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  #1  
Alt 21.01.2018, 13:54
M.E. M.E. ist offline
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Registriert seit: 21.01.2018
Beiträge: 5
Standard TF 2,05 Promille auf dem Fahrrad Fahrrad

Hallo und guten Tag zusammen,

ich bin neu hier im Forum, hab versucht mich ein bisschen einzulesen, wenn ich aber etwas vergessen oder übersehen habe, schreibt mir einfach

Ich bin zur Zeit sehr verunsichert, was für mich die nächsten, sinnvollsten Schritte wären und erhoffe mir, hier etwas Hilfe zu finden.
Zur Zeit gehe ich davon aus, dass die MPU in den nächsten Wochen kaum zu bestehen ist, bis jetzt ist das so der Konsenz, den ich aus den meisten Beiträgen und aus anderen Foren entnehmen konnte, was meint ihr? Sodass ich einen freiwilligen Verzicht fast vorziehen würde und mich erst im Laufe der nächsten 1-2 Jahre um die MPU kümmern würde (mache zur Zeit ein Praktikum, für das ich mein Auto brauche, dieses ist aber am 02.02 vorbei und das Auto kommt dann wieder weg, wird als Student einfach nicht gebraucht).
Meine Hauptsorge ist zur Zeit, dass ich ein Fahrradverbot ausgesprochen bekommen könnte, da ich dann weder meinem Studium noch meinem Nebenjob wirklich nachkommen könnte. Im Gutachten wird lediglich von der Annahme der "Nichteigung zum Führen von Kraftfahrzeugen" bei Nicht-Vorlage eines positiven Gutachtens gesporchen. Kennt sich jemand damit genauer aus?
Soll ich schonmal anfangen den Fragebogen von strandy auszufüllen?

Liebe Grüße

M.E.

Zur Person
Geschlecht: m
Größe: 1,75
Gewicht: 71
Alter: 26

eventl. Bundesland
(bitte angeben, da sich zw. den BL einige Änderungen ergeben haben): NRW

Was ist passiert?: Nach einer Party am Samstag, 25.11, habe ich mich volltrunken aufs Rad gesetzt und habe den Nachhauseweg angetreten. Der Polizei fiel ich durch Schlangenlinienfahren auf.
Datum der Auffälligkeit: 26.11.17
BAK: 2,05
Trinkbeginn: 21:00
Trinkende: 03:00
Uhrzeit der Blutabnahme: 04:00

Stand des Ermittlungsverfahrens
Gerade erst passiert: 26.11.17
Strafbefehl schon bekommen: nein
Dauer der Sperrfrist: /

Führerschein
Hab ich noch: ja
Hab ich abgegeben: nein
Hab ich neu beantragt: nein
Wurde mir entzogen?: nein
Noch in der Probezeit?: nein
Habe noch nie einen besessen: nein

Führerscheinstelle
Hab schon in meine Akte geschaut Ja/Nein: nein
Sonstige Verstöße oder Straftaten?: nein
Fragestellung der Fsst (falls bekannt): "Mit diesem Gutachten sollden folgende Fragen geklärt werden: Ist aufgrund der Hinweise auf Alkoholmissbrauch (Verkehrsteilnahme mit einem fahrerlaubnisfreien Fahrzeug unter erheblichem Alkoholeinfluss) zu erwarten, dass Sie zukünftig ein Fahrzeug unter Alkoholeinfluss führen werden? Ist insbesondere gewährleistet, dass Sie das Führen eines Kraftfahrzeugs und einen die Fahrsicherheit beeinträchtigenden Alkoholkonsum zuverlässig trennen können? Liegen im Zusammenhang mit dem früheren Alkoholkonsum Beeinträchtigungen vor, die das sichere Führen eines Kraftfahrzeugs der Gruppe 1 in Frage stellen?"

Konsum
Ich trinke noch Alkohol, wenn ja wie oft wieviel: 1-3x im Monat 1-2 Wein, ein Whisky oder 1-2 Bier zum Essen, Spieleabend etc., 2-3x im Jahr auf Partys auch mehr
Ich lebe abstinent seit: /

Abstinenznachweis
Haaranalyse ja, wie viele bisher und seit wann: /
Nein ich befinden mich im Urinscreeningprogram seit: /

Aufarbeitung
Suchtberatungsstelle aufgesucht?: nein
Selbsthilfegruppe (SHG): nein
Psychologe/Verkehrspsychologe: nein
Kurs für verkehrsauffällige Autofahrer: nein

Ambulante/stationäre Therapie
(bitte Zeitraum von Beginn bis Ende angeben): nein

werden derzeit Medikamente eingenommen?Antidepressiva etc: nein

MPU
Datum: muss bis zum 22.03.18 ein positives Gutachten nachweisen
Welche Stelle (MPI):
Schon bezahlt?:

Schon eine MPU gehabt?: nein

Altlasten
Bereits durch Alkohol auffällig geworden Punkte oder sonstige Straftaten: nein
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  #2  
Alt 21.01.2018, 14:49
Markus87 Markus87 ist offline
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Hätte noch nie was davon gehört. Aber es gibt keine Strafvorschrift, die das Fahrradfahren sanktionieren würde. Von daher brauchst du dir da keine Sorgen machen. Es gibt einige Rechtsprechungen, die ein Fahrradfahrverbot aufgehoben haben.
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  #3  
Alt 21.01.2018, 18:48
Benutzerbild von darksoul
darksoul darksoul ist offline
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Bis vor einiger Zeit dachte ich das auch noch, dass es v.a. in NRW eher noch lockerer gehandhabt wird.

Korrigiert mich, wenn ich falsch liege, aber bezieht sich die Fragestellung hier nicht auch auf das Fahrradfahren?

Zitat:
"Mit diesem Gutachten sollden folgende Fragen geklärt werden: Ist aufgrund der Hinweise auf Alkoholmissbrauch (Verkehrsteilnahme mit einem fahrerlaubnisfreien Fahrzeug unter erheblichem Alkoholeinfluss) zu erwarten, dass Sie zukünftig ein Fahrzeug unter Alkoholeinfluss führen werden? Ist insbesondere gewährleistet, dass Sie das Führen eines Kraftfahrzeugs und einen die Fahrsicherheit beeinträchtigenden Alkoholkonsum zuverlässig trennen können? Liegen im Zusammenhang mit dem früheren Alkoholkonsum Beeinträchtigungen vor, die das sichere Führen eines Kraftfahrzeugs der Gruppe 1 in Frage stellen?"
Würde sich die Fragestellung nur auf KFZ beziehen, so wäre das markierte m.E. gar nicht abgefragt. Und Fahrräder gelten m.W.n. als "Fahrzeuge".

Aufgrunddessen

Zitat:
Datum der Auffälligkeit: 26.11.17
gehst Du richtig in der Annahme, dass eine MPU kurzfristig nicht zu schaffen ist. In der Regel sind mindestens 6 Monate seit der TF zwecks Nachweis der Verhaltensänderung gefordert. Wir hatten allerdings hier im Forum auch schon einige Fälle, in denen eine positive MPU unter dieser Grenze geschafft wurde.

Vielleicht hast Du ja Glück und die MPU Aufforderung lässt noch etwas auf sich warten, sodass inkl. der darin genannten Frist 6 Monate bereits vergangen sind.

Zitat:
Konsum
Ich trinke noch Alkohol, wenn ja wie oft wieviel: 1-3x im Monat 1-2 Wein, ein Whisky oder 1-2 Bier zum Essen, Spieleabend etc., 2-3x im Jahr auf Partys auch mehr
Ich lebe abstinent seit: /
Hast Du Dir schon Gedanken gemacht, mit welcher Strategie Du in die MPU gehen willst? Also entweder Abstinenz oder KT (kontrolliertes Trinken)?

Wenn es KT ist, so würde ich mir diesen Thread dazu anschauen.
__________________
Liebe Grüße, darksoul
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  #4  
Alt 21.01.2018, 19:47
Benutzerbild von Alana
Alana Alana ist offline
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Vieles, von dem @Markus87 noch nichts gehört hat, gibt es trotzdem. Und dazu gehört offensichtlich die Nutzungsuntersagung von fahrerlaubnisfreien Fahrzeugen. Und doch: es gibt entsprechende Strafvorschriften. Und das ist durch Gerichtsurteile, im Gegensatz zu den Behauptungen von @Markus87, auch sanktioniert. Ein Verstoß dagegen ist allerdings ein nur geringfügige OWI, so daß Du mit den Sanktionen leben könntest. Dein weit größeres Problem ist, daß man Dir auch das Führen von erlaubnispflichtigen Fahrzeugen, also auch dem PKW, untersagen will.

@darksoul liegt richtig: da stehen Fahrzeuge, nicht Kraftfahrzeuge in der Anordnung. Also auch fahrerlaubnisfreie wie ein Fahrrad.
__________________
Liebe Grüße
Alana

Geändert von Alana (21.01.2018 um 20:02 Uhr)
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  #5  
Alt 21.01.2018, 22:10
M.E. M.E. ist offline
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Zitat:
Zitat von darksoul Beitrag anzeigen
Hast Du Dir schon Gedanken gemacht, mit welcher Strategie Du in die MPU gehen willst? Also entweder Abstinenz oder KT (kontrolliertes Trinken)?

Wenn es KT ist, so würde ich mir diesen Thread dazu anschauen.
Ich habe mir den Thread mal durchgelesen und denke, dass ich es zunächst damit versuchen werde. Habe jetzt zumindest nachträglich für Januar ein Tagebuch angefangen.

Muss morgen früh raus, deshalb werde ich morgen nochmal ein bisschen mehr schreiben. Danke schonmal für eure Antworten
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  #6  
Alt 22.01.2018, 15:14
M.E. M.E. ist offline
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eventl. Bundesland: NRW

Was ist passiert?
Datum der Auffälligkeit: 26.11.17
BAK: 2,05
Trinkbeginn: 21 Uhr
Trinkende: 03:00 Uhr
Uhrzeit der Blutabnahme: 04:00 Uhr


Tathergang


1. Beschreiben Sie den Tag Ihrer Trunkenheitsfahrt aus eigener Sicht mit Datum und Uhrzeiten.
(wann, wo und mit wem getrunken / wann und wie aufgefallen / Promille)

Der Besuch der Party war schon mehrere Wochen im Voraus geplant. Insgesamt war die Grundstimmung sehr gemischt. Ich freute mich, viele der Leute, die man seit einiger Zeit nicht mehr gesehen hatte, wiederzutreffen. Ich war zuvor längere Zeit nicht mehr unterwegs gewesen, da ich neben dem Studium kellner und am Wochenende fast nie frei habe. Gleichzeitig hatte ich mich zwei Wochen zuvor aber auch von meiner damaligen Freundin getrennt und ich verdaue noch die Scheidung meiner Eltern und die Krebsdiagnose meines Vaters.
Eine Freundin aus dem Studium hat zur Einweihungsparty am 26.11.17 in ihre neue WG eingeladen. Ich machte mich um halb neun mit dem Rad auf den Weg und hielt noch kurz bei Rewe. Eine Dose Jack Daniels Ginger-Ale und eine Flasche Korn + Brause. Auf der Party angekommen ging es auch direkt mit dem ersten Korn los. Die nächsten zwei Stunden setzten sich aus ganz netten Gesprächen und viel Alkohol zusammen. So gegen 23 Uhr begannen wir auch auf eine andere Party im gleichen Haus zu gehen und tingelten zwischen beiden Partys hin und her. Ab diesem Zeitpunkt habe ich eigentlich keine Erinnerungen mehr, nur noch bruchstückhaft. Die nächste Erinnerung, die ich habe, ist Blaulicht und mein Abstellen des Fahrrads. Der Adrenalinschock sorgte dafür, dass ich mich zumindest an die Personalienaufnahme und die Alkoholtests erinnern kann.

2. Was und wie viel haben Sie am Tattag insgesamt getrunken?
(Genaue Angaben in Sorte, Menge, Trinkzeit)
schwierig, da ab einem bestimmten Zeitpunkt Totalausfall;
1 Dose Jack Daniels Ginger-Ale, 3 Bier, 3 Radler, 10-X Korn, Mexikaner und andere Shots

3. Wie viel Kilometer fuhren Sie, bis Sie aufgefallen sind und wie viel Kilometer wollten Sie insgesamt fahren?
2,0km, es waren noch 300m bis zur Haustür

4. Hatten Sie das Gefühl, noch sicher fahren zu können?
Nein, bzw. zu dem Zeitpunkt habe ich nicht darüber nachgedacht.

5. Wie haben Sie die Trunkenheitsfahrt vermeiden wollen (wenn überhaupt)?
Gar nicht

6. Haben Sie bereits früher im Straßenverkehr unter Alkoholeinfluss gestanden und sind aufgefallen?
Ich bin bereits öfter unter Alkoholeinfluss Fahrrad gefahren.

7. Wie oft haben Sie alkoholisiert am Straßenverkehr teilgenommen ohne aufzufallen und was folgern Sie daraus?
Es klingt jetzt wie eine schlechte Ausrede (und vermutlich sollte man das beim Gespräch auch nicht erwähnen?), aber mir war es tatsächlich nicht bewusst, dass eine TF auf dem Fahrrad gleichgesetzt (bzw. fast) wird mit einer TF im Auto.
Nichtsdestotrotz, ich habe erst jetzt nach der besagten TF angefangen bewusst darüber nachzudenken, hier aber noch keine befriedigende Antwort.
Bisher habe ich nur mit dem Fahrrad am Straßenverkehr teilgenommen.

Exploration


8. Wann hatten Sie den ersten Kontakt mit Alkohol und wann haben Sie das erste Mal Alkohol zu sich genommen?
Erstes Mal Alkohol war mit 12(?) ein Schluck Bier von meinem Vater bekommen.
Erstes mal „richtig“ Alkohol mit 14. Wir haben uns mit fünf Freunden getroffen. Wir hatten uns zwei Flaschen Vodka besorgen können und uns bis zum Vollrausch betrunken.

9. Haben Sie regelmäßig Alkohol getrunken, und wie hat sich ihr Trinkverhalten in den letzten Jahren entwickelt?
In der Zeit von 15-18 konsumierte ich regelmäßig (2-3x Woche) und auch in großen Mengen (3-6 Bier, Korn, Alkopops etc.)

10. Wie viel und wie oft haben Sie getrunken?
(Genaue Angaben in Sorte, Menge, Häufigkeit)
Ganz unterschiedlich, je nachdem, wie viel Geld man grade zur Verfügung hatte.
Ich würde sagen, dass:
mit 15: 3-4 Bier 2x die Woche
mit 16: 4-5 Bier 2-3x die Woche
mit 17/18: 4-5 Bier, mehrere Schlücke Korn, Vodka etc. 2-3x die Woche
ab 18/19: Es wurde nicht weniger, aber stetig seltener. Mit 21 begann ich mein Studium, hier kam es am Anfang wieder häufiger zu richtigen Besäufnissen, mittlerweile trinke ich aber, wie oben beschrieben, i. d. R. weniger. Lediglich ab und zu verspüre ich Lust, mich einfach richtig zu betrinken.

11. Wo und mit wem haben Sie überwiegend getrunken?
In meiner Jugend hatte ich v. a. drei Freundeskreise.
Mit den Handballteamkollegen wurde grade in der A-Jugend nach dem Training öfters mal ein Bier getrunken und auf den 18ten Geburtstagen auf Hauspartys viel Alkohol.
Mit den „Punks“ trafen wir uns fast jeden Freitag/Samstag im Park oder an der stillgelegten Bahntrasse, tranken und rauchten.
Mit meinem anderen Freundeskreis traf ich mich alle paar Monate am Wochenende und sonst eher unter der Woche. Am Wochenende wurde auch hier viel getrunken, unter der Woche nicht.

12. Warum haben Sie getrunken?
Ich denke, dass es dafür eine Vielzahl von Gründen gibt und gab. Früher war es einfach cool und grade in der Kleinstadt gab es fast nur zwei Möglichkeiten: Saufen oder schwanger werden. Zumindest kam mir das in meiner Pubertät so vor. Gleichzeitig herrschte auch ein Gruppendruck und da ich doch eher unsicher bin und immer zu den jüngeren gehörte, schaffte ich es in meiner Jugend auch nicht, mich darüber hinwegzusetzen. Ich litt (das wurde mir erst später klar) damals und heute auch noch unter psychischen Problemen und Alkohol bot eine Möglichkeit diese Dinge einfach zu verdrängen.
Natürlich gibt Alkohol einem auch ein schönes Gefühl, man wird locker, Hormone werden freigesetzt, es ist halt eine Droge und es ist auch ein Genussmittel. Es gibt sehr viel guten Wein und Whisky.


13. Welche Wirkung haben Sie in der Vergangenheit nach Alkoholgenuss bei sich beobachtet?
bei wenig: Euphorie, lockerer Werden,
bei viel: Euphorie bis hin zur Manie, je nach Grundstimmung aber auch Melancholie, Kontrollverlust über Motorik

14. Gab es kritische Hinweise Anderer auf Ihren Alkoholkonsum und wie haben Sie darauf reagiert?
Gab es nicht.

15. Welche Auswirkungen und Folgen hatte Ihr Alkoholkonsum auf Ihr Leben und Ihr Umfeld?
Allem voran positive. Er trägt zur Geselligkeit bei und erleichtert es mir meine sozialen Ängste zu überwinden. Bei starkem Konsum werde ich jedoch auch sehr anstrengend und rede ohne Unterbrechung, wenn auch sehr stark lallend.

16. Gab es in Ihrem bisherigen Leben frühere Zeiten, in denen sie weit mehr Alkohol als heute getrunken haben?
Ja, in der Zeit zwischen 16 und 18.

Wenn ja, nennen sie bitte die Lebensabschnitte und mögliche Ursachen und Umstände dafür.
Pubertäre Depression und Langeweile. Ohne eingebildet klingen zu wollen: Ich wurde nach der Grundschule auf die Realschule geschickt und fühlte mich dort schnell unterfordert. Hausaufgaben und sonstige Vor-/Nachbereitung, Lernen für Klausuren etc. waren einfach nicht notwendig, sodass ich sehr viel Freizeit hatte. Unter der Woche nutzte ich diese v. a. für Sport und Videospiele, am Wochenende für Partys.

17. Haben sie jemals die Kontrolle über ihre Trinkmenge verloren und bis zur Volltrunkenheit Alkohol konsumiert?
Ja, schon öfter.

18. Haben Sie früher schon einmal oder öfter über einen längeren Zeitraum bewusst und mit Absicht völlig auf den Genuss von Alkohol verzichtet?
Ja, Alkohol senkt den Testosteronspiegel und ist dadurch hinderlich für den Muskelaufbau. In Phasen, in denen ich mein Sportpensum erhöhe verzichte ich öfter mal komplett auf Alkohol.

19. In welcher Kategorie von Trinker haben sie sich früher gesehen und wie stufen Sie sich heute rückblickend ein?
Mir ist bewusst, dass ich schon sehr früh anfing viel zu trinken. Früher hielt ich das für völlig normal, heute erkenne ich, dass es viel war, da ich aber nie Entzugserscheinungen erlebte, machte ich mir nie mehr Gedanken darüber.
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  #7  
Alt 22.01.2018, 15:15
M.E. M.E. ist offline
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Heute und in Zukunft


20. Trinken Sie heute Alkohol? Wenn ja, was, wie viel und wie oft?
Ich habe begonnen, mir ein grobes Trinkprotokoll zu erstellen. Ich trinke 2-3x im Monat zu geselligen Anlässen. Geburtstage, Feiertage oder ein Spieleabend z. B.
24.12.17 2 Gläser Rotwein (0,2) und 1 Grappa (0,02) zum Abendessen
26.12.17 1 Glas Rotwein (0,2) beim Spieleabend
31.12.17 2 Weinschorlen (0,2), 4 Maracuja-Korn-Longdrinks (0,02 auf 200ml Glas)

13.01.18 1 Bier (0,4) nach der Arbeit zum Abschied eines Kollegens
20.01.18 1 Bier (0,33) und 2 Wodka-O (0,02 auf 200ml Glas)

21. Wann haben Sie zuletzt Alkohol getrunken?
20.01.18

22. Trinken sie gelegentlich alkoholfreies Bier?
Ja, alkoholfreies Weizen.

23. Warum trinken Sie heute Alkohol/keinen Alkohol?
Das kommt auf den Anlass an. Zum Essen, weil etwa ein guter Wein das Essen bereichern kann. Außerdem habe ich in den letzten Jahren begonnen auf verschiedene Tastings und Verkostungen zu gehen. Mir macht es Spaß sich etwa mit der unterschiedlichen Lagerung von Whisky und der daraus resultierenden Geschmacksunterschiede zu befassen.
Auf Partys eher aus dem Grund, dass man lockerer wird, die Gespräche leichter funktionieren und man das Gefühl hat die Musik noch mehr genießen zu können.

24. Warum haben Sie das Trinken reduziert bzw. aufgegeben und warum nicht schon eher?
Die Antwort, dass ich meinen Führerschein behalten möchte ist hier mit Sicherheit nicht hilfreich. Ich habe aber noch keine andere befriedigende Antwort.

25. Wie haben Sie die Änderung Ihres Trinkverhaltens erreicht und dabei die Umstellungsphase erlebt?
Ich habe bisher nichts umgestellt. Ich habe mir lediglich vorgenommen, wenn ich weiß, dass ich mehr trinken werde, vorher zu planen, wie ich hin und zurück komme.

26. Wie wirkt sich Ihr geändertes Verhalten auf Sie, Ihr Leben und Ihr Umfeld aus?
Ich erinnere mich an mehr Details und Gespräche von Partys.

27. Wie stellen Sie sicher, dass Ihr neues Verhalten dauerhaft stabil bleibt?
Bisher führe ich lediglich ein Trinktagebuch.
Meine Therapie kann ich zurzeit aus verschiedenen Gründen nicht fortsetzen. Wie wirkt sich denn der Besuch von Selbsthilfegruppen etc. auf die Chance eines positiven Gutachtens aus?

28. Können Sie sich vorstellen, jemals wieder in Ihre alten Gewohnheiten zurückzufallen?
Ja, ich habe immer wieder mal eine Phase, in der ich einfach alles als sinnlos und nervig empfinde. Mir ist mittlerweile aber auch bewusst, dass Alkohol bei diesen Problemen keine Lösung bietet. Auch wenn es mir schwer fällt, spreche ich mehr mit den Menschen in meiner Umgebung und erzähle den Menschen, denen ich vertraue, in solchen Phasen von meinen Gedanken, Gefühlen und Problemen.

29. Wie wollen sie in Zukunft das Trinken vom Fahren trennen?
Ich plane im Voraus, wie ich nach Hause kommen kann, z. B. mit dem Bus oder ein Taxi mit Freunden teilen.

30. Haben Sie zum Abschluss noch etwas hinzuzufügen?
Ich denke, dass ein Teil der Fragen noch der Überarbeitung und der genaueren Auseinandersetzung mit der Thematik bedarf. Mich würde interessieren, was ihr bisher dazu sagt und wo ihr v. a. noch falsches Verhalten seht.

Viele Grüße 😊
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  #8  
Alt 22.01.2018, 16:03
Kai R. Kai R. ist offline
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diese Anhäufung von Einzeilern kannst Du grad wieder nehmen und noch einmal von vorne anfangen. Gehst Du so in die MPU ist die in 15min vorbei. Besser Du denkst erst mal nach, liest ganz viel, klärst offene Fragen und machst dann mit viel Nachdenken den Bogen. Solche Schnellschüsse bringen überhaupt nichts.

Beispiel die wichtigste Frage 12:
Zitat:
12. Warum haben Sie getrunken?
Ich denke, dass es dafür eine Vielzahl von Gründen gibt und gab.
denkst Du also. Und sogar eine Vielzahl von Gründen. Ist vielleicht etwas unkonkret.

Zitat:
Früher war es einfach cool und grade in der Kleinstadt gab es fast nur zwei Möglichkeiten: Saufen oder schwanger werden.
Was hat dieser wunderbare Allgemeinplatz mit Dir zu tun?

Zitat:
Gleichzeitig herrschte auch ein Gruppendruck und da ich doch eher unsicher bin und immer zu den jüngeren gehörte, schaffte ich es in meiner Jugend auch nicht, mich darüber hinwegzusetzen.
Und warum hast Du das nicht geschafft?

Zitat:
Ich litt (das wurde mir erst später klar) damals und heute auch noch unter psychischen Problemen
was für welche? Hau das einfach so raus, Begründung kann sich der Gutachter ja dann selber denken

Zitat:
Natürlich gibt Alkohol einem auch ein schönes Gefühl, man wird locker, Hormone werden freigesetzt, es ist halt eine Droge und es ist auch ein Genussmittel. Es gibt sehr viel guten Wein und Whisky.
Genau. Saufen macht einfach Spaß und das ist dann wohl Dein eigentliches Motiv. Zumindest hast Du noch nicht weiter gedacht.
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