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Alt 16.12.2014, 19:21
Kevnox Kevnox ist offline
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Wie sind Sie auffällig geworden?

Durch Verkauf von Cannabis und bin durch eine Aussage eines Bekannten aufgeflogen.


Wie oft waren sie bereits unter Drogeneinfluß im Straßenverkehr unterwegs?

Hätte ich noch meine damalige Sichtweise, dann hätte ich jetzt wohl gesagt niemals, denn ich bin nie am selben Tag gefahren an dem ich konsumiert habe. Ich dachte immer, wenn ich eine Nacht schlafe, könne ich am nächsten Tag ohne Probleme Auto fahren. Im Nachhinein ist mir nun jedoch bewusst, dass ich eigentlich jedes mal wenn ich konsumiert habe und am nächsten Tag Auto gefahren bin, unter Drogeneinfluss gefahren bin, denn Drogen haben noch bis zu 72 Stunden nach Konsum Einfluss auf mich. Grob geschätzt sicher 100 mal.

Wie haben Sie den Konflikt zwischen dem Drogenkonsum und dem Führen eines Kraftfahrzeuges gelöst?

Ich dachte es genüge eine Nacht auszunüchtern, was natürlich ein völliger Trugschluss war. Heute bin ich schlauer und weiß das dies grob fahrlässig war.

Wieso ist es verboten unter Drogeneinfluß ein KFZ zu führen?
(Beschreibung bitte für die zutreffende Substanz)

Weil man unter Cannabis eine deutlich verminderte Reaktionszeit hat, leicht abschweift und somit ein Gefahr für sich und andere Verkehrsteilnehmer ist. Durch den Einfluss der Droge ist man einfach mit dem Kopf nicht im Straßenverkehr und das birgt ein enormes Sicherheitsrisiko für alle Beteiligten.

Wie lange stehen Sie nach dem Konsum von Drogen unter deren Einfluß?

72 Stunden.

Sind sie sich darüber im Klaren, welche Folgen es bei einem täglichen Konsum gibt?

Ja bin ich. Aus anfänglichem Spaß entwickelt sich sehr schnell eine Sucht und Abhängigkeit. Man verliert das Interesse an vielleicht ehemals interessanten Sachen wie zum Beispiel Hobbys. Man vernachlässigt seine Freunde und seine Familie bzw.sein soziales Umfeld. Man entwickelt ein Gefühl der gleichgültigkeit. Man wird antriebslos und hat keine Motivation. Nicht zuletzt können dadurch auch psychische Schäden wie Psychosen oder Ähnliches entstehen.

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Warum ist es passiert?

Das hört sich nun vielleicht dumm an, aber ich war zu geizig um mein Geld in Drogen zu investieren und kam somit auf die Idee größere Mengen einzukaufen und so weiterzuverkaufen, um den Einkaufspreis wieder drin zu haben. Das war für mich der einzige Grund mit dem Dealen anzufangen.


Welche persönlichen Hintergründe gab es für den Cannabis- Drogenkonsum?

Anfangs war es nur Neugierde, Spaß, ein gewisses Freiheitsgefühl man wollte dazugehören. Sehr schnell jedoch, kriegte Cannabis von mir eine Funktion zugeteilt. Ich verwendete es um zu "chillen", habe mir eingeredet ich könne mich so vom Abiturstress erholen oder andere persönliche Probleme, sowie Probleme mit Freunden oder Eltern lösen. Dabei lösen sich so keine Probleme. Das einzige was man dadurch bezweckt ist, dass man die Probleme aufschiebt, verdrängt. Sobald man nüchtern ist, sieht alles wieder aus wie vorher oder sogar schlimmer.

Wie hat sich Ihr Umfeld über Ihren Drogenkonsum geäußert?

Eigentlich gar nicht, da mein Umfeld fast ausschließlich aus konsumierenden Leuten bestand. Die anderen Freunde, die nicht konsumierten sagten höchstens das sie es nicht gut finden, aber von denen hab ich mir nichts sagen lassen bzw. habe die Aussagen wie so oft einfach verdrängt.

Gab es Ereignisse in Ihrem Leben, die zu verstärktem Konsum geführt haben?

Ja das Ende der Schulzeit, als ich vorerst keine Pflichten mehr hatte, nahm ich das als Anlass mehr zu konsumieren.

Haben Sie vor der Auffälligkeit jemand um Hilfe gebeten, um den Drogenkonsum zu beenden?
(Warum, wann, wer, mit welchem Erfolg?)

Vorher nicht, aber danach hab ich mich in Psychoterapeuthische Behandlung begeben aufgrund einer sozialen Störung die durch Cannabis ausgelöst wurde.

Gibt es in Ihrer Familie aktenkundige Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz oder Suchtkrankheiten?

Nein gibt es nicht.
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