und warum nicht schon eher?

Ich habe mir nie so ausgiebig über den Alkoholkonsum Gedanken gemacht, wie nach dem Unfall bis heute. Rückblickend weiss ich das es zu viel war, auch wenn es nicht regelmäßig war in den letzten Jahren. Ich habe eingesehen das Alkohol ein Gift ist und nur in maßen und kontrolliert zu sich genommen werden sollte. Dadurch das Alkohol allgegenwärtig in unserer Gesellschaft ist, habe ich es nicht hinterfragt und mich einfach angeschlossen. Heute bin ich schlauer und weiss das ich es nicht auf die leichte Schulter nehmen kann.

25. Wie haben Sie die Änderung Ihres Trinkverhaltens erreicht und dabei die Umstellungsphase erlebt?

Nach einer Reflexion über künftige Erwartungen und Entwicklungen bzgl. meines weiteren Lebens habe ich mich entschlossen, so gut wie keinen Alkohol mehr zu trinken. Und wenn ich dann jemals Alkohol trinke, dann kontrolliert und mit einer Grenze von 2 Bier.

Es fiel mir nicht schwer, keinen Alkohol mehr zu trinken da ich durch die vielen Gedanken die ich darüber verloren habe, gemerkt habe das es auch ohne geht. Und bin sogar froh drum nüchtern auf Parties und Geburtstagen zu sein und zu wissen das ich am nächsten Tag mit einem klaren Verstand und einem fitten Körper in den Tag starten werde.

Es gab Tage an denen ich gerne bei einem heissen Grillabend ein Radler getrunken hätte, jedoch löste ich mich schnell von dem Gedanken und konnte problemlos darauf verzichten. Es war nur ein Impuls einer ehemaligen Gewohnheit, den ich durch eine Zitronenlimonade genausogut stillen konnte.

26. Wie wirkt sich Ihr geändertes Verhalten auf Sie, Ihr Leben und Ihr Umfeld aus?

Ich bin ein fröhlicherer und glücklicherer Mensch geworden. Ich habe wieder angefangen regelmäßig Sport zu machen. Es ist Sport mit dem eigenen Körpergewicht das in Intervallen durchgeführt wird. Dadurch lässt sich der aufgebaute Stress langfristig mindern als durch den Alkohol und dessen Nachwirkungen. Ich genieße lange Spaziergänge mit meiner Freundin und tiefgründige Gespräche. Ich habe das Meditieren wieder für mich entdeckt ( habe es unregelmäßig über Jahre gemacht) und meditiere bis zum heutigen tag 100 Tage in Folge bis zu 20 Minuten am Tag. ( Bis zur MPu sind es dann 150 tage ca. )

Ich habe auch gemerkt das ich komplett nüchtern positiver auf parties auffalle als ich es damals betrunken getan habe. Man fühlt sich sogar besonders als einer der wenigen Nüchternen auf einer Party. Das Gefühl gefällt mir.


27. Wie stellen Sie sicher, dass Ihr neues Verhalten dauerhaft stabil bleibt?

Indem ich Stress durch Sport und Meditation abbaue, habe ich nichtmehr das Bedürfnis den Stress durch Alkohol abzubauen.
Auch mein Selbstwertgefühl hat sich stark verändert im laufe der Jahre und besonders in der zeit bis heute seit dem Unfall.
Durch den Rückhalt von meiner großartigen Freundin und der Familie bin ich nicht mehr gezwungen wie im frühen Alter nach Anerkennung zu suchen.
Das Verhältnis zu meinem Vater hat sich stark gebessert und er ist stolz auf mich und meine Arbeit und das Leben das ich als Selbstständiger führe. Ich habe eine viel engere Beziehung zu meinem Vater bekommen, da ich auch ihm gegenüber offener und zielgerichteter wirke. Er hat nichts mehr an mir auszusetzen, da auch ich nichts mehr an mir auszusetzen habe. Im Nachhinein betrachtet sehe ich die Tadel meines Vaters als Spiegelbild meiner selbst. Mittlerweile sehe ich positiv und richtig von Ihm härter durchgegriffen zu haben. Auch wenn es sicher auch anders ginge, bin ich ihm nicht böse. Er meinte es nur gut mit mir.
Ich muss keinem mehr was beweisen und mein Leben läuft besser denn je.

28. Können Sie sich vorstellen, jemals wieder in Ihre alten Gewohnheiten zurückzufallen?

Es kann keine Garantie sowie Vorhersagen für zukünftiges Geschehen geben. Jedoch versuche ich stets mich selbst zu reflektieren und mit einem Erwachsenen Verstand an die Sache ranzugehen.
Ich habe letztmalig meine Alkoholkonsum Grenze durch den Vorfall gezeigt bekommen und werde bestmöglich versuchen so-etwas zu vermeiden.
Durch Meditation und Persönlichkeitsentwicklung die ich sehr gerne und täglich betreibe, fühle ich mich sicher nicht mehr Rückfällig zu werden.
Durch Kontrolliertes trinken und vorgegebene Grenzen an die ich mich stets halten werde, lasse es gar nichtmehr zu solch einer Situation kommen. Durch eine vielzahl an Vermeidungsstrategien wie z.B. ein geladenes Handy bevor ich aus dem haus gehe, garnicht erst mit dem Auto zu einem Anlass zu fahren, darauf zu achten das ich meinen hausschlüssel stets bei mir habe, und in einem solchen Fall lieber in ein Hotel gehe anstatt zurück zum auto.
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  #47  
Alt 11.10.2018, 15:20
daniell daniell ist offline
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Hallo Ihr Lieben

ich habe nun Post von der MPU Stelle bekomme das ich bis zum 21.12.2018 Zeit habe zu überweisen um den termin zu kriegen für die MPU.

Ich wollte fragen wie lange es dauert bis man dann einen Termin kriegt. Oder kann man den selbst aussuchen? Würde gerne mitte November machen und nicht das ich jetzt überweise und nächste Woche hinmuss. Muss mich noch vorbereiten.


PS: Mich würde es schon freuen wenn jemand nicht den ganzen Bogen korrigiert. Mir würde auch Feedback zu irgendeiner Frage sehr helfen. Würde mich sehr freuen.

Liebe Grüße an alle
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  #48  
Alt 11.10.2018, 16:06
Krüger Krüger ist offline
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Ich schau mir deinen FB morgen an, schaffe es heute nicht mehr.

Am besten, du rufst 2-3 Tage nach der Überweisung dort an. So habe ich das gemacht. Die Dame hat überprüft ob meine Zahlung tatsächlich eingegangen ist und hat anschließend mit mir einen Termin vereinbart. Bei mir waren es 5 Wochen Wartezeit - Mitte November könnte bei dir klappen, außer die sind schon mega ausgebucht, dann wirds später.

Also: anrufen und freundlich fragen
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  #49  
Alt 12.10.2018, 10:12
Krüger Krüger ist offline
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Zitat:
2. Was und wie viel haben Sie am Tattag insgesamt getrunken?
(Genaue Angaben in Sorte, Menge, Trinkzeit)

Ich muss das nochmal mit der Widermark Formel nachrechnen weil ich nicht weiss ob der Rechner gut genug ist und genau.
Ich kenne auch nicht zu 100% die genaue Menge die ich getrunken habe weil ich ja nicht mitgezählt habe
Aber hoffe das es auch nicht zu viel ist

Ich hoffe das ist korrekt.
Das sieht gut aus, ich komme auf ca. 1,7 Promille.

Zitat:
24. Warum haben Sie das Trinken reduziert bzw. aufgegeben und warum nicht schon eher?

Ich habe mir nie so ausgiebig über den Alkoholkonsum Gedanken gemacht, wie nach dem Unfall bis heute. Rückblickend weiss ich das es zu viel war, auch wenn es nicht regelmäßig war in den letzten Jahren. Ich habe eingesehen das Alkohol ein Gift ist und nur in maßen und kontrolliert zu sich genommen werden sollte. Dadurch das Alkohol allgegenwärtig in unserer Gesellschaft ist, habe ich es nicht hinterfragt und mich einfach angeschlossen. Heute bin ich schlauer und weiss das ich es nicht auf die leichte Schulter nehmen kann.
Sachlich sehr gut beschrieben. Aber es wäre gut wenn du hier auch noch einen persönlichen Punkt hättest. Zum einen kannst du hier auch sagen dass du durch das Meditieren entspannen kannst und daher nicht mehr durch Alkohol entspannen musst. Zum anderen schreibst du, getrunken zu haben um den Tadel deines Vaters zu ertragen. Hier kannst du das bessere Verhältnis betonen, wodurch du ja gar keinen Alkohol mehr brauchst.


Ansonsten fällt mir momentan nichts auf, sieht gut aus
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  #50  
Alt 25.10.2018, 17:04
daniell daniell ist offline
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Vielen Dank Krüger,
danke das du dir wenigstens meinen Bogen angesehen hast.

Ich habe in ca 2-3 Wochen den MPU Termin.


Eine spezielle Frage habe ich noch:


Ich habe vom Datum der TF 08/2017 - 01/2018 = 2x 2 0,33 Bier getrunken in Abständen von 2-3 Monaten.

02.-09./2018 habe ich Abstinenznachweis gemacht = Bestanden.

Ich habe in wenigen Tagen einen runden Geburtstag und würde gerne 1-2 Bier Trinken um mit meinen Freunden Anstoßen zu können.

Ich weiss es ist kurz vor der MPI, aber da ich kein Alkoholproblem habe, wollte ich wenigstens an diesem Besonderen tag ein Bier genießen. Es ist eine große Feier.


Ist das möglich? Kann ich den GA mein Heftchen Mitbringen indem die Mengen und Daten vor und nach der Abstinenz notiert sind? Oder besteht dann die Möglichkeit das er mir nicht glaubt ( Ich habe ja September meinen Abstinenzbeleg). Es sind dann zur MPU 2 1/2 Monate vergangen.

Ist dieser überhaupt noch gültig?



Sogesehen habe ich KT - Abstinenz - KT gemacht und würde gerne weiterhin auf KT plädieren. Die Abstinenz habe ich ich gemacht um dem GA zu zeigen das ich absolut kein Problem habe auf Alkohol zu verzichten, jedoch sehr selten 1-2 Bier zu sehr besonderen Anlässen aus Genuss trinken möchte in Zukunft.


Ich weiss es ist eine sehr spezifische Frage. Jedoch möchte ich zum GA ehrlich sein und Ihm meinen Beweggrund erklären.

Ich habe auch irgendwie angst das der Abstinenzbeleg nicht mehr gültig ist und er noch eine HA machen möchte.
Oder kommt sowas eher selten vor wenn man einen Abstinenznachweis 6 Monate hat?


Liebe Grüße und danke an alle
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