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Alt 22.01.2018, 18:07
Pubär Pubär ist offline
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Standard Warum ist es passiert?

Welche persönlichen Hintergründe gab es für den Cannabis- Drogenkonsum?

Mit dem Start des Studium habe ich mich schwer getan Anschluss zu finden (war in Regel 5 Jahre älter als meine Kommilitonen+ generell bin ich etwas zurückhaltender) und wollte einfach zu den „coolen und jungen“ Studenten gehören. Dann habe ich auf der Studi-Start Party eine Gruppe aus meinem Studiengang gesehen, welche konsumierten und mich denen angeschlossen. Diese fanden das klasse, dass ich mitrauche und dadurch wurde ich in deren „Kreis“ irgendwie aufgenommen. Um weiterhin zu diesem Kreis zu hören, habe ich ab und an mit denen nach Lerneinheiten (haben wirklich gelernt) wieder und wieder mitgeraucht. Das führte schließlich zu gelegentlichen Konsum, welcher mir nach und nach mehr und mehr zusagte. Das Gefühl der Lockerheit und „Blödsinnsredens“ machte mir auch zum Ende hin auch persönlich sehr Spaß. Ich will aber ganz deutlich sagen, dass ich immer eine Chance hatte NEIN zu sagen. Habe natürlich freiwillig geraucht, weil mir das Gefühl gefallen hat.

Wie hat sich Ihr Umfeld über Ihren Drogenkonsum geäußert?

Mein gewohntes Umfeld (Frau, Familie und Freunde) haben davon nichts mitbekommen. Ich habe ausschließlich abends bei den Kommilitonen geraucht. Wenn ich nach Hause gekommen bin, hat meine Frau schon immer geschlafen und ich bin dann im Wohnzimmer pennen gegangen  Hatte auch noch nie Cannabis zu Hause oder habe alleine konsumiert. Die Kommilitonen habe dazu nichts gesagt. Negativen Einfluss der Droge wurde nie thematisiert.

Gab es Ereignisse in Ihrem Leben, die zu verstärktem Konsum geführt haben?

Nein, ich habe jedes Mal in der selber Konstellation mit meinen Kommilitonen konsumiert. Da haben keine Lebensereignisse eine Rolle gespielt.

Haben Sie vor der Auffälligkeit jemand um Hilfe gebeten, um den Drogenkonsum zu beenden?
(Warum, wann, wer, mit welchem Erfolg?)
Nein, weil ich in dem Konsum kein Problem gesehen habe. Ich dachte, wenn ich ab und an mal rauche, wird das schon ok sein. Heute weiß ich, dass es schnell zu einem großen Problem werden kann. Gerade in meinem Fall ist die Häufigkeit des Konsums gestiegen und die Hemmschwelle (Fahren unter Cannabis) gesunken ist.

Gibt es in Ihrer Familie aktenkundige Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz oder Suchtkrankheiten?
Nein, da ist mir nichts bekannt.

Hatten sie Konsumpausen/spitzen?
Warum? Wann?
Ja, ich habe von März 2015 bis September 2016 überhaupt nicht geraucht.
Gründe: Zeugnisphase der Tochter, Schwangerschaft meiner Frau( wollte sie abends nicht alleine lassen und immer fot sein, falls etwas passieren sollte), Geburt der Tochter und die Umstellung der neuen Situation zu dritt.
Konkrete Konsumspitzen gab es nicht. Jedoch wurden die Konsumtage ab Sep. 2016 deutlich mehr, sodass es auch mal Wochenenden gab, an denen ich sowohl Freitag als auch Samstag abends konsumiert habe. Damit bin ich gefühlt in einen „Kurzurlaub gegangen“, einfach mal keine Verantwortung tragen und einfach nur für mich sein.

Was hat Sie daran gehindert, ohne Droge abzuschalten?
Ich konnte auch ohne Droge abschalten. Sonst hätte ich wohl jeden Tag rauchen müssen. Ich konsumierte ja ausschließlich um abzuschalten, sondern auch aus einer gewissen Gruppendynamik heraus. Gegen Ende hin hat mich natürlich der oben beschriebene „Kurzurlaub“ mehr und mehr zugesagt.
Waren Sie gefährdet in eine Drogenabhängigkeit zu geraten?
Das ist wohl jeder, der Drogen nimmt, egal in welchem Umfang. Ich habe das ja auch gemerkt, dass es schnell gehen kann, da die Konsumhäufigkeit bis zur Kontrolle zugenommen hat.

Waren sie Drogenabhängig?
Nein, das kann ich ausschließen, gerade wenn ich mir die Kriterien der ICD-10 anschaue.
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