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Jürgen34 16.04.2018 09:34

BAK 2,21%. Fahrt 10 km
 
Hallo!
Ich habe mitte nächsten Monats meine MPU und bin sehr nervös und würde gerne eure Meinungen hören, was ich noch verbessern kann. Ich bin am 25.03.17 nach einem Arbeitstag von 6-16 Uhr noch auf ein Fest im Dorf gegangen, wo ich mit Freunden von 18-24Uhr 10Bier(0,33l) und 8Cola-Viez(0,3l) und 6 Schnaps (0,2cl) getrunken habe. Um 0Uhr bin ich nach hause gegangen, hatte mein Auto nicht mit dabei, da es ja im Dorf war. Ich hab mich so wie ich war auf die Couch gelegt und bin sofort eingeschlafen. Eine Std später um 1Uhr bin ich wach geworden, und habe Hunger verspürt. Ich bin aufgrund der Alkoholisierung wie ferngesteurt zu meinem Auto und hab mich auf dem Weg zum 10km entfernten Fast-Food Restaurant gemacht. Auf dem Weg dorthin kam ich bei einer Tankstelle vorbei, wo ich noch etwas Benzin nachtanken wollte, da ich nur noch viertel voll hat. Dort stand die Polizei auf einmal hinter mir und ich wurde kontrolliert. Atemalkohol 2,01%. und Blutalkohol 2,21%. Bitte um eure Meinungen

octopussy 16.04.2018 10:05

Hallo Jürgen

Willkommen im Forum.

Nun, du hast deine TF geschildert. An dieser wirst du nichts verbessern können ;)
Was möchtest du denn wissen?

Und füll doch bitte zunächst den Profilfragebogen aus:
http://mpu-forum.mpu-idiotentest.com...ad.php?t=15226

Jürgen34 16.04.2018 11:45

Ich fülle den Fragenbogen aus, dann sehen wir weiter

Jürgen34 16.04.2018 12:59

Geschlecht:m
Größe:1,80
Gewicht:75
Alter:34

eventl. Bundesland:
Rheinland-Pfalz
Was ist passiert?
Datum der Auffälligkeit:26.03.17
BAK:2,21
Trinkbeginn:18:00
Trinkende:23:50
Uhrzeit der Blutabnahme:1:57

Tathergang

1. Beschreiben Sie den Tag Ihrer Trunkenheitsfahrt aus eigener Sicht mit Datum und Uhrzeiten.
(wann, wo und mit wem getrunken / wann und wie aufgefallen / Promille)
Ich war am 25.03.17 arbeiten, hatte Frühschicht, von 6-16Uhr. Ein ganz normaler Arbeitstag, bin danach nach Hause gefahren, wo ich gegen 16:45 ankam. Da bei uns im Dorf Markt war, und wir mit der Feuerwehr einen Stand dort hatten hörte ich mal bei einem Kollegen nach wie es denn so ist. Ich wollte an diesem Samstag nichtmehr auf den Markt gehen, und nichts trinken, da ich am nächsten Tag Thekendienst hatte und fit sein wollte. Mein Kollege schrieb zurück und meinte es wäre lustig, ich sollte doch noch kommen. Daraufhin entschloss ich mich doch noch hin zu gehen und kam dort etwa um 18 Uhr an. Ich wurde direkt in die Runde integriert und hatte bis der Markt um 21Uhr geschlossen wurde 10 Bier (0,33l) getrunken. Wir wollten aber noch nicht nach Hause gehen, so beschlossen wir noch in die Kneipe im Dorf zu gehen. Insgesamt zu sechst sind wir dann in die Kneipe, wo wir rundenweise auf 8Cola-Viez (0,3l) und 6 Schnaps (0,2cl) kamen. Gegen 23:50 ging bei mir nichts mehr runter und ich machte mich zu Fuß auf den ca 1km langen Heimweg, wo ich um 0Uhr ankam. Dort legte ich mich wie ich war auf die Couch und schlief auch sofort ein. Gegen 1Uhr wurde ich wach und verspürte Hunger. Ich machte mich aufgrund der Alkoholisierung wie ferngesteuert auf den Weg zu meinem Auto und machte mich auf den Weg zum 10km entfernten Fastfood Restaurant. Auf dem Weg dorthin kam ich an einer Tankstelle vorbei, wo ich noch etwas Benzin nachtanken wollte, da ich nur noch viertel voll hatte. Dort stand auf einmal die Polizei hinter mir und kontrollierte mich. Atemalkohol 2,01%. und BAK 2,21%.

2. Was und wie viel haben Sie am Tattag insgesamt getrunken?
(Genaue Angaben in Sorte, Menge, Trinkzeit)
10Bier (0,33l) 8Cola-Viez (0,3l) 6Schnaps (0,2cl 40%)
3. Wie viel Kilometer fuhren Sie, bis Sie aufgefallen sind und wie viel Kilometer wollten Sie insgesamt fahren? 10km

4. Hatten Sie das Gefühl, noch sicher fahren zu können?
(Ja/Nein + Begründung)
Aufgrund der hohen Alkoholisierung war ich nicht mehr in der Lage klar zu denken und fühlte mich so sicher das ich es unfallfrei schaffen würde.

5. Wie haben Sie die Trunkenheitsfahrt vermeiden wollen (wenn überhaupt)?
Aufgrund der Alkoholisierung und des Hungergefühls war ich nicht in der Lage es zu verhindern.

6. Haben Sie bereits früher im Straßenverkehr unter Alkoholeinfluss gestanden und sind aufgefallen? nein

7. Wie oft haben Sie alkoholisiert am Straßenverkehr teilgenommen ohne aufzufallen und was folgern Sie daraus? (Tip Anmerkung von Jody lesen (danke Jody) KLICK)
In meiner Aufarbeitung habe ich es mal hochgerechnet und kam auf über 300 Fahrten unter Alkohol oder Restalkohol.
Exploration

8. Wann hatten Sie den ersten Kontakt mit Alkohol und wann haben Sie das erste Mal Alkohol zu sich genommen?
(Allererste Erinnerung und erster Konsum)
Im Jugendfeuerwehrzeltlager mit 17 durften die älteren der Jungendfeuerwehr abends mit den Betreuern zusammen sitzen, und da habe ich 4x0,3l Cola-Viez getrunken

9. Haben Sie regelmäßig Alkohol getrunken, und wie hat sich ihr Trinkverhalten in den letzten Jahren entwickelt?Ab 17 habe habe ich mit Kollegen jedes Wochenende freitags und samstags Alkohol getrunken, sind auf Partys gefahren, oder haben uns bei jemandem getroffen und da getrunken. Ab 25 wurde es etwas weniger, so dass es nur noch einmal am Wochenende war und das ging so bis 30, da war es noch ungefähr jedes zweite Wochenende, hab den Kater am Tag danach immer seltener in Kauf genommen

10. Wie viel und wie oft haben Sie getrunken?
(Genaue Angaben in Sorte, Menge, Häufigkeit)
Von 17 bis 25 waren es pro Abend immer so 10 Bier 0,33l und bis zu 10 Schnaps 0,2cl
Von 25 bis 30 wareh es pro Abend so 20 Bier 0,33l oder 10 Bier und 10 Cola-Viez 0,3l und bis zu 10 Schnaps 0,2cl
Ab 30 war die Menge unverändert bis zum Delikttag

11. Wo und mit wem haben Sie überwiegend getrunken?
Mit Freunden auf Partys, auf Geburtstagen oder beim Fussball, eigentlich jeden Anlass mit Alkohol verbunden

12. Warum haben Sie getrunken?
(Innere + äußere Motive; Anmerkung: o.g. Link "psychologisches Gespräch" lesen)
Mein Vater htte einen sehr guten Job als EDV Leiter und hatte Abitur gemacht. Er wollte das ich auch so einen guten Job bekomme und am liebsten in der Firma wo er bis zur Rente arbeitete. Ich bekam aber am Ende der Grundschule die Empfehlung Realschule und konnte so schon die Erwartungen nicht erfüllen, auch auf der Realschule hatte ich viele schlechte Noten, die ich auch oft versuchte vor meinen Eltern zu verheimlichen, meistens kamen sie jedoch raus. Ich blieb in den weiteren Jahren zweimal sitzen und musste auf die Hauptschule und meine letzten beiden Jahre da beenden. Wieder konnte ich die Erwartungen meiner Eltern nicht erfüllen. Wieder musste ich in eine andere Klasse und das war für einen schüchternen Jungen wie mich sehr deprimierend und machte mich nicht sehr selbstbewusst. Ich schloss dann auf der Hauptschule mit einem guten Zeugnis ab und fand eine Ausbildungsstelle als Kaufmann im Einzelhandel. Sicher nicht das was meine Eltern sich vorgestellt hatten, aber besser als nichts. Dann mit 17 als ich das erste mal Alkohol getrunken hatte merkte ich, das ich dadurch besser mit anderen Menschen kommunizieren konnte und besser Mädchen ansprechen, ich wurde dadurch selbstbewusster. Nach 10 Bier fühlte ich mich wie der King. So steigerte sich das ganze über die Jahre.

13. Welche Wirkung haben Sie in der Vergangenheit nach Alkoholgenuss bei sich beobachtet? Nach wenig Alkohol wurde ich lustiger und konnte besser auf andere Menschen zugehen, es viel mir leichter Mädchen anzusprechen. Nach viel Alkohol wurde ich anstrengend und fing an zu lallen und verschüttete auch schon Getränke oder sagte Sachen zu anderen, die ich am nächsten Tag bereute.Auch konnte ich mich an vieles am nächsten Tag nichtmehr erinnern, oder es kam mir erst wieder nachdem mich jemand darauf angesprochen hatte, was oft sehr peinlich für mich war.
(bei wenig und bei viel Alkohol)

14. Gab es kritische Hinweise Anderer auf Ihren Alkoholkonsum und wie haben Sie darauf reagiert?
Von meinen damaligen Trinkkollegen nicht, da sie alle mindestens genauso viel tranken wie ich.Von anderen Kollegen, mit denen ich des öfteren laufen gehe, oder auch sonntags in ein Fitnessstudio ging oder Fussball spielte gab es des öfteren Kommentare wie guck das du morgen fit bist und trink nicht so viel, weißt doch wie es dir morgen geht. Auch meine Eltern waren nicht begeistert, wenn ich am nächsten Tag verkatert und schlecht gelaunt am Mittagstisch saß.

15. Welche Auswirkungen und Folgen hatte Ihr Alkoholkonsum auf Ihr Leben und Ihr Umfeld?
Ich war am Tag nachdem ich Alkohol getrunken hatte fast nie für etwas zu gebrauchen,lag meistens den ganzen Tag auf der Couch und wartete das es mir besser wurde. Auch in der Woche war ich anfangs noch träge und eher schlechter gelaunt als ich es anders wäre. Beim Fussball konnte ich nicht die Leistung bringen, die ich ohne Alkohol hätte bringen können, da ich sonntags auf dem Platz froh war, wenn das Spiel vorbei war, da ich keine Luft mehr hatte. Auf der Arbeit hatte ich auch schon Probleme wegen Alkohol, da ich dreimal nicht zur Arbeit kam aufgrund des Abends zuvor. Das ganze war noch ohne Attest, so dass ich eine Abmahnung dafür erhielt und den Hinweis meine Trinkabende auf die Tage zu verschieben, an denen der nächste Tag frei ist. Das hab ich mir sehr zu Herzen geholt, und ist seit über 1,5Jahren auch nichtmehr passiert.

16. Gab es in Ihrem bisherigen Leben frühere Zeiten, in denen sie weit mehr Alkohol als heute getrunken haben?
Ja, da ich heute keinen Alkohol mehr trinke war es früher mit heute nicht zu vergleichen.

Jürgen34 16.04.2018 12:59

Wenn ja, nennen sie bitte die Lebensabschnitte und mögliche Ursachen und Umstände dafür.
Siehe oben
17. Haben sie jemals die Kontrolle über ihre Trinkmenge verloren und bis zur Volltrunkenheit Alkohol konsumiert?
Ja, ich habe Alkoholmissbrauch betrieben und bin Kontrollverlusttrinker. Ich konnte nicht aufhören zu trinken, wenn ich angefangen habe. Das wurde mir in meiner Aufarbeitung bewusst und daher gab es für mich nur die Entscheidung zur Abstinenz, die ich seit 12 Monaten nachweise, und auch in Zukunft beibehalten will.

18. Haben Sie früher schon einmal oder öfter über einen längeren Zeitraum bewusst und mit Absicht völlig auf den Genuss von Alkohol verzichtet?
Einmal habe ich 30 Tage der Fastenzeit durchgehalten, diese aber während eines Geburtstages dazwischen unterbrochen. Ansonsten hab ich früher nie einen Anlass dafür gesehen.
19. In welcher Kategorie von Trinker haben sie sich früher gesehen und wie stufen Sie sich heute rückblickend ein?
(mit Begründung)
Ich habe Alkoholmissbrauch betrieben und bin Kontrollverlusttrinker. Die Promillezahlen die ich erreicht habe, haben nichts mit einem normalen Umgang mit Alkohol zu tun. Früher war mir das nie so bewusst geworden, da ich mir darüber nie Gedanken gemacht habe.
Heute und in Zukunft

20. Trinken Sie heute Alkohol? Wenn ja, was, wie viel und wie oft?
(Genaue Angaben in Sorte, Menge, Häufigkeit)
Ich lebe seit 26.03.17 abstinent.
21. Wann haben Sie zuletzt Alkohol getrunken?
25.03.17
22. Trinken sie gelegentlich alkoholfreies Bier?
Nein, es ging mir nie um den Geschmack von Bier, daher auch kein alkoholfreies Bier.

23. Warum trinken Sie heute Alkohol/keinen Alkohol?
Mir wurde nach der Trunkenheitsfahrt bewusst, das es so nicht weiter gehen kann und ich sagte mir das ich ab diesem Tag keinen Alkohol mehr trinken werde. Das habe ich bis heute durchgehalten. Ich habe ein eigenes Haus, eine sehr gute Arbeit, und könnte es so schön haben, wenn ich nicht immer alles durch Alkohol kaputt gemacht hätte.

24. Warum haben Sie das Trinken reduziert bzw. aufgegeben und warum nicht schon eher?
Ich habe mir früher nie Gedanken über meinen Alkoholkonsum gemacht, ich war in einem Freundeskreis, in dem alle mindestens genauso viel getrunken haben. Erst nach dem Delikttag wurden mir die Augen geöffnet und ich merkte das es so nicht weiter gehen kann.

25. Wie haben Sie die Änderung Ihres Trinkverhaltens erreicht und dabei die Umstellungsphase erlebt?
Ich habe nach dem Verlust des Führerscheins so ein schlechtes Gewissen gehabt, da ich vorher noch nie etwas mit der Polizei zu tun hatte. Ich dachte mir, was tust du deinen Eltern an, die ihre Rente genießen wollen und jetzt einen Idiot wie dich jeden Tag zur Arbeit bringen müssen. Ich habe in den ersten Monaten kein Verlangen nach Alkohol gespürt, da ich noch so geschockt war aufgrund der ganzen Gedanken wie es jetzt weiter gehen soll.In den Monaten danach gab es einen Abend auf einer Party im Dorf, wo ich dachte heute könnte ich doch mal ein paar Bier trinken, das war im Abstinenzurlaub, aber ich sah die Betrunkenen auf der Party und sagte mir nein danke. Ich war am nächsten Tag so froh das geschafft zu haben und topfit aufzustehen. Ich will nie mehr einen ganzen Tag auf dem Sofa verbringen und zu hoffen das der Kater endlich vorbei geht.

26. Wie wirkt sich Ihr geändertes Verhalten auf Sie, Ihr Leben und Ihr Umfeld aus?
Ich habe mit den Trinkkollegen von früher heute nichts mehr zu tun, da ich nicht mehr in die verrauchte Kneipe im Dorf gehe. Ich gehe zweimal die Woche laufen und sonntags morgens ins kostenlose amerikanische Fitnessstudio mit Freunden. Danach essen wir noch gut zusammen da und ich bin froh danach richtig fit zu sein. Meine Eltern sind auch froh das ich nichts mehr trinke und seitdem nichtmehr mit einem Kater zum Essen komme. Auf der Arbeit wurde ich vom Chef und vom Vertriebsleiter sehr gelobt, das ich im letzten Geschäftsjahr nicht einen Fehltag hatte und habe dadurch die Stellvertretung des Chefs in Aussicht gestellt bekommen und dadurch mehr Geld und einen Firmenwagen, Das werde ich demnächst angehen.

27. Wie stellen Sie sicher, dass Ihr neues Verhalten dauerhaft stabil bleibt?
Ich bin so stolz darauf, das ich das so erreicht habe, und so lange schon abstinent lebe. Ich habe gute Freunde, die auch keinen Alkohol trinken, und auf die ich mich in der schweren Zeit immer verlassen konnte. Ich habe so viel schlechtes durch den Alkohol erlebt, das ich niemehr erleben will. Ich habe ein eigenes Haus, eine gute Arbeit und tolle Freunde. Und meine Eltern stehen auch hinter mir, das werde ich niemehr durch Alkohl aufs Spiel setzen.

28. Können Sie sich vorstellen, jemals wieder in Ihre alten Gewohnheiten zurückzufallen?
(Ja/Nein + Begründung,) ->Hintergrund der Frage ist, welche Umstände können dazu führen, dass Sie wieder
in alte Gewohnheiten zurückfallen würden, wie merken sie das und was tun sie dagegen?
Ich weiß das ich aufgrund meiner Vergangenheit gefährdet für Rückfälle bin. Ich habe aber gute Freunde, die immer für mich da sind, mit denen ich darüber sprechen kann. Außerdem habe ich die Nr. der Praxis Wienau, die ich im Falle eines drohenden Rückfalls kontaktieren werde.

29. Wie wollen sie in Zukunft das Trinken vom Fahren trennen?
Da ich keinen Alkohol mehr trinke brauche ich nichts zu trennen.

30. Haben Sie zum Abschluss noch etwas hinzuzufügen?
So hart es auch war, das ich den Führerschein entzogen bekommen habe, war es für mich das beste was passieren konnte, es hat mir die Augen geöffnet, das es so nicht weiter gehen konnte, und es hat mir dazu verholfen, das ich ein tolles Leben ohne Alkohol führen kann.

Jürgen34 17.04.2018 20:12

Könnt ihr mir helfen? Habe demnächst MPU

Jürgen34 20.04.2018 17:20

Kann mir keiner helfen? :O

ricompu 20.04.2018 18:27

Du schreibst das du seit 26.3.17 nicht mehr trinkst !? Sagst du das so oder kannst du das mit urinscreening oder HA beweisen.??
MfG rico

Jürgen34 20.04.2018 19:15

Ich bin seit 02.05.17 im Urin Screening angemeldet und habe seitdem 7 Screenings abgegeben.

Jürgen34 23.04.2018 20:58

kann mir jemand helfen?

Alana 23.04.2018 22:00

Mache ich morgen, wenn sich bis dahin keiner gekümmert hat. Okay?

Jürgen34 24.04.2018 07:38

Ja, vielen dank!

Kai R. 24.04.2018 13:10

mir fällt auf, dass in dem ganzen Bogen eigentlich nur Du vorkommst. Hattest Du keine Helfer, mit denen Du Dich ausgetauscht hast? Wie hast Du die Umstellung verarbeitet? Mit wem hast Du über Deine Motive gesprochen, wie hast Du die herausgefunden?

Das liest sich ja alles nicht schlecht, aber irgendwie wirkt der ganze Bogen merkwürdig blutleer. Du schilderst, was Du gemacht und erreicht hast. Du schilderst aber nicht Deine Gefühle dabei und auch nicht den Weg zur Veränderung. Lass den Gutachter in Dich hineinschauen und öffne die Fassade etwas. Da muss noch mehr Fleisch an den Knochen.

Zitat:

Zitat von Jürgen34 (Beitrag 539928)
10. Wie viel und wie oft haben Sie getrunken?
(Genaue Angaben in Sorte, Menge, Häufigkeit)
Von 17 bis 25 waren es pro Abend immer so 10 Bier 0,33l und bis zu 10 Schnaps 0,2cl
Von 25 bis 30 wareh es pro Abend so 20 Bier 0,33l oder 10 Bier und 10 Cola-Viez 0,3l und bis zu 10 Schnaps 0,2cl
Ab 30 war die Menge unverändert bis zum Delikttag

wie oft kamen denn diese Abende vor und was hast Du an Tagen getrunken, wo kein solcher Abend war?

Jürgen34 24.04.2018 21:29

Danke für deine Antwort! Ich habe 2 gute Freunde, die keinen Alkohol trinken, und mit denen ich noch vor einem Jahr nicht grade so viel zu tun hatte, die mir aber jetzt sehr geholfen haben, und viel Sport mit mir treiben und auch am Wochenende mal essen gehn.

Ansonsten habe ich unter der Woche nichts getrunken damals. Wenn am Wochenende und dann richtig.
Hab ich mit dem was ich geschrieben habe Chancen in der MPU, bin sehr nervös und bin froh zu hören das es sich gut liest!

Alana 24.04.2018 22:25

Zu deinem ersten Teil ist wenig zu sagen. Da bist Du grundehrlich und das wird auch der GA merken. Aber eines ist auch klar: ohne 12 Monate Abstinenz hättest Du keine Chance!
Zitat:

Zitat von Jürgen34 (Beitrag 539928)
Aufgrund der hohen Alkoholisierung war ich nicht mehr in der Lage klar zu denken und fühlte mich so sicher das ich es unfallfrei schaffen würde.

Eines von beiden geht nur: entweder nicht mehr klar denken können oder sicher sein. Du hast nicht mehr nachgedacht.

Zitat:

Aufgrund der Alkoholisierung und des Hungergefühls war ich nicht in der Lage es zu verhindern.
Laß den Hunger weg. Du trinkst nicht, also gibt es keine Wiederholung. Aber wenn Du wieder Hunger hast, bist Du unberechenbar? Oder wie?

Zitat:

In meiner Aufarbeitung habe ich es mal hochgerechnet und kam auf über 300 Fahrten unter Alkohol oder Restalkohol.
Bist Du sicher, daß das reicht? Ich meine Feuerwehr, jedes Wochenende unterwegs, bereits Freitags, stets große Mengen, viele Jahre ...

Das hier
Zitat:

Ab 17 habe habe ich mit Kollegen jedes Wochenende freitags und samstags Alkohol getrunken, sind auf Partys gefahren, oder haben uns bei jemandem getroffen und da getrunken. Ab 25 wurde es etwas weniger, so dass es nur noch einmal am Wochenende war und das ging so bis 30, da war es noch ungefähr jedes zweite Wochenende
und das
Zitat:

Von 17 bis 25 waren es pro Abend immer so 10 Bier 0,33l und bis zu 10 Schnaps 0,2cl
Von 25 bis 30 wareh es pro Abend so 20 Bier 0,33l oder 10 Bier und 10 Cola-Viez 0,3l und bis zu 10 Schnaps 0,2cl
Ab 30 war die Menge unverändert bis zum Delikttag
paßt so wirklich aber nicht zusammen! Im ersten Zitat spielst Du das so ein bißchen klein, ja, in der Jugend, aber dann wurde es ja schon gesitteter. Im zweiten, wenn es dann um Mengen geht, sieht man eine ständig steigende Trinkmenge, auf beachtlich hohem Niveau. Dafür paßt dann auch die nächste Antwort dazu:
Zitat:

Mit Freunden auf Partys, auf Geburtstagen oder beim Fussball, eigentlich jeden Anlass mit Alkohol verbunden
In der 12 hast Du schon gute Gedanken, einzig was fehlt in der Beschreibung ist, wie Du dich dabei gefühlt hast.
Zitat:

Wieder konnte ich die Erwartungen meiner Eltern nicht erfüllen. Wieder musste ich in eine andere Klasse und das war für einen schüchternen Jungen wie mich sehr deprimierend und machte mich nicht sehr selbstbewusst. [...] Sicher nicht das was meine Eltern sich vorgestellt hatten, aber besser als nichts.
Da mußt Du mehr von Dir erzählen. Ich bin sicher, das kannst Du.[/quote] Dann mit 17 als ich das erste mal Alkohol getrunken hatte merkte ich, das ich dadurch besser mit anderen Menschen kommunizieren konnte und besser Mädchen ansprechen, ich wurde dadurch selbstbewusster. Nach 10 Bier fühlte ich mich wie der King. So steigerte sich das ganze über die Jahre.[/quote]Ja, und wie ging es dann mit Dir weiter? Nach 17 kommen ja erst noch Deine Trinkerjahre. Was hat Dir dann der Alkohol gegeben?

Zitat:

Nach viel Alkohol wurde ich anstrengend und fing an zu lallen und verschüttete auch schon Getränke oder sagte Sachen zu anderen, die ich am nächsten Tag bereute.Auch konnte ich mich an vieles am nächsten Tag nichtmehr erinnern, oder es kam mir erst wieder nachdem mich jemand darauf angesprochen hatte, was oft sehr peinlich für mich war.
Nun hast Du ja eigentlich immer viel getrunken. Wenn das so unangenehm war, warum hast Du es dann nicht sein lassen? Das ist ja auch die Frage bei den nächsten Antworten, da kommen ja auch nur negative Erfahrungen.

Zitat:

Zitat von Jürgen34 (Beitrag 539929)
Ich habe Alkoholmissbrauch betrieben und bin Kontrollverlusttrinker. Die Promillezahlen die ich erreicht habe, haben nichts mit einem normalen Umgang mit Alkohol zu tun. Früher war mir das nie so bewusst geworden, da ich mir darüber nie Gedanken gemacht habe.

Der erste Teil ist die knappe Zusammenfassung deiner Trinkhistorie mit nur einer möglichen Konsequenz: Abstinenz. Beim zweiten Teil stellt sich die Frage: über ein Jahrzehnt exzessiver Trinkkonsum mit vielen negativen Auswirkungen. Da ist Dir nie der Gedanke gekommen, daß das alles nicht richtig sein könnte?
Zitat:

es ging mir nie um den Geschmack von Bier, daher auch kein alkoholfreies Bier.
Warum ging es Dir dann? Den Rausch? Wo nimmst Du den heute her?

Zitat:

Ich habe ein eigenes Haus, eine sehr gute Arbeit, und könnte es so schön haben, wenn ich nicht immer alles durch Alkohol kaputt gemacht hätte.
War wohl früher doch nicht alles so problemlos mit dem Alk?

Zitat:

Ich habe mir früher nie Gedanken über meinen Alkoholkonsum gemacht, ich war in einem Freundeskreis, in dem alle mindestens genauso viel getrunken haben.
Mitläufer? Wäre dann auch noch ein Aspekt für die Motive.

Zitat:

Ich habe nach dem Verlust des Führerscheins so ein schlechtes Gewissen gehabt, da ich vorher noch nie etwas mit der Polizei zu tun hatte. Ich dachte mir, was tust du deinen Eltern an, die ihre Rente genießen wollen und jetzt einen Idiot wie dich jeden Tag zur Arbeit bringen müssen.
Schlechtes Gewissen als Auslöser für das Nachdenken ist okay, aber dann muß der Punkt kommen, wo es um Dich geht: was habe ich mir angetan? Wie will ich leben? Veränderungen machen nur Sinn und sind nur erfolgversprechend, wenn Du sie für dich machst.

Zitat:

Ich habe mit den Trinkkollegen von früher heute nichts mehr zu tun, da ich nicht mehr in die verrauchte Kneipe im Dorf gehe.
Wie funktioniert im Dorf, wo Du so lange bei allem immer vorn mit dabei warst? Was ist mit der Feuerwehr und den Märkten?

Zitat:

Ich gehe zweimal die Woche laufen und sonntags morgens ins kostenlose amerikanische Fitnessstudio mit Freunden. Danach essen wir noch gut zusammen da und ich bin froh danach richtig fit zu sein. Meine Eltern sind auch froh das ich nichts mehr trinke und seitdem nichtmehr mit einem Kater zum Essen komme. Auf der Arbeit wurde ich vom Chef und vom Vertriebsleiter sehr gelobt, das ich im letzten Geschäftsjahr nicht einen Fehltag hatte und habe dadurch die Stellvertretung des Chefs in Aussicht gestellt bekommen und dadurch mehr Geld und einen Firmenwagen
Super Beispiele! Aber auch hier noch zu sehr aus dem Blickwinkel der Anderen betrachtet. Du gehst wieder gern Sonntags zu deinen Eltern und die freuen sich sehr darüber, wie Du dich verändert hast. Die Arbeit macht Dir wieder richtig Spaß und Du kniest dich deshalb richtig rein. Hat auch dein Chef schon bemerkt, soll sich jetzt sogar in einer Beförderung niederschlagen, was Dir natürlich sehr entgegen kommt. Du verstehst? Nur den Dienstwagen laß weg. Zeigt nur, daß Du die FE wieder brauchst und das sollte bei einer MPU nie betont werden.

Zitat:

Ich weiß das ich aufgrund meiner Vergangenheit gefährdet für Rückfälle bin. Ich habe aber gute Freunde, die immer für mich da sind, mit denen ich darüber sprechen kann. Außerdem habe ich die Nr. der Praxis Wienau, die ich im Falle eines drohenden Rückfalls kontaktieren werde.
Welches wären denn Verhaltensweisen, die Dich warnen würden? Wenn was wie früher wäre? Andere, die auf Dich aufpassen, zu haben ist schonmal gut, aber selber solltest Du auch achtsam sein.

Jürgen34 02.05.2018 16:47

Geschlecht:m
Größe:1,80
Gewicht:75
Alter:34

eventl. Bundesland:
Rheinland-Pfalz
Was ist passiert?
Datum der Auffälligkeit:26.03.17
BAK:2,21
Trinkbeginn:18:00
Trinkende:23:50
Uhrzeit der Blutabnahme:1:57

Tathergang

1. Beschreiben Sie den Tag Ihrer Trunkenheitsfahrt aus eigener Sicht mit Datum und Uhrzeiten.
(wann, wo und mit wem getrunken / wann und wie aufgefallen / Promille)
Ich war am 25.03.17 arbeiten, hatte Frühschicht, von 6-16Uhr. Ein ganz normaler Arbeitstag, bin danach nach Hause gefahren, wo ich gegen 16:45 ankam. Da bei uns im Dorf Markt war, und wir mit der Feuerwehr einen Stand dort hatten hörte ich mal bei einem Kollegen nach wie es denn so ist. Ich wollte an diesem Samstag nichtmehr auf den Markt gehen, und nichts trinken, da ich am nächsten Tag Thekendienst hatte und fit sein wollte. Mein Kollege schrieb zurück und meinte es wäre lustig, ich sollte doch noch kommen. Daraufhin entschloss ich mich doch noch hin zu gehen und kam dort etwa um 18 Uhr an. Ich wurde direkt in die Runde integriert und hatte bis der Markt um 21Uhr geschlossen wurde 10 Bier (0,33l) getrunken. Wir wollten aber noch nicht nach Hause gehen, so beschlossen wir noch in die Kneipe im Dorf zu gehen. Insgesamt zu sechst sind wir dann in die Kneipe, wo wir rundenweise auf 8Cola-Viez (0,3l) und 6 Schnaps (0,2cl) kamen. Gegen 23:50 ging bei mir nichts mehr runter und ich machte mich zu Fuß auf den ca 1km langen Heimweg, wo ich um 0Uhr ankam. Dort legte ich mich wie ich war auf die Couch und schlief auch sofort ein. Gegen 1Uhr wurde ich wach und verspürte Hunger. Ich machte mich aufgrund der Alkoholisierung wie ferngesteuert auf den Weg zu meinem Auto und machte mich auf den Weg zum 10km entfernten Fastfood Restaurant. Auf dem Weg dorthin kam ich an einer Tankstelle vorbei, wo ich noch etwas Benzin nachtanken wollte, da ich nur noch viertel voll hatte. Dort stand auf einmal die Polizei hinter mir und kontrollierte mich. Atemalkohol 2,01%. und BAK 2,21%.

2. Was und wie viel haben Sie am Tattag insgesamt getrunken?
(Genaue Angaben in Sorte, Menge, Trinkzeit)
10Bier (0,33l) 8Cola-Viez (0,3l) 6Schnaps (0,2cl 40
3. Wie viel Kilometer fuhren Sie, bis Sie aufgefallen sind und wie viel Kilometer wollten Sie insgesamt fahren? 10km

4. Hatten Sie das Gefühl, noch sicher fahren zu können?
(Ja/Nein + Begründung)
Aufgrund der hohen Alkoholisierung war ich nicht mehr in der Lage klar zu denken und fühlte mich so sicher das ich es unfallfrei schaffen würde. Aus heutiger Sicht kann ich das nicht verstehen, wie man sich und besonders andere durch sein Verhalten so gefährden kann.


5. Wie haben Sie die Trunkenheitsfahrt vermeiden wollen (wenn überhaupt)?
Da mein Auto in der Garage stand, hatte ich nicht geplant noch zu fahren. Aufgrund der hohen Alkoholisierung war ich nicht mehr in der Lage klar zu denken und es zu verhindern.

6. Haben Sie bereits früher im Straßenverkehr unter Alkoholeinfluss gestanden und sind aufgefallen? nein

7. Wie oft haben Sie alkoholisiert am Straßenverkehr teilgenommen ohne aufzufallen und was folgern Sie daraus? (Tip Anmerkung von Jody lesen (danke Jody) KLICK)
In meiner Aufarbeitung habe ich es mal hochgerechnet und kam auf über 400 Fahrten unter Alkohol oder Restalkohol.
Exploration

8. Wann hatten Sie den ersten Kontakt mit Alkohol und wann haben Sie das erste Mal Alkohol zu sich genommen?
(Allererste Erinnerung und erster Konsum)
Im Jugendfeuerwehrzeltlager mit 17 durften die Älteren der Jungendfeuerwehr abends mit den Betreuern zusammen sitzen, und da habe ich 4x0,3l Cola-Viez getrunken

9. Haben Sie regelmäßig Alkohol getrunken, und wie hat sich ihr Trinkverhalten in den letzten Jahren entwickelt?
Ab 17 habe habe ich mit Kollegen jedes Wochenende freitags und samstags Alkohol getrunken, sind auf Partys gefahren, oder haben uns bei jemandem getroffen und da getrunken. Ab 25 wurde es etwas seltener so dass es nur noch einmal am Wochenende war und das ging so bis 30, da war es noch ungefähr jedes zweite Wochenende, hab den Kater am Tag danach immer seltener in Kauf genommen

10. Wie viel und wie oft haben Sie getrunken?
(Genaue Angaben in Sorte, Menge, Häufigkeit)
Von 17 bis 25 waren es pro Abend immer so 10 Bier 0,33l und bis zu 10 Schnaps 0,2cl und das jedes Wochenende zweimal.
Von 25 bis 30 waren es pro Abend so 20 Bier 0,33l oder 10 Bier und 10 Cola-Viez 0,3l und bis zu 10 Schnaps 0,2cl ein bis zweimal am Wochenende.
Ab 30 war die Menge unverändert hoch bis zum Delikttag, jedoch nur einmal am Wochenende.

11. Wo und mit wem haben Sie überwiegend getrunken?
Mit Freunden auf Partys, auf Geburtstagen oder beim Fussball, eigentlich jeden Anlass mit Alkohol verbunden. Ab 30 meistens nur noch in die Kneipe gegangen. Partys weniger

12. Warum haben Sie getrunken?
(Innere + äußere Motive; Anmerkung: o.g. Link "psychologisches Gespräch" lesen)
Mein Vater hatte einen sehr guten Job als EDV Leiter und hatte Abitur gemacht. Er wollte das ich auch so einen guten Job bekomme und am liebsten in der Firma wo er bis zur Rente arbeitete. Ich bekam aber am Ende der Grundschule die Empfehlung Realschule und konnte so schon die Erwartungen nicht erfüllen, auch auf der Realschule hatte ich viele schlechte Noten, die ich auch oft versuchte vor meinen Eltern zu verheimlichen, meistens kamen sie jedoch raus. Ich blieb in den weiteren Jahren zweimal sitzen und musste auf die Hauptschule und meine letzten beiden Jahre da beenden. Wieder konnte ich die Erwartungen meiner Eltern nicht erfüllen. Wieder musste ich in eine andere Klasse und das war für einen schüchternen Jungen wie mich sehr deprimierend und machte mich nicht sehr selbstbewusst. Ich schloss dann auf der Hauptschule mit einem guten Zeugnis ab und fand eine Ausbildungsstelle als Kaufmann im Einzelhandel. Sicher nicht das was meine Eltern sich vorgestellt hatten, aber besser als nichts. Dann mit 17 als ich das erste mal Alkohol getrunken hatte merkte ich, das ich dadurch besser mit anderen Menschen kommunizieren konnte und besser Mädchen ansprechen, ich wurde dadurch selbstbewusster. Nach 10 Bier fühlte ich mich wie der King. So steigerte sich das ganze über die Jahre.

13. Welche Wirkung haben Sie in der Vergangenheit nach Alkoholgenuss bei sich beobachtet? Nach wenig Alkohol wurde ich lustiger und konnte besser auf andere Menschen zugehen, es viel mir leichter Mädchen anzusprechen. Nach viel Alkohol wurde ich anstrengend und fing an zu lallen und verschüttete auch schon Getränke oder sagte Sachen zu anderen, die ich am nächsten Tag bereute.Auch konnte ich mich an vieles am nächsten Tag nichtmehr erinnern, oder es kam mir erst wieder nachdem mich jemand darauf angesprochen hatte, was oft sehr peinlich für mich war.
(bei wenig und bei viel Alkohol)

14. Gab es kritische Hinweise Anderer auf Ihren Alkoholkonsum und wie haben Sie darauf reagiert?
Von meinen damaligen Trinkkollegen nicht, da sie alle mindestens genauso viel tranken wie ich.Von anderen Kollegen, mit denen ich des öfteren laufen gehe, oder auch sonntags in ein Fitnessstudio ging oder Fussball spielte gab es des öfteren Kommentare wie guck das du morgen fit bist und trink nicht so viel, weißt doch wie es dir morgen geht. Auch meine Eltern waren nicht begeistert, wenn ich am nächsten Tag verkatert und schlecht gelaunt am Mittagstisch saß.

15. Welche Auswirkungen und Folgen hatte Ihr Alkoholkonsum auf Ihr Leben und Ihr Umfeld?
Ich war am Tag nachdem ich Alkohol getrunken hatte fast nie für etwas zu gebrauchen,lag meistens den ganzen Tag auf der Couch und wartete das es mir besser wurde. Auch in der Woche war ich anfangs noch träge und eher schlechter gelaunt als ich es anders wäre. Beim Fussball konnte ich nicht die Leistung bringen, die ich ohne Alkohol hätte bringen können, da ich sonntags auf dem Platz froh war, wenn das Spiel vorbei war, da ich keine Luft mehr hatte. Auf der Arbeit hatte ich auch schon Probleme wegen Alkohol, da ich dreimal nicht zur Arbeit kam aufgrund des Abends zuvor. Das ganze war noch ohne Attest, so dass ich eine Abmahnung dafür erhielt und den Hinweis meine Trinkabende auf die Tage zu verschieben, an denen der nächste Tag frei ist. Das hab ich mir sehr zu Herzen geholt, und ist seit über 1,5Jahren auch nichtmehr passiert.

16. Gab es in Ihrem bisherigen Leben frühere Zeiten, in denen sie weit mehr Alkohol als heute getrunken haben?
Ja, da ich heute keinen Alkohol mehr trinke war es früher mit heute nicht zu vergleichen.

Jürgen34 02.05.2018 16:47

Wenn ja, nennen sie bitte die Lebensabschnitte und mögliche Ursachen und Umstände dafür.
Siehe oben
17. Haben sie jemals die Kontrolle über ihre Trinkmenge verloren und bis zur Volltrunkenheit Alkohol konsumiert?
Ja, ich habe Alkoholmissbrauch betrieben und bin Kontrollverlusttrinker. Ich konnte nicht aufhören zu trinken, wenn ich angefangen habe. Das wurde mir in meiner Aufarbeitung bewusst und daher gab es für mich nur die Entscheidung zur Abstinenz, die ich seit 12 Monaten nachweise, und auch in Zukunft beibehalten will.

18. Haben Sie früher schon einmal oder öfter über einen längeren Zeitraum bewusst und mit Absicht völlig auf den Genuss von Alkohol verzichtet?
Einmal habe ich 30 Tage der Fastenzeit durchgehalten, diese aber während eines Geburtstages dazwischen unterbrochen. Ansonsten hab ich früher nie einen Anlass dafür gesehen.
19. In welcher Kategorie von Trinker haben sie sich früher gesehen und wie stufen Sie sich heute rückblickend ein?
(mit Begründung)
Ich habe Alkoholmissbrauch betrieben und bin Kontrollverlusttrinker. Die Promillezahlen die ich erreicht habe, haben nichts mit einem normalen Umgang mit Alkohol zu tun. Früher war mir das nie so bewusst geworden, da ich mir darüber nie Gedanken gemacht habe.In meiner Aufarbeitung ist mir klar geworden, das ich keinen kontrollierten Umgang mit Alkohol habe und aus diesem Grund war für mich die einzige und richtige Entscheidung komplett auf Alkohol zu verzichten.
Heute und in Zukunft

20. Trinken Sie heute Alkohol? Wenn ja, was, wie viel und wie oft?
(Genaue Angaben in Sorte, Menge, Häufigkeit)
Ich lebe seit 26.03.17 abstinent.
21. Wann haben Sie zuletzt Alkohol getrunken?
25.03.17
22. Trinken sie gelegentlich alkoholfreies Bier?
Nein, es ging mir nie um den Geschmack von Bier, daher auch kein alkoholfreies Bier. Außerdem habe ich gelernt, das alkoholfreies Bier der erste Schritt zurück zum Alkohol ist, daher werde ich auch das nicht anrühren.

23. Warum trinken Sie heute Alkohol/keinen Alkohol?
Mir wurde nach der Trunkenheitsfahrt bewusst, das es so nicht weiter gehen kann und ich sagte mir das ich ab diesem Tag keinen Alkohol mehr trinken werde. Das habe ich bis heute durchgehalten. Ich habe ein eigenes Haus, eine sehr gute Arbeit, und könnte es so schön haben, wenn ich nicht immer alles durch Alkohol kaputt gemacht hätte.

24. Warum haben Sie das Trinken reduziert bzw. aufgegeben und warum nicht schon eher?
Ich habe mir früher nie Gedanken über meinen Alkoholkonsum gemacht, ich war in einem Freundeskreis, in dem alle mindestens genauso viel getrunken haben. Erst nach dem Delikttag wurden mir die Augen geöffnet und ich merkte das es so nicht weiter gehen kann.

25. Wie haben Sie die Änderung Ihres Trinkverhaltens erreicht und dabei die Umstellungsphase erlebt?
Ich habe nach dem Verlust des Führerscheins so ein schlechtes Gewissen gehabt, da ich vorher noch nie etwas mit der Polizei zu tun hatte. Ich dachte mir, was tust du deinen Eltern an, die ihre Rente genießen wollen und jetzt einen Idiot wie dich jeden Tag zur Arbeit bringen müssen. Ich habe in den ersten Monaten kein Verlangen nach Alkohol gespürt, da ich noch so geschockt war aufgrund der ganzen Gedanken wie es jetzt weiter gehen soll.In den Monaten danach gab es einen Abend auf einer Party im Dorf, wo ich dachte heute könnte ich doch mal ein paar Bier trinken, das war im Abstinenzurlaub, aber ich sah die Betrunkenen auf der Party und sagte mir nein danke. Ich war am nächsten Tag so froh das geschafft zu haben und topfit aufzustehen. Ich will nie mehr einen ganzen Tag auf dem Sofa verbringen und zu hoffen das der Kater endlich vorbei geht.

26. Wie wirkt sich Ihr geändertes Verhalten auf Sie, Ihr Leben und Ihr Umfeld aus?
Ich habe mit den Trinkkollegen von früher heute nichts mehr zu tun, da ich nicht mehr in die verrauchte Kneipe im Dorf gehe. Ich gehe zweimal die Woche laufen und sonntags morgens ins kostenlose amerikanische Fitnessstudio mit Freunden. Danach essen wir noch gut zusammen da und ich bin froh danach richtig fit zu sein. Meine Eltern sind auch froh das ich nichts mehr trinke und seitdem nichtmehr mit einem Kater zum Essen komme. Auf der Arbeit wurde ich vom Chef und vom Vertriebsleiter sehr gelobt, das ich im letzten Geschäftsjahr nicht einen Fehltag hatte und habe dadurch die Stellvertretung des Chefs in Aussicht gestellt bekommen und dadurch mehr Geld und einen Firmenwagen, Das werde ich demnächst angehen.

27. Wie stellen Sie sicher, dass Ihr neues Verhalten dauerhaft stabil bleibt?
Ich bin so stolz darauf, das ich das so erreicht habe, und so lange schon abstinent lebe. Ich habe gute Freunde, die auch keinen Alkohol trinken, und auf die ich mich in der schweren Zeit immer verlassen konnte. Ich habe so viel schlechtes durch den Alkohol erlebt, das ich niemehr erleben will. Ich habe ein eigenes Haus, eine gute Arbeit und tolle Freunde. Und meine Eltern stehen auch hinter mir, das werde ich niemehr durch Alkohl aufs Spiel setzen.

28. Können Sie sich vorstellen, jemals wieder in Ihre alten Gewohnheiten zurückzufallen?
(Ja/Nein + Begründung,) ->Hintergrund der Frage ist, welche Umstände können dazu führen, dass Sie wieder
in alte Gewohnheiten zurückfallen würden, wie merken sie das und was tun sie dagegen?
Ich weiß das ich aufgrund meiner Vergangenheit gefährdet für Rückfälle bin. Ich habe aber gute Freunde, die immer für mich da sind, mit denen ich darüber sprechen kann. Ich treibe in meiner Freizeit viel Sport, das powert mich aus und ich fühle mich sehr gut. Außerdem habe ich die Nr. der Praxis Wienau, die ich im Falle eines drohenden Rückfalls kontaktieren werde.

29. Wie wollen sie in Zukunft das Trinken vom Fahren trennen?
Da ich keinen Alkohol mehr trinke brauche ich nichts zu trennen.

30. Haben Sie zum Abschluss noch etwas hinzuzufügen?
So schlimm es auch im Nachhinein ist, das ich so viel getrunken habe und dann auch noch Auto zu fahren. Erst dadurch, das ich erwischt wurde und die Konsequenz des Führerschein Entzugs haben mich zum Nachdenken gebracht, so konnte es nicht weiter gehen, und ich bin froh endlich vom Alkohol weg zu sein.

Jürgen34 02.05.2018 16:48

Hab es nochmal überarbeitet, bitte um Hilfe hab in 14 Tagen MPU

Alana 10.05.2018 21:26

Du hattest mich per PN gebeten, noch einmal auf deinen Fragebogen zu schauen und ich hatte Dich wegen Zeitmangels auf heute vertröstet. Wie sich nun herausstellt, wäre das gar nicht nötig gewesen, denn Du hast praktisch nichts von dem, was ich in #15 anmerkte, umgesetzt. :( Also könnte ich alles auch nochmal schreiben. Nur ein Beispiel:
Zitat:

Nach 17 kommen ja erst noch Deine Trinkerjahre. Was hat Dir dann der Alkohol gegeben?
Aber die Frage 12 endet noch immer mit deinem 17. Lebensjahr. Und auch den Hinweis auf die 12, daß Du deine persönlichen Empfindungen schildern mußt, hast Du unberücksichtigt gelassen. Ein paar Wörter ausgetauscht, aber mehr auch nicht.

Das geht so weiter. Vielleicht liest Du einfach noch einmal den #15 richtig durch. Wenn Du die Hinweise nicht annehmen willst, ist das natürlich dein gutes Recht. Nur: andere habe ich nicht. Dann kann ich Dir nicht helfen.

Jürgen34 17.05.2018 20:15

So, war gestern da, 12 weitere Leute auch noch da. Gutachterin meinte nach dem Gespräch, von Ihrer Seite positiv, wenn bei der Ärztin auch alles in Ordnung wäre. Das hört sich doch gut an, oder meint ihr die Gutachterin ändert ihre Meinung nochmal? Gibts das?

MrMurphy 17.05.2018 20:26

Hallo

Die Antworten der Gutachter sind immer freundlich-positiv. Mit dem Ergebnis hat das überhaupt noch nichts zu tun.

Ohne die Auswertung und den Vergleich mit dem Fragebogen, dem Reaktionstest und der medizinischen Untersuchung können die Gutachter noch gar kein Ergebnis nennen. Wenn die Angaben nicht grundsätzlich übereinstimmen wird das Gespräch negativ bewertet werden.

Zu guter Letzt liest sich die Führerscheinstelle das Gutachten durch (sofern du es abgibst) und muss ihrerseits noch entscheiden ob sie es akzeptieren kann. In der Regel folgt sie aber dem Gutachten.

Gruss

MrMurphy

Jürgen34 17.05.2018 20:43

Meinst du ich bin durchgefallen?

MrMurphy 17.05.2018 21:15

Hallo

Nein. Da mir jede Informationen zu der Untersuchung fehlen kann ich das gar nicht beurteilen.

Ich wollte dich nur darauf hinweisen, dass bei MPU-Gutachtern Freundlichkeit zum Geschäft gehört.

Und dass die direkt nach dem Gespräch selbst noch kein Ergebnis abgeben können und dies auch nicht tun.

Gruss

MrMurphy

kapomick 17.05.2018 22:00

Man kanns auch so sagen: sagt ein GA, dass das Gutachten wohl negativ wird, dann kann man sich so ziemlich darauf verlassen. Sieht er positive Tendenzen, dann ist das ein guter Schritt in die richtige Richtung, allerdings ist noch nichts entschieden. Er schaut sich seine Aufzeichnungen noch mal an, gleicht seine Infos mit den Daten und Einschätzungen vom Arzt ab und dann gibt er seine endgültige Prognose. Du wirst warten müssen, bis du es schwarz auf weiß hast.

Kai R. 18.05.2018 10:34

Andersrum: negative Tendenzen wird kein Gutachter nennen, da er sich damit endlose Diskussionen einhandelt. Entweder gibt es positive Rückmeldungen, dann kann man sich freuen, oder er sagt nichts, dann kann es aber immer noch in beide Richtungen gehen.

kapomick 18.05.2018 13:04

Wir hatten durchaus hier im Forum schon manche, die gleich auf den Kopf zugesagt bekommen haben, dass das Gutachten negativ ausfallen wird. Das lag aber im Regelfall daran, dass AB-Nachweise fehlten oder der Zeitraum erkennbar zu kurz war.

Jürgen34 18.05.2018 17:34

Ja, aber die Gutachterin meinte, von Ihrer Seite wäre es positiv, müssten noch die Ergebnisse der Ärztin abwarten.


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