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  #1  
Alt 12.10.2018, 00:13
Johnny439 Johnny439 ist offline
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Registriert seit: 12.10.2018
Beiträge: 10
Standard Mpu bestehen

Hallo Leute! Ich habe in 6 Wochen meine Mpu beim tüv Hessen.
Vor 3,5 Jahren wurde mir mein Führerschein abgenommen, da ich mit Alkohol am Steuer war.
Zur Entnahme Zeit 1,82 Promille und laut Strafbefehl zur tatszeit 2,03 Promille hatte.
Ich selbst war nie ein besonderer Trinker , damals hat mich meine 1. Freundin verlassen und ich war so verzweifelt und habe 2 Monate lang jedes Wochenende getrunken ( 5x 0,3l jacky Cola und 4 Bier 0,4l) aber gefahren bin ich nie. An dem Tag als ich gefahren bin war ich selbst nicht in der Lage, aber der Alkohol hat mich dazu gedrängt. Da ich im Club war und meine ex da gesehen habe.
Ich bin 1 km gefahren und gegen eine Leitplanke gekommen , da war mir bewusst ich kann nicht mehr weiter. An mir ist ein Zivilwagen vorbei gefahren und hat mich somit erwischt.
Heute habe ich mittlerweile ein kleines Häuschen , sehr gute Arbeit und das wichtigste eine Frau und 2 wundervolle Kinder.
Ich habe im Internet gelesen dass wenn man eine Strecke mit dem Auto fährt dann hätte man das nicht einmal gemacht obwohl es bei mir das erste mal war , wie kann ich dem Gutachter klar machen , dass mein Leben komplett anders ist als früher . Woher weiß ich eig dass ich einen Abstinenznachweis vorlegen muss ? ( Sorry dumme frage )
Danke euch
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  #2  
Alt 12.10.2018, 01:20
Benutzerbild von Moustache
Moustache Moustache ist offline
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Registriert seit: 20.04.2018
Beiträge: 126
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Herzlich Willkommen hier bei uns im Forum!

Bitte lies erstmal die "allgemeinen MPU Infos" sowie die aktuellen Threads; die älteren sind aber auch interessant. Dort wirst Du schon mal viele Antworten finden.
Hilfreich für die Profis wäre, wenn Du dann den "kleinen" Fragebogen hier reinstellen würdest, damit sie Deine Eckdaten kennen.
Den Link dazu findest Du auch in den allgemeinen Infos http://mpu-forum.mpu-idiotentest.com...ad.php?t=15226

Schönes WE und viel Spaß hier im Forum
__________________
es grüßt Euch
Moustache
---
Wir können den Wind nicht ändern, aber die Segel anders setzen (Aristoteles)

Geändert von Moustache (12.10.2018 um 01:30 Uhr)
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  #3  
Alt 12.10.2018, 07:59
MrMurphy MrMurphy ist offline
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Registriert seit: 29.04.2013
Beiträge: 557
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Hallo

Vergiß erst mal die 1,82 Promille. Du bist mit mindestens 2,03 Promille (mögliche Abweichungen zu deinen Gunsten berücksichtigt) gefahren. Bei den Behörden und dem Gutachter zählen nur die 2,03 Promille.

Damit ist dir zugleich ein massives Alkoholproblem nachgewiesen worden, welcher Art auch immer. Wenn du kein nachweisliches Alkoholproblem hättest dürfte deine Fahrerlaubnis doch überhaupt nicht geschreddert werden.

Wissenschaftlich nachgewiesen ist auch, dass so eine Alkoholverträglichkeit wie bei dir lange und intensiv antrainiert wurde. Nur einmaliges Trinken oder Trinken über einen kurzen überschaubaren Zeitraum reichen dafür nicht aus.

Zudem steht fest, dass du deinen Alkoholkonsum nicht mehr durch deinen Körper kontrollieren kannst. Kommst du erst mal in einen Rausch kannst du nicht mehr aufhören zu trinken, sondern trinkst in der Regel bis zum Anschlag, bei dir über 2,00 Promille. Wodurch die Gefahr einer weiteren Alkoholfahrt so erhöht ist, dass die Behörde dir keine Fahrerlaubnis geben darf.

Deine natürlich Schutzgrenze (früher bei 0,7 bis 0,8 Promille) hast du unwiderbringlich für den Rest deines Lebens zerstört. Es gibt keine Besserung oder Heilung.

Die Schutzgrenze funktioniert ähnlich wie Atmen, Herzschlag, Verdauung unabhängig von deinem seelischen Zustand. Die Behauptung, wegen deines seelischen Zustand besonders viel Alkohol vertragen zu haben funktioniert vielleicht im Freundeskreis, nicht jedoch gegenüber den Behörden oder dem MPU-Gutachter.

Mit der Behauptung, bei einer sowieso schon ungewöhnlichen Promillehöhe überhaupt zum ersten Mal, oder nur wenige Male, Auto gefahren zu sein machst du dich unglaubwürdig.

Mit der Strategie dein Alkoholproblem zu leugnen brauchst du die MPU gar nicht erst anzutreten. Das Geld kannst du dir sparen.

Ob bei dir Abstinenz erforderlich ist musst du zunächst selbst entscheiden. Der Gutachter stimmt dir dann auf Grund deiner Angaben, des Polizeiberichts und der Gerichtsakten zu - oder auch nicht.

Gruss

MrMurphy
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  #4  
Alt 12.10.2018, 08:23
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marianee marianee ist offline
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Zitat:
Mit der Behauptung, bei einer sowieso schon ungewöhnlichen Promillehöhe überhaupt zum ersten Mal, oder nur wenige Male, Auto gefahren zu sein machst du dich unglaubwürdig.

Mit der Strategie dein Alkoholproblem zu leugnen brauchst du die MPU gar nicht erst anzutreten. Das Geld kannst du dir sparen.

Ob bei dir Abstinenz erforderlich ist musst du zunächst selbst entscheiden. Der Gutachter stimmt dir dann auf Grund deiner Angaben, des Polizeiberichts und der Gerichtsakten zu - oder auch nicht.
Normalerweise liegst du mit 2,03 Promille neben dem Auto. Und kriegst nichtmal die Tür auf. Das ist nunmal so. Ich hatte 2,77 auf dem Kessel und konnte noch fahren. Bis ich kapiert habe, gut antrainiert. In einer Therapie. Auch als ich nach meiner ersten MPU 7 Jahre nichts getrunken habe (2,34 Promille) dachte ich, na ja ein Bier geht ja. Es geht nicht. Ich bin nachts an die Tankstelle. Sixtpack. Ein Bier im Auto getrunken und dachte, hier kommste nicht weit. Umgekehrt und noch 3 nachgekauft. Und am nächsten Morgen war alles alle. Und ich bin wieder los.
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  #5  
Alt 12.10.2018, 08:28
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marianee marianee ist offline
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Das solltest du einfach mal überdenken. Das Belohnungsgedächtnis ist sofort da. Und schlägt gnadenlos zu. Und dann ist einem alles egal. Hauptsache irgendwie, auch auf Schleichwegen, an den Saft kommen. Und glücklich sein, dass nichts passiert ist. Aber Alk liegt im Auto. Gut gemacht, Alter. Ich rede aus Erfahrung.
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  #6  
Alt 12.10.2018, 08:31
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Ich hab sogar mein Auto wo anders abgestellt, falls doch die Polizei kommen sollte. Damit ich nicht da bin. Und wusste am nächsten Morgen gar nicht mehr, wo die Karre steht.
Und so habe ich es geschildert. Gnadenlos und die GA-in hat gesagt: "So schlimm?", "Ja, so schlimm."
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  #7  
Alt 12.10.2018, 08:37
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Es ist nicht leicht, sich das einzugestehen. Ich habe nachts gegrübelt und konnte nicht schlafen. Aber nach TF 2 war mir klar. Jetzt musste was machen. Und wurde hier aufgefangen, ohne Vorwurf. Erstmal ab in die Klinik, hinterher Therapie. Und hab die MPU bestanden. Und inzwischen eine kleine SHG aufgebaut. Klar gibt es dort auch mal Rückfälle. Aber wir haben Notfallnummern und irgendwer ist 24/7 erreichbar.
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  #8  
Alt 12.10.2018, 08:43
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marianee marianee ist offline
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Das ist nicht böse gemeint, aber ich habe die MPU bestanden, weil ich hier aufgefangen wurde und auch mal harte Kritik eingesteckt habe. Auch wenn es mir weh tat. octopussy, Alana, KaiR, minilie haben mich zurechtgerückt.
Ich bin kein MPU-Profi, aber sie haben mich unbekannterweise geleitet.
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  #9  
Alt 12.10.2018, 08:51
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marianee marianee ist offline
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Noch ein kuzer Nachsatz. Als ich in der Klinik war und mich am nächster Morgen im Spiegel gesehen habe, bin ich erschrocken. Aufgeqollen wie eine Qualle. Ich dachte, dass kannst du nicht du sein, der Abi, Dr.-Diplom alles mit 1,0 gemacht hat. Und habe geheult. Und Frau auch noch weg. Ne, Neuanfang.
Und genauso habe ich es der GA-in geschildert. Ohne Gnade.
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  #10  
Alt 12.10.2018, 08:52
Kai R. Kai R. ist offline
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@Marianee: kaperst Du wieser fremde threads für Deine Selbstreflektionen?
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alkohol am steuer, mpu ?

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