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Alt 18.03.2006, 23:42
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blossom blossom ist offline
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Dieser Text wurde von Samuel zur Vefügung gestellt.
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Ihr habt Betrunken am Straßenverkehr teilgenommen, entweder einmal mit einer BAK von ab 1,6 Promille oder mehrmals mit niedrigerer Promillezahl und damit bewiesen, daß Ihr Trinken und Fahren nicht auseinanderhalten könnt. Dadurch wurde Euch die Fahreignung aberkannt. Diese müßt Ihr nun versuchen wieder zu erlangen.

Am Besten ist es, sich schnellstmöglich mit der zuständigen Staatsanwaltschaft (Ort des Vergehens) in Verbindung zu setzen. Es dauert cirka eine Woche, bis Ihr die ermittelte BAK habt. Fragt nach dem zuständigen Staatsanwalt.
Der legt im Strafbefehl die Sperre und die Höhe der Geldstrafe fest.

Die Staatsanwälte haben es meist mit verstockten und uneinsichtigen Tätern zu tun und sind deshalb positiv zu beeinflussen, wenn Ihr
1.) Eure Schuld eingesteht.
2.) Reue zeigt
3.) erste Schritte unternommen habt, damit so etwas nicht wieder vorkommt.

Dazu könnt Ihr Angaben über Eure wirtschaftlichen Verhältnisse machen. So könnt Ihr den üblichen Schätzungen zuvorkommen und habt die Möglichkeit einen realistischen Strafbefehl zu bekommen. So etwas spart eine Menge Zeit und Geld und Nerven.
Bis hierhin braucht Ihr keinen Anwalt.

Strafbefehl (Für Alkohohlauffälligkeiten ohne Personenschaden)
Bis der Strafbefehl zugestellt wird, vergeht meist eine geraume Weile. Ein paar Monate sind keine Seltenheit. Die Staatsanwaltschaft geht bei der Strafbemessung vom ortsüblichen Einkommen Eurer Berufsgruppe aus und multipliziert diesen errechneten Tagessatz (Einkommen : 30) mit einem Strafmaß (ca. 40 - 80 Tagessätze). Dazu kommt eine Führerscheinsperre zwischen 9 und 20 Monaten. Das ist von vielen Faktoren abhängig, wie Bundesland, vorherige Vergehen, Alkoholisierungsgrad, Unfall oder nicht usw.

Wenn der Strafbefehl einigermaßen realistisch ist, dann könnt Ihr ihn annehmen und Ihr wißt, wie Eure Strafe aussieht und ab wann Ihr frühestens wieder ein Kfz führen dürft.
Wenn Euch der Strafbefehl nicht zusagen sollte, dann habt Ihr 14 Tage Zeit Widerspruch einzulegen.
Ab da ist ein Anwalt sehr hilfreich, denn nur der bekommt Akteneinsicht. Der Anwalt kostet Minimum 500eur und dazu kommen noch Gerichtskosten von 150 bis 200 eur. Zu beachten ist, daß Anwälte für ihre Bemühungen bezahlt werden müssen und nicht für Ergebnisse.

Gerichtsverhandlung:

Vor Gericht und auf hoher See.......
Wichtig ist:
Pünktliches Erscheinen
Gepflegtes Äußeres und Kleidung
Volles Geständnis mit Einsicht und Reue!!!!

Einen Anwalt zu haben ist sicher nicht verkehrt, aber über den wird nicht gerichtet.
Euer Verhalten wird maßgeblich für die Strafzumessung sein.
Verkehrspsychologe.

Wer nicht am Bettelstab geht und den Richter beeindrucken möchte, der sucht sich einen kompetenten Verkehrspsychologen. Das heißt, er geht auf Empfehlung oder er sucht sich einen, der einen kompetenten Eindruck hinterläßt. Kostet ca 80 - 120 eur die Stunde. Damit kann man vor Gericht beweisen, daß man sich aktiv um die Wiederherstellung seiner Fahreignung kümmert.
Ein Verkerspsycho hilft auch für die MPU, ist aber keine Voraussetzung dafür und wird, wie der Anwalt, für seine Bemühungen bezahlt.
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#blossom#