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  #1  
Alt 31.03.2018, 12:19
MG700 MG700 ist offline
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Standard Mein Fragebogen zur MPU - TF 1,94% - MPU in 1 Monat

Bitte wiederholt diese Angaben nochmal, da diese zum Überprüfen eurer Trinkmengen benötigt werde:
Zur Person
Geschlecht: männlich
Größe: 180cm
Gewicht: 68kg
Alter: 21

eventl. Bundesland: NRW

Was ist passiert?
Datum der Auffälligkeit: 29.10.2017
BAK: 1,94%
Trinkbeginn: 18:00
Trinkende: 03:00
Uhrzeit der Blutabnahme: 4:00


Tathergang

1. Beschreiben Sie den Tag Ihrer Trunkenheitsfahrt aus eigener Sicht mit Datum und Uhrzeiten.
(wann, wo und mit wem getrunken / wann und wie aufgefallen / Promille)
Ich habe gegen 18Uhr auf einer Karnevalsfeier mit meinem Verein zusammen gefeiert. Dort wurden knapp 10 Kölsch (0,2) sowie zwei Cocktails und 4-5 Schnäpse (2cl) konsumiert. Gegen 0:00 Uhr sind wir dann in eine Kneipe gegangen um den Abend ausklingen zu lassen. Auch hier wurden nochmals ca. 5 Kölsch (0,3) getrunken. Beim Gehen wurde festgestellt das meine Jacke geklaut worden war. Ich stand ca. 25 Minuten an einer S-Bahn Haltestelle ohne Jacke, nachdem die Bahn dann ausgefallen ist, bin ich in ein Carsharring Fahrzeug gestiegen und ca. 2km weit gefahren, dort dann von der Polizei angehalten und kontrolliert worden. Von da zur Polizeiwache zum Blutabnehmen (1,94 BAK). Bis nachhause wären es noch knapp 2km gewesen.


2. Was und wie viel haben Sie am Tattag insgesamt getrunken?
(Genaue Angaben in Sorte, Menge, Trinkzeit)
18:00 – 0:00 10 Kölsch 0,2L und 2 Cocktails sowie 4-5 Schnäpse 2cl
0:00 – 03:00 5 Kölsch 0,3L und 1 Schnaps 2cl

3. Wie viel Kilometer fuhren Sie, bis Sie aufgefallen sind und wie viel Kilometer wollten Sie insgesamt fahren?
Bis nachhause sind es knapp 4km ich bin 2km weit gefahren bis ich angehalten wurde

4. Hatten Sie das Gefühl, noch sicher fahren zu können?
(Ja/Nein + Begründung)
Ja, nachdem ich eine Halbe stunde draußen an der Luft stand und auf die Bahn gewartet hatte, fühlte ich mich klar im Kopf
5. Wie haben Sie die Trunkenheitsfahrt vermeiden wollen (wenn überhaupt)?
Ich wollte mit der Bahn fahren, diese ist jedoch ausgefallen. Ein Taxi habe ich auf die Schnelle nicht gefunden.

6. Haben Sie bereits früher im Straßenverkehr unter Alkoholeinfluss gestanden und sind aufgefallen?
Nein

7. Wie oft haben Sie alkoholisiert am Straßenverkehr teilgenommen ohne aufzufallen und was folgern Sie daraus?
Bislang noch nie mit Alkohol gefahren. (Außer wenn man bei Familienfeiern o.Ä. ist und dort ein Kölsch zum essen trinkt oder mit einem Glas Sekt anstößt)

Exploration

8. Wann hatten Sie den ersten Kontakt mit Alkohol und wann haben Sie das erste Mal Alkohol zu sich genommen?
(Allererste Erinnerung und erster Konsum)
Als Jugendlicher ersten Kontakt gehabt als die Familie zu besonderen Anläßen was getrunken hat und man selbst immer ein Glas O-Saft bekommen hat.
Selbst getrunken habe ich Mit 16 Jahren auf Partys / Geburtstagen mit Freunden und Klassenkameraden

9. Haben Sie regelmäßig Alkohol getrunken, und wie hat sich ihr Trinkverhalten in den letzten Jahren entwickelt?
Wenn immer nur am Wochenende auf Partys
Mit 16 erste Biermischgetränke
Ab 18 – 21 immer nur Bier (Kölsch) in ziemlich gleichbleibenden Mengen

10. Wie viel und wie oft haben Sie getrunken?
(Genaue Angaben in Sorte, Menge, Häufigkeit)
Immer am Wochenende, meistens Samstags. In einem Zeitraum von 6-7h ungefähr 10-15 „Kölsch-Cola“ oder 10 „Kölsch“ und den ein oder anderen Schnaps.

11. Wo und mit wem haben Sie überwiegend getrunken?
In Stammkneipen oder auf Parys/Festivals. Mit Arbeitskollegen, Freunden oder dem Verein

12. Warum haben Sie getrunken?
(Innere + äußere Motive; Anmerkung: o.g. Link "psychologisches Gespräch" lesen)
In erster Linie um lockerer und geselliger zu werden. Man redet viel offener und bewegt sich auch mehr. Aber auch zum Essen oder bei besonderen Anlässen wie Silvester, Geburtstage oder zum Anstoßen auf Erfolge wie eine neue Wohnung oder eine bestandene Prüfung.


13. Welche Wirkung haben Sie in der Vergangenheit nach Alkoholgenuss bei sich beobachtet?
(bei wenig und bei viel Alkohol)
Bei wenig Alkohol bin ich offener, traue mich mehr auf Menschen zuzugehen und bin einfach redseliger und locker.
Bei viel Alkohol werde ich meist schläfrig und habe auch wenig Lust auf Party und laute Musik. Meist verfliegt der Abend dann auch oder es gibt Lücken in meinem Gedächtnis.

14. Gab es kritische Hinweise Anderer auf Ihren Alkoholkonsum und wie haben Sie darauf reagiert?
Nein

15. Welche Auswirkungen und Folgen hatte Ihr Alkoholkonsum auf Ihr Leben und Ihr Umfeld?
Ab und an gab es mal Streit mit Freunden. Der „Kater“ am nächsten Tag, hat schon einige Tage oder geplante Aktionen aus dem Plan geworfen, was ebenfalls nicht immer gut war. Nach der TF ist auf jeden Fall der Ärger mit dem Arbeitgeber ein großer Negativer Aspekt.

16. Gab es in Ihrem bisherigen Leben frühere Zeiten, in denen sie weit mehr Alkohol als heute getrunken haben?
Wenn ja, nennen sie bitte die Lebensabschnitte und mögliche Ursachen und Umstände dafür.
Nein. Immer gleichbleibend und zu denselben Anlässen.

17. Haben sie jemals die Kontrolle über ihre Trinkmenge verloren und bis zur Volltrunkenheit Alkohol konsumiert?
Ja, einmal auf einer Party nach einigen Trinkspielen, konnte ich mich am nächsten Tag an so gut wie nichts mehr erinnern. Und einmal im Urlaub auf Mallorca mit dem Verein, nachdem wir einiges getrunken haben und dann an den Strand gegangen sind. Zu viel Hitze und zu viel Sonne mit Alkohol verträgt sich auch nicht gut.

18. Haben Sie früher schon einmal oder öfter über einen längeren Zeitraum bewusst und mit Absicht völlig auf den Genuss von Alkohol verzichtet?
Nein

19. In welcher Kategorie von Trinker haben sie sich früher gesehen und wie stufen Sie sich heute rückblickend ein?
(mit Begründung)
Ich habe mich früher als „Normaler Trinker“ eingestuft. Einer der 2-3 mal im Monat mit seinen Kumpels „einen Trinken“ geht. Ich gehe Arbeiten, gehe meinen Hobbys nach, habe eine Wohnung und zwei Katzen, führe also ein ganz normales Leben. Alkohol trinke ich nur aus Genuss und auch nur am Wochenende. Ein Feierabendbier gibt es bei mir auch selten. Ich bin kein Mensch der aufgrund von Problemen trinkt oder weil er haben muss. Nach meiner TF habe ich jedoch gemerkt, dass ich die Menge an den Wochenenden etwas reduzieren muss. Sodass ich zu jeder Zeit klar im Kopf bin und alle meine Handlungen mit Bedacht ausführen kann.
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  #2  
Alt 31.03.2018, 12:19
MG700 MG700 ist offline
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Heute und in Zukunft

20. Trinken Sie heute Alkohol? Wenn ja, was, wie viel und wie oft?
(Genaue Angaben in Sorte, Menge, Häufigkeit)
Ein Monat nach meiner TF habe ich keinen Tropfen mehr getrunken. Ich glaube das lag am Schock das der Führerschein aufgrund des Alkohols weg war. Dann habe ich mich mit der MPU beschäftigt und das KT entdeckt. Seit Dezember trinke ich nun einmal (max. 2) und nicht mehr als 6 Kölsch-Cola.
Und die auch nur im Verhältnis 2:1 (2 Alk. Frei – 1 Kölsch Cola – 2. Alk. Frei - …..)

21. Wann haben Sie zuletzt Alkohol getrunken?
An Karneval im Februar

22. Trinken sie gelegentlich alkoholfreies Bier?
Nein

23. Warum trinken Sie heute Alkohol/keinen Alkohol?
Nur rein aus Genuss und um lockerer zu werden.

24. Warum haben Sie das Trinken reduziert bzw. aufgegeben und warum nicht schon eher?
Erst durch die TF ist mir bewusst geworden das ich was an meiner Menge die ich zu mir nehme, ändern muss. Seitdem habe ich aber auch mehr Zeit für meine Hobbys und fühle mich beim Sport auch fitter. Früher war es eine Gewohnheit (in Menge und Anzahl gesehen)

25. Wie haben Sie die Änderung Ihres Trinkverhaltens erreicht und dabei die Umstellungsphase erlebt?
Nach der TF war mir klar dass ich einiges ändern muss. Auch mein Anwalt sagte mir dass die Mengen die ich trinke „sportlich“ sind. Sehr geholfen hat mir mein Arbeitskollege der vor paar Jahren auch eine TF mit Unfall hinter sich hatte. Mit ihm habe ich viel gesprochen und er hat mir einige Tipps gegeben wie ich meine Menge gut reduzieren kann. Anfangs war es echt komisch, wenn man auf Partys war und nüchtern war und alle anderen waren locker und haben getanzt. Meist stand ich dann was abseits und hab mir alle angeguckt wie sie sich so verhalten. Auch da waren manchmal einige Situationen dabei wo ich dachte „Sowas hätte ich früher auch gemacht – ziemlich peinlich“.
Jetzt wo meine Freunde und Kollegen wissen das ich KT mache und es auch akzeptiert haben, ist eigentlich alles wie früher. Wir haben alle Spaß ich werde auch mit geringen Mengen locker und mir geht es am nächsten Tag gut. Ich konnte sogar zwei Freunde aus dem Verein gewinnen die mich unterstützt haben mit dem KT. Auch sie berichten mir nur positives und danken mir dafür das ich ihnen das gezeigt habe. Generell gehe ich aber auch nicht mehr zu jeder Party/Veranstaltung hin.

26. Wie wirkt sich Ihr geändertes Verhalten auf Sie, Ihr Leben und Ihr Umfeld aus?
Ich bin wie schon geschrieben beim Sport aktiver und komme morgens auch besser aus dem Bett.
Anfangs war es schwer, Freunden abzusagen oder auf Partys zu gehen und sich rechtfertigen zu müssen wieso man nichts trinkt oder nur eine Festgelegte Menge trinkt. Mit der Zeit hat es aber jeder Verstanden und akzeptiert.

27. Wie stellen Sie sicher, dass Ihr neues Verhalten dauerhaft stabil bleibt?
Da es mir im Moment ziemlich gut geht, möchte ich das auf jeden Fall so weiterführen.
Auch finanziell geht es mir besser. Ich gebe nicht mehr so viel für Alkohol aus (Bzw. die Kosten die damit verbunden sind an einem Abend – (Hier mal ne Pommes, Da mal eine Taxifahrt...) Und da ich mehr Zeit für meinen Nebenjob habe, verdiene ich dort dann auch noch mal mehr. Die Positiven Dinge möchte ich nicht mehr missen. Auch mein Trinktagebuch führe ich weiter.

28. Können Sie sich vorstellen, jemals wieder in Ihre alten Gewohnheiten zurückzufallen?
(Ja/Nein + Begründung,) ->Hintergrund der Frage ist, welche Umstände können dazu führen, dass Sie wieder
in alte Gewohnheiten zurückfallen würden, wie merken sie das und was tun sie dagegen?<-
Nein, ich bin mir im Klaren darüber das ich noch jung bin und es sicher einige Situationen in meinem Leben geben wird, die nicht einfach werden. Aber ich werde schnell merken wenn es in eine falsche Richtung gehen wird und dann mit meinen Methoden und vor allem meinen Freunden dagegenwirken. Da auch alle Freunde, Familie und Kollegen von meiner jetzigen Situation erfahren haben, werden die es auch nicht zulassen, dass es soweit kommt.

29. Wie wollen sie in Zukunft das Trinken vom Fahren trennen?
In Köln ist man auf kein Fahrzeug angewiesen. Es fährt immer eine Bahn oder ein Taxi. Ich bin generell noch nie mit meinem Auto zu einer Party gefahren wo Alkohol getrunken wird. Nach der TF habe ich meine Carsharring Angebote gekündigt. Somit steht mir schon mal kein Fahrzeug zur verfügung.
Ich plane immer im Vorhinein ein Wann und wo eine Bahn fährt und habe mir eine Taxi-App auf dem Smartphone installiert. Wo man direkt Taxi´s buchen kann wenn man weiß das es gleich nachhause geht. Oft bin ich auch einfach zufuss gegangen wenn es nicht so weit ist. Durch mein Limit an Alkohol an einem Abend, bin ich immer noch so klar im Kopf das das alles wunderbar klappt.

30. Haben Sie zum Abschluss noch etwas hinzuzufügen?
Nein
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  #3  
Alt 31.03.2018, 14:53
MG700 MG700 ist offline
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Stand des Ermittlungsverfahrens
Gerade erst passiert: nein
Strafbefehl schon bekommen: ja
Dauer der Sperrfrist: 6 Monate

Führerschein
Hab ich noch: nein
Hab ich abgegeben: ja
Hab ich neu beantragt: ja
Wurde mir entzogen? ja
Noch in der Probezeit?: nein
Habe noch nie einen besessen: nein

Führerscheinstelle
Hab schon in meine Akte geschaut Ja/Nein: ja
Sonstige Verstöße oder Straftaten?: nein


Konsum
Ich trinke noch Alkohol, wenn ja wie oft wieviel: KT seit Dezember einmal im Monat max. 5-6 Biermischgetränke auf mehrere stunden verteilt

Abstinenznachweis
Haaranalyse ja, wie viele bisher und seit wann: nein
Nein ich befinden mich im Urinscreeningprogram seit: nein


Leberwerte ja/nein, seit wann: nein
in welchen Abständen: -


Aufarbeitung
Suchtberatungsstelle aufgesucht?: nein
Selbsthilfegruppe (SHG): nein
Psychologe/Verkehrspsychologe: ja
Kurs für verkehrsauffällige Autofahrer: nein

Ambulante/stationäre Therapie
(bitte Zeitraum von Beginn bis Ende angeben): nein


werden derzeit Medikamente eingenommen?Antidepressiva etc: nein

MPU
Datum: 29.04.18
Welche Stelle (MPI): IBBK
Schon bezahlt?: nein

Schon eine MPU gehabt? nein
Wer hat das Gutachten gesehen?: nein
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  #4  
Alt 27.05.2018, 15:16
MG700 MG700 ist offline
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Standard MPU am Dienstag

So, ich habe nun am Dienstag meine MPU.

Vielleicht kann BITTE BITTE nochmal einer über meinen Fragebogen gucken?

Tathergang

1. Beschreiben Sie den Tag Ihrer Trunkenheitsfahrt aus eigener Sicht mit Datum und Uhrzeiten.
(wann, wo und mit wem getrunken / wann und wie aufgefallen / Promille)

Ich habe bis 18 Uhr gearbeitet und habe dann zu Hause auf der Couch gelegen. Meine Freunde fragten ob ich Lust hätte spontan später noch etwas zu unternehmen.
Ich machte mich fertig und setzte mich gegen 21:30 in die Bahn richtung Stadt. Um 22 Uhr begannen wir in einem Brauhaus uns über die Woche zu unterhalten und dabei trank ich ca. 5-6 Kölsch a 0,4l und 3 Schnäpse (Jägermeister). Gegen Mitternacht schloß das Brauhaus und wir gingen in eine Kneipe um die Ecke. Dort spielten wir dann eine Runde Dart und trank ich dann 4 Radler Flaschen a 0,33l und nochmals einige Schnäpse. Um 02::00 Uhr wollte ich gehen, habe dann aber bemerkt das meine Jacke weg war. Nach erfolgloser suche und etwas Ärger, mit meinen Freunden und der Bedienung habe ich mich dann wütend auf den Weg zur Bahnhaltestelle gemacht (Rudolfplatz). Dort sollte die nächste Bahn in 17 Minuten kommen. Nach 10-Minütigem warten (im t-Shirt und bei regen) zeigte die Anzeige immer noch 15 Minuten an. Die Minuten änderten sich daraufhin nicht mehr. Gegenüber der Haltestelle parkte dann ein Carsharring Auto. Da ich einiges getrunken habe und mein leichtsinniges verhalten welches ich zu diesem Zeitpunkt nicht mehr beherrschen konnte, mir das gefühl gab, die zwei Kilometer ja schnell mit dem Auto fahren zu können , mietete ich das Auto und fuhr knapp 800m , bis zu einer Ampel wo mich dann die Polizei angehalten hat. Die Polizisten wiesen mich daraufhin das ich komplett ohne Licht gefahren bin, was mir zu dieser Zeit nicht aufgefallen ist. Ich musste einen Atemalkoholtest machen (0,87 Promille) und wurde dann zur Wache gebracht. Dort wurde mir Blut abgenommen. Ich ging dann zufuss nachhause und hatte schließlich einen BAK von 1,94%.


2. Was und wie viel haben Sie am Tattag insgesamt getrunken?
(Genaue Angaben in Sorte, Menge, Trinkzeit)
Ca. 5 Kölsch a 0,4L + 3 Jägermeister Schnaps 0,02L 22-0:00 Uhr
4 Radler 0,33 und nochmals 3 Schnäpse (Flimm Waldgeist) 0:00 -2:00



3. Wie viel Kilometer fuhren Sie, bis Sie aufgefallen sind und wie viel Kilometer wollten Sie insgesamt fahren?
Gefahren 800m , wollte fahren 2KM

4. Hatten Sie das Gefühl, noch sicher fahren zu können?
(Ja/Nein + Begründung)
Ich habe beim Gang zur Bahn schon gemerkt das mein Gang nicht mehr sicher war, auch haben meine Augen ziemlich gebrannt und das sehen viel mir schwer. Durch meine Trinkfestigkeit und die durch den Alkohol verursachte Selbstüberschätzung und leichtsinnigkeit habe ich mir in dem Augenblick jedoch die Fahrt zugetraut. Ich war nicht in der Lage das korrekt einzuschätzen.

5. Wie haben Sie die Trunkenheitsfahrt vermeiden wollen (wenn überhaupt)?
Ja ich wollte eigentlich mit der Bahn nachhause fahren

6. Haben Sie bereits früher im Straßenverkehr unter Alkoholeinfluss gestanden und sind aufgefallen?
Nein

7. Wie oft haben Sie alkoholisiert am Straßenverkehr teilgenommen ohne aufzufallen und was folgern Sie daraus? (Tip Anmerkung von Jody lesen (danke Jody) KLICK)
Mit Restalkohol am nächsten Tag ca. 20-30 mal . ich habe mir nie gedanken darüber gemacht und war mir auch nicht bewusst wie gefährlich das noch sein kann. Schließlich ging es einem körperlich ja gut aber man merkt nicht das man immer noch Restalkohol intus hat. Außerdem ein paar mal mit dem Fahrrad, da ich immer der Meinung war, dass dies ja kein Fahrzeug ist. Und mit dem Rad schon nichts passieren wird.
Exploration

8. Wann hatten Sie den ersten Kontakt mit Alkohol und wann haben Sie das erste Mal Alkohol zu sich genommen?
(Allererste Erinnerung und erster Konsum)
Aller erste erinnerung mit 8-9 Jahren. Dort hat meine Familie auf einer Hochzeit mit Sekt angestoßen. Ich fragte was das ist und man sagte mir nur „nichts für kleine kinder“.
Erster Konsum hatte ich mit 15 während der „Abschlussfahrt“ der realschule. Dort haben wir Biermischgetränke getrunken und waren alle nach zwei Flaschen schon angeheitert und alles drehte sich.

9. Haben Sie regelmäßig Alkohol getrunken, und wie hat sich ihr Trinkverhalten in den letzten Jahren entwickelt?
Mit 15-16 trank ich mit Klassenkameraden vermehrt. Immer so 3 Wochenenden (nur ein Wochenendtag) im Monat. Mit 16 habe ich dann meine Ausbildung zum Mechatroniker angefangen. Ich befreundete mich mit drei Kollegen und wir haben uns dann 1-2 mal im Monat an den Wochenenden getroffen und haben gefeiert. Ich bin dann mit 18 nach Köln gezogen und habe dort einen Freundkreis in einem Karnevalsverein aufgebaut. Ich traf mich also nun fast jedes Wochenende mit meinen Arbeitskollegen oder Freunden und habe Alkohol getrunken. Bis ich mit 19 in der Firma übernommen wurde und nun in Schichten gearbeitet habe. Da ich nur ein Wochenende im Monat frei hatte, habe ich mich dann immer an dem einem Wochenende im Monat mit meinen Kollegen auf Partys verabredet. mit 21 habe ich dann den Job gewechselt, hier habe ich dann neue Kollegen kennengerlernt. Mit denen traf ich mich wieder 2-3 mal im Monat und habe Alkohol konsumiert.
Es ist also ein Auf und Ab was Häufigkeit angeht. Die Menge hat sich in den Jahren jedoch immer gesteigert. Was meine Trinkfestigkeit auch erklärt. Mittlerweile trinke ich nur noch bei bestimmten Anlässen, und plane diese Anlässe im Vorfeld. Durchschnittlich trinke ich einmal im Monat 2 Bier. Schnaps trinke ich überhaupt nicht mehr.


10. Wie viel und wie oft haben Sie getrunken?
(Genaue Angaben in Sorte, Menge, Häufigkeit)
2011-2012 / 15-16 : 2-3 Biermischgetränke 3x im Monat
2012-2014 / 16-18: 6-8 Kölsch 0,2 1-2 Wochenenden im Monat
2014-2015 / 18-19: 6-8 Kölsch 0,2 + 4-5 Schnaps 2cl 4-5x im Monat
2015-2017 / 19-21: 8-12 Kölsch 0,2 + 6-8 Schnaps 1 Wochenende im Monat
2017 / 21 : Angefangen mit KT – 3x Kölsch 0,2l / 2x Kölsch 0,33l im Monat

11. Wo und mit wem haben Sie überwiegend getrunken?
Früher mit Schulkameraden, dann mit Arbeitskollegen und Vereinskollegen
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  #5  
Alt 27.05.2018, 15:17
MG700 MG700 ist offline
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12. Warum haben Sie getrunken?
(Innere + äußere Motive; Anmerkung: o.g. Link "psychologisches Gespräch" lesen)
Ich komme aus einer Alkoholfreien Sportlerfamilie. Es wurde immer peinlichst auf die Ernährung geachtet und es ging immer zeitig ins Bett etc.
Da eher mein Bruder und mein Vater die Sportler waren und ich damit nicht viel zu tun hatte, habe ich mich immer ausgegrenzt gefühlt. Es wurde immer nur zu Sportveranstaltungen von meinem Bruder gefahren und ich musste zwanghaft mit und zugucken. Ich langweilte mich nur, sondern hätte mich auch sehr gefreut, wenn man mal was gemacht hat, was mir gefällt. Ich hatte jedoch nie das Selbstbewusstsein oder den Mut mit anderen darüber zu sprechen. Ich wollte es immer jedem Recht machen und kein Enttäuschen. Um mich da etwas von meiner Familie abzukapseln und entgegen meiner Familie mein eigenes Ding durchziehen zu wollen, schloss ich mich auch in der Schule eher den „cooleren“ an. Hier wurde ich endlich mal angesehen und akzeptiert. Dort hatte ich auch auf der Abschlussfahrt dann meinen ersten Kontakt mit Alkohol. Damals wollte man einfach dazu gehören und „cool sein“. Auch war das ausprobieren wollen und sich erwachsen fühlen ein Grund dazu. So entwickelte sich dann auch mein Leben immer weiter in diese Richtung. Entgegen meiner Familie, mit Freunden „feiern“ zu gehen und Sachen zu machen, die bei uns zu Hause nicht „normal“ sind. Dies war auch der Grund wieso ich recht früh zuhause ausgezogen bin.
Mit 18 raus aus dem „Dorf“ und rein in die Große Stadt Köln, rein in einen Karnevalsverein. Hier habe ich dann auch viel Zeit mit Freunden und Kollegen verbracht. Und meistens gehörte dann auch der Alkohol dazu. Ein weiterer Grund wieso ich Alkohol konsumiert habe, ist um die positive Eigenschaft davon zu erlangen. Die Hemmschwelle sinkt, man wird redseliger und offener. Man traut sich plötzlich Frauen anzusprechen oder mit Leuten zu tanzen, die man eigentlich gar nicht kennt. Mit der Zeit wurde ich dann immer Trinkfester und merkte, dass ich mehr Alkohol brauchte als vorher, um in diese „Stimmung“ zu kommen. Ich konnte auch noch nie zu irgendetwas Nein sagen, wollte nicht als spießig oder Spielverderber dastehen, weshalb ich nahezu immer das ausgegebene Glas von anderen angenommen habe.

13. Welche Wirkung haben Sie in der Vergangenheit nach Alkoholgenuss bei sich beobachtet?
(bei wenig und bei viel Alkohol)
Bei wenig Alkohol wurde ich redseliger und offener. Die Stimmung stieg bei mir an und ich habe mich auch getraut zu tanzen oder Leute anzusprechen. Man lacht über Dinge, über die man nüchtern eigentlich nicht lachen würde.
Bei viel Alkohol wurde ich noch offener, ich tanzte mit fremden Leuten auf den Tischen oder fing an über Themen zu sprechen über die ich eigentlich keine Ahnung hatte.
Irgendwann kam jedoch immer der Kipppunkt wo ich dann Müde wurde und einfach nachhause ins Bett wollte. Dann habe ich meistens irgendwo alleine gestanden oder mich von meinen Kollegen abgegrenzt um ruhe zu suchen oder mich einfach zu verdrücken.

14. Gab es kritische Hinweise Anderer auf Ihren Alkoholkonsum und wie haben Sie darauf reagiert?
Meine Eltern haben mich öfters auf meinen Konsum hingewiesen jedoch habe ich da nichts drum gegeben. Ich dachte immer „macht doch jeder“ und „ich habe doch spaß dabei, wieso soll ich damit aufhören“. Im Nachhinein haben sie vollkommen recht.

15. Welche Auswirkungen und Folgen hatte Ihr Alkoholkonsum auf Ihr Leben und Ihr Umfeld?
Ich habe an den Wochenenden meistens nichts mehr machen können, da ich erstmal immer ausgeschlafen habe und dann Kopfschmerzen hatte und daher keine Lust mehr was zu machen. Das Verhältnis zu meinen Eltern war dadurch auch nicht mehr das Beste. Auch meine Sportlichen Leistungen und mein Körper veränderten sich. Ich habe körperlich zugelegt und nicht mehr so einen dünnen Bauch wie damals gehabt. Beim Sport war ich schneller aus der Puste.

16. Gab es in Ihrem bisherigen Leben frühere Zeiten, in denen sie weit mehr Alkohol als heute getrunken haben?
Wenn ja, nennen sie bitte die Lebensabschnitte und mögliche Ursachen und Umstände dafür.
Ja Die Zeit in der ich nach Köln gezogen bin. Hier habe ich vermehrt Alkohol mit Freunden und Kollegen getrunken. Ich hatte mehrere Freundeskreise (auch ältere) und wollte mich so oft es geht mit denen treffen. Ich wollte nicht alleine zuhause sitzen, sondern rausgehen und spaß haben. Und immer war Alkohol im Spiel, da ich erst dann aus mir rausgekommen bin und auch Stimmungsmäßig auf einem guten Level war. Heute kann ich auch mit kontrollierten Mengen mit meinen Freunden Spaß haben und merke das mir das körperlich und auch seelisch viel besser tut.


17. Haben sie jemals die Kontrolle über ihre Trinkmenge verloren und bis zur Volltrunkenheit Alkohol konsumiert?
Einmal nach einer Cocktailparty als ich 18 war. musste ich mich mehrfach übergeben und wusste am nächsten Tag kaum noch was von dem Abend.

18. Haben Sie früher schon einmal oder öfter über einen längeren Zeitraum bewusst und mit Absicht völlig auf den Genuss von Alkohol verzichtet?
Ja jedes Jahr von Aschermittwoch bis Ostern faste ich (Alkohol und Süßes)

19. In welcher Kategorie von Trinker haben sie sich früher gesehen und wie stufen Sie sich heute rückblickend ein?
(mit Begründung)
Früher hätte ich alles und jeden verleugnet, der behauptet, ich hätte ein Alkoholproblem.
Ich fand mein Trinkverhalten normal, andere tranken ja genau so viel und mehr wie ich.
Heute sehe ich, dass ich Alkohol stark Missbraucht habe, denke aber nicht das abhängig bin, weil ich schon vor meiner Trunkenheitsfahrt längere Zeitabstände nicht getrunken habe.

Heute und in Zukunft

20. Trinken Sie heute Alkohol? Wenn ja, was, wie viel und wie oft?
(Genaue Angaben in Sorte, Menge, Häufigkeit)
Zu bestimmten und geplanten Anlässen trinke ich nicht mehr als 3 TE Kölsch (0,2) oder 2 TE Kölsch (0,33). Pro Monat. Diese jedoch auch so über den Abend verteilt, das ich diese immer in Abwechslung mit nicht alkoholischen Getränke zu mir nehme.

21. Wann haben Sie zuletzt Alkohol getrunken?
12.05.2018

22. Trinken sie gelegentlich alkoholfreies Bier?
nein
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  #6  
Alt 27.05.2018, 15:17
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23. Warum trinken Sie heute Alkohol/keinen Alkohol?
Ich bin in einem Alter, wo eine Abstinenz mir einfach nicht zuspricht. Ich möchte aus Genussgründen weiter Alkohol zu mir nehmen, dies jedoch in kontrolliertem und geplantem Umfang. Damit komme ich auch gut zurecht. Und habe mittlerweile nur Positive Erlebnisse gemacht.


24. Warum haben Sie das Trinken reduziert bzw. aufgegeben und warum nicht schon eher?
In den Jahren vor der Trunkenheitsfahrt hatte ich mich überhaupt nicht mit dem Thema Alkohol beschäftigt. ich habe mein Konsum damals auch nie gefährlich angesehen und dass es mal irgendwelche Konsequenzen haben könnte. Erst nach der Trunkenheitsfahrt fing ich an, mir Gedanken über meinen Konsum zu machen. Ich beschäftigte mich mit Promillewerten und die Wirkungen. Ich beschäftigte mich mit gesundheitlichen Schäden die ein übermäßiger Alkoholkonsum mit sich zieht. Nach ein paar Tagen war mir klar, dass mein Konsum nicht normal war. Meine Trinkfestigkeit hatte in den Jahren immer zugenommen und nun habe ich gemerkt, dass ich diese wieder runterschrauben und dort auch halten muss.


25. Wie haben Sie die Änderung Ihres Trinkverhaltens erreicht und dabei die Umstellungsphase erlebt?
Nach der Trunkenheitsfahrt habe ich mich wie gesagt ausgiebig mit dem Thema Alkohol beschäftigt. Ich habe das kontrollierte Trinken kennengelernt und knapp einen Monat nach meiner TF angefangen zu praktizieren. Mein Limit von 3TE Kölsch a 0,2l / 2TE Kölsch a 0,33l habe ich mir auf einen Termin im Monat gelegt und habe es bislang erfolgreich einhalten können. Anfangs war ich skeptisch was meine Freunde für Kommentare abgeben oder sich vielleicht auch sogar nicht mehr mit mir treffen wollen, da ich jetzt nicht mehr so viel trinke wie sie es tun. Einiges hat sich bewahrheitet, es gab am Anfang viele komische Kommentare wieso ich denn nichts mehr trinke und ob ich Krank sei..Nach einiger Zeit als jedoch alle wussten, was los ist und wie ich jetzt Lebe, haben mich alle nur noch Unterstützt. Ich habe in jedem Freundeskreis nun auch einen „Paten“ der auch drauf achtet das ich meine TE nicht überschreite. Jedoch gab es da noch nie Probleme. Ich trinke zwischen den TE immer nicht alkoholische Getränke wie Fassbrause, Cola oder Wasser sodass zwischen den TE immer min. 1h liegt. Meine Eltern finden die Umstellung auch sehr gut und Unterstützen mich in diese Richtung.

26. Wie wirkt sich Ihr geändertes Verhalten auf Sie, Ihr Leben und Ihr Umfeld aus?
Ich habe viel mehr Zeit für mein Hobby (Fotografie) und habe nun zwei Katzen. Früher lag ich bis mittags im Bett und hatte den ganzen Tag keine Lust mehr was zu machen. Heute stehe ich morgens auf, habe keine Kopfschmerzen und kann Fotoaufträge annehmen oder Aktionen abarbeiten die ich schon länger geplante habe. (Umbau in Wohnung ect.). Auch mache ich keine peinlichen Aktionen mehr beim Feiern oder rede blöden Unsinn. Ich gehe klar durch den Abend und habe keine Diskussionen/Streitigkeiten mehr wie damals. Ich bin nun sportlicher unterwegs und habe in den letzten Monaten wieder einen tollen Körper bekommen.

27. Wie stellen Sie sicher, dass Ihr neues Verhalten dauerhaft stabil bleibt?
Ich habe nur positive Erfahrungen bislang machen können. Ich führe mir immer vor Augen welche negativen Seiten der Alkohol hat und wie gut mein Leben auch laufen kann, ohne übermäßigen Alkoholkonsum. Ich bin ein Stück weit, erwachsener geworden und sehe mein Leben mit anderen Augen. Ich möchte mich beruflich weiterbilden und lege meinen Fokus nun auf den Sport und den Job und nicht mehr aufs feiern. Ich möchte außerdem meinen Job nicht nochmals aufgrund einer TF gefährden.

28. Können Sie sich vorstellen, jemals wieder in Ihre alten Gewohnheiten zurückzufallen?
(Ja/Nein + Begründung,) ->Hintergrund der Frage ist, welche Umstände können dazu führen, dass Sie wieder
in alte Gewohnheiten zurückfallen würden, wie merken sie das und was tun sie dagegen?<-
Nein, ich bin mir jederzeit der Rückfallgefahr bewusst, das Leben nicht nur positive und schöne Seiten hat, sondern das es immer mal wieder schwere Zeiten gibt. Dennoch habe ich zu viele Entbehrungen durch meinen Alkoholmissbrauch hinnehmen müssen, die ich keinesfalls erneut durchleben will. Ich habe erkannt was echte Freunde und die Familie wert sind, und wer in schlechten Zeiten zu einem steht. Ich kann mir von diesen Leuten die Kraft holen, die ich brauche, um dieser Gefahr zu Widerstehen. Ich kann jederzeit mit meiner Familie und mit meinen Freunden über meine Probleme reden.

29. Wie wollen sie in Zukunft das Trinken vom Fahren trennen?
Ich habe meine Carsharring Apps deinstalliert und mir nun eine Taxi-App runtergeladen.
Bevor ich irgendwohin fahre wo ich weiß das ich Alkohol zu mir nehme, plane ich die Rückfahrt immer vorher ein und schaue welche Bahn wann und wo fährt, oder ob es Mitfahrgelegenheiten gibt. Ich bin noch nie selbst mit meinem Auto zum Feiern gefahren und das wird auch in Zukunft so sein.
Für den Notfall habe ich in meiner Geldbörse immer einen „Notfall 10er“ fürs Taxi.
Da ich mit meinem KT Plan aber keinen Alkohol aufbaue, sollte ich diesen nie benutzen müssen.
Die TF hat eine große Narbe in mir hinterlassen an die ich jedes mal denke, wenn ich auf ein Fahhrad, in ein Auto oder sonstige Fahrzeuge steige.

30. Haben Sie zum Abschluss noch etwas hinzuzufügen?
Nein
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  #7  
Alt 28.05.2018, 02:57
MrMurphy MrMurphy ist offline
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Hallo

Vorab:

Bei der MPU wird erwartet, dass du viel von dir aus berichtest. Der Gutachter stellt Fragen um das Gespräch in Gang zu bringen, zu halten und die Richtung vorzugeben.

Das Gespräch entwickelt sich dann nach deiner Vorgeschichte und deinen Angaben im Gespräch. Die MPU ist keine Prüfung mit Fragen und dazu richtigen Antworten. Es gibt auch keine Fragen die gestellt werden müssen. Unserer Fragebogen enthält die Themen, die üblicherweise angesprochen werden können.

Der Gutachter soll während des gesamten Gesprächs freundlich neutral bleiben. Es soll nicht zeigen was er von den Antworten hält, egal ob positiv oder negativ.

Der Gutachter stellt keine Fangfragen. Er fragt nur nach (wiederholt Fragen) wenn ihm offensichtliche Widersprüche aufgefallen sind. Entweder um dir die Möglichkeit einer Erklärung zu geben oder deine Angaben direkt zu korrigieren.

Es wird erwartet, dass du die Fragen verstehst und ihnen folgst, also nicht am Thema vorbei antwortest. Du solltest also auch nicht an einer Frage festkleben, zu der du eigentlich noch ganz viel sagen willst, wenn der Gutachter das Thema bereits gewechselt hat. Der Gutachter gibt die Gesprächsrichtung vor, nicht der Betroffene.

Sprachdefizite, zum Beispiel wenn Deutsch nicht die Muttersprache ist, werden berücksichtigt. Genau so, dass der Betroffene aufgeregt ist. Es wird auch nicht jede Kleinigkeit auf die Goldwaage gelegt. Zum Bestehen einer MPU ist keine Perfektion erforderlich.

Der Gutachter erwartet speziell zum Alkohol eindeutige Angaben, auch wenn er nicht speziell darauf hinweist. Also Alkoholart, Menge in Liter, bei gebräuchlichen Kleinmengen (Schnaps) auch ml oder cl und meist auch Zeitraum / Zeitpunkt. Angaben wie Glas, Humpen, Klopfer gehen gar nicht. Die sind viel zu unbestimmt und häufig regional verschieden.

Genau so wenig gehen Verniedlichungen wie Bierchen, Weinchen und ähnliches. Das sind gleichzeitig auch Verharmlosungen.

Der Gutachter muss dir auch nichts beweisen, da es um keine Strafe geht. Deine Angaben müssen der Aktenlage entsprechen und realistisch sein. Du bist dafür verantwortlich von dir aus Tatsachen zu nennen und Widersprüche zu klären.

Erdachtes Beispiel: Ein Betroffener erzählt, seine erste Frau wäre durch ihr Verhalten mit Verantwortlich für seinen überhöhten Alkoholkonsum. Im weiteren Gesprächsverlauf erzählt er, dass seine zweite Frau ein Grund sei, warum er nicht mehr trinke, er will sie nicht enttäuschen und sie unterstützt ihn. Er hätte von sich aus erkennen müssen, dass hier ein Widerspruch vorliegt und diesen Widerspruch klären müssen. Zum Beispiel was geschieht, wenn er mit seiner zweiten Frau doch mal extremen Streit bekommt oder sie ihn verläßt. Ende vom Lied ist dann häufig: Solche Angaben werden negativ als realitätsfremd im Gutachten bewertet und der Betroffene ist zu Unrecht beleidigt, weil der Gutachter nicht nachgefragt hat. Dabei ist es Aufgabe des Betroffenen, solche Widersprüche von sich zu erkennen und von sich aus zu erklären.

Zu Beginn der Untersuchung muss zunächst ein Fragebogen ausgefüllt werden. Die Angaben im Fragebogen, bei der ärztlichen Untersuchung und im Gespräch sollten möglichst widerspruchsfrei sein. Beim Leistungstest werden meiner Kenntnis nach kaum Fragen gestellt.

Betroffene müssen erkannt haben, dass sie überhaupt ein Problem haben und Lösungen aufzeigen, warum dies zukünftig im Straßenverkehr zu keinen Problemen mehr kommt.

Für die einzelnen Untersuchungen gibt es keine Reihenfolge. Das Gespräch findet also nicht zwangsläufig "zum Schluß" statt. Es kann also sein, dass du gleich mit dem Gespräch beginnst.

Gruss

MrMurphy
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  #8  
Alt 28.05.2018, 04:41
MrMurphy MrMurphy ist offline
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Hallo

Den ersten Fragebogen erwischt.

Gruss

MrMurphy

Geändert von MrMurphy (28.05.2018 um 04:43 Uhr) Grund: Falschen Fragebogen erwischt.
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  #9  
Alt 28.05.2018, 07:50
MG700 MG700 ist offline
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Registriert seit: 28.03.2018
Beiträge: 9
Standard

Danke für die Rückmeldung.
Wie sieht es den vom Fragebogen her aus?
Irgendwas was gar nicht geht ?
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