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Alt 11.11.2017, 17:40
kapomick kapomick ist offline
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Jetzt betrachte deinen 1. FB net als mies, sondern als Ansatz, auf den du aufbauen kannst. Und fürwahr, alles muss der GA nicht wissen. Ich sag immer gern: "Alles, was du sagst, sei wahr. Aber nicht alles, was wahr ist, sage." Kann dir das Leben bei der MPU durchaus erleichtern.
Zu deinen anderen Fragen:

Zitat:
Zitat von Tobias1990 Beitrag anzeigen
Ist in Ordnung, bei Fragen alle in diesen Thread, keinen neuen mehr aufmachen! Vielen Dank für Ihre Hilfe bei dem Fragebogen. Ich nehme mir ihre Antworten wirklich sehr zu Herzen. Da habe ich noch viel Arbeit vor mir. Ich möchte auf 3 Fragen nur kurz eine Antwort geben, bevor ich den Fragebogen überarbeite.
Wir sind im Forum alle per-du. Nur keine Hemmungen, auch wenn ich gewiss älter bin.

Zitat:
Zu Frage 1: Zur Blutentnahme um ca. 8 Uhr (genau weiß ich die Zeit nicht, denn ich war nach dem Unfall bewusstlos) war mein Wert 1,9 Promille, da schätze ich, dass ich um 6.30 Uhr mit über 2 Promille gefahren bin, deshalb die unterschiedlichen Angaben. Vielleicht sollte ich schreiben das ich den Zeitpunkt der Blutentnahme nicht wissen kann, da ich bewusstlos und schwer verletzt war? Ich wurde ja dann operiert und an diesem Tag, dem 5.7.13 war ich nicht mehr wach und ansprechbar.
Du wirst ein Gerichtsurteil/Strafbefehl haben. Da stehen Daten drauf, Uhrzeit und BAK. DIE zählen. Wieviel du bei der Fahrt selbst hast, ist erst mal unrelevant. Wichtig ist einfach nur, ob aktenkundig ist, dass du schon eine Weile geschlafen hast. Denn wenn zwischen Trinkende und BAK über 2h sind, darf der GA zurückrechnen. Und der rechnet nicht zurück, wieviel du bei der Fahrt intus hattest, sondern quasi deinen Maximalwert bei Trinkende. Und der könnte dann bei so 2,6‰ liegen. Und dann musst du dich damit auseinandersetzen, wie du so einen Wert aufbauen konntest. Deshalb ist es sehr wichtig, dass du weißt, ob diese lange Zeitspanne, in der du nichts mehr getrunken hast, aktenkundig ist.

Zitat:
Zu Frage 2: Ich weiß eigenlich nicht mehr genau was ich getrunken habe. Ich war so betrunken das mich meine 3 Freunde nach dem Discobesuch vom Auto rausschleifen mussten und mich ins Bett legen mussten. Ich hatte totalen Filmriss. Ich weiß nichts mehr von den letzten Stunden in der Disco und von der Heimfahrt. Kann ich das so schreiben? Ich vertrug nicht mehr viel Alkohol weil ich ja nur noch selten trank. Kann ich das so reinschreiben?
Wenn du nicht mehr weißt, wie viel du getrunken hast (bei der Menge kein großes Wunder), gehört es zu deiner Aufarbeitung, dass du das errechnest. Ganz einfach. Du wirst ja wissen, was du getrunken hast. Dann musst du halt ausrechnen, wie viel Alkohol du brauchtest, um am Schluss den Wert erreicht zu haben. Deshalb ist es auch so eminent wichtig, zu wissen, ob das frühere Trinkende bekannt ist. Wenn nein, dann könntest du dein "Trinkende" nach hinten verschieben und nen Haufen Alkohol einsparen, wenn du nicht 2,6‰ oder gar mehr erklären musst.

Zitat:
Zu Frage 3: Bis zu meiner damaligen Freundin waren es 8 Km die ich zu Fahren hatte. Von mir daheim, am Haus der Freundin vorbei bis zur Schule und wieder heim wären es 60 Km gewesen. Soll ich dann nur angeben, das ich die 8 Km zu meiner Freundin fahren wollte? Ich meine, der GA braucht es ja nicht unbedingt zu wissen wo ich noch hinfahren wollte. Würde ja reichen wenn ich schreibe, dass ich die 8 Km zu meiner Freundin fahren wollte und nach 2 Km den Unfall hatte.
Das ist ein zweischneidiges Schwert. Zum einen sind die 60km schon heftig, zum anderen ist die Geschichte, dass du deine Freundin fahren wolltest, weil du es ihr versprochen hast, ein bedingt nachvollziehbares Argument. Vielleicht müssen es nicht gleich 60km sein.

Zitat:
Bei meinen vorherigen Strafdaten war immer ein Streit mit der Freundin vorausgegangen warum ich mit Alkohol fuhr....ich kann nicht wieder sagen das ich wegen einem Streit fuhr, dann sagt der GA das ich das dann auch weiterhin mache und bei jedem Streit mich dann ins Auto setze egal ob ich Alkohol getrunken habe oder nicht. Beim der 3. MPU ist das sehr schwierig.
Da hast du genug Erfahrung. Du musst mit deinen Argumenten jetzt über dich hinauswachsen.

Zitat:
Frage 21: Da ich im Dezember 2016 ja noch Alkohol getrunken hatte dachte ich das ich ab Januar 2017 schreibe das ich abstinent lebe. Aber ich kann ja ab 25.12.16 schreiben, da haben sie recht.
Unbedingt! Das ist ein wichtiger Termin. Bedenke: du gehst in die MPU mit der Absichtserklärung, niemals mehr Alkohol zu trinken. Da wirst du dir den letzten Tag schon gut gemerkt haben. Alles andere klingt nach wischiwaschi.

Zitat:
Ich hatte als Kind ADHS, deshalb hielt ich mich nie an Regeln und Verbote, ich war ein ganz schlimmes Kind in der Schule und daheim. Als Jugendlicher war es genau so. Ich machte meinen Eltern viel Kummer. Ich hab oft getrunken um andere zu provozieren, wollte mich nie einordnen, trank, rauchte, beging Strafdaten, Schlägereien. Ich weiß nicht wie ich es ausdrücken soll, das sich das mit der Zeit gelegt hat und ich jetzt nicht mehr hyperaktiv bin. Sicher weil ich den ganzen Tag trainiere und Stress abbaue. Aber ich habe auch schon in den beiden letzten MPU´s gesagt das ich durch Fitnesstraining Stress abbaue und dadurch keinen Alkohol mehr trinke. Damals bin ich jeden 2. Tag in Fitnessstudio. Jetzt mache ich aber Krafttraining und Bodybuilding. Soll ich das erwähnen von meiner Hyperaktivität oder lieber verschweigen? Ich habe ja keine Threrapie gemacht. Wie soll ich es erklären, warum sich das jetzt gelegt hat? Der Arzt sagte damals das die Hyperaktivität nach der Pupertät so langsam verschwinden kann und es war wirklich so, dass sie ist mit dem Erwachsen werden jetzt einfach weniger geworden und schließlich ganz verschwunden ist. Natülich kann es auch sein weil ich jetzt 4 Jahre Krafttraining mache und mich richtig auspowere, dass ich nicht mehr hyperaktiv bin. Aber kann ja sein das der GA fragt, wenn ich das aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr machen könnte was dann wäre? Wäre ich wieder hyperaktiv? Würde ich dann wieder sehr impulsiv sein und mich nicht an Regeln halten? Was meinen Sie soll ich dieses Thema erwähnen oder nicht?
Natürlich musst du das Thema erwähnen. Du musst ja irgendwas bringen, warum du weiterhin Regeln verletzt hast. Aber es wäre schon gut, wenn du klar zum Ausdruck bringst, was sich gegenüber deinen letzten beiden MPU´s wirklich verändert hat. Ob da nur das Training reicht, da bin ich mir net so sicher. Irgendwas entspannungsmäßiges muss da schon noch in den Raum kommen. Ne Thera muss ja nicht immer gleich sein, aber du musst schon ne Schippe drauflegen, damit dir der GA glaubt, dass diesmal wirklich alles besser ist. Da hast du also noch einiges zum Überlegen.
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